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Full text of "Griechische Papyri medizinischen und naturwissenschaftlichen Inhalts / bearbeitet von K. Kalbfleisch und H. SchÀÜne"

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51CS 

B3 
1-U 


Book  No  0027223 


30 


4  00( 


272^30 


Glasgow  University  Library 


Digitized  by  the  Internet  Archive 

in  2014 


https://archive.org/details/b21453111 


BERLINER  KLASSIKERTEXTE 

HERAUSGEGEBEN  VON  DER 

GENERALVERWALTUNG  DER  KGL.  MUSEEN 

ZU  BERLIN 


HEFT  I 

DIDYMOS 

KOMMENTAR  ZU  DEMOSTHENES 

(PAPYRUS  9780)' 

NEBST  WORTERBUCH  ZU  DEMOSTHENES^  ARISTOCRATEA 

(PAPYRUS  5008) 


BERLIN 

WEIDMANNSCHE  BUCHHANDLUNG 
1904 


DIDYM08 

KOMMENTAR  ZU  DEMOSTHENES 

(PAPYRUS  9780) 

NEBST  WORTERBUCH  ZU  DEMOSTHENES'  ARISTOCRATEA 

(PAPYRUS  5008) 

BEARBEITET 
VON 

H.  DIELS  UND  W.  SCHUBART 


MIT  ZWEI  LICHTDRUCKTAFELN 


BERLIN 
WEIDMANNSCHE  BUCHHANDLUNG 
1904 


Ilire  griechischen  Papyri  geschaftlichen  Inhalts  haben  die  Konigiichen 
Museen  seit  nunmehr  elf  Jahren  (lurch  eine  regelmaCige  Veroffent- 
lichung  —  die  »Agyptischen  Urkunden«  —  bekannt  gegeben;  da- 
gegen  sind  ihre  literarisclien  Papyri  bisher  nur  durch  gelegentliche 
Publikationen ,  die  meist  von  privater  Seite  ausgingen,  zugangiich  ge- 
worden.  Jetzt,  wo  diese  durch  die  Erwerbungen  der  letzten  Jahre 
wesentlich  an  Zahl  und  Bedeutung  gewachsen  sind,  soil  auch  von 
ihnen  eine  Gesamtausgabe  veranstaltet  werden,  und  zwar  unter  freund- 
licher  Mitwirkung  der  HH.  Geh.  Regierungsrate  Prof.  Dr.  Diels  und 
Prof.  Dr.  von  Wilamowitz-Moellendorff,  denen  wir  auch  die  Anregung 
dazu  verdanken.  Die  Herausgabe  erfolgt  in  zwanglosen  Heften.  Jeder 
der  herausgegebenen  Texte  soli  eine  Einleitung  und  einen  kurzen  Kom- 
mentar  erhalten;  auch  eine  Schriftprobe  soil  in  der  Regel  beigegeben 
werden.  AuBerdem  werden  wir  bei  wichtigeren  Texten  vollstandige 
Reproduktionen  in  Photographie  oder  Lichtdruck  herstellen  lassen,  die, 
soweit  der  Vorrat  reicht,  durch  die  Weidmannsche  Buchhandlung  be- 
zogen  werden  konnen. 

Berlin,  im  Februar  1904. 

Der  Direktor  der  Agyptischen  Abteilung 
der  Konigiichen  Museen 

Erman 


VORWORT  DER  HERAUSGEBER 


Die  Bearbeitung  der  Didymosscholien  ist  bald  nach  Eintreffen  des 
Papyrus  in  Berlin  Anfang  des  Jahres  1902  von  den  beiden  Heraus- 
gebern  begonnen  worden.  Sie  ist  in  der  Art  zwischen  ihnen  geteilt 
gewesen,  da6  die  Umschrift  zuerst  unabhangig  von  beiden  nieder- 
geschrieben,  dann  aber  wiederholt  untereinander  und  mit  dem  Ori- 
ginal verglichen  wurde.  So  ist  der  liierdurch  festgestellte  und  er- 
ganzte  Text  durchweg  das  gemeinsame  Werk  beider  Herausgeber. 
Sodann  hat  Hr.  Schubart  hauptsachlich  der  Abschrift  und  deren  An- 
merkungen  sowie  den  Registern  seine  Sorge  zugewandt,  wahrend 
sein  Genosse  besonders  die  Umschrift  und  die  dazu  gehorenden  An- 
merkungen  im  Auge  behielt.  Diese  Anmerkungen  sollen  nicht  er- 
schopfend  sein,  sondern  nur  die  erste  und  notigste  Hilfe  geben,  wie 
auch  die  Einleitung  nur  einige  der  wiehtigsten  Fragen  genauer  zu 
behandeln  beabsichtigt.  Die  Bearbeitung  und  Fruchtbarmachung  der 
reiehen  Ausbeute,  z.  B.  an  Historikerfragmenten,  durfte  der  kiinftigen 
Forschung  uberlassen  bleiben.  Denn  diese  Ausgabe  ist  fiir  Gelehrte 
bestimmt,  die  an  dem  Texte  und  den  daraus  sich  ergebenden  weiteren 
Aufgaben  mitzuarbeiten  gewillt  sind.  Zu  diesem  Behufe  ist  der  Text 
vollstandig  in  vier  Liehtdrucktafeln  reproduziert  worden,  so  daB  jeder 
sich  eine  Anschauung  von  der  Anordnung  und  der  Schrift  des  Ori- 
ginals verschalfen  kann.  Freilieh  reicht  auch  dieser  gut  gelungene 
Lichtdruck  fiir  die  schwer  lesbaren  Stellen  in  der  Regel  nicht  aus; 
ja  es  gibt  tauschende  Schatten,  die  Reste  von  Zeichen  dem  Auge 
vorspiegeln,  von  denen  das  Original  keine  Spur  aufweist. 

Die  Abschrift  und  Umschrift  war  im  wesentlichen  schon  im  Friih- 
jahr  1902  von  den  Herausgebern  fertiggestellt  worden.  Geschaftliche 
und  wissenschaftliche  Behinderungen  haben  sodann  beide  Heraus- 
geber langere  Zeit  von  der  Arbeit  ferngehalten.  Als  dann  vor  einem 
Jahre  (Friihjahr  1903)  das  Manuskript  endgiiltig  abgeschlossen  war, 


VIII 


VORWORT  DER  HERAUSGEBER 


zog  sich  die  Drucldegung  durch  die  Herstellung  und  Adaptierung 
einer  neuen  Type  hin,  welehe  die  Konigliche  Akademie  der  Wissen- 
schaften,  namentlich  audi  im  Hinblick  aufsolche  Papyruspublikationen, 
angeregt  hatte.  Sie  wiinschte  statt  der  bis  jetzt  herrschenden,  nach 
der  handschriftlichen  Minuskel  hergestellten  griecliisclien  Type  eine 
solche  hergestellt,  die  dem  mitarbeitenden  Gelehrten  weiiigstens  das 
ungefahre  Bild  der  antiken  Buchstaben  ohne  die  Entstellung  und  Ver- 
schnorkelung  der  Byzantiner  vor  Augen  fiilirte.  Die  Reichsdruckerei 
nalim  diese  Anregung  mit  dem  groBten  Entgegenkommen  auf,  und 
es  gelang  durch  das  Zusammenwirken  der  Gelehrten  und  Techniker 
nach  Uberwindung  einiger  Schwierigkeiten^  und  nach  ziemlichem 
Zeitaufwand  die  vorliegende  Schrift  herzustellen ,  die  nunmelir  auch 
in  den  Publikationen  der  Akademie  zur  Verwendung  gelangt.  Der 
Druck  selbst  erforderte  ebenfalls  langere  Zeit,  so  dafi  trotz  des  besteu 
Willens  aller  Beteiligten  die  Veroffentliehung  gerade  dieses  ersten 
Heftes  nicht  so  rasch  erfolgt  ist,  als  es  im  Interesse  der  Wissen- 
schaft  geboten  war. 

Den  Didymosscholien  fiigen  wir  eine  Neubearbeitung  des  bereits 
von  F.  BhiB  im  Jahre  1882  veroffentlichten  Pap.  5008  hinzu,  der  Bruch- 
stiicke  eines  anonymen,  ebenfalls  mit  Didymos  zusammenhangenden 
Lexikons  zur  Aristokratea  enthalt. 


*  So  miifite  wegen  der  fiir  diese  Texte  notigen  untergesetzten  Striche  und 
Punkte  die  sonst  dem  spateren  antiken  Typus  entsprechende  Verlangening  der  Hasten 
in  I  Y  p  <j)  unterbleiben.  Ebenso  konnte  die  iibliche,  nielir  nach  rechts  geneigte  Rich- 
ciing  der  Sclirift  nicht  gevvahlt  werden,  da  die  Akzente,  die  sich  trotz  der  uiehr  an- 
tiken Form  schlecht  in  den  Gesamttypus  dieser  Schrift  einfiigen  und  seine  Harmonie 
storen ,  beim  Hegenden  Duktiis  der  Schrift  nocli  mehr  Schwierigkeit  bereiten,  als  sie 
schon  an  und  fiir  sich  die  vvahre  Crux  der  griechischen  Type  fiir  die  Schriftschneider, 
GieBer,  Setzer  und  vor  allem  die  Drucker  sind.  Auf  die  besondere  Herstellung  der 
die  Krasis  bezeichneiiden  Koronis,  die  sich  bei  dieser  Type  von  dem  Spiritus  lenis 
differenzieren  liil3t,  ist  zur  Zeit  noch  verzichtet  vvorden.  Die  Leser  werden  sich  ohne- 
hin  nicht  gleicli  an  das  ungewohnte  Bild  einer  antiken  Minuskeltype  gewolinen. 

Berlin,  Januar  1904. 

Die  Herausgebeu. 


EINLEITUNG 


Herkunft,  Beschaffenheit  und  Sclirift  des  Didymos- 

papyrus. 

Der  die  Scholien  des  Didymos  enthaltende  Papyrus  [Berol.  9780]  ist 
Ende  1901  von  Hrn.  Dr.  Borchardt  in  Kairo  gekauft  worden.  Damals 
verlautete,  er  stamme  ebenso  wie  zwei  andere  gleichzeitig  erworbene 
RoUen  aus  den  TJberresten  eines  antiken  Hnuses  in  Eschmunen,  dem 
alten  Hermupolis.  Indessen  haben  solche  Angaben  der  Handler  gerin- 
gen  Wert,  und  ein  Versuch,  an  Ort  und  Stelle  Naheres  festzustellen, 
ist  erfolglos  geblieben.  Der  Papyrus  kam  zusammengerollt  an;  die 
auBeren  Lagen  waren  freilich  losgelost  und  in  Unordnung.  Es  war 
keine  leichte  Aufgabe  fiir  den  teclmisehen  Hilfsarbeiter  an  der  Agypti- 
schen  Abteilung,  Hrn.  Ibscher,  das  zerbrechliche  Material  zu  glatten  und 
den  oben  aufliegenden  Bruchstiicken  ihren  Platz  anzuweisen.  Der  In- 
halt  dieser  Fragmente  gab  nur  geringe  Hilfe,  denn  nur  so  viel  lieB 
sich  erkennen,  daB  die  einen  Einschnitt  enthaltende  Kolumne  (jetzt 
Kol.  1,  mit  der  Ubersch rift  I  in  Zeile  26)  von  dem  zusammenhangenden 
Teile  der  Rolle  (Kol.  6  &'.)  welter  entfernt  sein  muBte  als  die  Fragmente 
der  jetzigen  5.  Kolumne,  in  denen  ebenso  wie  in  Kol.  6  von  Hermias 
die  Rede  ist.  Es  wiirde  zu  weit  fiihren,  hier  darzulegen,  auf  welch e 
Weise  den  losen  Bruchstiicken  ihr  Platz  angewiesen  werden  konnte; 
nur  das  sei  ausdriicklicli  bemerkt,  dal3  die  Anordnung  auf  genauer 
Beobachtung  der  Faltung  des  Papyrus  beruht  und  als  vollig  sicher 
gelten  kann. 

Der  Anfang  der  Rolle  fehlt;  das  lehrt  der  Augenschein,  und  spater 
zu  besprechende  innere  Griinde  ergeben  dasselbe.  Was  uns  erhalten 
ist,  hat  insgesamt  eine  Lange  von  134  cm  und  eine  Hohe  von  30  cm. 
Der  zusammenhangende  Teil,  von  Kol.  G  an,  mifit  bei  gleicher  Hohe 
in  der  Lange  90  cm.  Der  Papyrus  ist  diinn,  aber  dauerhaft,  von  brauner 
Farbe,  die  an  manclien  Stellen  durch  den  EinfluB  von  Feuchtigkeit 


EINLEITUNG 


in  ein  tiefes  Dunkelbraun  ubergegangen  ist.  Wie  gewohnlicli  bei  der 
Rolle  nehmen  die  Liicken  und  sonstigen  Bescliadigungen  von  auBen 
nach  innen,  d.  li.  fiir  den  Didymostext  von  vorn  nach  hinten  zu.  ab. 

Der  Papyrus  ist  auf  beiden  Seiten  beschrieben.  Auf  der  Vorder- 
seite  steht  der  Kommentar  des  Didymos,  auf  der  Riickseite,  in  ent- 
gegengesetzter  Richtung  geselirieben,  die  ''HeiKHc  cToixeiucic  des  Stoikers 
Hierokles.  Der  erstere ,  mit  dem  wir  es  hier  allein  zu  tun  haben ,  um- 
fafit  15  Schriftkolumnen ;  die  15.  fiillt  nur  einen  Teil  des  zur  Verfu- 
gung  stehenden  Raumes  und  schlieBt  mit  dem  ausfiihrlichen  Titel  des 
Ganzen  (vgl.  Tafel  2).  Die  einzelne  Kolumne  hat  im  Durehschnitt  gegen 
70  Zeilen;  wo  in  Hirer  Mitte  die  Behandlung  einer  neuen  Rede  be- 
ginnt,  ist  ein  Absehnitt  gemaeht  und  dadurch  die  Zahl  der  Zeilen  ver- 
mindert.  Jede  Zeile  hat  etwas  mehr  als  30  Buchstaben;  jedoch  ist  zu 
bemerken,  dafi  im  Anfang  der  IJbersehuB  grofier  ist  als  am  Ende,  wo 
die  Zahl  sogar  ofter  unter  30  sinkt.  Das  liegt  an  der  gegen  Ende  all- 
mahlich  zunehmenden  GroBe  der  Buchstaben.  Aus  demselben  Grunde 
erreichen  auch  die  letzten  Kolumnen  die  Zahl  von  70  Zeilen  nicht 
mehr  ganz. 

Die  Schrift  ist  im  ganzen  recht  gut  erhalten  und  hebt  sich  mit 
ihrer  tiefschwarzen  Farbe  deutlich  von  dem  Papyrus  ab.  Allerdings 
ist  sie  an  manchen  Stellen  abgerieben,  und  an  anderen  ist  sie  wegen 
der  oben  erwahnten  dunkelbraunen  Farbung  des  Grundes  weniger  klar 
erkennbar.  Die  Formen  der  Buchstaben  sind  nicht  die  einer  wirklichen 
Buchschrift,  vielmehr  stehen  sie  einer  deutlichen  Kursive  nahe,  wei- 
chen  aber  darin  von  ihr  ab,  da6  die  einzelnen  Zeichen  gewohnlich 
nicht  miteinander  verbunden  sind.  Jedoch  findet  man  in  jeder  Ko- 
lumne eine  ganze  Anzahl  durchaus  kursiver  Buchstabenverbindungen 
und  zugleich  ganz  kursiver  Formen,  namentlich  bei  e.  So  kommt  es, 
daB  bei  nicht  wenigen  Buchstaben  die  Form  der  Schulschrift  und  die 
der  Kursive  fortwahrend  wechseln,  auBer  bei  e  vor  allem  bei  k,  y  und 
<t>,  wahrend  n  meistens  und  i  immer  kursiv  erscheint.  Schon  das 
gibt  der  Schrift  etwas  Unregelmafiiges ,  noch  mehr  aber  die  ungleich- 
maBige  Richtung  der  Buchstaben  und  ihre  zwar  deutliche,  aber  un- 
schone  Form.  Durch  den  ganzen  Text  zieht  sich  ein  System  von  Ab- 
kiirzungen,  das  eine  Liste  auf  S.  2  und  3  anschaulich  macht.  Aber 
diese  Abkiirzungen  werden  nicht  immer  verwendet;  neben  a  haben  wir 
AG  usw.    liber  i  sind  haufig,  iiber  y  manchmal  zwei  Punkte  gesetzt, 


EINLEITUNG 


XI 


ohne  da6  ^der  Schreiber  dabei  eiiie  Regel  befolgt  hatte.  Ebensowenig 
hat  er  das  Kolon,  sein  einzige.s  Interpunktionszeichen,  immer  rich  tig 
verwendet;  nicht  selten  fehlt  es,  wo  es  stehen  milSte,  und  an  anderen 
Stellen  wird  es  ohne  Grund  gesetzt.  In  der  Regel  steht  es  in  der 
Hohe  des  oberen  Buchstabenrandes ,  manchmal  aber  auch  etwas  tiefer. 
Nicht  viel  genauer  verfahrt  er  im  Gebrauche  der  Paragraphos.  Das 
Regelmafiige  ist,  dafi  sie  sowohl  am  Anfange  wie  am  Schlusse  eines 
Zitats  steht,  aber  bisweilen  sieht  man  sie  nur  an  einer  der  beiden 
Stellen.  Sie  hat  gewohnlich  die  Form  eines  einfachen  wagerechten 
Striches,  bei  den  Demostheneszitaten  aber  ersclieint  sie  meistens  als 
ein  an  der  linken  Seite  gabelformig  gespaltener  Strich,  d.  h.  als  Diple. 
Die  Zitate  selbst  werden  nach  links  um  den  Raum  von  ein  bis  zwei 
Buehstaben  ausgeriickt.  Verb esserun gen  sind  in  der  Weise  ausgefiihrt, 
da6  die  falschen  Buehstaben  durchgestrichen  werden  und  oben  Punkte 
erhalten.  Uber  Kol.  12  steht  eine  ganz  kursiv  geschriebene  Korrektur, 
eingeleitet  durch  einen  nach  links  ofifenen  Halbkreis,  der  wiederum  in 
Zeile  3  die  Stelle  der  Korrektur  bezeichnet.  Zweimal,  bei  Kol.  10, 11 
und  bei  13, 12,  kommt  die  Paragraphos  in  Verbindung  mit  einer  ver- 
schnorkelten  Koronis  als  SchluBzeichen  vor. 

Uber  den  einzelnen  Kolumnen  stehen  Uberschriften ,  die  den  In- 
halt  bezeichnen  sollen,  meistens  aber  nur  einen  Punkt  betreffen  und 
haufig  etwas  Unwesentliches  hervorheben.  Ihre  Schrift  ist  nachlassiger 
und  viel  entschiedener  kursiv  als  die  des  Textes,  konnte  aber  nach 
den  Indizien  der  Schrift  allein  vielleicht  demselben  Schreiber  zuge- 
schrieben  werden. 

Betrachtet  man  alle  diese  aufieren  Merkmale  der  Schrift  und  der 
Anordnung,  so  wird  es  zweifelhaft,  ob  die  Didymosrolle  ein  Buch  im 
eigentlichen  Sinne  ist.  Vor  allem  die  Formen  der  Buehstaben ,  die  gegen 
den  Schlui3  groBer  werden  und  die  Eile  des  Schreibers  erkennen  lassen, 
und  die  zahlreichen,  aber  nicht  regelmaBig  durchgefiihrten  Abkiirzungen 
entsprechen  nicht  dem ,  was  man  von  einem  fur  den  Handel  bestimmten 
Buche  erwarten  mu6.  Das  Aufiere  der  Handschrift  la6t  vielmehr  ver- 
muten,  daB  wir  es  mit  einer  fiir  private  Zwecke  angefertigten  Abschrift 
zu  tun  haben.  Freilich  wiirde  darin  noch  kein  zwingender  Beweis 
liegen,  da  es  jedenfalls  neben  den  stattlichen  Ausgaben  auch  billige 
gab,  die  weniger  sorgsame  Arbeit  zeigten.  Man  darf  aber  bezweifeln, 
daB  ein  Buch  wie  die  Didymosscholien ,  die  doch  nur  den  Gelehrten, 


XII 


EINLEITUNG 


nicht  das  grofie  Publikum  interessierten ,  in  zwei  Ausgaben  verschie- 
dener  Gute  verbreitet  war.  Zu  dem,  was  der  Augenschein  lehrt,  tritt 
noch  eine  Reilie  anderer  dem  Inhalte  entnommener  Griinde,  deren  Dar- 
legung  weiter  unten  folgt. 

Die  Didymoshandschrift  gehort  ins  zweite  Jahrlmndert ,  und  zu 
diesem  Ansatz,  der  auf  dem  Charakter  der  Schrift  beruht,  paBt  das, 
was  sich  sonst  ermitteln  laBt.  Der  Text  der  Riickseite  diirfte  etwa 
der  Zeit  des  Hierokles  selbst  angehoren  und  kann  demnacli  nicht  friilier 
geschrieben  sein  als  in  der  zweiten  Halfte  des  zweiten  Jahrhunderts. 
Um  wieviel  die  Schrift  auf  der  Vorderseite  alter  ist,  laBt  sich  nicht 
genau  sagen;  jedenfalls  aber  wird  man  nicht  irren,  wenn  man  sie  ins 
zweite  Jahrhundert,  und  zwar  eher  in  den  Beginn  als  gegen  das  Ende, 
setzt,  so  da6  also  unser  Text  von  der  Zeit  des  Verfassers  durch  etwa 
100  Jahre  getrennt  ist. 

Tiber  die  Schrift  des  Pap.  5008  liat  F.  Blafi  im  Hermes  17, 148  das 
Notige  gesagt.   Wir  verweisen  auf  unsere  kurze  Vorbemerkung  S.  78. 

Autorschaft  der  Didymosscholien. 

Verriete  uns  die  Subskription  des  Pap.  9780  nicht  ausdriicklich 
den  Namen  des  Autors,  so  hatte  man  bei  dem  unpersonlichen  Charakter 
unserer  ganzen  Scholieniiberlieferung  und  den  gerade  bei  Demosthenes 
geringen  Resten  bezeugter  Hypomnemata  nur  schwer  den  Verfasser 
feststellen  konnen.  Man  wiirde  ja  wohl  aus  der  soliden  Gelehrsamkeit, 
die  sich  vorteilhaft  abhebt  von  der  oberflachlich  technischen  Art  der 
uns  erhaltenen  Demosthenesscholien ,  auf  Didymos  raten ,  man  wiirde 
auch  auf  einzelne  inhaltliche  Ubereinstimmungen  mit  anerkannt  Didy- 
meiscliem  Gute  hinweisen  k6nnen\  Allein  dergleichen  Einzelheiten 
wiirden  fiir  die  Verfasserschaft  im  ganzen  nicht  mehr  besagen ,  als 

1  Didymos  col.  11,  19  (zu  X  12)  oppcoAeiN  AeAOiKCNAi  ecxiN,  Ano  Ae  toy  cymbebh- 
KOTOC  ToTc  AeAi6ci  nenoiHTAi  toynoma-  /iaioyci)  tap  nepi  ton  oppon  Aei  (i)c  lAeAPOi.  "Omh- 

POC-    "lAION,   (be   6n6hCA,  AEAAKPYNTAI  AG  MOI   OCCG".     KAI  6  KCOMIKOC  APICTOtANHC  GN  BaTPA- 

xo:c  [237]  eni  toy  KATenTHKdToc  Aion^-coy-  "Xco  hpuktoc  lAiei  nAAAi«.  Dnmit  vergleiche 
man  Schol.  Ar.  Ran.  223  oppon:  Kaaaictpatoc  thn  6c*yn  kai  to  lepoN  octoyn.  Aiaymoc 
[fr.  14,  10  p.  249  Schmidt]  thn  tpamin  oyx  ioc  TiNec  t6  icxion.    e'NeeN  kai  to  oppcoacTn  ton 

oppon   IAPOYN.     ""'OmHPOC-    "TaION,    0)0   eN6HCA.. .      TOYTO   TAP  HACXOYCIN   01   OOBOtweNOI.  \'f^I. 

Ilesycii.  oppoc:  h  tpamic  oyx  ooc  tingc  to  icxion.    eTePoi  Ae  eTYMOAoroYCi  kai  to  oppco- 

AgTn-   01   tap   ASAOIKOTeC   lAIOYCI   TON   OPPON   0   eCTIN  lAPOYCI. 


EINLEITUNG 


XIII 


das  Vorkommen  Cacilianischen  Gutes  innerhalb  des  Kommentars  zur 
Midiana,  der  auf  dem  Londoner  Aristotelespapyrus  erhalten  ist,  fur 
die  Herkunft  des  ganzen  Stiickes  beweist.  Im  Gegenteil,  wir  waren 
bisher  gewohnt,  nach  der  VorsteUung,  die  wir  uns  nach  den  er- 
haltenen  Fragmenten  des  Didymos  in  den  Homer-,  Tragiker-  und 
Pindarscholien,  vor  allem  aber  nach  den  Uberresten  seines  Demosthenes- 
kommentars  selbst  machen  muBten,  in  seiner  Interpretation  mehr 
grammatisch-kritisches  als  realhistorisches  Interesse  zu  vermuten  und 
ihn,  den  letzten  Aristarcheer,  mehr  den  Wort-  als  den  Sachphilologen 
zuzugesellen. 

Aus  diesem  Grunde  vornehmlich  hat  man  bisher  Bedenken  ge- 
tragen,  den  inhaltreichen  Kommentar,  der  unseren  Scholien  zum  Oidipus 
Koloneus  zu  Grunde  liegt,  dem  Didymos  zuzuweisen,  obgleich  gerade 
hier  sein  Name  mehrfach  genannt  wird.  Aber  dies  gesehielit  auch 
hier  nur  fiir  Kritik  und  Worterklarung\  und  so  war  man  berechtigt', 
das  eingehende  Interesse  an  Sakralaltertiimern  und  die  unermiidliche 
Herbeischaffung  der  erlesensten  attischen  Lokaltradition  einem  andern 
Gelehrten  zuzuweisen,  der  freilich  durch  das  Zitieren  des  Lysimachides, 
der  gegen  Cacihus  von  Kalakte  polemisierte^,  sich  als  jenseits  der 
alexandrinischen  Zeit  tatig  auswies.  Nichts  aber  hindert  jetzt,  wo 
wir  die  Vorliebe  des  Didymos  fiir  die  Atthidographen  aus  diesen  De- 
mosthenesscholien  kennen  gelernt  haben,  auch  die  Herbeischaffung 
jenes  Materials  ihm  zuzutrauen,  da  der  Gegensatz  zu  den  empor- 
kommenden  unziinftigen  Vertretern  des  Attizismus  und  die  Begeisterung 
fiir  attische  Lokaltradition^  und  fiir  Etymologic^  die  beiden  Grammatiker 
enger  verbinden  muBte,  so  daB  es  kein  Bedenken  hat,  die  Zitate  des 
Lysimachides  samtlich  auf  Didymos  zuriickzufiihren  und  den  wert- 
vollen  Bestandteil  jener  wie  der  iibrigen  Sophoklesscholien  im  wesent- 
lichen  an  seinen  Kommentar  anzukniipfen. 


'  M.  Schmidt  Didymi  fragmenta  Lips.  1854  p.  241. 
^  Wilamowitz  TIeraM.  V  156. 

^  Zu  V.  56  vgl.  Aminonios  s.  v.  eeupoc  Aycimaxiahc  6N  tu  npoc  KeKiAioN  TTepi 
TUN  nAPA  Toic  ■'AttikoTc  phtopon,  d.  h.  aber  nicht  ^'widmete'^,  wie  Susemihl  Al.  Litt.  I  480, 
15  unrichtig  interpretiert. 

*  Vgl.  Lysimachides  TTePi  tun  AeiHNHCi  mhnun  kai  eoPTUN  bei  Harpocr.  MeTAreiTNicoN, 
Maimakthpicon  und  ckTpon  (Miiller  FUG.  Ill  340). 

^  Harpocr.  Maimakthpicon  und  ckTpon  vgl.  Robert  Herm.  XX  363, 


XIV 


EINLEITIING 


Dafiir  sprechen  nun  audi  einzelne  Indizien  direkt.  Zunachst  die 
Art  der  Polemik,  die  es  in  jenen  Soplioklesscholien^  wie  in  denen 
zu  Homer  und  Pindar  mit  anonymen  vnoMNHAAATA,  ynoMNHMATicANTec, 
YnoMNHMATicTAi  ZU  tun  hat,  dann  das  oft  viberfliissige  Zitieren  von 
Kallimachosversen,  der  mit  Homer  fast  in  gleichem  Range  zu  stehen 
scheint^,  endlich  auch  ein  kleines  stilistisches  Merkzeichen.  Didyraos 
sucht  offenbar  dem  Bleigewichte  seiner  toten  Gelehrsamkeit  durch 
eine  belebtere  Form  des  verbindenden  Textes  entgegenzuwirken.  So 
versteht  man  die  in  einem  gelehrten  Kommentar  etwas  uberraschende 
Wendung  unserer  Scholien  col.  13,  40:   xponon  Ae  toy  aotoy  cyniaoi 

TIC    AN    TON    met'  AnOAAOAUPON    APXONTA    KaAAIMAXON.     T1    AH    HOe';     OTI  MNH- 

MONeYei  KTA.    Genau  so  in  den  Oidipusscholien  V.  681  oi  men  YnoMNH- 

MATICAMeNOI  (nb.  !)  rPA<t>0YCIN  OYTUC  .  .  .  Ml^nOTe  AC  TON  NAPKICCON  MerAAAIN 
SGaTn    APXaToN    CTG'tANWA'iA    e<t>H    0  Co<t>OKAHC  TWI  CYAAHnTIKWI  XPHCAMeNOC  TP6na)l 

ANTi  TOY  eineTN  »eeAC  apxaTon  CTe<t>ANU)MA,  thc  K6phc«.  t!  AHnoTe;  oti  hpin 
H  TTaoytcona  KTA.  Diesc  Formel  scheint  doch  individuell  zu  sein^  und 
stimmt  zu  der  lebhaften  Exposition,  die  zuweilen  in  den  gelehr- 
ten Pindarseholien  liervortritt.  Z.  B.  01.  2,  16  (I  64,  11  Drachm.)  nepi 
TiNWN  OYN  Aerei  oder  01.  3,  1  (1106,8)  aia  ti  Ae  toytoic  eYxeTAi  ap^cai; 
AiA  TO  etc  eeoieNiA  rpA<t>eiN  oder  01.  4,  18  (I  133,  16)  HKei  tap  eni  tGn 
oxeuN  To9  Ya^miaoc  tic;  o  ymnoc.  Da  nun  auch  die  Art,  wie  im 
Sophokleskommentar  die  Atthidographen  herangezogen  werden  (z.  B. 

1  Vgl.  Schmidt  S.  261. 

^  Ein  Beispiel  aus  unseren  Scholien  col.  14,  33. 

'  Denn  in  den  Apolloniosscholien,  die  besser  erhalten  sind  als  fast  alle  anderen 
iind  deren  Kern  auf  Theon,  den  Schiiler  des  Didymos,  zuriickgeht,  findet  sich  diese 
Form  niemals,  obgleich  doch  sonst  der  Geist  des  Didymos  iiber  dem  Werke  schwebt 
und  seine  Art  bis  in  Einzelheiten  hinein  sich  widerspiegelt.  So  liebt  auch  er  das 
ornamentale  Kallimachoszitat  (s.  o.).  Die  belebende  Frage  im  Demosthenischen  Stil 
kennen  audi  Dionysios  und  Cacilius.  Aber  ihre  Art  weicht  von  der  des  Didymos 
etwas  ab.  Vgl.  Cac.  6,  Phot.  bibl.  259.  485''  29  -oy  toyto  A^rco,  <t>HdN,  uc  OYAeN  eYPi- 

CKCTAI    AIANOIAC   hap'   ■AnTKOWNTI    CXHMA-    km    tap   ePCOTHCIC   noY   KAI   nAPAAeiYIC  KAI  eTePA 

toiayta  eNGiciN  AYTOY  ToTc  AOTOic-  AAAA  TI  0HMI ;  OTI  KTA.«  Dionys.  Lys.  6.  14,  9  Us.- Rad. 
TIC  a'  ecTiN  HN  *HMi  APeTHN;  H  cYCTPe«0YCA  TA  NOi^MATA  Vgl.  11.  18,  8;  Isocr.  6.  62,  17; 
7.  64,  1;  14.  76,4;  Dem.*).  145,4;  13.  156,2;  157,  12;  44.  227,  22;  48.  233,  2; 
Thuc.  15.  347,  2  und  iifter.  Am  ahnlichsten  von  alien  Stellen  ist  Din.  7.  307,  13 
nepi  A^  TOY  ACYTepoY  ti  an  exoi  tic  eineTN;  6'ti  nAci  MeN  toTc  ApxeTYnoic  AYTO<t>Yi^c  tic 
eninpenei  xapic  (hier  von  den  Herausgebern  verkannt).  Es  ist  iiberfliissig  zu  sagen^ 
dafi  Didymos  nichts  von  ihnen  iibemommen  hat.  Aber  eine  gewisse  Stilahnlichkeit, 
die  auch  die  feindlichsten  Zeitgenossen  verbindet,  ist  nicht  zu  verkennen. 


EINLEITUNG 


XV 


V.  698,  1047),  die  genaue  Parallele  bietet  zu  der  Erudition  unserer 
Demosthenesscholien,  da  ferner  hierin  audi  die  gelehrten  Demosthenes- 
artikel  des  Harpokration  iibereinstimmen,  die  man  mit  Didymos  von 
jeher  in  Verbindung  gebraclit  hat  (vgl.  z.  B.  TTponYAAiA) ,  so  gewinnt 
dieser  ganze  Zusammenhang  jetzt  einen  hoheren  Grad  der  Wahr- 
scheinlichkeit. 

Wir  sehen  jetzt  dankbar  und  iiberrascht,  dafi  der  vorliegende, 
Didymos'  Namen  tragende  Kommentar  fast  ausschliefilich  den  Fragen 
der  Geschichte  und  der  hoheren  Kritik  gewidmet  ist.  Es  fehlt  freilich 
nicht  ganz  an  grammatischen  Bemerkungen\  es  fehlt  auch  nicht  an 
etymologischen  Spielereien,  wie  aacoc  Xno  thc  etc  to  mhkoc  AAcecoc 
abgeleitet  wird  14,  17  oder  an  der  von  Plato  an  geiibten  Sitte,  durch 
wunderliche  Neubildungen  den  Ubergang  von  der  supponierten  Ur- 
form  zur  iiblichen  Wortform  zu  verdeutlichen."^ 

Aber  im  ganzen  ist  der  Anteil  des  Grammatikers  an  dem  Kom- 
mentar verschwindend  klein  gegeniiber  dem  des  Historikers;  vollends 
Wortkritik  und  Variantenklitterung ,  die  doch  sonst  dominieren  und 
auch  in  den  sonst  erhaltenen  Fragmenten  seines  Demostheneskom- 
mentars  nicht  vermiBt  werden  (fr.  1  S.  74  unsrer  Ausgabe),  fehlen 
hier  vollstandig.  Es  taucht  daher  die  Frage  auf,  ob  die  Abschrift 
des  Berliner  Papyrus  iiberhaupt  auf  VoUstandigkeit  Anspruch  er- 
heben  darf. 

Auszug  oder  Original? 

Auch  wer,  ohne  dergleichen  Erwagungen  anzustellen,  unbefangen 
an  diese  Scholien  herantritt,  mui3  von  selbst  auf  manche  Seltsam- 
keiten  und  Unklarheiten  stoBen,  die  sieh  schwer  mit  dem  Namen 
des  Didymos  vereinigen  lassen.  So  soli  die  Rede  TTepi  CYNTAaEeuc 
bald  nach  dem  Philokrateischen  Frieden  (346),  bald  drei  Jahre  vorher 
geschrieben  sei.  Freilich  wird  die  erste  Ansicht  col.  13,  25  mit 
Mi^noTe  eingeleitet  und  man  konnte  vermuten,  der  Abschreiber  habe 
hier  nur  irrtiimlich  einen  Satz  iibersprungen,  der  die  Widerlegung 

'  Erlauterung  des  Hyperbaton  col.  7,  1  If.  Paraphrase  des  schwierigen  Satzes 
X  44  col.  9,  20  ff. 

^  Wie  sich  sonst  bei  ihin  findet  BPiKeAAOi  oioNei  BPOTotKeAOi  (S.  29  Schmidt), 
noAOKAKKH  oToN  noAOKATOXH  (S.  40),  KYnApiccoc  AHO  TOY  KY'eiN  nAPicoYC  (S.  364),  so  in 
den  Demosthenesscholien  col.  11,  19  oppcoagin  von  oppwaoi  =TAeAPoi,  d.  i.  lAioNTec  nepi 
THN  eAPAN.    Ebenso  Theon  ApoU.  Schol.  Ill  61  Bpimco  =  bpimhnic  tic  oyca. 


XVI 


EINLEITUNG 


(nach  Z.  40)  enthielt.  Aber  die  zweite  Ansicht  setzt  hier  (13,  40) 
von  neuem  ein,  als  ob  eine  chronologische  Fixiemng  noch  gar  nicht 
vorhergegangen  sei:  xponon  ag  toy  aotoy  cyniaoi  tic  an  ton  mgt' 
AnoAAOAtopoN  Kaaaimaxon  (349/8).    Dann  schliefit  diese  Untersuchung 

13,  58   TOYTCON    eWPAMeNWN    em    an    META    t6nA€   ton    APXONTA  CYNTeTATMeNOC, 

was  mit  der  Aiikundigung  wiederum  nicht  stimmt.  Vielleiclit  findet 
jemand  diese  soi'glose  Weise  der  Forschung  und  Darstellung  doch 
nicht  unvereinbar  mit  dem  Bilde,  das  wir  uns  sonst  von  Didymos' 
chronologischer  Fahigkeit  machen  diirfen.  Hat  er  doch  die  Ruckkehr 
des  Thukydides  nach  Athen  ins  Jahr  413  gesetzt',  well  er,  voll- 
gepfropft  mit  Philochoros-  und  Demetrioszitaten ,  ganz  vergessen  hat, 
was  Thukydides  selbst  dariiber  sagt.  Und  so  haben  wir  auch  in 
unserem  Kommentar  oft  den  Eindruck,  als  ob  er  sich  weniger  um 
seinen  Autor  als  um  seine  Zitate  kiimmere.  Man  konnte  sogar  den 
scherzhaften  Beinamen  BiBAiOAAeAc,  den  ihm  ein  Kollege  gegeben, 
well  er  selbst  nicht  mehr  wu6te,  was  er  geschrieben nach  solchen 
Proben  fiir  nicht  mehr  ganz  unmotiviert  erachten. 

Aber  es  gibt  der  AnstoBe  mehr^,  und  wenigstens  ein  Kapitel, 
das  Exzerpt  aus  Demon  iiber  das  Sprichwort  11,  65  ff.,  fiir  das  uns 
zahlreiche  Parallelexzerpte,  zum  Teil  aus  Didymos  selbst,  zur  Kon- 
trolle  vorliegen,  kann  nicht  in  diesem  verworrenen  und  teil  weise 
groblich  entstellten  Zustande  von  demVerfasser  niedergeschrieben  sein. 

Der  Abschreiber  ist  offenbar  kein  gebildeter  Mann  gewesen. 
Fiir  die  gewohnliche  Prosa  mochte  sein  Wissen  notdiirftig  hinreichen, 
wenn  auch  die  Orthographic*,  die  zwischen  o  und  co  (11,  8.  12,  3), 
I  und  ei  nicht  immer  richtig  zu  scheiden  weiB,  manches  zu  wiinschen 

'  Marcellin.  32.    Vgl.  R.  Scholl  Herm.  13,  439. 

2  Quintil.  I  8,  19.  ^  Siehe  Anmerkungen  zu  Kol.  4,  1.  9,  19. 

*  Wie  weit  Didymos  selbst  Bescheid  wuBtc.  kann  man  nur  aus  bestimmteii 
AuBerungen  seiner  Schriften,  nicht  aus  diesen  Scholien  feststellen,  selbst  wenn  sie 
aus  des  Verfassers  Schreibstube  selbst  hervorgegangen  waren.  Denn  wie  man  heut- 
/utage  diese  Minutieii  der  Offizin  zu  iiberlassen  ptlegt,  ermattet  von  dem  nutzlosen 
und  bedeutungslosen  Kampl'e  mit  den  Setzern,  so  sind  fiir  die  antike  Orthogi'ajjhie 
in  der  Kegel  nur  die  betreffenden  Schreibsklaven  verantwortlicli.  Freilich  darf  nicht 
verschwiegen  werden ,  daC  das  Wissen  des  Didymos  selbst  auf  diesem  Gebiete  nicht 
weit  her  ist.  Die  Art,  wie  er  die  Schreibung  epucKeiN,  ccbieiN,  eNHCKeiN,  mimnhckgin 
(ohne  stummes  Iota)  gegen  die  Paradosis  verficht  (Schmidt  8.339  fr.  7),  ist  bodenlos. 
Das  ilim  vielfach  von  Neueren  zugeschriebene  Werk  TTepi  6P6orPAtt>iAC  gehort  nach 
Suidas  dem  jiingeren  Didymos.  ~ 


EINLEITUNG 


XVII 


iibrig  laBt  und  zahlreiche  Auslassungen ,  motivierte  und  unmotivierte, 
Dittographien  und  gedankenlose  Verwecliselungen  (Miahcioon  statt  Mity- 
AHNAicoN,  zu  13,  23;  Katanh  statt  Kanh,  zu  6,  58)  seine  Fluchtigkeit 
bekunden.  Ganz  unzureichend  ist  sein  Verstandnis,  wo  es  sich  um 
Dichtertexte  handelt.  noAAANexAACAN  im  Paian  des  Aristoteles  6,  29 
verwandelt  sicli  ihm  in  hoaahn  enAACAN  und  so  oft.  So  konnte  ihn 
schon  einfaclier  Leichtsinn,  ofter  vielleieht  Mangel  an  Verstandnis 
und  Interesse  fur  die  trockene  Grammatik  zu  Auslassungen  und 
Verkiirzungen  verleiten.  Vielleieht  war  auch  seine  Vorlage  schleeht 
geschrieben,  so  daC  er  Stellen  mit  vielen  kleinen  Dichterzitaten  (wie 
er  eine  solche  14,  3  ff .  iniBhandelt  hat)  bei  seinem  mangelhaften 
Spraehverstandnis  lieber  ganz  ausliefi.  An  einer  Stelle  (8,  54)  sind 
ohne  erkennbaren  Grund  am  Ende  einer  Erklarung  vor  dem  neuen 
Lemma  lO^/y  Zeilen  freigelassen.  War  etwa  hier  das  Original  zer- 
rissen  oder  unleserlich  wie  der  Anfang  der  'AeHNAfwN  noAueiA  in  der 
Vorlage  des  Londoner  Papyrus,  dessen  Schreiber  in  Erwartung  eines 
vollstandigeren  Exemplars  freien  Raum  liefi?  Dann  ware  hier  die 
Gewissenhaftigkeit  des  Schreibers  anzuerkennen  und  statt  seiner  viel- 
leieht seine  Vorganger  fiir  die  Verkiirzung  und  Verschlecliterung  der 
Scholien  verantwortlich  zu  machen.  Denn  in  den  hundert  Jahren, 
die  zwischen  der  Niederschrift  des  Didymos  und  der  vorliegenden 
Abschrift  liegen  diirften,  kann  ein  solcher  keineswegs  sakrosankter 
Text  mancherlei  Unbill  durch  mancherlei  Hande  erduldet  haben. 

Sobald  man  nach  dem  ersten  Gefiihle  dankbarer  Freude  iiber  die 
reiche  Gelehrsamkeit ,  die  der  Schreiber  uns  gerettet  hat,  sich  ge- 
nauer  die  Struktur  dieser  Erklarungsschrift  liberlegt,  kann  man  un- 
moglich  iibersehen,  wie  willkiirlich  hier  die  einzelnen  Lemmata  zur 
Interpretation  herausgegriffen  und  wie  einseitig  sie  erklart  oder  als 
Vorwand  der  Erklarung  benutzt  werden.  Sollte  dies  wirklich  alles 
sein,  fragt  man  ofter,  was  Didymos  fur  erklarungswurdig  hielt?  Selbst 
wenn  man  nur  die  Artikel  des  Harpokration  vergleicht,  die  aus  in- 
neren  Griinden  Anspruch  haben  fur  didymeisch  zu  gelten,  und  wenn 
man  sich  nur  auf  die  im  Papyrus  vollstandig  erhaltenen  Kommentare 
zu  I,  I  A,  IB  beschrankt,  fehlen  melirere  wichtige  Scholien,  die  man 
bei  Didymos  erwartete/   Audi  diese  Erwagung  fiihrt  also  zu  dem  Re- 

^  Z.  B.  ■'ANTPcoNec  IV  riiil.  !) ,  TTanaghnaia  ebenda  35,  mopan  de  syntax.  22  [vgl. 
Lex.  zLi  Ai'istocr.  A  21  ff.,  S.  79  dieser  Ansgabe],  TTPonYAAiA  ebenda  28. 

Berliner  Klassikertexte ,  Heft  1.  b 


XVIII 


EINLEITUNG 


sultat,  daB  uns  hier  nicht  alles  erhalten  ist,  was  Didymos  geschrieben 
hat.    Diese  Vermutung  gewinnt  nun  eine  weitere  Stiitze  durch  die 

Subskription  des  Papyrus. 

A  I  A  Y  AA  0  Y 

nepi  AHMOceeNOYCT 

K  H 

(iJiAinniKtON  r 


folgen  die  Anfange  der  Reden. 


Diese  Unterschrift ,  die  in  der  Hand  des  Textes  unter  die  letzte 
Koronis  gesetzt  ist  (S.  73),  laCt  keine  andere  Deutung  zu,  als  dai3 
uns  hier  die  dritte  Rolle  einer  Sammlung  von  28  YnoMNHMATA  des  Di- 
dymos zu  Demosthenes  vorliegt.  Diese  dritte  Rolle  enthielt  die  vier 
letzten  Philippischen  Reden  im  welteren  Sinne,  so  dafi  die  ganze  Ab- 
teilung  der  Philippicae  mit  Sicherheit  so  rekonstruiert  werden  kann^: 


T6moc  a 
A       I  Olynth.  (265) 
B     II  Olynth.  (295) 
f    III  Olynth.  (325) 
A      I  Philipp.  (460) 

TOMOC  B 

e    TTepi  eiPHNHC  (206) 
c    II  Philipp.  (290) 
i    TTepi  'Aaonn.  (345) 
H    TTepi  XepcoNN.  (590) 

T6moc  r 
e    III  Philipp.  (580) 
T    IV  Philipp.  (634) 
lA   TTpoc  thn  enicT. 

4>iAinnoY  (196) 
IB    TTepi  CYNT.  (330) 

Erste  Rolle    1345             Zweite  Rolle  1431 

Dritte  Rolle  1740 

Nun  stelle  ich  die  Stichenzahlen  der  drei  vollstandig  im  Papyrus 
erhaltenen  Didymosscholien  mit  den  betreffenden  Zahlen  der  Demosthe- 
nischen  Reden  zusammen: 


Reihenzahl 
der  Reden 

Stichenz  a 

h  1 

Titel  der  Reden 

der  Reden 

d. 

Scholien 

antike 

Teubner 

i. 

Papyrus 

T 

45|AinniK6c  a  

634 

552 

626 

lA 

TTpoc  thn  enicT.  ct)|AinnoY 

196 

171 

195 

IB 

TTepi  cYNTAiecoc  

330 

293 

121 

1160 

1016 

942 

'  In  Klammern  sind  die  antiken,  vermntlich  aus  den  attischen  Urexeinplai'en 
herubergenoninieiien  Stichenangaben  beigesetzt.  Die  Teubnerschen  Zeilen  sind  in  der 
zvveiten  Tabelle  nur  znr  Koiitrolle  nnd  \'('rdeutlichiuig  zugcfiigt. 


EINLEITUNG 


XIX 


Es  ist  zu  beachten,  da6  der  Stichos  des  Didymospapyrus  hinter 
dem  Ma6  der  alten  demosthenischen  Normalexemplare  in  der  Regel 
um  1  bis  3  Silben  zuriickbleibt.  Doch  ist  dies  fur  unseren  Zweck  un- 
wesentlich.  Es  handelt  sich  hier  nur  darum  zu  zeigen,  dai3  der  Kom- 
mentar  des  Didymos,  der  in  der  zelinten  Rede  hinter  dem  Texte  des 
Demosthenes  nicht  viel  an  Umfang  zuriicksteht  und  auch  in  der  elften 
dasselbe  Verhaltnis  zeigt,  in  der  letzten  Rede  TTepi  cYNTAieuc  auf  we- 
niger  als  die  Halfte  zusammenschrumpft.  Da  kein  Grund  abzusehen 
ist,  warum  diese  vom  Interpreten  nicht  angezweifelte  Rede  hinter  der 
undemosthenisehen  elften  in  der  Erklarung  zuriickgesetzt  sein  soli,  so 
ist  diese  auffallende  Ungleichmafiigkeit  der  Behandlung  ein  weiteres 
Kennzeichen  der  stattgefundenen  Kiirzung.  Es  begreift  sich  sehr  wohl, 
dafi  der  Schreiber,  der  audi  in  der  Schrift^  gegeii  Ende  seine  Ermii- 
dung  zeigt,  immer  mehr  die  fiir  ihn  weniger  interessanten  Perikopen 
libersprang. 

Nun  denken  wir  uns  den  Fall,  der  leider  nicht  zutrifft,  diese 
Rolle  r  ware  uns  zu  Anfang  unverstummelt  erhalten,  so  wiirde  nach 
dem  MaBstab  der  zunachstfolgenden  Rede  (i)  den  580  Stichen  (antiker 
Zahlung)  der  dritten  Philippika  (e)  ungefahr  die  gleiche  Zahl  Stichen 
des  Kommentars  entsprechen.  Von  diesen  580  Zeilen  sind  uns  zu  An- 
fang gliicklicherweise  noch  25  wenigstens  in  Resten  erhalten.  Mithin 
sind  (immer  den  gleichen  MaBstab  gerechnet)  am  Anfang  ungefahr  7  Ko- 
lumnen  verloren,  wenn  man  die  Zeilenzahl  der  ersten  Kolumne  auch 
fur  die  verlorenen  mafigebend  sein  liel3e.  Da  aber  diese  Anzahl  sehr 
wechselt,  so  konnten  die  vorhergehenden  Kolumnen  etwas  weniger 
Zeilen  in^  Durchschnitt  gehabt  haben.  Dann  wiirden  fur  diese  Rede 
e  noch  8  Kolumnen  vor  unserer  Kol.  1  anzunehmen  sein."  Dies  er- 
gabe  fur  die  unverstvimmelte  Papyrusrolle  der  Scholien  zu  e  bis  ib,  also 
fur  den  tomoc  r  einen  Gesamtumfang  von  22  bis  23  Kolumnen  oder, 
in  Stichen  ausgedriickt,  etwa  1400  Zeilen  der  im  Papyrus  iiblichen 
Lange. 

Diese  1400  Kurzzeilen  bilden,  man  darf  sich  das  nicht  verhehlen, 
fur  eine  Scholienausgabe  eine  recht  kleine  Rolle.    Wenn  auch  die  Er- 

•  Siehe  Anmerkung  zur  Abschrifl  14,  20  (S.  66)  und  oben  S.  X  14.  XI  28. 

^  Doch  ist  diese  Annalime  nicht  eben  vvalirscheinlicli ,  da  der  Schreiber  aus  Er- 
miidung  zuletzt  groGer  und  weitlaufigcr  schreibt.  Daher  ist  die  Durchschnittszahl  70 
fur  die  Zeilen  dei-  vorhergehenden  Kolumnen  wahrscheinlich. 

b* 


XX 


EINLEITUNG 


gebnisse  der  Birt'schen  Buchberechnung  keinen  absoluten  Wert  bean- 
s})ruchen  diirfen,  da  audi  die  Alten  mehr  nach  schriftstellerischen  als 
nach  buL'hbinderischen  Gesichtspunkten  ihre  Werke  disponiert  haben, 
so  darf  man  immerhin  doch  die  Kleinheit  dieser  Rolle  r  als  auffallend 
bezeichnen.  Man  diirfte  bei  einem  solehen  Kommentar  mindestens  das 
Doppelte  des  Umfanges  oder,  da  hier  Kurzzeilen  vorliegen,  noch  mehr 
erwarten.  Freilich  darf  bei  diesen  schon  an  sich  unsicheren  Berech- 
nungen  ein  Dreifaches  nicht  vergessen  werden. 

Der  Papyrus  eine  Privatabschrift. 

Einmal  sind  die  Rollenformate  fiir  die  iibliche  »Buchschrift«  be- 
rechnet,  die  auch  bei  Scholien,  wenn  sie  eine  gangbare  Verlegerware 
bildeten ,  zur  Anwendung  kommen  konnte.  Ein  schones  Beispiel  solcher 
Buchschrift  bildet  der  Theaetetkommentar  des  Berliner  Museums  (Pap. 
9782),  der  demnachst  in  dieser  Sammlung  erscheinen  soil.  Mit  seinen 
74  stattliclien  und  schongescliriebenen  Kolumnen  stellt  er  ein  Pracht- 
exemplar  von  yhomnhma  dar.  Im  Didymospapyrus  dagegen  war  eine 
ungeiibte  Hand  zu  privaten  Zweeken  tatig,  wie  bei  den  Londoner 
Exemplaren  der  "Aghnaicon  noAueiA  und  der  MeNUNeiA  des  Aristoteles. 
Vermutlicli  hat  hier  wie  dort  ein  Sklave  oder  Schiiler  dem  Demosthenes 
interpretierenden  Professor  die  Abschrift  besorgt,  und  dieser  selbst  hat 
dann,  so  gut  es  ging,  spater  i^ine  exemplo  suoque  marte  einzelne  Fehler 
verbessert  und  die  Inhaltsangaben  oben  an  den  Rand  gesetzt.'  Denn 
wenn  auch  die  kursivere  Hand  der  Uberschriften  noch  zur  Not  dem- 
selben  Schreiber  zugeschrieben  werden  konnte ,  der  den  Text  angefer- 
tigt,  zeigt  doch  die  Korrektur  12,  3  die  Verschiedenheit.  Hatte  dem 
Schreiber  die  Lesart  NeMoweNOYc  zu  Gebote  gestanden,  so  hatte  er  nicht 
das  unverstandliche  NAioweNOYC  (er  schreibt  noch  dazu  NAiwMeNOYc)  im 
Texte  gelassen.  Auch  fehlte  ihm  wie  dem  Korrektor  ein  besseres  Exem- 
plar zur  Aiopewcic,  wie  die  Liicken  und  der  Strich  der  Ratlosigkeit  zu 
der  Korruptel  12,  22,  noch  mehr  freilich  die  haarstraubenden ,  unver- 
bessert  gebliebenen  Fehler  der  Dichtertexte  beweisen. 

'  Solche  von  spaterer,  mehr  kursivei'  Hand  ubergesetzte  Koliunnentitel  finden 
sicli  aucli  in  dem  Herkulanensisclien  Bioc  Cukpatoyc,  den  Cronert  teilweise  entziffern 
konnte.    liliein.  Mtis.  57,  291. 


EINLEITUNG 


XXI 


Bezeichnend  fiir  den  privaten  und  schulmafiigen  Charakter  die- 
ser  Kopie  erscheint  uns  das  Abkiirzungssystem  \  das  zu  dem  aus  den 
genannten  Londoner  Papyri  bekannten^  gehort,  aber  doch  manclies 
Eigentiimliche  und  Willkiirliche  enthalt.  Durcli  diese  Stenographic, 
von  der  unsere  Abschrift  (zur  Linken)  ein  annaherndes  Bild  gibt,  wird 
ein  erheblicher  Teil  des  Raumes  gespart,  so  da6  die  vollstandig  ge- 
dachte  Rolle  in  Wirklichkeit  noch  erheblich  diinner  gewesen  sein  muB,. 
als  die  Berechnung  des  Stieheninhaltes  voraussetzen  laiSt.  Aber  auch 
abgesehen  hiervon  bliebe,  selbst  wenn  die  oben  angestellte  Stichen- 
berechnung  auf  die  antike  Normalzeile  von  15  Silben  Anwendung  fande, 
das  ungewohnlich  kleine  Volumen  des  dritten  Bandes  merkwiirdig. 
Diese  Rollenverteilung  selbst  aber  ist  keinesfalls  unserer  Abschrift  eigen, 
sondern  offenbar  aus  der  Vorlage  mit  abgeschrieben  und  gewifi  so  schon 
in  den  zur  Veroffentlichung  bestimmten  und  zu  Didymos'  Zeit  verbrei- 
teten  Exemplaren  vorhanden  gewesen. 

Tetralogienordnung  des  Didymos. 

Vielleicht  konnte  die  Unregelmafiigkeit  des  AuBern  auch  mit  der 
tetralogischen  Anordnung  zusammenzuhangen  scheinen,  die  aus  der 
S.  XVIII  gegebenen  Anordnung  der  12  Philippicae  von  selbst  in  die 
Augen  springt.  Bekanntlich  liegt  der  Katalogisierung  der  Platonischen 
und  Demokritischen  Schriften  bei  Thrasyllos,  dem  jungeren  Zeitge- 
nossen  des  Didymos,  eine  tetralogische  Ordnung  zugrunde.  Usener 
hat  wahrscheinlich  gemacht,  da6  dieses  Einteilungsprinzip  auf  Tyran- 
nion  von  Amisos  zuriickgeht,  dessen  Vorliebe  fiir  Tetradeneinteilung 
auch  sonst  hervortritt.  ^  Wie  es  nun  einen  Homerkommentar  des  Ne- 
mesion  unter  dem  Titel  TeTPAAoriA  gab*,  so  lag  es  zu  Didymos'  Zeit 
auch  nahe,  vielleicht  nach  dem  Vorgange  einer  maBgebenden  De- 
mosthenesausgabe ,  die  60Reden,  falls  diese  Zahl  dem  Durchschnitt  un- 
serer Handschriften  entsprechend  bereits  damals  angenommen  werden 


'■   Cronert  Arcfdv  fur  Stmogr.  54  (1902),  73  ff.    Foat  das.  101  if. 
^  Siehe  unsere  Ubersicht  S.  2  f. 

^  Usener  Platotext,  Nachrichten  der  Gott.  Gesellsch.  derWissensch.  1892,  212  If.  Altes 
Lehrgeb.  der  PhiloL,  Munchener  Sitzungsher.  1892,  582  If. 

*  Scholien  zu  K  397.  Lehrs  Arist.  ^  30  iibersetzt  richtig  Commentariorum  libri 
quatuor.    Zeit  des  Verfassers  unbekannt,  etwa  Zeitgenosse  des  Didymos  1* 


XXII 


EINLEITUNG 


darf,  in  15  Tetraden  zu  ordnen.  Dann  lag  es  ferner  nahe,  diese  groJBe 
Masse  in  zwei  Abteilungen  zn  zeiiegen  und  die  erste,  wichtigere 
Heptas  dem  ersten  reVxoc,  den  umfanglicheren,  aber  minder  wichtigen 
Rest  von  8  Tetraden  dem  zweiten  zuzuweisen.  Doch  wir  haben  leider 
kein  Mittel,  um  die  genaue  Zahl  der  damals  in  den  iiblichen  Aus- 
gaben  umlaufenden  Reden  festzustellen.  Denn  mit  der  Notiz  der 
Vitae  X  orat.  847  E  (65  Reden)  ist  nicht  viel  anzufangen,  selbst  wenn 
ihr  Ursprung  aus  Cacilius  feststande.  Und  fiir  das  Exemplar  des 
Dionys  liegen  zwei  Angaben  vor,  die  an  sich  auffallig  und  miteinan- 
der  unvereinbar  sind.  Einmal  berechnet  er  Demosth.  57.  250,  19  bei- 
laufig  den  gesamten  Nachlai3  des  Redners  auf  5  —  6  Myriaden  Stichen, 
was  mit  dem  Mai3e  von  42000,  die  wir  aus  den  antiken  Stichen- 
angaben  und  Randzilfern  der  einzelnen  Reden  berechnen  konnen,  niclit 
stimmt.  ^  Hiernach  ware  seine  Ausgabe  um  8000  — 18000  Stichen 
grofier  gewesen  als  unsere.  Andererseits  gibt  derselbe  Dionys  Demosth. 
13.  156,  20  die  Anzahl  der  "'Iaicotikoi  mit  20  (oy  noAAcioi  nAeioYc  tcon 
etKocm)  erheblieh  zu  niedrig  an.  Diese  Widerspriiche  lassen  sich  zwar 
heben,  wenn  man  annimmt,  dafi  die  Stichenberechnung  aus  der  je- 
denfalls  reichhaltigeren  Ubersicht  der  alexandrinischen  oder  pergame- 
nischen  Pinakes  einfach  iibernommen  ist,  die  'Iaiutikoi  dagegen  in 
dem  engeren  Sinne  zu  verstehen  sind,  wie  sie  der  vortreffliche  FTinai 
des  Marcianus  F  auffiihrt.^  Hier  stehen  wirklich  unter  dem  Titel  1aio)- 
TiKof  genau  20  Reden  (ab  —  nh)  zusammen,  da  die  'GnuponiKoi  und 
nAPArpA*A(  ausgeschieden  sind.  Feste  Zilfern  fiir  das  ganze  Corpus  des 
Dionysios  erhalt  man  also  auf  keine  Weise. 

Wie  es  nun  auch  mit  dem  Umfang  der  Didymos  vorliegenden 
Gesamtausgabe  sich  verhalten  mag,  sicher  ist  durch  unsere  Sub- 
skription,  dafi  die  Philippicae  hier  nacli  Tetralogien  geordnet  Avaren, 
und  dafi  auch  die  Abteilungszahl  28  sich  in  dieses  Tetradensystem 
einfiigt. 

Ehe  wir  diesen  Gedanken  weiter  verfolgen,  mufi  zunachst  die 
Verrautung  zuriickgewiesen  werden,  das  ganze  Scholienwerk  des  Di- 
dymos habe  sich  nur  auf  28  ausgewahlte  Reden  bezogen.  Ein  kurzer 
Uberblick  iiber  die  sonst  erhaltenen  Fragmented  (abgesehen  von  den 

'  Christ  Atticusausgabe  des  Demosth. ,  Munchner  Abhandl.  1882,  22. 
^  Siehe  daruber  S.  XXIII  ff. 
*  Siehe  unsere  Ausgabe  S.  74  ff. 


EINLEITUNG 


XXIII 


Philippicae)  geniigt  zur  Widerlegung  dieser  auf  den  ersten  Blick  sich 
empfehlendeu  Erklarung. 


Fr. 

Titel  der  Reden 

Reihenzahl 

unserer 
Demosth.- 
Ausgaben 

Fr. 

Titel  der  Reden 

Reihenzahl 

unserer 
Deniostb.- 
Ausgaben 

3 

■"Ynep  KTHCi<t>coNTOc 

18 

12 

Kat'  "ApiCToreiTONOC 

25 

4 

13 

Kat'  ^Onhtopoc 

30 

5 

14 

TTePi  TOY  'ArNi'oY  kahpoy 

43 

6 

Kat'  AlCXINOY^ 

19 

15 

TTpoc  TiMoeeoN 

49 

7 

Kata  MeiAioY 

21 

16 

TTpoc  Nik6ctpaton 

53 

8 

17 

TTpoc  Gyboyaiahn 

57 

9 

Kat'  "Anapoticonoc 

22 

18 

10 

Kat'  Apictokpatoyc 

23 

19 

Kata  Ngaipac 

59 

11 

Kata  Timokpatoyc 

24 

Der  Kommentar  des  Didymos  bezieht  sich,  wie  man  sieht,  auf 
Reden  ganz  verschiedener  Gruppen  und  ganz  verschiedenen  Wertes, 
so  dafi  man  nicht  begriffe,  nach  welchem  Prinzip  der  Interpret  seine 
Auswahl  von  28  Reden  getroifen  haben  sollte.  Es  bleibt  also  kein 
anderer  Ausweg,  als  eine  zweite  Abteilung  seines  groBen  Kommentars 
neben  der  uns  iiberlieferten  von  28  Reden  anzunehmen.  Die  meisten 
Ausgaben  der  antiken  Redner  gruppieren  die  Reden  nach  dem  In- 
halte.  Es  ist  sicher,  da6  dies  auch  bei  Demosthenes  der  Fall  war, 
wie  ja  sclion  langst  vor  Didymos  die  Gruppe  der  Philij)picae  im 
ganzen  feststand.  Wenn  man  nmi  nach  demselben  Prinzip  zu  den 
12  Philippischen  Reden,  die  Didymos  hatte,  noch  andere,  im  Inhalte 
sich  anschliefiende,  aus  unserer  Sammlung  auszuwahlen  hatte,  wvirden 
vermutlich  keine  anderen  getroffen  werden  konnen  als  diejenigen,  die 
tatsachlich  einst  in  dem  Archetypus  unserer  Handschriften  zunachst 
gestanden  haben  und  deren  Gruppen  (und  wiederum  hier  innerhalb 
derselben  die  einzelnen  Reden)  spater  zum  Teil  umgestellt  worden 
sind.  Da  gliicklicherweise  die  zweite  Klasse  (F)  nicht  nur  die  ur- 
spriingiiche  Ordnung  reiner  als  die  iibrigen  erhalten',  sondern  auch 


'  Die  Ordnung  der  Philippicae  stimmt  nicht  nur  mit  der  Ausgabe  des  Harpo- 
kration  (nur  ist  104,  19  ia  aus  T  verschrieben),  sondern  auch  der  des  Dionysios, 
wenn  man  von  dessen  eigenen  Uinstellungsversuchen,  wie  biUig.  absieht.  In  IS  ist 
nepi  eiPHNHC  und  TTePi  XePcoNHCoY,  in  A  TTpoc  thn  eniCTOAHN  umgestellt.  Die  von 
Christ  a.  a.  O.  S.  67  abgedruckte  Reihenfolge  in  A  stimmt  niciit  mit  den  Tatsachen 


XXIV  EINLEITUNG 


die  Gruppennamen  im  Index  als  Titel  iiberliefert  hat,  so  bedarf  es 
nur  zweier  Ausscheidungen ,  um  diese  alte  Ordnung  mit  der  ver- 
muteten  ersten  Abteilung  des  Didymos  in  erwiinschten  Einklang 
zu  bringen.  Diese  Ausscheidung  betrifft  erstens  den  Brief  Philipps, 
der  nicht  in  das  Corpus  gehort  und  in  der  Klasse  5  A'  fehlt.  Er 
ist  in  F  zwischen  der  ersten  und  zweiten  Gruppe  eingeschoben. 
Zweitens  bedarf  es  der  Ausscheidung  der  beiden  Reden  Kat'  'Apicto- 
reiTONOc,  deren  Unechtheit  bereits  im  Altertum  erkannt'  war.  Zwar 
haben  sie  in  unserem  Archetypus  Aufnahme  gefunden ,  aber  sie  werden 
dort  in  alien  drei  Klassen,  so  sehr  auch  sonst  die  Stellung  variiert, 
am  Sehlusse  der  Staatsreden  gefuhrt.  So  in  F  zwischen  den  Ahmocioi 
und  den  ''GniTPoniKoi,  in  A'  zwischen  den  Ahmocioi  und  den  vor  die 
■'GniTPoniKoi  eingeschobenen  vier  Reden  gegen  Konon,  Kallikles,  Olym- 
piodoros,  Dionysodoros,  die  aus  der  Gruppe  der  Iaicotikoi  (baabhc, 
AiKeiAc)  hierher  verschlagen  sind;  in  X  endlich  stehen  die  Reden  gegen 
Aristogeiton  ebenfalls  am  Ende  der  Ahmocioi  und  vor  einer  Gruppe 
der  ■'Iaiwtikoi,  aber  bezeichnenderweise  in  Verbindung  mit  der  un- 
echten  Rede  Kata  Ncaipac,  die  zwar  im  Kommentarwerke  des  Didy- 
mos (fr.  19  S.  77)  beriicksichtigt  ist,  aber  in  F  ganz  am  Sehlusse, 
unmittelbar  vor  den  Noeoi  ("'CniTAoxoc  usw.)  steht  und  in  A  ganz 
fehlt.  Eine  sehr  bemerkenswerte  Spur  des  Urspriinglichen  hat  die 
Handschrift  Y  erhalten,  die  auch  sonst  nicht  selten  wichtige  Reste 
antiker  Sonderiiberlieferung  im  Texte  und  an  den  Randern  erhalten 
hat.  Sie  stellt  eine  Auswahl  der  ahmocioi  dar  (21  und  der  Brief  der 
Philippicae) ,  worauf  am  Sehlusse  die  Noeoi  in  einer  ununterbroclienen 
Reihenfolge^  anschlieBen.  Denkt  man  sich  in  der  antiken  Ausgabe, 
aus  der  diese  Reihenfolge  stammt,  die  Noeoi  weg  und  an  die  Ahmocioi 
die  "'GniTPoniKof  angeschoben,  so  hat  man  im  grofien  und  ganzen  das 
Bild  der  Ausgabe  des  Didymos. 


iiberein.    Die  alte  Hand  beginnt  f.  l""  mit  KATeAinoN  01.  f  §  25,  f.  2"^  steht  der  Titel 
OAYNeiAKOc  r  kata  oiAinnoY  a,  letzte  Woi-te  §3  tinoc  oyn  SNeKA  tayta.    Dann  f. 
bis  12''  junges  Einschiebsel  enthaltend  ScliluC  von  01.  A,  dann  01.  B  f  Phil.  A,  endet 
mit  §  28  TAAANTA  eNNENiHKONTA  KAi ,  wouiit  der  Anschlufi  an   die  alte  Hand  f.  13'' 
MiKPON  Ti  np6c  (Phil.  A  28)  erreicht  wird. 
'   Dionys.  Dem.  57.  251,  1. 

^  Aristog.  A  B,  Neaira,  Erotikos,  Epitaphios,  Proomia.    Von   den  Ahmocioi 
fehlen  zwei  Reden  Phil.  A  und  Le])tin.    Die  Iaicotiko!  fehlen  hier  ganz. 


EINLEITUNG 


XXV 


In  dieser  Beziehung  gibt  uns  nun  die  Reihenfolge  in  F  eine  ver- 
mutlich  noch  naherkommende  Vorstellung  von  der  Einteilung  seiner 
Ausgabe.  Wenn  wir  namlich  jene  drei  Stiicke  (den  Brief  Philipps 
und  die  beiden  Aristogeitonreden)  ausscheiden,  konnte  der  Pinax  von 
F  einfach  den  ersten  tgyxoc  des  Didymoskodex  darzustellen  scheinen, 
wie  folgende  Abschrift  verdeutlicht : 

0 1 A  I  n  n  I  KO ! 
1. — 3.   "'OAYNeiAKoc  A  B  r 

4.  Kata  0iA(nnoY  (A) 

5.  TTepi  THc  eipANHC 

6.  Kata  0iA(nnoY  (B) 

7.  TTepi  "Aaonnhcoy 

8. — 10.    Kata  cDiAinnoY  A  B  T  (=  Chers.,  Phil.  T,  A) 

11.  TTpoc  thn  enicTOAHN  ^lAinnoY 
[■'GnicTOAH  0iAinnoY] 

CyMBOYAG  YTIKOI 

12.  TTepi  CYNTAiecoc 

13.  TTepi  cYMMOPiuN 

14.  ^Ynep  MerAAonoAiTOON 

15.  ''Ynep  thc  '"Poaicon  eAeYeepiAC 

16.  TTePI    TCON    nPOC    "AAeiANAPON  CYNeHKCON 

A  Hf^OCIOl 

17.  Kata  "Anapoticonoc 

18.  TTepi  TOY  cTe<t>ANOY 

19.  TTepi  THC  nAPAnpecBGiAC 

20.  TTpoc  Achtinhn  nepi  ATCAeicjoN 

21.  Kata  Mciaioy  nepi  toy  konayaoy 

22.  Kata  "ApictokpAtoyc 

23.  Kata  Timokpatoyc 
[Kata  "Apictotcitonoc  (A)] 
[Kata  ApicToreiTONoc  (B)] 

24.  Kata  A*6boy  (A) 

25.  Kata  A*6boy  (Bj 

26.  FTpOC  "7K<t)0B0N  YeYAOMAPTYPlUN 

27.  Kata  ""Onhtopoc  eiOYAHN  (A) 

28.  Kata  "'Onhtopoc  cioyahn  (B). 


XXVI 


Diese  Abteiliing  von  28Reden^  hat  einen  geschlossenen  Charakter, 
weil  iiur  offentliche  Reden  und  von  den  Privatreden  diejenigen  auf- 
genommen  sind,  die  als  Vorbereitung  und  Vorgeschichte  der  staats- 
mannischen  Laufbahn  des  Redners  in  Betracht  kommen."^  Sie  ist  also 
vom  Standpunkt  des  Historikers,  die  zweite,  iibrigbleibende  vom  Stand- 
punkt  des  Juristen  aus  geordnet.  Ob  mit  dieser  Ordnung  die  Tafel 
des  Kallimaelios  iibereinstimmt ,  wissen  wir  nicht.  Aber  jedenfalls 
pafit  der  Grundgedanke  der  Anordnung  zu  dem  peripatetischen  Ge- 
sichtspunkte,  der  die  Reden  vor  allem  als  Dokumente  fiir  die  Politik 
und  das  Lebeu  des  Demosthenes  zu  verwenden  lehrte.  Dafi  diese 
das  Personliche  betonende  Tendenz  auch  der  sonstigen  erklarenden 
und  kritisierenden  Tatigkeit  der  Kallimacheischen  Schule  entspricht, 
wird  sicli  im  weiteren  ergeben.  Sie  ist  typisch  fiir  die  Geschichts- 
auffassung  der  ganzen  Diadochenzeit. 

Wenn  nun  die  Dieke  des  Kommentars  einigermafien  dem  Umfange 
der  Reden  selbst  entsprach ,  so  kann  das  tetralogische  Prinzip  der  An- 
ordnung nicht  etwa  daran  Schuld  sein,  da6  unsere  Scholien  zur  dritten 
Tetrade  so  kiimmerlich  im  aufierlichen  Umfange  ausgefallen  sind.  Denn 
nach  der  Tabelle  S.  XVIII  ist  gerade  diese  letzte  Tetrade  der  Philippicae 
die  umfangreichste.  Also  begriffe  man  nicht,  warum  nicht  noch  die 
zweite  Tetrade  oder  ein  Teil  derselben  in  eine  einzige  Rolle  zusammen- 
gefafit  wurde.  In  der  Tat  steht  im  i  am  Ende  der  Rede  rTepi  'Aaon- 
NHcoY,  die  dort  die  sechste  Stelle  innerhalb  der  Philippicae  einnimmt, 
TOMoc  A.  <j>iAinniKoi  Aoroi  c.  Also  haben  diese  sechs  Reden  (I — III  Olynth., 
I  Phil. ,  de  Chers. ,  de  Hal.  nach  der  Folge  in  X)  in  der  alten  Hand- 
schrift,  deren  Ordnung  und  Subskription  sich  in  ^  erhalten  hat, 
einen  Band  gebildet,  der  mit  seinen  2280  Stichen  keineswegs  beson- 
ders  gro6  war.   Wenn  also  die  Ausgabe  des  Didymos  diese  12  Reden 


1  Es  folgen  rrAPArPA<t>Ai  iind  Iaiqtikoi  (am  Schlusse  Kata  Ngaipac,  ■'eniTA<t>ioc, 
"epcoTiKbc,  riPooi/AiA,  "eniCTOAAi).  Wir  benuUen  eine  von  F.  Vollmer  gutigst  angefertigte 
Kopie  des  Index  im  Bavaricus  (Monac.  gr.  85),  der  ein  treues  Apographon  von  F 
darstellt.    Die  Angaben  bei  Dindorf  Demosth.  I  p.  xi  geniigen  niclit. 

^  Es  ist  zu  beachten,  dafi  in  F  die  "eniTPoniKOi  nicht,  wie  sie  soUten,  unter 
die  Iaicotikoi,  sondern  unter  die  Ahmocioi  gestellt  worden  sind,  ein  Anzeichen  der 
Ordnung,  die  wir  fur  die  Ausgabe  des  Didymos  voraussetzen.  Die  Grenzlinien  der 
Gruppen  sind  also  liier  gerade  so  iiberschritten  wie  in  der  Ausgabe  des  Didymos,  wo 
der  erste  CYMBOYAevTiKOC,  um  das  Dutzend  voUzumachen ,  in  die  4>iAinniK0i  heriiber- 
genonimen  ist. 


EINLEITUNG 


XXVII 


nicht  in  zwei,  sondern  in  drei  tomoi  zerlegte,  so  sieht  man  nicht 
den  Grund  fiir  diese  breitspurige  Anordnung,  wenn  eben  der  ur- 
spriingliche  Umfang  in  unserer  Abschrift  nicht  bedeutend  verkiirzt 
worden  ist. 

Man  konnte  nun  freilich,  urn  die  Schwierigkeit  zu  losen,  noch 
eine  dritte  Moglichkeit  erwagen.  Wenn  die  dritte  RoUe  unseres  Kom- 
mentars  in  ihrem  jetzigen  Scholienbestande  stark  hinter  dem  normalen 
Umfang  einer  durch  die  Subskription  geforderten  Sonderrolle  zuriiek- 
bleibt,  wenn  ferner  aueh  in  einer  ebenso  nach  Tetraden  geteilten  Text- 
ausgabe  die  4298  Stichen  der  12  Philippicae  drei  ungewohnlieh  diinne 
Rollen  ergeben  wiirden,  sollte  nicht  Didymos  eine  Ausgabe  publiziert 
haben,  die  Text  samt  Seholien  zugleich  enthielt?  Es  ist  bekannt,  dafi 
fast  alle  Scholiensammlungen  des  Altertums  in  dieser  kombinierten  Form 
auf  uns  gekommen  sind.  AuBer  den  alten  Codices,  deren  Einrichtung 
bis  aufskleinste  antikenMustern  nachgebildet  ist,  haben  sich  solche  »Rand- 
kommentare«  auch  auf  antiken  Papyri  gefunden  (Alkman,  Epicharm). 
Wenn  nun  Didymos  gar,  wie  Wilamowitz  vermutete\  der  Erfinder  dieser 
bequemen  Ausgaben  sein  sollte,  .so  mag  dieser  Ausweg  verlockend  cr- 
scheinen,  um  die  Rollensymmetrie  mit  der  Tetralogieneinteilung  in  Ein- 
klang  zu  bringen.  Aber  trotzdem  scheint  auch  dieser  Ausweg  uns 
verschlossen  Denn  abgesehen  von  dem  Wortlaut  der  Subskription", 
die  in  ihrer  Form,  namentlich  auch  in  der  Beriicksichtigung  des  Incipit, 
sich  an  die  pinakographische  Gev^  ohnheit  der  Alexandriner  anschlieBt 
und  keineswegs  wie  die  Erfindung  des  Abschreibers  aussieht,  tragt 
dieses  vnoMNHMA  auch  in  sich  den  Charakter  der  Selbstandigkeit.  Es 
kommt  zwar  haufig  vor,  dafi  urspriingiich  selbstandig  gedachte  und 
iiberlieferte  Kommentare  spater  der  Bequemlichkeit  halber  auf  den  brei- 
ten  Rand  der  Autorentexte  iibertragen  werden,  wie  es  selbst  bei  Alexan- 
ders und  Simplicius'  groBen  Kommentarwerken  in  einigen  spateren  Hand- 
schriften  geschelien  ist.^  Aber  in  der  Regel  wird  dann  stark  gekiirzt; 


»  Herakl.  IM66. 

^  AiA-r'MOY  nepi  AHMOceeNOYC.  So  konnten  doch  Raiidscholien  unmoglicli  be- 
zeichnet  werden,  statt  eic  AHWOceeNH,  wie  Harpocr.  (s.  fr.  18)  frei  zitiert. 

*  Ausnahmsweise  kommt  auch  das  Umgekehrte  vor,  daB  Randscholien  selbstandig 
werden  wie  der  Homerkommentar  des  Ammonios  Oxyrh.  Pap.  II  221  (vgl.  Ludwich 
S.  Ind.  Konigsb.  1902  S.  9)  oder  die  anonymen  Seholien  zur  Aristotelesrhetorik  (Comm. 
in  Arist.  XXI) ,  iiber  deren  urspriingliche  Form  und  Uberlieferung  sich  A.  Roeiner 


xxvm 


EINLEITUNG 


mid  die  eigentlichen  Randscholien  zeigen  ohne  Ausnahme  eine  schul- 
maBig  kurze  Form.  Wie  unsere  »Texte  mit  Anmerkungen«  von  vorn- 
herein  so  eingerichtet  sein  miissen,  dafi  allzu  lange  Erorterungen  ver- 
mieden  und  eine  gewisse  auBere  Entspreehung  zwischen  Text  und 
Seholien  im  Auge  behalten  vvird,  so  sind  auch  die  antiken  und  aus 
der  Antike  liberlieferten  Randscholien  in  der  Regel  so  abgefaBt,  daB 
das  Wesentliche  in  tunlichster  Kiirze  gesagt,  dagegen  breite  Exkurse 
und  stilistische  Umstandlichkeit  vermieden  wird. 

Unser  Seholienwerk  dagegen  kann  unmoglich  urspriinglich  als 
Randkommentar  angelegt  sein.  Selbst  die  gelehrtesten  und  besten 
Seholien  dieser  Art  zu  Homer,  Sophokles,  Pindar  sind  von  Haus  aus 
anders  geformt.  Trotzdem  ihr  gelelirter  Grundstock  zum  groBen 
Teil  auf  den  Hypomnemata  des  Didymos  beruht,  ist  die  Sprache 
und  der  ganze  Zuschnitt  in  der  Regel  schulmafiig  und  knapj^.  Die 
hier  beliebten  Scholienformeln  o  Ae  no9c,  b  ag  aotoc,  h  as  taiic,  to 
a'  eiHc,  und  wie  die  Einleitungen  zur  Paraphrase  alle  heiBen,  sind 
diesem  Demostheneskommentar  fremd.  Statt  dessen  heiBt  es  wohl 
col.  9,  19  KAi  ecTiN  OCA  AOKeTN  6  BOYAGTAi  AGreiN  ToiOYTON.  Statt  des 
einfachen  kag'  vn^PBATON  AerexAi  oder  AKOYCTeoN  (Schol.  Pind.  01.  1,  69) 
heiBt  es  hier  col.  7,  1  geziert  YnePBATui  thi  <t>PAcei  xphtai.'  Statt  des  dort 
ublichen  Aerowes  eN  thi  CYNHee'Ai,  wie  sich  auch  Cacilius  auszudriicken 
liebt^,  sagt  Didymos  ungewohnlich  14,  8  KAeAnep  kan  tui  biwi  *am^n. 
Ebenso  sagt  er  in  den  Homerscholien  i  40  oYcoi  Tponooi  kai  gn  tcoi  bicoi 
<t>AMeN  nenHr^NAi  tina  tcoi  oobcji.^  Unser  Interpret  fiihlt  sich  als  Schrift- 
steller.  Er  legt  Wert  darauf,  das  Wenige,  was  er  selbst  zu  sagen  hat, 
um  so  gewahlter  in  der  Form  vorzubringen.  Und  da  der  alte  Ab- 
schreiber  nicht  wie  die  Grvinder  unserer  Scholiencorpora  epitomierte, 
sondern  das,  was  er  gibt,  vollstandig  gibt  (also  etwa  wie  die  Samm- 
lungen  des  Stobaus  oder  Konstantins  angelegt  sind) ,  so  ist  sein  indi- 


in  der  Einleitung  zur  zweiten  Auflage  seiner  Rhetorik  eine  nicht  ganz  zutreffende  Vor- 
stellung  gebildet  hat. 

'  In  den  Apolloniosscholien  sagt  Theon  ahnlich  III  GOl  kai  cctin  YnePBATOC  h 
*pacic;  einfacher  11  249  6       A6roc  km  YnePBATON. 

^  Boysen  dp,  Harpocr.  fontt.  (Kiel  1876)  25. 

^  Man  darf  daher  auf  Didymos  zuriickfiihren  Hai'pocr.  eni  k6pphc:  AHMOceeNHC 
eN  TCOI  kata  MeiAioY  (72)  aaaoi  m^n  aaacoc  AneAOCAN,  eeATioN  ac  vnoAAMBANeiN  eni 
KOPPHC  AereceAi  to  eni  thc  rNAeoY  o  AeroMen  eN  tcoi  bicoi  pahicma. 


EINLEITUNa 


XXIX 


viduell  gefarbter  Notenstil  nirgends  verwischt.  Wenn  wir  demnach 
seinen  Kommentar  vermutlich  auch  nur  in  verkiirzter  Gestalt  lesen, 
so  entbehren  doch  diese  Eklogen  durchaus  der  stilistischen  Um- 
setzung,  die  Didymos'  Worte  sonst  in  der  Regel  erfahren  haben. 
Wir  konnen  hier  zum  ersten  Male  den  Chalkenteros  auch  als  Schrift- 
steller  wiirdigen,  so  gering  auch  neben  den  massenhaften  Ausziigen 
und  Zitaten  im  Verhaltnis  sein  eigener  Autoranteil  ist. 

Stil  des  Didymos. 

Die  Gelehrtenprosa  der  Alexandriner  vermeidet  es  im  ganzen, 
besondere  stilistische  Kunst  zu  entwickeln:  ornari  res  ipsa  vetat  con- 
tenta  doceri.  Erst  als  die  Rhetorik  durch  romisclien  EinfluB  allmachtig 
wurde,  bemiihte  sich  auch  die  Wissenschaft  lesbar,  ja  elegant  zu 
schreiben.  Der  grofie  Bahnbrecher  war  hier  der  Stoiker  Poseidonios, 
der  Freund  Ciceros.  Der  letzte,  der  eigensinnig  an  dem  alten  Ge- 
lehrtenstil  festhalt,  ist  der  Epikureer  Philodemos,  der  vermutlich 
ganz  anders  hatte  schreiben  konnen,  wenn  er  sich  von  der  Schul- 
tradition  hatte  befreien  woUen.  In  der  Tat  hat  er  auch  in  einigen 
Aufierlichkeiten  sich  dem  Attischen  angepaBt.  Diesem  modernen 
EinfluB,  der  in  der  Generation  naeh  Philodem  alle  Kreise  ergreift, 
kann  auch  Didymos  sich  nicht  ganz  entziehen.  So  sehr  er  sich  noch 
als  Gelehrten  alexandrinischer  Schule  fuhlen  mochte,  er  erkennt  doch 
die  Verpflichtung  an,  wenn  er  Demosthenes  interpretiert,  vor  seinen 
Zuhorern  etwas  stilistische  Toilette  zu  machen.  So  kommt  ein  Kom- 
promiB  zwischen  Alexandrinismus  und  Attizismus  zustande,  wie  er 
in  diesen  Scholien  vorliegt.  Er  schreibt  nicht  mehr  npAccem,  eaaccwn, 
eAAAccA  usw. ,  wie  die  ionisierende  Koine  wahrend  der  ganzen  helle- 
nistischen  Zeit  es  tat',  sonderu  mit  Philodem  und  anderen  Zeitgenossen" 
nPATTeiN,  eAATTUN,  eAAATTA,  enieAAATTioc  (10,  43,  doch  enieAAACCioc  11,  29), 
aber  er  begeht  die  schreckliche  Siinde  gegen  den  attizistischen  Kanon^, 
AoroY  TeTGYXGN  ZU  sagcu  (14,  2).    Diese  ionische  Form  des  Perfekts, 


'  Thuinb  Griech.  Sprache  de.r  Hellenen  S.  78;  Nachmanson  Mag?i.  hischr.  95. 
^  Cronert  Memor.  Herculan.  134ff. 

*  Phrynichos  »TeTeYxe  timhC",  "TereYxe  toy  CKonoY«  t4\  A^re,  ant'  aytoy  tui 

AOKIMUI  XPdj  "TeT^XHKe", 


XXX 


EINLEITUNG 


die  sich  einmal  bei  Aristoteles\  auch  bei  Theopomp,  aber  bei  keinem 
Athener  von  Geburt  findet,  ist  in  der  hellenistischen  Zeit  zur  Herrschaft 
gelangt.  Schon  Strabo  wendet  sich  wieder  dem  feineren  jejYXHKe  zu 
mid  spater  scheint  wenigstens  in  der  angefiihrten  Genitivkonstruktion 
das  Attisclie  bei  gebildeten  Autoren  zur  Herrschaft  gelangt  zu  sein. 
Dionys  wenigstens  sagt  nach  dem  Kanon  des  Phrynichos^  Thuk.  16. 
348,  19  Us.  THc  AKPAC  eBEeprAciAC  TGTYXHKOTA,  abcr  ad  Amm.  12  p.  277,  .3 
taTc  Apictotgaoyc  eNTeTGYxcoc  TexNAic,  ahnlich  Philon  I  76,  9  Cohn-Wendl. 
TeTYXHKeN  ON,  aber  II  256,  11  cYNTereYxe.^  Von  Hiatvermeidung  ist 
bei  Didymos  keine  Spur,  obwohl  selbst  Philodem  die  auch  von  den 
Alexandrinern  anerkannte  Regel  beobachtet.  Ja  er  scheut  sich  nicht 
zu  Vulgarismen  herabzusteigen,  wie  asion  AiAnoPHceiN,  eAei  ayton  tepa- 
TeYcecGAi*,  die  zeigen,  daB  die  feinere  Tempusunterscheidung,  die  selbst 
bei  Polybios  in  den  ahnlichen  (meist  wegkorrigierten)  Beispielen  noch 
durchzufiihlen  ist,  vollstandig  verloren  gegangen  ist.  Er  reicht  hier 
dem  Verfassef  des  Lukiosromans  und  den  Spateren  die  Hand.  Ab- 
gesehen  von  den  angefuhrten  Beispielen,  die  in  den  eigenen  Worten 
des  Didymos  vorkommen,  findet  sich  bei  den  haufigen  Aoristinfinitiven 
der  Zitate  kein  Versehen,  ein  Umstand,  der  zeigt,  dafi  der  Abschreiber 
hier  nicht  etwa  selbstandig  vergrobert  hat. 

Didymos'  Kommentar  keine  Scliiilernachschrift. 

Unannehmbar  erscheint  auch  zur  Beseitigung  der  bibliographi- 
schen  Schwierigkeit  die  an  und  fiir  sich  naheliegende  Hypothese,  es 
liege  kein  eigentliches  Buch  des  Didymos,  sondern  nur  eine  Nacli- 
schrift  nach  seiner  Vorlesung  vor.    Wir  wissen  ja  freilich  aus  Didy- 

'  Nic.  Eth.  r  14.  1119''  10  r^reYxe  6n6matoc.  Sonst,  soviel  wir  selien,  xeTV-XHKe. 
2  Siehe  S.  XXIX  Note  3. 

^  Uber  Polybios ,  Diodor  und  besonders  losephos  vgl.  W.  Schmidt  Fleckeisens 
Jahrh.  Suppl.  20  S.  468. 

*  Siehe  Anm.  zu  col.  9,15.  16.  Hatzidakis'  (a.  a.  O.)  Beispielen  kann  hinzu- 
gefiigt  werden:  K.  Dieterich  XJnters.  zur  griech.  Sprache  245;  BGU.  Ill  948,  7  Theo- 
phylact.  Index  de  Boors  S.  392.  Die  Benierkungen  von  W.  Schmidt  Attic.  I  96.  II  51 
beziehen  sich  auf  epeTN,  das  in  romischer  Zeit  nicht  meiir  futurisch  gefiihlt  wird. 
Lobecks  Sammlung  aus  den  Klassikern  {Phryn.  747  f.)  ist  antiquiert.  Nui'  fiir  Thuky- 
dides  ist  es  noch  nicht  ausgemacht,  ob  alle  von  Cobet  und  Stahl  wegkorrigierten  Fti- 
tura  iinrichtig  sind.  Jedenfalls  scheinen  die  hypothetischen  Futura  wie  111  28,  1  u.  a. 
berechligt. 


EINLEITUNG 


XXXI 


mos  selbst  (zu  B  111),  da6  er  Aristarchs  vnoMNHMATA  in  besseren  und 
sclilechteren  Exemplaren  vor  sich  hatte:  gn  tini  tcon  HKPiBcoMeNUN  vno- 
MNHMATcoN.'  Aber  es  ist  sehr  zweifelhaft,  ob  deswegen  diese  variieren- 
den  Exemplare  als  Kolleghefte  und  nicht  vielmehr  als  mehr  oder  minder 
fehlerhafte  und  verstiimmelte  Abschriften  des  Originalkommentars  (der 
vermutlich  im  Brande  Alexandreias  untergegangen  war)  anzusehen  sind. 
Fur  Didymos  liegt  die  Frage  ahnlieh.  Unzweifelhaft  ist  sein  Kom- 
mentar  aus  Vorlesungen  iiber  Demosthenes  erwachsen,  die  gewifi  da- 
mals  besser  besuclit  waren  als  die  iiber  Homer  und  die  Tragiker. 
Auch  ist  an  der  Tatsache  selbst,  daB  er  Vorlesungen  hielt,  um  so 
weniger  zu  zweifeln ,  als  er  eine  Reihe  von  philologisclien  Sehvilern 
wie  Apion,  Herakleides  Pontikos  d.  J."  und  Theon  heranbildete.  Allein 
es  ist  einmal  nicht  bezeugt,  daS  Didymos  die  Publikation  seiner  Kom- 
mentare  den  Schulern  iiberlassen  habe;  vielmehr  wird  gerade  seine 
stupende  Schriftstellerei  hervorgehoben.  Vor  allem  aber  tragen  die  vor- 
liegenden  Scholien  keineswegs  den  Charakter  der  Nachschrift.  ^  Ein 
nachschreibender  Zuhorer  befleiBigt  sich  der  Kiirze,  namentlich  da, 
wo  sich  der  Professor  behagiich  gehen  laCt,  und  sucht  besonders  die 
Ubergange  zu  beschneiden  oder  abzuschneiden.  Grerade  hierin  aber 
leistet  dieser  Kommentar  mehr,  als  der  Scholiencharakter  eigentlich 
zu  ertragen  scheint.  Eine  Probe  col.  8,2  —  6:  kai  nepi  mgn  thc  npo- 
TePON  enANOPeucecoc  tun  eN  thi  noAei  nPArwAXcoN  XpKeTN  oTmai  kai  tayta, 
Ti^N  a' ei  vnorYOY,  nepi  hc  *hci  »kai  nyn  .  .  .  aTtia«,  eific  A^HrHxeoN.  Wie 
sollte  auch  die  endlose  Weitlaufigkeit  seiner  Zitat  auf  Zitat  haufenden 
Gelehrsamkeit  durch  das  Medium  eines  nachschreibenden  Horers  ge- 
gangen  sein?   Man  miifite  denn  annehmen,  Didymos  habe  seine  Kom- 

'  Statt  noiHMATCON  richtig  von  Lehrs  gebessert,  vgl.  vorher  kata  tina  tun  vno- 

MNHMATCON. 

^  Suid.  "Hp.  TTontikoc  tpammatikoc,  octic  Aiaymui  tui  hany  kata  t^in  Aagian- 
APecoN  e!t>oiTHceN.  Hier  ist  nichts  zu  emendieren.  Es  ist  zu  verstehen  T&\  hany  kata 
THN  A.  (rNCOMHN  oNTi).  Die  Ellipsen  sind  doch  nicht  ungewohnlich.  Dagegen  ist  im 
folgenden  KATA4>eic  statt  KATA<t>ANeic  niit  Usener  (bei  Marcks  Symbol,  critic,  p.  19)  zu 
schreiheii. 

^  Schon  Aristoteles  und  die  anderen  Schiller  des  Piaton  iiatten  eigene  Nach- 
schril'ten  von  Platons  Vorlesungen.  C'iceros  Sohn  schreil)t  von  Athen  aus  in  seinem 
Studienbericht  an  Tiro  ad  fam.  16,  21,  8,  er  nioge  ihm  einen  librarivs  (/raecus  huaovgen: 
multum  mihi  enim  eripitur  operae  in  exscrihendis  hypomnematis.  Sind  das  Hefte,  die  der 
liiderliche  Student  >inachreitet«,  oder  Abschriften  von  Vorlesungslieften  dortiger  Do- 
zeiiten,  die  er  zulallig  nicht  horen  kann?   Der  zweite  Fall  pafit  wohl  besser  fiir  den 


XXXII 


EINLEITUNG 


mentare  den  Zuhorern  wortlich  in  die  Feder  diktiert.  Wir  wollen  nicht 
verschweigen  5  dafi  manches  in  der  Uherlieferung  fur  ein  solches  vno- 
MNHMA  Aub  <t>a)NHc  AiAYMOY  zu  sprechen  scheint  (vgl.  die  Irrtiimer  im 
Zitat  des  Demon  11.  65  ff.),  aber  in  diesem  Falle  ware  die  Schiiler- 
nachschrift  von  dem  Heft  des  Professors  selbst  bloB  durch  eine  Reihe 
von  Mifiverstandnissen,  nicht  im  wesentlichen  Tenor,  verschieden.  Denn 
wenn  der  Schiiler,  ohne  zu  andern,  das  Selbstzitat  des  Didymos  12,  36 
eN  Tcoi  TTepi  toy  cTe<t>ANOY  AeAHAWKAweN  stumpfsinnig  stehen  laBt,  unter- 
scheidet  er  sich  in  nichts  von  den  gewohnlichen  Schreibsklaven,  denen 
man  im  Altert.um  Briefe  und  Schriften  in  die  Feder  zu  diktieren  pflegte. 
Ein  so  mechanischer  Betrieb  der  Wissenschaft  ist  freilich  im  Ausgang 
des  Altertums  bei  den  Philosophen  zu  Athen  und  Alexandrien  vorge- 
kommen,  obgleich  doch  bei  der  Niederschrift  der  Vorlesungen  in  der 
Regel  die  erste  Person  in  6  <t>iA6co4>oc,  6  KAenreMWN,  6  HMejepoc  aiaackaaoc 
umgesetzt  zu  werden  pflegt^  er  soli  auch  in  gewissen  Universitaten 
und  Fakultaten  noch  heute  nicht  ganz  ausgestorben  sein:  ob  aber 
Didymos"  Werke  auf  solche  Weise  publiziert  worden  sind ,  mochte  ich 
urn  so  starker  bezweifeln,  als  die  Subskription  nichts  von  den  eewpiAi 
nnd  nPAieic  der  Vorlesungstechnik ,  wohl  aber  deutliche  Spuren  einer 
das  Ganze  umfassenden  und  das  einzelne  ihm  einordnenden  Editions- 
tatigkeit  verrat. 

Die  Quellen  der  Didymosscholien. 

In  der  Anordnung  der  einzelnen  Philippicae  ist,  wie  wir  schon 
aus  Dionysios  wuBten,  im  Altertum  einiger  Streit  bei  den  Philologen 
gewesen.^  Auf  die  Einzelheiten  hier  einzugelien  ist  iiberfliissig ,  dii 
uns  nur  die  letzte  Tetralogie  des  Didymos  angeht.  Diese  stimmt  mit  der 
in  unseren  Ausgaben  iiblich  gewordenen  liberein,  nur  daC  hier  durch 
Einschub  der  Xhictoah  0iAinnoY  als  n.  XI  vor  der  Antwort  TTpoc  thn 


ungemeinen  Lerneifer,  den  der  bekelirte  Sunder  zeigt  oder  heuchelt.  Abschriften  Philo- 
dems  aus  Zenons  Vorlesungen  sind  erhalten.  Uber  rhetorisclie  Schiilerabschriften 
und  Professorenhefte  vgl.  Usener  zu  Dionys.  9  f.,  Ars  p.  VI. 

'  Aber  nicht  immer,  vgl.  Skowronski  de  auctoris  Heerenii  et  Olympiodori  scholis 
(Bresl.  Diss.  1884)  p.  49.  Uber  die  Koinmentare  kub  oxonhc  auch  Busse  zu  Arist. 
comm.  IV  ]  p.  xxxv;  IV  4,  i;  XII  1,  i;  XVIII  1,  vii. 

-  Vgl.  uber  die  verschiedene  Anordnung  in  den  Handschriften  oben  S.  XXIII 


EINLEITRNG 


xxxm 


enicTOAfiN  THN  <l)iAfnnoY  diese  und  die  folgende  Rede  TTepi  cvNTAieuc 
eine  Stelle  weiter  riickt.  Dionysios,  der  diese  letzte  Rede  nicht  als 
Philippica  kennt\  steht  also  offenbar  auf  demselben  Standpunkt  wie 
Didymos,  der  ausdriicklich  die  Meinung  »einiger«  Gelehrter  bekampffc, 
die  sie  in  die  Reihe  der  Philippicae  einordnen.  Es  kann  nun  keinem 
Zweifel  unterliegen,  da6  Didymos  diese  Rede  hier  nicht  interpretiert 
hatte,  wenn  er  sie  nicht  in  seiner  Ausgabe  (oder  in  mehreren)  an 
fester  Stelle  vorgefunden  hatte.  Aber  in  der  zaghaften  Weise,  die  sich 
auch  in  dem  Widerspruch  gegen  jene  gnioi  bekundet  (oyk  opeuc  oca 
roYN  ewoi  AOKeT  13,  18),  wagt  er  nicht,  die  Rede  auszustoiSen  und  die 
Tetradenordnung  zu  storen.  Dionysios  wiirde  andererseits  gewifi  nicht 
durch  einfaches  Stillschweigen  iiber  diese  Rede  hinweggegangen  sein 
(die  nur  im  Kodex  5,  nicht  aber  in  den  anderen  Handschriften  an 
dieser  Stelle  fehlt),  wenn  nicht  bereits  inaBgebende  Autoritaten  vorher 
die  Griinde  entwickelt  batten,  warum  jene  Rede  aus  der  Reihe  der 
Philippicae  auszuraerzen  sei.  Freilich  bleiben  diese,  wie  ihre  Gegner, 
im  Dunkeln,  da  Didymos  die  schon  von  Aristarch  befolgte  Methode 
iibt,  seine  Gegner  namenlos  zu  lassen  und  sich  mit  einem  blassen 
GNioi,  TiNec,  01  YnoMNHMATicTAi ,  01  YHOMN HMATicANTec  ZU  begnugcn ,  das 
Vorbild  jener  philologischen  Polemik,  die,  sei  es  aus  Hoflichkeit  oder 
aus  Bosheit,  mit  quibusdam  und  criticis  istis  ficht.  Aber  bei  Didymos 
hat  dieses  Versteckspielen  auch  noch  einen  anderen  Grund.  Wer  nach 
der  ersten  Freude  iiber  die  ungeheure  Belesenheit  des  Chalkenteros 
etwas  tiefer  sehurffc,  kann  sich  des  Verdachtes  nicht  erwehren,  dai3 
so  ziemlich  alles  historische  Material  samt  den  stattlichen  Autoren- 
namen  aus  ebenjenen  anonymen  yhomnhmata  kompiliert  ist,  deren  An- 
sicht  hier  und  da  mit  Billigung  oder  MiBbilligung  erwahnt  wird. 

Es  diirfte  allgemein  anerkannt  sein,  dafi  die  stupenden  Schatze, 
die  Didymos  in  seinen  Tragiker-  und  Komikerlexiken  aufgehauft  hatte, 
im  wesentlichen  aus  den  Kommentaren  und  Sammlungen  der  alexan- 
drinischen  Bliitezeit  entnommen  sind.^  Dasselbe  Urteil  gilt  von  dem 
Homerkommentar,  der  ja  nichts  anderes  sein  will,  als  eine  Repro- 
duktion  und  Rekonstruktion  der  Aristarchischen  YnoMNHMAXA.  Ahnlich 
wird  nun  auch  iiber  die  vorliegenden  Demosthenesscholien  zu  urteiien 


'   Ad  Animaeuin  111. 

^  Wilamowitz  Herakl.l^  165. 


Berliner  Klassikertexte,  Heft  1. 


C 


XXXIV 


EINLEITUNG 


sein.  Der  Brief  des  Dionysius  ad  Ammaeum  stimmt  im  ganzen  und 
einzelnen  mit  der  Methode  und  den  Exzerpten  des  Didymos,  wie 
schon  unsere  Anmerkungen  zeigen,  so  ilberein,  dafi  beide,  die  nichts 
miteinander  zu  tun  und  sich  vermutlich  gar  nicht  gekannt  haben, 
notwendig  dasselbe  gelehvte  Material  benutzt  haben  miissen.  Ver- 
mutet  hatte  diese  Unselbstandigkeit  des  Dionys  schon  E.  Bethe.^  Be- 
wiesen  wird  es  nun  durch  Didymos.  Darauf  fiihren  zunachst  Andeu- 
tungen,  da(i^  er  in  seinem  Urkommentar  mehr  Stoff  gefunden  hatte, 
als  er  bewaltigen  konnte.  Wer  Kol.  6,  59  am  SchluB  seiner  hochge- 
lehrten  Digression  ilber  Hermias  die  Anmerkvmg  findet,  Anaximenes 
habe  es  thi  gkthi  toon  FTepi  OiAinnoN  ictopiun  erschopfend  dariiber  ge- 
handelt:  oy  thn  eKAorHN  nAPiHMi'  oy  tap  6*eAoc.  wird  vielleicht  zu  der 
Annahme  geneigt  sein,  Didymos  habe  nach  allem  iiberreich  ange- 
schleppten  Material  nun  auch  nocli  bei  Anaximenes  diese  Dinge  nach- 
gelesen,  aber  nicht  viel  Neues  mehr  gefunden.  Allein  auf  ganz  andere 
Gedanken  bringt  eine  unvorsichtige  AuBerung  zur  elften  Rede  (FTpoc 
THN  enicTOAHN  THN  cfiAinnoY) :  »Man  konnte  nicht  ohne  Grund  vermuten, 
diese  kleine  Rede  sei  aus  ein  paar  Studien  des  Demosthenes  spater 

^  Demosthenis  scriptoriim  corpus  ubi  et  qua  aetaie,  collectum  editumque  sit  (Baseler 
S. Ind.  1897)  S.  14. 

^  Kol.  11,7  YnoTonHceie  a'  an  tic  oyk  Ano  CKonoY  CYMne<t>oPHceAi  to  aotiaion 
e'K  TiNcoN  AHMOceeNOYC  nPArMATeioN  enicYNTeeeN.   kai  eiciN  oY  oacin  Anaiimgnoyc  eTnai  toy 

AaMYAKHNOY  THN   CYMBOYAHN,    NYN   AG   GN   THI   eBA6MHI   TWN   <t>IAinniKCON   OAirOY   AEIN  TPAM- 

MACIN  AYToic  eNTETAxeAi.  Das  iiur  in  Spuren  erhaltene  nyn  A[e]  (thinag  und  dgl.  ist 
uninoolich)  scheint  sicher.  Es  soil  vermutlich  andeuten,  dafi  urspriinglich  eine  Sotider- 
j)ublikation  der  Rede  vor  der  Einreihung  in  das  Geschichtswerk  (und  in  die  Demosthe- 
nische  Redensainmlung)  existiert  habe.  In  der  Tat  lafit  die  pinakographische  Nntiz 
des  Dionys.  dc  Isaeo  19  ictopiac  rerPA<t>e  (Anaximenes)  kai  nepi  toy  hoihtoy  cyntaicic 

KATAACAOine    KaI    TeXNAC    eiGNHNOXGN,     HHTAI    AC    KAI    C  Y  M  B  0  Y  A  £  Y  T  I  K  CO  N    KaI  AIKANIKCON 

AruNCON  auf  eine  Sammlung  Cymboyaun  schlieCen.  CYMneoopficeAi  ist  technische  Bezeich- 
nung  von  Kornpilationsarhcit.  Tiieoj)hr.  ])hys.  oj).  2  (I)ox.  477,  5,  s.  die  Anm.)  Aiore- 
NHC  AC  6  AnoAACJNiATHC  ...  TA  MEN  nACicTA  CYMne0OPHMeNa)c  rcrPAOC,  TA  men  kata 
Anaiatopan  ta  AG  KATA  AeYKinnoN  AcrcoN.  Ferner  eNTCTAXSAi  ist  in  romischei'  Zeit 
of'fizicll  fiir  '^emrfgislriert,  in  das  Archiv  eingereiht  sein'>.  Oxyrh.  Pap.  II  298,  28  cn- 
TACceiN  eN  ToTc  rPAMMACi  vgl.  274,43.  Registervermerk :  Faymtm  Towns  91,46  cnt^- 
TAKTAi  (Datum)  AIA  '■'Hpconoc  toy  npoc  Tcoi  rPA<feicoi  G'r'HMepeiAC  (Arbeitskontrakt  etwa 
100  n.  Chr.),  das.  92,  HI,  eNTCTAKTAl  aia  toy  gn  Sgaaga^gia  rPA<t>GioY  (\>rknufskonti-akt 
126  n.  Chr.)  und  so  oft,  vgl.  Berl.Urk.  I  87,  33.  350,  26.  11  446,  27.  664.  9.  Ill  910,  4.5, 
Amherst  Pap.  II  31.  21.  Am  iihnliehsten  mit  der  Stelle  des  Didymos  ist  der  Kaiser- 
brief  aus  Aphrod.  CIG.  2737  gctin  ag   ANTirPA<t>A  tun   r£roN6TUN  ymgTn  *iAANepa)ncoN 

TA  YnOrGrPAMMGNA.   A   YMAC   BOYAOMAI   GN  TOIC  AHMOcloiC  TOIC   HAP'  YMGIN    TPAMMACIN  GNTASAI, 


EINLEITUNG 


XXXV 


zusammengestoppelt  worden.  Einige  beliaupten  sogar,  diese  cymboyah 
riihre  von  dem  Lampsakener  Anaximenes  her  und  sei  jetzt  fast  buch- 
stablieli  in  das  siebente  Buch  seiner  Philippischen  Geschichte  einge- 
reiht  worden. « 

1st  das  nicht  wunderlich?  Ein  Philologe  findet  bei  seinem  Vor- 
ganger  die  Behauptung,  die  vorliegende  Rede  finde  sich  «fast  buch- 
stablich"  im  Geschichtswerk  des  Anaximenes  nnd  stamme  von  diesem, 
aber  nicht  von  Demosthenes. 

Warum  konstatiert  er  denn  diese  wahrhaft  wichtige  Tatsache  nicht, 
wenn  er  jenes  Werk  selbst  zur  Hand  hatte  und  ofter  nachschlug?  Das 
hatte  er  doch  auch  schon  selbst  bei  der  Lektiire  der  betreffenden  Biicher 
merken  mussen.  Aber  er,  der  wegen  belangloser  Lesarten  des  Aristar- 
chos  unermtidHch  Biiclier  und  Handschriften  walzt,  kiimmert  sich  hier 
nicht  im  mindesten  um  die  behauptete  Tatsache,  und  von  eigener  Beob- 
achtung  oder  Bestatigung  ist  keine  Rede !  Wir  denken ,  dafiir  gibt  es 
nur  eine  Erklarung:  Didymos  war  gar  nicht  in  der  auBeren  Lage  und 
in  der  wissenschaftlichen  Verfassung,  selbstandige  Quellenstudien  und 
eingreifende  Kritik  zu  iiben.  Wie  die  historischen  Exzerpte  aus  Anaxi- 
menes, so  fand  er  in  seinem  yhomnhma  auch  diese  Notiz  iiber  dessen 
Autorschaft.  Diese  schrieb  er  einfach  ab.  Sie  schien  ihm  merkwurdig 
—  weiter  nichts.  Die  Konkurrenz  des  Demosthenes  und  Anaximenes 
ist  fiir  ihn  eine  gelehrte  Kuriositat  so  gut  wie  die  Berichte  iiber  die 
Kyklojjsauffiihrungen  und  die  Verwundungen  Philipps.  Das  Sammeln 
belehrender  Notizen  ist  sein  Zweck,  nicht  die  Erklarung  des  Schrift- 
stellers  selbst,  gerade  so  wie  der  Kommentar  seines  Schiilers  Theon  zum 
Apollonios  von  Rhodos  nicht  dem  Dichter  gilt,  sondern  seinen  ictokiai. 
Wolier  den  Epigonen  der  alexandrinischen  Schule  diese  Richtung  auf  die 
kuriose  Erudition  liberkommen  ist,  wird  sich  zeigen.  Vorlaufig  geniigt 
es,  zur  Kennzeichnung  der  damaligen  Richtung  auch  auf  die  Sammelei 
der  Folgezeit:  Valerius  Maximus,  Plinius,  Gellius,  Athenaus,  Aelian  hin- 
zuweisen.  Didymos  scheint  hier  nicht  ohne  starken  EinfluB  gewesen 
zu  sein.  Auf  seine  Sprichwortersammlung  folgen  Zenobios  und  andere 
Folkloristen,  auf  seine  euhemeristisch  abstruse  ieNH  ictopia  die  Kainh 
icTOPiA  des  Ptolemaios  Chennos.^ 

'  Rlan  k.'inn  das  tolle  Buch  TTepi  thc  eic  noAYwAeeiAN  kainhc  ictopiac  aotoi  c  iiicht 
wohl  anders  lassen  denn  als  Pai'odie  Didymeisclier  Gescliichtsklittening.  Wie  sehr 
man  sich  damals  in  gevvissen  Kreisen  iiber  diese  Gelehrsainkeit  lustig  niachte,  beweist 

c* 


XXXVI 


EINLEITUNG 


Aber  wie  kommt's,  dafi  Didymos  doch  in  seinem  Homerkommentar 
sich  so  viel  wissenschaftliclier  und  verstandiger  benimmt,  nicht  gerade 
im  Vergleich  zu  Aristonikos,  der  dieselbe  Aufgabe  im  ganzen  besser 
lost,  sondern  im  Vergleich  zu  seiner  sonstigen  Sammelei  und  nament- 
lich  zu  der  kritischen  Stummlieit  und  Stumpfheit  dieser  Scholien?  1st 
etwa  auch  hieran  der  aufiere  Zustand  unserer  Abschrift  schuld?  Ge- 
wiB  nicht.  Denn  der  ganze  Charakter  dieser  Demosthenesscholien 
weicht  ab,  und  sie  tragen  ebenso  die  Ziige  ihres  eigentlichen ,  geistigen 
Vaters  wie  ihrerseits  die  Homerscliolien.  Didymos  ist  mit  einem  Wort 
kein  selbstandiger  Kopf ,  sondern  dem  Charakter  der  Zeit  entsprechend 
ein  betriebsamer  Imitator.  Wie  er  in  den  Homerscholien  sich  bemiiht 
als  Aristarclieer  zu  erscheinen,  so  tritt  er  in  den  Demosthenesscholien 
als  Kallimacheer  auf.  Mit  diesem  Namen  ist  die  Losung  des  Ratsels 
gegeben. 

Demosthenesstudien  der  Kallimacheer. 

In  dem  groBen  TTinai  twn  gn  hachi  nAiAeiAi  aiaaamyantcon  des  Kalli- 
machos  nahm  Demosthenes  einen  hervorragenden Platz  ein.  Die  Spiiteren 
berufen  sich  ofter  auf  diesen  Katalog.  Aber  er  hat  gewifi  nicht  selbst 
die  eingehenden  Untersuchungen  iiber  Demosthenes  angestellt,  die  fur 
die  Abfassung  des  Pinax  der  Reden  wie  fiir  die  voraufgehende  Bio- 
graphie  unerlaCliche  Vorbedingung  waren.  Vor  allem  muCte  die  Lite- 
ratur  des  vierten  Jahrhunderts ,  die  rednerische  nicht  minder  als  die 
historische,  auf  das  genaueste  verhort  werden,  um  die  Daten  fiir  das 
Leben  des  groBen  Redners  und  die  Zeit  und  Reihenfolge  der  Reden, 
um  die  man  sich  ebenfalls  bereits  kummerte,  zu  ermitteln.  Denn  die 
peripatetische  Methode,  auf  den  besten  vorhandenen  Dokumenten  die 
Literaturgeschichte  aufzubauen,  die  Aristoteles  begriindet  und  unter 
Assistenz  des  Kallisthenes  fiir  Lyrik  und  Drama  durchgefuhrt  hatte, 


Seneca  ep.  88,  37  quattuor  mil'ta  librorum  Didymus  grammaticus  scripsit:  misfrerer,  si  tarn 
muUa  superimcua  Icgissct.  in  his  libris  de  patria  Homeri  quaeritur,  in  his  dc  Aeneae,  matre 
v(ra ,  in  his  libidinosior  Anacreon  an  ebriosior  vixerit,  in  his  an  Sappho  jmblica  fuerit,  et 
alia  quae  crant  dediscenda ,  si  scires.    Es  finden  sich  auch  direkte  Beriihningen  z.  B. 

Ptol.   p.  149*4    ACTHP  a'  HN   ONOMA    KAI   TWI   eKK6YANTI   AYTOY    [Philipp]   BGAei   TON  0*eAA- 

m6n  vgl.  Didyin.  Demostli.  Schol.  col.  12,51.  Das  niichste  Exzerpt  iiher  Jlarsyas  den 
Auleten  scheint  infolge  von  Ideenassoziation  dui-ch  den  liier  erwiihnten  jMarsyas  nep)  tun 
AYAHTUN  12,  5G  angeregt  zu  sein. 


EINLEITIMG 


xxxvn 


wurde  durch  Demetrios  den  Phalereer  nach  Alexandreia  iibertragen 
und  hier  nach  gianzenden  Vorarbeiten  durch  Kallimachos  und  dessen 
Assistenten  auf  alle  anderen  Gattungen,  namentlich  auch  die  attische 
Prosa,  iibertragen.  Wahrend  der  Pinax  natui-lich  nur  die  Resultate 
in  knapper  Form  verzeichnen  konnte\  haben  die  mit  diesen  Unter- 
suchungen  betrauten  Assistenten  das  von  ihnen  gesammelte,  umfang- 
reiche  Material  nicht  unter  den  Tisch  fallen  lassen.  Vielmehr  erwuchs 
hieraus  eine  ansehnliche  gelehrte  Literatur,  die  hauptsachlich  an  die 
Namen  Istros  und  Hermippos  anknvipft.  Hier  geht  uns  besonders  die 
Biographik  des  letzteren  an.  In  der  stupenden,  zuweilen  auch  stupiden 
Erudition  seiner  Bfoi  liegen  die  Wurzeln  der  gesamten  biographisch- 
historischen  Gelehrsamkeit,  die  vom  zweiten  Jahrhundert  an  teils  be- 
richtigt,  teils  erweitert  und  kombiniert,  meist  aber  einfach  kompiliert 
wird.  Dieses  Werk  kommt  auch  fur  die  Demosthenestradition  in  erster 
Linie  in  Betracht.  Man  tut  dem  Hermippos  Unrecht,  wenn  man  ihm 
besondere  kritische  Fahigkeiten  zutraut  (obgleich  die  Unkritik  der 
Spateren  seine  kritischen  Leistungen  offenbar  weniger  treu  fortgepflanzt 
hat  als  seine  unkritischen) ,  aber  noch  schwereres  tut  man  ihm,  wenn 
man  seinen  unermiidlichen  Drang,  aus  alien  Winkeln  der  unermefilichen 
alexandrinischen  Bibliothek  interessantes  Material  herbeizuschatfen,  mit 
einer  satirischen  oder  wenigstens  iibelwollenden  Grundstimmung  seines 
Wesens  oder  gar  mit  einem  Hang  zu  boswilliger  Erfindung  in  Ver- 
bindung  bringt.  Nein,  dieser  KalHmacheer  amaptypon  oyagn  eeineN.  Er 
ist  nur  "Forscher  und  Sammler;  in  diesem  Sammeleifer  jagt  er  alles 
auf:  Ernstes  und  Spafihaftes,  Gelehrtes  und  Amiisantes,  oftentliche  und 
private,  miindliche  und  schriftliche  Quellen.  Es  ist  eine  kuriose  Ge- 
lehrsamkeit, wie  sie  sein  Zeitalter  liebte,  und  diesen  typischen  Zug 
unkritischer,  anekdotenhafter  Sammelei  hat  er  der  ganzen  Biographik 
des  Altertums  aufgepragt.^    Er  ist  in  Philodems  Philosophenindices, 

^  Die  neuerdings  geauBerte  Ansicht,  daB  Kallimachos  audi  eine  Ausgabe  des 
Demosthenes  veranstaltet  habe,  ist  unrichtig,  und  Sauppe,  auf  den  man  sich  beruft, 
hat  Epist.  ad  G.  Hermannurn  S.  49  nur  behauptet  Callimacho  deheri  ordinein  orationum 
demosthenicarum. 

^  Leo  Griech.-rdmische  Biogr.  S.  124ff.  Die  Anfange  dieser  unkritisclien  Hy- 
pomnematik  finden  sich  auch  bereits  bei  Aristoteles,  wie  namentlich  die  TToAiTeiAi  an 
einzelnen  Stellen  lehren.  Das  hiingt,  genau  betrachtet,  mit  dem  Wesen  des  hellenisclien 
Volkscharakters  zusammen,  der  das  Leben  seiner  groBen  Dichter  und  Schriftsteller 
von  jeher  unter  dem  Gesichtspunkt  der  Novelle  und  Anekdote  auffafit. 


XXXVIII 


EINLEITUNG 


wie  vor  allem  in  Plutarchs  Biographien,  niclit  zu  verkennen.  Hermippos 
hat  in  der  Biograpliie  des  Isokrates  die  Liaisons  des  Redners  mit 
nicht  geringerer  Sorgfalt  behandelt  als  die  Chronologie  der  Reden, 
von  deuen  unsere  Hypotheseis  nocli  manche  Probe  erhalten  liaben.' 
Er  ist  es  auch,  der  den  Berliner  Demosthenesscholien  den  Stempel 
aufdriickt.  Zitiert  wird  er  hier  freilich  nur  einmal  beilaufig  G,  51  gn 
Tcoi  TTepi  'ApicTOTeAOYc  b,  aber  dafi  die  ganze  Hermiasepisode,  die  mit 
unziemlicher  Ausfiihrliclikeit  zur  zehnten  Rede  (0ia.  A)  breitgetreten 
wird,  liauptsaclilicli  mit  dem  Material  des  Kallimaclieers  aufgebaut 
und  in  dessen  Fraubasenton  pro  und  kontra  erortert  ist,  haben  wir 
zu  6,  22  kurz  angedeutet.  Hermippos  scheint  sich  mit  Hermias  niclit 
bloB  bei  Gelegenheit  des  Aristoteles,  wie  dieses  Zitat  lehrt,  sondern 
auch  noch  ausfuhrlicher  in  dem  Buehe  TTepi  twn  aho  <t>iAoco*iAc  eic 
typannIaac  kai  aynactgiac  MeeecTHKOTcoN"  geaufiert  zu  haben.  Denn  aufier 
von  Hermias  gab  es  dergleichen  Lebenslaufe  doch  nicht  allzu  viele  zu 
berichten.  Die  Hauptquelle  fiir  Didymos  muB  also  der  Bioc  AHMOceeNOYC 
des  Hermipijos  gewesen  sein,  der  auch  den  Grundstock  fiir  Plutarchs 
Biographie  abgegeben  hat.  Nach  der  Analogic  seiner  Aristoteles-  und 
Tlieophrastviten  darf  man  schlieBen,  dafi  er  auch  die  Reden  in  den 
Kreis  seiner  Untersuchung  und  Darstellung  gezogen  hat,  was  ja  fur 
den  Kallimacheer  nahe  lag  und  durch  die  Vorarbeiten  zum  Pinax 
eigentlich  gegeben  war.  Daher  konnte  Didymos  alles,  was  er  iiber 
Zeit  und  Echtheit  der  einzelnen  Reden  zu  bemerken  hatte,  hier  bereits 
weitlaufig  erortert  und  mit  der  erlesensten  Literatur  der  alexandrini- 
schen  Bibliothek  belegt  vorfmden.  Dieser  Quellenzusammenhang  findet 
seine  voile  Bestatigung  durch  Dionys  von  HalikarnaB,  der,  wie  oben 
S.  XXXV  gezeigt,  in  dem  Briefe  an  Ammaios  derselben  Methode  der 


'  Hypotli.  z.  Isocr.  5  erPAYe  ag  6  1.  ton  aoton  repcoN  c3n  mikpon  np6  thc  gaytoy 
kai  ^lAinnoY  xeAeYTHC,  uc  <t>HCiN  6  '"'Cpwinnoc.  Auch  hier  grabt  er  verschollene  Pam- 
phlete  aus  Hyp.  zu  or.  2  "Epm.  ac  <t>HciN  eu  t&\  Hep]  toy  Icokpatoyc  nAPAXieeweNoc 

GyaNAPON  TINA  KATA  TUN  C0*ICT(2)N  eiPHKOTA,  UC  OTI  AABtON  eiKOCl  TAAANTA  HAPA  TOY 
NlKOKAGOYC    AYTOC    6    ICOKPATHC    eneMYGN    AYTUI    TON    AOfON    TOYTON    TeAeYTHCANTOC  TOY 

GYAr6poY.  Vgl.  zu  or.  9  AeroYci  Ae  TiNec,  oti  kai  tpiakonta  taaanta  Ynep  toytoy 
^A^iATO.    Mehr  aus  ilun  bei  Ps.  Phit.  vit.  X  or.  j).  8;?0  A  ff. 

*  So  Phih)dem.  Ind.  acad.  XI  4  nach  Biichelers  Erganzung,  die  in  der  neuen 
Ausgabe  nicht  hatte  durch  APicreiAC  (was  ist  das?)  statt  typanniaac  ersetzt  werden 
sollen.    Vgh  Didyin.  coh  5,  57  von  Hermias  thn  typanniaa  MeTecTHceN  eic  nPAioTePAN 

AYNACTeiAN. 


EINLEITUNG 


XXXIX 


chronologischen  Untersuchung  folgt  und  dabei  diesellben  Philochoros- 
stellen  ausschreibt,  die  sich  bei  Didymos  finden.  Dionys  nun  tut 
sich  auf  die  Selbstandigkeit  seiner  Forschungen,  wo  es  einmal  dazu 
kommt,  viel  zugute.  So  in  seiner  Untersuchung  iiber  Deinarchos, 
dessen  Leben  er  in  den  alexandrinischen  wie  pergamenischen  Kata- 
logen,  ja  selbst  bei  Demetrios  Magues,  der  ihn  eigentlich  entdeckt 
hat\  ungeniigend  beschrieben  fand.  Die  zwei  Quellen,  die  er  dazu 
nach  Hermippischem  Muster  —  auch  auiSerlich  ist  offenbar  das  pina- 
kographische  Vorbild  nachgeahmt  —  lieranzieht,  ist  eine  Rede  des 
Deinarchos  selbst  und  Philochoros,  den  er  also  hier  wirklich  aufge- 
schlagen  haben  mufi.  Eine  solclie  Anstrengung  brauchte  er  sich  bei 
Demosthenes  nicht  zuzumuten.  Denn  er  sagt  ganz  ehrlich  zum  Beginn 
seiner  Schrift  an  Ammaios:  Ich  muGi  meiner  Untersuchung  iiber  die 
angebliche  Abhangigkeit  des  Demosthenes  von  Aristoteles  » notgedrungen 
zuerst  alles  das  vorausschicken ,  was  ich  aus  den  zum  Gemeingut  ge- 
wordenen  historischen  Forschungen  entlehnte,  die  uns  die  Biographen 
der  beiden  Manner  zusammengestellt  und  iiberliefert  haben «~.  Es  ist 
fiir  unseren  Zweck  ohne  Bedeutung,  zu  ermitteln,  welche  anderen 
Quellen  Dionys  fiir  diese  Biographien  zu  Rate  gezogen  oder  schon 
kombiniert  bei  einem  Vorganger  vorgefunden  hat.^  Es  geniigt,  in  den 
alexandrinischen  Bioi  und  ihrem  Haupte,  dem  Kallimacheer  Hermippos, 
den  eigentlichen  Wurzelstock  der  vielverzweigten  peripatetischen  Ge- 

^  Vgl.  Diogenes  Vita  des  Xenoj)hon. 

^  3  S.  260,  1  Us.  ANAfKH  a"  TCCOC  nPUTON  OCA  UAPeAABON  eK  TCON  K  0 1 N  CO  N  ICTO- 
PIUN,    AC    KATCAinON    HMIN    01    TO^C    BIOYC    TQN   ANAPUN   CYNTAIAMCNOI,  nPOCineiN. 

Unsre  Ubersetzung  diirfte  zeigen,  daC  die  Stelle  gesund  ist  und  dei'  Anderungen 
A  TC  statt  AC  (H.  Weil)  oder  uc  statt  oca  und  a  statt  ac  (H.  Usener)  entraten  darf. 
Die  Wichtigkeit  dieses  Zeugnisses  fiir  die  Quellen  des  Dionys  hat  auch  Bethe  a.  a.  O. 
erkannt.    Auf  Hermippos  speziell  fiihrt  Dionys.  de  Isaeo  1.  93,  7  Us.  rcNeceuc  Ae  kai 

TCAeYTHC  TOY  PHTOPOC  [Isaios]  AKPIBH  Xp6nON  CincTN  OYK  6X0)  OYAG  nCPI  TOY  BlOY  TOY 
ANAPOC  oToC  TIC  HN  ,  OYAC  ncpi  THC  nPOAIPCCCCOC  TUN  nOAITCYMATUN ,  OYAC  APXHN ,  61  HPO- 
6IAeT6  TINA  nOAITefAN;  OYa'  OACOC  nePl  TOIOYTUN  OYA6n6c  AIA  to  MH  n6PITYrXAN6IN  ICIO- 
PIAI.  OYAe  TAP  6  TOYC  ICOKPATOYC  MASHTAC  ANATPAYAC  "ePMinnOC  AKPIBHC 
CN  Tofc  AAAOIC  ^eu6l^£UQC  YHeP  T0YA6  TOY  PHTOPOC  OYACN  cfPHKeN  61(0  AYOIN  TO^TCON 
OTI  KTA. 

^  Dariiber  s.  Rhein.  Mus.  31,43.  F.  Jacoby  Apollodors  Chron.  S.  228  ff.  Apollo- 
dor  kommt  bei  Demosthenes  nur  sekundar  in  Betracht.  Denn  die  ausfiihrliche  Dar- 
legung  seiner  rednerischen  Entwicklung  und  die  Philochoroszitate  kann  Dionys  nicht 
aus  der  Chronik  haben ,  die  allerdings  an  einigen  Stellen  ganz  richtige  Ansiitze  des 
Hermippos  (Geburt  des  Demosthenes)  verdrangt  hat. 


XL 


EINLEITUNG 


lehrsamkeit  blofigelegt  zu  haben.  Sein  grofies  Werk  ist  bis  in  die 
romische  Kaiserzeit  hinein  gelesen  und  exzerpiert  worden  und  stand 
gewifi  auch  auf  dem  Biicherbord  des  Didymos. 

Jetzt  wird  auch  dessen  wunderliche  Notiz  uber  Anaximenes,  den 
Verfasser  der  elften  Philippica,  verstandlich.  Was  dariiber  in  unseren 
Scholien  mitgeteilt  wird,  ist  lediglich  Hermippos.  Denn  auch  die  Zu- 
weisung  der  Anklagerede  des  Euthias  gegen  Phryne,  als  deren  Ver- 
teidiger  Hypereides  auftrat,  an  Anaximenes  beruht  auf  der  Forschung 
des  Hermippos  \  der  seinerseits  den  Athener  Diodoros,  den  Periegeten, 
der  vielleicht  Anaximenes  noch  kannte,  heranzieht.' 

TJbrigens  zeigen  unsere  Scholien,  dal3  auch  diese  scheinbar  so 
bequem  zugangliche  Grelehrsamkeit  des  Hermippos  keineswegs  immer 
direkt  benutzt  ward.  Dazu  war  das  Werk  viel  zu  bandereich.  Viel- 
mehr  kommen  hier^  sei  es  regelmafiig  oder  stellenweise ,  bequemere 
Vermittler  in  Betracht:  Demostheneskommentare.  Solche  Kommentare 
scheint  es  schon  im  dritten  Jahrhundert  gegeben  zu  haben,  wenn  die 
AAecnoTA  YnoMNHMATA,  die  Hermippos  fiii'  seinen  Bloc  AHMoceeNovc  aus- 
beutete^,  von  uns  richtig  als  Demosthenesscholien  gefafit  werden.  Die 
Geschichte  der  Philologie  tappt  leider,  soweit  es  die  Uberlieferung  der 

^  Harpocr.  GveiAC:  ...  ton  weNToi  A6roN  aytcoi  ton  kata  4>pynhc  Anaiimcnhn 
nenoiHKGNAi  ohcin  '^ePMinnoc. 

^  Athen.  XlII  591  E.  Durch  Hermippos  ist  Diodoros  wahrscheinlich  in  die  Bio- 
graphien  Plutarchs  (wodurch  sich  die  Frage  von  Wilamowitz  Arist.  und  Atli.  I  263 ' 
beantwortet)  und  durch  Didynios  zu  liarpokration  (vgl.  z.  B.  TTAiANieTc)  und  Stephanos 
(vgl.  Tpikopynoon,  TpiNeweTc,  XoAAProc)  gelangt.  Die  von  Wilamowitz  geheilte  Vei- 
derbnis  Ai6a(opoc  eN  tui  TTeei  miahtoy  Schol.  Plat.  Menex.  23.')  E  (1.  TTepi  mnhmatcon) 
erklart  sich  ebenso  leicht  wie  das  Fehlen  von  6  nePiHTHTHC  aus  der  Scholientradition 
(vgl.  Harpocr.;  gegen  E.  Schwarz  Pauly-Wissowa  V  6G2,  41).  Das  Werk  hatte  ver- 
mutlich  den  umfassenden  Titel  TTePi  tun  Attikun  ahmcjn  kai  twn  eN  aytoic  mnhmatcon 
(vgl.  Heliodoros'  Werk  Kail  Herm.  30,  234). 

Die  von  Wilamowitz  a.  a.  O.  beriihrte  Manier,  die  Komodie  fiir  die  Biographik 
auszunutzen,  geht  hauptsachlich  auf  Hermippos  zuriick,  dessen  »Zitatennester«  fiir  die 
Quellenforscliung  zu  beachten  sind.  Auch  in  den  neuen  Scholien  col.  9,616".  findet 
sich  ein  solches  Nest.  Der  hier  benutzte  Timokles  kehrt  auch  in  dem  aus  Heimippos 
geflossenen  Bericht  der  Vitae  X  orat.  p.  84.')  iiber  Demosthenes  wieder,  dessen  Primar- 
quelle  Demctrios  von  Phaleron  aus  Plut.  Dem.  9  kenntlich  ist. 

*  Plut.  Dem.  5  '"'GPMinnoc  Ae  *hcin  AAecn6T0ic  ynoMNHMACiN  eNTYxeiN,  eN  oTc 
er^rPAnTO  ton  AHWoceeNHN  CYNecxoAAKeNAi  TTaatconi  kaI  nAeTcTON  eic  toyc  AoroYC  cocte- 
AHceAi.  Die  krainpfhafte  Sucht,  die  attischen  Redner  mit  Platon  in  Verbindung  zu 
bringen,  die  in  unsern  Redner -Viten  herrscht,  ist  also  hermipjjisch  und  durcli  dessen 
I)eripatetische  Richtung  und  Verbindung  motiviert. 


EINLEITUNG 


XLI 


attischen  Prosa  in  der  alexandrinischen  Zeit  angeht,  noch  in  ziem- 
lichem  Dunkel,  das  hoffentlich  die  agyptischen  Mumienpappdeckel  all- 
mahlich  zerstreuen  werden.^  Nur  so  viel  sehen  wir,  daB  an  einzelnen 
Orten  die  Demostheneslektiire  zur  praktischen  Ausbildung  von  Staats- 
und  Gemeindebeamten  verwandt  wurde.  Die,  wie  es  scheint,  im  zwei- 
ten  Jahrhundert  n.  Chr.  verfertigten  Urkunden  (z.  B.  der  Kranzrede) 
konnen  kaum  zu  anderen  Zwecken  gedient  haben  als  dazu,  den  jungen 
Leuten  neben  den  klassisehen  Mustern  der  Demegorie  auch  die  prak- 
tischen Formulare  fiir  Kanzlei  und  Gerichtshof  zu  liefern.  Denn  auf 
liistorische  Riehtigkeit  oder  auch  nur  Ubereinstimmung  mit  dem  Red- 
ner  selbst  haben  die  Verfasser  gar  keinen  Wert  gelegt,  und  die  Sprache 
dieser  ganz  unrichtig  als  Falschungen  gebrandmarkten  Einlagen  stiinmt 
mit  dem  Urkundenstil  jener  Zeit  liberein.  Vermutlich  ist  ein  solcher 
Unterricht  in  Alexandreia  damals  unmoglich  gewesen,  weil  hier  die 
natiirlichen  Bedingungen  dazu  fehlen.  Trotzdem  ware  es  verkehrt, 
einen  schulmaBigen  Betrieb  der  Demostheneslektiire  fiir  Alexandreia 
iiberhaupt  leugnen  zu  woUen.  Unsere  Nachrichten  iiber  die  Prosa- 
iiberlieferung  sind  so  diirftig  und  zufallig,  daB  man  z.  B.  die  Beschiif- 
tigung  der  alexandrinischen  Gelehrten  mit  Herodot  geleugnet  hat""^, 
obgleich  doch  nicht  nur  gelegentliche  Benutzung  des  Historikers  fiir 
Geographen  wie  Eratosthenes  (Strabo)  und  Philosophen  wie  Poseido- 
nios  (Cicero),  sondern  auch  schulmaBige,  grammatische  Exegese  durch 
alexandrinische  Philologen  wie  Hellanikos,  den  Gegner  des  Aristarchos, 
feststand.^  Jiingst  ist  nun  zu  unserer  Uberraschung  in  einer  Abschrift 
des  dritten  Jahrhunderts  n.  Chr.  ein  Stiick  des  Aristarchischen  Kom- 
mentars  zu  Herodot  in  Eschmunen  gefunden  worden*,  von  dem  man 
in  unserer  tJberlieferung  nicht  die  geringste  Spur  hatte. 

Was  Demosthenes  angeht,  ist  nun  freilich  nicht  anzunehmen,  daB 
Aristarchos  oder  ein  anderer  beriihmter  Philologe  jener  Zeit  in  Vor- 
lesungen  oder  Kommentaren  sich  mit  ihm  beschaftigt  habe.   Aber  um 

'  Auf  YnoMNHMATA  GoYKYAiAOY,  die  Dionys  bereits  vorlagen,  liat  Usener  zu 
Dion,  de  imit.  p.  73  aufmerksam  gemacht. 

^  Kirchhoff  Entstehuny  des  Herodotischen  GeschichtswerJces  S.  9  »dai3  spater  die 
alexandrinische  Philologie  ihm  eine  besondere  Aufmerksamkeit  zugewendet  habe,  da- 
von  findet  sich  keine  Spur«. 

^  Schol.  Soph.  Philoct.  201  'Gaaanikoc  noxe  ANAriNcocKcoN  ta  'Hpoaotoy  iiber  II  171 
eYCTOMA  Keiceco. 

*  Amherst  Pap.  II  3  n.  12.    Subskription  >^pictapxoy  'Hpoa6toy. 


XLII 


EINLEITUNG 


so  eher  werden  kleinere  Lichter  sich  des  dankbaren  Stolfes  bemacli- 
tigt  und  aus  dem  TTInai  des  Kallimachos  iind  den  Bioi  seiner  Schiiler 
das  gelehrte  Material  samt  Zitaten  bescliafft  haben,  mit  dem  Didymos 
und  Dionysios  wirtscliafteten.  Diese  cxoaika  vnoMNHMATA,  die  niemand 
sonderlicli  schatzte  und  jederinann  weidlicli  benutzte  (wie  ehemals  die 
Notae  variorum),  sind  demnach  vermutlich  die  nachste  Quelle  der  In- 
formation fiir  Didymos  wie  Dionysios',  wobei  es  natiirlich  niclit  aus- 
geschlossen  war,  da6  gelegentlicli  andere  Quellen  daneben  benutzt  oder 
die  Originalstellen  der  alten  Historiker  naehgeschlagen  wurden.  Dafi 
dies  Didymos  wenigstens  niclit  immer,  ja  sogar  an  entscheidenden 
Stellen  nicht  getan  hat,  laBt  sich  nach  dem  oben  S.  XXXV  Dargeleg- 
ten  kaum  in  Abrede  stellen. 

Diese  hypomnematischen  Sekundarquellen  sind  es  nun  offenbar, 
die  mit  jmec,  eNioi,  eiciN  oY,  wo  es  notig  ist,  markiert  werden.  Man 
darf  aber  aus  dieser  unbestimmten  Bezeichnung  nicht  etwa  schliel3en, 
es  seien  dies  alles  «AAecnoTA  YnoMNHMATA«  gewesen.  Vielmehr  ergibt  die 
Stelle  11,  10  verglichen  mit  11,14,  daB  er  seine  Vorganger  kennt  und 
zeitlich  ordnet.  Man  darf  daher  annehmen,  dafi  diese  Kommentare 
von  unbedeutenden  Schulmeistern  horriihrten ,  deren  Nennung  einem 
Aristarcheer  nicht  so  wohl  anstand  wie  das  Paradieren  mit  Zitaten  aus 
Kallimachos,  Aristarchos  oder  Aristophanes  oder  gar  mit  den  Raritaten, 
die  Hermippos  aus  der  alexandrinischen  Bibliothek  ausgegraben  hatte. 

Nach  dieser  Aufklarung  uber  die  Arbeitsweise  des  betriebsamen 
Grammatikers  wird,  vermuten  wir,  der  Ruhm  des  eisernen  Philologen, 
selbst  wenn  er  sich  nur  auf  die  Assiduitat  beziehen  soli,  etwas  weniger 
begriindet  erscheinen,  als  es  manchen  seiner  Verehrer  bisher  erscheinen 
mochte.  Wir  miissen  ihn  vielmehr  als  letzten  und  umfassendsten  in 
der  Liste  der  alexandrinischen  Hypomnematisten  betrachten,  etwa  wie 
die  Briider  Dindorf,  deren  kritisches  Vermogen  allerdings  holier  steht, 
mit  ihren  kompilierten  Ausgaben  die  Reihe  der  alten  Notae  variorum- 
Sammler  fortsetzen  und  abschliefien.  Audi  auf  dem  Gebiete  der  Lexiko- 
graphie  entspricht  die  Parallele.  Didymos  schafl'te  seiner  und  der  nach- 
folgenden  Zeit  vorziigliche  Hilfsmittel  der  Dichterinterpretation ,  indem 

'  Vgl.  de  Demosth.  46  p.  231,19  Us.-R.  noAY  tap  an  h  cyntaiic  to  mhkoc  aaboi 
(wenn  ich  B(!ispiele  fiir  die  vei'sciiiedenen  Stile  der  Deinostlienesreden  vorbringen  wollte) 
kai  Aeoc,  MH  noTe  eic  toyc  cxoaiko'v'c  gkbhi  xapakthpac  gk  tun  YnoMNHMATiCMcoN.  Usener 
zu  de  irait.  p.  99. 


EINLEITUNG 


XLIII 


er  die  Erudition  des  dritten  Jahrhunderts  aufarbeitete  und  beqiiem  zu- 
ganglich  machte.  Ahnliclien  Dienst  leisteten  die  Leipziger  aiaymoi  ihrer 
Zeit  durch  Neubearbeitung  des  monumentalen  Werkes  von  Henri  Etienne. 
Der  groBe  Unterschied  ist  nur  der,  da6  die  modern  en  Kompilatoren  in 
ihrer  Zeit,  der  Zeit  Moinmsens,  in  der  Regel  nur  als  Handwerker  oder 
Industrielle  eingeschatzt  wurden  und  bald  vergessen  sein  diirften,  wah- 
rend  Didymos  in  einer  Zeit  schrieb,  wo  die  Originalitat  auch  in  der 
Wissenscliaft  nicht  mehr  als  erstrebenswert  gait  und  darum  die  Viel- 
schreiberei  schon  als  Gelehrsamkeit  gepriesen  wurde.  So  drang  sein 
Ruhm  auch  zu  solchen,  die  ihn  nie  gelesen,  und  einer  dieser  (Rufinus) 
hat  ihn  ganz  treffend  gelobt,  quod  tantos  libros  composuit^  quanios  quivis 
nostrum  alienos  sua  manu  describere  non  potest. 

Der  Demosthenestext  des  Didymos. 

Da  der  Text  des  Demosthenes  in  diesem  Exemplare  und,  wie  wir 
annehmen ,  auch  in  dem  Original  des  Didymos  nicht  mitabgeschrieben, 
sondern  nur  die  betrelfenden  Lemmata  gn  eKeecei^  beigesetzt  wurden, 
scheint  die  Gewahr  der  Reinerhaltung  des  Demosthenischen  Textes  we- 
nigstens  fiir  die  etwa  hundert  Jahre  von  der  Abfassung  bis  zur  Ab- 
schrift  von  vornherein  gegeben.  Wo  namlich  Text  und  Scholien  auf 
demselben  Blatte  zusammenstehen,  findet  leiclit  eine  gegenseitige  In- 
filtration statt,  welche  die  Lemmata  solcher  Scholien  fur  texthistorische 
Zwecke  oft  geradezu  unbrauchbar  macht.  Wir  diirfen  also  die  vor- 
liegende  Textiiberlieferung  als  einen  im  ganzen  zuverlassigen  Abdruck 
der  Didymos  selbst  vorliegenden  Ausgabe  oder  wenigstens,  falls  er  sich 
um  eine  Recensio  bemiiht  hat  (was  jedenfalls  in  unsercn  Scholien  keinen 
Niederschlag  gefunden  hat),  als  das  Ergebnis  seiner  Handschriftenver- 
gleichung  betrachten.   Bei  der  loblichen  Ausfiihrlichkeit  der  Lemmata 

^  Siehe  oben  S.  XI  12.  Die  Ansriickung  (eKeecic)  der  Zeilen  dieiit  in  diesein 
Papyrus  zur  Auszeichnung  der  Zitate,  wofiir  andere  Handsclirit'ten  Halcen  am  Rande 
verwandten.  Der  Name  eKsecic  ist  von  der  Arcliitektur  liergenommen.  Vfyrsprung 
einer  Festungsmauer  heiBt  es  bei  Philo  mech.  V  p.  82,  3  und  in  einer  ephes.  Inschrift. 
Siehe  Benndorf  Osterr.  Jahresh.  II.  Beibl.  27,34;  III.  Beibl.  222.  Wilainowitz  Herm. 
30,188;  34,211.  Kunstausdruck  der  Kolometrie  ist  es  bekanntlich  bei  Heliodor.  Fiir 
Lemma  verwendet  das  Wort  Simpl.  de  caelo  336,  29  6  weNTOi  'Aa^ianapoc  kaitoi  gn 
THi  THC  Aeiecoc  eKeecei  tpayac  »6mo((oc  ...  on  Ae«,  sn  thi  eiHTHcei  coc  oytcoc  exo>- 

CAN   THN   rPAOHt^   eiHTeiTAI    OMOlUC  KTA. 


XLIV 


EINLEITUNG 


ist  der  Umfang  des  zur  Vergleichung  stehenden  Textes  ziemlich  be- 
trachtlich,  imd  bei  dem  heftigen  Streit,  der  um  den  Wert  und  die  Filia- 
tion der  Handschriften  gefiihrt  wird,  scheint  es  eine  groBe  Sache,  den 
Codex  Didymi  jetzt  in  die  Wagscliale  der  Kritik  werfen  zu  konnen. 
Freilich  die  Hoffnung,  die  vielleiclit  einige  unserer  modernen  Editoren 
liegen,  in  diesem  vor  dem  eigentliclien  Schulbetrieb  festgestellten  Texte 
eines  alexandrinisehen  Pliilologen  nunmehr  einen  wesentlich  abweichen- 
den  vmd  von  Interpolationen  gesauberten  Text  vorzufinden  und  statt 
jener  ahmuahc  eKAOcic,  die  man  leider  bei  Dionysios  vorgefunden,  nun 
hier  den  Vertreter  der  apxaia  zu  horen,  erfiillt  sich  nicht  ganz.  Nur 
selten  und  geringfiigig  sind  die  Berichtigungen  unserer  bandschriftlich 
iibereinstimmenden  Uberlieferung.  So  kommen  vielleicht  als  beacbtens- 
werte  neue  Lesarten  in  Betracbt: 

9,  BS    (X  70)    KAITOI    AOIACOPiAC    XCOPIC    et   TIC  ePOITO 

13,  ;}3  (XIII  7)  nepieiPTAiecee 

13. 37  (ebenda)  ovAe  KArecKevAcee 

Dagegen  offenbar  falscb  (wahrsclieinlich  nur  durcli  Versehen  des 
Abschreibers  der  Scholien): 

6,72  (X  34)  eN  taTc  evpAic  (riehtig  eni  t.  e.  7,4) 
8,37  (X  35)  nAp' AYTOY  statt  hapa  toy 
9, 39  (X  70)  riNtbcKeic  statt  rmtbcKWN 
11,64  (XI 11)  KATOPeiici  statt  KATOPecbccoci 

13.38  (XIII 7)  ymTn  statt  ymwn 
14,51  (XIII 32)  AieiieNAi  statt  esieNAi 

Wichtiger  als  dieses  kleine  Plus  und  Minus  ist  die  Tatsache, 
dafi  der  Text  des  Didymos  im  wesentlicben  so  beseliaffen  ist,  wie  ilm 
vorsichtige  Kritiker  aus  unseren  Handschriften  hergestellt  liaben  oder 
herstellen  sollten.  Das  Verhaltnis  des  Didymos  zu  den  einzelnen  Hand- 
schriften und  Handschriftengruppen  stellt  sich  namlich  etwa  so  her- 
aus,  wie  eine  unbefangene  Recensio  die  Chancen  abwagen  wiirde.  Sein 
Text  stimmt  ungefahr: 

Imal  mit   F   gegen  AX, 
2  .      »    iA     ..  F, 


EINLEITUNG 


XLV 


Ob  freilich  diese  Bestatigung  durcli  Didymos  auch  stets  ohne 
weiteres  die  absolut  riclitige  Lesart  ergibt,  ist  fraglich.  So  haben  z.  B. 
X  44,  wo  Didymos  mit  S  aiabibaiontac  gegen  das  glattere  metabi- 
BAioNTAC  verteidigt,  die  meisten  Ilerausgeber  sich  auf  die  Seite  der 
deteriores  gestellt.  Aber  freilich  diese  Charakteristik  der  X  gegeniiber- 
stehenden  Klassen  ist  nur  sehr  bedingt  richtig,  wie  schon  die  mit- 
geteilteii  Verlialtniszahlen  zeigen,  die  fiir  die  gesamte  Recensio  sich 
im  ganzen  ahnlich  stellen  diirften.  Die  noch  immer  herrschende  Stamm- 
baumtheorie  ist  im  allgemeinen  fiir  textgeschichthche  Forschungen 
ebenso  unbrauchbar  wie  fiir  hnguistische.  Was  bei  wenig  und  spat 
verbreiteten  Schriften  ausnahmsweise  gelingt,  ein  wirkHch  begriindetes 
Stemma  aufzuzeigen,  das  ist  fiir  die  Klassiker  in  der  Regel  immoglich. 
Hier  ist  es  aussichtslos ,  von  der  byzantinischen  Zeit  unserer  alten 
Handschriften  eine  legitime  Ahnenfolge  bis  zu  den  Urexemplaren  der 
alexandrinischen  Bibliotheken  zu  rekonstruieren.  Denn  die  antiken  Ab- 
schriften  stellen  in  der  Regel  Rezensionen  dar,  die  mit  unseren  philo- 
logischen  Ausgaben  wohl  verglichen  werden  konnen.  Sie  wurden  meist 
unter  steter  Kontrolle  anderer  Handschriften  vervielfaltigt  oder  wenig- 
stens  unter  Benutzung  der  oft  auf  dem  Rande  der  Vorlage  eingetra- 
genen  Kollationen^  oder  tralatizischen  Varianten  oder  der  Scholien- 
lesarten  hergestellt.  Selbst  die  Zitate  erreichbarer  Autoren  werden 
nachgeschlagen  und  nach  dem  iiblichen  Texte  verbessert  (oder  auch 
verschlechtert) ,  kurz  alle  die  Operationen  vorgenommen ,  die  auch  heute 
noch  fiir  die  Editionstechnik  iiblich  sind.  Am  deutlichsten  ist  das 
zu  erweisen  an  der  reichsten,  durch  fast  alle  Jahrhunderte  gehenden 
Tradition  der  Aristotelischen  Hauptschriften  ",  aber  auch  fiir  Demosthenes 
fehlt  es  nicht  ganz  an  Material.  Tragt  doch  sogar  eine  Handschrift  F, 
die  schon  im  Aufieren  manclie  Ziige  antiker  Tradition  allein  bewahrt 
hat,  an  einer  Stelle  den  Vermerk  AicopeooTAi  Xno  ayo  "Attikiancon  ,  was 
auf  eine  ungewohnliche  Sorgfalt  des  alten  Abschreibers  hindeutet. 
Aber  gerade  dieser  lobliche  Eifer  hat  geschadet,  da  sclbst  die  Ab- 
kommen  vortreft'liclister  Ahnen  durch  die  blinde  Kollationswut  der 
spateren  Abschreiber  stark  geschadigt  und  der  adligste  Stamm  mit 

^  So  finden  wir  Didym.  col.  13,36  eine  leider  liickenhafte  Stelle,  wo  nach  dem 
Spatium  eooAev-coYCAN  gestanden  haben  muB,  was  nur  als  rp  in  Y,  nicht  in  iAF 
erhalten  ist. 

2  Siehe  Diels  Zur  TextyescJdchte  der  Arist.  Phys.,  Berl.  Abh.  1882. 


XLVI 


EINLEITUNG 


einer  fatalen  Beimiscliung  von  proletarischem  Blute  verdorben  worden 
ist.  Die  Verschiedenheit  der  Handschriften  und  Handschriftenklassen 
riihrt  dalier  in  der  Regel  niclit  von  verschiedenem  Ursprung,  sondern 
von  verscliiedener  Auswahl  mannigfacher  Varianteniiberlieferung  her, 
d.  li.  von  der  grofieren  oder  geringeren  Urteilsffihigkeit  und  Kenntnis 
der  mafigebenden  antiken  Abschreiber  oder  Korrektoren.  Der  Kodex  i 
leidet  genau  an  denselben  Fehlern  wie  die  andern  Handschriften, 
nur  niclit  ganz  in  demselben  Mafie.  Der  Archetypus  dieser  unserer 
Handschriften  liegt  wahrsclieinlich  diesseits  der  alexandrinischen  Zeit\ 
aber  das  schlieBt  nicht  aus,  da6  ein  reicher  Strom  voralexandrinischer 
Textvarianten,  guter  und  schlechter,  durch  die  Scholien-  und  Gram- 
matikeriiberlieferung,  daneben  auch  durch  unabhangig  von  dem  Arche- 
typus iiberlieferte  Ausgaben,  namentlich  Einzelausgaben  der  beriihm- 
testen  Reden,  in  diesen  urspriinglich  einheitlichen  Text  des  Corpus 
Demosthenicum  eingedrungen  ist.'  Insofern  ist  die  Frage  nach  der 
Atticusausgabe  praktisch  belanglos.  Denn  wenn  auch  richtig  sein 
sollte,  daS)  T.  Pomponius  Atticus  der  Veranstalter  dieser  idealen  Aus- 
gabe  ware,  und  wenn  es  ferner  richtig  ware,  den  Kodex  2  als 
Deszendent  dieses  erlauchten  Ahnen  zu  betrachten,  so  ware  bei  dem 
geschilderten  Entwicklungsgang  der  Uberheferung  dennoch  der  Adel 
notwendigerweise  verdorben  und  unkenntlich  geworden  und  anderer- 
seits  durcli  Uberimpfung  aus  dieser  adeligen  Familie  in  die  gemeinen 


'  Lipsius  Ber.  d.  s.  Ges.  ph.  h.  45  (1893),  19. 

*  Evident  wird  dies  auch  durch  die  der  urspriinglichen  Auswahl  in  ein/.ehieii 
Klassen  hinzugefiigten  >Sonderstiicke  und  Urkunden.  Welche  Keimelien  sicli  nocli  in 
spatere  Zeit  gerettet  liaben,  zeigt  die  beilaufige  Benierkung  des  Hermogenes  de  id.  11  3 
(II  353,  25  Speng.),  der  einen  lieute  in  der  Kranzrede  fehlenden  Satz  notiert,  ver- 
mutlich  aus  der  Invektive  gegen  Aischines'  Mutter,  die  in  der  erhaltenen  kontami- 
nierten  Fassimg  zweimal  iiberliefert  ist  (129.  130  =  258  —  260).  Dieses  vollstaridigei'e 
Exemplar  unifi  in  der  alexandrinischen  Zeit  noch  vorhanden  gewesen  sein.  Deiin 
Tzetz.  Chil.  6,  der  unabhangig  von  Hermogenes  dieselbe  Tradition,  aber  reiner  und 
vollstandiger,  bringt  (wohl  aus  einem  attizistischen  Lexikon  oder  aus  Deniosthenes- 
scholien),  geht  auf  eine  verlorene  Schrift  des  Dionys  v.  Halic.  iiber  Demosthenes 
zuriick  (Dion.  ed.  Us.-Rad.  S.  294,  10;  Wilamowitz  Herm.S4,  627),  die  auBer  der 
antiken  Fassung  der  Kranzrede  auch  eine  in  unserer  Tradition  getilgte  Obsconitat 
der  Neaerarede  kennt.  Tzetzes  steht  mit  Ano  tpicon  oncoN  eprAieceM  der  attischen 
Fassung  (vgl.  d.  Fragm.  d.  Lys.  daselbst  und  Moeris  205 ,  28)  naher  als  Hermogenes, 
der  Ano  tpiun  TPYnHMATUN  hat,  was  Procop.  h.  arc.  9  j).  61,  17  Dind.  als  saftige  Stil- 
bliite  ziii-  Charakteristik  der  Tlieodora  verwendet. 


EINLEITUNG 


XLVII 


Exemplare  die  plebejische  Natur  der  vulgaren  Klassen  verbessert  und 
ebeufalls  verwischt  worden/ 

Das  Exemplar  des  Didymos  gehort  also  im  ganzen  zur  guten  XJber- 
lieferung  und  unterscheidet  sich  demnach  vorteilhaft  von  dem  vulgaren 
Handexemplar  des  Dionysios.  Das  kommt  aber  vermutlich  daher,  dafi 
der  Aristareheer  ein  wenig  besser  als  der  Rhetor  die  Gtite  der  im  Buch- 
handel  umlaufenden  Exemplare  abzuschatzen  wufite.  Er  hatte  ja  sicher 
eine  Reihe  von  alteren  YnoMNHWAXA  zur  Hand,  deren  Lesarten  ihm  einen 
Priifstein  fiir  die  modernen  Exemplare  abgeben  konnten.  Er  hatte  ver- 
mutlich auch  noch  gute  altere  Demosthenesexemplare  der  Serapeion- 
bibliothek  in  Alexandreia  einzusehen  Gelegenheit  genommen  oder  sich 
daraus  selbst  Abschriften  besorgt.  Vielleicht  hatte  er  auch  an  wieh- 
tigen  Stellen  der  Scholien  seine  am  Homer  erprobte  Recensio  zur  An- 
wendung  gebracht,  was  dann  freilich  unsere  Abschrift  grundsatzlich 
beiseite  gelassen  haben  miiCte.  Denn  bei  Harpokration  und  den  Ulpian- 
scholien  kommen  einigemal  Erwahnungen  der  "Attikiana,  der  ahmcjahc, 
der  APXAiA  eKAOcic  vor,  was  auf  die  Technik  der  Aristarchisehen  Schule 
hinweisen  konnte.  Aber  es  fehlt  uns  an  geniigendem  Anhalt,  diese  An- 
gaben  gerade  auf  Didymos  zuriickzufiihren.  Auch  sind  diese  Varianten 
meist  nicht  so  ergiebig,  als  man  erwarten  sollte.  Selbst  der  beriihmte 
Streit  der  apxaia  und  ahmuahc  um  Mid.  133  lost  sich  bei  scharferem 
Zusehen  in  Gelachter  auf."'  Die  Wahrheit  ist.  dafi  beider  Lesarten  nichts 
taugen,  obgleich  unsere  Handschriften  und  sonstigen  antiken  Zeugen  zu 
ihnen  stimmen.  X  (und  vermutlich  die  apxaia)  las  namlich  dort  en' 
ACTPABHc  a'  oxoYMeNoc  APTYPAc  THc  Gi  Gyboiac,  in  Y  crschcint  die  Variante 
e.  A.  a'.  6.  ■'AproYPAc  thc  ei  Gyboiac,  endlich  in  AF  und  der  ahmcoahc:  e. 
A.  a'.  6.  ei  AproYPAc  thc  Gyboiac.  Das  Echte  ist,  wenn  wir  uns  nicht  ganz 
tauschen,  en'  actpabhc  a'  oxoymcnoc  aptypac.   Alles  andere  ist  Interpola- 

1  Fiir  die  schlieloliche  Textgestaltung  ist  es  gleichgiiltig,  o'b  gute  Texte,  s;igen 
wir  "  Atticiisansgaberi" ,  aus  aridei  en  Rezeiisionen  oberlliiclilich  durchkorrigiert  oder 
ob  vulgiire  Sammlungen  vermittels  einfacher  oder  gar  doppelter  Vergleichung  (And  av-o 
Attikiancon)  besserer  Aiisgaben  auf  eine  hohere  Form  gebracht  vvorden  sind.  Jeden- 
falls  ist  es  inerkwiirdig,  daB  der  beste  Text  nicht  aucli  die  beste  und  ursprunglichste 
Anordnung  der  Reden  aufweist. 

^  Auch  abgesehen  von  diesen  alten  Varianten  hat  sich  zur  Midiana  sowolil  in 
den  Handschriften  wie  in  den  Scholien  eine  auf  die  Diflferenz  altei',  bis  in  Demosthenes' 
Zeit  hinaufreichender  P]xemplare  beziigliclie  Notation  erhalten ,  die  richtig  behandelt 
fiir  die  hohere  Kritik  und  die  Eutstehung  der  Demosthenischen  Buchexemplare  sich  funda- 
uiental  erweisen  diirfte. 


XLVIII 


EINLEITUNG 


tion  in  verschiedenen  Stadien  der  Entwickeluiig.  Ein  Schreiber  hatte 
zur  Unzeit  bci  dem  Worte  aptypac  noch  das  oben  vorgekommene  und 
ilim  natiirlich  als  Eigenname  aufgefallene  ^Aptoypa  im  Sinne.  Es  stand 
wClil  am  Rande  erklartTVprovpAN :  thc  GyboIac'  Sei  es  nun,  da6  er  blofi 
irrtumlicli  dies  in  den  §  133  hineinbrachte  oder  da6  er  die  Randnotiz 
als  mria  lectio  auffafite  und  mit  dem  alinlichen  Worte  aptypac  in  eine 
falsche  Verbindung  brachte,  allmahlich  entstand  in  noch  sichtbaren  Ab- 
satzen  der  jetzige  Text,  der  einen  Prachtwagen  von  Euboa  kommen 
lafit,  um  ihn  im  Kriege  sofort  wiederum  nach  Euboa  zu  transportieren. 
Solche  an  Kalauer  streifende  Witze  pflegt  Demosthenes  nicht  zu  maehen. 
"Die  Gotter  haben  ihm  alles  gegeben«,  sagt  Dionys'  mit  Recht,  »nur 
keinen  Witz.« 

Es  ist  jedem  Kenner  der  Uberlieferung  bekannt,  daJ3  der  Text 
des  Platon  und  Demosthenes  (wie  an  dieser  Stelle)  bereits  in  alter  Zeit 
hauptsachlich  dureli  Worte  zusetzende  oder  Worte  vertauschende  Inter- 
polationen  gelitten  hat.  Aus  diesem  Gesichtspunkt  ist  eine  neue  Les- 
art  der  Didymosscholien  9,  42  wiehtig,  die  nur  leider  an  einer  liicken- 
haft  erhaltenen  Stelle  steht.  Unsere  Handschriften  lesen  einstimmig  in 
der  Rede  X,  70  ton  mgn  twn  iaiutun  bion  AC<t>AAH  kai  AnpArMONA  kai  akin- 

AYNON     ONTA,    TON     AG    TtON    nOAITeYOMeNUN    *IAAITION     KAI    C^AAGPON     KAI  KAO' 

GKACTHN  HMGPAN  ATWNUN  KAI  KAKcoN  MecTON.  Der  Verfasser  dieser  IV.  Phi- 
lipp.  Rede  beabsichtigt  offenbar  eine  dreifache  Antithese  der  Epitheta  : 
dem  Ac<t>AAH  des  ersten  Gliedes  soil  das  c^aagpon  des  zweiten,  dem  akin- 
AYNON  des  ersten  das  atcjoncon  kai  kakun  mgcton  des  Schlusses  entspreehen. 
Aber  die  mittleren  Epitheta  AnpArwoNA  und  (Maaition  stimmen  schlecht 
und  dies  Wort  selbst  ist  in  einem  sonst  nicht  ublichen  Sinne  verwendet. 
tJberall  hat  es  aktive  Bedeutung,  bei  Aischylos,  Isokrates,  Xenoplion 
und  Platon  bis  zu  den  Spateren  herab.  Audi  Demosthenes  selbst  kennt 
es  nur  so  de  cor.  242  honhpon  6  cykoojanthc  kai  nANTAxoeeN  backanon 
kai  0IAAITION.  Die  Lexika  erklaren  es  also  riclitig  mit  weMYiMoiPoc.  Hier 
dagegen  mufi  es  passiv  verstanden  werden,  wie  der  sogenannte  Ulpian 

'  Vgl.  Harpocr.  ^AproYPA. 

'•^  Demosth.  54  S.  '247,  18.  Die  Stelle  ist  in  der  Vorlage  offenbar  durcli  zahl- 
reiche  Liicken  entstellt  gewesen.  Der  Sinn  ist  klar.  Man  ergiinze:  nAeiCTON  tap  aythc 
[nainlich  thc  xapitoc]  MCTexei  m^poc  (6  ACTeicM6c-  aaa')  »oy  tap  ncoc  ama  hanta  eeoi 

a6cAN  ANePCOnOICIN.',  COC  kai  TO'Vc  ACTeiCWO't'C  (oYK  an  EYPOIC  TaTc  AAAAIC  APeTAIC  cynyhap- 
XONTAC  )  AMA  EN  Tolc  AHMOCeeNOYC  A6rOIC  •  OYACN  TAP,  UN  eTePOIC  TICIN  EACOKEN  ArAGUN 
0   AAIMCJN   eKCINO)    (^HAHN   TOYTCON  ,    e^edNHCEN  ! 


EINLEITUNG 


XLIX 


richtig  anmerkt:  "'Icokpathc  (Demon.  31)  eni  toy  <t>iAOYNToc  aaaoyc  aitia- 

CGAl'    NYN    Ae   TOY   eiCOeOTOC   AITIAC   KAI    KATHTOPIAC  YnOMeNeiN    HAPA  TWN  AAACON. 

Wenn  man  nun  auch  mit  Weil  <t>iAAfTioN  in  schillerndem  Doppelsinne 
als  AITIAC  KAI  enAroNTA  kai  YnoMeNONTA  verstehen  wollte,  so  wiirde  ja  das 
zweite  Epitheton  des  zweiten  Gliedes  fast  genau  mit  dem  dritten  ArcoNUN 
KAI  KAKUN  MecTON  zusammenfallen.  Es  ist  daher  hochst  wahrscheinlich 
die  Lesart  der  Didymosscholien  ep[ru)AH]  richtig.  Hierdurch  gewinnen 
wlr  den  scharfen  Gegensatz  zu  AnpArwoNA,  der  bei  dem  streng  durch- 
gefiihrten  Antithesenschema  des  Verfassers  stilistisch  notwendig  ist. 
Denn  die  Vorliebe  fiir  Isokratische  Symmetric  gehort  zu  den  charakte- 
ristischen  Stileigentumlichkeiten  der  Rede,  die  nur  ein  echter  Isokrateer, 
nicht  Demosthenes  geschrieben  haben  kann.  Insofern  gewinnt  die  neue 
Lesart  bei  dem  nun  durch  diesen  Papyrus  bekannt  gewordenen  An- 
spruch  des  Anaximenes  auf  diese  cymboyah  (s.  o.)  cine  iiber  die  Be- 
deutung  der  einzelnen  Stelle  hinausgehende  Wichtigkeit.  epruAHc  ist 
Demosthenes  wie  iiberhaupt  der  klassischen  Atthis  fremd.  Aristoteles^ 
und  Theophrast,  sowie  der  mit  ihm  frcundschaftlich  verbundene  Me- 
nander  lieben  das  ionische  Wort,  das  auch  dem  Lampsakener  Anaxi- 
menes wohl  anstehen  wiirde.  In  der  Tat  lesen  wir  das  Wort  zweimal 
in  der  Rhetorik  ad  Alexandrum\  deren  Beziehung  zu  Anaximenes  be- 
kannt ist. 

Am  wichtigsten  und  iiberraschendsten  ist  die  Variante,  die  Didy- 
mos  zum  Briefe  Philipps  XII.  mitteilt,  der  in  seiner  Ausgabe  so  wenig 
seinen  Platz  gehabt  zu  haben  scheint  wie  in  unsern  Handschriften, 
mit  Ausnahme  von  FY  12.  Er  zitiert,  um  die  Zeit  der  Antwort  des 
Demosthenes  TTpoc  ti^n  enicTOAi^N  thn  OiAinnoY  (XI)  zu  ermitteln,  den 
SchluB  des  Ultimatums,  den  wir  neben  die  uns  erhalteneFassung  stellen: 


Didymos  10,  24 

nPOYnAPX6NT(0N  OYN  YMCON  KAI  AIA  THN  eMHN 
GYAABeiAN  MAAAON  eniTieeMENCON  Ka)  AIATG- 
AO^fNTCON  MAAICTA  .  .  .  AC  .  .  nPArMATeYOMeNWN 

KAI  TWN  [eA6NTC0Ni*]  me  no[AeMco]N  np6TeP0N 

Y[nAPx6NTC0N   Aei(?)   YMAC   erd}]  MeTA  TOY  Al- 

KAIOY  am[ynoymai  hachi  mhxanhi(:')]  antihapa- 

TATT6MeN0C. 


Philiijps  Brief  (XII)  23 
a)c  Ae  nPOYnAPXONTcoN  kai   aia  thn  e«HN 
eYAAseiAN  MAAAON  iHAH  TO?c  npArwACiN  sni- 
TieeMeNUN  kaI  kab'  ocon  an  A'r'NHcee  kako- 
noioYNTUN   YMAC   (ymcon  Cobet)  AMYNOYA'AI 

MGTA  TOY  AIKAIOY  KAI  MAPTYPAC  TO^C  GGO'Vc 
nOIHCAMeNOC  AIAAHYOMAI  nePI  TCON  KAs' 
YMAC. 


'   Wir  zitieren  wegen  der  Antithese  Nicom.  I  7. 
ATTONON  gTnai,  t6  a'  e?  noieiN  ^pruAec. 
2  2.  1421''  30.    35.  1440"  18. 


1168"  2y  aokc?  t6  mgn  eY  nAcxeiN 


Berliner  Kl.issikcrtexte ,  Heft  1. 


L 


EINLEITUNG 


Man  sieht  sofort:  die  Fassung  des  Didymos  ist  im  Stil  wie  im 
Gedanken  rauher  und  ungehobelter;  der  Hiat  wird  niclit  vermieden. 
Dagegen  die  Fassung  rechts  ist  glatter,  indem  die  ungefiige  Ver- 
koppelung  der  Partizipien  AiAjeAOYNTUN  nPArwATeYOM^NcoN  beseitigt,  der 
Hiat  MGTA  To9  AiKAioY  AMYNOYMAi  duFch  Umstell'ung  vermieden  und  durch 
Zufiigung  des  Schlufikolons  »nachdem  ich  die  Gotter  zum  Zeugen  an- 
gerufen,  werde  ich  meine  Entsclieidung  trelfen  in  bezug  auf  Eure 
Angelegenheiten«  eine  durch  die  Unbestimmtheit  des  Ausdrucks  und 
die  feierliche  Formel  wirksame  Drohung  zugefiigt.  wird.  Welche  von 
beiden  Fassungen  urspriinglicher  ist  (denn  dem  Inhalte  nach  ist  der 
Brief,  wie  man  jetzt  allgemein  zugibt,  echt),  kann  unsres  Bediinkens 
nicht  zweifelhaft  sein,  zumal  einige  harte  Ubergange  der  Sorgfalt  des 
feilenden  Ui)erarbeiters  entgangen  und  so  fiir  den  urspriinglichen  Zu- 
stand  des  Briefes  bcAveisend  sind. 

Eine  zweite  Stelle  aus  dem  Briefe  Philipps  wird  zur  Feststellung 
des  in  X  70  genannten  Aristomedes  angefiilirt  9,43  ayo  'ApicTOMHAeic 
eiciN,  erepoc  mgn  6  0ePAToc  o  CYMnoAewcoN  toTc  baciagwc  ctpathtoTc  OiAinncoi, 
nepi  OY  aaaoi  Te  kai  aytoc  o  0iAinnoc  gn  thi  npoc  'AeHNAiOYC  eniCTOAHi 
AieiAeKTAi  (folgen  Zitate  aus  Theopomp  und  Anaximenes).  Allein  von 
Aristomedes  steht  kein  Wort  in  dem  Briefe.  Die  Verbindung  mit  den 
Persern  wird  zwar  §  6  hervorgehoben,  vorher  aber  geht  die  Klage 
Pliilipps  nur  gegen  Diopeithes  (§  3)  und  Kallias  (§  5).  Hier  stimmt 
also  nicht  bloB  die  Fassung  nicht,  sondern  auch  der  Inhalt  ist  ein 
anderer.  Es  ist  nun  schwer  glaubhch ,  dai3  der  Text  des  Briefes 
noch  zur  Zeit  des  Didymos  solche  Abweichung  gezeigt  haben  sollte, 
obgleich,  wie  erwahnt',  die  ^GnicTOAH  nur  auf  Nebenwegen  in  die 
Uberlieferung  des  Demosthenes  hineingeraten  sein  kann.  Ebenso- 
wenig  ist  glaublich ,  da6  man  den  einmal  in  die  Sammlung  auf- 
genommenen  Brief  spater  in  der  romisclien  Zeit  so  stark  umgeformt 
habe,  um  ihn  dem  Milieu  anzupassen.  Vielmehr  spricht  alles  dafiir, 
dal3  diese  Umstilisierung,  wie  fast  alle  dergleichen  eingreifende  Text- 
veranderungen,  bald  nach  der  Entstehung,  jedenfalls  noch  im  vierten 
Jahrhundert,  vorgenommen  worden  ist.  Es  hatte  sich  mithin  von  diesem 
Briefe,  der  fiir  die  Diadochen  eine  besondere  Wichtigkeit  hatte in 


'  S.  XLVP. 

-  Vgl.  Diodor.  XVIIl  10,  1  (aus  Hieronymos  von  Kardia?). 


EINLEITUNG 


LI 


der  alexandrinischen  Bibliothek  die  authentische  Form  erhalten.  Die 
Zitate  und  Referate  des  Didymos ,  die  rgit  der  Feststellung  der  Chrono- 
logie  der  beiden  Reden  10  und  11  eng  verkniipft  sind  und  denen 
die  iiblichen  Zitate  aus  Theopomp  und  Anaximenes  folgen,  gehen  also 
auch  hier  nach  der  oben  begriindeten  Anschauung  auf  die  kalli- 
macheische  Forschung  zuriick  und  liaben  darum  in  der  authentischen 
Form  iiberliefert  werden  konnen. 

Nachwirkung  der  Didyniosscholien. 

Man  sollte  denken,  ein  so  reichhaltiges  Hilfsmittel,  wie  es  diese 
Scholien  des  Didymos  zu  den  Rednern,  und  speziell  zu  Demosthenes, 
der  immer  emsiger  betriebenen  Schullektiire  dieser  Autoren  darbot,  miisse 
zahlreiche  Spuren  in  der  Folgezeit  hinterlassen  haben.  Aber  dem  ist 
niclit  so.  Die  diirftigen  Exzerpte  bei  Harpokration,  die  wir  nach  Schmidts 
Sammlung'  hinter  dem  Berliner  Papyrus  wiederabgedruckt  haben,  stellen 
den  einzigen  Rest  der  vermutlich  an  60  Bxicher  umfassenden  Demosthenes- 
scholien  dar,  der  mit  Sicherheit  auf  diese  Quelle  zuriickgefiihrt  werden 
kann.  Nicht  viel  mehr  wiirde  das  ausmachen,  was  man  durch  Ver- 
mutung  aus  dem  sonstigen  gelehrteren  Materiale  des  Harpokration 
dem  hinzufvigen  konnte.  Und  dieser  einzige  TJberrest  ist  nicht  einmal 
direkt  in  das  Lexikon  hiniibergeflossen,  sondern  ganz  oder  wenigstens 
teilweise  durch  einen  oder  mehrere  uns  bisher  unkenntliche  Vermittler 
libertragen  worden.  Denn  Athenaus  gibt  XI  486  D  (s.  fr.  15  S.  76) 
dieselbe  falsche  Erklarung  von  AvKioYPreTc  aus  Didymos  wie  Harpo- 
kration (s.  v.),  und  obgleich  beide  hier  wie  sonst  voneinander  offenbar 
unabhangig  sind,  stimmen  sie  gerade  in  der  Zuriickweisung  des  Didymos 
wortlich  miteinander  iiberein.^ 


'  Jedoch  init  revidiertem  Texte,  wozu  einige  Notizen  aus  den  Handschriften 
G.  Wentzel  zu  verdanken  sind. 

^  Wir  vermuten  in  dem  gescheiten  Verbesserer  des  Didymos  Dionysios,  Tryphons 
Sohn,  der  zu  den  gemeinsamen  Quellen  des  Harpokration  und  Athenaus  gehort  und 
in  zwei  der  wenigen  Anfiihrungen  onomatologische  Fragen  erortert  (Athen.  VI  255  C  Har- 
pocr.  86,  16;  vorher  geht  Ai6ao)POC  en  tcoi  TTepi  aAmcon,  also  nach  meiner  Vermutung 
S.  XL^  Hermippos  -  Didymos) ,  wie  in  dem  obigen  Fr.  eine  solche  mit  Sachkennt- 
nis  besprochen  wird.  Doch  spielt  im  Athenaus  auch  dessen  Vater  (Lehrerl*)  Tryphon 
eine  ahnliche  RoUe,  und  die  Frage  entsteht,  ob  der  Sohn  Dionysios  nicht  etwa  seine 
Weisheit  dem  Vater  verdanke.    Denn  die  Polemik  gegen  Didymos  (fr.  15  S.  76)  ist 


LII 


EINLEITUNG 


Die  zunachst  auffallige  Tatsache,  da6  des  Didymos  Dichter- 
erklarung  sich  etwas  besser  behauptete  als  die  des  Demosthenes,  ist 
aus  dem  veranderten  Studienbetrieb ,  der  mit  dem  Attizismus  und  der 
neuen  Sophistik  einsetzte,  leicht  zu  erklaren.  Nur  fiir  die  Sach- 
erklarung  und  Varianteniiberlieferung,  wie  sich  beides  namentlich  bei 
Harpokration  findet,  war  sein  Kommentar  noch  zu  brauchen.  Fiir 
alles  andere  sorgten  Dionysios  und  Cacilius  sowie  die  zahlreichen 
attizistisehen  Lexika,  zu  denen  dann  als  Hauptstiick  der  spateren  De- 
mostheneserklarung  gegen  Ende  des  dritten  Jahrhunderts  die  AiAipecic 
des  Rhetors  Menandros  hinzukam.  So  erklart  sich  die  zunachst  auf- 
fallende  Tatsache,  dafi  unsere  Demosthenesscholien  (der  sog.  Ulpian) 
nur  noch  an  wenigen  Stellen^  Beriihrungen  mit  unserem  Didymos 
aufweisen.  In  Agypten  dagegen,  im  Vaterlande  des  Didymos  und 
im  Heimatlande  der  alten  Gelehrsamkeit ,  die  sich  hier  sogar  dem 
Christentum  aufdrangte,  blieb  der  Geschmack  an  der  griindlichen  Eru- 
dition des  Didymos  wenigstens  noch  bis  ins  zweite  Jahrhundert  lebendig, 
in  dem  unsere  Scholien  geschrieben  zu  sein  scheinen. 

Freilich,  wenn  unsere  Vermutung  richtig  ist,  hat  auch  dieser 
Schreiber  oder  vielleicht  schon  sein  Vorganger  nicht  mehr  die  ganze 
Last  dieser  vasten  und  stellenweise  wiisten  Kompilation  ertragen,  oder 
der  Professor,  der  ihm  die  Vorlage  gab ,  hatte  bestimmte  Abschnitte 
darin  zum  Abschreiben  angezeichnet,  weil  sein  philologisches  Interesse 
nicht  mehr  so  stark  war,  um  Papier  und  Schreiberlohn  an  gramma- 


des  \'aters,  der  sicli  als  einseitiger  Grammatiker  dem  Univeisalphilologen  iiberlegen 
fuhlte,  nicht  unwiirdig.  Ganz  merkwiirdig  ist  das  Verhaltnis  bei  Athen.  XIV  640  E  fif., 
wo  ziierst  unter  Try|jhons ,  dann  unter  Dionysios'  Nainen  ein  ParaUelexzerpt  gegeben 
vvird.  Die  Auskunft  Kaibels,  die  kiirzere  Tryphonische  Fassung  als  Interpolation  ein- 
zuklanimern ,  befriedigt  nicht,  aus  allgeineinen  Griinden  und  weil  das  Doppelzitat  aus 
Aiistoteles  TTepi  weeHC  (fiber  TPArHMA,  eniA0Pnic«6c)  641  B  =  D  damit  nicht  erledigt 
ist.  \'iehnehr  scheinen  entweder  zwei  Exzerpte  desselben  Inhaltes  einmal  aus  Tryphon, 
ein  andei'Mial  aus  dein  seinen  Vater  ausschreibenden  Dionysios,  in  die  Sannnlung  des 
Atheiiaus  gekonimen  zu  sein,  ohne  dafi  er  die  Identitat  nierkte,  oder  aber,  was  mir 
viel  wahrscheinlicher  ist,  es  liegt  iiberhaupt  nur  ein  Buch  zugrunde,  das  von 
Tryphon  stainmt,  aber  von  Dionysios  herausgegeben  ist,  und  dieses  Buch  ist  von 
zwei  Kompilatoren,  die  beide  Athenaus  exzerpiert  hat,  mit  verschiedenen  Autoren- 
namen  zitiert  worden.  Es  ware  dies  also  derselbe  Fall,  wie  wenn  die  Nikomachische 
Ethik  des  Aristoteles  bald  unter  dem  Namen  des  Verfassers,  bald  unter  dem  des 
Sohnes  und  Herausgebers  zitiert  wird. 
'   Vgl.  zu  Kol.  5,  18. 


EINLEITUNG 


LIII 


tische  Siibtilitaten  zu  wenden.  So  sehen  wir  im  vierten  Jahrhundert 
nicht  melir  den  Didymos  selbst  ,  sondern  nur  einen  Harpokration  ahn- 
lichen  lexikalischen  Auszug  in  dem  Schulunterrichte  verwertet,  den 
wir  als  Anhang  aus  P.  5008  zugefiigt  haben.  Jedenfalls  diirfen  wir 
dem  Boden  Agyptens  dankbar  sein,  daB  er  in  den  Didymosscholien 
eine  so  unverhoff'te  und  wertvolle  Gabe  aus  der  letzten  Zeit  griechi- 
scher  Wissenschaft  uns  Nachgeborenen  gerettet  hat,  die  besser  als 
selbst  der  Verfasser  mit  dem  Pfunde  wuchern  konnen  und  hoffentlich 
auch  werden. 


d* 


A  I  A  Y  M  0  Y 

0iAinniK(jL)N  e— 


Berliner  Klassikertextc ,  Heft  1. 


KURZUNGEN  DES  PAPYRUS 


STRICHKURZUNG 


UBER  DER  LINIE 


A  ANA 

r  TAP 

AG  gewohnlich 
AUN  9,  3 
AIA  gewohnlich 
AAC  8,  23 
eni 

KAi  gewohnlich 
KUN  10,  55.  11,  6 
KATA  gewohnlich 
KAC  13,  21 
AHC 
A  AHN 
A       ACjON    11,  53 

M  MGTA 

NHC  gewiihnlich 
NAC  13,  28 


N  NHN 

N  NCON 

0  OYN 

6  OYC 

of  oToN  7,  73.  14,  5 

n  nepi 

n  HAPA 
P^  PAC 
P        PUN  13,  1 

c     CYN  (cYr,  cym) 

T  TCON 
THN 

TAC  4,  7 
THC 

T      TOYC  7,  23  (sonst  durch 
TO  gekiirzt) 

<t>  <t>a)N 

X     XHN  12,  39 


AUF  DER  LINIE 

/  eCTIN 

\  gTnai 
eiciN 


KURZUNGEN  DES  PAPYRUS.   ZEICHEN  DER  AUSGABE 


BUCHSTABENKURZUNG 

ANOIK  ANOIKeiOC  13,  h 

I  ^ 

NOMI  NOMIICON   1,26.   15,  16  (?) 

Y 

N  NYN 
N 

0  ONTOC   15,  18 

6  OYTO) 

6  OYTCOCI 

noA^  noAeMON  10,  33 

n 

0IAI  QiAinnoc  15,  17 

|(?)  XPONON  12,  29 

WA®  S   ANAPec  AghnaToi  mehrfach 


ZEICHEN  DER  AUSGABE 

[  ]   Liicke  des  Papyrus  oder  Stelle,  wo  die  Schrift  spurlos  verschwunden 
<^  y  Auslassungen  des  Schreibers. 
[[  I  irrige  Zusatze  des  Schreibers. 
A  A  iinsichere  Buchstaben. 
A  A  yerstiiininelte  Buchstaben. 
.  .  .]  verlorene  Buchstaben. 

.  .  .  teilweise  erhaltene,  aber  unlesbare  Buchstaben. 

(  )  Auflosung  von  Kiirzungen. 
*  verinutete  Textliicke. 

Gesperrte  Umschrift:  Demosthenes'  Lemmata. 


1* 


4 


AIAYMOY  OlAinniKCON  9 


ABSCHRIFT 
Kol.  1,  a  {Kolumnentitel) 

1,  a    ..  c  ....  n  ...  H  [..  . 


Kol.  1,  1 — 2  5 


AN.. 
.  0  Y  C 


....  I  N  .  e  T  e  [.  .  .  . 

.CINK.TH.[  

,epeTPiAcn[.  .. 

TPATGIAC.  .  [.  .  .  . 

 J  K  e  <t>  [  

 ]  .  Y  M  .  .  .  .  X  A 

A  [...]...[..  .j  0  I  A  0  r  0 


 J  CO  N  .  0  C 

.]  A  !  n  n  0  Y  A  [.]  .  .  K  n  p  [  ]  

..]cON.AP..eT..riATHN[  Joj.N 

a)[.  .  .  .]TeTecTATHNe  i  ciopef.  .  .  .]  oao  n 

.  .  [  J  A  N  K  T  [.j  N  e  I  C  e  [.  .  .  .]  I  A  N  [.  .  .  .]  .  .  .  . 

 J  YCe....TAITHC...  CAP  [.  ..]...£! 

 ]  xop(joiMAPTYPeineP!MrTHcn[.]oc 

....YCHCBOHeei  AC  n  po  e  e  i  ca  PX0NTAca)[.  ..]e 
A'KCMAXif.  ..]eHNAio[.]npocx[.]AK!Ae!ceno 


.  .  .  .jAeYeepcocAN  [..Ijacmxaakiawn  .  .  .  non 

...]l(jL)NOCKH<t>ICO<J>CjONTOCCTPATH  rOY[.  .  .  .|  K*! 

.  .  .|coTYPANNOceTeAeYTHce'nepiAT^eic[.  ...Jp|AN  • 
.  .  .JjocnpoeeiCAPxoNTA  n  i  kom  Ax.0N<t>HciN6eri!T0Y 

...|HNAIOIAieBHCANeiCePeTPIAN<t>(jJKItONOCCTPATH 
.  ..]l<ATAiONTOCTONAHMONenOAIOPKOKAeiTAPXON 
.  .  .jTePONMANTICTACI  COTHCHNnAOYTAPX  .  .  Ka[.Jc 
.|xeYeTOnPOCAYTONeKeiNOYAKneCONTOCeTYPAN 
.joTeACKnOAIOPKHCANTeCAYTONAeHNAIOITCOIAH 

.jTHNnoAiNAncAtOKAN  leer 


1,  16  vor  TAC  kaum  Raum  fiir  mehr  als  2  Buflistabt-n ;  an  2.  Stellc  otwa  p,  y,  i. 


1,  1 — 25  SchluB  des  Kommentars  zu  Phil,  IX  (=  spe/,.  III.  Phil.).  Beriihrt  werden 
die  §§  57  ff.  16  Charax  bei  Steph.  ■'0)pe6c  (fr.  31)  AeHNAioi  ama  Xaakiagyci  toic 

EN  EyboIai  kai  AAerAPeYCi  cxPATe'f'CANTec  eic  0)pe6N  ^iaictiahn  t6n  typannon  AneKTei- 
NAN  kai  "OOpeiTAC  HAeYGePcocAN.    Scliol.  Aesch.  p.  329  Schultz  oi  a'  yioi  aytoy  [Mnesar- 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  IX 


5 


UMSCHRIFT 
Kol.  1,  a  (Kolumnentitel) 

1,«  [  

Kol.  1,  1 — 2  5 

1, 1  [  

[  ]  ■'GpexpiAC  [ 

r  cjxpATeiAC  [.  . 

5  f  


[  ctiijAinnoY  Ae  [  ] 

10  [  ]  THN  eic  ■'Q)pe[6N   ] 

[  ]  KAi  t[h]n  eic  "'6[p^tp]ian  [  ] 

[  <t>iAo]x6pa)i  MAPTYPeT"  nepi  men  tap  thc  n[p]6c 

["'COpeoN  reNOMGNjHC  BOHeeiAC  npoeeic  apxonta  Cco[cir]e-  342/1 
15  [nh  *hci  tayt]a"  )>kai  cymmax![an  A]eHNATo[i]  npoc  X[AjAK!AeTc  enoj- 

[hCANTO    KAI    H]AeYeePCOCAN    [■'Q)p<(e)i]TAC    MeTA    XAAKIAeCON  MHNOC 
[CkIPO0Op]i£iNOC    Kh*ICO0U)NTOC    CTPATHrOY[NTOc]  ,    KAI  <$»l- 

[aict!ah]c  6  TYPANNOc  eTeAGYTHce'"  nepi  ag  thc  eic  [""GpexJpiAN 
[nAAiN  0  a-y-Jtoc  npoeeic  apxonta  Nikomaxon  <t)HCiN  oytcoc  '  »eni  toy-  34^/0 
20  [toy  01  "AejHNAToi  AiesHCAN  eic  'Gpctpian  OcokIcjJnoc  ctpath- 

[rOYNTOC    KAl]    KATAiONTeC    TON    AHMON    enOAIOPKOYN  KaCITAPXON, 
[be    nPojTGPON    MeN    ANTICTACIUTHC    HN    TTaOYTAPXOY    KAI  A[l]e- 
[nOAljTGYCTO    nPOC    AYTON,    eKElNOY    A^eKneCONTOC  GTYPAN- 
[nHCG"    TjoTe    AC    CKnOAIOPKHCANTeC    AYTON    AoHNaToI    TCOI  AH- 
25   [m(i)|]    THN    nOAIN  An^AOOKAN." 


Chos]   KaAAIAC    KAI   TAYPOCeCNHC  META    Kh*ICO*(ONTOC  TOY  CTPATHTOY   THC  'AeHNAlCON  AYNA- 

wecoc  CTPATe^cANTec  en'  "(jOpgon  ^iaictiahn  ton  t't'pannon  An^KTeiNAN  eni  apxontoc  Aen- 
NHCi  CcocireNOY  [cocinnoY  Laur. ;  corr.  Wil.]  mhnI  Ckipooopiuni  <l5iAinnoY  BACiAeYONToc  e'Toc 
ie.  Die  Erganzung  [''(jOpiJtac  paCt  nur  bei  Annahme  selir  gedriingter  Schrift.  20  Dio- 
dor.  16,  74  en'  apxontoc  a'  Ashnhci  Nikomaxoy  .  .  .  Ocokimn  mgn  6  AghnaToc  KATenoAe- 
MHce  KAeiTAPXON  TON  'GpeTPiAC  1YPANN0N  KAsecTAMeNGN  Yno  4'iAinnoY.       23  erg.  Wil. 


G 


AIAYMOY  ctJlAinniKCON  I 


Kol.  1,  26  —  58 


1,  26 


ABSCHRIFT 


I 


.]AiANo[.]iiWA®ne[.  .]a)NB[.]Y[.  ..jeceeKANAr 
noAein[.  .]pACOMAinAYTeinei[..]NOMiia)c<t>e 

...!P[.  .]cTOYAOrOYTAXANT[.  ..].[  ] 

 ]X0NTANIK0MAX[  

 ]  H  [....]  H  N  n  P  0  [  

 ]  0  I  r  e  r  p  A  [  


34  —  36  verloren 

 ]  ?  H  !  [  

 ]??[..].[  

 ]  N  e  N  0)  N  [  

 ]  .  N  (0  N  e  !  T  [  

 ].[..]  H  c  e  e  [  

 ]  0  I  H  C  [  

 ]  .  .  I  e  p  0)  M  e  N  [  

 ]  C  K  0  Y  C  A  [  

.]  M  e  T  .  [  ]  P  A  1  A  N  [  

.]   .  .  OICOYBO.  [...]...  Y  A  e  [  

 ]..a)PiTOYe..w[  

 ]oYATOYepeTPie[  ]  axo 

 ].AYTAnicTa)[  Jnpoc 

 ]  e  n  I  [.]  e  A  e  I  T^N  I  K  [  ]  ?  a  . 

....]o.ocoykootim[  JpAni. 

 ]CHCAPXHC0A0C[  ]aNIK. 

 ]  ANWcea)PATA[  ]npoee[.  .] 

 ]  N  I  K  0  M  A  [  ]   .   I  I  e  I  . 

 ]Y.epTHcnpoc<t>iA[.]nnoN 

 ]  9  ^  [  ]  k  H  n  e  p  I  T  0)  N  c  0  [.  .]  k  c  t  h 

 ]?'^[  ]eeo<)>p[.JcTOYAPxo[.  .]oce 

 1  .oT.r.  ..1  HNecAT.  .eAGYeeT.  .  .Ioot. 


1,  30  Dionys.  ad  Anim.  10  mgta  CucireNHN  apxcon  ecxi  Nikomaxoc,  e*"  oy  thn  eNACKA- 

THN   AHMHrOPIAN   AIGAHAYee   nepi   TOY  ACAYKeNAI   THN   eiPHNHN  c|>|AinnON  KAI  ToS'C  'AeHNAIOYC 

neieei  Byiantioic  AnocTeTAAi  eoi^eeiAN  fic  ecTiN  apxh  'kai  choyaaia  kta.'.  32  [kai 

aaa]oi  rerPA[<t>ACi]?  '48  [KagitapxJoy  ac  toy  ■'epeTPie[coc]?  49  nPOc[TieHci 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


7 


UMSCHRIFT 

Kol.  1,  26  —  58 

1, 26  I  [Dem.  X  =  KATA  ^lAinnoY  A] 

[Kai  cnoYA]ATA  No[M]!ia)N,  S  AN  APec  "Agh  naToi,  ne[pi]  Sn  b[o]y- 

[Aevjecee  kai  anat-  XI 

[kaTa  thi]  noAei  nleijpAcoMAi  nepi  aytun  eineT[N  a]  nomiico  CYM<t>e- 

[peiN.    ToYC  ka]ip[oy]c  toy  AoroY  tax' AN  t[ic  cynIaoi,  ei  £n 

30  [aoxopoc  npoeeic  ap]xonta  Nik6max[on  .  .  .  341/0 


31  —  52 


53 


55 


eiPHNHC 


cJan  IOC  ewPATAji.     AiHreiTAi  rApj  npoee[icJ 

.  .  .  .]  Nik6ma[xon   

 ]  Y[n]ep  THC  npoc  0[A[i]nnoN 


.  .  OP 


KAI    H    nePI    TWN  CYNof. 


KAI  CTH- 


.  .]ph[  ]  0eo<t>p[A]cTOY  apxo[nt]oc  e- 

.]  .  0  T  .  [.  .  .]HNecAT .  .  eAeYee[.  .  .jwT  . 


340/39 


roYN]  eni  [tJeaci  thc  Nik[omaxoy  apxhc]  CA[<t'a!)C  (<t>  halb  deutlich)  6  ct)|A6x]o[p]oc.  oykoyn 
oTi  ?   Nikomachos  auch  Z.  48  und  52  Ende.  54  vielleiclit  [Ggoopacton  t6n  metaI 

Nik6ma[xon  apxonta]  (vgl.  1,68.  10,51).  Denn  iin  folgenden  handelt  es  sicli  mn  das 
Jahr  des  Theophrastos.  56  etwa  cyno[[k(con)]  oder  cyn6[pk(con)]. 


8 


AIAYMOY  ^lAinniKWN  I 


ABSCHRIFT 

Kol.  1,  59 — 74 

.  .  .  .]  N  .  [.  .]  T  e  n  [.]  N  T  H  i  T  e  K  n  A  N  [.  .]  c  n  p  [.] 

 ]..AI'CA<t>HCAMAPTYc[.  .jerCOA 

 ]oce[.  .]HCTAYTiAer(jON'[.  ..]tanyn 

.  .  .]aOTa[.  .]  IN  tOCKON^.JAnAPAYTCOr.jeiMA 
....]AeY[.  .]NnOAeMONTO.TABf.  .jjICT 
 ]cCBOYAeYONTA'T0YT0  Mr[.  .]  ABG  I  N 

...]ceTe^OYAOMtoNOYXATHinoAei[.]*epe[.] 
,..]YrANAHnoY[.]AYTeAere[.]eiAeAY[.  .] 

...]  PHNeTYrXANONAeHN[.  ..jr  OTIm[.] 

 ]  ytoymniko[.]axona[.Jia  ntoc 

 ]  eHCANAPK§Cei<t>IA[.jxO  poce  K 

 ]§KTHCrPA*6[.]AAHM0C  AKOY 

....]AHMOCeeNOYCfTKAAeCANTo[.] 

 ]  OAeMONKYH<t>ICMArPAYAN 

 ]  A  N  T  H  N  M  [.]  T  H  [.]    K  A  6  £  A  [.  .  .] 

 ]  P  0  C  <t>  I  A  I  n  n  0  N  [.j  I  P  H  n''  K  [.  .]  M 


Kol.  3,  a — d  {Kolumnmtitel) 
2,  a   TiNecoinepi[.  .. 

b     nTHNYnONOIA[.  .. 

C  eHBAIOYCCYMMA^.  .. 

d   OTiAYCNOtocexe[.  ..]/^o[.  .. 


8,  1      Ma[.  .jANCYCTAeeiCANNAY 

re..TA[.  .jyn  [.  ..]moy  -  gn  ioia 

Cir.  NOYCCYNTeTAXeAl' 

T  0  N  r  1  Y  c  [.  .1  e  I  A  e  T  [. 


5     '^  ^  [  ]..[...].  ^  [.  . 

[....!.[  1  P  e  I  C  K  H  M 


2,  a  —  d  die  Zcilciilaiigo  liiBt  sirh  nicht  bcstimincn. 


1,  65  brcoi  noAewAceTe  Z:  oTcoi  mh  noA.  vulg.  hat  nicht  Platz.  69  erganzt 

Wil.  70  AiA  THC  e'KTHC  vgl.  11,  40.  Dionys.  ad  Aniin.  11  p.  272,  18  Raderm.  en  thi 
CKTHi  THC  AreiAOC  BYBACoi.  71  KAi  AHMOceeNOYC  Dionys.  p.  273,  4  Raderm.;  km 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


9 


UMSCHRIFT 

Kol.  1,  59—74 

 ]n  .  [.  .]  Te  n[A]NTHi  Te  kai  nAN[Ta)]c  np[.] 

 ]  .  .  Al  ■    CA0HC    AG    MAPTYC,    [coc]    erCO  A- 

noAeiiO),  AHM]oce[eN]HC  tayti  AercjN '  [Tay]ta  nyn  X  17 

GKACTON    eijAOTA    [kAI    rJlNCOCKON^TjA    nAp'AYTO)    [A]eT  MA 

Al'oY    rPAYAI    KejAeY[ei]N    nOAeWON    ton    TA  B[eA]TlCT' 

eni  HACI  AlKAlOljc  C  YM  B  0  Y  A  e  Y  0  N  T  A  ■  TOYTO  MEN  TAP  [eCTI  aJaBgTn 

OTCJ  noAeMHjcexe  boyaomgncon  oyx  a  thi  noAei  [cYMj*epe[i] 
nPATTeiN.    OJy  tap  an  AHnoY  [tjayt'  eAere[Nj,  ei  AeAY[K6-] 

Tec    HAH    THN    eiJpHNHN    eTYTXANON  "'A 9 H N [aTo] I .      OTI    MEN  [oYn] 

eni  0eott>PACTo]Y  toy  mgta  Nik6[m]axon  a[p]iantoc  340/39 
Al  cthaai  KAGHipejencAN ,  APKecei  4>iA[6jxopoc  eK-  fr.  135 

<l>ANCjL)C    AIA    THC]    EKTHC    rPA^CON    OYTCi)c[f'    » 6]    Ae    AHMOC  AKOY- 
CAC    THC    eniCTOAHc]    AHMOCeCNOYC  nAPAKAAeCANTo[c] 
AYTO-rC    nPOC    ton    njoACMON    KAI    YH*ICMA  rPAYAN- 

Toc  exeiPOTONHcjAN  THN  M^N  [c]th[a]hn  KAeeA[eTN] 
THN  nepi  THC  njpoc  OiAinnoN  [cJipAnhc  k[ai  cy]m- 


Kol.  3,  a — d  (Kolumnentitel) 

2,  a    TiNcc  01  nepi[.  .  . 

h     nAPA    THN    Yn6N0IA[N    .  .  . 

c        Ghbaio.'c  cymma[xia  ... 
d  ""'Oti  aycnoojc  exe[.  .  .]  .  o[.  .  . 

3,  1    ma[x(]ac  CYCTAeeTcAN,  nay[c  AG  nAHPOYN  kai  eNep-] 

re[TN]  TA  [to]y  n[oAe]MOY.«    eNioi  A[e  *aci  ton  aoton  eni  Ceo-]  342/1 

Cir[e]N0YC    CYNTCTAXeAl    [  ] 


* 


getilgt  von  Weil.  72  ayton  Dionys.,  aytoyc  Wolfs  fiillt  besser  den  Rauni.  yh- 
*(cMATA  falsch  Dionys. 

2,  1  ma[xi]an  statt  maxiac  gedankenlose  Verschreihung  wie  15,  6.  CTAeeTcAN 
Dionys.  kaI  ta  aaaa  Dionys.  2  (SchluB)  ergiinzt  Wil. 


10 


AIAYMOY  0IAinniK(jJN  I 


ABSCHRIFT 


Kol.  2,  7 — 5  9 


2, 


10 


1  5 


.  .j  p  1  A  I  c  I .  .  .J  n  ! 

..TAnePIAYT[. 

.  .j  .  .  T  I  n  .  A  1  0  [. 
.  .]  K  e  I  [.  .]  .  'K  e  A  [. 

.   .  .]  I  A  .  [.]  K  H  [.  .  . 

 patoy[.  . 

.]  T  e  P  (ji)  I  K        r  6  N  [.  , 
ONCYeiAOrCJI-K 
eiNTOYCANei[.  . 

.  .1  e  r  0  N  e  T  r  


A  n  0  [. 

<t>  Ci)  N  [. 


AeP01CAN[  

20     P  0  A  H  C  e  I  T  CO  [.  .  .  .]  H  P  [  

A  T  A  I  C  .   .   .  C  K  .  [.  .  .]  N  N  [.    .    .  . 

BOHeHCAN.[.  ..]enANHrer 

P  ITOBYl[.  ...]0N-KnePIM[. 


CeiN[  JNO)    CYMBO[.  .. 

25        .[  ]cAYTOICnOA[. 

 J  M  K  I  N  A  [.]  N  e  Y  0  [. 

 ]AIOMOYCTAei[. 

 JaACiAeATONMer 

 ]  e  .  [.]  N  T  A  C  A  C  Y  N  H  [.  . 

30       r  ]  .  [.  .  .  .]  0  I  N  0  c  e  X  [.  . 

 1 .  A  A^  r  


32 — 54  verloren 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


11 


UMSCHRIFT 

Kol.  2,  7—5  9 


2,  7 — 21 


22    BOHeHCAN  •[•..]  enANHre  r[  ne-] 

PI  TO  Byi[anti]on  ■  KAi  nepi  h\eu  [  

ceiN  [  ]nco  ■  cymbo[ya  ] 

25        .  [  ]c    AYTOTC    nOA[  ] 

[  ]    MSN    KINA[Y]NeY0[  ] 

[  CKeYjAIOMGNOYC    TA    ei[  ] 

[  ]    BACIAeA    TON    Mer[AN  ] 


29—78 


3,  1—62 


12 


AIAYMOY  OlAinniKWN  I 


ABSCHRIFT 

Kol.  2,  6  0 — 7  8 
2,  60      [  ]  Y  [.   .]  U  .  [. 


6 J  —  63  rerloren 


65 


70 


75 


 J  T  I  N  0  [  J  c  e  Yj 

 ]  (jO  N  e  r  N  [  ] 

 ]  M  A  K  .   .   .   [  ] 

 ]  e  X  A  c  c  .  [  ] 

 •  •  [  ] 

 ]      •[•]•••  [  ] 

 ]  Y  n  e  p  T  0  Y  .  [  ] 

 ]  n  e  p  T  .  [  ] 

 ]  .  A  I  A  T  0  [.]  T  0  Y  [  ] 

 ]  T  0  [.]  A  Y  T  0  N  .  [  ] 

 ]  N  T  0  e  A  A  H  [  ] 

 ]  H  I  e  K  n  .  [  ] 

 ]  0  Y  M  .  [  ] 

e  n  [.  .]  .  .  [.]  A  *  p  [.]  N  0  [  ] 

N0[  ]tT-[.  .].[..  ] 


Kol.  3,  1  —  27 


1 — 18  verloren 


20 


•  •]  •  [ ]  •  •  A  [. 

•  •]  •  [  ]  A  c  n  .  .  [. 

•]ay[  ]  [. 

•  •]  e  p  [. . . . 


25 


.  .]  T  [.]  !  C  N  I  K  0 
.]  M  T  0  N  .   .   .  [.  . 


DTDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


13 


ABSCHRIFT 

Kol.  3,  2  8  —  6  2 

3, 28  [....].[....].[..]...  K  [.; . 


29  —  34  geringe  Schriftspuren 


35 


40 


.   .J  I  N  A  M  H  N  [, 

APKeceiAe 
..  e  [.].[...  . 


•J  P 

Y  A 


.  .  .]  I  A  0  C    .  [  ]  A  B  [.  .  . 

.  .  .]  .  e  n  0  A  [.]  0  p  K  [.  .  .]  n  I  [.  . 

.   .  .    .]  .   .  .   [.    .    .]  C  T  A  A  0   .  P  e  Y  I 

.  .  .  .]a  A  a[.  .  .]t[.  .  .]  .  .  n  0  .  I 

 j.i<nAPATa)N[.... 

 ]  .  .  .  n  p  0  *  [.]  c  I  N  .  . 

 ]A.[.]e[.  .  .  . 

 ]••••[  

••]■•[  ]^[  

•]•  e  YW  •[•■..]•  [  

■■V^[-]^-[  





•  •    •  •]  0  T  H  .  [  

.  .  .  .]  A  e  I  T  [  

.  .  .]  A  n  p  0  [  

.]  A  n  A  N  T  A  [  

■  ••]•••[  

n  A  p  A  .  .  I  .  .  [  

T.    .  CCAT![  

T  H  N  [  

cs[. . : .].[  .-. . . 

60     T  A  .    .  [.  

N  •  [  

•  [  


45 


50 


55 


14 


AIAYMOY  (tlAinniKCON  I 


ABSCHRIFT 
Kol.  4,  a  —  d  {Kolunmentitel) 
4,  a    [....].[  ]  e  I  c  n  p  0  c  K  [  ]  .  . 

h     [.  .  .  .]  Y  e  n  A  Y  T  [.]  N  n  C  K  e  Y  [.  .  .  .J  .  M  H 

C     [.   .  .]  M  I  0  Y  T  0  Y  A  [.J  A  P  N  e  I  T  0  [.   .   .   .]  £  r  0  [.  .]  .  . 

d     [.   ..]AnePIAYTONANA[  ]    .    .    .  . 


4,  1      [  ]M<t>IKTYONtONKMCX(i)NT^A[.  .]ll<TY0[.  .]lAC 

[  ]  H  *  I  C  M  A  T  0  A  [.]  A  0  I  e  T  [.]  I  C  A  M  <t>  I  K  [.  .  .]  CI  N  §  [•]  §  1 

[  ]erAAOnOAITAIKMeCCHNIOIHi[.](0CANe[.  .]p 

[.  ..]a[.  .]o[.jeeOYKTUNAM<t>IKTY[.]NArPA«HNA[.]K 

5      [  ]NAIAM*IKTYONeCAnOKPINACeAIAYTOIC 

[  ]piMTHCAM<J>IKTYONeiACenANeNer 

[  ]eiCTnoAeiceKACTOiBOYAeYCON[.]A!  !<ei[.] 

[.   .  .  .]xOMHNnYAA[.]ANAnOKPINOYN[.]Al[.  ..JoiC 
[.jnePTOYTCON-eYGPf.  .]TA[.]ATOYeeOYK[.]a)NAM 
10  <t>IKTYONAeAOXeMlAY[.loYCAnOKPINACeAIAe 


.JcTOICpTl[.  .]KeiTOl[.]AM<J>IKTYOCINA 

.  .]aiayt[.  ..]eYe[.  .]eTACTOYeeoYi<[.ja)N 

.  .]  0  N  K  A  e  A  n  e  [.  .  .  .]  0  Y  [.]  T  A  I  •  K  [  ]  .  . 

....lAAPICTOTr  1hITPITh[  1 


15    [  |.CKYea)Ne[...JCT!<t>H|  J 

[  I  .  .  [.  .]  P  0  N  M  e  I  K  P  A  [.J  .  [.J  A  A  e  .  [.  .  .  .]  Y  [.  .] 

[  jTOYripocArop|.jYeHNAir.  ...j  wnba[.J 

[  1a....nthcapa[  Jacapi 

[  ]  N  !  \  .[....]  e  a  .  f  J  0  Y  c  e  Y 

20      I  IhNH.I  IaCHAI 


.]  e  Y  .  [. 


A  e  n  I 


4,  5  ]n  odcr  Jn.  15  vor  ckysun  cine  Ablviirzung  vvie  f. 


4,  1  vorlier  wohl  zii  erganzen  [eYeprexHC  toy  eeoY  kai  tun  A]M<t)iKTY6NC0N  auf 
riiili])!)  ZII  bczielien,  vj>i.  Dein.  10,  67  Tui  toyc  typannoyc  eKBAAeiN  4>[AinnoN  aytoic 
kaI  thn  TTyaaian  AnoAOYNAi.  Das  Dekret  selbst  ist  auffjillig  niclit  wegen  des  Wort- 
laiites,  da  wir  niir  das  mnstilisierte  uiid  iinvollstandige  Exzerpt  eines  Historikers 
liaberi  (zwisclicii  CAOie  toic  amoiktyocin  .  und  eneiAH  Ae  ist  der  erste  BeschluB  weg- 
gelassen),  aber  wegen  des  niclit  /.iitreffenden  Inhaltes.  Denn  das  Resultat  der  Schlufi- 
abstinmiung  wird  niclit  niitgcteilt,   iiiid  was  iiat  die  Teilnahme  der  Messenier  und 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


15 


UMSCHRIFT 
Kol.  4,  a  —  d  {Kolumnentitel) 

4,  a    [••••]•[  ]eic  nPOCi<[  ]  .  . 

b    [.  .  .  .]y  en'  ayt[6]n  nAPACKeY[.  .  .  .].  mh 
c    [.  ""GpJmIoy  toy  ■A[T]APNeiTo[Y  .  .  .]ero[.  .]  .  . 

d    [.  .  .]a   nePI   AYTON   ana[  ]  .  .  .  . 


4,  1 


1  0 


1  5 


.  .    a]m0IKTy6nCON    KAI    MeTACXUN    THC  A[M<t>]lKTY0[Ne](AC 

KATA  Y]Hct>icMA  TOAe '  » [e]AOie  t[o]Tc  AM<t>i k[tyo]cin .  e[n]ei 
AH  AG  MjerAAonoATjAi  KAI  MeccHNioi  HifiJcocAN  e[Yejp- 

r^T]A[l    t]o[y]    eeOY    KAI    tun    AM<t>IKTY[6]N(jON  ANArPA*HNA[l] 
KAHGhJnAI    AM<t>IKTYONeC,    AnOKPINACBAI  AYTOTc, 
OTI    ne]pi    MEN    THC   AM0IKTYONe(AC  eHANeNer- 
KONTGC]    etc    TAC    nOAGIC    eKACTOI    BOYAeYCON[TjAI    KAI  ei[c] 
THN    e]xOMeNHN    nYAA[l]AN    AnOKPINOYN[T]  Al  [aYt]oTc 

Y]nep  TOYTcoN'  eYep[re]TA[c]  Ae  toy  eeoY  kai  am- 

<t>IKTY6Na)N    AeA6xe[A]l    Ay[t]0YC'    AnOKPINACGAI  Ae 
KAI  ]CT0IC,    bj!    [aoJkgT   T0T[cj    AM<t>IKTYOCIN  A- 

NArPA<)5HN]Ai  a'y't[o-y'c]  eYe[pr]eTAc  toy  eeo?  kai  [tJlon 
am^iktyJoncon ,  KAeAne[p  ait]oy[n]tai. «    kai  [  ]  .  . 

 ]a    ApiCT0T[eA(Hc)    eN    t]hI    TPfTH[l    TUN  NoMI-] 

MUN  H  nepi]  TtoN  CKYeuN  e[ea)N  ejcTi,  *h[cin  

 ]  •  •  [•  -Ipoh  Me!i:"PA[.]  .  [.]AAe  .  [.  .  .  .]y[.  .] 

 ]toy  npocArop[e]YeHNAi  [yho  t]wn  ba[p-] 

BAPUN    .  .  . 


KAI 


19  —  21 


Megalopolitaner  (und  aiiderer;  vgl.  Z.  11)  niit  Philipp  zii  tunl*  Hochstens  kanii  er  die 
Teilnahme  an  der  Peloponnesischen  Stimme  den  Messeniern  und  Arkadern  verscliafft 
haben  (etwa  um  344,  II  phil.  R.).  Die  ersten  Proxeniedekrete  fiir  Messenien  finden 
wir  auf  der  Nikebasis  der  Messenier  und  Naupaktier  in  Delphi  (340).  Von  der  gan- 
zen  Angelegenheit  ist  bisher  nichts  bekannt  gevvesen,  und  durch  das  Vorliegende  wird 
nur  neue  Dunkelheit  geschaffen.  14  Be/.iehung  des  Zitates  aus  Aristoteles'  vor- 

letztem  Buclie  der  Nomima  bapbapika  (diese  Sammlung  ist  doch  vvohl  gemeint)  unklar. 
eN  vor  THi  hat  nur  Plat/.,  vvenn  hc  vorher  al)gekur/.t  war. 


16 


AIAYMOY  cDlAinniKWN  I 


4,  22 


25 


ABSCHRIFT 

Kol.  4,  22  —  71 

 ]  ^  ^  •  [ ]  Y  K 

 ]••[  ■  ]-[-]o 

 -]••[  ] 

  .  .  .]  P  M  0 

 ]  .  .  e  Y 

 ]  •;•]  • 

 1  «  A  Y 


29  — 40  verloren 
41 — 46  verloschte  Schrift 


47 


.J  .  *  Y 
0  Y  K  . 


A  e  A  H  <t>  e  I 
N  e  i  A  n  A 


50 — 52  verloschte  Schrift 
53 — 5(9  Spur  en  von  Sch'i/t 


60 


65 


70 


 JeneiAeic 

,  JpA...OYCINO.TAnePITON 

 ]KOTeCTHC*lAH..TACe 

 lAYnPATMONOYNTTATOlAY 

 I  a)MOinepiTOYTa)N[.  .]neiN-AY 

 I  Tl  I  TOO  I  BeATICTUIMNHM[.|NeYOY 

,  I  IAenAAINeniTCi)l<t>AYAr.jTATa)l 

,  J.eKeeonoMnoce  n  lyie  kth 

,  .  .  .  .]AKOCTHiTUNnepi[.  .  .  .JnnoN 
■  •  •  •]  A  $  §  I  •  (i)  p  M  H  c  §  A  .  f .J  .  [.  .  .J  .  e  n  I 
,  .]  0  AO  N  eYN  0  YX  0  [...].[...]  e  .[.]  .  C  T  0 
,  .  .  .  .j  A  T  P  I  T  0  N  A  e  e  .  .  .  [.]  A  .  [.  .]  .  M  0  C 
CpNOc[.  ..]AABeiN[  ].0N 


4,  60  statt.  p,  das  sehr  zwcifelhaft  ist,  steht  vielloiclit      =  ahc  oder  t  da.         61  ko  in 
♦iahkoVac  nacli  don  Resteii  uiisichcr.  65  ni  vor  toji  ist  aus  den  Rcstoii  niclit  zn  orkoiiiioii. 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


17 


UMSCHRIFT 


Kol.  4,  22  —  71 


4,  22  —  58 


60 


65 


70 


 J  enei  a  eic 

 ]PA  .  .  .  OYCIN    o[lJ    TA    nePI  TON 

"■Gpmian  nAPAAeAcojKOTec ,  THC  01ah[ko]Tac  e- 

NGKA    TciON    KAI    NYN    no]  AYnPATMONOYNTCON    TA  TOIAY-' 

TA  eninAeoN  AOKju  moi  nepi  toytcjn  [eijneTN'  A-f- 

tIkA  tap  01  MEN  e]ni  jill  SeATICTWI  MNHM[o]Ne^OY- 
Cl    TANAPOC,    ojl    AG    HAAIN    eni    TUI    <J>AYA[o]TATtOI  ' 

£n  eiciN  AAAOl  Tje  KAI  GeonoMnoc  eN  thi  ekth 

KAI   TeTTApjAKOCTHI   TUN   nePi    [OiAijnnoN  ■ 

OYTcoci  TAP  rpjA^er  "UPMHce  Ae  .  [.]  .[...].  eni 

.  .  .  .]    OAON    eYN0YX0[.  .  .j  .  [.  .  .]e  .  [.]  .  CTO 

 Jatpiton  Ae  e  .  .  .  [.]a  •[••]•  mgnoc 

.  .  .IcJNOC    r.  .  .lAABeTN    r  1  .  ON 


4,59ff.  Sinn  enei  a"  eic  wericTHN  aiaoopan  hkoycin. 
ebenso  64  aytika  tap  und  66. 


60  01  ergan/.t  Wil., 


Berlinoi'  Klassikcrtcxtc ,  Heft  1. 


18 


AIAYMOY  OlAinniKWN  I 


ABSCHRIFT 

Kol.  5,  1  —  20 

5,1      TONeKeiN[  jjAPNeAKTOXCOPIONTOnAH 

 jATAKKAKOYPrOTA 


1  0 


CIONAnAN[  

TAKT0lc[  ]cAAAOICA[.]eTeAece 

npoc<t>epo[  ]ap*apma!<oic 

TONa[  ]    .    .  PHCXIOIKMI 

TYAHNa[  ]    .    .  KAeYCTACANe 

K    .    .    [.    .    .J  N  .  [  ]\^  AMICeWN  CTPA 

t[.]ymat  .  .[  jKnpoerrHAAKicenAeicTOYC 

V{i)Nto[  ]  NHTOCra)[.jKKAeeiOMOC 

en[.]TPA[  ]APrYPAMOIBIKHNKCYrKei 

[  ]ym«op(onoyxhcyxianh 

[  ]  .  [  1  A  M  [.  .1  0  n  p  e  n  0  N 


[• 


en^.jAAcoNAe 
[  ]  .  [  ]  N  [.  .  .  .]  n  §  X  [.  .  .  .]  e  n  e  N  I 

15     [.]  .  li)  C  Y  N  e  [  ]  r  A  C  T  A  C  Y  C  [.]  A  [.  .]  .  c  n  0  A  I 

T  e  I  ACi<.[  ]  .  .  YMHNAeco'^noTeAie<t>Y 

re  N  OY  AK  [  ]M[.]NACeBHKn[.]NHPON 

AY  T  0  N  n  C  X  [  ]  .  [.  .]  A  N  A  C  n  A  C  T  [.]  C  0)  C  [.]  A  C  [.] 

AeAreNOMo[  ].  [.]  t  w  i  c  o)  [.j  a  t  i  a  y  [.  .  .  .] 

20    n  0  M  e  I  N  A  c  A  [  I  e  e  I  LI  T  .  r.  .  .1  .  .  [  1  y 


5,  a  Kolumncntitcl  nicht  crkciml);!!-.  13  ]r  oder  ]t.  16  iiber  u  ist  der  untere 

Tcil  einp.s  lilHTge.sclirielx'iU'ii  c  (odei'  a  oder  co)  siolithai-. 


5,  1  nach  dein  Zusainmenhang  mu6  die  ungunstige  Schilderung  auf  Heriiiias 
gehen,  obgleich  eigentlich  nicht  er,  sondern  sein  friilierer  Herr,  Eubiilos,  die  Stadte 
Atarneus  and  Assos  erobert  and  sich  dort  festgesetzt  hatte,  und  Eubuios,  niclit  Her- 
mias,  das  Bankgescbaft  besaB,  auf  das  hicr  5,  10  aiigespielt  wird.  Vgl.  Strabo  XIII 
610  eNTAYGA  Ae  [Assos]  KAi  ApicTOTeAHC  AieTPiYe  AiA  THN  npoc  "Gpmian  ton  typannon 

KHAeiAN-  HN  AE  ^EPmIaC  SYNOYXOC,  TPAneilTOY  TINOC  OIKETHC  •  reN6MeN0C  a'  AeHNHCIN 
HKPOACATO    Ka'i    TTaATCONOC   Ka'i    APICTOTeAOYC  •    enANeAGCON   Ae   TUI   AeCnOTHI  CYNeTYPANNHCe 

nPcoTON  enieeMGNcoi  toTc  nepi  Atapnea  kai  'Accon  xupIoic.  enciTA  AieAeiATO  eKeiNON  km 
MereneMYATo  t6n  te  Apictoteahn  kaI  Ignokpathn  kai  eneweAHeH  aytun,  tcoi  a'  Apicto- 
TGAei  kai  evTATePA  AAeA0)OY  CYNCoiKice.  /Agmncon  [vieltnebr  MeNTcop]  a^  6  ^Poaioc  YnHPe- 
TcoN  rdre  toic  TTePCAic  kai  ctpathtcon  nPocnoiHCAweNoc  <fiAiAN  kaaei  nPoc  eAYT6N  igniac 
re  ama  kai  nPArwATUN  nPOcnoiHTUN  xapin,  cyaaabun  a'  ANenewYeN  toe  ton  baciaea  kakgi 
KPeMAceeic  AncoAeTO  •  oi  »ia6co4>oi  a'  ecueHCAN  <t>eYroNT6C  ta  xcopi'a  a  oi  TTePCAi  KATecxoN. 
Dies  CYNTYPANNeiN  des  Ilerinias  und  Euhulos  war  wolil  auch  bei  Theopoinp  irgcndu  ic  er- 
vvahut;  doch  ware  es  scliwer,  dies  iiier  verstandlich  unteiv.ubi-ingen.  A'gb  audi  Piiilodeni. 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


19 


UMSCHRIFT 

Kol.  5,  1  —  2  0 

5,  1      TON    eKeiN[  "AjTAPNeA    KAI    TO    XCOPION    TO  T\AH- 

ClON    AnAN[  AAIKU)t]aTA    KAI  KAKOYPrOTA- 

TA  KAI  ToTc  [  AAAa)]c  AAAOic  A[i]eTeAece 

npoc<t>ep6[MeN0c  ton  mgn  rjAp  <t>APMAKOic 

5     TON    AG    [  ]  .  .  PHC    XToi    KAI  tA\- 

TYAHNa[T0I  ]  .  .    KAGICTACAN  6" 

K  .  .  [.  .  .]n  .  [  ]    gTnAI    tun    AMICeUN  CTPA- 

T[e]YMATUN    .  .  [  ]    KAI    nPOCnHAAKICe  nAGICTOYC 

■'ICi)Nu[n'    APTYPujNHTOC    TAP  KAI  KAeeiOMGNOC 

10    en[i]  TPA[neiAN]  aptypamoibikhn  kai  CYrK[e|i- 

TnUN    nANTA    KAI    clYM<t)0PUN    OYX    HCYXIAN  H- 


1  5 


rcN 


AM[A  Tjo  npenoN 

.  .  .le    nfolAAUN  AC 


e    HAP  GNI- 


■•••]■[  ]-[■■■■]  nex[.  ^ 

.  0)    CYNe[  ]rAC    TAC    Yc[t]a[ta]c  CYMnOAI- 

TGIAC    KATA    .[....    CaJyMHNAg'  UC    nOTC  Aie0Y- 

rCN    OYAG    KATA    [  ]';^[-]^    ACGBH    KAI  n[o]NHP6N 

AYTON    HAPACxfuN    ...].[..]    ANACnACT[o]c    UC  [b]ac[|-] 

A^A  reN6MeNo[c  ....].[.]  tui  cu[m]ati  ay[mhn  y]. 


20     nOMGINAC    ANA  CTAYPU  eei  C  T 


[■■■] 


GTEAe  Y- 


Ind.  Acad.  ed.  Mekler  S.  22  col.  V,  Iff.  kaga  aikaiapxoc  gn  thi  Bicon  <t>iAoc64>toN  a  erPAYe, 
npoc  'Epmian  mgtabantac  MeTAneMYAweNOY  aytoyc  ka]  npoTePON  toy  '"Gpmia  gynoyctata, 

tote  Ae  KAI  MAAICTA  AIA  THN  TTaATCONOC  TeAGYTHN  eniCnGY'CANTOC  nAPAreNecGAi.  6  a'  ay- 
TOTC  TA  Te  AAAA  nANTA  SnOHCe  KOINA  KAI  n6AIN  GACOKGN  OIKeTn  THN  AcCON  GN  HI  (GIKgTnOI 
T6  AIATPIBONTGC  6<t>IAOC6<t>OYN  GIC  6NA  nGpfnATON  CYNIONTGC  KAI  HANTA  TA  AGONg'  "£pMIAC 
AYToTc  nAPGTIQH,    TUN   YHO   *IAOCO*IAC   GNTGTAAMGNCON    NOMIICON   T6A0C  THN   TOY   IHN  GYAAI- 

monian(?)..  Dionys.  ad  Ainin.  .5.  262,  17  AnoGANONTOc  ag  TTaatconoc  cni  &eo<t>\AOY  apxon- 
Toc  [348]  AnflPG  [Arist.]  np6c  "Gpmian  ton  Atapnguc  typannon  kai  tpigth  xponon  hap' 

AYTUI   AlATP-fYAC   6n'  eYBOYAOY  APXONTOC   [345]   GIC   /AyTIAHNHN   GXUPICGH.     Vgl.  ApoUodor 

bei  Diog.  V  9.  3  vielleiclit  cynapxoycin  ^CAPXOYClN).  10/11  cYrKiNUN  sc. 

Gyboyau  ta  nPATMATA  —  cYM*0P(2iN  SC.  TA  XPHMATA ,  \venn  niclit  CYM<t>YPcoN  y.ii  emeii- 
dieren  ist.  18  ANAcnACTOC  coc  baciaga]  vgl.  Deitiostli.  selhst  10,  32  g'hgig'  6  hpat- 

TCON  KaI  CYNGIACbC  AHANq'  A  <t3|AinnOC  KATA  BACIAGUC  HAPACKGYAIGTAI ,  OYTOC  ANACrTACTOC 
TGrONGN.  KaI  nAcAC  TAG  nPAIGIC  BACIAGYC  OYX  HMCON  KATHTOPOYNTCdN  AKOYCGTAI.  Dazil 
Schol.  OY  nAPA  HI^&>H  TAYTA  AKOYCGTAI  BACIAGYC  HPUTCON  ,  AAAA  MAAICTA  M6N  HAPA  Td)N 
CATPAnCON,  gTtA  AG  KaI  HAPA  'GpMIOY  TOY  GYNOYXOY,  ON  NYN  ANACnACTON  GnOIHCATO,  AP- 
XONTA   AtaPNGCOC,   MAGCJN   AYTON   CYMnPATTGIN   <t>IAinnC0l    KATA  THC   BACIAGCOC  APXHC. 


20 


AIAYMOY  cDlAinniKWN  I 


ABSCHRIFT 

Kol.  5 ,  2  1  —  5  5 


5,  21 

T 

H  c  e 

N 

•  0  A  A 

A  H  1 

K 

H  N  n 

A  0  I 

A 

N  T  c 

X 

A    P  1 

e 

1   C  K 

25 

M 

0)  N  M 

T 

0)  N  n 

A 

OCA 

r 

e  N  0 

n 

A  N  H 

r 

Y  P  6 

[• 

J  M  e  1 

K 

Pl\ . 

0  c  * 


•  ]to 

6  A  A  H  C  I 


Neia)N..AO..'j>eiAOY 


.   .JK  e  KTHMOCeTY[.  .JMTHC 

[.  .jrYe![  jAnoAiNTHAiWNe[  ]e  i  n 

30    [  ]  e  K  e  X  e  I  p  i  a  [.]  e  [.]  e  i  c  [  ]  . 

[  ]  •  ^  I  N  0  Y  .  e  0  p  [.]  .  .  .  [  ]  . 

[  ]  0)  N  .  A  .  [  ] 

[ ]  :  A  0  [.  .]  A  A  [  ] 


35  —  43  verloren 


45 


A  . 
.  0 


[  J  M  e  c  .  .  .  . 

50     [  J  .    .    .    H  c  e  N 

[  ]   .    .  A  .    .  0)  [.   .]   .    K  0  T  A 

....  A  A  T  [  J  K  [.  .j  e  p  I  i  •  e 

CTPATHr..|  ]!<[..]<£ 

pactonkapictot|  ]a  10  K 

55     nANT[....jTOinr  l.YCT  6 


5,  23  T  (vor  u)  odd'  a.  29   r  odcr  c  —  iiach  e  ist  aiicli  y[  oder  x[  iiiog- 

lich.  52  statt  k  ist,  audi  ic  inuglicli. 


5,21  —  23  ergan/.t  Wil.  (en  tini  statt  th  schreibend).   Von  Theopomp  wird  cine 
eniCTOAH  np6c  Aacianapon  ofter  ervvalint  (fr.  276- — 278).  23  Sinn  honhpoc  mgn 

TAP  HN.    aaauc  —  reroNcoc  [oder  reN6M(eN)oc]  ergan/.t  Wil.  26  auf  die  inno- 

TPO<t>iA  des  llerniias  .spielt  der  6.  Platonische  Brief  (an  Hennias,  Erastos  und  Koriskos 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


21 


UMSCHRIFT 

Kol.  5,  21  —  5  5 

5,21    THceN'«  6  a'  a[yt6c  gn  THi  np]6c  ^[lAinnoN  enicjxo- 
AHi  KAi  HN  n[APecKeYACTO  n]A[pA  ToTc]  "^Gaahci 

AOIAN    ICTOp[eT'«   J  .  [.  .  .    AA]AtOC  AG 


XAPieic  KAI  <t>iA|oMOYcJoc  rejroNjcoc"  kai  [bapbJapoc 

25     MGN    WN    MeTA    TtON    TT  [a  ATO)  j  NefcON  Ao[co]<t>eT,  AOY- 

Aoc  Ae  reNOMGNOc  ATAjH^Aroic  iGYreciN  eN  taTc 
nANHTYPeciN  A[r]a)N(ieTAi.    CKoneAOYc  ag 

[kai]    M[[e|lKp[A    XCOPIa]    KEKTHMeNOC    ejYfxe]    MeN  THC 

[.  .]rYe![.  .  .,  thn]  ag  noAm  thn  "'HA<'e^,(a)N  e[nArreAA]eiN 
30    [npoc  AYTON  thn]  eKexeipiArNl  ernleicTeN  .  .  .1. 


31 — 51 


[.  ejic  [THN  njepli '  e- 

CTPATHr  .  .  [  ]    KAI  ^G- 

PACTON    KAI    ■ApiCTOT[eAHN  ]    AlO  KAI 

55    nANxrec  oyItoi  hapa  [  1  ycte- 


von  Skepsis)  an  'GpMeiAi  weN  tap  oytg  YnnwN  nAhieoc  oyte  aaahc  noAewiKHC  cymmaxiac 
oya'  ay  xpycoy  nPocreNOMeNOY  reNou'  an  weiiuN  eic  ta  hanta  aynamic  h  <t>iA(ON  bebaicon 
re  kai  Heoc  cxontun  Yriec.  Der  eine  Sat/,  geniigt  vvolil,  um  die  Unechtlie.it  des  Stiicks 
und  seine  gute  Quelle  zu  zeigen.  29  enArreAAeiN  ergiinzt  Wil.   Er  setzte  diirch,  da6 

die  Olympien  bei  ihm  wie  bei  alien  andern  Hellenen  angesagt  wurden.  54  ''Gpa- 
cton]  s.  vor.  Anm.  Die  Vorgeschichte  des  Hermias  ist  uns  zu  vvenig  bekannt;  daher 
der  Zusannnenhang  unklar. 


22 


AIAYMOY  0|AinniK(A)N  I 


ABSCHRIFT 

Kol.  5,  5  6  —  7  1 


5,5  6      P  0  N  .  .  [. 


.JHK0[  J.GAWKGN 

A  Y  T  [.  .  .  .J  (1)  P  e  A  [.  .]  .  .  [  J   6  C  A  T 

typan[.  ..]am  .  .  cth[  ]..[..]  je  p  a  nay 

NACTeiANAiOKnAc[  ]!e.[.]YcenHP 

60    ieNe(ji)CACCOYOTe.[  jeeicToicei 

PHMOIC<t>IAOCO0OICA[  ]tHNACC1(jON 

nOAINMAAICTAAAYT[  ]aMOCAPI 

CTOTeAHNOIKeiOTATA[  joCTOYTON 

AAAATKKAAAICeeNf  ]T!?YN 

65         TAiAcnepiAYTOYn[  Jaai<[.  ..] 

T  I  •  0  Y  M  0  N  [.]  N  T  0  I  [  j  K  1  N 

AYNa)NAAAAKnAHCION[  JmOIOC 

uNAieTCAeiKMeiif  ]Ne 

Aa)KeTHCAPeTHCeNAYTa)[  jojf.jol 

70     MfBAPBA[.]oiCea)P..f  Jjl^N 

ANAPeiANor[.  .]acia[  ] 

Kol.  6,  a  (Kolumnentitel) 
6, a    '\Yn[.  ..jATOY<t>PAce.[.  .]kctacic 

6,1  NOMOCeTePONAAAHTOYCAYTOAOrOAKOYCON 

A  TAC  eei  CTHNANAPe  I  AN  KT  Be  BAI  OTHTATCON 

TPonAieNOHeHMAYTONOAU)CA<t>ei  nain[.jmi  icon 

[.jeNOMONAYTCOl  <t>   I  AONnAN^.jwNGCeCeAl   X  PHC  I 
5  MCOTATON-ANTineinTONTOJNABAACJOYK 

MeNTOPOCAl  ATO*eON  £  I  N  K  <)>OBe  1  CeAIMHnPW 
TGYCH  IMAAAONOAAYTCJNA  <t>  £66  I  CTAYTHNM 


5,  62  zwei  Biicli.'stalx'i:  amoc  Kudo  e'uics  Abkrnzuiin'sstuckcs.  65  vicllciclit 

]aak[.  .  .].  69  Sclilnl.i:  liiiitcr  oi  scliciiit  kciu  Uiiclistalx'  ji'r.stniulcii  zii  liahcii. 


5,  57  AUPCAN,  namlicli  das  Schulgrundstiick  in  Assos  (s.  Wilainovvitz  Ar.  ii.  Ath. 
I  334)  oder' vielmehr  Assos  selbst,  vgl.  Z.  61  und  oben  Pliilodein.  zu  5,  1.  62  er- 
gan/.t  Wil.  66.  67  Sinn  Toi[c  koinconhcaci  twn]  kinayncon,  aaaa  km  nAHCioN  [r6N0- 

MeNOic  AAAOic  b'jMOioc.  69  etwa  cn  ayt(2i[i  tui  kinayncoi  ...]?  70  euPATOi'  71  f.  Sinn: 
B]ACiA[eYC  TUN  <j>iACON  OYAEN  KATATei]N6MeNoc  ((ler  KTniig,  (Icr  sicli  laiigw  ellte,  von  seinen 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


23 


UMSCHRIFT 

Kol.  5  ,  56  —  71 
5,  56      PON    ..[...  .]hK0[  ].  GACOKeN 

ayt[oTc  A]upeA[N  .]  .  .  [  eniTHAjec  Ae  thn 

typan[n(a]a  M[eTe]cTH[ceN  etc  nPAioJjePAN  ay- 
NACTeiAN  ■  Aid  KAi  nAc[HC  THC  cYN]e[rr]YC  enfip- 
60    iGN  ecoc  'AccoY,  0T6  [ah  KAI  YnePHcjeeic  ToTc  ei- 
PHMeNOic  <t)iAOc6<}>oic  A^neNeiMeN]  thn  Accicon 
noAiN,  MAAicTA  a'ayt[con  AnoAGaE] amgnoc  Api- 

CTOTeAHN    OIKGIOTATA    [AieKeiTO    npjoC  TOYTON.« 
AAAA    tap    KAI    KAAAICeeN[HC    CYrrPAMwA]    Tl  CYN- 

65       TA5AC  nepi  AYTo9  rT[oAAA  IE  Aerei  aaJaa  KAI  [toy-] 
t!'  »oy  m6n[o]n  toT[c  ]  kin- 

A^NUN,"    AAAA    KAI    nAHCION    [  b]MOIOC 

ojn  AiereAGi.    kai  MeTi[oN  OYAeic  TeKMHPiojN  e- 

AUKG    THC    APeTHC    GN    AYTCo[l  ]9![-]'?' 

70     MeN    TAP    BAPBa[p]0IC    eOOP  .  .  [  ]  THN 

ANAPeiAN.      6    r[AP    B]ACIA[eYC  ] 


Kol.  6,  a  (Kolumnenfifel) 
G,a    \  Yn[ePB]ATOY  <i>PAce[wc]  katactacic. 

6,  1      NOWeNOC    GTePON    AAa'  H    TOYC    AYTOYC    AOrOYC  AKOYWN, 
ATACeeiC    THN    ANAPeiAN    KAI    THN    BGBAIOTHTA  TUN 

TPoncjN,  AieNOHeH  MeN  ayton  oauc  A<t>eTNAi  n^oJmiiun 
[rJeNOMeNON  aytGi  <t)[AON  hantcon  ececeAi  xphci- 

5     M(j!)TATON  ■    ANTinJejjinTONTCJN    AG    BaTWOY  KAI 

Mgntopoc  aia  TO  *eONeTN  kai  <t>0BeTceAi,  mh  npto- 
tgychi  maaaon  oa'  aytun  A^eeefc,  taythn  mgn 

Freunden  nichts  andres  als  stets  dieselben  Reden  anhoren  zu  mvissen!'  Freilich  fehlt 
dann  der  Gegensatz  toytoy  6,  2). 

6 ,  a  die  Uberschrift  bezieht  sich  aiif  die  Z.  67  beginnende  Feststellung  (kata- 
ctacic) des  Hyperbatons,  das  7,1  mit  YnePBAToc  ctpAcic  bezeicbiiet  wird.  Der  Strich  \ 
liatte  vielleiciit  ein  entsprecliendes  Zeichen  am  Raiide  desTextes;  vgl.  10b.  Docli  ist  da- 
von  nichts  mehr  zu  sehen.  5  Baauoy  deutlich  der  Papyrus,  verbessert  Wil.  Aucli  bei 
Diod.  16,  47  mit  Mentor  zusammen  genannt  als  reclite  Hand  des  Konigs.  7  oa'] 

CO  a'  Wil. 


24 


AIAYMOY  cDlAinniKWN  I 


ABSCHRIFT 

Kol.  6 ,  8  —  3  4 

6,8     TTAA  IMeTeBAAeTOT[.jNrN(JMHN-AIKAC(0NA 

TU)NriNOMtONnAp[.    .  .]ci)IKAKOnAeiC0NAMOI 

10    PONAYTONenoi  Hce  [  ]  APeT-HMOTO  I  ay[.]h 

MeTPIOTHCYnHp[  jATCONexePCONnAPA 

AOl[  j.NTUNBAPBAPCON 

TPO[  js'^f ]NMeAA[.jN-0IAI 

n  [  ]  9  N  [  ]  e  c  A  M  0  c  A  A  A  r.] . 

15      [  ]  e  C  K  [  ]  C  T  CO  I  n  P  0  C  T  0  .  [.  .]  j 

[  ]  T  A  I  P  6  I .  .  .  .J  T  e  A  A  e  I  N  U)  C  0  Y  A  [.]  N 

a[.  ...J.[.]h<))Iaoco*ia[.  ...J.cxHMONAnenPA 

rMOC-KHKHAeiAAHnp[.   .   .]0NAP  I  CTOTeA  H 

K[.]rPA<t>6icenAYToo[.  .  .]anmapty  pe  i^ay 

20         jf.jYTH  I  APeTHIAO£e[  ]xOYKAN[.].[.]l<t>AY 

AWCAYTONANArPAj  ]ATOMHnOAA01C 

n  p  0  X  e  I  p  0  c\e  xontaT[  JnoA[.  ..Jxeere 

N  e  lBPOTetOieHPAMA[  jcTON  BIOJ  CACn[.J 

pinAPeeN  eMOP<t>ACKeA[.  .  .]NiHAa)T[.jceNeA 

25  AAAinOTMOCIKnONOYCTA[.]NAIMAAePOYCAKA 
MANTOCTOIONeni0PeN[.]BAAAeiCKAPnON 
VCAGANATONXPYCOYTeKPeiCCCOKrONeUN 
MAAA[.]AYrHTOYeYnNOYOOYreNei  OCOAe  I  OCH 
PAk[.  .JcAHAACTeK[.]p[.  .JnOAAHNenAACANeP 

30    roic[  JenoNTe[  jMiNcoicTenoeoici 

[  ]c  [.  .]  ACTAl[  joYCHAeONCACAe 

[  ]n*Ia[.   jATePNeOCGNTPODOC 

[.   .   .]0YXUPh[  JrAO  lAlAAONGPrOI  c 

.   .   .]NA[.]0NTeMl[  JyCA  IMNHMOCY 

6.  17  H  (vor  ♦)  odci'  I.  20  x  clici'  ;il.s  k.  25  ur.sj)n"ui<>licli  noTwoN;  dvv  Sclirciber 

vcrsuchtc  das  n  in  c  zu  aiidcrii. 


6,  8  AIKACCON  steht  da,  etwa  kataaikaicon ?  XnACcoN  Wil.  13  ct>iAinnoc  vgl. 

6,  r)6.  18  khagia  vgl.  Aristokles  he.i  Ens.  XV  2,  13  nepi  mgn  oyn  £pr^'\oy  kai  thc 
■ApicTOTeAOYc  npoc  ayton  oiaiac  aaaoi  xe  noAAoi  crrrerPAOACi  kaI  ah  km  AneAAiKcoN  oy 

TO?C   BIBAIOIC   6   eNTYXCON   nenAYCGTAI    BAAC-OHMCON    AYTOYC.     nCPi   Ae   TOY   TAMOY  TOY  TTYeiA- 

Aoc  AnoxpcoNTcoc  AYTOc  [Aristoteles]  eN  taTc  nPoc  ANTinATPON  eniCTOAAic  AnoAeAdrH- 
TAi.         22  die  KoUation  des  wohl  aus  Kallisthenes  (d.  h.  zunachst  Hermippos,  s.  6,  51) 


DIDYMOS  ZU  DP:M0STH.  PHIL.  X 


25 


UMSCHRIFT 

Kol.  6,  8  —  3  4 

6,8      HAAIN    MeTeBAAGTO    TjHjN    TNWMHN  '    AIKACCON  AC 

TCON    nrNOMGNCON    HAp'  [aYtJiOI    KAKOHAe  £  IUN  AMOI- 

10    PON  ayton  enolHce  [aia  thn]  APeTHN'  h  mgn  oyn  toiay[t]h 
MeTPioTHC  YnHp[ie  .  .  .]a  TCON  exepuN  hapa- 

AOl[  ]  .  N    TUN  BAPBAPOON 

Tp6[n(jON  ]    ^GA[AHNa)]N    MeAA[.]N"  0IAI- 

n[n  ]on[  JecAMGNOc  aaa[.]  . 

15    [  ■  •  •  -jcTcoi  npoc  to[yc 

[aoyc  tg  kai  ejTAiPOYC  [enicjTeAAeiN  toe  OYA[e]N 

A[npenec  tJh  *iAoco<t>iA[i  oya'  a]cxhmon  AiAnenpA- 

rweNOC"'  KAI  H  KHAeiA  AG  H  np[6c  t]6n  Apictotgah 
k[ai  6]  rPA*eic  en'  aytu  [TTaiJan  maptypgIn  ay- 
20      '''[o]?  THi  APeThii  A6ie[ieN  an],  koyk  an  [e]x[o]i  *ay- 

ACOC    ayton    ANArPA[YAI,    AIjA    TO    MH  nOAAoTc 

npo  xeipoc  cTnai,  gxonta  [oytwc.  »7\p6ta]  noA[YMo]xee  re-  Bergk,  Arist. 6 
NGi  BPOTeicoi  eHPAMA  [kaaai]cton  BIO),  CAC  n[e-j 
PI,  HAPeeNe,  mop*ac  kai  eA^NeTjN  ihacot[6]c  cn  '"Ga- 

25     AAAl    nOTMOC    KAI    HONOYC    Ta[h]nAI    MAAePOYC  AKA- 
MANTAC'    TOTON    eni    *PeN[A]    BAAAGIC  KAPHON 
ICAeANATON    XPYCOY    Te    KPeiceO)    KAI  roNecoN 
MAAA[KjAYrHTOIO    e'  YHNOY.      COY    r'  CNex'  OYK    AlOC  ^H- 

PAK[AeHjc  Ahaac  Te  K[6jp|]oi]  noAA'  ANeTAACAN  en'  ep- 
30    roic  [can  Arp]eYONTe[c  a^na]min,  coTc  Te  noeoic 

[■AxiAeY]c    [At]AC    t'  AT[aAO    AOwjoYC    HAGON  ,    CAC  A(e) 
[e'NCKejN    *Ia[!oy]    m[0P*Ac]    ATAPNeOC  eNTPO<t>OC 
[aCAiJoY    XHP(jo[ceN    AYTAC"    TOljTAP    AOIAIMON  GPfOIC 
[AeA]NA[T]6N    Te    M|[n    A^iHCOYCI    MoJyCAI  MnHMOC^- 

heriibergeschriebeiien  Paan  mit  A(then.)  XV  696,  D(iog.)  V  8  aus  Herniippos  bei  Gercke 
Herm.  37,  424.  23  bpotgico  A  D.  25  akamantac  D.  28  MAAAKAYrHT0i6  e' 
AD  —  COY  a'  eNEK'  GK  T) :  cgy  a'  CNeKeN  d  A:  cgy  a'  gngx"  oyk  Brunck:  c.  a'  enex'  oi 
Wil.  — ■"Hpakaghc  D:  'Hpakahc  A.  29  koypoi  AD  —  hoaa'  ANeTAACAN  AD.  30  can 
ArPCYONTec  A:  ANAroPCYONTec  D:  can  AienoNTCC,  durch  Glossen  entstellt.  Pap.,  dei'  aiich 
noeoici  am  Ende  eigeiimiiclitig  schreibt.  31  Aiaa  AOMONWil.;  aomoc  dorisch  hat 

Arist.  vvohl  nicht  gevvagt.  32  mopoac  kai  A:  mop4>ac  D  und  Pap.,  wie  Spatiuiii  iind 

Metrum  (<t)AC  Atapncoc)  zeigen,  richtig.  33  haioy  Pap.i'  xuphccn  Pap.,  da  man 
das  ungewohnliche  XHPcoceN  nicht  verstand.         34  ayihcoyci  AD:  ayahcoyci  Wil. 


26 


AIAYMOY  OlAinniKWN  I 


ABSCHRIFT 

Kol.  6,  3  5 —  6  0 

6,35      [.  .  ..jvrATPeCAf  ]bACAYIOYCAI0  I 

r  1  e  r  e  p  A  c  B  r  1 


[.    .    .J  A  P  I  C  T  0  T  §  [  J 

e  [.  .]  N  A  I  0  A  H  K  [  ] 

T  [.]  c  e  r  r  e  r  [  ] 

4  0     CI(JCnAPAB[  ] 

K  T  I  N  e  N  [  ] 

N  e  p  A  c  [. . .  I  X  H  r  1 


A  A 


<t>  H  C  I  B  P  ]  .  .J  0)  [  

45         MATieeOKPjTON  [.      ...]..[.  . 

c  A  I  •  e  p  M  1 0  [.j  e  Y  [  ]§<[.... 

aoyaoy.khmak[.  .  .  .]|<0N0[.  . 
TeAHCOc[..]cTPOCT  1  MCpNANOM 
eiNA.  .[.|KAAHMeiACBOPB[. 
5  0  A  , 

TOY   K  TONeANATON.ePMi|....ireNTa)ne 


A  r 

[•] 

1 

A 

1 

A 

A 

A 

ATT  OYCIKnf, 

K 

T 

0 

N 

e 

A 

N 

A 

T 

0  N  .  e  P  M  1  [.  .  .  .] 

P  [■] 

C 

T 

0 

T 

e 

A 

0 

Y 

C  B  e  N  T  0  [  

T  e 

A 

e 

Y 

T 

H 

C 

A 

1  • 

0  1  A  Y  n  [  

e  e 

N 

T 

A 

A 

C 

T 

A 

Y 

P  CO  e  H  N  A  f.  .  .  .]  / 

T  A 

1  • 

0 

•] 

A 

Y 

T 

0 

Ne[.  .]"'[.  .  .  .] 

NAY 


Of! 


55  K§    ITAI-Oj..jAYTONe[.  .J..[.   .   .  .jMH|.JeN 

[■  •]  N  $iAinna}!CYNerN(i)CMeNipN[...jAo[.]H 
C  A  N  T  AKAe  A  ne  POKAAA  I  c  eeN[.]c-eTiAOi 
MGNTHIAI    OA    lAIKATANH   l<t>A[.  .]nAYTON 
CYAAH*eHNA    I  OIAeTeP(jJeiAOs[...]AA[.]eN 
60  [•  -J  •   •   •   •  [•   .]  n  e  P  I  A  Y  T  0  N  A  I  A  T  e  e  §  [.]  K  [.  .]  A  I  A 

(),  4()  del-  /wcitc  Biiclistalic  scIiiiimI,  iiiclit  h.  47  .khma,  iiiclit  cxhma,  ;i1.so  ch«a 

cr  MNHMA. 


6,36  DiojT.  V  6  ton  ymnon  enoiHceN  eic  ton  nPoeiPHweNON  Xpmian  (Paian),  aaaa 
KAi  ^nirPAMMA  en:  toy  en  agaooic  anapiantoc  toioyton  »T6NAe  —  aoaioy.<.  Seine  Va- 
riante  oangpuc  AorxHi  iiixl  Did.  4>ANePAC  AorxHC  vereinigen  sich  'wolil  auf  oangpai 
A6rxHi.  38  nach  kgItai  war  fine  naliere  Lokalbezeiclinung  gegeben.    Dann  wohl: 

enirPAMMA  a'  ay]t6c.  44  Bpycon  scheint  die  richtige  Nameiisforin;  vgl.  Dittenb.  Syll. 
7.'),  37  (Cliios);  96,23  (lasos).    \'erderbt  D(iog.)  V  11  AnecKcore  a'  eic  ayton  enirPAMMA 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


27 


UMSCHRIFT 

Kol.  G,  3  5  —  6  0 

6,  35    [nac  e]^rATPec,  A[i6c  leNiOY  cgjbac  ayioycai  <t>i- 
AiAC  jje  rePAC  B[eBAiOY.«     kai  mnhmgTon  ag  Aere-] 

[tAi]    'ApiCTOTefAHC    AYTCOI    eiC    AeAOOYC  ANA-] 

e[eT]NAi  b  ah  K[eTTAi  ay-] 

t[6]c  errer[pA<t>e  to  toionag"   "Tonag  hot'  oyx  6-] 

40     Ciwc    nAPAB[AC    MAKAP(jON    GGMIN    XrNHN  £-] 

KT<(e)iNeN  [TTePciiN  toio*6pwn  baciagyc,  oy  *a-] 

NGPAC    [A6r]xH[c    *0Nf0IC    GN    ArUCl  KPATHCAc], 

aa[a'' anap6]c  [nicTGi  xphcamgnoc  aoaioy'k  kai] 

<t>HCI    Bp[^]ci)[N    GN    TUI    TTgPI    GgOKpItOY  GniTPAM-] 
45  MA    Tl    GeOKPITON    [tON    XToN    GIG    AYTON  nOIH"] 

CAI  ■     »'"6pMI0[y]    eY[NOYXOY    t]g    KAI    [GyBO^AOY  TOAg] 

AO^AOY  chma  k[gn6n]  kgn6[*pun  eHKGN  Apicto-] 

TGAHC    be    [rA]cTP6c    TIMCON    ANOm[oN    0YCIN    gTaGTO  Na!-] 

GIN  a[nt'  ■A]kaahmgIac  BOPB^OPOY  GN  npoxoATc].« 
50       aaaa  tap  [gt]i  aiaaaattoyci  kai  nj^GPi  THN  cya]ahy!n  a-y'- 

TOY    KAI    TON    GANATON.     '"'6  PMI  [nnOc]    TAP    GN    jQ)  TTg- 
Pl    Ap[|]cTOTGAOYC    B    GN    To|Tc    AeCM0]Tc    <t>H[ci]N  AY- 
TON    TGAGYTHCAl,    01    A^Yn^O    BACIa]gU)C  BACA- 
[Nlc]eGNTA    ANACTAYPCOeHNAj  I  ,    KAe]AnGP  nPOGK- 
55  KGITAl,    o[l    Ag]    AYTON    g[.  .]..[....]  Mh[a]gN 

Taj]N    OlAinnWI    CYNGrNCOCMGNlON  [bMo]Ao[r]H- 
CANTA,    KAGAnGP    6    K  AAAICeGN[H]c.      GTI  a'oI 
MGN    GN    THI    AlOAIAI    KaTANHI    *a[ci]n  AYTON 
CYAAH*eHNAI,    01    a'    GTGPUei.      a6i[gIg]    a'  a[n]  GN- 
60  [tGACOC    Ta]    nGPI    AYTON    Al  ATGeGfl]  k[gn]  Al  A- 

kai  GeoKPiToc  6  XToc  oytcoci  noiHCAc,  c6c  *hcin  Ambpycon  [sic  BF:  amnypycon,  sofort 
verbessert,  P ']  eN  t&\  TTepi  9eoKPiTOY-  ..'ePMfoY  —  ^Apictoteahc".  E(iis.)  P.  E.  XV  2,  12 
(aiis  Aristokles)  BeoKPiToc  roYN  6  Xioc  enoiHceN  enirPAMMA  toioyton  ..'Gpmiov  —  npo- 
xoaTc«.  46  Te  kai]  ag  kai  E:  ha'  D  —  TOAe  E:  ama  I).  47  chma  ED;  s.  S.  26, 
48  A.  eHKCN  E:  tcyien  D  48  be  aia  tUh  akpath  tactpoc  dycin  E  (D  fehlt).  54  npo- 
eKKGiTAi  5,20.  55  ayton  eiArAreiN  (Wil.)  fugt  sicli  nicht  leicht  den  erhaltenen 

Spiiren.  58  vgl.  Stepli.  Byz.  unter  Katanh  :  .  .  .  ecTi  kai  aaah  katgnanti  thc  Aec- 

BOY  nAHGYNTiKuc  AeroMGNH.  '•tiullas  liic  Catanas  memorari  memini ;  vereor  ne  Canas  in 
mcnte  habuerit«  Meineke.  Denselben  Feliler  nimint  WW.  audi  liier  an,  so  da6  Didy- 
mos  Kanhi  gescln-iehen  Iiiitte.        60  eNTGAWc]  vgl.  12,  42. 


28 


AIAYMOY  OlAinniKWN  I 


6,  61 


ABSCHRIFT 

Kol.  6,  61 —  7  4 


N 

A 

i 

1 

C 

T 

0 

P 

0  A  H 

B 

A 

P 

TAT 

A 

T 

0 

n 

A 

P 

e 

T 

A 

T 

0 

N  A  T 

A 

0) 

T 

K  K  A 

K 

0 

N 

PON 

C 

e 

n 

N  e  n 

H 

r 

r 

[.]eY 

H 

1 

i[.]y 

e 

N 

T 

[.].A 

Y 

I 

0 

[.]aico 

K 

A 

A  0  C  • 
K  n  A  N 

.1  c 


65  nAPeKACTATlL)NAeHNAIlLlNT|.J.[.  ..J.e[.  .J 

A  PBA  POYAe  roNT(JN-ercor[.  .]ant[.] 

MeNCOYCOICKerBATANOIcf  ] 

N  \t  HinOAei4>ACKONTA[  ]pTe 

upecoccTA  T^n  o  a  e  co  c  n  p  [.  .  .]  a  [.  .]  k 
AeToeiAMHAxeceeYl  1a 


Kol.  7,  a.  h  (Kolumne.ntitel) 
7,  a    TicHeiYnorY[.  ..]eNHeeicATa)iBACiAeinpocA 
b        eHNAiOYcl.  ..lANePconiLl 


7,  1    ene  iahoyxoytoc*  ia  innoN-Ynej.jBATcoiTH  i  <t>PA 

Ce  I  Ke  X  PHTA  I  HNKATACTATeONS-erOOTAPO 
TANTINIACOTONMeNCOYCO    I    CKCN  eKBATA 

Noi  CAAO  I  KOTAYnePATOYen[.]T  A  I  c  GYPA  I  cer 

5  rYCOYTtOCTeNMeCHITHICAAAA    I  AY5AN0M0YAHI 

CTOYTUNeAAHNMHAGAerONT  A  G  A  YM  AIUKAG 
AOIKATOYTONOCTI   CANH   inOTG   TCOre-OHCIATO  N 
BAG  I  AGAKHPOTePONMnOTen  A  NO  P  etOCA  I  TA 

T^noAGOocnPArMATAKNY^.  ..]sYno  r  yo[.Jayton 

10  A(J>IAOTIMHeHNAinGPIAY[  joYH0ICACeA[.] 

ATHNnOA  I  NTAAIAOMa[  JePANMOGRA 

NOPeioGi  Ne[..Joi  <j>acina[  J  G  TG  l  nthng 


6,  62  0  (inii'li  nApiHMi)  kaiui  niicli  a,  a  aucli  «  .sciii  (iiiclit  alicr  m). 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


29 


UMSCHRIFT 

Kol.  6,  6  1 —  7  4 

6,  61  NAIIMeNHC    eN    THI    eKTHI    TUN    TTePI    CtJ^iAinnjON  I- 

CTOPICON,    OY    THN    eKAOTHN    nAPIHMI  '    p|^Y    TAP  6*e]A0C" 
'"0  AH  8APBAP0C  KAI  KOINOC  KAI  XnACIN  exe[p6c]   KAl  HAN-  X33 
TA    TA    TOIAYTA.      TaYTA    IAIAI    nPOCICT[oPeT  d)]c 
65  hap'  e'KACTA    TUN    "AeHNAICON    t[.]  .[...].  e[.  .] 

TA    TOY    BAPBAPOY    AerONTGJN'    X  T  CO    TAP    [o  t]  A  N    T  [l -] 

NA  I'au  ton  men  eN  CoYCOic  KAI  "'Gtbatanoic  [agaoi^kota 

KAI    KAKONOYN    gTnAI    THI    nOAei    <t>  A  C  K  0  N  T  A    [o  C    KAI    H  pj  6  T  £ - 

PON  cYNenHNcipeuce  ta  thc  noAeuc  np[ArM]A[TAj  kai 
70    NYN  ennrreAAeTO,  (ei  Ae  mh  'Aexecee  Y[MeTc  aaa']  a- 
[n]eYH*iiecee,  oy  ta  r'  eKeiNOY  AtTi[A),  Y|n[ejp  ag 
t[o]y  eN  taTc  eYPAic  errYC  oytuci  eN  MecH[i]  thi  ^6aaa- 

[a]  I  AYIOMeNOY  AHICTOY  T  0)  N  '6  A  A  H  N  CO  N  AAAO  TI  AerONTA  eAY- 
[m]aICO    KAI    ACAOIKA    TOYTON    OCTIC    AN    HI    HOTe  ferCOre 

Kol.  7,  a.  b  (Kolumnentiiel) 
"7,  a    Tic  h  ei  YnorY[oY  rjeNHeeTcA  tcoi  baciagT  npoc  "'A- 

b  eHNAlOYC  [*IA]ANePCOn[[A]. 


7,1    eneiAH  oyx  oytoc  OiAinnoN.    '"Yne[p]BATcoi  thi  *pa- 

Cei    KeXPHTAI,    HN    KATACTATeON    OYTCOC  '    ercb    TAP  0- 
TAN    tin'  TaCO    TON    MCN    eN    CoYCOIC    KAI    CN  XtBATA- 

NOic  AeAOiKOTA,  Ynep  AG  TOY  en[i]  taTc  gypaic  er- 

5  TYC    OYTCOCI    EN    MCCHI    THI    'GaAAAI    AYIANOWeNOY  AHI- 

CTOY TCON  ''GaAHNCON  MHAe  AerONTA,  eAYMAICO  KAI  Ae- 
AOIKA  TOYTON,  OCTIC  AN  HI  HOt'  erCOre.  0HCI  AG  TON 
BACIACA    KAI    HPOTePON    MGN    HOt'  CnANOPeCOCAl  TA 

THC  noAecoc  npArwATA  kai  ny[n  a'  e]i  YnorYo[,Y]  ayton 

10  MeN    <t>IAOTIMHeHNAI    nCPI    Ay[thC,  AnjOYH0lCACeA[l] 

AG    THN    nOAIN    TA    AIAOMGNA.      [tHN    nPOT|ePAN    MGN    OYN  GHA- 

NOPecociN  e[Ni]o(  <t>AciN  a[yt6n  A]^reiN  thn  e- 

6,  (52  erganzt  Wil.  65  vielleicht  t[a  toiaaJe  [ka]ta.  70  Varianteii  s. 

uiiten  8,5.  AneYH<Diiecee  S  con-.:  AneYH*iCAcee  FA.  71  r'  fehlt  Z.  72  eni 
TAic  eYPAic  (wie  unten  7,  4)  die  Hdss.  de.«  Dem. 


30 


AIAYMOY  cMAinniKCON  I 


ABSCHRIFT 

Kol.  7,  13  —  3  7 


7,  13  nANTIAAI<[  J'^'^t  ]aTABAC  [.]  N 

e[  ]hNCy[  ]   .  MO  I  a[.   .   .   .]  TAYTHNr 


15  .  YM 


T 

0  Y  N 

[■ 

jN0[. 

.  .   .   .]  X 

0 

[• 

]  A  C  1 

n 

.  .]  C  A  P 

X 

[■ 

J  T  1  0 

N 

K  T  H 

N  e  1  p  H 

N 

j  M  Y  e 

N 

0  B 

A 

.  1 1  A  e  Y 

c 

]  0  T  1 

e 

r  e 

.J  A  n  T  0 

e 

AYTO  I  Ca[.  .jcpCANTOnAP 
A<t>H[.  ..]t[.]|AYTO  I  CONO 
A<t>IAOr.  ..]aANA*AY 


AGHNAIO    I    0[.  .JGAIANTO 
i<THITOy[.    .    .    .jiANOI  KOYN 
T[.  .JeAAHNACeNBAC  lAGlOCO  Ik[.   .   .J  A  N  TA  c\^ 
[.]YNNeNeMHMOYCAAAAKTOY[  ]§£    I  CTO 

eNAAKeAAiMONiCYrxa)PHCA[.  .  .  .]e<t>YrAAeY 

25     Ca[.]kAAAI  CTPATOYrPAYANTOc[.   .   .]  XYnOMC  I 
N  A  NTACTKPI  CI  Nen  I  KPATHNK^.]*!  C  I  eA-AN 
AO!<[.]AHNKYAAeHNA  I  GA-KPAT  I  N  0  N  .   [.J   .    I  C  TION-eY 
B  o[.]AIAHNeAeYC  I  N  I  ON-OYKOYN  0  T  I  M  0  Y  K  61  K  0  C 
[.]  0  N   [.]  HMOCeeNHTAYTHCAYT  0  YCY  nOM  I  MNH 

30  [.  .]  §  I  N  T  H  C  §  [.]  P  H  N^e  OPATAI-G^.jeP  ACAT  I    N  OCGY 

e[.  .|eciACK[  jnepi  ko[.  .  .]ato  nt  i  Moee 

[  J  T  0  Y  [.  .   .]  .   [.  .  .   .]  K  *  A  P  [.   .  .   .]  I  0  Y  n  A  P  A  C  K  e  Y 

[.  ..]xPHCAM[.]NeNT[.  ..JePlKN|.jAONNAYMAXIAI 
[.  .]!<eAAIMONIOYCA[.   .]|<PAt[.    .    .  .]|<HCA1-KAI 
35  [.  .  .]  T  A  n  [.  .  .  I  0)  C  e  T  A  I  <t>  I  [  ]  C  r  A  P  X  [.  I  N 

r.  ..IoyT  InaxapngI.  |pA<t>e 


n  p  0  Y  M  n  [  ]  !  [•] 


7, 17  erster  Biiclist:il)i'  \ii'll('icht  a.  27  iiiicli  ilcr  l.urkc  h  odci'  i.  iiicht  y.  37  oh 
am  Elide  auf  i  noch  eiu  Buchstabc  tolgt,  lal3t  sich  iiioht  entsclioiclcii. 

7,  13  Antiaakiaac  (Antiaakhci  ist  die  lakonisclie  Form  (von  antioc);  7,  19  wahr- 
scheiiilich  antiaakiaoy,  dagegen  7,  67  deutlicli  antaakiaoy.  An  tier  ein/.igen  Stelle  des 
Dem.  20,  54  liat  Z  riehtig  Antiaakiaoy,  was  man  langst  liiitte  lierstellen  sollen.  Bei  Xe- 
noplion  ist  die  lakonische  Foi-m  Hell.  I  1,  3(3  (B)  erlialten.  17  Sinn  vielleicht  hap' 

HN  AiTiAN.  ^lAOXOPOc]  bislicr  war  niir  hekannt  Hyj)()tli.  Andoc.  de  pac.  ct>iA6xoPoc 

MEN  OYN  Aerei  kai  eAeeiN  toyc  npeceeic  ck  .Aakeaaimoniac  kai  AnPAKTOvc  ANeAeeiN  mh 
neiCANTOC  TOY  Anaokiaoy.  22  eu  baciagcoc  oikcoi]  Philoch.  gibt  die  aiitlientisclien 

Worte  des  Konigsbriefes ;  vgl.  Brief  des  Dareios  (Uittenb.  Syll.  2,  15)  coi  KeiceTAi  we- 
TAAH  XAPic  e/A  BACiAeuc  oTkcoi,  namlicli  rerPAMweNH.   Also  hier  CYNNeNeMHMeNOYc  ..als  an- 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


Bl 


UMSCHRIFT 

Kol.  7,  13  —  3  7 

7,  13  n'  'ANTIAM<[fAOY    TOY    A]AK[a)NOC  k]aTABAc[a]n 

e[lPHN]HN    Cy[  ]  .  MOIa[.  .  .  .]    TAYTHN  TAP 

15  [o]y    m[6nON    OYK    eAeiANTo]  'Ae[H]N[AT0l]  ,    AAAA    KAI  HAN 

toyn[ant(on  XnoAOiAN]  AYToTc  A[ne]c»)CANTO  hap' 

[.]Ng[  0ia6]xopoc  A*H[reT]T[A]i  aytoTc  6n6- 

[m]aci,  np[oeei]c  apxonta  0iAo[KAe]A  7\na*ay-  392/1 

[cJtION"     »  KAI    THN    eiPHNHN    THN    en '  Ant[|a]  AKIAOY  KATG- 

20    n[e]MYeN  6  BA[c]iAeYc,  hn  "AeHNAToi  o[yk]  eAeiANTo, 
a[i]6ti  erer[p]AnTO  en  aythi  toy[c  thn  AcJian  oikoyn- 

t[ac]  '^GaAHNAC    eN    BACIAeCOC    0tK[wi    n]ANTAC  eTNAI 
[c]YNNeNeMHMeNOYC.     AAAA    KAI    TOy[c    nPGcJeeiC  TOYC 
eN    AAKeAAlwONI    CYrxa)PHCA[NTAc]  e*YrAAeY- 

25    ca[n]  Kaaaictpatoy  tpayantoc  [kai  oy]x  YnoMei- 

NANTAC    THN    KPICIN   "GniKPATHN    K  [H]<t>ICieA ,  "An- 
AOk[|]aHN    KYAAGHNAieA,    KpAtTnON    .  [.  |  •  ICTION  ,  6y- 
B0[y]a!aHN  XAeYCINION.  «      OYKOYN    OTI    MCN    OYK    GIKOC  eCTI 
[t]6n    [A]HMOCeeNH    TAYTHC    AYTOYC  YnOMIMNH- 

30       [cKjeiN  THc  epjpHNHc  eoPATAi ,  e^TjePAc  Ae  TiNOC  e?- 

e[pr]ec!AC  kai  [tax'  an  thc]  nepi  K6[n(jl)n]a  ton  Ti/^oee- 
[oY  AiA  to]  toy[ton]  t[aTc  eji<  0ap[naba]ioy  hapackgy- 

[aTc]  XPHCAMeN[o]N  CN  t[hI  n]ePI  KN[i]AON  NAYMAXIAI  Aug.  394 
[AAjKeAAlMONIOYC    a[na]   KPAt[oC    NljKHCAl'  KAI 

35       [ta9]ta  n[iCT]d)ceTAi  ct»i[A6xopoc  ■  npoeeijc  tap  apx[o]n- 

[ta  C]oy[niaah]n  ■AxAPNe[A   r]pA<t>e[i]'  »K[6-]  397/6 

[nu)n   KyJitpoy  mgta  n[  ] 


nektierte  aufgeschrieben" ;  vgl.  Plut.  Rom.  16  toytoy  oyk  ecTiN  oti  maaaon  HYiHce  thn 
TcoMHN  Aei  nPocnoioYCAN  eAYTHi  KAI  cYNNewoYCAN  (Bn  KPATHceiGN.  26  Anaokiahn] 

vgl.  Vit.  X  or.  835  A  (Andokides)  neM<t>eeic  Ae  nepi  thc  eiPHNHC  ei'c  AAKeAAiMONA  ka'i 
AOiAC  AAiKeiN  efYfe.  27  Ein  Demotikon  .  .  .  iction  oder  .  .  .  hction  existiert  nicht. 

Verschrieben  statt  ccohttionI'  ..Daim  ist  die  Ordnung  der  Phylen  riclitig:  I  III  V  V11I« 
Wil.  28  eYBOYAiAHN  ^GAeYciNioN]  Arclion  394.  31  tax"  an  thc  und  32  aia 

TO  Wil.  36  Suniades  steht  fe.st,  weil  sonst  kein  Ai'choiitennaiiie  dieser  Zeiten 

in  die  Liicke  paBt  und  Konon  397  auf  Kypros  bei  Euagoras  niit  Pharnabazos  in-Ver- 
bindung  trat.    Vielleicht  [eN  thi  e  oytuc  r]PA4>er  K6[ncon  weN  eni  KY]nPOY  mcta  n[oA- 

ACON   NediN   nACYCAC,  TON   A6   THC  4>P]YriAC   CA[TPAnHN  45APNABAI0N   neiCAC   HAPeCKeYACe]  TON 

ayt[6n  aytui  ct6aon,  en'  GyboyaJiaoy  [Ae]  en[A]eYceN  [eni  Kniaoy]. 


32 


AIAYMOY  0IAinniKWN  I 


ABSCHRIFT 


7,  3  8 


40 


45 


50 


55 


CO 


65 


Kol.  7,  38 — 69 

 Jytiacca 

 ]  T  0  N  A  Y  T  [. 

.]AOY.[.]en  .  §YceN 

.  .]MTPIHPa)N[.  ... 
.  .]  .  .  .  0  A  .  .   .    j  •  C  [.  . 


NnPOC...  PIA 


•J 


0  C  T  [.]  N  n  A  P  A  A  [  ]   •  § 


a|.]  .[.  .]onatacn  ay[  ]Ae 


.  .  X  e  p 

c  (1)  r.  .1 . 


NHcoYK[  Jee 

TUI  eAA 

N  K  r  1 N  f  K  r. 


.  .  .  .]  .  H  N  e 
MAxT.  Iac  re 


MHCeNIK[  ]eNTHK0[.  .)aTPI    H  PGIC 

XMAAOOTOYC[  JeKneiCANAPOCeT 

THCeN-AnOATAYTHCT^NAYMA  X  I  A  C  0  KON 

KTa[  ]e   IXHTOI   CAGHNAI    01  [.J  A 

CTHCe  TCaNAAKGAAIMONlUNK 

eAnep[.].eiNOAYTOccrpA'j>eYcTci 

rONA.   .   .NAKnANYnieANONGXe    I  NO 

Iay[.Jhcmnhmon  eye  i  nton  phto  pat 

nep[.]THNnOAINTOYBACIAea)C<t>  iao 
K  rAHTO*ANA  I   KHPOTG  PON  CYN  £  T]  H 

NUPewcejAT^noAecocnPArMA  t  a  c  yn 

AONnU)C/TU)!  AOKe  I  N  TH  I  ^A  PN  A  B  AI 
C  KGYH  I  TONKONUNACYTXPH  CAMO  NA 
AA  l|.j0N   lOYCKNAYMAXHCA   l-AYN  A   I  T 

AANKexePACAnoBACiAeucei  phnh 

ACMCOCnPOCHKANTOOIAeHNAI  0  IMN 
NCYeiNTANYNOAHMOCeeNHCneP  I  H 
0*1  AOXOPOCAieiAeKTAIOTinnAH 
THNTHITOYAAKCONOCANTAAK  lAOYn 
H  KANTOAne  I  PHKOTeCTAI  CIGN  OT  P 
KeKnANYnOAAOYTOYnOAGMOYTeT  P 


0)  P  I  C  M  [.  .] 

nine 

.J  A  P  I   .  . 
[•  •] 

e  A  e  Y 

10  N 

N  e 

A 

0  [.]  e  I  ■  A  0 

1  M  A  I 
H  C 

T    I   M  1  A  C 

(jj 

0  Y  n 

A  K  e 
0 

C  H  N 

HMO 

C  n  A  A  I  N 
C    I    0  N  A  [.j 

P  0  C 

0  *   I  A  [.]  C 

Y  M  e 


7,  58  in  dein  zvvciten  k  steckt  einc  Koircktiir. 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


33 


7,  38 


40 


50 


UMSCHRIFT 

Kol.  7,  38  —  69 

TON    THC    OpjVriAC    CA^TPAnHN    0APNABAION    .  .  .] 

TON  aytTon  en'  6"y'-1  394 


 J 

BOYAijAOY  [ag]  en[A]eYceN 

 jMeN    TPIHPCON    [.  .  .  . 


...]...  OA  ...  !'   c[  ] 

 ]n  npoc  .  .  .  [  ]piA  .  [  ] 

.]0C   t[.]n    nAPAA[  ]  •  ^[  ] 

45     a[.]  .  .  [.  .]oN    AE    tag    NAy[c    .  .  .  .]Ae[  ]a)P!CM[ 

.  .  Xep[po]Ni^coY  kai  [  ]ee  [....]..[..].  enme- 

ca)[N  .]  .  [.  .Jtui  eAA[.  .-....].  hn  e[.]APi  .  . 


[At-] 


'J 

XMAACijTOYC    [enOIHCje    KAI    TTeiCANAPOC  eTGAGY- 

THceN.x    Xno  Ae  taythc  thc  naymaxIac  6  Konwn 


KAI    TA    [maKPA    T]e(xH    ToTc    AeHNA(oi[c]  ANE- 
CTHCe[N    AKONJTUN    AaKGAAIMONICjON  ,  KA- 

eAnep  [H/A]|e|TN  6  aytoc  CYrrpA*eYc  icTo'pjeT'  a6- 

55  TON    A[e    Ti]nA    KAI    HANY    niGANON    feXGIN  oTmAI 

tay[t]hc  mnhmongygin  ton  phtopa  thc 
nep[i]  tPin  noAiN  toy  baciagcoc  ^iaotimiac. 

KAI    tap  ah  t6  <t>ANAI     »KAI    nPOTCPON    CYNGnH-  '    X  34 

Ncopewce  ta  thc  noACtoc  npArMATA"  cynu- 

60  AON    nd)C    eCTI    TWI    AOKgTn    THI    0APNAbAiOY  nAPA- 

CKGYHI    TON    KoNtONA    CYrxPHCAMGNON  AaKG- 

aai[m]on!oyc  katanaymaxhcai.  aynaito 

a'  an    KAI    GTGPAC    XnO    BACIAGCOC    6IPHNHC,  HN 
ACMGNUC    nPOCIHKANTO    01    "AeHNAToi,  MNHMO- 
65  NGYGIN    TA    NYN    6    AnMOCeGNHC,    HGPI    HC  HAAIN 

b  <15ia6xopoc  AiGiAeKTAi,  oTi  nAPAnAHCiON  a[y-] 

THN    THI    TOY    AaKUNOC   AnTAAKIAOY  HPOC- 

hkanto  ahgiphkotgc  taTc  ignotpo«ia[i]c 

KAI    GK    HANY    nOAAOY    TUI    nOAGMWI  T6TPYMG- 


7,  55  erg.  Wil.,  die  Zeichen  sind  nicht  klar.        66  vgl.  Diodor.  X\'  38,  1.  2  (374) 
—  50,  4  (371).  69  ein.  Wil.;  toy  noAewoY  steht  da. 

Berliner  Ivlassikertexte ,  Ileft  1.  '  3 


34 


AIAYMOY  <t)IAinniKa)N  I 


ABSCHRIFT 

Kol.  7,  7  0  7  5 

7,  70  NOIOTeKTONTHCeiPHN^BUMONeiAPY 

CANTO-nOAAACAANKAAAACT    I    CGXO    I  nAPA[.Je[.J 
KNYNAITOYBACIAGUCeiCTHNnOA    I  NGYGP 
r   eC    lAC'.  ITHNYnOKAAAIOYTOYinnnONGI 
K  OYnP^^TANGYee  I  CAN  6  I  PHNHN   K  X  P  H 
75  MAT.jNeniAOCeicTAIAIKKOI    NH    I    TH  ino 

Kol.  8,  a  —  e  {Kolumnentifel) 
8, a  TiCHNXPONo{..jNa)iTAneiNcoeeNTecp 

h      KAIAMi..jONTA[.  .  .jTAnPOCOA'.jYCAAMBA 
C     N  0  N 


,] 

]-[ 

e 

P  1  T  0  ^  ,  Y 

T 

A 

A 

[•] 

N 

T  A  n 

P  0 

C  0  A  I'.J 

Y  AAMBANeiN 

e 

T 

0  Y  C  [.J  e  H  N  A 

1  0  YC 

8,  1 

[■ 

1 

U  N  T  A  X  A 

N 

A 

Y 

T 

0 

Y  C  0 

A  1- 

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N 

8,  6  iibcr  ei  in  vMeic  steht  cine  KoiTektnr.  wie  cs  scheint  wiedci-  ei.  14  dcr  Ah- 

kiii/ungsstrich  iibcr  t  gehort  zu  dcni  vorhcrgclicnden  Bnchstabcii.  15  nacli  k  K'cst  cincs 

langen  Buchstabeus.  ii  odor  yc. 


7,  70  vgl.  Isocr.  l;j,  lii9.    Nep.  Tim.  •>,  ± 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


35 


UMSCHRIFT 

Kol,  7,  7  0  —  7  5 

NOI,    OTe    KAI    TON    THC    GlPI^NHC    BCOMON  [[ejlAPY- 
CANTO.      nOAAAC    a'  AN    KAI    AAAAC    TIC    eXOI  nAPA[Aje[l-] 
KNYNAI    TOY    BACIAeCOC    eiC    THN    HOAIN  GYGP- 

reciAC  [ojToN  thn  yho  Kaaaioy  toy  'lnnoN|e|f- 

KOY    np[Y]TANeYeeTcAN    eiPHNHN,    KAI  XPH- 

MATFtojN  eniAOceic  iaiai  kai  koinhi  thi  no- 

Kol.  8,  a  —  e  {Kolumnentitel) 
8,  a    Tic  hn  xp6no[c  e]N  Si  TAneiNweeNTcr  p 

b     KAI    A    m[6n]0N    Ta[aAn]tA    nP0C6A[o]Y  eAAMBA- 
C  NON. 

d    TTepi  to[y]  y  taa[a]nta  npoc6A[o]Y  aambAncin 

e     TOYC  [A]eHNAIOYC. 

8,  1       [A]ei,  UN  tax'  an  A-iTTOYC  6  AHMOce[e]NHc  toe  eN 

Ke*[AjAA!u)l    TA    NYN    YnOMIMNHCKOI.      KAI  nePI 

MEN  th[c]  npoTepoN  enANOPewceuc    tun  eN    thi  noAei 

nPA[r]MAT(jJN    APKgTn    oTmaI    KAI    TAYTA,  THN 

5       a'  ei  [Y]no[rjYOY,  nepi  hc  *hci  '   »kai  nyn  ennrrcAAeTO  X34 
—  ei  AC  MH  eACxecee  YweTc  a  a  a'  Xn  e  y  h  *  1 1  e  c  e  e 
OY  T  A  a'  e  [kj  e  I  N  0  Y  aTt  I  A  — «   eiHC  A<t>HrHTeoN.  npo 
toinyn  gtun  neNTC  toyac  toy  *  ct>iAinnoY  eni  ap- 
xoNTOc  Aykickoy  "AeHNAie  ne[p]i  ciphnhc  344/3 
10       newYANTOc  BACiAeu)c  npecB[eijc  CYwnpoc- 

HKANTO    01    AeHNAToi,    AAAA    YHG  [^Poj  HTI  KCjOTC- 
PON    H    eXPHN    AieA^GjXeHCAN    AYt[^oTjC.  eiPHNGY- 

ceiN  [tJap  npoc  A' ptaicpihjn  ,  gan  mThJ  en!  tac 
'"£aahn|iaac]  Thi  jnoAeic,    a^htoynJtai  t[aytJa  Anapo- 
15       TicoN ,  be  KAI  t[6t'  etne ,  kai  AnaJiim^nhc  e[TH]  a'  an 

8,  7  taa']  oben  6,  71  ta  r'.  8  toyae  toy  <t>iAinnoY]  so  klar  der  Pap. 

Etwa  TOYAe  toy  hoagmoy  oder  (noACMOY  toy  kata)  4>iAinnoY.  Wil.  daclite  an  4>iAin- 
niKOY  A6roY  oder  eins  der  beiden.  15  'ANAiiMeNHC  erganzt  Wil.    Die  Verschrei- 

bung  ist  allerdings  singular.  Androtion  war  auch  zehn  Jahre  friiher  in  die  antiper- 
sisclie  Aktion  verwickelt. 


7,  7  0 


75 


3* 


36 


AIAYMOY  ct)|AinniKa)N  I 


8,  16 


20 


25 


30 


35 


40 


45 


ABSCHRIFT 

Kol.  8,  16  —  46 

AWe    INOn[  jA[.]xOPOYnAPArPAYAr 

npoee  ic  roY[.  .  .  .]pxontaayk  i  ckI".  .Jyuot  i 
e  HC  I  Nen  itoy[.]oybac  i  Aecocnewr.jANTo  c 


A  e  H 


.J  I  A  N 
NATO 
.   .]  B  A  C  I 
.1  e  A  A  H 


L-  -J 


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.J  lenpecBe  i  ckaii  otocthn[. 

[  jNeAYTCOITnATPUIANAnel.  .. 

[  ]peCBeCINAeHNHICIAIAMe[.  . 

Ae[  ]iANeANMHBACiAeYcen[.  .. 

N    lA.    .    .  T70AeiC"CA<t>lOCeNTOYTOICTA 

BAC  lAecocKATAnewnoMAei  phnaiahnk<j>i 

A  a  NePUnATAAAnOTOYAHMOYnANTOYN   ANT  I 
0  N  BAPYTGPAKAnHNH'CTOXACA  I  TOAAN  Tl  CT 
TOYBA[.]lAeC0CnPOCTONAeHNAia)NAHMON<»l 
AOT  .jNrerONeNAIAIATHNKATATOYMA 
[.]§A0[.  .]cYnON[.   .]ANnP0C0Ne50    I  CeiNGMGA 

[  ]  N  A  T  0  [  ]  A  I  n  A  P  e  [.J  «  .  Y  T  0  Y  A 

[  ]  .  [.]  T  H  N  [.]  0  Y  n  [.   .   .]  A  Y  T  0  N  [.]  0  A  [.]  M  0  Y  n 


TO  I  N  [.]  N  T  1  n  P  [.   .   .J  A  K  A  [.]  A  [.   .   .J  Y  M  A 


N  r. 


1 


A   I  NYnOBAAC* 


ACA  KAO 


0  C  H  [.   .j  N  T  W  N  A  B  [.]  B  A  H  [  ]  . 

 ]  N  e  N  T  H   I  n  0  [.]  I  T  [  ] 

 ]  N  rr  e  X  e  r.  .  .]  n  A  [  ] 


.    .    .    .J  A  Y  T  0  Y  r  [  J 

.J  H  N  A  I  T  [.]  A  N  A  N  [.]  *  §  [  

.j  K  0  N  A  I  N  I  T  [.]  e  [.]  A  I  T  [  

.  .J  n  p  0  .  e  c  [  ]  ^  £  L  

.    .]  M  0  [.]  N  .   .  0  C  A\  r  .  [  ] 

*  [.j  0  n  0)  c  .  [.]  K  e  A  [.]  K  I  [  ]  .  .  [.] 


.jAC<J>HMeiN*HCITOY[  JeTHC 


H  M  I  N 


Tl  .   .[.   .   .]rTOYNTAC'HNnOTOYn[.   .  . 

[.J  T  0  Y  n  [.]  0  [.]  H  [.  .  .  .J  H  n  0  A  e  i  t  a  a  a  n  t  [.  .  .]  e  p  I  p  i  a 

KONTAKe[.jAT[.]NKOYAe  \  C      J       [.  .   .Jl  HPAPXeV 


8,  19  dcr  Ahkurzungssti'irli  uImt  k  ist  z.orsfoi't.  30  luioli  «  scliciiit  a  zu  I'olgcii.  ol  dcr 
crste  Buchstabe  nach  dor  dritten' Lucke  ist  miteii  nuid,  iilso  c  odor  o  odcr  e.  40  vicllcirht 
npoeec.         42  nach  onuc  viclloiclit  m.  43  niischciiiciul  siiid  nur  Z.  43  und  44  ringoriickt. 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


37 


UMSCHRIFT 

Kol.  8,  16  —  46 
8,  16        AMeiNON    [ta    toy    0|]a[o]x6pOY  nAPATPAYAI. 

npoeeic  tap  oy[toc  aJpxonta  AYKicK[oN]  YnoTi- 
eHciN'   »eni  to^[t]oy  baciaguc  neM[Y]ANTOC 
■Aef^[NA]ie  npecBGic  kai  aiioyntoc  thn  [Ac][an 

20      [aIAMGNCiJn    GAYTCOI    thn    nATPcblAN,  AnefKPljNATO 

[toTc  n]pecBeciN  Aghnhici  AiAMe[NeTN]  baci- 

Ae[T   THN    'AcjlAN,    eAN    MH    BACIAGYC    en[l    TAc]  '"GaAH- 

NIAAC    [Thi]    nOAeiC.K      CA<t>CiOC    GN    TOYTOIC    TA    [mGN    AjnO  TOY 

BACiA^coc  KATAnewndweNA  giphnaTa  hn  kai  <t>i- 

25        AANePCOnA,    ta    a'  AnO    TOY    AI^MOY    HAN  TOYNANTI- 

ON    BAPYTGPA    KAI    AnHNH.      CTOXACAITO    a'  AN    TIC  THN 

TOY  BA[c]iAea)c  npoc  t6n  AeHNAioON  ahmon  *i- 

A0TIM[fA]N    rerONGNAI    AIA    THN    KATA    TOY  Ma- 

[K]eA6[No]c  Yn6N[oi]AN,  npoc  on  eiolcem  gmga- 

30        [aG    nOAGMojN    AIA    TO    [  ]aI    nAPe[.]/A  .  YTOY  A- 

[  ]  ■  [■]    THN    [t]0Y    n[p6c]    AYTON    [n]oA[^]MOY  HAPA- 

[ckgyi^n].  "^Gcti  to(n[y]n  ti  np[ArM]A  KAI  a[a]a[o,  b  a]ymaI-  X  35 
n[gtai  THN  n6]AiN  YHO  baac*hm[(]ac  a[aikoy]  kai  a6- 
r(i)N  OY  np]ocH[K6]NTa)N  aiab[g]bah[mgnon,  gTta  toT]c 

MHAGN    tun    AIKAIUn]    GN    THI    no[AjlT[G(AI  BOYAOMG-j 

noic  noiGTN  np6<t>ACi]N  nAPGXG[i,  kai]  nA[NTa)N  oca  GK-] 
AGinci  agon  hap 'J  aytoy  r[(rNGceAi  Gni  toyo'] 

G'Y'PHCGTG    t]hN    AIT  [i]  AN    An[a]06[pOMGNHN.«  ToY-] 

TOIC    TO    OGCOPljKbN    AINiT[T]G[T]  Al    t[  ] 

 ]   npo  .  6c[  ]X6[  j 

 ]mGNo[.Jn  .  .  OC    MGN    TAP    .  [  ] 

•  [  J  *[•  -louuc  .  [.]kga[.]ki[  ]..[.] 

..[.]..  [bajac*hmgTn  o>hci  toy[c  .  .  .  .]gthc 

TI  .  .  [.  .  .]noYNTAC.    ^Hn  hot'  OY  H  [A  A  A  I  n  A  p 'j  hmTn,  X  37 

45    [b]T'oY  n[p]o[c]^[iGi  t]h  noAGi  taaant[a  Ynjep  tpia- 

KONTA    KAI    g[k]at[6Jn    KAI    0     A  G  !  C    GCTI    T  W  [n  TPJiHPAPXGTn 


35 


40 


8,  17  OYTOC  erkannte  Wil.       20  AneKPiNATo]  zu  emendieren  AneKPiNANTO.       32  ti 
fehlt  Z  A.  3d  tun  eN  thi  noAiTeiAi  aikaicon  stellt  Z.  37  hapa  toy  Z:  hapa 

TOYTO  A  F.  44   HMIN  A  F  :   YfATN  Z. 


38 


AIAYMOY  ^lAinniKCON  I 


ABSCHRIFT 

Kol.  8.  4  7—64 


A 

Y  N  A  M  CO 

N 

0 

Y  A  e  1^.  .j  N  e  1 

c 

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C  T   1  C 

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A 

e  H  K  [.   .j  T  A  G 

0 

e 

A 

Y  T  0  Y 

n 

0  1  e  1 

N  0 

T 

1   X  P  H 

M 

A 

T 

0  Y  [.   .  1  P  1  H  N 

•  e 

1 

H 

A 

N  0  Y 

T 

0  C  0  K 

P  0  c  e 

N 

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n  e  p  r.j  A  1  r  0 

c 

n  0 

T 

A  M  0 

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C  H  T  T 

H 

e  e  N  T 

e 

C 

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T  A  r.j  e  1  N  (i)  e 

H 

c 

A 

N 

K  e  1 

c 

B  P  A 

X  Y  0  A 

H 

M 

0 

CCYNeCTA 

A 

H 

T 

CO 

N  e  I 

i-j! 

K  0)  N  n 

P 

0 

i.; 

J 

0  A  (i)  N  n  e  p  1 

K 

0 

n  e 

1  C  CO 

N 

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<t>  6  C  A 

T 

0 

Y 

T I.  n  0  H  c  e  1 

L  J 

leer 

10  Zeileti 

lee 

T 

yelassen 

T 

L  - 

]  e  T  A  T 

A 

Y 

T 

A  H  T   .  J  X  H  K  A 

A  CO  C 

n 

0  1  0 

Y 

c  A  n  0 

A  A 

A 

n 

e 

FT 

r.  1  1   H  K 

e 

T 

A 

K  0   1   N  A  K  T  e 

T 

P 

A 

K 

0  C  1 

A 

A  N  T  1 

T  CO 

N 

e 

K 

A 

T 

0  N  T  A 

A 

A 

N 

TCJNnpoce 

P 

X 

e 

T 

A  1  0 

Y 

A  e  N  0 

C  0 

Y 

A 

e 

N 

M 

1   0  Y  M 

e 

N 

0 

YTUNTACO 

Y 

c 

1 

A 

c  e  X 

0 

N  T  N 

■  rr  § 

[.  .jl  0 

Y 

T 

e 

T  P  A  K  0  C   1  A 

T 

A 

A 

A 

N  T  A 

n 

P  0  C  0 

A  0 

N 

e 

X  e  1  N 

T 

0 

YCAeHNAlO 

K 

A 

T 

A 

TOY 

c 

<t>  1    A  1 

n  n 

0 

Y 

X  P  0  N 

0 

Y 

C 

KGeonoMn 

0 

C 

e 

N 

T  H  1 

e 

B  A  0  M 

H  1 

[■'■■]< 

0 

C 

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H  1  T  n  e  p  1  <t> 

1 

A 

1 

n  n  0  N 

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rr  1  M  A 

P  T 

Y 

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1 

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1  [.]  T  [.]  *  CO  N  0 

A 

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A 

C 

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.  r.  .  1  N  T  A  Y  T  A  ' 

e  N 

6 

Y  M  e 

1 

c  e  e  A 

0)  c 

Kol.  0,  a.  h  (Kobiinnentitel) 
9,«  OTIBAPICTOMHAeiCOM<l>ePAIOCOAA 
/;      e   H   NA   I  OrioXAALloYCeKAAOYMeNOC 


9,1      ACOCnANTCONANnOIHCA  IMANANAPOTATONei 
THNe|.|PH  NASA  I   MCGA  nXCOPHCANTG  CAM*  I  HO 

Aea)[.lMerj.^cTHNMnoA  intcongaahniaoi  ko 

8.0.3  Elide:  die  Hcstc  stiiiiiiicii  iiiclit  giit  zii  ca.  aucli  scliciiit  voi'lier  iiocli  eiii  Btichstnlic 
gestandoii  zu  Imlicii.  64  Anf'aiig  vicUeidit  a[.],  iiiclit  pv.  Elide  ee  aus  aiif'iiiiglichoni  eu  kor- 
rigiert  ? 

8,  48  e<t>'  eAYT6N  Z  Harpocr.  cet. :  a*'  eaytoy  A  F '.  54  noiiHcei  namlich  De- 
niostlienes.  Weshalb  der  Schreiber  die  Liicke  gelassen,  ist  nicht  ersichtlich.        63  trotz- 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


39 


UMSCHRIFT 

Kol.  8,  4  7 — 6  4 

8,47     AYNAMeNtON    0 'Y' A  e    [t  w]  N    eiCctePefljN,    bcTJC    OYK  H- 
IIOY    TA    KA6I^k[on]tA    £*'   eAYTOY    n  0  I  gTn  ,  0- 

Ti  xphmat'  oy  [nejpiHN.    GTh  an  oytoc  6  kai- 
50      ROC,  GN  Si  nep[i]  Airoc  noTAMOYC  htth- 
eeNTec  eTA[nJeiNCioeHCAN  kai  etc  bpa- 

XY    b    AHMOC    CYNeCTAAH    TWN  eia)[T]|- 

KcoN  npo[c]6A(jL)N  nepiKoneicuN  [.  c]a- 
*ec  Ae  toyt[o]  nomcei. 


55 


60 


[M]eTA  TAYTA  H  t[y]xh  kaauc  noiOYCA  noAAA  ne-  X38 

n[o]lHKe    TA    KOINA,    KAI    TeTPAKOCIA    ANTI    TCON  GKA- 
TON    TAAANTCON    nPOCePXeTAI    OYAGNOC    OYAeN  IH- 
MIOYMeNOY    TWN    TAC    OYCIAC    £  X  6  N  T  CO  N .  FTe- 
[pij    TOY    TeTPAKOCIA    TAAANTA    nPOCOAON  £- 
XeiN    TOYC    'AeHNAlOYC    KATA    TOYC    OlAinnOY  ' 

XPONOYC  KAI  GeonoMnoc  gn  thi  gbaomhi 

[kai  giJkocthi  tolin  TTepi  OiAinnoN  eniwAPTYPeT, 

[gn]  oTc  ■Api[c]T[o]4>tiL)N   6  AHMArtOrOC  aytwi  nA- 

.  [.]ecAce  .  [.  .]n  TAYTA'  "eNGYMeTcee  a'  coc 


Kol.  9,  a.  b  {Kolumnentitel) 
9,  a  '■'Oti  b  "ApicTOMHAeic  6  M^N  OgpaToc  6  a'  A- 

h     eHNATo[c]    6    Xaa[k]0YC  eniKAAOYMGNOC. 

9,1      [[a'  coc]]    nANTUN    AN    nOIHCAIMCN    ANANAPOTATON  ,  CI 
THN    e[l]pHNHN    AeiAIMGeA    n  AP  AXCO  PIH  C  ANTeC  AM<t>in6- 

AecoTcl  MerHlcTHN  mcn  noAiN  tcon  '"Gaahniawn  oikoyn- 


dem  r  am  Anfang  der  Zeile  zu  stehen  scheint,  mu6  nach  15,  56  [eN]  oTc  gelesen  wer- 
den.  63.  64  was  Wil.  nach  14,  67.  (58  liest:  nApAreTAi  AercoN,  entspricht  /.war  niclit 
den  Ziigen ,  aber  dem  geforderten  Sinn. 


40 


AIAYMOY  OlAinniKCON  I 


ABSCHRIFT 

Kol.  9,  4  — 32 

9,4     TGCnAe  I  CT[.jYCACYMMAXOeXONTeCT  P  I    AKOC  I 
5  ACAeTPIHPeiCKeKTHMOIKCXeAONTGTPA 

KOC  l[.]NTA[.]AN[.Ju)NnPOCOAOYCAAMBANl.jN  TGC 
(jONVnAPXONTTlCOYKANHMINeniTIMHCe    I  GN 
e    I  TMAKeAONWNAYNAM   I   N<l)OBHee  NTGCCY  T 
XCOPHCA  IMENT  IHAPATOA  I  KON'AAAAnOYC 

10     IPI  BeTAITOnPArMAKnOYAYCXGPAINeTAIOTANTO 
AnOTWNKOINeeOCeniTATAIAAIABIBAIONTAC 
0  PCjOC  I  T  I  NACKMe  TANMONTAnYM  I  NGYGeWC 
TONAerONTAAGANATof.  .JgNGKAC^AAG   I  ACGTG 
PANATHNKPYBAHNYh[  jNGPOjf.  .JOPY 

15      B   OYTr.jYTAn[.  .JtI   ANTa[.   .  JG    rAIl[.  .JaIA 

noPHceiNT!N.[  ](joroinp[.  .]ton 

TGCC<t>ICINMA[  jANKGCKGYAIONGK 

TOYnAHeOYCjf  ]n[.]AGCjOCCYM*6  p[.  .]H<t>A 

NII0N'Ky/0CAA[.   .|e  I  NOBOYAGTA  I  AGr[.  .]n 

20  TO  I  0YT0[.   .]CAK0  I  NAnePHNONTCi)CTOY[.]H 

MOYI<[.  .]n[.]tAYT0[.JkH3E  I   OYNAI   ANGm[.   .J  A  1 
Aa[.  .]xAN(0NTOKTC0NOYAIKa)['.  ..]aC 

.  P  [.  .]  .  [.J  .  .  [.  .]  A  N  A  H  M  0  C  I  A  N  A  I  T  I  0)  M  0  I  [.  .  .]  £ 
XG  I  NTOY[.Je[.jnOPOHMHA  I  KtOCTA  KO  InF.JaI 

2  5  OIKGINHA^.jAONTINATPOnONAAIKGINGMBA 
AONTGCAANG    ICArCONACKrPAtACAHMOCI  AC 
OYCAYTO ICAOIGI   GNGI   CGKKAHC  lANKTOAl 
KACTHPIONHrONOAAHMOCGni TA ICA    ITI  AlC 
*ANGPlOCM^jeOPYBGI  KAG   I   NAHACXG  I  NGBOA 

30          T[.jYCGYnOp|.   .|KPY*AAKATeYH<J>   I  I  GTOK 
n  [.J  A  A  0)  N  e  r.   .  I  M  A  X  P  [  ]  N  T  A  Y  T  A  A  G  [.]  ! 

r  N  e  [.J .  [.J  e  0)  [.  .J  A  T  0  [.]  c  .  .  [.  .]  o  y  m  o  i  c  t  a  [.j  o 

9.  It)  del-  niil'  IN  (?)  IbltiTiidc  Buclistiihc  kiiiiii  a  odor  *  soin.        23  vicllciclit  up,  weniger 
w;ili!-srliciiilirli  rp. 

9,11  aiabibaiontac  Z:  metabibaiontac  AF  allgemein  aufgenoiniiien.        1.').  16  aia- 
noPHceiN]  vgl.  12,51.   Siehe  llat/.idakis  Ein/.  i.d.  nemjr.  Or.  190.        16  Ti  noxe  ergiin/.te 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


41 


UMSCHRIFT 

Kol.  9,4  — 32 

9,4    Tec,  nAeicT[o]YC        cymmaxoyc  exoNxec,  tpiakoci- 

5     AC    AC    TPlApeiC    KeKTHMGNOI    KAI    CXCAON  TCTPA- 
KOC|[u]n    Ta[a]an[t]cl)N    nPOCOAOYC  AAMBAN[o]NTeC, 
Sn    YnAPXONTCON    TIC    OYK    AN    HmTn  CniTIMHCeiCN, 
ei    THN    MaKCAONUN    AYNAMIN    (DOBHeCNTeC  CYT- 

XCOPHCAIMGN    Tl    HAPA    TO    AlKAION.w      AaAA    HOY    CYN-  X  44 

10     TPIBCTAI    TO    nPATMA    KAI    HOY    AYCXePAINCTAi;    OTAN  TO 

Ano  TUN   KOiNcoN   CGOc  cni  TA  Taia  AIABIBAIONTAC 

OPCOCI    TINAC    KAI    MCTAN    MGN    ONTA    HAp'   >  mTn    £  Y  6  6  0)  C 
TON    ACrONTA    A  6  A  N  A  T  0  [n    a'J    C  N  C  K  ^  A  C  <t>  A  A  e  I  A  C  ,  CTG- 
PAN    AC    THN    KPYBAHN    YhUoN    TOY    *A]NeP(jo[c  e]oPY- 
15      BOY.     t[a]yt'  An[lc]T[AN,    T  A  [y  T '  6  P  T  H  N    exjei.    '7\ii[on]  AIA- 

nopAceiN,  tina  [noTe  oi"  AHMArJuroi  np[AT]T0N- 

TCC    C<t>ICIN    MSN    a[~y'T0Tc    a)<t>eA!]AN    KAjeCKe^AION  CK 
TOY    nAHGOYC,    t[6    Ae    THCJ    n[6]Ae(jOC    CYM<1>ep[oNj  H<t>A- 
NIION.      KAI    eCTIN    OCA    A[oK]eTN    0    BO^AGTAI  Aer[ei]N 

20       toioyto[n'  b]cA  koin' —  Xnep  hn  ontuc  toy  [a]h- 

MOY    k[0|]n[a]    TAYT'  o['Y^jK    HilOYN    AIANeM[Hc] Al, 

Aa[aA    e]M[H]xANC0NTO    KAI    TCON    0"^    AIKa(u)[n  TInJaC 

rp[A*]A[c],  0"y'[cI]an  ahmocian  AiTi(ii)MeN0i  [katJc- 

XeiN    T0'V'[c]    e[Y]n6P0YC    h    MH    AIKAICOC    TA    KOIN[Aj  Al- 
25  OIKcTn    H    a[a]aON    TINA    TPOnON    AAIKcTn  ,  GMBA- 

AONTeC    a'  an    etc    ArUNAC    KAI    rPA<t>AC  ahmociac 
OYC    AYTOTc    AdaEGICN    GIC    CKKAHCIAN    KAI    TO  Al- 
KACTHPION    HTON.      6    AG    AHMOC    Sni    TaTc  AITIAIC 

<t>ANepd)c  MGN  [e]eoPYBei  KAI  AeiNA  nAcxeiN  cboa 

30         t[o]yC    eYn6p[0Yc],    KPY<t>A    AC    KATeYH*lieTO  KAI 

n[o]AAcioN  e[Tl]MA  xp[HMATa)]N.    TAYTA  Ae  e[r]!- 
rNe[T]'  o[Y]Ta)[c  wctJc  to[T]c  [eicHrjoYMeNOic  ta  [njo- 


Wil.  19  aokgTn  erganzt  Wil.    Die  Erklarung  des  Didymos  ist  nicht  klarer  als  das 

Original.  Sinn  vielleicht:  Die  Demagogen  wiinschten  keine  allgemeine  Verteilung  des 
dem  Volke  rechtmafiig  gehorenden  Besitzes ,  sondern  sie  suchten  die  ihnen  miBliebigen 
Reichen  durch  Staatsprozesse  zu  stiirzen  und  durcli  Strafen  und  Konfiskationen  indirekt 
den  Staatssiickel  zu  fiillen.  22  kai  (k)  unverstandlich.  Em.  kata  [k)1  23  rPA<t>AC 
oToN  (Komp.)  erganzt  Wil.  32  eiCHroYMGNOic  fand  Wil.,  der  auch  33  erganzt. 


42 


AIAYMOY  OlAinniKWN  I 


ABSCHRIFT 

Kol.  9,  3  3  —  57 


9,33       AiTe[.]MATATAYTArroAAH[.jAC0AAe  .],rr 

eixe[r]Me[.  ..jACAYNACxe  i  ACT[.]YTATn|...Je  i 
35       a)N$j"  ].yt[.  .JiHTOMepof.Jo  leTA  l[...J. 

T  0  Y  [  J  .  [.  .   .   .]  T  e  Y  M  A  T  0  [.   .]  n  A  N  0  [.   .    .  .] 

c[  ]AU)CeixeKATA.[^.  ...] 

[.  Jxoopi  ceiTicepo!T[.  .. 

[  ]  C  K  §  f .   .]  A  K  P    I   B  CO  C  A  P  I    C  T  0  M  [.  .  . 

40  [  J  0  I"  A  Y  T  A  A  r  N  0  e    I  T  0  N  M  [.  .  .  .] 

[  ]  A  A  [.  .  .]  n  [.]  A  r  M  0  N  A  K  A   K   I   N  A  Y  N  [.    .  .] 

[  ]  T  [  J  N  n  0  A  I  T  e  Y  0  M  0)  N  e  P  [.  .] 

[  ]  A  A  [.  .]  .  A  Y  0  A  P    I  C  T  0  M  H  A  [.   .]  C 

[  ]0<t>e[.]AI0C0CYMn0AeMCJNT0l  c[.  .] 

45       cia[.  ..]cTPA.[.jroic<t>iAinncoineP![..]AA[.  ..] 
TGKAYTOcf.J^r.  .JinnoceNTH  I  npo[.  .]eH[.]AI 
OYcenicTOAHiAieiAGKTAi  Keeo[  1 


e  N  T  H 

[.JH 

K 

A  1  M  T 10  N  n  e 

P   1   0  1   A  1 

n  n 

0 

N 

T 

[•] 

A  A  e  1 

A  N 

A 

p  (0  1  A  e  n  e  p 

1   K   1  A   1  K 

1  A 

N 

A 

N 

T 

1 

T 

A 

50 

I  A  M  0 

C  C 

Y 

N  A  A  p  e  1  to  1 

e  1  c  K  Y  n 

P  0 

N 

A 

1 

e 

A 

P 

A 

K  A  e  A 

<t>  H 

C 

1   N  A  N  A  I  1  M 

H  C  e  N  T  H 

1  e 

T 

CO 

N 

n 

e 

r.]  1 A  A 

e  5 

A 

NA  poN'eTe 

p  0  c  A  n  p 

0  c 

0 

N 

Y 

N 

0 

A 

H 

M  0  c  e 

e  N 

H 

c  A  1  e  I  T  c  1 

N  A  e  H  N  A 

1  0 

c 

0 

X 

A 

A 

K 

0 

Y 

C 

Aero 

M  0 

C 

nePiOYAA 

AO  1  T  e  K 

A  e 

1 

N 

A 

p 

55 

X  0  c  e 

N  T 

H 

1  A  0  K   1   M  0  Y 

A  n  0  A  0  r 

1  A 

1 

Y 

n 

e 

p 

T 

0 

Y 

T 

n  g  Y  o> 

H  C 

1 

N  6'e  n  e  i  a  y 

HAP   1  C  T 

0  M 

H 

A 

0 

Y 

c 

T 

0 

Y 

X  [.J  A  K  0 

Y  K  X 

Al  PeCTPATOYTOY 

C  A 

Y 

T 

0 

Y 

e 

e 

1 

0 

Y 

9,  34  Y  (vor  ta)  odnr  c. 

9,38  eT  TIC  xcopic  epoiTO  (ohne  ce)  S:  xcopic  e1' tic  fe'poiT6  ce  A  F.  39  rirNco- 
CKCON  richtig  Z  A  F.  42  Ende  der  Zeile.  Der  Papyrus  scheint  statt  0iAAiTiON  der 
lldss.  ein  andres  Wort  gehabt  zii  haben  wie  eprcoAH.  47  ^niCTOAfii]  vgl.  ep.  Phi- 

lipp.  (Dem.  XII  5),  wo  aber  nur  Dio])eithes  und  Kallias  genannt  werden.  48  iin 

48.  Buche  hatte  Theopomp  (fr.  248)  den  Tlirakeraufstand  dei-  Maeder  und  Dantlialeten 
erwahnt,  der  340  zu  fallen  und  init  der  Offensive  der  Athener  zusainnienzviliangen 
scheint.    Siehe  8chafer  Dem.  IP  482  ^.  49  vgl.  Arrian.  An.  II  13,2  Amyntac  ag 

6  Anti6xoy  kai  Gym^naac  6  /AeNTOPoc  kai  Apictomhahc  6  4)ePAToc  kai  Biancop  6  Akapnan 
lYMOANTec  otToi  ayt6«oaoi  0e-froNTec  aoikonto  ec  TpfnoAiN  thc  <I>oinikhc-  kai  gn- 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


43 


UMSCHRIFT 

Kol.  9,  3  3  —  5  7 
9,  33  AITe[^]MATA    TAYTA    nOAAH[N]    AC<t>AAei[AN]  nAP- 

eTxe  [kai]  Me[rAA]AC  AYNACxeiAC,  t[a]yta  tun  n[oAiT]ei- 
35       UN  *[  ]  .  yt[.  .]h  to  Mepo[c]  oteTAi  [•••]• 

TOY    [  ]  .    [n0Al]TeYMAT0[c    .]nANo[.  .  .  .] 

c[  Jauc  eTxe  kata  .[....] 

[Kaitoi  aoiaopiac]  xupic  et  tic  epoiy'  [eine]  X  70 

[moi,  ti  ah  rirNa)]cKe[ic]  akpibuc,  ■ApiCT6M[HAec], 

40  [OYAeiC    TAP    TA    t]o1AYTA    ATNOgT,    TON    MGN    [tUN  IAI-] 

[UTUN    BION    AC*]aa[h    KAI    a]  n  [p]  A  T  M  0  N  A    KAI  AKINAYn[on] 

[onta],  t[6n  a^  tuJn  noAiTeYOMeNUN  ep[..] 
[.  .  .  KAI  c*]AA[ep6]N.    A^o  ApicTOMi^A[ei]c  eiciN,  [e-] 
[Tepoc  mbn]  0  0e[p]AToc  o  CYMnoAewuN  toTc  [ba-] 
45       ciA[ea)c]  CTPA[TH]roTc  OiAinncoi,  nepi  [o?J  aa[aoi] 

Te  KAI  AYToc  ''o]  ^[lAjinnoc  eN  THi  np6[c  A]eH[N]A(- 
OYC  enicTOAHi  AieiAGKTAi  KAI  Geo'^noMnoc] 
eN  th[i]  h  kai  m  TUN  TTepi  OiAinnoN,  t[ui] 
"AAGiEANAPui  Ae  nepi  Kiaikian  antita- 

50  lAMeNOC    CYN    AaPGIUI    eiC    KinpON  AieAPA, 

KAeA  <t>HciN  "Anaiimgnhc  eN  THI  e  TUN  TTe- 
[p]i  "Aacianapon.    e'Tepoc  Ae,  npoc  on  nyn  b  Ah- 
MOceeNHC  Ai^Kfe'^iciN ,  "AeHNAToc  6  Xaakoyc 
AeroweNOC,  nepi  oV  aaaoi  Te  kai  AeiNAP- 

55  XOC    eN    THI    AoKIMOY    AnOAOTIAl    YHCP    TOY  Yn- 

noY  0HCIN  OYTuc  ■   »enei  a'  Yn' "Apictomhaoyc  toy 

XFaJaKOY    kai    XaIPCCTPATOY    toy    eAYTOY  eeiOY 
TAYSA    KATAAAB6NTeC   TAC    NAYC    NENeCOAKHMeNAC   G*^  d)N   nP6ceeN   GK   AeCBOY  AIAKGKOMICM^- 

Noi  HCAN,  ....  eni  KvnPON  e*eYroN  kai  eKeieeN  eic  AlrrnTON.  5.'i  "Apictomhiahc 

Xaakoyc  bisher  nur  bekannt  aus  Plat.  Dem.  1 1  nPoc  Ae  TdN  kaehthn  be  eneKAAeiTO 
Xaakoyc  kai  ayton  eic  tag  ArPYnNlAC  aytoy  kai  nyktotpa^iac  neiPUMGNdN  ti  AereiN  ■ 
ooiAA,  eTneN,  b'Ti  ce  ayhco  ayxnon  kaiun-  ymgic  ag,  cL  anapgc  AenNAToi,  mh  SAYMAieTe 

TAG    riNOMGNAC   KAOnAc ,   OTAN  TOYC   MGN   KAGHTAC  XAAKOYG,   TOYG  AG  TOIXOYC   nHAINOYG  fexco- 

MGN«  [daraus  Eustath.  II.  1243,  19],  Inscr.  j^r.  II  1006  Apictomhahg  Apictoountoc  Aih- 
Nie^c,  vgl.  794  c?  28  Apigtomhahc  Aihnigyg  tpihpapxog  und  Demosth.  selbst  X  73  coi  mgn 
TAP  hn  KAenTHC  6  HATHP,  GifiGP  HN  OMOioc  COI.  54  die  Rede  des  Dinarch  sonst  nn- 
bekannt.  Vgl.  TTp6c  "ANTitANHN  nepi  toy  YnnoY  (Or.  A.  y.  337).  Sklaven-  und  Pferde- 
handel  sind  seine  Spezialitiit. 


44 


AIAYMOY  OlAinniKCON  I 


ABSCHRIFT 

Kol.  9,  58 — 71 


9,58    npoHxeHCOYA  I  KAno  icjjNerKAAe  i  n  e  mo  i 

THN I KAYTAAKTUIMAIKHNePHMONAne 
60      rPAYATOKATeMOYAnOAHMOYNTOC  KTAY 

TeNeeTTAAIAIKOIKCOMI  KOIAAYTOYMNH 
MONeYOYCI  KAeAneP*AHM(jJNMeN  A  I 

e[.JrAY*co  I'npocTCJiMYPonioAi  co  i  r  a  p  a  n 

ePUnCONTINCONHKOYCAXAAKOYNneP  inA 

65    re  I  NKAenTHNTi  NAAne  i  pocuNAeroY  a  e 

r0M0YnPArMAT0[.]AP  ICTOMHAHNGH  P  0  MH  N 
TJAPIONeOPUNOAeNHAATeYeYCMOl  HAPA 
CTAc[.]ui  CK[.]Ae  I  HA  le  1  TeAAinYICOCTeM 

eKeANeiNeneiMOAicTeoeYrcjONeienecoN 

70     AAAHA.[.]ATIMOKAHCAeNHPa)CI  N'eP 
MHCA[.]0Me  !  ACTAYTACYNAI  AKT  0   N  £  I 


Kol.  10,  a.  b  {Kolumnentitel) 
10,  a  xPONOiKn[.jAeiCT[.]YAoroY 

b      ■   0  T  I   A  N  A  I  [.j  M  e  N  [.   .]  C       0  A  0  T  0  C 


10,  I      ANT  I  n^.joeYMCjOCKBeBHKeNACMOCXAP  I  10 
MOCrAP[.]cTOMHAH  I  TO)  I  KAAUTnAMHKGT 
AYTONOC  ATY[.]oCKAenTHNA  e  TH  I'KGNe  I 

K  AP  I  0  I  c'm[.]pcyanaton0[.]aayaonayto 

5      KAeAAAAPM[.]NrYMNONeCTANAIKAMe  I 

NUl  nPOCnenATTAAeYMONTHPGATA  P  I  CJO 
MHAHNAIATiJHPeAAere  ICAIOTI  THP[.J|N 
AG  inONTOCTOYAGTACKe  YHC<t>OAPAe  I  AMH 


9,  62  AieorA'f'OJoc  unbekanntes  Stiick.  66  Apictomhah  enga  hp6«hn]  vermut- 
lich  ist  Apictomhahn  Ap6«hn  zu  lesen.  69  re]  xe  falsch  der  Sclireiber.  70  aa- 
ePA  (lurch  Flucht  auf  einen  Seitenweg?  Die  Spuren  sind  sehr  unsicher.  Zvvei 
Fraginente  der  "Hpooec  (aus  Athen.)  Com.  A.  F.  II  457  Kock.  (fr.  12  gegen  Demosthenes 
aus  der  Zeit  urn  '.W)).  7 1  apomaIcoc  eni.  Wil. 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X 


45 


UMSCHRIFT 

Kol.  9,  5  8 — 71 

9,  58    npoHxeH  os^  aIkaia  noiuN  erKAAeTN  ewoi. 

THNIKAYTA    AG    KAI    TUI    MEN    AIKHN    ePHMON  Xne- 
60      rPAYATO    KAt'  eWOY    AnOAHMOYNTOC    KAI  TAY- 

t'   CN    GeTTAAIAI."       KaI    01    KUMIKOI    a'aYTOY  MNH- 


MONeYOYCi  KAoAnep  Oiaihmcon  mcn  en  Ai- 
e[ojrAY*a)i  ■   »np6c  tui  MYPonwAitoi  tap  an- 
epcbncoN  TiNcoN   HKOYCA  Xaakoyn  nePIHA" 

65     TgTn    KAenTHN    TINA'    AneiPOC    d)N    AC    TOY  AG- 

rOMGNOY    nPArMAT0[c]    ■ApICTOMHAh'   Ne'  HPOMHN 

nAPioNe'  optON.    b  a'  gnhaat'  gyoyc  moi  hapa- 

CTAC    [TjCjJI    CK[e]Aei    HAiei    TG    AA5    nY5E,  uctg 

gkbangTn  ■  GnGi  MOAic  re  <}>GYra)N  gighgcon 

70     AAAH    AAFePlA  .    TiMOKAHC    a'   GN  ^'HpUCIN' 


MHO  A[PjOMAI(jJC  taVta   cyn  ai  aktopgi, 


Kol.  10,  a.  b  (Kolumnentiiel) 
10.  a    Xponoi  KAI  n[6jAGic  t[o]y  AOrOY. 

b      '     OTI    ANAiri]MGN[0Y]c    GCTIN    0  AOTOC. 

10.  1    AN  HI  n[p]6eYMOC'  —  Katabgbhkgn  acmgnoc,  xapiio- 

AAGNOC    TAP    ■Ap[l]cT0MhHAHI    TWI    KAAU  ,   YnA  MHK^t' 
AYTON    b    CaTy[pJOC    KAGHTHN    AGTHI."      KAI  GN 
KAPIOIC     "/^[aJpCYAN    AG    TON    *[i]AAYAON  AyTO- 
5      KAGA    AGAAPMGn[o]n    TYMNON    GCTANAI  KAM|[6}> 

Nui  npocnenATTAAGYMGNON  Thpga  t'  "Apicto- 

mhahn'  —  AiA  Ti  Thpga  agtgic;  —  AlOTi  thp[gjTn 

AGT   nAPONTOC    TOYAG    TA    CKGYH    CtOAPA.      Gl    AG  MH, 


10.  1  AN  HI  npoeYMOC  em.  Wil.  Der  AV'itz  unci  die  Person  Catypoc  niclit 

kenntlich.  Nur  ist  klar,  daB  "Gpmhc  6  KAenrnc  die  Schuld  des  Aristomedes  auf  sich 
und  mit  in  den  Hades  niinmt.  3  vier  Fragmente  der   Ikapioi  aus  Athen.  II  4.58  K. 

(fr.  14.  17  gegen  Pytliionike,  15  gegen  Hypereides,  16  gegen  Kephisodoro.s  u.  a.).  Auto- 
kles  unbestiinmbar  (vgl.  Theophilos  Boicotic  2,  3;  II  474  K.).   Wit/,  unkenntlich. 


46  AIAYMOY  ctJlAinniKCON  I  lA 


ABSCHRIFT 

Kol.  10,  9  —  35 

10,  9  nPOKNHreNHCHKNOOMeNOCTOKPANION 

10    ANAnoAecH  I  CYYX  PONAAAAnpoceeuNen  i|.jxe 

TeMHAeCYP  I  I  HTe 


[.]A 

OT  I  M(i)Ae<t)  I  Ai|.|rrocoYKeno  i  HCATOTe  i  ph[.] 
rrpr.]cHM[.  .Jaaaane  BAAe[.jOTONnoAeMONn[.] 

15     ClNYMl[.  ..Jn[.  ..|Nrer0NeN'0IXP0N0IT0[.J 

AoroYc[.j0e  I  CTeAeoNr^^TewcMrHCANo  i  [.  .] 
roiTU)iAHMoceeNeiYnePTOYTON<t>iAinnoN 
eBOYAeYeiNA[.]oeiceA  iToiceAAHCinAPA 

KeiNbTATHNe[.  .jHNKTOYCOPKOnBA    I  No[.J 
20         TANYNTAAAMnPUCHAHCYNe  PP00rOTo[.j 

TOYnOAeMOYr[.JNIK(jJTePON*HCIN[.    .  ..] 

T  I  no[.]H[.ja)ci  NAYTU)  I  ANT  I  KPYCAHA  rrel".] 

A  A  N  T  [.J  A  I  A  T  H  [.   .   -j  T  0  a'^T  0  N  H  [.   .  .J  A  Y  T       .   .]u  0 

AeMONeni  roTeAeiTHcr.]cTOA[.  .]>hc  inp[.J 

25  YHA  PXON  .Ja)No[.jMU)NKA  I  ATHnJ^.  .  .jNGYA  A 
BeiANMAA[.  .].[.J...eMa)NKAIATeAO.(jO. 
MAA    I    CTAj".   .   .]ac[.  .JnPAr.JwATef.JOMCONKA  ITtjJN 

[.J  A  [.]  N  T  [.  .  .]  e  M  6  n  0  [.]  .  [.  .  .  .J  N  n  P  0  T  e  P  0  N  Y  [.   .   .  .] 

[  J  T  0  Y  A  ]  K  0  Y  A  M  [.  .] 

30     [  ]  .  .   .  [.   .]  A  N  T  I  T  A  T  T  0  M  0  [.  .] 

[.   .   .   .  i.  .   .]  .  [.   .]  H  C  C  Y  M  B  I  .1  Y  a'^K  A  T  A  '  .   .   .  ' 

[  J<^'^[-  •  -jAinrjocoYKeno  i^crei  ph[.] 

[  ]  A  A  A  A  [....]  A  e"^°T  0  N  n  0  A^n  A  C    I  N  H 

[.]  I  [.  .  .j  N  [.J  p  0  N  r  e  [...].[.]■  e  i  H  <t>  e  H  A  0  n  [.  .\c 

35  \.  .   .]M[.]KeAONAnOAeMOCAeHNA    10)  [.  .  .J 


10.  11  die  Paragraphos  iiiit  Koi'onis  verscliiiorkclt.  21  n  odcr  a.  28  der 

•/.\voitc  Buchstabe  ist  a  odcr  n.  30  mhxanhi]  undcutharo  Buchstabeiireste  sind  vorliaiidcii. 


10,  9  "sonst  geht  dir's  wie  Prokne  (TTpdKNH  wegeii  knhn!),  die  ihr  Kind  verliert; 
(lann  stehst  du  da  und  kratzt  dich  hinter  den  Ohren.«  —  -Fauler  Wit/..-  —  -Nur 
Geduld,  liebes  Piiblikuin,  mid  nicht  •^.epfiffen ! 11  CYPi'iHTe''Wil.  14  hmac 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  X.  XI 


47 


Kol.  10,9  — 35 

10,9      TTpOKNH    reNI^CH,    KNUWeNOC    TO  KPANION, 

10    AN  AnoAecHic.  —  Yyxpon.  —  "Aaaa  npoc  eecoN  enffcjxe- 

Te    MHAe  CYPIiHTe." 

\ 


[IjA 


[Dem.XI  TTpoc  THN  enicxoAHN 
THN  <t>iAinnoY] 


"Oti  MeN,  S  ANAPec"AeHN  aTo  I,  0fAi|njnoc  oyk  enoiHCATO  thn 
np[6]c  hm[acJ,  AAA'ANeBAAefrjo  ton  noAewoN  n[A-]    giphlNhnJ  XI  1 
15    ciN  ymT[n  <t>A]N[6P6jN  reroNGN.    Oi  xpoNOi  to[y] 

AoroY  c[Aj*eTc  TeAeoN  eicm.    xecoc  men  tap  rcan  oi  [a6-] 
roi  Tcoi  AHMOceeNei  Ynep  toy  ton  0iAinnoN 
eniBOYAGYGiN  Ai a[n] oeTcG Ai  ToTc  '"'Gaahci  nAPA- 

K|eJlNOYNTA    THN    eTlpjinNHN    KAI    TOYC    OPKOYC  nAPABAINO 
TA'    NYNI    AG    AAMUPOJC    HAH    CYN  ePPCOTOTO  [c] 

TOY  noAEMOY  r[eN]NiKU)Tep6N  <t)HciN,  [Yn'  an-] 
Tino[iji^[cJa)ciN  AYTcbi  antikpS'c  AnArre[!]- 


[n-1 


20 


aant[i]  aia  th[c  enic]TOAHC  ton  n[p6c]  ayt[oycj  no- 
AewoN.    eni  toyn  tgagi  thc  [enilcTOArHcl  *hci  '  »np[o- 


XII  23 


MAAICTA 


25     YnAPx6N[T]a)N    OYN    [y]mU)N    KAI    AIA    THN    [ewnjN  GYAA- 

BeiAN  maa[ao]n  [eniJjieeMeNUN  kai  aiatgaoyntun 
nPA[rjMATe[Y]oMeNa)N  kai  tcon 
[.  .  .  .Jn  npoTepoN  y[ 
 ,  YMAC  eru)  mgta]  toy  aikaIoy  am[yn- 

NOYMAI    nACHI    MHXANHll    ANTinAPATATTOMeNofcl . 


NT 


ewe  T\o\.\ 


y[.  .  .  .J 


30 


35 


[""ApxeTAi]  A[e  t]hc  cymb[o]yahc  KATA  [TAAej" 

['^0  Ti  m^n],£  ANAPec['AeHN  aTo  i,ct>ijAinnoc  oyk  enoiH  c<  ato  thn 

[nPOC  YM  Ac],AAA'A[NeBA]  AGTO  TON  n  6  A  e<_M  0  N)n  A  CI  N  H-  eiPI^[NHNj 

i  XI  1 

{'m]T[n  <t>A]N[ejP6N  re[roNjerN].    ''Gii^^eH  a  6  nTpojc 

[ton]    M[AjKeA6NA    nOAEMOC  "AeHNA[l](i)[N] 


uiid  ANeBAAGTO  Zi  YMAC  uncl  ANeBAAAETO  A  F.  21  rENiKciTePON]  falscli  der  Schrei- 

l>er.  24  die  uns  erhaltene  kiirzere  und  glattere  Fassiiiig-  lautet  §  23:  coc  Ae  npo- 

YHARXONTCON  KAI  AIA  THN  eMHN  EYAABeiAN  MAAAON  HAH  TOIC  nPArMACIN  eniTISeMeNCON  KAI 
KAe  OCON  AN  AYNHCee  KAKOnOIOYNTCON  ,  YMAC  AMYNOYMAI  MGTA  TOY  AIKAIOY  KAI  MAPTYPAC 
TOYC    eeOYC    nOIHCAMCNOC   AIAAHYOMAI   nCPi   TUN   KAs'  YMAC.  27  ff.    viellcicht    KAI  TUN 

eAONTUN    CMC   nOACMCON   nPOTCPON   YnAPXONTI CON)  AGI. 


48 


AIAYMOY  OlAinniKCON  lA 


ABSCHRIFT 

Kol.  10,  36  —  62 

10,  36       a[.  ..]aaaamoca*  I  Ainnoce  i  phnhn[.  .].  . 
no!O....AreiNenAHMMeAeiTO.[.  .]a 

GHNAIOMAA  I  CTAAHen  ITOBYl[.  .  .j  I 
o[.]KnePINeONAYTOYCTPATe  lATAC 

40       noAeice<t>iAOT[^.jMe  iTonAPACTHCAceA  i 

AY0INeNeKAT0YTeA<t>eAeC6AITHNC    I  TO 
nOMni   ANTCONAGHNA  I    kT   NAMHnOAG    I  C 
eXUCINenieAAATTIOYCNAYT    I  KCjJinPOY 
XONTeCOPMHTHP  I  AKKATA*Y  T  A  CTOY 
45         nPOCAYTONnOAeMOYOTeAHK[.  .Jn 
NOW    lOTATONGPrONAienPABEA 

TOTAe<t>Tepa)inAO  i  ATUNewno  p  k  at  a 
rAr[.jNa)CMo<t>iAOxopocAnpocTO  icai 
ak[.  .]i  0  I  c(jOCAoeeonoMnocpnA<t>(jON 

50  enTAKOCIATAAANTAHePOICe'TAYTAAH 

[.  ..]YciAiAnenPAxeAienieeo<t>PACTOY 

[.JoYMeTAN  I  KOMAXONAPXONTOCK  A  6  A 
[.]ePA[.jAO  I  TGK*  I  AOXQPOCOYTCOC  T  <t>  H~ 
[.  .  .]  K  [.]  APHCMAnHIPeNGlCTONCYAAO 
55     r[.  .]tCa)NBACI  a  I  KCTPATHrCONKATAA  I 

n[.]Ne<t)Tepcjo'NAYCon(jOCANTAnAO  i  ata 
eKTOYnoNTOYCYNATArioc  I"*  1  A  I  nno  c 

AAf.JCeOMOCOYnAPONTATONXAPHTA  T  OM 

[.]p(i)TONene  i  pa  i  TonewYA  i  tacnayc  t  a 
60    [.jaoi  akta  re  in'oyaynamocab  i  aca 

[.]eAI  CTPAT[.Ja)TACAie  B  I  BACGNe   I  CTO 

nePANe[.TepoNKTa)NnAOici)NeKYPi 

10,  36  (Aiil'ang)  a,  a  oder  e.  37  Endc:  diclit  an  o  eine  KorreLtur  (wic  i) ;  daiiii  Aiisatz 
von  Y  oder  dergl.        46  zwisrlicn  m  iind  u  Rasur.        51  ai  wie  cs  scheint  in  n  verwandelt. 

10,  47  (lie  Ivaperei  bei  Hieroii  war  bislier  niir  duicli  dunkle  Anspielungen  be- 
kannt.  Deni.  18,  139  eneiAH  "tANepcoc  hah  ta  haoIa  ececY-AHTO,  ebend.  72  kai  mhn  thn 
eiPHNHN  r'  eKCiNoc  EAYce  TA  haoTa  aabcon,  oyx  fH  n6Aic.  Da6  rhodische  und  chiische 
Schifl'e  darunter,  lehrt  l-'roiitin.  Strat.  I  4,  13.    lustin.  IX  1,     Philippm  longa  obsidionis 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  XI 


40 


UMSCHRIFT 

Kol.  10,  36  —  62 

10.  36      [aia  t]aaaa  MeN  OCA  ^lAinnoc  eiPt^NHN  [np]oc- 

noiOY[MeNoc]  Arem  enAHMweAei  <^nepi)  To[Ycj  "A- 

eHNAiOYC,  mAaicta  a'  h  eni  to  Byi[ant]i- 

o[n]  kai  TTepmeoN  aytoy  cTPAjeiA  tag 
40      noAeic  e*iA0T[ijMeTT0  nAPACTHCAceAi 

ayoTn  gngka,  toy  Te  X^eAeceAi  thn  cito- 

nownlAN  TUN  Aghnai  ION/  KAI  Yna  mh  noAeiG 

eXtOCIN    enieAAATTloYC   naytikui  hpgy- 

XONTGG    OPMHTHPIA    KAI    KATA*YrAG  TOY 
45        nPOG    AYTON    nOAGMOY,    OTG    AH    KAI    [to]  HAPA- 

NOMWTATON    fePTON  AienPAIA- 

TO  TA  e*'  Mepui  haoTa  tcon  ewnoPWN  kata- 
rAr[d)]N,  cjog  MeN  6  Oiaoxopoc  a  npoc  toTg  ai- 
ak[oc]!oic,  cog  a'  6  9e6noMnoG  pn,  a*'  un 
50      enTAKOGiA  taaanta  Hepoice'  tayta  ah 

[nep]Yci  AiAnenPAXGN  eni  9eo*PAGTOY  340/39 

[tJoy  mgta  Nikomaxon  apxontog,  kaga- 

[njep  a[a]aoi  tg  kai  Oiaoxopog,  (oc)  oytuci  *h- 

[ciN"]    »KAI    [XJApHC    men    AnfiPGN    eiG   TON  gyaao- 
55     r[0N]    TCON    BACIAIKCON    OTPATHTCjON  kataai- 

n[cojN  e<t>'  '"lepcbi  nayg,  ohcog  an  ta  haoTa  ta 
gk  toy  noNTOY  CYNArArcoGi.  OiAinnoG 

a'  ApjoeOMGNOG    OY    nAPONTA    TON    XaPHTA    TO  MGN 

[njpcoTON  6neiPA|i|T0  hemyai  tag  nayg  ta 
60    [hJaoTa  KATATAreTN  ■  0?  aynAmgnog  AG  biAga- 

[c]gAI    GTPATjljCOTAG    AIGBIBACeN    GIG  TO 

nePAN  e[<t>'J  MepoN  kai  twn  haoicon  gkypi- 


[v.  By/,aiiz|  inora  exhaustus  commercium  de  piratica  mutuatur.  captis  itaque  CLXX  [lies 
(^hXXX\  navibu.s  mercAhusqw  distractis  aiihelantem  inopiam  pauhdum  recreavit.  48  4>i- 
Aoxopoc  a]  vgl.  11,  If.  55  von  dieser  Konferenz  mit  den  persisclien  Feldherrn 

liaben  wir  keine  Kunde.  Da.s  Resultat,  j)er.si.sclu'  Hilfesendiing  n;icli  Tlirakien,  ist  in 
Alexanders  Schreiben  Ait.  II  14,  5  angedeutet:    TTePiNGioic  eeoHeHCATe,  o\  ton  eMON 

nATePA   HAIKOYN.   KAI   eiC   GpaKHN  ,    HC   HMEIC    HPXOMeN  ,   AYNAMIN   eneWYGN  ^Q.XOC. 


Berliner  Klassikertexte ,  Ilel't  1. 


4 


50 


AIAYMOY  OlAinniKCjJN  lA 


ABSCHRIFT 
Kol.  11,  a  —  d  (Kolumnentitel) 
11,  a  TlTOOPPtOAeiN 

b  nNeiKAiAC 

c  nroYecKOPAKiieiNKTHcec 

d  KOPAKACnAPOIMIAC 


11,  1 

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20 

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11,  c  das  crstc  e  ist  diirchgestrichen.  11  SchluB  nyn  oder  ayn.  12  nacli  a  ist 

\  iiioglicli.  14  i<]  nur  dor  Abkiirzungsstiicli  i.st  deutlich.         f  (tojn)  oder  c  (cyn).  * 

oder  T.        K  oder  «. 

11.2  eniKPiNcoN]  also  die  neutralen  lielo  er  frei.    Dadurcli  erkliii  t  sich  die  Diffe- 
renz  der  Ziffern  des  Philochoros  und  Theopomp.  9  nPArMATcoN]  Versehen  des 

Schreibers.  12  hn  tilgte  Wil.  15  hpmhncycan  scheint  verdcrbt  oder  liicken- 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  XI 


51 


UMSCHRIFT 
Kol.  11,  a  —  d  [Kolumnentitel). 
11,  a    T'\  TO  oppwaeTn 
b    rTepi  NiKAiAc 

C     rTePI    TOY    CKOPAKIieiN    KAl    THC  "'Gc 
d  KOPAKAC  nAPOIMIAC. 

11.  1      eVCeN.      h[n]    a'  OYK    eAATTCO    TA    HANTA  AlAKOcftON 
KAl    TPIa[k]0NTA.      KAl    eniKPlNCON    TA    nOAGMIA  Aie- 

Ave  KAl  ToTc  aEYUjOic  exPHTO  np'^ojc  ta  mmxanu- 

MATA    KAl    CITOY    [kAiJ    BYPCUN    KAl    XPHMATCON  nOA- 

5    AcoN  erKPATHC  ereNeTO."     xponoi  mgn  ah  thc 

CYMBOYAHC    KAl    nePAC    TU)N    ^lAinniKCON    TOY-  « 

t'  an  em.    Yn[o]TonHceie  a'  an  tic  oyk  aho 
CKonoY  CYM[n]e*0PHceAi  to  aotiaion 
eK  [tJinion  AHMOceeNOYC  nPArMAT:'ei)ioN  e- 
10       niCYNTeeeN.    kai  eiciN  oT  ♦acin  'ANAiiMeNOYc 

eTnAI    toy    AaMYAKHNOY    THN    CY[MjBOYAHN,  NYN 
A[e]    GN    THI    GBAOMHI    Twj^N    01  Ainnj  I KCON    [hn]  6- 
AirOY    AGTn    rp[AjMMACIN    A[-r'TOTc  ejNTeT[A-] 
Xe[Ajl.     eNIOI   AG   KAl   nPO   A[-Y'jT(iN   <t>o[pTi  I  K(jaTep[ci)]c 
15  HPMHNeYCAN,    KAeA[nejp    TO     »6pPCi)AeTN«  H- 

KICTA    AHM0[ce]eNIK[6]N    ON    KAl    e1    TINA  AA^aJa 

OMOIA    TOYTa)[N].      »'^Oti    AG    XPH    MHTG    OPPGOAGTn  XI  2 

HMAC    THN    GKGINOY    I^aJyNAMIN    MHTG  ATGNNWC 

[AN]TiTAxe[H]NAi  npoc  ayt6n.«     oppwagTn  AG- 

20  A0[l]KeN[AI    GCTIN  ,    AnoJ    AG    TOY  CYMBGBHKOTOC 

ToTc    AGAll'ojci    [nJcnOIHTAI    TOYNOMA  ■    <^*)    TAP  HGPI 

TON    OPPON    AGI    (ic    eiAeAPOI.     '^OmHPOC     »tAI0N  Y  204 


lial't.   Vielleicht  HPMHNeYceAi.  sc.  <t>AciN.  15.  16  hkicta  AhMOceeNiKON  on.    Die  Ob- 

servation ist  richtig.  AuBer  XI  2  koiniiU  oppcoasin  nur  vor  IX  t)5  (Pliilipp.  Ill)  II  Rec, 
dereii  Fassung  auch  bei  Harpocr.  s.  v.  AYcconoYMAi  vorliegt.  Dagegen  ineint  er  s.  v. 
oppcoAGiN  eN  AHMHroPiKOic  nPooiMioic  unsere  Stelle.  It!  aaaa  vgl.  cKOPAKiieiN,  woruber 
c.  11,  56  If.  18  HMAC  Z:  ymac  A  F.  21.22  vielleicht  toynoma-  /iAioYcr>  tap  ton 
OPPON  Aei  too  lAeAPoi  (von  iaoc  iind  gapa).  Vgl.  11,  57.  Ktyni.  M.  oppcoau  •  hapa  to 
'ton  6ppon  lAieiN  kta. 


4* 


52 


AIAYMOY  (JJlAinniKCON  lA 


Ar.SCHRIFT 

Kol.  11,  2  3  —  5  0 

11,  2:i  (jOceNOHCAAAAKPYNTAIAMOIOCCe"KOK(jJ 

MIKOCAP    ICTO<t)ANHCeNBATPAXOI    CGH    I  TOY 
2  5  KATenTH  KOT^JcAIONYCOY-XCjOnPWKTOC 

e  I  Ae  I  HTTAAA  r[.lnonTeYe  t  a  i  ayhot  e  h 
B  A  I  unn[.Jkanm*poypai  Ke[.jUNe  I  CAe 

THNAM*I  KTY0[.   .   .jNeiCAAYf.   .Jc-NGIKA  I 

A  en  I  e  A  A  [.j  c  c  i  a  [.]"  n  o  a  i  c  e  e  p  L  .j  n  y  a  w  [.] 
30       AnexoYCAcr.jAA[.joYCKnep  I  HCTiMocee 
N[.]ceNTa)rTepr.]AiMCONe*HC  i  ton[.  .] 

[.   .  .JCOYTONeK[  JYAOJNAKOMI  c[.j 

[.  .   .   .]  A  [.]  0)  .  .   .  A  I  [  ]  0  A   I  C  N  e  I    K  A  1  A  [.j 

l^r  ]  .  F.   .   .]  T  H  K  0  N  T  A'A  n  0  . 

35  [  .    .  .]ACTAAIOYCeAKPA 

[.]a[  jMMUAHCeniCTAAl  0YCT6TTA 

[.  .]C  .  [.]  .  [.   .   .]  M  A  K  P  A  I  Y  0  0  P  M  0  N'  K  <t>  I    A  0  X  [.] 

[.  .]  C  A  [.  .  .j  A  [.  .]  P  0  I  C  *  ^]  A  I  n  n  0  C  A  Y  T  H  N  e  K  e  [.  .  .] 

[.  .]  n  [.  .]  C  e  [.J  B  A  1  (jO  N  A  n  0  A  0  e  H  N  A    I  A  I  A  T  H  [ .] 

40  §    .    I    .    [.]    <t>HCITONTPOnONTOYTON'*IA[.  .] 

1.   ..jaI.    .    .jBONTOCeAATeiANKKYTlNf.  ..] 

KnpecB[.]icneAAYANTOce  i  ceHBAcee[.  .  .] 

AUNA  I   n[.JaN(jJNA    I  TCOA(jONAOAOn(jL)N   <t>e  I 
WTUJNKAilOTOCNIKAl    ANAOKPO    I  C 

4  5  TJAPAAIAONAinAPATOAOrMATOTCON 

AM*IKTYONHNYnO<t>l  AinnOY<t)POYPOY 
MHNOTeKeiNOCeNCKYeAICHNeKBAAON 
Tec[.]0YC*P0YP0AYT0    IKGI    XONOI  eHBAI 
OITOYTOICMAneKP   INANTOnPeCBG  IAN 

50     Yn[.]PAnANT(i)Nn[.  .  .J*IAinnONAl  aagio 


11,33  letztcr  Plat/,  war  wohl  Icpr  34  aui'  Ano  sclieint  a,  a  oder  a  gcfolgt  zii 

seiii.  37  «  oder  h. 

11.  25  KATenTHKOTOc]  spiitere  Form  wie  Tliemist.  or.  24,  309  (vgl.  Ilesych.  s.  v. 
nTAKec:  agiaoi,  enTHKdrec  (so);  s.  nxAcoTHN)  and  s.  v.  enxAKeNAi:  KeKPY^eNAi.  26  tun 
F:  fehlt  Z\.  31  das  zu  [to]coyton  (so  sicher)  gehorige  Substantiv  (o'pon  paBt  nicht) 

nocli  tinerganzt.         33  Scliol.  Aesch.  2,  132  Nikaia  ecTi  nAPAeAAACCioc  AnexoYCA  Gep- 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  XI 


53 


11,  23 


UMSCHRIFT 

Kol.  11,  23  —  50 

d)C    eNOHCA,    AeAAKPYNTAl  MOI    OCCe.  «      KAI    6  KCO- 

MiKOc  ■Apicto*anhc  gn  Batpaxoic  eni  toy 


25  KATenTHK6T[o]c    AlON^COV     >>X(jO  nPCOKTOC 

[[e]iA{i)ei  nAAAi.o    [''YJnonTeYeTA  i  a^yho  tun  0h- 


(i)  N 


ei c  Ae 


BAIWN     N[|]kA1AN    MeN    <t>POYPAI  KATefx] 
THN    AM*IKTY0[n(a]n    £  I  C  A  e  A  Y  [k  cbj  C.  N[[e|lKAI- 

A  enieAA[A]ccjA  [ecTi]  noAic  8ep[Mo]nYA(i[Nj 
30       XnexoYCA  c[T]AArf]oYC  K,  nepi  hc  TiMOcee- 
n[h]c  eN  Tu  FTepHJ  aimgnun  e  <t>HCi  ton  [.  .] 

TO]COYTON  ■     «eK    [GePMOnjYAUN    AG  KOMIc[a-] 

M^NUi  n]A[oi]a)[i  cta]a([oyc  k  ecTi  n]6Aic  N[e|lKAiA, 

neiGYONTI    AG    bcON    nGN^HKONTA'    AHO  [ag] 
35  ITAYTHC    GCTI    MAAICt]a    CTAaIoYC    G  AKPA 

MJa[aA    YAjMMUAHC    GUI    CTAAIOYC  TGTTA- 
Pa]c    [gXOYCA    NHi]    MAKPAI    Y<t>OPMON.«       KAI  0Ia6x[o-] 

po]c  a'  [oti]  A[ok]poTc  <t>[ijAinnoc  aythn  £K^[agy-] 
[cg]  n[p6]c  0[H]BAi(jaN  AnoAoefiNAi  aia  th[c] 

40  g[k]t[hc]    <t>HCI    ton    TPOnON    TOYTON.  »0IA[fn-] 

[hoy]  AG  [kataaa]b6ntoc  ''Gaatgian  KAI  KytIn[ion] 

KAI    npdcB[G]lC    nGMYANTOC    GIC    0IHBAC  9g[tTA-] 
AUN    AlN[l]ANa)N    AlTOOACON    AoAOnOJN  091- 
COTCON    KAI    AIIOYNTOC    NiKAIAN  AoKPOTc 
45     HAPAAIAONAI    HAPA    TO    AOTMA    TO  TU)N 

am*ikty6ncjON  ,  HN  Yno  OiAinnoY  *poypoy- 

M^NHN,    Ot'  GKgTnOC    £N    Ck^OAIC    HN  ,  GKBAAON- 

tgc  [t]oyc  (DPOypoyc  aytoi  katgTxon  01  GhbaT- 

01,    TO^TOIC    M^N    AHCKpInANTO  nPGCBGIAN 

50    Yn[e]p  XnANTUN  n[p6c]  OiAinnoN  aiaagio- 


Ran.  237 
XI  4 


fr.  135 


MonYAUN  ctaaIoyc  m.  k  ecTi  erganzt  Wil.  40  aia  tPic  ckthc  wie  1,  70.  Philochoros 
bei  Dionys.  ad  Amm.  11  p.  273,  12  AycimaxIahc  Axapneyc  r33!t/8]:  eni  to^toy  ta  mcn 

e'prA  ta  nePI  TOYC  NGUCOIKOYC  KAI  THN  CKeYOeHKHN  ANeBAAONTO  AIA  TON  nOAeWON  TON  npcc 
^lAinnON  TA  Ae  XPHMATA  GYHiDICANTO  HANt"  eTnAI  CTPATICOTIKA  AHMOCeeNOYC  rPAYANTOC. 
ft'lAinnOY   AS    KATAAABONTOC  "'eAATeiAN           4'eiCOTUN ,   'AeHNAfcON   AC   KATA  TON   AYTON  Xp6n0N 

npecBeic  AnocTeiAANTcoN  toyc  nepi  AHMOceeNHN  toytoic  CYMMAxeiN  eYH<t>iCANTO. 


54 


AIAYMOY  0IAinniKCi)N  lA 


11 .  5  1 


ABSCHRIFT 

Kol.  11,  5  1  —  66 


5r>  e 


A  t 

A 

A 

A 

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N  e  1 

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0 

n 

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p 

e 

1  0) 

e 

A 

.jAere  i  nkatatconmctaba  a 


\.  .jHM[.]Acono  I  noTCAn  i  on  tun'mnh 

60  MONeYeiAAYTHCAPICTO<t>ANHCeN 

gp[.JiciNecK0PAKAceAe6  i  NxnecKeY 
[.  ..joYceeAeiMTAereiNe  i  CTAOPNeA' 

[.   .jpieNTIIGTAIAeiCTHNnAPOlM    I  AN 
[.]n0HC  I   NOAHMCONAl  AAOeH   NA  I 
65  eNeeNAerPA<t>TONTPOnONTOYTON'TOYC 
BO    l(jOTOYC<t>HCINANACTATOYCYnOePA  I 


Ivol.  12,  a  —  c  [Kolumnentitel) 

12,  a     0  lACMH/zeMOMeNOYC 


b  nTi.jNoiAinnoY 

C  TPAYMATCON 


12,  1  KCONreNOMOYCei'^.jTHNTOTeMAIOAIAANAe 
eeTTAAl    ANONOMAIOMHNCTPATeYCACeA  I 
3  KTOYCTHNrHNNAia)MeNOYC|.jieAACANTAC 
12.  a  diis  AntiNigiiiii  lint  seine  Entsprochung  Z.  3.  3  aioj  verbessert  ;ui.s  eo. 

11,  .")1  dor  Text  des  Didymos  ist  wie  der  des  Dionysios  unvollstandig.  Der  letz- 
tere  zieht  iinr  das  fiir  seinen  Zweck  Notige  aiis,  Didymos  iiiuBte  aber  wenigstens  das 
V'erhuin  am  Scliltisse  geben.  Also  liat  der  Schreiber  neMreiN,  AeHNAicoN  as  —  eYHOi- 
CANTO  Musgelasseri.  53  tun  men  Demostli.  Hdss.         san  SA:  eneiAAN  F.  ih- 

MIAN   AF:    IHMIAC  Z  r)4  MAAICTA  Z\:    MeriCTA   F.  KATOPeCOCCOCI  SF:  katopgco- 

coYci  A.  (jO  Aristopii.  oy  aeinon  oyn  aht'  ectin  hmac  AeoweNOYC  ec  k6pakac  eAseiN 
KAi  nAPecKeYACMeNOYC.  t)4  Ahmcjn]  fTepi  nAPoiMiuN.  Zenob.  Ill  87  (aiis  dem  Sprich- 
worterbucli  des  Didymos)  en  GeccAAiAi  T6noc  ecTi  K6pAKec  bnoY  toyc  KAKOYProYC  cn- 
eBAAAON  •  deeN  H  nAPoiMiA.  mgmnhtai  Ae  taythc  AAenanapoc  cyncxuc.  AeroYci  Ae  oti 
BoicoTOic  ""Apnhn  noTe  aioikoyci  npoeipHTO  Yno  toy  eeoY  eKneceicsAi  thc  xupac  AeYKUN 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  XI 


55 


UMSCHRIFT 

Kol.  11,  5  1  —  6  6 

11.5  1       M^NHN  <(***).«    eiciN        KAi  aaa[ai]  N[e|fKAiAi,  nepi  3n  oy- 

K    oTmAI    A[NA]rK[ATo]N    NYN    AereiN.     "^GtI    AG  XI  11 

TUN    nOAACON    GAN    AMAPt[hI    TIC    iJhMIAN    KATA    THN  A- 

ifiAN]  etAH<)>eN.    01  Ae  ©[tJan  m[a]aicta  KATOP- 
55       e[to]c!,  TOTe  maaicta  ckopakiiontai 

KAI    [n  p]  0  n  H  a  A  K  I  I  0  N  T  A  I.      TTaPA    TO    60  KOPA- 

[kaJc  nenoiHTAi  toynoma,  bnep  eitoeA- 
[mgn  koinhi]  AereiN  kata  tcon  mcta  baa- 
[c<t>]HM[!]AC  onoInoTe  AniONTWN.  mnh- 

60  MONGYei    a'  AYTHC   ■ApICT0*AnHC  fiN 

'^Op[n]icin'   »6C  kopakac  GAeeTN  KAI  nAPecKGY-  Aves  28 

[ACMeN]oYC.«    eeAoi  mgn  tap  Aerem  »eic  ta  opnga", 
[xAjpieNTiieTAi  a'  eic  thn  hapoimIan, 

[h]n    <t>HCIN    b    AhMOON  AlAAOefiNAI 

65        eNeeNAe  rpA<t>(i)N  ton  tpohon  toyton  ■  "Toyc 

BoiWTOYC    <t>HCIN    ANACTATOYC    YTTO  0PAI- 


Kol.  12,  a — c  (Kolumneniitel) 

12, a     0     lAe    MH  NeMOMGNOYC 

b    nepi  j[Gj\H  (JiiAlnnoY 

C  TPAYMATCON. 


13,  1    KCJN  reNOMeNOYC  eiTc]  thn  totg  mgn  Aioaiaa,  nyn  ao 

GeTTAAIAN    ONOMAIOMGNHN    CTPATeYCACe  Al 
3    KAI    TOic   THN    THN    NeMOM^NGYC  [eJieAACANTAC 

KOPAKCON    ^ANGNTCON.      NGANICKOI    AE    HOTE   MeGYCeGNTeC   KAI   CYAAABONTeC   k6pAKAC  TYYCiCAN- 

rec  A<t>HKAN  neTecGAi-  lAONrec  as  oi  BoiuToi  eTAPAxencAN  d)C  thc  mantgiac  aaboychc  to 

TGAOC.  KAI  *OBHeeNTeC  01  NeANICKOI  TON  SOPYBON  WrONTeC  COIKHCAN  TINA  T6nON  ON  GKA- 
AeCAN  K6pAKAC.  MGTA  AG  TAYTA  6KBAa6nT6C  TOYC  BoIWTOYC  01  AlOAGIC  6CX0N  THN  '"APNHN 
okeiAN    OYCAN    KAI    TOYC    AMAPTANONTAC    MGGICTACIN    GIC    TOYC    K6PAKAC    KAAOYMGNOYC.  Mit 

Aristoteles  kombiniert  [aus  dessen  TToaitgi'a  Ggttaaun  (fr.  496  Rose)!*]  Paiisanias  bei 
Eusthat.  Od.  n  408  p.  1746  u.  a.  Lexikogr. 

12,  3  ff .  ist  durch  den  Schreiber  mifiverstanden  und  verdorbeii  vvorden.  Die 
Emendation  des  alten  Besitzers  oben  12,  a  ngmomgnoyc  statt  naicjmgnoyc  ist  rithtig. 
Dagegen  hat  er  nicht  gesehen,  da6  dei"  Schreiber  liier  iiiid  iin  folgenden  v.  12  thn 
thn  statt  ^Apnhn  eingesetzt  hat.   Vgl.  MiiUer  Orch.  S.  385. 


56 


ATiSCHRlFT 

Kol.  12,  4 — 3  2 

13,  4      THNeKei[.]a)NKexe  INXCOPAN'nOAGMOTCON 
5      AnP  0  CAYTOYCTCONA  1  OA§(jJNKTOy[.JkAP 

noYCToeneje  ioycaig  i*eei  PONTcoNnew 
YA  NTece  I  CAA<j>OYcenHPcoTcoNno~MeNCjo 

C    I  NeniTAYTHCHeTePANXyPANIHTUCr 
TOYAeeOY^HCANTOCAeYKOYCKOPAKAC 
10  nPOTePON*ANeiCeAIHTOYCBOI(jOTOTHC 
r  HCTAYTHCATJOBAAeiNeAPPHCANTeCe 

n  i[.  .ji  xPHCMa)iTHNrH[.  ...].AroPANeN 

TONCOCCYNHr'.jNHNKNYNl^.   .   .\h  £    I  NTOTCON 


^   '  ft  p  N  T  r 


eexi.  .jAeeNo;.  .jee|.  .|eeNT[.jNOTNeAN 
ktoytoycty' 

CGA    inPOCKAl[.JlANMOYAMIANnAirNl  AC 

A  KreACjjTocjLjYTonPAiANTecnep  i  rgta 

[.]a)NAT[  jei  CAYTOONKnANTCjJNTOre 

20     [.  |0N0CeA[  iNTKTWNMTGTeAeceAl 

T  0   N   X  PHCMON^ACKONTUNeNXCJP   I   U)  I 
/  AT    I    N  lTAI(jOMATIAerONT(jJNAAAOTo[.JoYTO 

reNecGAinAPATONnArAr  iTiKONKOAnoN 

KATCOI    KHCANOeeN0ACINAneKei  NOY> 
25  KAHGHNAITOYCeKeiKOPAKACOIAAIOAeiC 

T  e  T  A  pa[.Jmo  I  CT^  .jcBO  1  cjTo  I  cen  i  neco  n 

TeCeKeiNOYCMeiHAACANTHNAXO) 
PANAneAABONTOYCAAAl   k[.]tACTI  K<t>Y 

TH  I  iHMi[.]YMo|.JceninoAYN[.  .]e  icto 

30      KO  PA  KACAerOMOYCe  Ke  I  NOYCAneCTGA 

A  0  N  0  e!.  .Jt[.  .jCAnope  i  njOYwo  i  cto[.  .jc 
[.  .  .  .J  e  [.J  K  0  p  A  K  I  [.  .  .]  N  e  T  I  K  N  e  n  I  $  §  p  [.] 

12.29  uiiter  (](■!■  Li'u'kc  vor  eic  ciii  erhcblirli  iiiiter  die  Zcilc  !>eli('nd('i'  Huchstabenrest ; 
otwa  die  Ligatur  von  xp6noc  (s.  S.  3)?  liintcr  o   fin  odi-i-  /.wei  durcliiicstiiclicnc  und  uii- 

kiserlichu  Buchstabcn.  31  Ictzter  Buchstabe  c  odcr  e. 


12,  1 1.  12  entweder  thc  rfic  taythc  GKneceTceAi  (s.  Z.  11,  64)  oder  thn  thn  taythn 
AnoBAAeiN.        12  es  fehlt  hier  etwa  ecneiPON  wie  Z.  13  <t>ACiN,  Z.  18  xapin.        13  An- 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  XI 


57 


UMSCHRIFT 

Kol.  13,  4  —  32 

12,  4     THN    eKeirNjcON    KATexeiN    XUPAN.  nOAeWOYNTCON 
5     Ae    nPOC    AYTOYC    TCON    AlOAeWN    KAI    TOy[cJ  KAP- 

noYC  TOYC  enereioYC  Aiei  *eeip6NT(jON  new- 
YANTec  eic  AeA*OYC  enHPWTcoN,  noKepoN)  weNO)- 

CIN    eni    TAYTHC    H    eTSPAN    XCOPAN  IHTtOCI. 
TOY    AG    eeOY    0HCANTOC    AGYKOYC  KOPAKAC 

10    npoTGPON  <t>ANeTceAi  h  toyc  Boiwtoyc  thc 

rfiC    TAYTHC    XnOBAAeTN    GAPPHICANTeC  e- 

ni    [tco]i    XPHCMWI    THN    rH[N    (^*)    KAI    THJN    ATOPAN  6N- 

TONWC    CYNHr[o]N    HN    KAI    NYN  [.  .  .JnGIN    TO  TCON 

0eT[TA]A(jijN  eeNo[c  .  M]ee[Yc]eeNT[co]N  gyn  tcon  ngani- 
15    CKCON  TiNec  A[NAjeHp[ejYCANTec  k6pakac 

KAI    TO^TOYC    rY[Y]d)CANTeC    A*HKAN  HGTe- 
CeAl    nPOC    KAl[p]fAN    MGN    Q-Y-AeMlAN  ,  nAITNIAC 

A^  KAI  reAOJTOc  <^xapin)  t[oJyto  nPAiANTec.  nepineTA- 
[weNjuN  AG  t[ac  noAjeic  aytcon  kai  hAntcon  to  re- 

20      [rJoNOC    GaI^YMAIoJnTCON    KAI    TCON    MGN  TCTGAeceAl 

TON    XPHCMON    *ACk6nT0ON  ,  GNXCOPICOI 
//  AG    TINI    lAICOMATI    AGrONTCON    AAAO  ToFljoYTO 

reNeCGAI    HAPA    ton    TTArACITlKON  KOAnON 

KATCblKHCAN  ,    OeeN    (fACIN  Au'eKGINOY 
25      KAHGHNAI    TOYC    GKgT    K6pAKAC.      01    a'  AiOAgTc 

TeTAPA[rjMeNOic  t[oT]c  BoicotoTc  eninecoN- 
Tec  eKeiNOYC  mgn  giihaacan,  thn  ag  xu- 

PAN    Xn^AABON.      TOYC    a'  AAIk[o?n]tAc    TI    KAI  <t>Y- 

rfii  iHMi[o]YMeNo[Y]c  eni  hoa-Vn  [xp(6non)]  eic  to'y'c 
30    K6pakac  AeroMeNOYc  cKeiNOYC  Xn^cTCA- 

AON,  be[eN]  t[oT]c  Xnop|e|inTOYMeNoic  to[.  .]c 
[.  .  .  .]e  [c]KOPAKi[iei]N  eji  kai  nyn  eni*ep[e-] 


ngTn?,  dem  Stile  des  Demon  nicht  unangemessen.  17  kaipian  sc.  xphcin  (zu  keinem 
entsprechenden ,  d.  h.  ernsten  Zweck),  glossematisch.  22  der  Stricli  am  linken 

Rande  bedeutet  AnstoB  des  Korrektors,  der  berechtigt  ist.  23  Pausan.  a.  a.  O. 

lAONTGC  OYN  KOPAKAC  nSTOMeNOYC  U£p\  TON  TTArACITlKON  KdAHON  ,  OYC  AKAKOI  HaTaCC 
erYYCOCAN,   UIKHCAN   SKcT  KAAGCANTeC  t6   XCOPION  K6paKAC. 


58 


AIAYMOY  OlAinniKCON  lA 


ABSCHRIFT 

Kol.  12,  33  —  61 

12,  33      [.    .    .    .j  .  [.   .]  n  [.   .   .]  K  §   I  [.   .   .]  M  A  e  H  N  A  I    0  I  C  <t>  0  [.  .  .] 

[  ]HTePAnOAICOYANl[.  ...] 

35      [.]..[.  .jNOTIMAKeAONGCAeHNAlO   I  C*0 

ppyf.  .  .]eAoeNTcoinepiTOYCTe<t>ANOYAAH 

ACOKAMAAAATONMGKMAKeAONIA 
0  [.]  M  0)  M  [.J  N  o\<t>  ia[.Jk  I  NAYNONUCevne  P 
TOYm[.   .JlCOnOIHCAITHNAPXKTGTPCjOCeA  I 
40     UANlf.   .   .]MATOICnOAeMIOICMAXOMo[.j.  § 

piWNecxeTPAYMATa)NO<t>iAinn[.  .  .]i  ph 

TAIMHMI    NeNTeACjOCKNYNIAei  Cb[.]a 

xYYnoMNHCTeoNnep  i  wrTHNMeeco 

NHCnOA    I  OPKIANTONAilONO*eAA 

45       M[.jNeieKonHTOieYMATinAHre  ice[.]a)  i 

TAMHXANCOMATAKTACXCOCTP  IAAc[.]e 

roMAce<t>e(jL)PAKAeAnepeNTH  i  atcon 
nepiAYTONVcTOP  icjONA(t>Hre  itai  eeo 
nownoco  i  ckmapcyac  omakgaconomo 
50       Aorei>OAAOYPiceAei  taytonkantay 
e  ATePAT[.]Yce[  ]c  t  e  pa*hci\toy 

NOMATOYTOAk[  ].[.   .  .JeTJAYTON 

A<I>eNTOc[.](i)N[  jTeYKOTCON 

A  Y  j^.]  0)  I  C  X  e  [".]  0  N  [.  .   .]t  0)  N  T  0  I  e  Y  M  A  [.]  1 

55  AG  rONTCJNr.]YTo[.]TeTPtOCeA  I'TAM  T 

nePIT(jJNAYAHf[.]MOAOreiTA    I  KHAPA 
MAPCYAIAIOTI    CYNTGAOYNT   IMOYC  IKOYC 
ArCjJNACAYTCOIMei  KPONGnANUTHC 
CYM*OP^KAA  IMONACYNGBHTONKY 

60  KACOnAnANTACAYAHCAIANTI  rGNTHN 

MTON0  I   AOieNOYX  PYCOTONONATON 

84  nu  TUN  AnANTcoN  Z:  nconoxe  [nco  F]  tun  ahantcon  ANeptfincoN  A  F.  42  nach 
eNTeAUC  ist  ein  Zitat  oder  km  aaaosi  ausgcfallen.  51  iiber  TCPATe^fceceAi  vgl.  Anm. 
7.n  9,  1().  Actgpa]  vgl.  Luc.  quom.  liist.  38.    Pint,  parall.  inin.  p.  307  D  aus  Kal- 

listhenes.  52  kaipicoc  erganzt  Wil.  5i)  Kykacoha]  durch  Arist.  Poet.  1448"  14 
waren  bisher  nur  K'r'KAwnec  des  alteren  Tiinotheos  (vgl.  fr.  5  —  8  Wil.)  und  Philoxe- 
nos  (fr.  6 — 11  Bergk)  bekannt.  60  init  antitcnthn  ist  unzweifelhaft  der  beriihmte 
tliebanische  Aulet  gemeint,  der  in  unserer  Uberlieferung  ANTireNeiAAC  (so  Anaxandrides 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  XI 


59 


UMSCHRIFT 

Kol.  12,  33  —  61 

13,3  3    [tai  .].[..]  n  [.«     KA]KeT[NOi]  mcn  Ash  n  a(o  ic  <t>6[poYc]  XI  16 

[hNerKAN,    H    a'   HMjeTGPA    nOALC    OYAGNI    [nOO    TUN  A-] 
35      [n]AN[TC0]N.      '^OtI    MAKGAONeC   "AeHNAfoiC  <t>6- 

POy[c    exjeAOYN    GN    TCJI    TTePI    toy    CTe<t>ANOY  agah- 
ACjOKAMGN.      'A  AAA    TON    MGN    GK    M  A  K  G  A  0  N  f  A  <^c)  XI  22 

b  [p]  M  (iw  G  N  [o]  N  o[y(tCOc)]  gTn  A  I  <t>IA[o]KJNAYNON,  c6ce''YnGP 
TOY    m[g!]iCO    nOIHCAl    THN    APXHN  KATATGTPUCeAl 

40    HAN  t[6  ccl)]ma  toTc  noAGMioic  max6mgno[n].  ITg- 
pi  c3n  gcxg  tpaymatcon  6  0!Ainn[oc  gJTph- 
tai  mgn  hmTn  gntgaioc  (*y,  KAi  nyni  a'  Gic  b[p]a- 

XY    YnOMNHCTGON.      RGPI    MGN    TAP    THN  fAeed)- 
NHC    nOAIOPKIAN    TON    AGIION  6<t>eAA- 
45  m[6]n    eSEGKOnH    TOiGYMATI    nAHrGIC,    e[N]  £l 

TA    MHXANCOMATA    KAI    TAG    XCOCTpIaAC  [aJg- 
rOM^NAC    G*Ga)PA,    KAeAnGP    GN    THI    A  TUN 
nePI    AYTON    ICTOPldjN    A*HrGTTAI  966- 

noMnoc,  oTc  kai  Mapcyac  6  Makgaun  6mo- 

50  AOrcT.      6    AG    AOYPIC    GAGI    TAP    AYTON  KANTAY- 

eA    TGPAT[G]YCG[ceAI  7\]cTGPA    0HCI    gTnAI  TOY- 

NOMA    TOY    TO    Ak[6nTI0N    KAIpfwCj    en'  A'Y'TON 
A*^NT0C,    [tJoJN  [cYNGCTPaJtGYKOTUN 

a^[t]coi  cxe[A]6N  [nAN]T(ON  toigyma[t]i 
55       AeroNTOJN  [a]'y't6[n]  TGTPWceAi.    tA  m^n  tap 
nepi  TWN  ayahtun  [ojwoAorGTTAi  kai  hapa 
Mapc^ai,  aioti  cyntgaoynti  moycikoyc 

ArUNAC    AYTCiol    M[eJlKP6N    GnANCO  THC 
CYM0OPAC    KATA    AAIMONA    CYNGBH    TON  Ky- 
60  KACOnA    HANTAC    AYAHCAI  ,    "A NTI TG N Gl AH N 

MGN    TON    0IAOi^NOY,    XPYCOTONON    AG  TON 

Athen.  I V  131  B ,  gewohnlicli  ANTireNfAHc)  heiBt  urid  bei  der  Hochzeit  des  Iphikrates 
in  Thrakien  (nach  382)  auftrat.  Als  ayauiaoc  [1.  ayahthc]  <t>iAOi€NOY  auch  bei  Snid. 
genannt.  Eine  Anekdote  von  ihiii  aus  Alexanders  Jugend  Plat.  Al.  fort.  II  2.  61  Xpy- 
coroNOc]  der  Aulet,  als  "\'erfasser  der  Epicharmischen  TToAiTeiA  von  Aristoxenos  ge- 
nannt.  wenig  glaubvviirdig  von  Duris  fr.  64  als  Aulet  der  Flottc  beim  Einzuge  des 
Alkibiades  408  bezeichnet. 


60 


AIAYMOY  OlAinniKWN  lA  IB 


ABSCHRIFT 

Kol.  12,  62  —  66 

12.  C  2  [.  .JyCIXOPOYTlMOeeONATONOINIAAOY 

T0NM00*eAAM0N6<J>AC  INAYTONGK 
KOnHNAITHNAKNNTAil  ANeN'l'A 
65  AYPIOICAOrXHITONTAAYPI  ONnAGY 

PATONAIOOKONTAOeeKATONMKAl 


13,  1 


1  0 


1  5 


Kol.  13,  a.  5  {Kolumnmtitel) 

13,  a  [.]TIOYK/T<t>IAinniKC0NOAo[. 
b  AHMOCeeNOYCAAA.COC 


n 

e  N 

T 

H 

K 

0 

N  T  A  T 

0)  N  e  T  A  1  P 

T 

p 

A 

Y 

M 

A 

T 

1 

I 

0 

N 

T 

a[.] 

T 

e 

A 

e 

Y  T  A  1 

A  1  u  n  0  c  T 

p 

A 

T 

0 

C 

0 

A 

M 

Y 

N 

T 

t1 

[]^ 

T 

0 

N 

T 

P  A  Y  M 

A  A  [.J  M  B  A  N 

e 

1 

K 

A 

T 

A 

T 

H 

N 

e 

T 

p 

1 

B 

A  A  A  0 

Y  C  e  M  B  0  A 

H 

N 

T  H 

N 

C 

A 

P 

1 

c 

A  N 

T 

1 

N 

0 

C  T  (jO  N 

A  1  GO  K  0  N  T  (jO 

N 

e 

1 

C 

T 

0 

N 

A 

I  1 

0 

N 

A 

Y 

T  0  Y  M 

H  P  0  N  CO  C  A 

0 

Y 

K 

X 

0 

A 

0)  C 

A 

N 

T 

0 

C  A  Y  T 

0  N-A  0  I  e  1 

§ 

A 

A 

N 

n 

e 

P 

1 

T 

A 

T 

P  A 

Y 

M 

A 

T 

A  K  T  A 

c  n  A  H  r  A  c 

A 

M 

e 

1 

N 

0 

N 

1 

T 

Y  X 

H 

1 

K 

e 

X  P  H  C 

e  A  1  T  0  Y  n 

A 

T 

p 

0 

c 

0 

A 

A 

e 

i 

A 

[• 

j  P  0 

C 

A  e 

K 

A  r  A  P 

n  0  Y  A  A  B  U) 

N 

K 

A 

1 

p 

1 

0 

Y 

c 

n 

A  H 

r 

A 

C 

A 

n  H  p  [ 

.  .  .  .]  M  e  1 

N 

e 

4> 

1 

[• 

•] 

n 

n 

u 

1 

A 

T  0 

[•. 

l-A 

0 

N 

C  (jJ  M  A 

A  1  e  A  e  A  0) 

B 

H 

T 

0 

I  B 

ne[.    .    .  .joYnONTOCAPrYPIOYKCJNTeK 
KA[.JClf.]NnOieiTeUAeOYATePONMOIAO 


13,  b  nach  a  folgt  a  oder  n,  dann  u  oder  oi(?),  dann  k(?)  mit  Abkiirzungstrich.  12  links 
nebeii  dem  Anfang  tcilweise  zerstorte  Koronis. 

12,62  Cthcixopoc  o  'lMePA?oc  6  ASYTePoc  eNiKHceN  Aghnhcin  ...  apxontoc  Agh- 
NHCi  Aycnikhtoy  (370)  Mann.  Par.  73.  TiM6eeoN]  den  Auleten,  dessen  Auftrcten 
bei  dor  Hoclizeit  Alexanders  Chares  notiert  (Athen.  XII  538 F);  vgl.  Clirysippos  das. 
XIII  565  A.  Oiniaaoy]  als  Vater  des  beriihmten  Auleten  Pronomos  aus  Theben 
(Mitte  des  5.  Jahrh.)  genannt  Antii.  Plan.  28,  2.    Aber  die  Zeit  paBt  nicht.  Vielmehr 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  XL  XII  (XUI) 


61 


UMSCHRIFT 

Kol.  12,  62  —  66 

12,62       I Ct]hcix6poy,  TiMoeeoN  Ae  ton  Oiniaaoy. 

TON    MEN    OYN    OOeAAMON    OYTCO    <t>ACIN    AYTON  GK- 
KOnHNAI,    THN    AG    KNHMHN    THN    AGIIAN    GN  'Ia- 

65       AYPioTc  AorxHi  TON  'Iaaypion  FTAeY- 

PATON    AlUKONTA,    be'  gKATON    MGN  KAi 

Kol.  13,  a.  b  {Kolumnentitel) 
in,  a    ['^0]ti  oyk  ecTi  TWN  <j5iAinniKtoN  6  A6[roc], 
b  AHMOceeNOYc  ag  aa[aJcoc 

13,  1  nCNTHKONTA    TUN    GTAIPCON  TPAYMATIION- 

ta[i],  tgagytai  AG  ^InnocTPATOc  6  "Amyntoy. 

T[pj!T0N    TPAYMA    a[a]mBANGI    KATA  THN 
GIC    TpIBAAAOYC    GMBOAHN    THN  CAPI- 
5  CAN    TINOC    TUN    AlWKONTOON    GIC  TON 

AGJION    AYTOY    MHPON    (iCAMGNOY    KAI  XO- 
AUCANTOC    AYTON.      AOiGIG    a'  AN    nGPI  TA 
TPA^MATA    KAI    TAC    nAHTAC  AM6IN0NI 
TYXHI    KGXPHCeAl    TOY    nATPOC    0  'AaGIAN- 

lu       [ajpoc.    agka  tap  nOY  aabun  kaipioyc 
nAHTAC  AnHp[oc  Aie]MGiNe,  0i[A(]nn(joi 

AG    TO    [djAON    CtOMA  AIGAGACOBHTO. 

/ 

I  B  [Deni.  Xlll  Tlepi  CYNTAiecoc] 

TT6[PI    MGN    TjoYnAPONTOC    ATPYPIOY    KAI    SnTHN    GK-  Xllll 

1  ri    KA[H]c![AjN   noicTTG,   CO   anapgc  AohnaToi.   oyagtgpon  moi 

AO- 

ist  es  des  Pronomos  Sohn,  den  die  attisclie  Didaskalie  (Inscr.  Gr.  II  1234)  aus  dem 
Archontat  des  Dieitrejjhes  (384/3)  als  Sieger  nennt:  Oiniaahc  TTponomoy  hyagi.  6.')  llAeY- 
PATON,  sonst  nicht  genannt.    Der  Name  als  illyrisch  bekannt. 

13,  A  "somt  aber  clemosthenisch'^.         2  Hippostratos  Vater  des  Reitergenerals  He- 
gelochos  Am  111  11,  8.  10  vgl.  Plut.  Alex.  fort.  II  9  p.  341  A  ff.  14  con  so  Z 

alte  Hd.,  con  eNSKA  S  corr.  ii.  marg.,  A  F.  1.5  noieire  SAP:  noieicee  Z  inarg. 


62 


AIAYMOY  cDIAinniKCON  IB 


ABSCHRIFT 

Kol.  13,  16  —  4  4 

13.  16      K  e    ITa)[.]x  AAenWN'^.^'KTOYTONeN  I    0  I 

TONAo[.jgNei  CTOYC<)>iA  inniKonAPe  i 

p  OYC  I  NF.jYKOPecococAro  ewo  i  ao  kgi'm  n  h 

MHrOYAHT  I   CO NAYTUI    <t>l  AinnOYAA 
•2  0  AArOYAMAKeAONOONOYACONGiHI 

[.jHKeriA  PATACCYNeHKKTOYCO  P  KO 

noAea)[.jn6P  i  Ne[.  .  .jAYNeoYnoT  i  aa  i  a  c 

n[.   .]ia[.   .jcPOAIWNKMIAHC  ICONCAeYGe 
p[.]ACa3N0YATe  PACMeTHNTCOl  MAKEAO 
25  Nl    KM[.jnOTeMeTATHNnPOC<t>l    A  in 

nONe    I  PH[.jHNTOYTONTo[.]AgrONCYN 

TeTAXe.[.  .]HM0Ce6NHC.[  ]m 

[.   .   .]  .  [.]  0  I .]  C  M  A  K  e  A  0  N  H  P  e  M  r  j 

[.jeHNAIOI   CTAAnePI  thna.[  ] 

30       nPArMONOYN6TroYNnepiTco[  ] 

a)N<t>HCITOYT(i)N'e    IMTHCYXIANexei  N 
YM[.]NAneXPHKMHAeNTUNeAAH 

N  iKnePiei  prAieceeoncocexe  iaaaoc 

[.jNHNAOrOCNAnPlOTeYe  l  NAI  l[.jYTeK 
35  [.jA[.]lKAOPIie    I    NTOiCAAAOl[.  .JhNATa[.j 

Te*o[.   .   .  .jOYCANK*YAAio[.JCANAYNA 
'^[•JNOY  .   eKG  C  KG  YACeeAAAenOAA^MHCY 
XIACKePHMlACYMINOMITYAHNAI(i)N[.  .] 
MOCKATAAGAYTAieninOA  [.J^A  H  C  [.  .]  I 
40  A  C  0  POA  ItON'X  P0N0NAT0"YA0[.j0YCYNr.] 

AO  I  TICANTONMeTAAnOAAOACOPONAP 
X  0   N  TAkTjAA  I   AAAXONT  I  AHnOGOT  I  MNH 

MONeYeiTHPAxeeNTAeHNAiGicnpoc 
M  e  r  APeAcnep  i  th  c  Tep^op  rAAOCr  e  r  o 

13,  21  in  TAC  ist  a  aus  a  korrifricrt.       27  vor  dcr  zweiten  Liicke  e  oder  c 
t'olgt  «  odei-  K  oder  a,  nicht  e.         37  ob  oyte  oder  ov^e,  ist  nicht  zu  erkeniie]i. 


•28  at.C  e 


13,  17  vgl.  Schol.  p. '216,  5  ocoi  cyntattoycin  ayt6n  to?c  4>iAinniKoTc,  htnohkaci 
nANTeAcoc  OTi  TUN  4>iAinniK(2)N  ^CTi  nporeN^CTePoc.  "21  erganzt  Wil.  2()  giphnhn] 
nber  vgl.  Z.  4U  ff.        23  /Aiahcicon  ist  verimitlich  Versehen  des  Abschreibers  statt  Mity- 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  XII  (XIII) 


63 


UMSCHRIFT 

Kol.  13,  16  —  44 
13,16    KeT  tco[n]  XAAenwN  gTnai.    Kai  toyton  gnioi 
TON  A6[r]oN  eic  toyc  cpiAinniKOYC  nAPei- 

POYCIN  ■    [o]yK    OPeCOC    OCA    rOYN    eMOl    AOKeT'  MNH- 
MH    TAP    OYa'  HTICOYN    eCTIN    fiN    AYTUI    OlAinnOY,  AA- 
20  AA    TAP    O'r'Ae    MAKeAONUN    OYa'  £n  eiHI" 

[p]HKe    nAPA    TAG    CYNeHKAC    KAI    TOYC  OPKOYC 

n6Aeu)[N]  rTepiNe[oY  'OJaynsoy  noT<e>iAAiAc 
n[ep]i  Ae  [th]c  '"PoAitoN  kai  Miahcicon  cAe/ee- 

p[f]AC,    Sn    OYAeTePAC    MGTHN    TUJI  MaKGAO- 
25  Nl.      KAI    M[A]nOTe    MCTA    THN    HPOC  OlAIH- 

nON    eiPI^[N]HN    TOYTON    t6[nJ    AOrON  CYN- 

jejAXGN  [6  AjHMOceeNHc,  e[nei  ta]  mcn 
[npojc  [t]o[y]c  Makcaonac  HP^M[ei  toTc] 

["AjeHNAIOIC,    TA    AC    nCPI    THN    "Ac[fAN  enOAY-] 

30       npATMbNOYN.    OYTcoci  roYN  nepi  nepicTAce-] 

UN    <t)HCI    TOYTCON  ■     »Gl    MEN    TAP    HCYXIAN    CXGIN  Xlll  7 

■y'm[T]n    An^XPH    KAI    MHAGN    TCON  '"GaAH- 

NiKCON  nepieiprAiecee  bntoc  exei,  aaaoc 

[a]n    HN    AOrOC.      NYN    AG    nPCJTGYGIN    AIl[oi9TG  KAI 
3  5  [t]a    [a]IkAIA    OPflGIN    ToTc    A  A  A  0  I  [c  ,    Tj  hi  N    AG    T  A  [y -J 

t'  G<t>o[AGYCjOYCAN    KAI    <J)YAAIo[yJCAN  AYNA- 
m[|]n    OYAG    KATGCKGYACeG,    AAa'  GHI    nOAAHC    MGN  HCY- 
XIAC    KAI    GPHMIAC    YmTn    6    M  I  T  Y  A  H  N  A  1  U)  N  [aH-[ 
MOC    KATAAGAYTAI,    GHI    nOA[A]HC  a'hc[yx](- 
40  AC    6    '■POAICON."      XpONON    AG    TOY    A6[rjOY  CYn[I-] 

AOI    TIC    AN    TON    MGt'  AnOAAOAWPON  AP- 

XONTA  K[a]aA1MAX0N.  TI  AHHOe  :  OTI  MNH-  34!>/8 
MONGYGI    TUN    HPAXe^NTUN    "AeHNAIOIC  HPOC 

AAerAP^AC  ncpi  thc  igpac  optaaoc.  rcro- 

ahna[con  vgl.  Z.  38.  32  hmin  alleiii  Z'.  33  nepieprAieceAi  mit  Hiat  alle  Hd.ss. 
des  Demosth.:  nePieiPrAiecee  schon  BlaJ3.  34  npcoTeYeiN  weN  AF:  nPtoTe'r'eiN  mgn 
ymgTc  E  36  6*0AeYC0YCAN  Y'"'':   e*OAe>'OYCAN  S'A:   e^eAPeYOYCAN  S*:  e*ope^- 

COYCAN  Weil:  enonTeYCACAN  F.  37  oyag  KATecKeYAcee]  OYTe  KATecKefAcee  oyte 

KATACKeYAiecee  die  Hdss.  38  ymcon  die  Hdss.  42  MNHMONeYei]  XIII  32  vgl. 

Kol.  14,  .-jO. 


64 


AIAYMOY  0IAinniKa)N  IB 


ABSCHRIFT 

Kol.  13,  45  —  62 

13,  45  NeAAYTHKATAnOAAOAWPONAPXONTA 

KAGArjePiCTOPei*  iaoaiopocoytcocY 

r  P  A  *CON'AeHNA  I  0  I  ATJPOCMe  TAPE  A  C 

Ai  eNexeeNTecYnePTOYOPicMOYTHc 
Tep^[.jprAAgcei[.jHAeoNe  i  cwerAPAMeje 

50     ni    AATOYCTPATHrOTOgeni   THIXCOPA  IKtOPI 
CANTOTHNOPrAAATTePANOPI    CTA  IAre[.]oN 
TOCYrXtOPHCANTOONMerAPeCONAAKPATIAHC 
0   l[.]pO<t>ANTHCKOAA  I  AOYXOC  Te  POK[.je  I 
AHCKTACeCXATIACTACnePI  THNOPTAAA 

55      KAeTePCOCANTOYTePOYXPHI  CANTOCAtOI 
ONKAMGINONANIC  IKMHePTAIOMOICI 
C  A  0a)P  I  CANKYKAO)  I  CTHAA    I  C  KATaT-Jh*  I 
C  M  A^IAOKPATOYC-TOYTUNeCOPAMWN 

e    I  HANMeTATONAeTONAPXONTACYNTe 

60  TArMOCOAOrOCAIAKeAeYCl  NeXCONTUN 

e  I  CTOYcnoAeMoeinePAPAeco  ito 

nCKGYAItON-IHTeiTAIAeNTCOl  AOrUI 

13,  45  ayth]  nachlassig  gesagt,  statt  h  taythc  opicic.         46  cIJiaoawpoc]  so  ver- 
schrieben  statt  45ia6xopoc.  49.  50  die  ionische  Form  des  Schreibers  "'EniAATHC 

ist  bei  Philochoros  ebenso  undenkbar  wie  '€<t>iAATHC  iin  alten  Homer.  \'gl.  Dieterich 
Mithrasl.  S.  21.  Er  ist  identisch  mit  dem  Vit.  X  orat.  p.  847F  genannten  Demagogen, 
der  340  als  Gesaiidter  nach  Persien  ging  und  Geld  vom  GroBkonig  an  Demosthenes 
11.  a.  verteilte,  um  den  Krieg  gegen  Philipp  in  Athen  ^'orzubereiten.  Der  ctpathtoc 
eni  THN  xcoPAN  gehort  zu  der  bestandigen  Kommission,  die  im  Psej^hisma  des  Eleusini- 
schen  Steins  I.  G.  II  5  p.  30  n.  104  a  (Dittenb.  Syll.^  n.  789)  Z.  15  eingesetzt  wird:  eni- 

MGAeiCeAl   AG   THC   lePAC   OPrAAAC   KAI   TUN   AAACON   lePCON   TeMGNCON   TCON  "AeHNHCIN   AHO  THCAe 

THC  HMePAC  eic  TON  Aei  xp6non  CYC  Te  6  n6moc  KeAe'fei  nepi  eKACTOY  aytun  kai  thn  boyahn 
THN  ei  ApeioY  nAroY  kaI  ton  ctpathton  ton  eni  thn  <t>YAAKHN  thc  xcopac  Kexei- 

POTONHMSNON  KAI  TOYC  nePinOAAPXOYC  KAI  TOYC  AHMAPXOYC  KAI  THN  BOYAHN  THN  AGI  BOYAeiOY- 
CAN   KAI   TCON   AAAQN  'AeHNAICON   TOM   B0YA6MeN0N  TP6nC0l   OTCOI   AN   eniCTCONTAI.  50  attiscil 

eni  THN  XQPAN.  Spatere  setzen  bei  diesen  Titeln  bisweilen  den  Genitiv.  Der  Dativ 
ist  wohl  Schreiberversehen.  52  Aakpatgiah  tui  nyn  [353]  iePo<t>ANTHi  rereNHMeNcoi 

Isae.  7,  9.  53  ""lePOKAeiAHC  sonst  unbekannt.  55  iiePOY]  em.  eeoY  Wil.  —  Die 

Vorgeschichte  des  Orakels  bietet  jenes  Psephisma,  das  Sitzungeii  wegen  der  opoi  der 
lePA  oprAc  anberaumt  vom  16.  Posideon  des  Archon  Aristodemos  (Neujalir  351)  an  und 
zwei  Fragen  an  das  delphische  Orakel  formuliert:  a)  ei  acjion  KAi  AweiNdN  ecTi  Tcoi  ahmcoi 

TCOI    AeHNAICON    MICeOYN    t6n    BACIAGA   TA    nyn    MH    ei'prACMeNA   THC    iePAC    OPrAAOC  TA  eNTOC 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  XII  (XIII) 


65 


UMSCHRIFT 

Kol.  13,  45  —  62 

13,  45         Ne    a'  AYTH    KAt'  "AnOAAOAUPON    APXONTA,  350/349 

KAeAnep  iCTOPe?  Oiaoacopoc.  oytcoci 

rPA*a)N  ■   »7\eHNAToi  ag  npoc  MerAPeAC 
AiGNGxeeNTec  vnep  toy  opicmoy  thc 
lePAC  [6]prAA0c  ei[cjHAeoN  eic  /^gtapa  wex'  '6- 
50    *iaatoy  ctpathtoyntoc  eni  thi  xwpai  kai  upI- 

CANTO    THN    "'OpTAAA    THN    IGPAN.      OPICTAI    a'  ere[N]oN- 
TO    CYrXCOPHCANTUN    MerAPGOJN    AaKPAT<  G/iAHC 
6    l[e]pO*ANTHC    KAI    6    AAIAOYXOC  ^lePOK[A]ef- 
AHC,    KAI    TAG    GCXATIAC    TAG    nGPI    THN  "'OpTAAA 
55      KAeiGPUGAN    TOY    IGPOY    XPhJ||cANTOC  wACOI- 

ON    KAI    AMGINON    AN<(e)Tci    KAI    MH    GPTAIOMGNOIGI « 
KAI    A<))d)PICAN    KYKACOl    CTAaAIG    KATA  [yjA*!- 
GMA    0IAOKPATOYG.  «      TOYTCJN  GCOPAMGNCON 

em    AN    MGTA    TONAG    TON    APXONTA  GYNTG- 
nO  TATMGNOG    6    AOTOG    AIAKGAGYCIN    GXUN  TUN 

GIG    TOYG    nOAGMOYC,    ctnGP    APA  GCOITO, 

nAPACKGYAIWN.      IHTgTtaI    a'  GN    TUI  AOTQI 


TUN  OPCON  eic  oikoaomian  toy  nPocTcolOY  KAI  eniCKeYHN  TOY  lePOY  toTn  eeoiN,  b)  ei  acoion 

KTA.  .  .  .   TA   NYN   eNTOC  TUN   OPCON   MH    eiPfACWeNA  THC   lePAC   OPrAAOC   eAN  ANeTA  TOIN  eeOIN. 

Die  Anfrage  soli  unter  besonderen  Kautelen  geschehen.  Die  Antwort,  die  Philochoros 
exzerpiert,  lautete  vermutlich :  ymTn,  Kskpohiaai,  hoay  AcoiTePON  kai  amsinon  Mh  eprAio- 
MSNOici  KAI  IPHN  oprAA'  ANeTciN.  Die  Angelegenheit  ist  also  351  —  350  erledigt  wor- 
den.  57  kai]  statt  k  steht  klar  c  da;  seltsamer  Irrtum  des  Schreibers.  58  ^JIao- 
KPATOYc]  auch  auf  dem  Eleusinischen  Steine  erwalint  Z.  54:  nyn  ac  anatpayai  T6Ae  to 
YH0ICMA  KAI  TO  nPOTEPON  TO  4)|A0KPAT0YC  TO  nspi  TUN  lePUN.  Genielnt  ist  der  Hagnu- 
siei',  der  Stifter  des  Friedens  346.    Dariiber  s.  unten  Kol.  14,57ff.  59  tonag] 

Apollodoros  350/49.  Philochoros  fafit  die  Orgasstreitigkeit,  die  schon  vor  351  begoii- 
nen  haben  muB  und  sich  jahrelang  hinzog,  wie  auch  Demosthenes'  Ungeduld  zeigt, 
in  das  letzte  Jahr  zusammen.  Die  Rede  mufi  also  vor  den  gliicklichen  Abschlufi  350/49 
und  vor  den  Fall  Olynths  fallen,  aber  schw^erlicli  vor  351  (353/2  Blafi  Att.  Ber.  Ill  A 
399).  Das  Schweigen  iiber  Philipp  besagt  nichts,  da  alia  diese  Reden  spater  zu  be- 
stimmten  Zvvecken  umgearbeitet  und  die  scharfsten  Aktualitaten  ausgestrichen  oder 
umgearbeitet  sind.  Die  zum  Teil  wortliche  Beruhrung  von  XIII  9  mit  Olynth.  Ill  34. 
35  scheint  Gleichzeitigkeit  init  dieser  Rede  anzuzeigen.  61  eic  ton  noACMON  \\'il., 

aber  es  scheint  mehr  als  dies  verwirrt  zu  sein.  Man  erwartet  ta  eic  ton  noACMON 
.  .  .  nAPACKGYAieiN  oder  tun  eic  t.  n.  .  .  .  nAPACKeYAceuN. 


BcrliniT  Kl.issikcrtextc ,  Ht-l't  1. 


5 


66 


AIAYMOY  ^lAinniKWN  IB 


ABSCHRIFT 
Kol.  14,  a  —  c  (Kolumnmtitel) 
14,  a  nTHcoprA/^oc 

h  AIATITOYCMerAPeic[.  .]PA 
C  TOYCe<t>H 


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14,  11  cs  .sclieint  AnHAON  gestaiidcii  zii  habnii.    Fiir  iiielir  al.s  n  ist  hi  dcr  Liickc  koin 

Platz.              12  der  Buchstaljc  naoh  i  ist  wolil  k,  iiicht  n,  t  odor  p.  Dor  folgoiido  Buchstabe 

schoiiit  A  gewoson  zu  soiu.  18  iiach  toio  Koloii  und  Solatium.  20  die  .Sclirift  ist  toil- 
weise  der  Kursivo  sich  iiiihcriid. 


14,  3  Phot.  oprAc:  xcopion  oion  aacoc  MerA.  7  exoN  klar  iiberliefert,  em. 

Wil.  11  TToiweciN]  Bezielmng  des  neuen  Fragments  ziiin  Stiick  iinklar.  Ae7] 

es  ist  kein  Rauin  fiir  das  i  in  der  Liicke:  -Er  niiselite  so  viel  (Wasser)  zu,  nls  zur 
Bercitung  eincs  guten  Tons  notig  ist,'<  12  Aicxyaoc]  "'eAeYCiNioi  vgl.  Pint.  Thes. 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  XII  (XIII) 


67 


UMSCHRIFT 
Kol.  14,  a — c  {Kolumnentitel) 
14,  a    TTepi  THC  ■'OprAAOC 

h    /^\k  t(  to-Vc  AAerAPeAC  [kata]pa- 
C  TOYC  e<t>H. 

14,  1  OYACN,    OTI    Mhl    AOrOY    TINOC    GN    ToTc    nPO  TOY 

TeTGYxeN.    omcjoc  nepi  thc  optaaoc  etc  bpa- 

XY    AHACOTGON.     AGTGTAI    TOINYN  bPTAC 
KOINOTGPON    MGN    AHAN    XCOPION  AGNAPCOAGC 
5        OTON    AACOC,    nenOIHMGNOY    TOY    ONOMATOC  HA- 
PA    TO    OPTAN    KAI    TINA    OPMHN    GIG    TO  BAACTA- 
NGIN    GXGIN.     OYTUCl    TAP    GAGTON    OPTAN    TO    nPOC  OTI- 
OYN    OPMHN    etc    GTOIMOTHTA    GXON  ,  KAOARGP 
KAN    TUI    BICOI    *AMGN    OPrACAl  '  TON    HHAON  G- 
10        ni    TOY    nAPACKGYACAl    HPOC    TAG    AAOl!t>AC.  Co<t>0- 

KAHC    GN    [TToImJcCIN'     "GMIcTr']  OCON    AG[<'r^  hJhaON 

oprAcAi  i<[aa6]n«.    kai  AicxyUjoc  eni  tGn  npo 

THC    KaAMgIaC    NGKPUN    T[i)jN    nPOC    THN  ' 
TA0HN    GTOIMCOC    Gx6NTa)[N]  '     >'a3prA  TO 
15        nPATMA,    AIGM^AAIN  '  HAH    NGKYC«.  TAG 

a'  optaaac  aamata  tg  kai  aach  npocHro- 

PGYON    XnO    THG    GIG    TO    MHKOC    AACGCJC  '     »  6N- 
GA    TpUION    AAMA    kai    HPIA    MYNGITOIO"'  TOl- 

OYTON    GCTI    KAI    TO    HAp'  ^OmHPO)    AGTOMGNON    [»b  a']  ANG-     S  56.  437 
20     APAMGN    GPNGT  TcOC«.      GNGGNAG    KAI    0    OPHHI  HA- 
PA    TO    GPHGIN    KAI    A?t6c  nGnOIHMGNOC. 


29  g.  E.  16  aamata]  Et.  gen.  aama:  to  aacoc.  Ayk6*pcon  (319)  >'Tn^  aama  noMnoY 
[1.  nAnnoY]  kai  xamgynAaoc  aihaoyn  [Lyk.  m6poi]«.  Unter  dem  nAnnoc  verstehen  die 
Scholien  Tros,  dessen  Hain  in  dem  Z.  17.  18  folgenden  unbekannten  nnd  koirupten 
Verse  vorzukoninien  scheint.  Die  Spui'en  von  TOlo  sind  nicht  ganz  richer,  der  letzte 
Buclistabe  ist  keinesfalls  a.  /Aynhtgia  oder  /Aynnhteia  (Grab  des  Mynes)  vermutet  Wil. : 
»das  hat  bei  Homer  luirzes  y,  aber  MynnIcon,  /Aynnion  u.  a.  ist  in  Athen  und  sonst 
gewohnlich;  der  fremde  Name  ward  verschieden  gefaBt".  18  toioyton]  Didymos  hat 
seine  Etymologien  oprAc  von  opfan,  aacoc  und  aama  von  AAAeceAi,  opithi  von  e'pneiN 
im  yinn.    Daher  ist  Z.  17  nicht  AAceuc  (wie  Hesych.  u.  a.  ableiten)  zu  schreiben. 


68 


AIAYMOY  OlAinniKWN  IB 


ABSCHRIFT 

Kol.  14,  22  —  48 


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77 

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14,  31  Elide :  die  Reste  vor  /  .schcincn  zu  k  zu  passcii. 


14,  25  1ah]  Schol.  Hoiii.  A  zu  A  475  "^Iah  sctin  opoc  yyhaotaton  Tpoiac,  e'cTi  ag 
KAi  erePA'^iAH  thc  Kpi^thc  ...  Aiaymoc  ag  hanta  ta  oph  Taac  Aerei  Ano  toy  a^nacsai 
An'  aytcon  hanta  kasopan.  28  Te  Wil.,  der  Paj)ynis  falsch  eK.  29  Strabo  8, 

336  TO  a'  Antippion  eN  weeopioic  thc  Aitcoaiac  kai  thc  Aokpiaoc  Yapytai-  kaaoyci  ag  kai 
AoA^KPiON  PiON.  30.  31  OPOYc]  (ler  Papj'rns  OTOY,  kein  Biidistabe  zvveifellos;  aber 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  XII  (XIII)  69 


UMSCHRIFT 

Kol.  14,  22  —  48 
14,  22     nePI    MGN    OYN    THC    KOINOTGPON  AerOMGNHC 
OPTAAOC    TAYTA.      AGreTAI    AG    TIC  lAIOJC 

HAPA  MerAPCYCiN  "'Optac  onomact! 
2  5       ncoc,  KAeAnep  Tah  h  t'  gn  ''IaJo)!  kai  to 
[A]eNAPa)[A]ec  xcopion,  kai  haain  aitiaaoc 

H    TG    HCON    KAI    H    OYTCJCI    AerOMGNH  xd)PA 
KAI    <^AKTh)    H    TC    THC   "AtTIKHC    KAI    TO  nAPAOAAAC- 
ClAION    ARAN    XUPfON  ,    KAI    HON    TO    MGN  Mo- 
30  [A]Y[K]peiON    TO    AC    K0IN[6]TeP0N    HAH    HACA  6- 

POYC    KOPY0H    KAI    AAAA    TOYt[oi]c    bMo[l]A  '    k[a|]    GCTIN  6 

Aoroc  TA  NYN  Tui  AH[M]oceeNe[i  n]ep[i]  thc 
MerAPiKHC  ■'OprAA[oc],  hc  kai  Kaaaima- 

XOC    nOY    MNHMONC^CON    <t>Hc[f ']  »N[[e|lCAI- 
■35  HC    ATAieeC    An'  ■'OptaAOCw  .     AieiACKTAI  AG 

t 

nCPI    TAYTHC    THC    ^OpTAAOC    KAI    7\n  a[p]ot[|]iON 
GN    THI    I    TCON    AtGIACON    rPA<t>WN    OYTCJC  '     » tO- 
PICANTO    AG    KAI   AeHN[ATo]l    nPOC  MgTAPGAC 

THN  "'Optaaa  |aiaJ  t[oT]n  ggoTn  oncoc  BO^- 

40     AOINTO'    CYNGXdJPHCAN    TAP    01  MgTAPgTc 
OPICTAC    TGNGCOAI    TWN  IGPO^ANTUN 
AaKPAt(g)(aHN    kai    TON    AAIAOYXON  '"IgPO- 
KAGIAHN.      KAI    CbC    OYTOI    COPICAN  ,  GNGMGI- 
NAN  ■    KAI    TAC    GCXATIAC,    OCAI    HCAN    nPOC  THI 

45     "OpTAAI,    KA6IGPUCAN  AIAMANTGYCA- 

MGN0[l]    KAI    ANGAONTOC    TOY    eGOY    AUION  KAI 
AMGINON    gTnAI    MH    GPrAIOMGNOIC  '    KAI  CTHAAIC 
Up[!]ceH    KV'KAUl    AieiNAIC  0IAOKPA- 


OPOYC  kann  nicht  dagestanden  haben,  was  durch  den  Sinn  und  Hesych  pion:  akpcoth- 
PION  OPOYC  gefordert  wird.  34  nov]  Hekale  (Wil.).   Vgl.  audi  fr.  140  m<!>\  Te  Ke- 

bahn  eiPrMENOc  ArAiecoN  oyaon  exei  CTSttANON.  ArAieec  megarisch  =  attisch  ckopoacon 
Ke<t)AAAi  vgl.  Arist.  Ach.762.  39  aia  (Dittogr.)  tilgteWil.,  vgl.  14,  51.  bov'aointo]  wiin- 
devlich  verschrieben  statt  eeo^AONTO,  wenn  nicht  tieferer  Schaden  vorliegt.  41  opi- 
CTAC]  leichtsinnig  oPiCANTec  der  Pap.  43  eNGMeiNAN  Athener  und  Megarer.  Im  fol- 
genden  sind  nnr  die  Athener  Siibjekt.    Vgl.  13,  55. 


70 


AIAYMOY  OlAinniKCON  IB 


ABSCHRIFT 

Kol.  14,  49  —  6  1 


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Kol.  15,  I  — 10 

15,  1  nOAetOCAAAAnOAAOIKMerAAOIKINAY 

Noinep  iec[.  .JciNHMAcenicTAM[.jeA 

r  B  0   1  CjOTOYCKMG  rAp[.]lCAYCMU)CHM  I  N 
Al   AKe  IMOYCneAOnONNHCItONAe 
5  TOYCMeHBAIOYCTOYCAAAKeAAIMO 
N  lOYCTONNOYNnPOCexONJAC-XIOYC 
AKPOA  I  OYCKTQYCTOYTCONCYMMA 

xoYcnpocMTHNnoAi Nexepwc 
[.  .]AKe  I  MeNOYC*[.]A  I  nno)  iA[.]rie 

10  PI*IAIACAIAAerOMeNOYC 

15,  10  unten  links  die  Koronis. 


14,  50  MerAPGAC  Deinostli.- Hdss.  vgl.  15,  3. 
mosth.,  vgl.  14,  39.  57  aytcoi  Wil.  s.  8,  64. 

.  . .  OYTe  KAAuc  exei. 


51  eiieNAi  die  Hdss.  des  De- 
59  Theojj.  schrieb  wohl:  uc  oytg 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  XII  (Xni) 


71 


UMSCHRIFT 

Kol.  14,  49  —  61 

14,49    TOYC  emoNTOc.    OToN  A  npoc  TOYC  katapA-  Xni  32 

50    TOYC  MerApeTc  eYH*(cAcee  XnoTe- 

MNOWeNOYC    THN    "'OpTAAA    AieaEIGNAI,  KOJ- 

AYeiN,  MH  eniTPeneiN.  Katapatoyc 
eTne  toyc  MerAPeAC,  hap'  ocon  ayc- 
Nocjc  eTxoN  aytoi  kai  BoiuToi  npoc 

55         "AeHNAIOYC,    KAGAHeP    EH    THI  KC 

GeonoMnoc  XnoMAPTYPeT,  eN  oTc 

.  0IAOKPATHC    6    AHMArCOrOC  AY- 

ToTc  nApArejAi  agtcon  tayta  '  »eN- 
eYMeTcee  toinyn,  uc  OYAe  kaipoc 
60    OYAeic  ecTi  <t>iAONje]]iKeTN  oyag  ka- 
Awc  exeiN  ta  npArwATA  thc 


Kol.  15,  1  — 10 
15,  1    noAGUc,  AAAA  noAAOl  KAI  MGrAAOi  kInay- 
NOi  nepi6[cTA]ciN  HMAC.  enicTAM[e]eA 
TAP  BoiuTOYC  KAI  MerAp[e]Tc  AYCMGNCoc  hmTn 

AlAKGIMeNOYC ,    TTeAOnONNHCICON  AG 
5     TOYC    MCN    GhBaIoIC,    TOYC    Ae  AaKGAAIMO- 
NIOIC    TON    NOYN    nPOCCXONTAC,  XlOYC 
AC    KAI    '"PoAfOYC    KAI    TOYC    TOYTCON  CYMmA- 
XOYC    nPOC    MCN    THN    nOAlN  GXePCbC 

[AijAKciMGNOYC,  0[i]A(nncoi  A[ej  ne- 

10      PI    0IA1AC    AlAACrOMeNOYCtt  . 


15,5.  6  die  gedankenlose  Verschreibung  Ghbaioyc  and  Aakgaaimonioyc  wie  oben 
2,  1  cymmaxIan. 


15,  11 


1  5 


AIAYMOY  cDlAinniKCON  IB 


ABSCHRIFT 


,  11  — 18  (Subskription) 

  A  I   A  ^    M  0  Y   

nep  I  AHMOceeNOYC 

  K  H   

OJiAinniKCONr 

e  nOAAWNCOANA® 


KAICnOYAAl  ANOMI 


1 


DIDYMOS  ZU  DEMOSTH.  PHIL.  XII  (XIII) 


73 


UMSCHRIFT 

Kol.  15,  11  — 18  {SuhsJeription) 
15,  11    AlAYMOY   

nepi  AHMoceeNOYc 

  KH   

cl5iAinniKC0N  r 
15    e     noAAUN  £  ANAPec  AghnaToi 

T        KaI    CnOYAAlA  NOMIIGON 

i[a]  ['''0]t[i  mgn]  £  ANAPec  ■AghnaToi 
IB     [TTjepi  Me[N  t]oy  nAPONTOc. 


(IX  =  111  Pliili])p.) 
(X  =  IV  Philipp.) 
<t>ri]Ainnoc   (XI  TTpoc  thn  enicro- 

AHN  THN  4>IA[nnOY) 

(XII      XIII  nepi 

CYNTA3Eea)C) 


74 


FRAGMENTE  AUS  DIDYMOS' 


FRAGMENTE 
AUS  DIDYMOS'  DEMOSTHENESKOMMENTAR 
BEI  HARPOKRATION 

[M.  Scliinidt  Didymi  fragm.  Lips.  18:)4  p.  310  —  317] 

1.  S.  V.    TTOAYCTPATOC:    AAAOC    a'  AN    eth    TToAYCTPATOC,    OY    KAI  AhMO- 

ceeNHc  MNHMONGYei  eN  ToTc  0iAinniKoTc  [IV24],  AerioN  ayton  noie  eN  Ko- 

PiNGU  leNIKON  TPe<J>eiN.  AAHnOTe  MeNTOI  eNTAYGA  AeT  rPA0eiN  TToAYTPOnON  ANTI 
TOY  TTOAYCTPATOY.  HAPA  MHAeNI  TAP  *HCIN  6  AlAYMOC  CYPHKeNAI  TON  FTo- 
AYCTPATON    HrHCAMeNON    TOY    CN   KoPINGCO    ISNIKOY.     TON  IToAYTPOnON    MEN  OYN 

eN  THi  H  [h  alle  guten  Hdss.,  fehlt  dett. ;  c  vulgo  iiacli  der  Zahlung 
unserer  Xeiioph.-Hdss.]  tun  '"Gaahnikwn  ieNO<t)£)NToc  [V15,ll]  cypon.  aaa" 

OYTe    TO    leNIKON    TOYTO    e^HCCN    6    ieNO<t>ajN    TPeteCBAI    Yn'   AeHNAICON,  OYTe 

AYToc  AohnaToc  hn  6  TToA^TPonoc. 

2.  s.  V.  nepi  THC  eN  AeA*oTc  ckiac:  AHwoceeNHC  eN  0iAinniKoTc  [V25]. 

AlAYMOC   0>HC1   THN    nCPI    ONOY  CKIAC  HAPOIMIAN  nAPAnenOlHCGAI  YnO  TOY  PHTO- 

poc  AeroNTOC  nepi  thc  cn  AcaooTc  ckiac,   A^receAi  a'  aythn  eni  toTc  nepi 

TUN    MHAeNOC    AllUN  MAXOWeNOIC. 

3.  s.  V.  ecoAOKPACiA :  AHMOceeNHC  cn  TU)i'"Ynep  Kthci^untoc  [XVIII  50] 

waTtiOC   a'oyTOC,    COCneP    eUAOKPACIAN    TINA    MOY   THC    nONHPIAC  THC  AYTOY  KATA- 

CKeAACAC".  AlAYMOC  AC'  "OYTOC  exeec  [xeec  dett.]  kai  npuHN  a  eKePAce 
nPATMATA  THMGPON  MOY  KATexci  [KATexei  alle  Hdss. :  KATAxeT  cod.  Lond.  corr. 
m.  2]  KAI  ewe  npASEAi  <fHci.« 

4.  s.  V.  oikIckui:  anti  toy  mikpui  tini  oTkui  [so  die  Hdss.  aui3er  dem 
intei'polierten  G]  AnMoceeNHc '"Yn e p  Kthci*untoc  [XVIII  97]  ckaaoyn  ag 
01  ■'Attikoi  to  y*'  hmun  AeroMeNON  oPNieoTPOoeToN  oikickon.  "ApicTO-tANHc  ITe- 
AAproTc,  MeTAreNHC  Aypaic.  eK  toytun  ag  eoiKe  nAANC^MeNOc  6  Aiaymoc 
KAI  TO  AHMOceeNiKON  CjEHreTceAi. 

5.  s.  V.  eNePYHTA :  AnMOceeNHC  cn  tui  ""Yn ep  KTHCi*iiNTOC  [XVIII  260]. 

AlAYMOC  6  rPAMMATIKOC  CN  TUI  YHOMNHMATI  TOY  AOTOY  CinUN  ,  UC  TA  eNGPYHTA 


DEMOSTHENESKOMMENTAR 


75 


eKKeiMGNON  KAI  TNCOPIMON  Ar'aYTHC  eXGI  THC  *OONHC  TO  CHMAINOMGNON  ,  nePI- 
ePrOTGRON  TINA  eKTieGTAI  GBEI^rHCIN  AMAPTYPON.  eiCI  AG  eNGPYHTA  TA  GK  nGM- 
MATtON  H  TA  eNePYBOMGNA  BPCJMATA.  GNIOI  AG  TaTc  TGAGTaTc  AYTA  nPOCOl  KGI OYCI  . 
KAI    AnOAAWN    AG    HAPA    AeHNAIOIC  ""GNGPYnTOC. 

6.  s.  V.  GcnAQATO :  Ahmocognhc  gn  tu)i  Kat'Aicxinoy  [XIX43].  Ai- 

AYMOC   ct>HCIN    ANTI    TOY   XnWAAYTO,    HAPA  THN  CnAGHN'    CnAGH  AG    GCTI  l(*OC. 

7.  S.  V.  nAPACKHNlA  :  AhMOCGGNHC  GN  TU)I  K  AT  A  M  G  1  A  1  0  Y  [XXl  17].  GOIKG 
nAPACKHNIA  KAAgTcGAI,  COG  KAI  0g6*PACTOC  GN  K  NOMUN  YnOCHMAINGI,  6  HAPA 
THN  CKHNHN  XnO  AGAGI  rWGNOC  TOnOC  TA?C  GIC  TON  ArUNA  nAPACKGYATc.  6  AG 
AlAYMOC    TAG    GKATGPUGGN    THC    OPXHCTPAC    GICOAOYC    OYTW    4>HCI  KAAgTcGAI. 

8.  S.  V.  KYMBION  :  AhMOCGGNHC  GN  Till  K  ATA  M  G  I  AIO  Y  [XXI  133].  gTaOC 
Tl  GKnCJMATOC  TO  KYMBION.  <t>HCI  AG  AlAYMOC  GniMHKGC  AYTO  gTnAI  KAI  CTG- 
NON    KAI    TCOl    CXHMATI    nAPOMOION    TCOI    HAOICOI  ,    0    KAAGTtAI  KYMBION. 

9.  s.  V.  agkatgygin:  Ahmocggnhc  K  a  t' "A  n  a  p  o  t  i  oj  n  o  c  [XXII  77] "  »oy 

TAP  AYTOYC  AGKATGYONTGC «  ANTI  TOY  THN  AGKATHN  GICnPATTOMGNOI  KAI  oToN 
AA<J>YPAra)rOYNTGC  ■  TA  TAP  GK  TUN  nOAGMlUN  AH<t>GGNTA  GAGKATGYON  ToTc  GGoTc. 
AhMOCGGNHC  a'  gn  TU!  KaTA  MgAONTOC  [fr.  8]  nePI  TINOC  nAPGGNOY  agtontoc 
OYTCOC  ■  »0Y  AGKATGYCAI  TAYTHN  OYAG  MYHCAI",  AlAYMOC  6  TPAMMATIKOC 
nCPI  TOYTOY  BIBAION  rPAYAC  *HCiN,  OTI  TO  AGKATGYCAI  AyCIAC  GN  Tcil  HGRI 
THC  0PYN1XOY  GYTATPOC  [fl".  250]  APKTGYCAI  gI'pHKGN.  AGKATGYCAI  MGNTOI  ,  *H- 
CIN  ,  GAGTGTO  KYPiuC  TO  KAGIGPOYN  [sO  (lie  HdsS.]  ,  GHGIAHnGP  teOC  HN  ^6aAH- 
NIKON  TAC  AGKATAC  TWN  nGPiriNOMGNGJN  TOTc  QGoTc  KAGIGPOYN.  tcCOC  AG  TO 
APKTGYCAI    AGKATGYCAI    gTpHKGN  0  PHTCOP,    GHGIAH    AI  AGKGTIAGC    HPKT6Y0N.  Vgl. 

Harp.  s.  V.  apktgycai. 

10.  s.  V.  0  katcoqgn  nomoc:  Ahmocggnhc  gn  TCOI  Kat'"Apictokpatoyc 

[XXIII  28].  AlAYMOC  »HTOI,  *HcfN,  THN  HAIAIAN  AGTGI  6  PHTtOP  AIA  TO  TU)N 
AIKACTHp!wN  TA  MGN  ANU)  TA  AG  KATO)  ONOMAIGCGAI  ,  H  AIA  TO  CXHMA  THC  GN 
TOTc  AiOCI  rPA*HC  B0YCTP0*Ha6n  TGrPAMMGNHC.  HI  TON  XnO  TUN  GYUNYMUN 
APXOMGNON  NOMON  KATGJGGN  ONOMAIGI  6  AhMOCGGNHC  OTI  TAP,  *HC(,  BOYCTPO- 
*Ha6n    HCAN    01    AIONGC    KAI    01    KYPBGIC    TGrPAMMGNOI,    AGAHAUKGN  6Y*0PfCi)N  GN 

Ti)  'AnoAAOAcbpui  |fr.  .5  Anal.  Al.  Meineke  p.  42].    h  ghgi,  <fHcI,  toyc  aio- 

NAC  KAI  toyc  KYPBGIC  ANCOGGN  GK  [Epit.,  fchlt  (Icil  HdsS.]  THC  AKPOnOAGCOC 
GIC    TO    B0YA6YTHPI0N    KAI    THN    ATOPAN    MGTGCTHCGN  ""G^IAATHC  ,    UC    <t>HCIN  "AnAII- 

MGNHc  GN  OiAinniKui  [so  Epit.  und  die  Hdss.  (wie  Harp,  auch  bei  Dem. 
zuweilen  zitiert);  -  oTc  cod.  D.    S.  Scr.  Al.  Miiller  37  fr.  U].   Lex.  Dem. 


76 


FRAGMENTE  AUS  DIDYMOS' 


Aristocr.  [Berl.  Papyr.  n.  50085  7—24.   S.  unten  S.  81]  6  ka  TCOeeN  N  OMOC. 

AlAYMOC  b  rPAMMATIKOC  AIXCOC  eiHreTXAl  TO  eiPHMeNON"  H  TAP  AIA  TO  THN  HAIAIAN 
AlATirNWCKeiN  nePI  tun  AYMAINOMGNUN  kai  AnOINA  AeXOMGNlON  OYTCOC  <t>HCIN  eiPH- 
KeNAI  TON  PHTOPA'  TUN  TAP  AlKACTHPlcON  eAerON  TA  MGN  ANO)  eTnAI  TA  AG  KATO)  " 
H    AIA  TO    CXHMA  THC   GN   ToTc   AiOCI  rPA*HC   BOYCTPO0Ha6n  rerPAMMGNHC  GK  MGTA- 

<t>0PAc  THC  And  TUN  APOYNTUN "  Die  folgeiideii  Zeilen  14  — 19  sind  im  Pa- 
pyrus fast  verwisclit.  Es  war  darin  vermutlich  voii  einer  Bustrophedon 
die  Rede,  die  links  unten  anting  und  sicli  von  unten  (katubgn  15. 16)  auf- 
warts  drehend  in  der  nachsten  Zeile  von  rechts  nach  links  lief  usw.  Vgl. 
I.  A.  (30.  ScliluB  19 — 24  nach  BlaB:  [aynatai  ac]  kai  aia  toyto  katubcn  [ag- 

rJcCeAl,  OTI  TOYC  Ai[0NAC  kai  TOYC  KYPBGIC  ANUOgJn  GK  thc  AKP0n6A[GUC  GIC  TO 
BOYAGYTl^PION    KAI  t]|^N  ATOPAN  MGTGCTHCGN   "'6<t>IAATHC  ,    UC  *HCIN   AnaIIMGNHC  GN 

thi  7  [tun  OiAinniKUN]. 

11.  S.  V.  bciON  :  ...  OTI  AG  TA  OCIA  TA  AHMOCIA  AHAOT,  AHMOCeGNHC 
GN  TUl  KaTA  TiMOKPATOYC  [XXIV  120]  CAO>UC  AIAACKGI  HCPI  TOYTUN  "  »  KAI 
TA  MGN  IGPA,  TAG  AGKATAC  THC  OGOY  KAI  TAC  HGNTHKOCTAC  TUN  AAAUN  OGUN 
CGCYAHKOTGC    [-AC  HdsS.].«      KAI    MGt'  OaItA  '     »TA    AG    OCIA  A  GriTNGTO  HMGTGPA 

[ymgtgpa  Dem.  Hdss.]  kgkao*6tgc.«    Aiaymoc  ag  »aixuc,  <t>HCiN,  gagton 

TO    bciON    TO    TG    IGPON    KAI    TO  lAIUTIKON." 

12.  s.  V.  *apmak6c:  Ahmocggnoyc  a'  gn  tui  Kat'  "A  p  i  c  t  o  r  g  (  t  o- 
Noc  [A;  XXV  80]  AGroNTOc  »oytoc  oyn  ayton  giaiphcgtai  6  <)>apmak6c«  Ai- 

AYMOC  nPOnGPICHAN  AEIOT  TOYNOMA.  AAa'  HMGTc  OYX  GYPOMGN  OYTU  nOY  Th)N 
XPHCIN. 

13.  s.  V.  npocTACiA :  AnMOceGNHC  gn  tui  Kata''Onhtopoc  [A;  XXX  30] ' 

»TAYTA   OYX   OMOAOTOYMGNH    nPOCTACIA"  ;    ANTI  TOY  BOHGGIA  [uC  (aUS  dcm  iuter- 

polierten  N)  fehlt  Harp,  und  Phot.]  hpoictamgnoy  tinoc  kai  cniKOYPOYNToc. 

TUI  AAIK0YM6NUI.  AlCXINHC  GN  TUI  UGPI  THC  nPGCBGIHC  [ll  105]"  »UC  AG?  TA  THC 
"AeHNAlUN  AKPOnOAGUC  nPOHYAAIA  MGTGNGTKgTn  GIC  THN  nPOCTACIAN  THC  KaAMGIAC." 
AlAYMOC  THN  nPOCTACIAN  4>HCI  KgTcOAI  ANTI  TOY  nPOCTACGUC,  T0YT6CTI  THC 
Yn'  GNIUN    nPOCTAAOC  KAAOYMGNHC. 

14.  s.  V.  nponGMHTA:  Ayciac  gn  tui  npoc  thn  Mgiiiahmoy  rPA*iHN,  gi 
rNHCioc  [fr.  180]  kai  AnMOceGNHc  gn  tui  rTcpi  toy  Atnioy  kahpoy  [XLIII 

lex  75j.  AlAYMOC  "MHnOTG,  0>HC[n  ,  AAAA  TINA  GCTIN  GniTiwiA  TA  HPO  THC 
KATABOAHC.      GICI    TAP,    oT  TA    nGMHTA   TUN    TIMHMATUN    nAPAKATABAAAGCGAI  <t>ACIN, 

UC  Ayciac  gn  tui  kata  'AnoAAOAUPOY  [fr.  26j  YnocHWAiNGi.  gi  mh  apa  npo- 
ncMHTA,  UC  Ahmocggnhc,  npoc  [Phot.:  npo  Harp.]  hmgpac  hgntg.    taTc  tap 

MGTAAAIC    AIKAIC    OYK    HPK6I    MIA    HMGPA    HPOC    THN  KPICIN.« 


DEMOSTHENESKOMMENTAR 


77 


15.  s.  V.  AvKioYPreTc:  AnMoceeNHc  eN  tcoi  TTpoc  TiMoeeoN  [XLIX3l]. 

AlAYMOC  *HCI  TAG  YHO  AyKIOY  KATeCKeYACMGNAC  *IAAAC  TOY  MyPIONOC  YIOY 
OYTCOC  eiPHCOAI.  ATNOeTN  AG  eOlKGN  6  TPAMMATIKOC  OTI  TON  TOIOYTON  CXHMA- 
TICMON    XnO    KYPIOON    ONOMATUN    OYK    AN    TIC    CYPOI    riNOMCNON.     MAAAON    AG  AUO 

noAcuN  H  eeNUN.  Vgl.  Atlien.  XI  486 D  AYKioYPreTc:  .  .  .  mnhmoncyci  [toy 
Aykconoc]  AHMOcecNHc  eN  tu)i  [TTepi  toy  cTe<t>ANOY  kan  Twij  TTpoc  TiwoeeoN 
Ynep  xpeojc  AerwN  oytcoc  »tt>iAAAC  AYKiOYPreTc  ayo«  ....  onep  eiHroYMeNoc 

AlAYMOC    6    rPAMMATIKOC    TAC    YnO    AyKIOY    <t>HCI     KATACKCYACMeNAC.      HN  AC 

OYTOc  TO  reNoc  BoiWTioc  ei  ■'GAeYeepuN ,  yioc  Mypojnoc  toy  anapiantohoioy, 
u)c  TToAeMUN  0HCIN  eN  A  TTepi  AKPonoAeooc  [fr.  2  Prell.].    XrNoeT  a'  b  tpam- 

MATIKOC    OTI    TON   TOIOYTON    CXHMATICMON    AnO  KYPlcON  6n0MATU)N  OYK  AN  TIC  GYPOI 

riNOMeNON,  aaa"  Xno  noAecoN  h  eeNcoN. 

16.  s.  V.  nepicToixoi:  AhMoceeNHc  gn  tui  TTpoc  Nikoctpaton  [LIIIIo] 

nePI    TUN   "ApeeOYClOY    ANAPAnOACON    »*YTeYTHPIA    eAAUN    nePICTOIXUN  katckaa- 

ceN.«  AlAYMOC  AG  Ti  rcNOc  CAAiuN  nepicToixoYc  KAAeT,  AC  0ia6xopoc  [FHG. 
I  39  fr.  62]  CTOIXAAAC  npocHroPGYce. 

17.  s.  V.  eiGNiie:  AHMOceeNHc  en  thi  TTpoc  Gyboyaiahn  [LVII  i8] 
e*ecer  » aiabgbahkaci  tap  moy  ton  hatcpa,  uc  eieNiie.«    MHnoTe  anti  toy 

iGNOC  HN  ,  KAI  OYX  ,  (ic  AlAYMOC  <J>HCIN,  ANTI  TOY  OYK  AtTIKCjJC  AIGAerCTO, 
AAAA  ieNIKWC. 

18.  s.  V.  tamhaIa:  AhMOceeNHC  gn  thi  TTpoc  Gyboyaiahn  [LVII  43] 

e*GCGI  KAI  "'IcaToC.  KAI  AlAYMOC  6  TPAMMATIKOC  GN  MGN  ToTc  ''IcAlOY  YHO- 
MNHMACI  *HCIN  gTnAI  TAMHAIAN  THN  [tHN  TAMHAIAN  clie  HclsS.]  ToTc  *PATOPCIN 
Gni  TAMOIC  AGAOMGNHN,  nAPATieGMGNOC  AGilN  OaNOAHMOY,   GN  HI  OYAGN  TOIOYTON 

rerPAnTAi.    cn  ag  toTc  etc  AnMoceeNHN  6  aytoc  haain  tamhaian  *hcin  gTnai 

THN    GIC  TOYC   0PATOPAC   GICArUTHN   TUN    TYNAIKCON,    OYAGMIAN    XnOAGIIlN   THC  GI- 

HrhHCGOJC  nAPATieGMGNOC  [nGPisGMGNOc  odci'  nepiTiecMGNOc  die  Hdss.]. 

19.  s.  V.  ncoACOci :  Ahmoc66nhc  a'  GN  Tui  Kata  NgaIpac  [LIX  67]  •  »H 

GN    THI    XrOPAl    nCOACOCl  [nCOAOYCI  Phot.]  TI    AnOnG^ACMGNCOC.  «      AlAYMOC  <t>HCIN 

ANTI  TOY  noPNGYOYCi  [so  Harp,  und  Phot.]  *angpcoc'  ntoAcTN  tap  to  nAPexem 
eAYTHN  ToTc  BOYAOMGNOic,  oeGN  KAI  TO  noPNGYGiN,  onep  ecTi  ncPNANAi.  erci) 

AG  <t)HMI  OTI  KYPIUC  GTAIG  NYN  C  PHTCOP  TO  nCOAcTN.  Vgl.  S.  V.  AnonG<t>ACMe- 
NON:  ANTI  TOY  AHO  AGAGI TMCNON .  AHMOCeCNHC  KaTA  NgAIPAC  »AnonG*ACMe- 
NUC    nCOAOYNTAI"     ANTI    TOY  OANGPOJC. 


78 


FRAGMENTE  EINES  LEXIKONS 


FRAGMENTE 

EINES  NACH  DIDYMOS  GEARBEITETEN 

ALPHABETISCHEN  LEXIKONS 
ZU  DEMOSTHENES'  ARISTOGRATEA 
'  AUS  PAP.  BEROL.  N.  5008 

[Ediert  von  F,  Blafi  Hermes  17,  150  ff.] 

A 

^[MIATOKYGHC]  -       Demosth.  XXIII  104 

icTOPHCEN.    oTi  AG  AnecfjH  K6ty]oc  0ia6xopoc  agah- 
Aco|i|KeN  eN  THi  e  thc  AfxeiAOC.    on]  ag  yno  KepcoBAe- 

nJOY    AAOYC    MlATOKYTeHC    eTeAC^THcJeN  ,    <t>H[ci  KAl] 

9e6noMnoc  [gn  thi   ..   tojn  ^lAinniKcijN  AerwN  oytuc] 

5      »bPM(i)MeNOC    a'  eK    THC  rT6[A]e(i)C  

leNOAOrACAC    AIA    toy   '"HpAKAeiA[o]Y    [kAI  TT]Ye[{jONOc] 

TcoN  'ApxeAAOY  nAiAtoN ,  [to]  mgn  np[cioTON  e-] 
KPATei  Tui  noAeMCjji  kai  [t]un  eni    [  eaa-] 


Das  Papyriisblatt  stammt  aus  einem  Buche.  Die  Schrift  gehort  etwa  ins  4.  (nach 
Blal5  5.)  Jahrhundert.  Die  Editio  Princeps  von  F.  BlaB  [s.  o.]  gibt  viel  mehr,  als  es  den 
beiden  llerausgebern  gehingen  ist  zu  eiivcnnen.  Die  Erganzungen  riiiiren ,  wo  nichts 
anderes  angegeben  ist,  von  Bl(a6)  her.  A  1  K6tyoc]  nach  Demosth.  Aristokr.  104 

OTe  MiATOKYeHC  AnecTH  Kotyoc,  cyxnon  hah  xponon  ontoc  toy  noAewoY  kai  AnHAAAme- 

NOY  M6N  ''ePrGctlAOY,  MGAAONTDC  a'  AYTOKAeOYC  eKHAeiN  CTPATHTOY,  erPA0H  Tl  HAP'  YM?N 
YH0ICMA  TOIOYTON,  Al^  OY  MlATOKYeHC  MEN  AnHAOe  <t>OBHeeic  KAI  NOMICAC  YMAC  OY  nPOCeXeiN 
AYTUI,    K6tYC    a'  erKPATHC    TOY    t"  ""OPOYC  TOY    lEPOY    KAi   TUN    OHCAYPCON    ereNETO.  Statt 

[K6t]yoc  (Bl.)  erkennen  vvir  nur  Y.oc  (oder  ayoc).  2  [Atgiaoc]  oti  B1.  3  Miato- 
K^[eHC  eT]eAeY'T[H]ceN ,  <t>H[ci  kai]  B1.  Hiervon  ist  nur  en  lesbar,  *h  IVaglich,  das  andere 
unsichtbar.  4  eN  Tfi[i]       [tun  <t>iA.]  BI.    Das  Ende  ergiinzten  wir.    ia  als  Buchzahl 

vermutet  Bl.  H  kai  fTYecoNOC  oder  kai  aia  stellte  Bl.  zur  Wahl.    Ye  glauben  wir 

ganz  unsicher  lesen  zu  konnen.  7  apxaiaaoy  riAiAOON  so  Pap.,  jb  iind  itpcoton  e  Bl., 

aber  P  ist  unsicher,  to  und  cotone  fiir  uns  gar  nicht  lesbar.  8  eni  oaaatthc 

eTp-jieN  Bl.    Sichtbar  nur  eni  und  am  Anfang  von  9  ben.   Vielleicht  twn  eni  [Gpaikhc 

tin"  e'AAjBEN. 


ZU  DEMOSTHENES'  ARISTOCRATEA 


79 


A  9      BGN    KAI    THN    XCOPAN    ■eneA[pA]MeN  KAKOri[oitON] 

10    [kai]  nopecoN  ahacan  t[.  .  .]rip  .  .  .  eN[  Cmi-] 

KYe{i)(jONOC    CTPATld)TAC    ....  COP  [aA-] 

bgTn  kai  a)[  ]ton  tpco  

A[n]HxeA!  np[6]c  ton  Kepco[BAen]THN 
15    anap[a]  kai  n  —    —    —    —  — 

KAI  [M]eNTOi  [nepi  toytcon  aaaoi  xe  eiPHKAcm] 

KAI    7\NAilM[eNHC,    OC    GN    THI    A    TUN  OlAinniKtON] 
ICTOPeT   THN    A[n6CTACIN    THN    AHO    KoTYOC,  Ch] 
AG    THI    B    THN    n[pOAOCIAN    THN    YnO    TOY  CmI-] 
20      KYefUNOC    K[Ai    THN    ANAIPeCIN    THN    MlATOKYOOY.]  « 

AAOPAN.      »KaI    THN    m[6pAN    KATGKOYGN    14>IKPATHC.«     CYN-]  §188 

T[ArMATA  TINA  Aakwnika,  uc  <t>HCiN  Apicto-]  fr.  540  Rose 

TeAH[c    e]N    [tHI    AAKeAAIMONICON    nOAITGIAI  .  Oc] 

25    etc  A!AIPeCl[N        —        —        —        —       — ] 
a'  eic  m6po[yc   <t>HCiN  coc  eici  mopai  ei] 

c6N0MACMe[NAI  KAl] 

AIHIPHNTAI     e[lC     TAG     MOPAC    AaKGAAIMONIOI  HAN-] 

TGC  ■    TAG    AG  TA           

30  M               

lAC               

XOC    .  i               


^10  KAI  als  lesbar  Bl.  Nach  ahacan  las  B1.:  e...A  nPOAoeeN[TA  Yno  t]oy  [Cmi]- 
KYe{r>a)Noc  ctpatiutai  .  .  .  [aJcopa  ha  .  .  ke  .  .  .  [aaJbgTn  kai  ANYeiN  [oder  coikein]  ayton  .  .  . 

ecTPu  [eic  I  13  AnHxen  np[6]c  ton  KepcoB[Ae]nTHN.   In  nPOAoeeNXA  ■ —  Cmikysiconoc 

wollte  er  das  Lemma  Deiiiosth.  Aristokr.  1H9  erkennen,  woiiach  Theopoiups  Woi'te 
waiter  gegangen  seien.  13  AnfixeAi]  unsicher.    Statt  x  kann  a,  statt  ai  h  gelesen 

warden.  16  unsera  Erganznng.  17  6c  haben  wir  der  Eiganziing  von  BI.  zu- 

gefiigf.  21  Harp,  mopan:  AhMoceeNHC  ttiAinniKoic  [de  synt.  ■22].    CYNTArwATA  tina 

AaKOONIKA    OYTW    KAAeiTAI.     AISIAeKTAI   AG   nePI   TOYTUN    APICTOTeAHC   £H   THI  AAKeAAIMONICON 

noAiTeiAi.    0HCI  Ae,  coc  eici  mopai  ei  coNOMACMeNAi  kai  AIHIPHNTAI  eic  tag  MOPAC  Aakcaai- 

MONIOI   nANTeC.     ieNO*C0N   Ae   SN   THI  AaKCONCAN   nOAITGIAI           eNCOMOTAPXAC   it.  23  TeAH[c 

sc'hr  unsicher.         eN  oder  hn  sah  Bl.  24  hpa]  nPoeincjN  BL,  am  Ende  der  Zeile 

snh  Bl.  0).  25  AiAiPeci[N  sehr  un.siclier,  am  Ende  der  Zeile  eneJiTA  Bl.,  uns  uner- 

kennbar.  26  mopoyc  Bl.  28  aihiphtai  Pap.  29  tac]  eic  Bl.  30  mo- 

M  .  .  ei  Bl.         32  xoceiAfHi  Bl. 


80 


FRAGMENTE  EINES  LEXIKONS 


A  33  AOXOYC.    KAI  0[66]n[oMnoc  a'  eN  '"GaahnikoTc] 
TA  nAPAnA[HciA  ictopeT  toytoic  ■  ieN0*a)N] 

35    AC    GN    THI    AAKa)Nu[N    HOAITCIAI    *HciN  '     "GKA-]  XI  4 

CTH    Ae    jG)H    nOAl[TIKU)N    MOPCJN    CXCI  nOAeMAPXONj 
[a,    AOXArOYC    A,    neNTHKOCTYAC    H,    eNWMOTAPXAC  icl 


B 

B  \    eiC    OINOXOHMA.    OTAN    HiTVaAAC    MYCTAI  ,    01    KAeiCTAMG-  §1^9 
NOI    mI^YCTHPIUN    ....    enijMCAHTAi.      KAI  ^'GoOPOC    EN    TH  KA 
TUN    [ijcTToPlUN   ]    AeiCeCTH  .  .  .  .  N  .  C 

OAO[C.   """G  N  OACOi  KAecAUN"  ....  antitoy]        aoxui  k[ai  £-]  §53 

A  33  a6xoyc  kai  e  las  Bl.    Theopompos  vermutete  bereits  BlaB.   Wir  glaubten 
das  erste  n  schwach  zu  sehen.    Das  iibrige  erganzten  wir.  34  ta  nAPAriAHCiA 

iCTo[peT]  [IeNO<t>d)N]  BI.  36  noAm[KcoN  Bl.         mopcon  e'xei  Harp.:  exei  mopun 

Xenoph.  Stob.  37  nach  a  las  ne  Bl. :  neNTHKOCTYAC  Harp.:  neNTHKOCTHPAC  (so) 

Xenoph.  Stob. 

B  1  Pint.  Pliok.  6  GNiKcoN  AG  [die  Athener  bei  Naxos  376]  MerAAOic  mycthpioic. 

KAi   HAPeiXeN   OINOXOHMA  XaBPIAC  'AeHNAIOIC   KAg'  eKACTON   GNIAYTON   THI   eKTHI    Sni   AGKA  TOY 

BoHAPOMiwNoc ,  Polyaen.  HI  11,  2  oi  mgn  nepi  GewicTOKAeA  cymmaxon  ecxoN  ton  ^Iakxon, 
(o\  Ae  nepi  Xabpian)  t6  "khf^Ae  m-»-ctai.  Vorher  Xabpiac  nepi  Na3eon  naymaxcon  eNiKHce 

BOHAPOMICONOC    eKTHI    en!   AeKA  TAYTHN   THN    HMePAN    eniTHAeiON   THI    NAYMAXIAI   KPINAC,  OTI 

HN  MIA  TUN  MYCTHPfcoN.  Danacli  ei'gibt  sich  die  Bezielmng  auf  Aristokr.  198,  die 
Bla6  erkannte,  and  die  Emendation  von  Z.  1,  an  der  er  verzweifelte.  Er  las  nAAAi  Ae 
M^fcTAi,  aber  von  n  ist  nur  die  zweite  Hasta  sichtbar.  Wir  ei'kennen  also  lAAAiAe 
MYCTAI.  Uber  den  von  uns  hergestellten  Mysterientag  "AAAAe  mYctai  ,  der  nach  dem 
heiligen  Rule  seinen  Namen  hat,  vgl.  Philostr.  Apoll.  IV  18,  155  ta  ac  GniAAYPiA  MeTA 
TTpopphcin  Te  kai  "Icpa  acypo  mycin  /^eHNA^olc  nATPioN.  So  Ludwig  Ziehen  Rhein.  Mus. 
57,  500,  der  die  Reihenfolge  der  Tage  so  festsetzt:  13.  Boedrom.  rrp6pPHCic,  14.  "lepA 
AeYPO,  15.  'GniAAYPiA,  16.  "AAAAe  myctai.  Danach  laiitete  das  gan/e  Scholion  vermut- 
lich  so:  [OTI  THN  nePI  NAION  GNIKA  NAYMAXIAN  XABPIAC.  Dann  Zitat 
etwa  aus  Theoponip.    Inhalt:  MerAAOic  mycthpioic  cnIka  Xabpiac  kai  nAPeixeN  oinox6hma 

AeHNAIOIC   KAe'  eKACTON    e'TOC  TIHI   1^  TOY    BoHAPOMIUNOC ,    OBeN    KAI    NYN    AYTOYC  KAAOYCIn] 

eic  OINOXOHMA  kta.  2  iiber  die  mycthpicon  eniMeAHTAi  vgl.  Arist.  Ath.  r.  p.  57  oyc 

6  AHMOC  xeiPOTONei  AYo  MeN  61  AeHNAicoN  XnANTCoN,  eNA  a'  GYMOAniAUN ,  e'NA  Ae  Khpy- 
KCON.  BlaS  liest  mycthpicon  en[iM]eAHTA(.  Die  Liicke,  die  zwischen  beiden  Wurtern  er- 
kennbar  ist,  scheint  ein  Zahlwort  am  besten  zii  fiillen.  Docli  a  oilei'  ayo  ist  zu  klein, 
TeTTAPec  zu  gro6.  3  Ende  las  BiaB  seltsamerweise  eieiPrAcATo.    Das  von  uns  Ge- 

lesene  scheint  sich  auf  die  Bildsaule  des  Chabrias  (xaakoyc  ecTHAUMCNOC  oder  iihtili- 
ches)  zu  beziehen.    Arist.  Rhet.  V  10.  1411*'  6.    Nep.  Chabr.  1,  3.  1  OA[OC].  eN 

[oAcoi  KTA.]  Bl.       a6xwi]  oxaui  Pap.   Vgl.  Harpokr.  6a6c:  AnMOceeNHC  eN  tcoi  kat'  Api- 

CTOKPATOYC    *HCIN  •    "H   CN    OACOI    KASeACON-    ANtI   TOY   CN    a6xC0I    KAI    eNCAPAI.     TOIOYTON  AC 

eTNAi  KAI  TO  'Omhpikon  *ACIN  »H  6.  e.". 


ZU  DEMOSTHENES'  ARISTOCRATEA 


81 


B  5    N[e]APA[i.    ToiOYTON  AG  eTnai]  kai  TO  ""0[mhpik6n]  AOKeT  '  A  151 

»H  [oaon]  eAeeMe[NAi],  h  anapacin  T*i  MArxeceAi.]« 

0   KATCOGGN   NOMOC  [AiayImoc  6  tpammatikoc  aixwc    §28(s.  oben 

r.      n  .         .     P      V  '8.75  fr.  10) 

[eiHrJeiTAi  to  ehPHMjeNON    h  tap  aia  to  thn  ha]aian 

A[i]Ar!rN6cKeiN  [nepi]  tun  aymainomcncon  kai 

10    Ano[iN]A  AexoMe[Na)N]  oytcjc  *hcin  eiPHKeNAi  ton 

PHTOPA"    TUN    TAP    [aI  KAc]tH  PICON    GAerON    TA    MEN  A- 

NUI    gTnAI    TA    Ae    l<[ATa)l]'    H    AIA    TO    CXHMA    THC    EN  ToTc 

AIOCI    rPA*HC    BOy[cTPO0]ha6n    rerPAMMGNHC  GK 

MeTA<t>OPAC    THC    A[n6    TUN  a]pOy[nt]uN   

15     TAP    AnO    TUN    APIc[TePUN  ] 

.  GN  A[N]ACTPG<l>[eCe]A[l]           

p                 

KA              -   

20  AG                 

I                 

TG          - —       

TH           ■       

25  0  TI  ee[MICTOKAHC  COCTPAKICGH.    ..^eKeiNoi  Ggmicto-] 

KAg[a    AABONTGC    MgTiON    AYTUN    AIIOYNTA    0PO-]  §205 

B  5  [toioy]to[n]  B1.,  am  Ende  aokcT  sehr  unsicher.  6  h  o[a6]n  eAeeMe[NAi, 
H  KTA.  als  sicher  Bl.  7  A[ia]ymoc  B1.  8  eiH[r]eTTAi  Bl.  to]  B1.  ;  eher  ta  zu  er- 
kennen.       gegen  Ende  haikin  Bl.  9  tcon  AYMAiNOMeNCON  kta.  bezieht  sich  auT  die 

Worte  des  Gesetzes  §  28  AYMAiNeceAi  Ae  mh  mhae  AnoiNAN.   Demosthenes  erklart  selbst 

§  33  to  men  ah  »MH  AYMAiNeceAi"  TNUPIMON  o'Ia'  OTI  nXci  ...  TO  Ae  »MHa'  AnOINAN"  MH 
XPHMATA  nPATTeCeAl-  ta  tap  XPHMATA  AHOINA  CONOMAION  01  nAAAIOI.  10  Ano[i]NA  Aexo- 

MeNMN  BL;  Ende  to  Pap.  14  die  Zeilenenden,  die  Bl.  meistens  lesen  konnte,  sind 
fill-  tins  bis  27  unentzifferbai-.  Da  die  Wiederherstellung  von  Bl.  fiir  14 — 19  sowohl 
den  von  ihm  angegebenen  Spuren  wie  dem  Sinne  sclilecht  entspricht,  sind  hier  mir 
seine  Lesungen  verzeichnet:  14  Ende  mmata  (was  elier  auf  tpammata  als  auf  [eK  T](i)N 

KATCO  fiiliren  wiirde)         15  Ende  Tep  (oder  toi)   gk   16  Ende  .  eNAiACToe- 

<t>HAA      17  p[iCT]ep[A  ay  OYAeTONNOYN  [elicr  gegen  Ende  OMco  .]      18  ge- 

gen  Ende  apxa-concon.  19  —  24  Erganzung  von  Bl.  s.  S.  76.    Er  las  20  g.  E.  [ag- 

rJeceAi  oti  toya  21  g.  E.  n  eK  thc  akpo  -  22  g.  E.  [t]hn  atopan  mg  23  g.  E. 
["AnaJiimgnhc  eN       24  Ende  freier  Raum.  25  das  Lemma  ist  Paraphrase  des  De- 

mosthenischen  Zitates.  Die  von  Bl.  gelesenen  Zeilenausgange  25.  26  nicht  erkennbar. 
Die  Herstellung  ermoglicht  das  sonst  mehrfaoli  aus  derselben  Urquelle  (vermutlich  Di- 
dymos)  erhaltene  Philociioroszitat.  Am  besten  Lex.  Cantabr.  p.  354  Nauck;  Claud. 
Kasilon  (bei  Miller  Mel.)  p.  398.   Vgl.  Schol.  Arist.  Ritt.  855. 

BerliiUT  Klassikevtexte,  Hel't  1.  6 


82        FRAGMENTS  ZU  DP:M0STHENES'  ARISTOCRATEA 


i?  27     NepN    eiHAACAN    GK    THC    nOAGlOC."     ""'Ojjl    GCTIN  OCTPA- 

[kicmoc,  aaaoi  Te  noAAOi  eiPHKAjciN  KAi  <t>iA6xo-         FHG.  I  39()  fr.  79b 

[POC   eN    THl    r   THC  AtGIAOC   OYTCO   <f>HjC(N  ■    «b   a'  octpa- 

30    [kicmoc  toioytoc  npoexeiPOTONjei  [mgn  6  ahmoc] 

[nPO    THC    H    nPYTANCIAC,    61    AOKGT   TO  OCTPAKOn] 

[eic<t>epeiN  ■  otc  A^CAOKei,  e*PACceTO  canicin  h  ato-J 
I  PA,    KAI    KATCAeinONTO   ctcOAOl   I,   aTJ    Sn  [eicJepxcMG- 
[nOI  KATA    <t>YA]A[c]    CTieeCAN  TA 

35    [ocTPAKA,  CTPe<t>ONTec  t]hn  eni[e|irPA<t>HN '  ene- 

[CTATOYN    a'  OY  TG    6    APXONTCC    Ka]|    H    BOYAH  "  AIAPISMH- 
[eeNTCJN    AG,    OTCOI    HAeTcTA    rejNOITO,    KAI    ei    MCN  e- 
[aaTTCO    eiAKICXIAICON  ,    T0Yt]0N    GACI,    TA    AIKAIA  AON- 
[tA    KAI    AABONTA    YnCP    TCON    lAIWN  CYNAAAATMA-] 
40      [tun,    GN    I    HMGPAIC    MGTACTHNAI    THC    nOAGCOC    GTH    I  .] « 


B  28  sowie  29  oytu  ^hcin  unsere  Ergiinzung.  33  die  von  Bl.  gesehenen 
Spiiren  kauiii  zu  erkennen.  ai"  Sn  eici6NTec  kata  0Yaac  die  iibrigen  Quellen.  Viel- 
leicht  ist  (werin  RlaB'  Lesiing  Ende  33  richtig  ist)  zu  ergarizen:  eific  oi  rioATTAi.  34  ge- 
gen  Ende  ka  .  eTieecANjp  las  Bl.  35  CTPe<t>ONTec  richtig  Cantabr.,  Kasil.  Vorher 
vermiBte  Dobi-ee  falsch  katco.  Ebenso  ist  die  Lesart  des  Schol.  Aristoph.  eNTieeNTec 
falsch.  Er  nieinte  vielleicht  gntoc  eeNTec  {die  Aufschrift  nach  innen,  nach  sich  zu  hal- 
tend).  37  ei  men]  die  Lexika  mih  ,  was  zu  den  iibrigen  Resten  stimmen  wiirde. 

Die  weitere  Fassung  von  BlaB  (nach  Plut.  Arist.  7)  AiAPieMH[eeNTCON  a'  ecKonoYN  Si 
nAsTcTA  rejNoiTo-  ka)  ei  mu  e[AATT(o  ^c,  ATCAec  hn-  ei  Ae  mh  ,  toytJon  eAei  kta.  iiber- 
schreitet  den  Raum  von  Z.  38.  Ist  das  klar  lesbare  ei  mn  richtig,  konnte  etwa  fort- 
gefahren  worden  sein  kai  ei  men  e[<t>epe  nAeioN  tiSn  ^c,  toytJon.  Denn  die  Lexika  ver- 
klirzen  offenbar  den  Text  nach  Belieben.         38  Ende  ao  der  Pap. 


REGISTER. 


In  das  Wortregister  sind  alle  Worter  aufgeiionnneii  mit  Ausnahme  des  Artikels,  der  Zahl- 
worter  uiid  folgeiider  einzelner  Worter:  kai  ,  re,  meN,  Ae ,  an,  tap,  oy,  «h  ;  dies  letztere  als 
Konjuiiktion  ist  aufgeiioininen. 

Aus  den  Fragmenten  S.  74  ff.  sind  die  wortlichea  Zitate  aus  Didymos  vollstiindig  aiifge- 
noinmen,  die  iibrigen  nur  mit  ihreiu  Stichwort. 

Wo  ein  Wort  unsicher  ergiinzt  oder  gelesen  ist,  warden  die  betreffenden  Ziftern  durch 
ecldge  Kianimern  eingeschlossen. 

Die  den  Zitaten  angehorigen  Worter  mit  Ausnahme  der  Demostheneszitate  sind  durch 
eine  entsprechende  Abkiirzung  bezeichnet.  Diese  bezieht  sich  jedesmal  nur  auf  die  unniittelbar 
vorhergehende  Ziff"er.  Die  Worter  aus  den  Fragmenten  des  Didynioskonimentars  S.  74  ft'.  sind 
durch  Fr.  1  usw.  bezeichnet.    Die  Abkiirzungen  sind  folgende: 


Aisch.  =  x\.ischyIos. 

And.  =  Androtion. 

Ar.  =  Aristoteles,  Paean. 

Ar.  E.  =  Aristoteles,  Epigrannn. 

Arist.  =  Aristophon. 

Ar.  Av.  =  Aristophanes ,  Aves. 

Ar.  Ran.  =  Aristophanes,  Ranae. 

D  =  Demon. 


Dein.  =  Deinarclios. 

H  =  Homer. 

K  =  Kallisthenes. 

Kail.  =  Kalliniachos. 

Ph  =  Philochoros. 

Ph.  0.  =  Orakel  bei  Philochoros. 

Phil.  =  Philemon. 

S  =  Sophnldes. 


Subskr.  =  Subskription  Kol.  1 5, 
lift-. 

Th  =  Theopompos. 

Th.  Ch.  =:Theokritos  von  Chios. 

Tim.  =  Timokles. 

Timosth.  =;  Timosthenes. 


I.  WORTREGISTER. 


A  TAeoC   1,  63.  4,  64 

—  AweiNooN  8,  16.  13,  8.  5  6  (Ph. 
0.).  14,  47  (And.) 

—  KpeiccuN  6,  2  7  (Ar.) 

—  AUUN  13,  55  (Ph.  0.).  14,  46 
(And.) 

A  r  A  c  e  A  I  6,  2  (K) 

A  re  IN  5,  11  (Th).  9,28.  10,37 

XrSNNHC  11,18 

XriNeTN  [12,  is  (D)] 

A'  PAi  c  14,  3  5  (Kail.) 

A  r  N  0  gTn  9,  40 

A  r  N  6c  6,  40  (Ar.  E.) 

XropX  [12,  12  (D)].  Fr.  10 

ArpeveiN  6,  30  (Ar.) 


XriiNG,  42  (Ar.E.).  9,  26.  12,58 
XroNiieceAi  5,27  (Th) 
A  A  H  <t>  A  ro  c  5,  2  6  (Th) 
AaikeTn  9,  25.  12,  28  (D) 
A'a  I  Ko  c  [5,  2  (Th)].  8,  33 
Ae(  10,29  (vgl.  Anm.)  [11,22]. 

12,  6  (D) 
AsAioc  6.  33  (Ar.) 
AeANAToc  6,  34  (Ar.).  9,  1 3 
A  e  po  (le  I  N  2,  19.  10,  50 
A<riAA6c  14,  2  6 
AINITTeceAl   8.  3w 

aipeTn  6,48  (Th.  Ch.).  10,28 

(vgl.  Anm.) 
AiceANeceAi  10.  58  (Ph) 


AireTN  [4,  13] 
AITI  A  8,  38.  9,  27 
AITI  ACeAl   9,  23 

aIt  IOC  6.  7 1.  8,  7 
aixmAautoc  7,  49  (Ph) 
Akamac  6,25  (Ar.) 
Akinaynoc  9,41 

A  K  6  N  T  I  0  N    [12,  5  2] 

AK0Y6IN    1,  70  (Ph).    6,  1  (K). 

9,  64  (Phil.) 
Akpa  11,  35  (Timosth.) 

A  K  P  I  B  H  c  9.  39 

AKPonoAic  Fr.  10 
Akti^  [14,  2  8] 

A  KG)  N  [7,  5  8] 

6* 


84 


I.  WORTREGISTER 


X  AH  eHc  [13,  6] 

X  aaA  5,  fi4.  6  7  (K).  6, 1  (K)  vgl. 
H.  [14 (K)].  43  (Ar.  E.).  50.  70. 

7,  15.  23  (Ph).    8,  6.  11.    9,  9. 

2  2.  10,  10  (Tim.).  14.  3  3.  12. 
37.  13,  19.  37.  15,  1  (Th) 

—  Xaaa  tap. 5, 04.  6, 50.  13, 19 
A'aah  s.  aaaoc. 

AAAOC    [4,66].    .5,3  (Th).  [6  5]. 
[6,  14  (K)].  73.  7,  71.  8,  32.  9, 
25.45.  54.10,36.  53.11,  16.  51 
12,  22  (D).   13,  33.  35.    14,  31 

Fr.  14 

—  A'aah  9,  7  0  (Phil.) 

—  A'aauc  [5,  3.  23  (Til)] 

a  a  A  CO  C  S.  XaAOC 
A  AM  a    14,  16.  18. 

Xaokch  14,  10 

X'ACiC   14,  17 

aacoc  14,  5.  16,  vgl.  S.XV 
AM  a  5,  12  (Th) 

AMAPxANeiN    11.  53 

XweiNUN  s.  XrAe6c 
A'  M I  c  e  0  c  5,  7  (Th) 
Xmoipoc  6,9  (K) 
Xw^NeceAi  [10,  29] 

XM*IKTYONefA   4,1.6.  11.28 
XwiUKT'foNeC     4,   1.   2.   4.  5.  9. 
11.13.   11,  46  (Ph) 

A  N  (=  eAN)  10,  1  (Tim.).  1  0  (Tim.) 
X  N  X  7,  34 

XnabXaaein  10.  14.  33 
Xna  tkaToc  1.  27.  [11,  52] 

AN  ATP  A  *e  IN    4,  4.  [ll|.  6,21 

XnaapameTn  s.  XNATPexeiN 
XNAeHpereiN  12,  15  (D) 
Xn  AipeTN  14,  46  (And.) 
Ananapoc  9,  1  (Arist.) 
XNXcnACToc  5,  18  (Th) 
Xnactatoc  11,  66  (D) 
Xnactaypoyn  5,  20  (Thj.  6,  5  4 

XNATle^NAI   [6,  37] 

X  N  atah  n  a  I  6,  29  (Ar.) 
Xnatp^xgin  14,  19  (H) 
Xn  A*6peiN  8,  38 
XNAPeiA  5,  71  (K).  6,  2  (K) 
Xnhp    (vgl.  "AshnaToc)  ■  1,  27. 

[4,  05].  6,  43  (Ar.E.).  10,  13. 

32.   13,  15.   1.5,  15  (Snbskr.). 

17  (Subskr.) 
ANepunoc  9,  63  (Phil.) 
X  N  I  ^  N  a  I  (anihmi)  13,  56  (Ph.O.) 


[XnictXnai  7,5  2 
ANOMoc  6,  48  (Th.  Ch.) 
Xnti  6,  49  (Th.  Ch.).  8,  56 
Xntikp^c  10.  22 

XNTinAPATATTei  N  10.30 

X  NTininrei  N  6.  5  (K) 
X  N  T  I  n  0  I  e  T  N  1 0,  2 1 
Xntictaciuthc  1,  22  (Ph) 

X  NT  IT  A  TT€  I  N   9,  49.  11,19 

A'  N  0)  Fr.  1 0 
A  N  u  e  e  N  Fr.  10 
XaEiA  s.  a'iioc 
A  s  1 0  c  9,  1 5 
—  XilA  11,  53 

XiiOYN  4.  3.  8,  19  (Ph).  47.  9, 

21.   11,  44  (Ph).   13,  34 

Aid) N  Fr.  10 
XoiAiMoc  6,  33  (Ar.) 
XnArrsAAei  n  10,  22 
XnAropsYeiN  7,  68 
XnAipeiN  10,  54  (Ph) 
A'nAc  5,  2  (Th).  6,  63.  12,  34. 

14.  4.  29 
Anei  ROC  9,  «5  (Phil.) 
Xnexei  n  11,  30 
X  n  H  N  H  c  8,  26 
An  H  po  c  13.  1 1 
XnieNAi  11.5  9 

A  n  I  c  T  I A  9,  15 

Xno  7,51.63.  8,23.25.  9,11. 
10.  49.  11,7.20.  34(Timosth.). 
12.  24  (I)).  14,  17.  35  (Kail.). 
Fr.  10 

XnOBAAAeiN    12.  11  (I)) 

XnorPA*eiN  9,  59  (Dein.) 

XnOAGIKNYNAI   [1,  6o] 

XnoAexeceAi  [5.62  (Th)] 
XnoAHMeTN  9,  «o  (Dein.) 
XnoAiA6NAi  1,  25  (Ph).  11,39 
XnoAOKeTn  |7.  ib] 
XnoKPiNecGAi  4.  5.  8.  m.  8, 

20  (Ph).   11,  49  (Ph) 
XnOAAMBANEIN  12,28(1)) 

XnoAAYNAi  10,  10  (Tim.) 
X  n  0  A  0  r  1  A  9,5  5 
Xno«APTYPe?N  14,56 
XnoNCMei  N  [5,  6i  (Th)] 
XnopinTEi  N  12.  31  (D) 
XnocT6AAeiN  12,  30  (D) 
XnoT^MNeiN  14,  50 
XnoxpHN  13,  32 
XnoYH*(ieceAi6,  71.7, 10.8, 6 


XnpXr«(i)N  9,  41 
Xnpenrtc  [6,  17  (K)] 
XnueeTN  7,  I6 
AP A  13,  61.  Fr.  14 

XpTYPAMOIBIKdc  5,10  (Th) 

Xptypion  13,  14 
Xptypunhtoc  5,  9  (Th) 
XpeTH  5,  69  (K).  6,  10  (K).  20. 
22  (Ar.) 

XpksTn  1,  69.3,36.8,4.  Fr.l4 

XpKTSYeiN  Fr.  9 

APXeiN  1,68 

—  APxeceAi  [10,  31].  Fr.  10 
Xpxih  1,  50.?  52.  12,  39 

APXUN  1,14.19.30.57.  7,18. 
35.  8,  8.  17.  10,  52.  13,  41. 
45.  59 

XceBHc  5,  17  (Th) 
Ac«6Noc  7,  64.  10,  1  (Tim.) 

Xc*A  A6IA  9,  13.  33. 
Xc*AAHC   9,  41 
XCXHMUN   6,  17  (K) 

A'rTA  6,  33  (Ar.) 
A'Y-AeTN  12,  60 

A'f AHTIHC   [12,  56] 

a^iAnsin  6,  3  4  (Ar.).  3  5  (Ar.). 
73.  7,  5. 

A^f-TIKA   [4,  63] 

A^Tdc  1,  23  (Ph).  24  (Ph).  28. 

62.  72  (Ph).  2,  8.  25.    4,  b.di. 

8.  10.12.  [5,  30  (Th)].  5  7(Th). 

62  (Th).  65.  69  (K).    6,  3  (K). 

7  (K).  9  (K).   10  (K).   19.  21. 

[37].  [38j.  [45].  50.  52.  55.  58. 

60.  7,  9.  10.  12.  16.  17.21  (Ph). 

29.  66.   8,  1.  12.  31.  37.  63.  9, 

17.  27.  46.  61.  10,3  (Thn.).  22. 

23.  39.  45.   11.  13.  [l4].  19.  38. 

48  (Ph).  60.    12,  5  (D).  19  (D). 

48.  50.  52.  54.  55.  58.63.  13,6. 

7.  19.  14,  21  (kai  AfTdc).  5  4.  5  7 
6  A'j^Tdc  [1,  19].    [2,  73].    5,  21. 

6,  1  (K).  7,  39  (Ph).  5  4 
X  <t>AI  P6Tn    10,  41 

X<t>ANiieiN  9,  18 
X*Hr£TceAi  7,  17.   8,  7.  [14]. 

12,  48 

X*ieNAi  6,  3  (K).  7  (K).  12.  16 
(D).  53 

X*opiieiN  13,  57  (Ph) 


I.  WORTREGISTER 


85 


B  A  A  Ae  I N  6,  2()  (Ar.) 

BAPBAPOC    4,   17.     5,  24  (Th). 

70  (K).  6,  12  (K).  63.  60 
BAPYC   8,  26 
BACANIieiN   6,  .5  3 
BACIAEYC     2,    28.  18  (Th). 

71  (K).  6,  41  (Ar.E.).  5  3.  7,  a. 

8.  20  (Ph).  22  (Ph).  57.  63.  72. 
8,  10.  18(Ph).  21  (Ph).  2  2  (Ph). 
24.  27.  9,  4  4 
B  A  C  I  A  I  K  6  C    10,  5  5  (Ph) 

seBAioc  6,36  (Ai'.) 

BSBAldTHC   6,  2  (K) 

B  I  A  I  e  ce  A  I  10,  60  (Ph) 
Bioc  6,  23  (An).  9,41.  14,9 
baactXn6in  14,  6 

B  A  A  C*  H  MCTn    8,  43 

baac0hmia  8,33.  11,5  8 
boXn  9,  29 
Boi^eeiA  1,  14 

B  0  H  e  S?N  2,  22 

b6pbopoc  6,  4y  (Th.  Ch.) 

BOYAECeAl    1,65.    8,35.  9,19. 

14,  39  (And.) 

BOYAGYeceAl    1,27.  4,7 
BOYASYTHPION    Fl".  10 

boyctpo*ha6n  Fr.  10 

BPAXYC   (sic  BPAXy)  8,  5  1.  12,  42. 
14,2 

Bpdxeioc  6,  23  (Ar.) 
B-f  PC  A  11,  4  (Ph) 

8  (1)  M  6  C   7,  70 

r  A  «  H  A I A  Fr.  18 
TACTHP  6,  48  (Th.  Ch.) 

6,  28  (Ar.).  71.  9,  69  (Phil.) 

Acoc  12,  18  (D) 
r e  N  N  I  k6  c  10,  2 1 
reNoc  6,  22  (Ar.) 
r^p  AC  6,  36  (Ar.) 
TH  12,  3  (D).  11  (D).  12  (D) 
rirNsceAi  [1,14].  2,16.  5,  19 

(Th).  [24  (Th)].  26  (Th).  6,4 

(K).  9(R).  7,  a.  48  (Ph).  8,28. 
37.  9,  31.  10,  9  (Tim.).  15.  34. 
11,  5  (Ph).   12,  1  (D).  19  (D). 

23  (D).  13,  44.  5l(Ph).   14,  41 

(And.) 

r  I  r  N  0)  c  K  e  I  N  1,62.  9,  39 
r  N  6  «  H  6,  8  (K) 
roNeTc  6,  27  (Ar.) 

rO?N  [1,  50].    10.24.  13,18.30 


rp  AMMA    11,  12 

rPA*eiN  1,  63.  70.  72  (Ph).  4,68. 

6,  19.    7.  21  (Ph).  25  (Ph).  36. 

11,  65.  13,  47.  14,  37.  Fr.  10 
rPAfH  [9,  23].  26.  Fr.  10 
TYMN  6  c  10,  5  (Tim.) 

TY YOYN    12,  16  (D) 

AAAOYXOC    13,  53  (Ph).  14,42 

(And.) 

A  A  I  «  (i)  N    12,  5  9 
AAKPY6IN    11,23  (H) 
AeiAeiN   6,67.74.    7,4.6.  11, 
I  0.  21 

AeTN  1,62.  8,  37.  10,  8  (Tim.). 

11,  13.  12,  50.  [14,  11  (S)] 
AeiN6c  9,  29 

ASKATeYSIN  Fr.  9 

A  e  K  A  T  H  Fr.  9 
A  6  K  e  T  i  c  Fr.  9 

AeNAPdlAHC    14,  4.  26 
AeilOC  12,  44.  64.  13,  6 

A  6  PS  I  N  1 0.  5  (Tim.) 

AECfAOC  6,  52 

A6xeceAi  6,70.  [7, 15].  2o(Ph). 

8,  6.  9.  2  (Arist.) 

AH   [.'3,  60  (Th)].   6,38.63.  7,58. 

9,  39.   10,  45.  50.   11,  5 
AHAOYN   12,36.  14,3.  Fr.  10 
AH«Arur6c  8,  63.9,  16.  14,  5  7 

AHMOC  1.  2  1  (Ph).  2  4  (Ph).  7  0 
(Ph).  8,  25.  27.  52.  9,  20.  28. 
13,  38 

AH«6ciOC  9,  2  3.26 

AHnore  13,  42 

A  H  no  Y  1,66 

AI  A  1,70.  2,72.  6,6  (K).  10  (K). 
21.  [7,  32].  8,  28.  30.  10,  7 
(Tim.).  23.  25.  36.  11.  39.  14,6. 

Fr.  10 

AlABAiNGIN    1,2  0  (Ph) 
AIABAAAEIN   8,  34 

AiABieAieiN  9,  11.10.  61  (Ph) 

AlAAIAONAI  11,04 
AIAAIAPACK6IN   9,  50 
AIAK6?CeAI   S.  AlATie^NAI 
AIAKEAEYCIC  13.60 

AiAAereceAi  7,  66.  8, 12.  9,  47. 

ll,50(Ph).  14,35.  l."),10  (Th) 
AlAAAATXeiN   6,  50 
A  I  A  A^eiN  11,  2  (Ph) 
AlAAUBACeAl  13,12 


AiAMANTGYeceAi  14,  4  5  (And.) 

AlAMENeiN  [8,  20(Ph)].  21  (Ph). 

13,  11 

AlAMYAAINSIN    14,  1  5  ( Ai-Scll.) 
AlANSMeiN   9,  21 

AiANoeTceAi  6,  3  (K).  10,18 
A  I  An  0  A  I  re  Ye  ce  A  I  1,  22  (Ph) 
AiAnope?N  9,  15 
AiAnpATxeiN  6, 17  (K).  10,  46. 

51 

AiATeAe?N   5,  3  (Th).  68  (K). 

[10,  26] 
AlATieeNAI    6,  60 

—  AiAKsTceAi   .'),  63  (Th).   1.5,  4 
(Th).  y  (Th) 

A  I  A  *  6  P  e  I  N    13,  48 

AiA<i>eYreiN  5.  16  (Th) 

A I A  6n  A I  5, 56  (Til).  08  (K).  7, 1 1 

AieilEN  Al  9,  53.   14,  51 

A  I  H  r  eTc  e  A  I  [1,  53] 

AlKAieiN  6,  8  (K) 

aIkaioc  1,64.  8, 35.9, 9 (Arist.). 

22.  24.  58  (I)ein.).  10,  29.  13,  35 
AIKACTHPION  9,2  7.  Fr.  10 

AiKH  9,  5  9(Dein.).  Fr.  14 
Aid  5,  5  4  (Th).  5  9  (Th) 
aioikeTn  9,  24 

ai6ti   7,  21  (Ph).  10,  7  (Tim.). 

12,  5  7 

A I X  fi  c  Fr.  1 1 

A  I  (i  K  e  I  N   12,  66.  13,  5 

A6rMA  11,  45  (Ph) 

AOKeTn    4,  2.  10.  11.63.    6,  20. 
5  9.  7,  00.  9,  19.  2  7.  13,  7.  1  5.  18 

a6aioc  6,  43  (Ar.  E.) 
a6moc  6,  31  (Ar.) 

AdiA  5,  2  3 

AOYAoc  5,  25  (Th).  6,  47  (Th. 
Ch.) 

apomaToc  9,  71  (Tim.) 

A  Y  N  AM  I  c  6,  30(Ar.).  9,  8(Arist.). 

11,  18.   13,  36 
AYNACeAl    7,62.    8,47.  10,60 

(Ph) 

AYNAcxeiA  5,  5  8  (Th).  9,34 

AYCMENHC  15,  3  (Th) 
AY  CNOO  c  2,  r/.  14,  5  3 
AYCxePAINeiN   9,  10 

AupeA  5,  57  (Th) 

IAh  8,  13.  22  (Ph).   11,  53 
  AN    10,  1.  10 


86 


I.  WORTREGISTER 


eAYTOY  (u.  Kasus)  5,  18  (Th). 

6,  4  (K).  8,  20  (Ph).  48.  9,  5  7 
(Dein.) 

  CtlCIN    A'r-ToTc  9,  17 

errpA<i>eiN  6,  39 

errvc  6,  7  2.  7,  4 

erKAAeTN  9,  .5  8  (Dein.) 

^rKPATHC  11.5  (Ph) 

erxupioc  12.  21  (D) 

era  l.fio.  4,63.  G,  (if).  7,2.  9, 
39.  5  8  (Dein.).  (iO  (Dein.).  67 
(Phil.).  68  (Phil.).  10,  28.  [29]. 

11,  23  (H).  13,  15.  18.  Fr.3 
—  HMeTc   [7,  54].   8.  44.   9,  7 

(Arist.).    10,  14.  33.    11.  IS. 

12,  4  2.  15,  2  (Th).  3  (Th) 
erure  6,  74.  7,  7 
eeNoc  12,  14  (D) 

69 oc  [4,  15].  9,  u.  Fr.  9 
ei  1,  66.  6,  70.  8,  6.  9, 1  (Arist.). 
8  (Arist.).  38.    10,  8  (Till!.). 

11,  16.  13,31.  Fr.  14 

e  I  A  ^  N  A  I    1,  6  2 

£Ik6c   S.  ^0IK6NAI 

eTnaI   1,  22  (Ph).  64.    4,  15.  19. 

[6(i].  5,  7(Th).  9(Th).  25  (Th). 

68  (K).  6,  4(K).  22.68.74.  7,  7. 

22  (Ph).  28.  60.      8,  a.  15.  24. 

32.  44.  46.  49.  9,  1  2.  1  9.  20.  42. 

43.  6  5  (Phil.),  in,  b.  1  (Tim.). 

16.     11,  1  (Ph).  7.  10.  11.  16. 

20.  29.  [33  (Timosth.)].  [35 
(Tiniosth.)].  47  (Ph).  51.  12, 

38.51.  13,  a.  Ifi.  19.  34.  59.  61. 

14,  19.  31.44  (And.).  47  (And.). 
6  0  (Th).  Fr.  9.  Fr.  10.  Fr.  14 

ej'neTN  s.  Aerem 
efnep  13,  6i 
efp  H  K  ^  N  A I  s.  AereiN 
eiPHceAi  s.  A^reiN 

eiPHNA?OC  8,  24 

eiPHNeveiN  8,  12 

eiPHNH  (vgl.  I)   [1,  56].  67.  74 

(Ph).  7,  14.  19  (Ph).  30.63.74. 

8,  9.  9,  2  (Arist.).   10,  13.  19. 

32.  36.   13,  26 
eic    1,  10.  1  1.    4,  7.  59.    [5,  52 
(Th)].  [58  (Th)].    [6,  37].  [45]. 

7,  72.  8,  51.  9,  26.  27.  50.  10, 
54  (Ph).  61  (Ph).  11,  C.  27.  42 
(Ph).  5  6  ic.  61       (Av.).  62.63. 

12,  1  (D).  7  (D).   -2^  (D).  42. 


13,  4.  5.  17.  49  (Ph).  61.  14,  2. 
6.  8.  17.  Fr.  10 
61  CA'reiN   11,  28 

eicEAeeTN  s.  eici^NAi 
6 1  c  H  reTc  e  A I  9,  3  2 

61  Cl^  N  Al  13,  49  (Ph) 

61  c»d pei  N  8,  47 

6?T  A   8.  3  4 
6l'ue6NAI  11,57 
6K  1,  29.    2,  7  5.    7.  a.  9.  32.  69. 
8,  5.  9,  17.  10,  5  7  (Ph).  11.  9. 

32  (Timosth.).  12,  37.  Fr.  10 

fe'KACTOC   1,62.  4.7.  6,65 

eKB^AAeiN  11,47  (Ph) 
eK6i  12,  2  5  (D) 

eK6?Noc   1,  23  (Pil).  5,  1  (Th). 

G,  7  1.  8.  7.  ]  ].  IS.  47  (Ph). 
12,  4(D).  24  (1)).  27(D).  30(1)). 
33 

^  K6X  6  I  P  i  A  ;'),  30  (Th) 
6KeNHCK6IN   9,  6  9  (Phil.) 
^  K  K  A  H  C  I  A  9,  2  7.   13.  1  4 
^KK6nTei  N    12,  4  5.  6  3 
6KA6(n6l  N   8,  3fi 
eKAOTH    6,  62 

SKnlnreiN  ■],2:i  (Ph).    9,6  9 
(Phil.) 

eKnoAiopK6TN  ],24(Ph) 

^  K*  AN  H  C   [1,  69] 

6  K  *  6  P  e  I  N   8,2  9 
^AATTCON    S.  dAirOC 

^AeveepiA  13,  2  3 
^A6YeeP0YN  1,  1 6  (Ph).  [58] 
^AeeTN  s.  leNAi 

6  M  B  A  A  A  6  I  N   9,  2  5 
e«BOAH    13,  4 

ewMeNEiN  14,  43  (And.) 
ii^6c  10,  25 

6MnOPOC  10,  47 

ew   [4,  14].  66.    5,  21.  26  (Th). 

69  (K).  6,  2  4(Ar.).  42(Ar.E.). 

[44].  49  (Th.  Ch.).  51.  58.  61. 

67.72.  7,3.5.21  (Ph).  22  (Ph). 

24  (Ph).  33.    8,  a.  1.  3.  23.  35. 

50.  61.[63[.    9,  46.48.51.55. 

61  (Dein.).  62.  70.  10,  3.  11, 12. 

24.  31.  47  (Ph).  60.  12,  36.  45. 
47.  64.  13,  19.  G2.  14,  1.  9. 
1  1.   25.   37.    5  5.    5  6.      Fr.  10. 

Fr.  14 

^N^AAeceAi  9,  67  (Phil.) 

6  N  A  NT  I  0  C   7,  1  6-    8,  2  5 


fe'NEKA  [4,6l].  6,28(Ar.).  9,13. 
10,41 

—  eNEKSN  6,  32  (Ar.) 
^N6Pr6TN  [2,  1  (Ph)] 
e  N  e  A  9,  66  (Phil.).  14.  i  7 

eNe^NA6   11,65.    14,  2  0 

eNGPYnroN  Fr.  5 
^NeY«6TceAi     8,  64  (Arist.). 
14,  5  8  (Th) 

6NI0I  2,2.  [5,14].  7,12.  11,14. 

13,  16 

^NTACCeiN    11,  13,  Vgl. 

S.  XXXIV  ^ 

eNT  AYSA    12,  50 

eNTe AHc  [6,  59].  12,  42 
eNTONoc  12,  12  (D) 
eNTPO*oc  6,3  2  (Ar.) 
^iaipeTn  13,  20  , 
e5AnT6iN  10,  34 

^leA  AYN6IN  12,  3  (D).  27  (D) 

eifl c  8.  7 

^ icon  K  6  c  [8,  52] 

^0IK6NAI    7,2  8 

enArr6AA6iN   [5,  2  9  (Th)].  6, 

70.  8,  5 
e  n  A  N  A  r  6  I  N  2,  2  2 
enANA<)>epeiN  4,  6 
enANOPeoYN  7,  8 
'enAN6pea)cic  7,  ii.  8,3 

A  N  0)  12,  58 
^nAPxeiN  5,  5  9  (Th) 
^n6i  4,  59.    9,  56  (Dein.).  69 

(Phil.).  13,  27.  Fr.  10 
^nei  Ai^  4,  2.  7,  1.  Fr.  9 
^neiAHnep  Fr.  9 
enepojTAN  12,  7  (D) 
enerei  oc  12,  6  (D) 
^ ndx6i  N  10;  10  (Tim.) 
eni  1.  19  (Ph).  [50].  68.   [2.  2]. 

4,64.  65.68.  5.  lO(Th).  6,19. 

26  (Ar.).  29  (Ar.).   7,  4.  12.  19 

(Ph).  8,  8.13.  I8(Ph).  22  (Ph). 
37.  48.  9,  11.  28.  10,  24.  38. 
47.  5  1.  56  (Ph).  62  (Ph).  11,24. 

36(Timo.sth.).  12,  8(D).  11(D). 

20(D).  52.  13,  37.  39.  50  (Pll). 

14,  9.  12 
eniB0YA6^6IN    10,  1  8 
Sn!  TP  A  MM  A   [6,  44] 

^niAocic  7,  75 
enieAAATTioc  10,43.  11,29 
eniKAAeTN  9.  b 


I.  WORTREGISTER 


87 


I  KP  !  N  6  I  N  11,2  (Ph) 

^niMAPTYPeTN  8,62 
^nininreiN    [7,  46  (Fh)].  12, 

26  (D) 

eninA^oN  [4,  63] 
enicTAceAi  15,2  (Th) 
^nicreAAeiN  6,  16  (K) 
enicTO AiH   [1,  71  (Ph)].    5,  21. 

9,  47.   10,  23.  24 

enicYNTie^NAi  11,9 
eniTHA^c  [5,  57  (Th)] 
eniTieeN  Ai  10,  2  6 
eniTiMAN  9,  7  (Arist.) 
e  n  I  T  I  «  I  A  Fr.  14 
eniTpeneiN  14,  52 
en  I *^ PS  IN  12, 32 (D) 
ePTAisceAi     13,56  (Ph.  0.). 

14,  47  (And.) 
6proN  6,  29(Ar.).  33(Ar.).  10,  46 
^prtiAHc  [9,42],  vgl.  S.XLIX 
ep^ceAi  9,  38.  66  (Phil.) 

^P  H  Ml  A  13,  38 

e'pHMoc  9,  59  (Dein.) 

6PMHN6-reiN   11,  15 

e'pNo  c  14,  20  (H) 
epneiN  14,  21 

ecxATiA  13,  54  (Ph).  14,  44 
(And.) 

exATpoc  6,  16  (K).  13,  1 
erepoc  6, 1  (K).  7,30.63.9,13. 

[43].  52.  12,  8  (D) 

erepojei  6,  59 

6TI  6,50.57.  11,52.    12,32  (1)) 

eroiMoc  14,  14 
eroiMOTHC  14,  8 
6T0 c  8,  8 

erepreciA  7.  30.  72 
ei  ep  r  er  Hc  4,  3.  9.  12 
er  eve  9,  1 2.  67  (Phil.) 

e'r-AABeiA  10,  25 

6'i-NOYXOC  4,69.  6,  46  (Tll.Ch.) 

6 rn 0 po c  9,  24.  30 

e'r'PICKeiN  8,  38 

erdiNYMOc  Fr.  10 

^♦0A6Y€l  N    13,  36 

^♦opXn  12,  47 

6X6IN  [2,d].  4,8.  [6,  20].  22. 
7,55.71.8,58.59.  9, 4 (Arist.). 
15.37.10,43.  [11, 37(Thnosth.)]. 

12,  41.  13,  31.  33.60.  14,  7.8. 
14.  5  4.  61  (Th) 

^  X  e  ^  c  Fr.  3 


exep6c  6,ii(K).  63.  15,  8  (Th) 
euAOKPAciA  Fr.  3 
eu  c  5,  00  (Th) 

i6Yroc  5,  26  (Th) 

iHAcoToc  6,  24  (Ar.) 

I  hmI  A  11,  53 

I  H  m  I  0  Y  N  8,  5  7.  12,  29  (D) 

iHTeiN  12,  8  (D).  13,  62 

in  6,  1  (K).  8,  12.  9,  24.  25.  12, 
8  (D).  10  (D).  Fr.  10 

HAH     [1,  67].     10,   20.     14,  15 

(Aisch.).  30 

H  K  I  CT  A   S.  OAirOC 

H  A I A !  A  Fr.  10 
HMeTc  s.  erci 
H «^ p A  Fr.  14 
H  Msrep  0  c  12,  3  4 
H  p  6  m  eTN  [13,  28] 

H  P  i  0  N    14,  1  8 

HCYxIa  5,ll(Th).  13,31.37.39 

H  T  0 1  Fr.  1 0 

HTTACeAl   8,  50 
(i  N   14,  2  7 

eANATOC   6,  51 

e appeTn  12,  1 1  (D) 

e  AY«  AI6 1  N  6,7  3.  7,  0.  12, 2  0  (D) 

eeToc  9,  57  (Dein.) 

e e  Ae  I  N  11,62 

6  e  M I  c  6,  40  (Ar.  E.) 

ee6c  4,  4.  9.  12.  10,  10  (Tim.). 
12,  9(D).  [13,55(Ph)].  14,  39 
(And.).  46  (And.).  Fr.  9 

eew  p  ik6  c  [8,  39] 

eHPAMA  6,  2  3  (Ar.) 

eNHCKEiN  6,  24  (Ar.) 

eoPYBeTN  9;  29 

e6pYBoc  9,  14 

BY  PATH  p  6,  35  (Ar.) 

eipA  6,  72.  7,  4 

IAS   S.  OPAN 

fAeAPOC  [11,22],  vgi  S.XV2 
1'a  H   14,2  5 

lAieiN  11,  [21].  22(H).  2  6  (Ar. 
Ran.) 

TaiOC  6,64.  7,75.  9,1  1.  14,23 

I  a:  COMA  12,  22  (D) 

1  A  I  (ix  H  C   9,  40 

I  A  I  (I)  T  I  K  6  C   Fl'.  1 1 

IfAP^eiN  7,  70 


lEN  AI  8,  14.  2  3  (Ph) 

—  eAeeTN    6,  31  (Ar.).    11,  6 1 
(Ar.  Av.) 

i6p6n  s.  lepoc 

iep6c   13,  44.  49  (Ph).  51  (Ph). 
Fr.  11 

—  iep6N  13,  5  5  (Ph). 

ISPOOANTHC   13,  5  3(Ph).  14,41 

(And.) 

Yn  A  10,  2  (Tim.).  [21].  42 
Ynno c  9.  55 

ICAGANATOC   6,  2  7  (Ar.) 

1'co  c  14,  20  (H) 

—  Tccoc  Fr.  9 

fcT  A  N  A I  10,  5  (Tim.) 
ictopeTn  5,23.  7,54.  13,46 
I  C  T  0  P  I  A  6,  61.  12,  48 

1'c  0)  c  s.  Tcoc 

K  A  e  A  9,  5  1 

KASAIPsTn   1,  69.  73  (Ph) 
KASAneP  4,13.  6,  5  4.  5  7.  7,  5  3. 

9,62.    10,52.    11,15.  12,47. 

13,  46.  14,  8.  25.  55 

KAe^iecGAi  5,9  (Th) 

KASHKeiN   8,  48 

KAeiepoYN  13,  5  5(Ph).  14,45 
(And.).  Fr.9 

KAeiCTANAI  5,  6  (Th).  7,2 

K  A 1  p  I  0  c  12, 1 7  (D).  np6c  kaipian. 

[5  2].   13,  10 

kaip6c  [1,29].  8,49.  14,59  (Th) 

K  A  I  T  0  I   9,  38 

kak6noyc  6.  68 
KAKonAeeiA  6,  9  (K) 
KAKOYProc  5,  2  (Th) 
kaasTn  [4,  5].  12,  25  ([)) 
kaa6c  6,  23  (Ar.).  8,55.  10,2 

(Tim.).  [14,  12  (S)].  60  (Th) 
K  A  M I N  0  c  10,  5  (Tim.) 
KAPn6c  6,  26  (Ar.).  12,  5  (D) 
katA  4.  2.   5,  16  (Th).  17  (Th). 

8,  28.60.  9,[22].  37?  60(Dein.). 

10,  31.   11,  53.  58.   12,  59.  13, 

3.  45.  57  (Ph).  Fr.  14 

K  a  T  A  B  A  I  N  6  I  N  7,13.  10,  1  (Tim.) 
K  ATA  BO  A  H    Fl'.  14 

KATAreiN   1,  21  (Ph).   10,  47. 
60 (Ph) 

K  AT  A  A  A  M  B  X  N  6  I  N  ll,4l(Ph) 

KATAAsineiN  10,  55  (Ph) 

KATA  A  Ye  I  N    13,  3  9 


88 


I.  WORTREGISTER 


katanaymaxsTn  /.62 
KATAnenneiN  7.  J9(Pli).  8.2  4 

KATAnXHCCeiN  11,25 
KATAPATOC  14.^1.49.52 
KATACKSYAieiN    9.17.     13.  ii" 
KATACTACIC   6.  a 
K  A  T  AT  I  T  P  0)  C  K  e  I  N  12.:i9 
KATA*YrH    10,  4  4 

KAT  AxeTN  [Fr.  3] 

KATAYHOIieCeAl  9.30 

K  ATGXei  N  9,23.  11,  27.  48  (E^ll). 

12,  4  (D).  Fr.  3  (vgl.  kataxsTn) 
K ATo I ksTn  12,  24  (D) 

KATOPeOYN    11,  54 

kAt  ui  Fr.  10 

K  ATO)  SEN    Fr.  10.     (6   K.  n6mOC) 

KeTcOAI   S.  Tie^NAI 

K6  Ae  Ye  I  N   1,  03.   11,  38 

k6n6c  6,  47  (Th.  Ch.) 

KeN6»pa)N  6,  47  (Til.  Ch.) 
kspannynai  Fr.  3 

Ke*AAAIOC   8,  2  (^N  KS*AAAIU) 

K  H  Aei  A   6,  1  8 

KINAYNEYSIN   2.  2(i 

K  i  N  A  Y  N  0  C   .').  66  (K).    15.  1  (Th) 

KAenTHc    9.  65  (Phil.).  10,3 
(Tim.) 

K  N  H  M  H    12,  64 

K  N  H  N  10,  9  (Tim.) 

koin6c  6,63.  8,56.  9.1  1.20. 

[2  1].  24 

—  KOINH  7,  75.  [11,  58] 

—  KorndTepoN  14,  4.  22.  30 
KdAnoc  12,  23  (I)) 
KoniiecGAi  11,  3  2  (Timosth.) 
k6p  Ai  (vgl.  II)  11,  rf.  5  6.  61  (Av.). 

12,  9  (D).  1  5  (D) 
k6 p 0 c  6,  29  (Ar.) 

K0PY4>H   14,  31 
K  P  A  N  I  0  N  10.  9  (Tim.) 
KP  ATeTN  6,  42  (Ar.  E.) 
kpAtoc  (Ana)  7,  34 
KpelccuN  s.  XrAe6c 
KPici  c  7,  26  (Ph).  Fr.  14 

KP^BAHN  9,  14 
KP^*A  9,  30 

KTACGAi  5,28 (Th).  9, 5 ( Ari.st.) 
KTeiNeiN  6,  40  (Ar.  E.) 
K'f'KAoc  13, 5  7(Ph).  14,  48  (And.) 

K  Y  M  B  1 0  N  Fr.  8 

K^PBSI  c  Fx'.  10 

K  Y  P  I  e  Y6  I  N   10,  6  2  (Ph) 


K  Y  p  ( (1)  c  Fr.  9 

K  0)  A  Y  e  I  N    14,  5  1 
kci)mik6c  9.  61.  11.  2  3 

A  Ae  p  A  [9,  7  0  (Phil.)] 

AAMBANSIN    1.64.    4.   71.    8.  b. 

(I.  9, 6(Arist.).  11,54.  13.3.10 
A  A  M  n  p  6  c  10,  2  0 
aAi  9,  68  (Phil.) 

A^reiN   1,61.66.  5.|65].  [6,  36]. 
66.  73.   7,  6.  12.    9,  13.  19.  54. 

65(Phil.).10,3(Tim.).  7(Tim.). 

11,  52.  58.  62.  12,  22  (D).  30 
(D).  46.  55.  14,3.7.19.22.23. 

2  7.  5  8.  Fr.  9.  Fr.  10.  Fr.  11 

—  eineTN    1.  18.  4,  63.   [8.  is]. 
9,  38.  14.  40  (And.).  53 

—  eiPHK^NAi  Fr.  9 

—  eiPHC9Ai  5,  60  (Th).  12.  4i 
a6yk6c  12,  9  (D) 

A  H  C  T  H  C   6,  73.   7,  5 

A !  e  I  N  0  c  14,  48  (And.) 
AO  r(  A  I  0  N  11,8 

Adroc  1,7.29.  [2,  2].  14.  6,1 

(K).  7,54.    8,33.   \0,a.b.  16. 

13,  a.    17.  26.   34.  40.  60.  62. 

14,  1.  32 

A6rxH  6,  42  (Ar.  E.).  12.  65 

AOIAOPIA   9.  38 
AYei  N    1,  66 

AYMAiNeceAi  5,  i6(Th).  8,32 

A  Y  M  H    5,  1  9  (Th) 

A    ci)  N  s.  ArAe6c 

MA    A  I  A  1,62 

mAkap  6.  40  (Ar.  E.) 

«akp6c  7,52.  11,37  (Tinioslh.) 

mAaa  [11,  36  (Timosth.)] 

—  mSaaon  6.  7  (K).  10.  26 

—  mXaiCTA  5,6  2(Th).  10,2  7.38. 

[11,  35  (Timosth.)].  54.  55 
maaakaythtoc  6,  28  (Al'.) 
wAAep6c  6,  25  (Ar.) 

MA  A  I  CTA   S.  mAaA 

mXaaon  s.  mXaa 
maptypeTn  1,  13.  6,  19 

MAPTYC    1,6  0 

MAxecsAi  12,  40 

M^rAc  2,  28.  5,  68  (K).   9,  s 

(Arist.).  12.  [34].  12,39.  15,1 

(Th).  Fr.  14 
«6  e  I  c  T  A  N  A I  [3,  5  8  (Th)].  Fr.  10 


wee^rei  N  12,  14  (D) 

MEAAEIN   6,  13  (K).   8,  2  9 

NeiN    12.  7  (I)) 
M  ^  N  T  0  I    Fl'.  9 

M  6  P  0  C   9.  35 

«  e  c  0  c  6,  7  2.  7.  5 

MET  A  1,16.68.  5,  25  (Th).  7.  37 
(Ph).  8,55.  10,29.52.  11,58. 
13,  25.  4  1.  49  (Ph).  59 

M6TABAAAeiN    G.  8  (K) 
METeTN  A  I    13.  2  4 
M6T£xeiN   4.  1 

«eTPi6THc  ().  II  (K) 
M  H  6,  0  (K) 

M  H  A  d  7.  6,   10.  1  1  (Tim.) 
MHAsIc  [6.55].  8.35.  13.32 

M  H  K  e  T  I  10,  2  (Tim.) 

M  H  KO  C    14,  1  7 

M  H  N  (monsis)  1.  i  6  (Ph) 
«  H  n  0  T  s  13,  2  5.  Fr.  14 

M  H  P  6  C    13,  6 

M  H  T  6  11,17.18 

MHXANACeAl   9,2  2 

rt  H  X  A  N  H    [10;  30] 

mhxAnu/ha   11,  3  (Ph).  12,46 

mikp6c  4,16.  5, 28(Th).  12,58 
Ml  N  6,  34  (Ar.) 
Ml  ere  IN  14.  11  (S) 

M  N  H  Me?0  N   [6,  36] 
M  N  H  M  H    13,  1  8 

MNHMONeYeiN  4,6  4.  7.5  6.6  4. 
9,  61.   11,  59.   13,  42.   14,  34 

«6aic  9,  69  (Phil.) 
m6noc  5,  66  (K).  [7,  15].  8,  l> 
mop* A  6,  2  4  (Ar.).  32  (Ar.) 
moycik6c  12,  5  7 
MYPonii)Ae?oN  9,  63  (Phil.) 

N  A  1  6  I  N  6.  48  (Th.  Cli.) 

N  A  Y  M  A  X  i  A   7,  33.  48  (Ph).  5  1 
NAYC   2,  1  (Ph).    7.  4  5  (I'll).  10. 
56  (Ph).    59    (Ph).       [11,  37 

(Timosth.)  I 

N  A  Y  T  I  k6  N    10,  43 
NeANICKOC    12.  14  (I)) 

N  e  K  p  6  c  14,  1 3 
NSKYc  14,  15  (Aisch.) 
NeMecoAi  12,  o.  3  (D) 

N  I  K  A  N   7,  34.  49  (Ph) 

NoeTN  11,  23  (H) 

NOMIieiN     1,27.2  8.      (),  3  (K). 

15,  16  (Subskr.) 


L  WORTREGISTER 


89 


n6moc  Fr.  10.  (6  KArueeN  n.) 
NOYC  15,  6(Th)  vgl.  npoc^xeiN 

N  9  N  1.61.  [4,  62].  6.  70.  7,  9. 
8,  5.  9,  52.  [11,  11].  52.  12,  1 
(D).  13  (D).  32  (D).   13.  3  4 

—  TA   NYN  7,  65.  8,  2.  14,  32 
N  YN  I   10,  20.  12,  42 

iSN  lie  I  N  Fr.  17 

I  e  N  1  0  c  6,  3  5  (Ar.)  vgl.  levc 

leNOTPO^IA  7,  6  8 
lYAON    11,  3  (Ph) 

OAS  4,  2.  6,  7  (K).  30  (Ar.  E.). 
46  (Th.  Ch.).  8,  7.  8.  10,  8 
(Tim.).  [31].  13,  59 

b  A  6  c  4,  6  9 

b'eeN  12,  24  (D).  3i  (D) 

o1'e  c  e  A  I  7,  55.  8,  4.  9,  35.  11,  52 

oikeTn  7,  21  (Ph).  9,  3  (Arist.) 

0 1  K eTo  c  5,63  (Th) 

0  I  K  i  c  K  0  c  Fr.  4 

oTkoc  7,  22  (Ph) 

oTo  N  7,  73.   14,  5.  49 

6  A I  r  0  c 

—  oAiroY  asTn  11,  12 

  eAATTMN    11,  1  (Ph) 

 HKICTA    11,  15 

b'AOC   1,  52.  6,  3  (K).   13,  12 

bwo  1 0  c  5,  67  (K).  11,17.  14,  3 1 

OMOAOreTN  [6.5  6].  12,49.56 

b  M  u  c  14,  2 

ONOMA  7,  17.  11,21.57.  12,51. 
14,  5 

6No«AieiN  12,  2  (D).  Fr.  10 

6  N  0  M  A  C  Tl    14,  2  4 

b  N  0  Y  c  K I  A  Fr.  2 

b  N  T  (1)  c  9,  2  0 

bnoinoTS  11,5  9 

bnuc  10,  56(Ph).  13,33.  14,39 

(And.) 

bpAN  1,53.  [5,  7  0  (K)].  6,67. 
7,3.30.  9,  12.  67  (Phil.).  13,58 

—  ia6  12,  a 

6  p  r  Aie  I  N  14,  9.  12  (S) 
bPTAN  14,  6.  7.  1 4  (Aisch.) 
bprAc  vgl.  I.    13,  44.49  (Ph). 

5l(Ph).  54  (Ph).  14,2.3.  16.23 

6  p  r  H  9,  1 5 
6  p  e  6  c  13,  1 8 

OPIieiN  13,  35.  50  (Ph).  14,37 
(And.).  43  (And.).  48  (And.) 


OP  I  c«6c  13,  48  (Ph) 
opicTHc   13,  5  1  (Ph).    [14.  41 
(And.)] 

OPKOC    10,  19.    13,  21 

OPMAN  4.  68  (Th).  12,  38 
b  P  M  H    14,  6.  8 
OPMHTHPION    10,  44 
OPNeA    11,6  2 

opo  c  [14,  30| 
b  pn  H  i  14,  2  0 

b  P  P  0  c  11.22 

b  p  P  CO  A  e?N  11 ,  ff.  15.17.  19,  vgl. 
S.  XII 1 

be  1,  22  (Ph).  27.  28.  29.  65. 
[4,  66].  5,  22.  6,  38.  48  (Th. 
Ch.).  62.  68.  7,  2.  20  (Ph).  63. 
65.  8,  a.  1.  5.  1  5.  29.  32.  50.  63. 

9,  7  (Arist.).  19.  27.  45.  52.  54. 

10,  49. [53].  11, 10.30. 46  (Ph). 
51.  [64].  12,  13  (D).  41.  49. 
13,14.20.24.14,49.56.  Fr.  3. 

Fr.  14 

—  SN  3   12,  45 

bcioc  6,  3  9  (Ar.  E.).  Fr.  11 

bcoc    8,36.    9.19.20.  10,36. 

13, 18. 14,11  (S).  14,  44  (And.) 

—  bcoN  [11,  34  (Timosth.)] 

—  hap'  bcoN  14,  53 
bene p  9,  20.  11,  57 
bcce  11,  23  (H) 
bcT  I  c  1,  6  5. 6, 74. 7,  7.  8, 47. 14, 1 
b  CT  I  c  0 Y N  13,  1 9.  14,  7 
bTAN  6,  66.  7,  2.  9,  10.  11,  54 
bre  5,  60  (Th).    7,  70.    8,  45. 

10,  45.   11,  47  (Ph).   12,  66 
OTI    [1,  51].  67.     2,  d.    4,  6.  11. 
7,28.66.    8,48.    9,  a.  10,6. 
13.   32.     11,   17.  38.     12,  35. 

13,  a.  42.  15,  17  (Subskr.). 
Fr.  10 

A  6  1,48.  5,  17  (Th).  6,  17  (K). 

8,  47.  13,  19.  20.  37 

—  OYoe  —  oii^i  14,  59.  60  (Th) 
o't'Aeic  [5,  68  (K)].    6,  i6(K). 

8,46.  57.  9,40.  12,17(D).  34. 

14,  1.  60  (Th) 

O'r'A^TePOC  13,  15.  24 
Cr-  KO  Y  N  [1,5  1].  7,  2  8 
OYN     1,  67.     6,  1  0  (K).     7,  11. 
10,  25.   12.  14  (D).  63.   14,  22 

o  +  ci  A  8,  58.  [9,  23]  : 

OYTOC    1,    15.    19   (Ph).  [49].  61.  I 


64.  66.  [2,  72].  4,  9.  63.  5,  55 
(Th).  63  (Th).  65.  6,  7  (K).  64. 
74.  7,  1.7.  14.  29.  [32].  [35]. 
51.56.  8,  4.  [14].  17.  18  (Ph). 
23.   37.  [38].    49.   54.   55.  64. 

9,1  5.  21.  31.  33.  [34].  60(Dein.). 

71  (Tim.).     10,50.  11,6.17. 

[35  (Timosth.)].  40.  49  (Ph).  65. 

12,  8(D).  11(D).  16(D).  18(D). 

13,  16.  26.  31.  35.  45.  14,  23. 
31.  36.  43(And.).  58.  15,  7  (Til). 

Fr.  3 

0  YT  to  C   1,19.  3,  5  9.  6,  2  2.   7,  2. 

[9,  32].  56.   12,  38.  63.  37 
oyTUci     1,70.     [4,68].     6,7  2. 
7,  5.  10,  53.  13,30.  46.  14,  7.  27 

b  *  e  A  0  c  [6,  6  2] 
b*eAA«6c  12,  44.  63 

n  A I  r  N  I  A  12,  1 7  (D) 
n  AieiN  9,  6  8  (Pliil.) 
hXaai  8,44.  11,  2  6  (Ar.  Ran.) 
nAAiN  [1,19].   4,65.   6,  8  (K). 

7,  65.   14.  26 
nANHTYPIC   5,  2  7  (Til) 
nANTH  1,59 
nANTUC   S.  HAC 
n  A  N  Y   7,  55.  69 

HAPA     1,62.    2,  i.    3,  42.  [56]. 
5,  14(Th).  22.  5  5  (Th).  6,9(K). 

65.  7,  16.  8,  37.  44.  9, 9(Arist.). 
12.  11,  45  (Ph).  56.  12,23  (D,. 
56.   13.2  1.  14,5.19.20.24.53 

HAPABAiNeiN   6,  40  (Ar.  El.). 

10.  19 

n  A  p  A  r  e  I  N  14,  5  8 
nAPArpA*eiN  8,  16 

nAPAACIKNYNAI  7.71 
HAPAAIAbNAI     (4,  6  I  j.  11,45 
(Ph) 

nAPAAOioc  6,  11  (K) 

nAPAeAAACCIAIOC  14.28 
nAPAKAAe?N  l,7i(Ph) 
HAPAKATABAAAeiN    Fr.  14 
OAPAKINeTN    10,  18 
nAPANOMOC    10.  4  5 

nAPAnAi^cioc  7,  66 
HAPACKeYAieiN  4,6.  [5,22]. 
11,61  (Ar.Av.).  13,62.  14,10 

nAPACKeYH    7,32.60.  [8.311 
:  OAPACKHNIA  Fr.  7 

I  HAPAxupeTN  9,  2  (Arist.) 


90 


I.  WORTREGISTER 


nApeiNAi  10.  8  (Tim.)-  r,8tPh). 

13.  14.  15,  8  (Subskr.) 
nApeipei  n  13.  i7 
nAP^x6iN5,  i8(Th).  8,3  6.  9.  3  3 
nApecNoc  6.  2  4  (Ar.) 
nAPieNAi  (nAPiHMi)  6.  (i2 
nAPi6N^i  (nApeiMi)  9.  07  (Phil.) 
nAPICTANAI  9,  (•i7(Phil.).  10,40 
nAPoiMiA  \\.  d.  (>3 

n  AC  1,  5  9.  6  4.  3,  5  4.  [5.  1 1  (Th)]. 
5  5  (Th).  59  (Th).  6,  4  (K).  (i3. 
7,  15.  22  (Ph).  8,  25.  36.  9,  1 
(Alist.).  10,  14.  [30].  33.  11.  1 
(Ph).     12,  19  ([)).  40.  54.  (iO. 

14.  30 

—  nXNTojc  1,  59 
nAcxeiN  9,  2  9 
n  A  T  H  p  13,  9 
n  ATP  Go  c  8,  20  (Ph) 
neiereiN  [11,  34  (Tiiiiosth.)] 
neieei  N  [5.  30  (Tli)[ 
neiPAceAi  1,28.  10.  5  9  (Ph) 
ne  «ne  I  N  8,  10.  18  (Pli).  10.5  9 

(Ph).    ll,42(Ph).  |5i(Ph)]. 

12,  6  (D) 
n  e  p  A  N  10,  62  (Ph) 
nepAC  11,6 

nePI  1,  1  3.  18.27.28.56.  74  (Ph). 
[2,  a].  8.  22.  23.  4,  d.  6.  [15|. 
60.63.67.  5,65.  6,  23  (Ar.). 
[44].  50.  51.  60.  6!.  7,  10  31. 
33.  57.  65.  8,  d.  2.  5.  9.  50.  58. 
62.9,  45.48.49.  51.5  4.  [10,  3  7]. 
11,  b.  C.  21.  30.  51.  12,  b.  36. 
40.43.48.56.  13,7.14.2  3.2  9. 
30.  44.  54  (Ph).   14,a.  2.  22.  32. 

36.    15,  9  (Th).  12  (Subskr.). 

1 8  (Subskr.) 
nepirirNeceAi  Fr.  9 
ne  p  I  sTn  A  I  8,  4  9 
n  e  p  I  e  p  r  X I  6  ce  A  I  13,33 
nepiYcTANAi  15,  2  (Th) 
nepiKbnxeiN  8,  5  3 
n^pi5  5,  5  2  (Th) 
nepinAjeTN  9,  6  4  (Phil.) 
nepinexeceAi  12,18  (D) 
nepicTACic  [13,  30] 
nepicToixoi  Fr.  16 
n  ^  p  Y  c  I  10,  5 1 
n  ^76  c  e  A  I  12,  1 G  (D) 
nHA6c  14,  9.  1 1  (S) 
n  1  e  A  N  6  c  7,5  5 


n  I  CT  I  c  6.  43  (Ar.  E.) 

ni  CTOYN  [1,  49].  7,  35 

haeTn  7,  40  (Ph) 

nAHTH    13.  8.  11 

nAHeoc  9.  is 

OAHMMeAeTN    10,  37 

nAHPOYN  2.  1  (Ph) 

HAH  CI  ON  5,  1  (Th)-  ''"  (1^) 

n  A  H  T  T  e  I  N   12,  45 
nA  0?0  N  10,  47.  56  (Ph).  60  (Pll). 
62  (Pll).   11,  33  (TilllOSth.) 

n6eoc  6.  30  (Ar.) 

noieiN    1.  15  (Ph).    6,  lO  (K). 

1 45].    [7,  60  (Ph)].    8,  36.  48. 

54.  55.  9.  1  (Arist.).  58  (Dein.). 

10.  13.  32.  11,21.  57.  12.  39. 
13.  15.   14.  5.  21 

noA8«eTN  1,65.  12,  4  (D) 
noAEMioc  ll,2(Ph).  12,40 
n6AeMoc  1,63.  7  2(Ph).  2.  2(Ph). 

7.  69.  [8,  8].  [30].  31.  10,  14. 
2  1 .  23.  [28].  33.  35.  45.  6  1 

noAioPKeTN  1,  21  (Ph).  |3,  39] 
noAiopKiA  [3.39].  12,44 

n6AIC    1.  25  (Ph).  28.  65.  4,7. 

5,  29  (Th).  62  (Th).  6.68.69. 
7,  9.11.  57.  59.  72.  75.  8,  3. 
[14].    23   (PIO.    33.    45.     9,  3 

(Arist.).  18.      10,  a.  40.  42. 

11.  29.  33  (Tiniosth.).  [12, 19 
(I))].  34.  13,  22.  15,  1  (Th).  8 
(Th)  ^ 

noAireiA  8,  35.  9,  34 
noAiieYeceAi  9,  42 
noAixeYMA  9,  32.  36 
noAYMoxeoc  6,  22  (Ar.) 
no  A  vn  p  A  r«o  N  sTn  4,62.  13,29 
noAYc  5,  8  (Th).  13  (Th).  [65]. 

6,  21.  29  (Ar.).  7,69.71.  8,55. 
9,  4  (Arist.).  31.33.  ll,4(Ph). 
53.      12.  29  (D).      13,  37.  39. 

15.  1  (Til).  15  (Subskr.) 
noNHp6c  5,17  (Th) 
n  6  N  0  c  6,  25  (Ar.) 
ndNTOc  10,  57  (Ph) 
no  re  5,  i6(Th).  6,  3  9(Ar.  E.). 

74.  7,  7.  8.  8,  44.  [9,  16] 
ndrepoN  12,  7  (U) 
n6T«  0  c  6,  25  (Ar.) 
noY  13.  10.  14,  34 
no  Y  9,  9.  10 

npATMA  6,  69.  7,9.59.  8,4.32. 


9, 10.  66  (Phil).  14,  i5(Aisch.). 
61  (Th).  Fr.3 

nP  ATMATeiA    11,  9 

n  p  A  r M  =,T e^ec  6  A  I  10,27 

npAoc  [5,  5  8  (Th)] 

npATxeiN  1,66.  9,16.  12,18 

(I)).  13,  43.  Fr.  3 
np^neiN  5,  12  (Th) 
npeceeiA  11,  49  (Ph) 
npeceeYTi^c  7,  23  (Ph).  8,10. 

19  (Ph).  21  (Ph).  11,  42  (Ph) 
np6  6,  22.  8,  7.  [11,  14].  14,  12. 

Fr.  14 

—  npo  TOY  14,  1 
npoAreiN  9,  58  (Doin.) 
npoeKKeTcGAi  s.  npoeKTieeNAi 
npo6KTieeNAi 

—  nposKKeTcGAi  6,  5  4 
npo^xei  N  10,  43 
np6eYMoc  10,  1  (Tim.) 
np6ne«nTA  Fr.  14 
npoHHAAKiieiN  5,  8  (Th).  11, 

56 

np6c  1,  13.  15  (Pll).  23  (Ph).  55. 

72(Ph).  74(Ph).5,  21.[30(Th)]. 

63  (Th).    6,  15  (K).  18.    7,  a. 

43(Ph).  8,13.27.29.31.9,46. 
52.  03  (Phil.).  10,  10  (Tim.). 
14.23.33.34.45.48.  ll,3(Ph). 
19.  39.  50  (Ph).  12,  5  (D).  17 
(I)).     13,  25.  [28].  43.  47  (Ph). 

14.  7.  10.  13.  38  (And.).  44 
(And.).  49.  54.  15.  8  (Th). 
Fr.  14 

n  p  0  c  A  r  0  p  e  Y  6 1  N  4,  17.  14,16 
npocepxeceAi  8,  57 
npoc^xeiN  (ton  noyn)  15,6 (Th) 
npocHKeiN  8,  34 
npoci^NAi  (npociHMi)  7,64.67 
npocieNAi  (npdceiMi)  8,45 
npocicTOPcTN  6,  64 
np6coAOc  8,6.^.5  3.5  9.  9,6 
(Arist.) 

npocnATTAA6"f-eiN  10,  6(Tim.) 
npocno  I  eTce  A  I  10,3  6 
npocTACiA  Fr.  13  , 
npocTie^NAi  [1,  49] 
npoc^^peiN  5,  4  (Th) 
npdTSPOC  7,  11 

—  npdxepoN    1,  22  (Ph).   6,  08. 

7,  8.  58.   8,  3.   10,  28.  12,10 


I.  WORTREGISTER 


91 


npoTiesNAi  1,  14.  10.  [so].  5  3.  ' 

7,  18.  35.  8,  17 

npoVnApxeiN  10,  2  4 
np6<t>ACic  3,  43.  8.  30 
np  0  X  0  H  6,  49  (Th.  Ch.) 
npYTANeveiN  7.  74 
n  p  6  H  N  Fi'.  3 

npa)KT6c  11.  25  (Ar.  Rail.) 
npajTeveiN  6.  (;  (K).  13.3  4  i 
n  p  u)  T  0  N  10,  5y  (Ph) 
ny  A  a!  A  4,  8 
n-^i  9,  68  (Phil.) 

n  (i  12,  34 

n  u  aeTn  Fr.  19 
no)  c  7,  60.  14,  2  5 

PHTUP  7,56.  Fr.  9.  Fr.  10 

p  I  0  N  14,  2  9 

CAPICA  13.  4 
CATpAnHC  [7.  38  (PIi)] 
CAKHC    [1.  50].  60.    8.  23.  [53|. 
10,  16 

C6BAC  6,  35  (Ar.) 
c  H  «  A  6,  47  (Th.  Ch.) 
ciTonoMniA  10,  41 
cTtoc  11,  4  (Ph) 

CKSAOC   9,  68  (Phil.) 

c  K  e  Y  A I  e  I  N  [2,2  7] 
c  K er  0 c  10,  8  (Tim.) 

cK6neAoc  5,  2  7  (Th) 
CKon6c  (Ano  CKOnor)  11,8 

CKOPAKIieiN     11,C.55.  12.32 

(D) 

c6c  6,  23  (Ar.).  30  (Ar.).  3i  (Ar.) 
cnAGAceAi  Fr.  6 
cnelpeiN  [12,  12  (D)] 
cnoYAAToc   1.27.    1.5.  16 

(Sub.skr.) 
ctAaion  11,  30.  33  (Tiinosth.). 

35  (Tiinosth.).  3  6  (Tiiiiosth.) 

CT6*AN0C  (vgl.  II)  12,36 
CTH  AH  l,69.73  (Ph).  lB,57(Ph). 

14,  47  (And.) 
CTOxAiecGAi  8,2  6 

CTPAT6I  A  1,  4.   10,  39 

CTPATeYsceAi  12,  2  (D) 
CTpAreYMA  5,  7  (Th) 
CTPATHreTN  1,  i7(Ph).  20(Ph). 

5.  52(Th).  13,  5o(Ph)  vgl.xcipA 
CTPATHr6c  9,45.  10.  55  (Ph) 

CTPATKiTHC  10,  61  (Ph) 


c Y  6.  28  (Ar.) 

—  V«e?c  6,70.  8,  6.  9, 12.  10. 15. 

25.  [29].  33.   13,  32.  38 

c  Y  r  r  I  r  N  0)  c  K  e  I  N  G.  5  6 

CYrrPAMMA  [5,  64] 

CYrrPA<t>eYC  7,  54 
c  Y  r  K I  N  eTn  [5.  10  (Th)] 
CYrxpHceAi  7.6  1 
CYrxupeTN    7,  24  (Ph).    9,  8 

(Arist).    13,  52  (Ph).    14,  40 

(And.) 

CYAAAMsANeiN   6,  5  9 
CYAAHYIC   6.  50 
CYAAOrOC   10,  5  4  (Ph) 
CYMBAINeiN    11.20.  12.59 
CYMBOYAeYeiN    1.6  4.    |2.  2  4| 
CYMBOYA  H    10,  31.    11,  6.  1  1 
CYMMAXIA    1.  15(Ph).    74  (Ph). 

2,c 

c-TMMAxoc  9.  4  (Arist.).  15.7 
(Th) 

cYMnoAeMsTN  9.  44 

C  Y  «  n  0  A  I  T  €  !  A  5.  15  (Th ) 
CYMnPOCieNAI  (CYMnPOCIHMl) 

8.  1 0 

CYA\*epeiN   1,28.6  5.  9.18 

c  Y  «  *  0  p  A  12,  59 
CYM*opeTN  5.  ii(Th).  11.8 

C  Y  N   9.  5  0 

CYNAreiN  10.  57  (Ph).    [12,  13 

m 

cynaiaktopeTn  9,  71  (Tim.) 

CYNerrYC  [5,  59  (Th)] 

c  Y  N  e  n  A  N  0 peo  Y  N  6,69.  7.58 

C  Y  N  e  H  K  H    13,  2  1 

cynictAnai  2.  1  (Ph) 

CYNNEMeiN   7,  23  (Ph) 
CYNOIKOC   [1,5  6] 
C  Y  N  0  P  A  N    1.29.    13.  40 
CYNOPKOC  |1.5«] 

C  Y  N  T  A  T  T  e  I  N  2,  3.  5.  64.  [13.  26]. 

5  9 

cYNxeAeTN  12.  5  7 
CYNTpieeiN  9,  9 

C  Y  N  0)  A  6  C   7.5  9 

c  Y  p !  T  T  e  I  N  10,  1 1  (I'im.) 

CYPPHTNYNAl    10,  20 
CYCT^AAeiN    8,5  2 
CYCTPAT6YeiN    12,  5  3 

c*AAep6c  9.  43 

C*iciN    A'YTOTC   .S.  feAYTOY 

c  ♦  6  A  p  A  10,  8  (Tun.) 


cxeAON  9,  5  (Ari.st.).  12.5  4 
c  X  H  M  A  Fr.  10 

cSma  5.  i9(Th).  12.40.  13.12 

TAAANTON     8.  1).   (1.   4  5.   5  7.59 

9,  6  (Arist.).  10. 5  0 
TAneiNOYN  8,  a.  51 
TApAjTeiN  12,  26  (D) 

T  ,'  *  H   14,  1  4 

TAXA    1,  29.   [7,  3l].   8.  1 

T  eTx  0  c  7,  5  2 
TSKMinpioN  [5,  68  (K)] 
TeAeTN  12,  20  (D).  36 
re  A  e  0  N  10,  1  6 

TeACYTAN  l.i8(Ph).  5,20(Th). 

6.  53.  7,  5  0  (Ph).  13,  2 
re  AO  c  [1,  50].  10,  24 
TepAT6YeceAi  12,  51 
rdo)  c  10,  16 
T  H  M  6  p  0  N  Fr.  3 

THNIKAYTA   9,  59  (Deiu. ) 

T  H  p  eTn  10,  7  (Tim.) 
Tie^  NAi  6,  47  (Th.  Ch.) 
—  KeTceAi  [6,  3  8] 
TIMAN  6,  48  (Th.  Ch.).  9,31 
T  1  M  H  «  A  Fr.  1 4 

TIC  (iiidef.)   1,29.  5,64.  6.45. 

66.73.7,3.30.55.7  1.  8.26. 

32.    9,  9  (Arist.).  12.  [22].  25. 

3  8.  6  4  (Phil.).  6  5  (Phil).  11,  7. 
9.  16.  53.  12,  15  (D).  22  (D). 
2  8  (D).  13,  5.  41.  14,  1.  6.  23. 
Fl'.  14 

T I  c  (interrog.)  2,  a.  7,  a.  8,  a. 
9.  7  (Aiist).  [16].  39.  10,  7 
(Tim.).  11,  a.  13.  4  2  (vgl. 
S.  XIV).  14,  h 

TITPliCKeiN    12,  55 

TAH  N  A I  6,  2  5  (Ar.) 
ToirAp  6,  33  (Ar.) 

TOINYN  8,8.32.  14,  3.  59  (Th) 

ToTo  c  6,  2  6  (Ar.) 
T  0  I  6  c  A  e  [6,  39] 

TOIOYTOC    4,62.    6,  10  (K).  64. 

9,  20.  40.  12,  22  (D).  14,  18 
t6i£Y«A  12.  45.  5  4 

TOiO'topoc  6.  41  (Ar.  E.) 

TOCOYTOC    11,  32 

t6t6  1,  24  (Ph).  [8.  15].  11.  55. 

12,  1  (D) 
TpAneiA  5,  10  (Th) 
|tpay«a  12,e.4i.  13,3.8 


92 


1.  WORTREGISTER 


TPAYMATIieiN    13,  1 

TPIHPAPXeTN    8.  4(1 

TPIHPHC      7.  41    (Pll).    49  (Ph). 

9,  5  (Arist.) 
Tp6noc  6.  3(K).  |i:j(K)|.  9.25. 

11,  40.  0.5 

T  P  Y  e  I  N   7.  69 

TYrXANeiN     1.67.     5,  2  8  (Til). 

14,  2,  vgl.  S.  XXIX 

TYPANNeTN   1,  23  (Ph) 
TYPANNIC  5,  58  (Th) 
T^PANNOC    1,18  (Ph) 
T^X  H  8,  55.   13,  9 

YM6?C   H.  CY 

^  n  X  p  X  e  I  N  6,  1 1  (K).  9,  7  (Arist.). 

[10.  28] 

^nep  1.53.  2,70.  4,9.  6, 7i. 

7,  4.  8,  45.  9,  55.  10,  17. 
ll,50(Ph).  12,38.  13,48  (Ph) 

Vn^PBAToc  6,  a.  7,  i ,  vgl. 

S.  XXVIII 
YnePHAecGAi  [5,  60  (Th)] 
YneponTiK6c  8,  ii 

Y  n  N  0  c  6,  2  8  ( Ar.) 

■rn6  4,  17.  6,53.  7,73.  8,33. 
9,  56(Dein.).  II,  2G.  46  (Ph). 
66  (D) 

^  n  6  r  Y  0  c  (ei  YnorYOY)  7,  a.  9 .  8,  5 
YnoMENeiND,  1 9(Th).  7, 2  5  (Ph) 

YnOMIMNHCKeiN      7,2  9.  8.2. 

12,  43 

Yn6  NO  I  A  2,  h.  8,  2  9 
VnonreYeiN  II,  2B 
VnocHMAiNeiN  Fr.  14 
'i'noTieeNAi  8,17 
^noToneTN  11,  7 

YCTATOC  [5,  15  (Th)] 

Y  c  T  e  p  0  N  5,5  5  (Th) 
Y*opMoc  II,  37  (Tiiiiosth.) 

■DAiNeceAi  12;  10  (D) 

*ANAI  1,15.19.  |2,  2].  4,15. 
(),  44.  52.  58.  7,7.  1  2.  58.  8,  5. 


43.     9,  51.  56.    10,  21.  24.  53. 

11,  10.    31.   [40].    04.   60  (D). 

12,  9  (D).  [13  (D)).  2  4  (D).  5  1. 

03.  13.31.  14.  c.  9.34.  Fr.  3. 
Fr.  10.  Fr.  14 
»ANep6c   6.  4i(Ar.  E.).   9.  14. 
29.  10.  1 5.  34 

"DAPMAKON   .S,  4  (Th) 

*ap«ak6c  Fr.  12 

♦  A  c  K  ei  N  6,  68.  12,  2 1  (D) 

♦  AYAo  c  4,  65.  6,  20 

♦  ^ pe I  N  12,  34 

♦  e  Yre  I  N  9,  09  (Phil.) 

♦  e e ! pe I N  12,  o  (D) 
»eoNeTN  6,  0  (K) 

♦  lAANepuniA  7 .  Ij 
*iAANepunoc  8,24 
*1aayaoc  10,  4  (Tim.) 

♦  I  A  H  K  0  l  A   4,  6  1 

♦  lAiA  6,  35  (Ar.).  15,  10  (Th) 

♦  lAioc  6,  32  (Ar.) 

♦  lAOKINAYNOC    12,  38 

*ia6«oycoc  [5,24  (Th)] 

♦  iaonikeTn  14,  60  (Th) 
*i  Aoc  6,  4  (K).  [i5  (K)] 
*iAoco<t>eTN  5,  2  5  (Th) 
*iaoco<i>(a  6,  17  (K) 
<t>iAdco<t>oc  5,  61  (Th) 

♦  I AOT I  «6?ce  A I  7,10.  10,4  0 

♦  lAOTIMIA   7,  57.   8,  27 

*0BeTceAi  G,  6  (K).  9,  8  (Arist.) 
*6nioc  6,  42  (Ar.  E.) 
*6  p  0  c  12,  33.  [35] 
<i>opTi  k6c  [II,  14] 
»  p  A  c  I  c  6.  a.  7.  1 

♦  p  H  N  6,  26  (Ar.) 

♦  poypX  II,  2  7 

♦  poypeTn  11,46  (Ph) 
*poyp6c  11.48  (Ph) 
*YrAA£YeiN  7,  24  (Ph) 
*YrH    12,  28  (D) 

♦  Y  A  A  TT  e  I  N    13,  30 

♦  Yc  I  c  G,  48  (Th.  Ch.) 


X  A  AE n6  c  13,  1 6 
X  A  p  1  e  I  c  5,  2  4  (Th) 

XAPIGNTIieCeAl    11.0  3 

XApiieceAi  10.  I  (Tim.) 

X  API  N   [12,  18  (I))] 

X  e  i  p  6,  22  (npo  xeip6c) 
xeiPOTONeTN  [1,  73  (Ph)| 
XHPOYN  G,  33  (Ar.) 

XO  AOY  N    13.  0 

XPHMA    7.7  4.    8.19.    9,3  1.  II, 

4  (Ph) 

XPHN   13,  55  (Ph) 
XPHNAI    8,  12.  11,17 

xpHceAi  6,  43(Ar. E.).  7.2.33. 

11.  3  (Pll).  13.  9 
xpHcimoc  6.  4  (K) 
xphcm6c  12,  12  (D).  21  (D) 
xp6noc  8, a.  01.  10, a.  15.  II.  5. 

[12,  29  (I))].  13,  40 
xpYc6c  G.  27  (Ar.) 
XliPA    12,  4  (D).   8  (D).  27  (D). 

13,  5  0  (Ph)   vgl.  CTPATHreTN. 

14,  27 

xojpioN  5.  1  (Th).  [28(Th)J.  14, 

4.  26.  29 
XOJPIC  9,  38 
X  CO  C  T  P  I  C    12.  46 

YA««(iAHC  1 1,  30  (Timosth.) 
jYH<i>!ieceAi  14.5  0 

YH<MCHA     1.72(Ph).     4,2.  13, 

5  7  (Ph) 

Y  fl  ♦  0  C   9,  1  4 

Y  Y  X  p  6  c  10,  1 0  (Tim.) 
£0 e  eTn  13,  6 

UC    1,  53.60.    5.  16  (Th).  6,16 
(K).  [6  4].  8,  1.  0  4  (Arist.).  10. 

48.  49.    1,1,  22.  23  (H).    14,  43 

(And.).  5  9  (Th).  Fr.IO.  Fr.  14 
0)  c  (Prapos.)  5,  1 8  (Th) 
ucre  [9,  32].  08  (Phil.).  12,  38 

li<t>6Ai  A  [9,  1  7] 


II.  NAMENREGISTER. 


AeiH  N  Aie  8,  9.  [i9  (Ph)] 
'AeHNAToc  1,  15  (Ph).  20  (Ph). 

24  (Ph).  27.  07.  6,05.  7,  a.  1  5 . 

20  (Ph).  52.  04.  8,  e.  1  1.  27.  60. 


9,  b.  46.  53.  10,  13.  32.  35.  37. 
42.  12,33.35.  13,15.29.43. 
47  (Ph).     14,  38  (And.).  55. 

15,  15  (Subskr.).  17  (Subskr.) 


"■A  e  iH  N  H  c  I  8,  2 1  (Ph) 
ATa  c  6.  31  (Ar.) 

A  I  roc  noTAMol  8.50 
'A  I A  H  c  6,  3 1  (Ar.) 


II.  NAMENREGISTER 


93 


Ai  N  I  A  N  ec  11,  43  (Ph) 
AioAeTc  12,  5  (D).  25  (D) 
A  I  0  a(c  6,  58.  12,  1  (D) 

,  A  I'CX  YAOC    14,  12 

—  wortliches  Zitat:  14,  14.  15 

(''  6AeYc(NI0l) 

A  ITU  AO  (  11,  43  (Ph) 
'A  l<  A  A  H  «  6  ( A  G,  49  (Th.  Ch.) 
^Aaeianapoc  9,49.  13,9 

''A  «  Y  N  T  A  C    13,  2 

■"A  «  *  I  n  0  A  I  c  9,  2  (Arist.) 

^ANAilM6NHC      6,    60    (eN  TH 

SKTH  TUN  TTepi  <t>fAinnoN  icto- 
piun).  [8,  15].  9,  51  (eN  TH  e 
TUN  TTepi  ■'Aasianapon).  10.  b. 
11,  10.  Fr.  10  (sN  4>iAinniKui) 

■■AnA^AYCTIOC  7,  18  (Ct'lAOKAHC) 

^Anaokiahc  7,26  (Ph) 

""A  N  A  POT  (  U  N   8,  1  4. 

—  wortliches  Zitat:  14,36—49 

(eN    TH    C   TUN  "'AtBIAUN) 

^Antiaakiaac  7, 13.  19  (Ph).  67 
""A  NT  I  r  e  N  6  (  A  H  C   12,  60 

''AnoAA6Aupoc 

1.  Lysias  kat'  "'A.  Fr.  14 

2.  Archon  350/349  13,  4 1.  45 

3.  Schriftsteiler  Fr.  10  (Eu- 
phorion  bei  ApoU.) 

^Apictomhahc    b  ■'AohnaToc 

9,  b.  39.  43.  56(D(M11.).  66(Phil.). 

10,  2  (Tun.).  6  (Tim.) 

^ApICTOMHAHC       6  06PAIOC 

9,  a.  43 

"'ApiCTOTeAHC   4,  14  (^N  TH  TPI- 

TH  TUN  Nomimun).    5,54  (Th). 

62(Th).  6.18.37.47  (Th.Ch.). 

52  ('"'£pMinnoc  ^N  Tu  nepi''A.  b) 
— '■  wortliches  Zitat:  6,  22  —  36 
(Paiaii).  6,  39—43  (Inschr.  auf 
Hei-mias) 

^ApiCT0<t)ANHC    11,24.  HO 

—  wiirtliche  Zitate:  11,25—26 
(Raiiae  237).  11,  61—62  (Avcs 
28) 

"■ApicToituN   wortliches  Zitat: 

8,  63-9,  9 
"ApTAieP3EHC   1 8,  13| 

AcIa  7.  2  1  (Ph).  8,  19  (Ph).  2  2 

(Ph).  [13,  29j 

^'A  c  c  1 0  I  5,  61  (Th) 
■'Acc6c  5,  60  (Th) 

'A  CT  H  p  12,  5  1 


""ATAPNeiTHC   4,  C  (^£p«IAC) 

'ATAPNe'fc  5,1  (Th).  6,32(Ar.) 
"■ATeic  14,3  7  (vgl.  ^Anapot(un) 

^AtTI  K  H    14,  28 

A'fTOKAHc  10,  4  (Tim.) 

■"AxAPNeVC   7,36  (COYNIAAHC) 

'A  X  I A  e  Y  c  6,31  ( Ar.) 

Batuac  6,5  (K) 

BAtpaxoi  11,24  (vgl.  ^Apicto- 

*ANHC) 

BoiuTol  11,  66(D).  12,  10(1)). 
26  (D).  14,  5  4.  15,  3  (Th) 

B  pf  U  N  6,  44 

—  wortliches  Zitat:  6.  4  6  —  49 
(Epigr.  des  Th.  Ch.) 

Byiantion  2,  23.  10,  38 

A  A  peTo c  9.  50 
AeiNAPxoc  9,  5  4 

—  wortliches  Zitat:  9,  56  —  61 
(eN  TH  AoKiMOY  AnoAoriA  Vnep 
TOY  YnnoY) 

AeA*o!  [6,  37].  12.  7  (D) 
AnwoceeNHC    1,  6i.  7i  (Ph). 

7,  29.  65.  8,  1.  9,  52.  10,  17. 
11,9.  13,6.27.  14,32.  15,12 

(Sul)skr.).  Fr.  10.  Fr.  14 

—  wortliche  Zitate:  1,26  —  29 

(X,l).61  — 66(X,17).  6,63—64. 
66—7,  1  (X,  33).  58.  59  (X,  34). 

8,  5—7  (X,  34).  32  —  38  (X,  35). 
44— 49  (X,  37).  55  — 58  (X,  38). 

9,  9  — 15  (X,  44).  38  — 43(X,  70). 

10,  13  —  15  (XI,  1).  32  —  34 
(XI,  1).  11,  17-19  (XI.  2). 
26—28  (XI,  4).  52—56  (XI.  1  I  ). 
12,  33  — 35  (XI,  16).  37  —  40 
(XI,  22).  13,  14-16  (XIII.  1). 
31—40  (XIII.  7).  14.  49—52 
(XIII.  32) 

AHMOceeNiKoc  11.16 

A  H  MU  N  11,64 

—  wortliches  Zitat:  11,65—12, 
33  (rTepi  nAPOiMiuN) 

!AiAY«oc  15,  11  (Subskr.) 

'  A  I  6  N  Y  c  0  C  11.25 

A6KI/A0C  9,  55  (vgl.  AeiNAPxoc) 
A6Aonec  11,  43  (Ph) 
AoYpic  Referat:  12.  5 off. 


^GrSATANA  6,  67.  7,3 
e  i  P  H  N  H    (vgl.  I)   7,  7  0 

'6  aAtei  A  11,  41  (Ph) 
"■eAeYciNioc  7,  2  7  (Ph)  (6y- 

BOYAIAHC) 

e  a  AAc  6,  24  (Ar.).  72.  7,  5 

AAHN6C  [2,  74].  5,  22.  [6,  13 
(K)].  73.    7,  6.  22  (Ph).    10,  18 

^6aahnik6c  13,3  2.  Fr.  9 
■■Gaahnic  8,  14.  2  2  (Ph).  9,3 

(Arist.) 
^  e  n  I  K  P  A  T  H  c  7,  26  (Ph) 
^'€pactoc  5,53  (Th) 
'£p;'tpia  1.  3.  1  1.  18.  20  (Ph) 
■'£p6TPI6-r'C  1,48 

"epMflc  9,  70  (Tim.) 
^epMiAc  4,c.  61.  6,  46  (Th.Ch.) 
^'£pminnoc  6,51   (^n  tu  ITepi 

■'ApiCTOTeAOYC  b) 

^Ec  k6pakac  11,  c.  5  6.  61  (Ar. 
Av.) 

G-yboyaIahc  7,  27  (Ph).  [39 
(Ph)] 

e-i^BOYAOC  6,  46  (Th.  Ch.) 

£  -Y-  *  0  p  i  u  N  Fr.  10  (6N  TU  ''AnoA- 

AOAUPU) 

'£*i  AATHc  13,  49  (Ph).  Fr.  10 
leYC  1.62.  6.  28  (Ar.).  3  5  (Ar.) 

'  H  Aeioi  5,  29  (Th) 
"■HpAKAeHc  6.2  8  ( Ar.) 

"Hpuec   9.70    (vgl.  TiMOKAHC) 

QebKPiToc  6  XToc  [6,  44 1.  4  5 
—  wortliches  Zitat:  6,  46  —  49 
9e6noMnoc  4,66.8,61.  9,47 
(eN  TH  mi  TUN  riepi  «t>(Ain- 
noN).  10,  49.  1'2,  48  (eN  th  a 
TUN  rTepi  <t>(AinnoN  ictopiun). 

14,  56 

— •  wciriliclie  Zitate:  4.  (is— 5. 21 
(eN  TH  m;  tun  TTepi  tt'iAinnoN). 
5,  23  —  63  (^N  tPi  npoc  0!Ain- 
noN  enicTOAH).  8.  64—9.  9  (eN 
TH   ki   TUN   riepi  <tiAinnoN|. 

14,  58—15.  1  0    (eN    TH  KCl 

GedopACTOc  ( Arclioii  ■340/39) 

1.  57.  68.  10.  5  1 
GepMonYAAi    11.  2  9.  32  (Ti- 

inostli.) 

0eTTAA!A9.  6  I  (I)eiii.).  12,  2  (D| 
eeTTAAoi  11,  ;2(Ph).  12, 14(D) 


94 


II.  NAMENREGISTER 


eflBAI   11,  42  (Ph) 

eHBA?OI  2,C.  ll,2(i.        48  (Pll). 

15,  5  (Th) 
ePAKec  ll,6fi  (D) 

MepoKAeiAHc  13,  53  (Ph).  14, 

42  (And.) 
Me  PON  10.  47.      (Ph).  (52  (Ph) 

"■IkAPIOI    10,3    (Vgl.  TiMOKAfic) 
I  A  I  0  C    14,  2  5 

^  I A  A  Y  p  I  6  c  12.  r>4.  fi  5 
"  I  n  n  6  N  I  K  0  c  7.  7  3 
M  n  no  CT  p  ATo  c  \H.  2 
"I  (1)  N  e  c  5.  1)  (Th) 

K  A  A  ME  !  A    14,  1  3 

Kaaai^c  7,73 
KaaaImaxoc 

1.  Archon  349/48  13,  42 

2.  Dichter  14,  33 

—  wortliches  Zitat:  14,  34.  35 
(Hekale) 

KAAAICeSNHC   5,64.  6,57 

—  wortliches  Zitat:  5,  fio— 6.  18 
KaaaIctpatoc  7,  2  5  (Pli) 
Kanh  6.58  (vgl.  Katanh) 
Katanh  6,58  (vgl.  Kanh) 
Khoicisyc  7,20  (Pli)  ("Gni- 

KPATHC) 
KH<l>lC0*fiN    1.17  (Ph) 
K  I  A  I  K  I  A   9.  49 

KAeiTAPxoc  1,2  1  (Ph ) 

K  N  I  A  0  C   7,  33 

KdNOJN  7,  31.  [36  (Ph)].  51.  61 

KdpAKec  12,  25  (D).  so  (D) 

KpatTnoc  7,  27  (Ph) 

K  Y  A  A  e  H  N  A I  e  YC  7, 2  7(Ph)  (''An- 

AOKIAHC) 

Kykauy  12,59  (des  Philoxe- 
nos,  Stesichoros  und  Oiniades) 
Kyhpoc  [7,  3  7  (Ph)].  9,50 
Kytinion  11,41  (Ph) 

A  A  K  e  A  A  I  M  6  N  I  0  I  7,34.53.61. 

15,  5  (Th) 
Aakgaaimun  7,24  (Ph) 
Aakpateiahc      13,  52  (Ph). 

14.  4  2  (And.) 

A  A  K  0)  N  1 7,  1  3].  6  7 

Aamyakhn6c    11,  11  CAna- 

HIWeNHC) 

A  HA  A  6,  29  (Ar.) 


AieorA-f*oc  9,62  (<t>iAH«(i)N) 

AoKPoI   11.  38.  44  (Ph) 

AYKiOYPreTc  (*iAaaO  Fi'.  15 
Aykickoc      (Arclion  344/43) 
8,  9.  17 

Ayciac    Fr.  14    (en    tu  kat' 

^AnOAAOAcipOY) 

M  akeaonia  12,  3  7 
Makeaun  8.28.  9,  8  (Arist.). 

10,35.  12.35.49.  13,20.24.28 

M APc YAC  10,  4  (Tim.) 
Mapcyac  (.Schriftsteller)  12,49. 

5  7 

M  6  r  A  A  on  0  aTt  A  I  4,3 

/^erAPA  13,  49  (Ph) 

MerAPeTc  13,  44.  47  (Ph).  52 
(Ph).  14.6.  24.  38  (And.).  40 
(And.).  50.  53.  15,  3  (Th) 

A\  s  r  A  p  I  k6  c  14,  33 

MeeuN  H  12,  43 

MeNTup  6,  6  (K) 

Mecci^Nioi  4,  3 

MlA(4CIOI    13,23    (Vgl.  MlTYAH- 

naToi) 

MityahnaToiS,  5(Th).  13.  [23]. 

38 

Mnhmocyna  6,34  (Ar.) 
MoAYKpeioN  (pion)  14,29 
MoYCA  6,  34  (Ar.) 

M  YN  HTSI  A    [14,  18] 

NlKAIA    11,6.    27.   28.   33  (Ti- 

niosth.).  44  (Ph).  51 
NiKOMAxoc    (Archon  341/40) 

1,  19.  30.  [soj.  [52].  .54.  68. 
10,  52 

NicaToc    14,  34  (Kail.)  (vgl. 

■*  OprAc) 
N6«ima  1 4,  14|  (Aristot.) 

OlNIAAHC    12,6  2  (KyKAUy) 

"0  AYNeoc  13,  22 

■'0  M  H  P  0  C 

—  wortliche  Zitate:  11,  22.  23 
(y  204).  14,  19.  20  (2  56.  437) 
'OprXc  14,a.  24.  33.  35.  36.  39. 

4  5  (Kali.).  5  1 

'OpNieec  11,61  (^ApicTOifANHc) 

nArACITIK6c    (KdAnoc)  12.23 

(D) 


TT  A I  A  N  6,  1 9  (Aristoteles) 
TTelcANAPoc  7,  so  (Ph) 
rieAonoNNhicioi  15,4  (Th) 

riePI     ""AAeiANAPON        9,  51. 

(^Anaiim^nhc) 
Oepi   ■'Apictot^aoyc     6,  5i 

(""'EpMinnoc) 
riepi  GeoKPiTOY  [6,4 4] (Bp-tun) 
riepi    AiweNcoN    11,  31  (Ti- 

moceeNHc) 

TTepl     TOY     CTe*AN0Y     12,  3  6 

(Koiiini.  dcs  Did.) 
rTepi  <t)iAinnoN  6,  61  (^Ana- 

5IM6NHC).    4,  67.    8,  62.    9,  48 

(9e6no«ncc) 
riepiNeoc  10,3  9.  13,22 
TTep  cai  6,  41  (Ar.  E.) 

TTAAT(iN6IOC  5,  2  5(Th) 
n  AEYP  ATOC    12,  65 

TIaoytapxoc  1,^2  (Ph) 

TToiMENeC    14,11  (Co*OKAHC) 

TToa-^ctpatoc  Fr.  1 
TT  0  T  e  I A  A I A  13,  22 
TTpoknh  10,  9  (Tim.) 

■■P  6  AID  I  13,23.40.  15,  7  (Th) 

C  A  T  Ypo  c  10,  3  (Tim.) 
Ckipo*opiun  1,  i7(Ph) 
Ckygai  4,  15.  11,  47  (Ph) 
CoYNiAAHc    (Archon  397/96) 

7,  3  6 
COYCA  6,  67.  7,  3 
C  0*  0  KAH  C    14,  10 

—  wortliches  Zitat:  14,  ii.  12 
(OoiMeNec) 

CtHCIXOPOC    12,62  (K-fKAUY) 

C*HTTioc    [7,  2  7  (Ph)]  (Kpa- 
tTnoc) 

Cucir^NHC    (Archon  342/41) 

1,  14.  2.  2 

Thpeyc  10,  6  (Tim.).  7  (Tim.) 
T I «  6  e  e  0  c 

1.  Vater  des  Konon  7,  3i 

2.  Aulet  12,  62 
Timokahc  9,  70 

—  wortliche  Zitate:  9,7  0—10.3 
(■"'Hpcoec).   10,4—11  ("IkApioi) 

Tmoce^NHc  11,30 

—  wortliches  Zitat:  11,  32 — 37 
(6N  TO)  TTepi  AimdNcoN  e) 


II.  NAMENREGISTER 


95 


tpibaaaoi  13,  4 
TpSoc  14,  18 

Ct5APNABA10c7,  3  2.  f3  8(Pll)l.  RO 

ctepAToc  9,  a.  44  (''Apictomhahc) 
*  e  I  (i  T  A  I  11,43  (Pli) 

0IAH«Ci)N    9,  02 

■ —  wortliches  Zitat:  9,63  —  70 

(eN  AieorAY*co) 
0iAinniKo(   (sc.  Aoroi)  11,6. 

12.  13,  a.  17.  15,  1  4  (Sub.skr.). 

F)-.  10 

OiAinnoc    1,  8.  -yr,.  74  (Pli). 
4,  67.  5,  2  1.  6,  13  (K).  r>(i.  61. 

7,  1.  8,  8.  60.  62.  9,  45.  46.  48. 

10,  1  3.    1  7.    32.   36.   .57  (Ph). 

11,  38.   40  (Ph).    46  (Ph).  50 


(Ph).   12,  b.  41.  13,  11.  19.  25. 

15,  9  (Th).  17  (Subj^kr.) 

CtlAICTIAHC   1,  17  (Ph) 

^lAOAupoc  13,46  (verschrie- 

heii  fill'  0ia6xopoc) 
01  AOKAHc  (Archoii392/91)7,i8 
4>IA0KPATHC   13,  58  (Ph).  14, 

48  (And.).  5  7 

—  wcirtliches  Zitat:  14,  5  8—15, 
10  (bei  Til) 

ctiAoieNoc  12,  6 1  (Kykauy) 

0  lAOXOPOC  1,  13.  [29].  [51  ].  0  9. 

7,  17.  3  5.  60  (Ref'erat).   8,  16. 

10,  48.  53.   11,  37.  13,  46  (vgl. 

0ia6aupoc) 

—  wortliche  Zitate:  1,  is— 18. 

19  —  25.     30  —  60  ?    70  —  2,2 


(c,  Fr.  13.5).  7,  19—28.  36—51. 
8,18-23.  10,54-11,5.  11, 
40—51  (c,  Fr.  135).  13,  47—58 

<t>PYriA  7,  38  (Ph) 

<t>  CO  k(  (J  N   1,20  (Ph) 

Xaip6ctpatoc  9,  5  7  (Dei  11.) 
Xaaki  Aerc  1.  15  (Ph).  16  (Ph) 
Xaakoyc   (vgl.  ^Apictomhahc  6 
"■AshnaToc)  9,  i.  5  3.  57  (Dein.). 
6  4  (Phil.) 
XAphc  10,  54  (Ph).  58  (Ph) 
Xepp6NHcoc  7,  46  (Ph) 
XTuc  5,5(Th).  [6,45].  15,o(Th) 
XpYc6roNoc  12,  61 

peTTAi  1,  16  (Ph) 
'  D.pe6c  1,  10  [i4] 


VERBESSERUNGEN. 


S.  3  Z.  2  sti'eii'lu'  die  erste  Kiiiv.iing  13. 1'. 
S.  64  Aniu.  Z.  9  1.  diprAAoc. 


Berlin  .  gedruckt  in  der  Reiehsdruckerei. 


BERLINER  KLASSIKERTEXTE 

HERAUSGEGEBEN  VON  DER 

GENERALVERWALTUNG  DER  KGL.  MUSEEN 

ZU  BERLIN 


HEFT  II 

ANONYMER  KOMMENTAR 

ZU  PLATONS  THEAETET 

(PAPYRUS  9782) 

NEBST  DREI  BRUCHSTtlCKEN  PHILOSOPHISCHEN  INHALTS 

(PAP.  N.  8;  P.  9766.  9569) 


BERLIN 
WEIDMANNSCHE  BUCHHANDLUNG 
1905 


ANONYMER  KOMMENTAR 

zu 

PLATONS  THEAETET 

(PAPYRUS  9782) 

NEBST  DREI  BRUCHSTtJCKEN  PHILOSOPHISCHEN  INHALTS 

(PAP.  N.  8;  P.  9766.  9569) 

UNTER  MITWIRKUNG  VON  J.  L.  HEIBERG 

BEARBEITET 
VON 

H.  DIELS  UND  W.  SCHUBART 

MIT  2  LICHTDRUCKTAFELN 


BERLIN 
WEIDMANNSCRE  BUCHHANDLUNG 
1905 


EINLEITUNG 

Herkunft  und  Beschaffenheit  des  Papyrus. 

Der  Papyrus  gehort  zu  demselben  Funde  wie  die  Scholien  des  Didy- 
mos  und  stammt  aus  den  Triimmern  eines  Hauses  in  Eschmunen. 
Hr.  Dr.  Borchardt  kaufte  ihn  Ende  1901'  bei  einem  Handler  in  Kairo. 
Als  er  in  Berlin  eintraf,  war  er  nocli  in  Rollenform  und  liatte  eine 
Hohe  von  30  cm,  eine  Breite  von  etwa  8  cm  und  eine  Dicke  von 
4  —  5  cm.  Die  erste  beim  Aufrollen  sicli  offnende  Kolumne,  jetzt 
Kol.  70,  liefi  gleicli  erkennen,  da6  der  neue  Text  einen  Kommentar 
zum  Theatet  darstelle.  Zugleich  aber  ergab  sich,  dafi  der  Papyrus 
von  dem  letzten  Benutzer  falsch  zusammengerollt  war,  so  daC  der  An- 
fang  sich  inn  en,  das  Ende  sich  auBen  befand.  Um  so  auffallender 
war  es,  daB  audi  die  innerste  Kolumne  nicht  den  Anfang  der  voll- 
standigen  Rolle  bildete,  da6  vielmehr  ein  nicht  unbetrachtlicher  Teil 
fehlte.  Es  ist  nicht  anzunehmen,  daB  etwa  der  Finder  oder  der 
Handler  die  schon  verstiimmelte  Rolle  falsch  gerollt  habe,  da  sie  an 
vielen  Stellen  so  zerbrockelt  war,  daB  dies  nicht  mogiich  gewesen 
ware,  ohne  den  Bestand  der  Rolle  zu  gefahrden.  Viel  wahrschein- 
licher  ist  es,  daB  schon  im  Altertum  der  Anfang  verloren  war.  Da- 
gegen  mag  das  Exemplar  damals  am  Ende  vollstandiger  gewesen  sein; 
wenigstens  lassen  die  Fragmente  1  —  3  darauf  schlieBen,  die  sich  auf 
spatere  Stellen  des  Theatet  beziehen.  Wie  Fragment  4  zu  beurteilen 
sei,  ist  schwerlich  sicher  zu  entscheiden.  Wahrend  der  Inhalt  auf  die 
Vermutung  fiihren  konnte,  dieses  Bruchstiick  gehore  an  den  Anfang, 
vor  die  jetzige  erste  Kolumne,  will  die  Tatsache,  daB  der  Papyrus 
im  entgegengesetzten  Sinne  gerollt  war,  nicht  recht  dazu  stimmen. 
Denn  dann  hatte  Fragment  4  innen  liegen  miissen.  Und  eine  zwin- 
gende  Notwendigkeit,  Fragment  4  der  Einleitung  zuzuweisen,  scheint 
nicht  vorzuliegen. 


VI 


EINLEITUNG 


Abgesehen  von  diesen  vom  Ganzen  gelosten  Bruclistiicken  war 
die  Rolle  ein  zusammenhangendes  Stuck  von  fast  6  m  Lange.  Aller- 
dings  fielen  beim  Aufwickeln  viele  kleinere  Fragmente  heraus,  jedoch 
gelang  es,  fast  alien  mit  Sicherlieit  ihren  Platz  anzuweisen,  zum  Teil 
durch  Beobachtung  der  Fasern,  der  Bruchrander  und  der  Form  der 
Liicken,  zum  Teil  durch  Beriicksichtigung  des  Inhalts.  Fraglich  bleibt 
die  Stelle  des  in  Kol.  15,  26 £f.  ein geordneten  Fragments,  obwohl  tech- 
nische  Griinde  stark  fiir  den  ihm  angewiesenen  Platz  sprechen. 

Den  Erhaltungszustand  kann  man  im  ganzen  als  gut  bezeichnen. 
Zwar  fehlt  es  nicht  an  stark  zerfressenen  Stellen,  dafiir  liaben  wir 
aber  auch  viele  ganz  unversehrte  Kolumnen.  Im  allgemeinen  folgt 
in  ziemlich  regelmafiigem  Weclisel  eine  besser  erhaltene  auf  eine 
schlecliter  erhaltene  Kolumne.  Diejenigen  Stellen,  die  an  den  starker 
gebogenen  Seiten  des  flachgedriickten  Zylinders  lagen,  waren  natiir- 
licherweise  der  Zerstorung  mehr  ausgesetzt  als  die  andern.  AuBerdem 
scheint  von  einer  Seite  mehr  Feuchtigkeit  eingedrungen  zu  sein. 

Der  Papyrus  ist  ein  schones  Beispiel  eines  fiir  den  Handel  be- 
stimmten  Buches.  Schon  das  Material  ist  sorgfaltig  gearbeitet  und 
bietet  eine  gleichmaBig  braungefarbte  bequeme  Schreibtlache.  Die 
einzelnen  Papyrusblatter  sind  im  Durchschnitt  26  cm  breit  und  so 
sorgfaltig  geklebt,  da6  es  vielfach  schwer  ist,  die  Klebungen  zu  er- 
kennen.  Die  Riickseite  ist  unbeschrieben,  was  sich  bei  einem  fiir 
den  Verkauf  angefertigten  Kxemplare  von  selbst  versteht.  DaB  es 
auf  ein  vorteilhaftes  Aussehen  ankam,  zeigt  auf  den  ersten  Blick  die 
Art,  wie  die  Schriftkolumnen  aufgesetzt  sind.  Von  der  Hohe  des 
Papyrus,  die  30  cm  betragt,  nimmt  die  Schrift  nur  20,5  cm  ein,  so 
dafi  oben  und  unten  ein  stattlicher  Raum  frei  bleibt.  Vergleicht  man 
dieses  Verhaltnis  mit  dem  des  Satzspiegels  zur  ganzen  Seite  in  gedruckten 
Biichern,  so  verstarkt  sich  noch  der  Eindruck,  da6  hier  in  der  Tat 
ein  gutes  Buchhandlerexemplar  vorliegt.  Die  Schriftkolumnen  sind 
schmal,  seiten  mehr  als  6  cm  breit  und  im  allgemeinen  sehr  gleich- 
mafiig.  Kleine  Uberschreitungen  der  Breite  kommen  zwar  ofters  vor, 
storen  aber  das  Aussehen  der  Kolumne  nur  wenig.  Da6  bin  und 
wieder  die  seitlichen  Rander  etwas  von  der  Senkrechten  abweichen, 
ist  schon  eher  als  ein  Mangel  der  Handschrift  zu  betrachten. 

Die  Kolumnen  sind  durch  einen  Abstand  von  2—3  cm  von  ein- 
ander  getrennt.     Diese  Zwischenraume  werden  nur  in  ganz  wenigen 


EINLEITUNG 


VII 


Fallen  fiir  Verbesserungen  in  Anspruch  genommen.  Der  obere  Rand 
einmal,  der  untere  zweimal,  und  zwar  fiir  groBere  Veranderungen, 
die  sich  zwischen  den  Zeilen  oder  daneben  nicht  gut  batten  anbringen 
lassen.  Ein  besonderes  Zeichen  am  Rande  verweist  dann  auf  die 
Korrektur,  die  aufierdem  mit  der  zu  verbessernden  Stelle  dureh  ein 
entsprechendes  anco  und  kato)  in  Beziehung  gesetzt  ist.  Neben  den 
iiblichen  Zeichen,  wie  Paragraphos  usw.,  findet  sich  mehrere  Male 
am  linken  Rande  ein  kurzer  schrager  Strich,  der  augenscheinlich  mit 
dem  Inhalt  nichts  zu  tun  hat  (11,19;  20,2;  29,  34;  40,16;  61,1; 
66,  14;  71,  19).  Die  Vermutung,  auf  diese  Weise  wiirde  der  Beginn 
einer  neuen  Kolumne  in  dem  zugrunde  liegenden  Originale  angedeutet, 
lafit  sich  nicht  halten,  wenn  man  die  vollig  ungleichen  Abstande 
dieser  Zeichen  aneinander  beachtet.  Eher  konnte  man  daran  denken, 
dafi  der  Korrektor  sich  mit  diesen  Strichen  notierte,  wieweit  er  jedes- 
mal  in  der  Durchsicht  gekommen  war. 


Schrift  des  Papyrus. 

Der  sonstigen  Ausstattung  der  Rolle  entspricht  auch  die  Schrift. 
Es  ist  eine  schone,  gleichmaCige  Buchschrift,  deren  einzelne  Zeichen 
grofi  und  in  jeder  Beziehung  deutlich  erscheinen.  Schwierigkeiten  fiir 
das  Lesen  gibt  es  deshalb  nur  an  solchen  Stellen,  wo  der  Papyrus  zer- 
stort  oder  abgerieben  ist.  Wie  gewohnlich  in  sorgfaltiger  Schrift,  werden 
die  einzelnen  Buchstaben  aus  mehreren  getrenntenStrichen  gebildet,  die, 
soweit  moglich,  von  oben  nach  unten  gefuhrt  werden.  So  bestehen 
z.  B.  0),  M,  n,  N,  meistens  auch  e,  aus  3  Strichen,  c,  y,  o  aus  2  Strichen 
usw.  Kleine  Abweichungen  von  seiner  gewohnlichen  Schreibweise 
begegnen  dem  Schreiber,  z.  B.  beim  t,  dessen  Senkrechte  er  in  der 
Regel,  aber  nicht  immer,  durch  einen  wagerechten  Ansatz  einfiihrt. 
Nur  ganz  ausnahmsweise  zeigt  er  eine  Neigung  zu  kursiven  Formen, 
am  haufigsten  noch  bei  e.  Etwas  anderes  ist  es  mit  den  Verbesse- 
rungen und  Zusatzen  des  Korrektors,  die  der  Kursive  erheblich  naher 
stehen,  ohne  dafi  man  sie  geradezu  kursiv  nennen  konnte.  Im  iibrigen 
gibt  ihre  Schrift  keine  Entscheidung  iiber  die  Frage,  ob  der  Korrektor 
ein  anderer  war  als  der  Schreiber.  Eine  Buchschrift  zu  daticren, 
ist  eine  miBliche  Sache,  wenn  man  nicht  die  Kursive  zur  Hilfe  her- 
anziehen  kann.    Die  Form  der  einzelnen  Zeichen  sagt  in  der  Regel 


VIII 


EINLEITUNG 


weniger  als  der  Gesatnteindruck,  und  dieser  gehort  nicht  zu  den 
Dingen,  deren  Richtigkeit  man  beweisen  kann.  In  unserm  Falle  kon- 
nen  wir  aus  der  Schrift  des  Textes  und  der  der  Korrekturen  nur 
schliefien,  dal3  das  Buch  im  zweiten  Jahrhundert  n.  Chr. ,  eher  im 
Anfang  als  gegen  Ende,  geschrieben  worden  ist. 

Da  das  Hauptbestreben  des  Schreibers  ist,  dafi  sich  beim  Ent- 
rollen  ein  gleichmaCiger  Anblick  der  Scliriftsaulen  dem  Auge  darbiete, 
so  hat  er  diesem  Zwecke  zuliebe  manches  seltsam  angeordnet.  So  er- 
klaren  sich  z.  B.  hierans  die  sinnlosen  Entstellungen  der  geometrischen 
Figuren  (vgl.  Kol.  43).  Demselben  Zwecke  dient  auch  der  Schlufihaken 
>  am  Ende  einer  nicht  vollig  durch  die  Schrift  ausgefiillten  Zeile. 
Denn  da  seit  der  alexandrinischen  Zeit  die  Steinmetzen  wie  die  Sclirei- 
ber  nur  mit  voUer  Silbe  abbrechen,  muBte  ofters  eine  Liicke  am  Ende 
entstehen.  Diese  wird  durch  jenes  aus  den  Philodem-  und  Hypereides- 
handschriften  bekannte  Fiillzeichen  verdeckt. 

Statt  des  SclduBhakens  tritt  in  derselben  Funktion  auch  der  blofie 
Punkt  in  der  Mitte  der  Buchstabenhohe  auf ,  also  eine  wecH ,  die  aber 
hier  nicht  die  Bedeutung  der  Interpunktion ,  sondern  lediglich  der 
Zeilenfullung  hat.^  Wir  haben,  um  Verwechselung  mit  der  Interpunk- 
tion hintanzuhalten,  audi  diese  Fiillung  mit  >  angedeutet.  Denn  es 
schien  ratsam,  ein  aufieres  Zeichen  dafur  auch  in  unserm  Texte  zu 
belassen,  da  es  bei  teilweisen  Zerstorungen  iiber  die  Buchstabenzahl 
der  Zeile,  die  im  Durchschnitt  15  betrligt,  orientiert.  Eine  mit  >  ge- 
schlossene  Zeile  wird  also  in  der  Kegel  einen  Buchstaben  weniger  ent- 
halten  als  die  benachbarten,  voll  auslaufenden." 

Ein  drittes  Mittel,  die  Gleichmafiigkeit  der  Zeilen  herzustellen, 
ist  der  horizontale  Abkiirzungsstrich ,  der  das  schliefiende  n  ersetzt. 
Der  vorhergehende  Vokal  scheint  gleichgiiltig  zu  sein.    Es  findet  sich 


'  So  am  Schlusse  von  18,  1.  20,  7.  29,  26.  30,  2.  36,  36.  39,  9.  42,  32.  48. 
44,  33.  49,  9.  35.  .52,  38.  53,  38.  58,  32.  63,  19.  67,  44. 

^  Zvveifelliaft  ist,  ob  diesem  Zwecke  auch  die  Schreibung  dienen  soli,  die  be- 
sonders  bei  monophonen  Diphthongen  den  einen  Vokal  iiber  die  Linie  setzt,  z.  B. 
32,  6  eNA^i-iiN;  54,  43  A^iiei;  70,  20  AnoA^i-ieuc;  12,  2  a^i-coc.  An  mehreren  Stellen 
sieht  man,  dafi  die  iibergeschfiebenen  Buclistaben  nicht  etwa  vergessen  waren.  Vgl. 
32,7  nPOK^iMGNON;  6,39  nPocQYc;  24,3  eic'N. 


Aoro  (=  aoton)  5,  16  u.  6. 
APiewu  39,  17  u.  o. 
enicTHMH  18,  16  u.  6. 


ecjT  5,  38  u.  o. 
oyca  55,  2 
Mi  53,  28. 


EINLEITUNa 


IX 


AuBer  dieser  Abkiirzung  findet  sich,  wie  es  bei  echter  Buchschrift 
zu  erwarten  ist,  keine  einzige.  Nur  der  Korrektor  gebraucht  einmal, 
wo  er  am  Rande  eine  Verbesserung  zufiigt  f  =  tap  und  ^  =  AiopecoreoN 
(58,  25),  wie  dieses  Zeichen  haufig  als  Vermerk  des  Korrektors  am  Eude 
von  Handschriften  erscheint/  Aueli  a  =  anco  39,  37a  gehort  dem  Kor- 
rektor. Hr.  Heiberg  vermutete,  da6  die  Vorlage  des  Schreibers  in  Kom- 
pendien  geschrieben  gewesen  sei,  da  44,  4  nepiMeTPov  von  erster  Hand 
falsch  eniMGTPOY  gesclirieben  sei.  In  der  Tat  liegt  bei  der  abgekiirzten 
Selireibung  nweTPOY  das  Verselien  nahe,  das  iibrigens  bei  der  haufigen, 
oft  nur  auf  Gedankenlosigkeit  beruhenden  Vertauschung  der  Praposi- 
tionen  nicht  unbedingt  auf  diesem  Wege  erklart  werden  mu6.  Eine 
andere  Instanz  fiir  Heibergs  Vermutung  ist  uns  nicht  gelungen  bei- 
zubringen. 

Eher  diirfte  die  Vermutung  das  Wahre  treffen,  da6  die  Vorlage 
in  Kursive  oder  stark  kursiver  Buchschrift  abgefafit  war.  Denn  35,  43 
lafit  sich  die  Verwechselung  von  rmexAi  und  A(e)ineTAi  so  am  leichte- 
sten  erklaren.  Es  gibt  Hande,  bei  denen  r  und  a,  n  und  n  kaum  zu 
unterscheiden  sind;  sie  gehoren  in  das  erste  bis  zweite  nachchristliche 
Jahrhundert.  Freilich  konnte  diese  kursive  Vorlage  audi  weiter  zuriick- 
liegen  und  mit  der  Handschrift  des  Verfassers  oder  seines  Schreibers 
identisch  sein. 

In  einem  Prosastiicke  darf  man  nicht  erwarten,  Akzent  und  Spi- 
ritus  verwandt  zu  sehen.  Doch  findet  sich  beides  ausnahmsweise: 
28,  14  cKoneiTic,  um  das  MiBverstandnis  cKoneT  tic  zu  verhiiten  und 
68,  47  GN  (mit  dieser  Form  des  Asper),  um  Verwechselung  mit  gn,  die 
allerdings  kaum  zu  befurchten  war,  zu  vermeiden.  68,  9  und  10  ist 
das  Indefinitum  ti  (wie  wir  zu  betonen  pflegen)  mit  Akut  bezeichnet, 
da  es  pragnant  ist,  wie  oft  in  den  Handschriften.  Warum  38,  33  thn 
(der  Pap.  thn)  barytoniert  ist,  da  kein  Mifiverstandnis  mogiich  ist,  ent- 
zieht  sich  der  Beurteilung. 

Von  sonstigen  Lesezeichen  findet  sich  haufiger  das  Trema  iiber 
I  und  Y,  um  falsche  Zusammenziehung  der  Laute  zu  verliindern.  So 
29,9  npoToNTec  (vgl.  37,  43);  40,30.31  toTcac;  29,25  ecTimcH;  38,17 
AYOiccjN  (vgl.  27,  44;  38,17.21;  41,7);  57,36  aaaaTna;  54,40  akaahmaT- 


*  So  z.  B.  im  Clarkianiis  des  Platon  am  SchluG  einzelner  Dialoge  in  Verbinduug 
mit  einem  Blattornamente. 


X 


EINLEITUNG 


kon;  65,  29  kyphnaVkoi  ;  ferner  65,  38  eKAieTovnAYTOY;  19,  17  TAYnAVTHN; 
27,  33.  34  AY-NAMic,  wo  man  die  Lesung  der  letzten  Silbe  der  Zeile  als 
AY  wohl  verhiiten  wollte.  Ubrigens  feblt  es  durchaus  an  Konsequenz, 
da  z.  B.  36,  33  npoiONTi  ohne  Trema  erscheint  u.  a.  dgl. 

Statt  des  Hyphen  scheint  der  Sclireiber  einen  Querstrich  iiber 
den  Buclistaben  zurA^ereinigung  abstehenderBuchstaben  zu  gebrauchen. 
So  ist  38,  47  deutlich  a  ei  geschrieben  und  ahnlich  ist  wohl  auch  16,  40 
co<t>i  an  zu  erklaren. 

Die  Lemmata  Platos  sind  nicht  wie  im  Didymoskommentar  durch 
GKeecic,  sondern  durch  Anfuhrungshaken  hervorgehoben ,  die  durchaus 
den  SchluBhaken  gleichen,  nur  da6  diese  stets  auf  der  rechten  Seite, 
jene  auf  der  linken  neben  den  Zeilenanfangen  stehen.  Diese  Bezeich- 
nung  hat  sich  bis  in  die  byzantinische  Zeit  fortgepflanzt.  Sie  war 
uns  bei  der  Ordnung  zerstorter  Kolumnen  ein  willkommener  Finger- 
zeig.  Hiermit  irrte  der  Schreiber  imn  freilich  an  einzelnen  Stellen  ab, 
indem  er  teils  wirkliche  Lemmata  nicht  als  solche  erkannte  oder  zu 
bezeichnen  vergaB,  teils  gewisse  Ausfiihrungen  unrichtig  fiir  Platontext 
hielt  und  demgemafi  auszeichnete.  Vgl.  45,  47.  47,  27.  48,  35  u.  6.  Be- 
merkenswert  ist,  dafi  nur  die  zusammenhangenden  Textlemmata,  nicht 
beliebige  Zitate  (auch  nicht  Platonzitate)  mit  diesen  Ausfiihrungshaken 
versehen  werden. 

Orthographic  des  Schreibers. 

Die  grammatische  Bildung  des  Schreibers  zeigt  eine  gute  Schule. 
Verwechselung  homophoner  Vokale  und  Diphthonge  ist  selten.  Nur 
34,  37  begegnet  reoweTPHC  (aber  verbessert)  und  39,  7  apigmo  (statt 
APiewu).  Auch  Itazismen  sind  selten.  Z.  B.  ist  ^apmakia  [Plato  149  c], 
das  BT  (DAPMAKeiA  schreiben,  im  Papyrus  49,  41.  50  monophthongiseh  ge- 
schrieben. 50,  31  ist  KPiTTOYc  verbessert,  ebenso  ist  3,  43  und  11,  13 
eni  (statt  ene!);  4,  34  ic  (statt  eic);  32,  24  ai  (statt  Xei)  verbessert.  Rich  tig 
ist  noch  das  in  spaterer  Orthographic  verschwindende  eweiieN  34,  38 
und  das  durchgehende  e'y'*ieiA. 

GemaC  der  Gewohnheit  der  romischen  Kaiserzeit  wird  das  lange 
Iota  durch  ei  ausgedriickt.    So  sind  die  Schreibungen 

51,  4  YeiAuc  53,  29  bpaagion 

4,  3  ewBpeieei  49,  44  wAeiNAC  u.  a. 


EINLEITUNG 


XI 


46,  34  MeiMOYMeNOc 
3,  8  eKTejeiMHKOTec 
3,  12  AKPeiBeiAN 
6,  2  weicHCAi 


32,  31  neinTONTec 
64,  26  u.  6.  peiroYN 

12,  12  AYO<I>HTei. 


Doch  felilt  es  durchaus  an  Konsequenz,  wie  denn  selbst  Herodlan, 
dessen  Regulierung  in  TTepi  6peorPA<t>(Ac  fiir  die  Spateren  im  ganzen 
maSgebend  wurde,  in  vielen  Fallen  wegen  der  Zwiespaltigkeit  der 
Paradosis  sich  nicht  zu  entscheiden  weiB.  In  der  Zeit  des  Uberganges, 
in  die  iinsere  Handschrift  fallt,  ist  das  Sehwanken  naturlich  nocli 
starker.  Statt  des  regelmafiigen  riNcocKem  steht  52,  3  remcocKem,  neben 
dem  regelmiiBigen  KPemem  52,  8  AieKpmoN  und  64,  4  kpinomgnon.  rei- 
NecGAi  findet  sich  niclit  viel  haufiger  als  rmeceAi.  Ja,  der  Korrektor 
korrigiert  73,  17  A<t>eiAci  (vgl.  W.  Schulze  Qu.  ep.  437)  in  a<diaci,  ja  so- 
gar  36,  22  remeTAi  in  rmeTAi,  wahrend  er  doch  in  zahlreichen  identi- 
schen  Fallen  (selbst  wo  er  sonst  korrigiert,  z.  B.  46,  29  eNremejAi)  den 
Diphthong  duldet.  i'ihnlich  schwankt  er  bei  mikpoc.  Wir  linden 
46,  17.  22;  63,  1  weiKPON,  aber  68,  17.  20.  31  ist  dreimal  cmgikpon  u.  a. 
des  Diphthongs  vora  Korrektor  beraubt  worden,  und  am  Ende  der 
Kolumne  68,  42  schreibt  auch  die  erste  Hand  mikpon.  Ebenso  findet 
sich  73,  3  TPeiYecoc,  aber  73,  6.  8.  13  tpiyic,  tpiyantoc  u.  dgi.  Wir  finden 
dicht  auf  KeiNHceic  73,6  ohne Diphthong  kinhcic  73,9,  so  da6  es  unmoglich 
ist,  hier  den  orthographischen  Kanon  zu  erkennen,  den  Schreiber  oder 
Korrektor  befolgen  wollten.'  Da  die  Orthographie  der  romischen  Zeit  sicli 
damals  langst  festgesetzt  hatte,  kann  dieses  Sehwanken  nicht  daher  kom- 
men,  dafi  neue  und  alte  Zeit  noch  im  Kampfe  lagen.  Vielmehr  scheinen 
die  Klassikertexte,  die  in  den  besseren  Verlagsbuchhandlungen  gewifi 
mit  der  alten  Orthographie,  so  gut  es  ging,  iiberliefert  wurden,  gerade 
diese  Kalligraphen  unsicher  gemacht  zu  haben.  Freilich  darf  nicht 
verhehlt  werden,  daB  die  Platonlemmata  keine  wesentlich  andere  Ortho- 
graphie zeigen  als  der  Kommentar  selbst.  Hochstens  ist  55,  48  eKro- 
NON  (Plato)  neben  56,  2  erroNON  (Kommentar)  zu  bemerken.  Dem 
System  des  Schreibers  entspricht  die  jiingere,  nicht  assimilierte  Form 
eKroNOC. 

Dieselbe  Bemerkung  macht  man  in  fast  alien  anderen  orthogra- 
phischen Fragen.     So  herrscht  wilde  Willkiir  im  Gebrauch  von  cc 


'   Waruin  hat  z.  B.  36,36  (Platon)  der  Korrektor  hmein  in  hmin  umgeandert:' 


xn 


EINLEITUNG 


oder  TT.  Wir  liaben  attisch  27,46  eAATTON;  38,44  ft'.  gaattun  usf.  bis 
39,  27.  30.  32.  37.  38  gaattun,  dagegen  39,45  eAAccoNUN,  dann  wieder 
mit  TT  43,9.  10,  dann  aber  43,21  e[AAc]coNAKic,  wiederum  43,25  eAATTcoN.' 
Wir  finden  38,  7  nepiTTON,  aber  33,  33  nepiccevoNTec  (vgl.  33,  38);  50,  42 
APMozei  (vgl.  50,  22)  neben  50,  48  apmottgi.  Das  Zahlwort  vier  scheint, 
wie  audi  sonst,  dissimilierend  das  cc  vorzuziehen ,  doch  scliwankt  die 
Orthograpliie  zwischen  tgccapa  26,45;  35,  40  fi^.  und  TeccePA  32,23.44; 
38,  19;  42,  26  (zweimal)  und  44,  5  mit  Dissimilation  des  vorletzten  a, 
die  in  den  iibrigen  Kasus  nicht  vorzukommen  scheint.  taccgin  scheint 
nur  mit  cc  vorzukommen  17,  49;  62,  37,  dagegen  gaaatthc  63,  17.  Man 
sieht,  wie  der  Attizismus  einzudringen  sucht,  aber  noch  nicht  zum 
Sieg  gelangt  ist.  Audi  Alexander  halt  noch  am  cc  fest  (vgl.  Vorredc 
zu  Simpl.  Phys.  p.  vm). 

Ahnliche  Unsicherheit  herrscht  in  den  litterae  mobiles  n  und  c. 

Das  bewegliche  n  wird  vor  Vokalen  gesetzt: 

eCTIN    ICH,    eCTIN    OY,    eCTIN    OYC,    eCTIN  H, 

ebenso  vor  Konsonanten: 

ecTiN  TO,  ecTiN  nHAoc,  eiciN  TiNec,  eixcN  hoaaa,  oiagn  kai,  exov- 

CIN    nPOC,    0ACIN  Me 

und  vor  Interpunktion : 

ONOMAZOYCIN.  TA  ,    CCTIN,  AAAA. 

Vor  Konsonanten  wird  es  haufig  weggelassen : 

<t>ACI    MH,    *HCOYCI    MHAG,    HACXOYCI    Ae ,    CniBAAAOYCI  MCN. 

Das  ist  alles  in  der  Ordnung.  Allein  es  findet  sidi  audi  6,  17 
*HCOYCi  eniTemeceAi ;  6,45  <i>hcoyci  oti;  49,  39  AiArirNWCKOYci  ai  maiai,  und 
dieser  Hiat  ist  so  haufig,  daB  von  zufalligem  Versehen  keine  Rede  sein 
kann.  Audi  darf  man  nicht  annehmen,  daB  in  den  Fallen,  wo  nach 
den  Verbalformen  Hiat  entsteht,  das  Iota  apostrophiert  worden  sei. 
Denn  12,1  MAeHceci  YnorpAitei;  45,  18  oMoeiAeci  h;  49,  33  erKYMoci  toe 
lassen  sich  nicht  durch  Elision  beseitigen.  Offenbar  hat  der  Schreiber 
und  Korrektor  so  wenig  wie  der  Verfasser  selbst  irgend  auf  den  Hiat 
geachtet. 

Dieselbe  Ungleichformigkeit  zeigt  die  Orthograpliie  in  dem  Setzen 
oder  Weglassen  des  adverbialen  c.    oytw  und  oytcoc,  tctpaki  und  tgtpa- 


'  Vgl.  Tliumb  Gr.  Spr.  d.  Hellen.  S.  79. 


EINLEITUNG 


XIII 


Kic  u.  dgl.  stehen  ruhig  nebeneinander  wie  18,  37  ewnAAm  neben  36,  17 
ewnAAi.  Vgl.  Phrynichus  p.  347  haai"  oytw  AerovciN  oi  nyn  phtopgc  kai 
noiHTAi.  Da  der  Schreiber  in  seiner  Orthographic  sonst  eine  gewisse 
Bildung  zeigt,  so  wird  bestatigt,  was  in  der  Praefatio  zu  der  gleich- 
altrigen,  aber  schlechter  geschriebenen  Papyrus  medica  (Anonymus 
Londinensis)  iiber  die  Sitte  jener  Zeit  geurteilt  worden  ist.^ 

Anders  steht  es  mit  dem  Iota  mutum,  das  sich  allmahlich  zur 
Crux  der  Schreiber  und  Grammatiker  herausgebildet  hat.  Da6  ccoizem, 
MiMNHicKeiN  eigentlich  mit  Iota  zu  schreiben  sind,  war  sel])st  bei  den 
Grammatikern  damals  strittig.  TJnser  Schreiber  lafit,  wie  Didymos, 
konstant  den  stummen  Vokal  hier  weg.  Dagegen  schreibt  er,  wie  da- 
mals iiblich,  zcoioN.  Die  Etymologic  von  koomcoiaia  und  tpatuiaia  war 
vergessen  (vgl.  71,  9.  11.  26.  41.  47);  das  Iota  im  Augment  wird  leicht 
vernachlassigt  30,  4  AUHPHceco  u.  anderes,  und  doch  schreibt  er  richtig 
34,  29  YneiHiPHMGNcoN  und  der  Korrcktor  verbessert  70,  36  die  vulgare 
Form  eiPHMeNOY  (von  aipgTn)  in  das  korrekte  hiphmgnoy.^ 

Am  meisten  ist  das  Iota  am  Ende  derWorter  ins  Schwanken  ge- 
raten.  Der  Schreiber  lafit  es  haufig  in  der  Konjugation  und  noch  hau- 
figer  in  der  Deklination  aus.  Der  Korrektor  ist  zwar  aufmerksam, 
dieses  Pudendum  zuzudecken,  indem  er  sovicl  wie  moglich  Striche 
dariiber  setzte  3,  42  ggoacopw',  13,  17  aytcj'  usf.  Aber  unzahlige  Male 
sind  die  Korrekturen  unterblieben  nicht  bloi3  im  Konjunktiv  66,  12 
cKonHC  (vgl.  damit  z.  B.  64,42  aokh'),  sondern  auch  in  der  Deklination 
7,  44  GAYTco;  73,  38  aytco;  30,  22  onoxGPWOYN  usf.,  sclbst  in  auffalligen 
Formen  wie  ga  (=  gai)  zweimal  56,  41.  42. 

Die  Unsicherheit  der  Grammatik  in  diesem  Punkte  brachte  es 
mit  sich,  daB  zur  Ausgleichung  eine  Menge  von  langen  Vokalen  mit 
falschem  Iota  verziert  v\furden.  Vielleicht  nirgends  tritt  dieser  Fehler 
der  Vorsicht  komischer  auf  als  in  unserm  Papyrus.  Wir  lesen  35,  3 
OKTUi;  35,35  gkacthi  (statt  gkActh);  34,35  gcthi;  54,23  gpcotwi;  50,24 
cynopain;  51,1  aythi  (statt  ayth);  50,44  haythigctai.  Schlimmes  MiBver- 
standnis  muBte  die  Form  rni  Kol.  4,  14  ff.  erwecken,  wo  der  Nominativ 


*  Suppl.  Arist.  in  1  p.  xii:  n  paragogicum  ut  tota  antiquitate  ita  hie  quoque  mira 
incmstantia  et  positum  est  et  omissum.  equidem  ullam  normam  ohtinuissc  extra  hiatus 
venatores  praefracte  nego. 

2  S.  Anon.  Lond.  praef.  p.  xi;  Wilhelm  Gott.  Gel.  Anz.  1898,  235;  Cronert  3Iem. 
Here.  p.  38  f. 


XIV 


EINLEITUNG 


(den  er  nach  dem  Zusammenhang  nicht  wohl  verkennen  konnte)  vier- 
mal  in  dieser  Mifigestalt  erscheint  (Z.  14.  21,  26.  36).  Dann  kommt  bald 
danach  die  richtige  Orthographic  th  24,  43,  die  dann  auch  25,  14.  17 
wiederholt  wird.  Der  Korrektor  hat  hier  nur  selten  seine  Schuldig- 
keit  getan.  4,  9.  10  hat  er  ercoi  seines  xiberfliissigen  Anhangsels  be- 
raubt,  dagegen  ist  56,  33  dieselbe  Mifiform  stehen  geblieben.  Sonst 
hat  er  nur  nocli  58,  19  apwi  und  64,  41  mhi  gebessert.  Die  Inschriften 
wie  die  sonstigen  Handschriften  lehren,  da6  dieser  Mifibrauch  des 
iiberschiissigen  Iota  (abgesehen  von  dem  durch  ApoUonios  Dyseolos 
empfohlenen  opain)  vom  dritten  Jahrhundert  n.  Chr.  verschwindet. 
Siehe  Cronert  Mem.  Here.  46.  Am  haufigsten  ist  er  auf  den  Inschriften 
(wie  v.Wilamowitz  beobachtet)  im  ersten  Jahrhundert  vor  und  nach  Chr. 
Doch  ist  es  unrichtig,  wenn  Nachmanson  Magn.  Inschr.  S.  59  die  aus 
dem  zweiten  Jahrhundert  n.  Chr.  stammenden  Beispiele  der  magnesi- 
sclien  Inschriften  beseitigen  will. 


Der  Korrektor. 

Schon  oft  mufite  bei  der  Gestaltung  der  .Orthographic  des  Kor- 
rcktors  Erwahnung  geschehen.  Seine  Schrift  ist  der  des  Schrcibers 
sehr  ahnlich,  doch  ist,  wie  in  den  meisten  anderen  Handschriften, 
die  Korrektur  in  fliichtigerer,  mehr  kursiver  Schrift  gehalten,  wie  sic 
namentlich  die  zahlreichcn  Nachtragc  auf  den  Randern  zur  Seite  und 
oben  und  unten  zeigen.  Aber  da  diese  Buchschrift  nicht  die  natiir- 
liche  Schrift  des  Schreibers  ist,  so  geniigt  vielleicht  diese  Differenz 
nicht,  um  eine  Verschiedenheit  der  Person  sicher  zu  erweisen.  Im 
ganzen  erscheint  der  Korrektor  nicht  besser  informiert  als  der 
Schreiber.  Die  einzige  cinigermaBen  konsequcnte  Korrektur  zeigt 
sich  in  der  Modernisierung  des  Auslautes  der  Prapositionen  der  Kom- 
posita. 

28,  19  exeeic  korrigiert  in  eKeeic;  30,  23  n[poe]xeeeeNTa)N  korrigiert 
in  n[poe]KTeeeNTa)N.  Ferner  3,50  eNAonwuN  korrigiert  in  eAAonwuN,  so 
4,32;  12,20  eNMeAwc;  24,39;  70,32  eNneAOKAHc;  8,23  cYNnrNeceAi ;  50,36 
CYNKOMiAHc  (auch  51,2);  59,4  cvNxwPHceieN ;  40,38  eNBAAco;  11,1  eNHAH- 
kton;  47,  12  gnkymoon  (auch  49,32;  57,  35.38);  71,39  eNKAAOYweNON.  tJbcrall 
setzt  der  Diorthot  seine  Korrektur  dariiber.    Nur  57,49  cynkaghntai; 


EINLEITUNG 


XV 


4,9  eNKeiMGNA;  23,8  eNrmeTAi;  30,1  eNnAATOYC  (statt  ewnAATOYc);  68,37 
lYNnANTA  ist  iibersehen.' 

Man  kann  diese  Modernisieruiig  aus  dem  Eingreifen  eines  andern 
Individuums  erklaren;  denkbar  aber  ist  es  auch,  da6  der  Schreiber 
selbst  sich  entschlofi,  die  stehen  gebliebenen  UngleichmaBigkeiten  im 
Sinne  der  modernen  Norm  zu  beseitigen. 

Im  librigen  ist  es  selbstverstandlich,  da6  der  Korrektor,  war  es 
nun  der  Schreiber  selbst  oder  ein  anderer,  nach  der  Vorlage  kolla- 
tionierte  xmd  dabei  die  nicht  seltenen  Auslassungen  von  Buchstaben 
(22,  24  oei  in  oiei),  Wortern  (7,  16  thn  ausgelassen;  vgl.  29,  45  ahaonoti, 
30,48),  Zeilen  (9,32  a;  39,37  a;  63,6  a)  nachtrug,  die  seltenen  Vulga- 
rismen  beseitigte  (so  MeToiy  statt  wexAi^)  33,  36;  39,  6.  10;  ferner 
42,  7  reNAMeNAi  statt  reNoweNAi;  50,  15  tnoynai  statt  tnconai;^  56,  11  hapa- 
TWN  statt  nAP^AYTcoN,^  verschriebenc  Worter  aus  dem  Original  berich- 
tigte  wie  8,  3  e<t>eiAOMHN  (in  eKHAowHN);  10,  18  <t>epeTAi  (in  <i>epoNTAi);  24,  30 
<t>eM<t>eTAi  (in  MeM<t>eTAi);  49,  50  cYNTYrxANONTA  (in  cyntaxynonta).  Dabei 
sehreibt  er  selbst  nicht  ohne  Fehler:  35,  43  setzt  er  als  Korrektur  des 
falschen  rmexAi  dariiber  Ain  (—  AeinexAi). 

Manche  schweren  Korruptelen  sind,  abgesehen  von  den  orthogra- 
phischen  Minutien,  seiner  Revision  entgangen,  sei  es,  daB  er  fliichtig 
kollationierte ,  oder  da6  seine  Vorlage  bereits  felilerhaft  war  (so  7,  19; 
25,  19;  27,  17.  18;  30,  3.  15;  50,  2  und  wohl  noch  ofter).  Ich  mochte 
das  erstere  annehmen,  da  er  oftenbare  Dittographien  (wie  66,  44  das 
einmal  am  Ende  Z.  44  und  wiederholt  Z.  45  Anfang  gesetzte  toiayta) 
nicht  tilgte.  Noch  arger  ist  es,  daB  er  die  ganz  gedankenlose  Ver- 
schreibung  ckytikhc  statt  xeKTONiKfic  19,45  nicht  besserte.  Der  beim  Kor- 
rigieren  sich  leicht  einstellende  Stumpfsinn  entschuldigt  freilich  vieles. 

Es  fehlt  aber  auch  nicht  an  unrichtigen  Korrekturen.  12,  3  war 
falsch  npocTeNAi  geschrieben  statt  npoT^NAi.  Im  iTberschwang  des  Kor- 
rigierens  tilgte  er  aber  nicht  nur  das  c,  sondern  auch  das  e,  so  daB 
die  vulgare  Form  npoTNAi  librig  blieb,  die  Phrynichus  p.  65R.  verpont 
(vgl.  39,  34;  55,  48). 

'  Die  umgekehrte  Korrektur  (wiederum  unserem  Kanon  entsprechend)  -steht 
30,  2  eNKAi  (eN  kai)  statt  erKAi. 

^  Diese  Orthographic  ist  besonders  aus  dem  >iBierdichter«  Poseidippos  BerLSitzun(js- 
her.  1898,  848^  bekannt,  der  fast  den  tiefsten  Stand  iigyptischer  Orthographic  zeigt. 

^   Vgl.  Anon.  Londin.  praef.  p.  xi'*. 


XVI 


EINLEITUNG 


55,  47  verbessert  der  Korrektor  im  Platontext  toioyton  in  toioyto, 
wahrend  der  Kommentar  selbst  die  Form  toioyton  liat  61,  21.  23; 
71,48  dagegen  bietet  der  Schreiber  selbst  im  Lemma  tocoyto,  wo 
unsere  Handschriften  tocoyton  geben. 

Einmal  hat  der  Korrektor  seine  falsche  Korrektur  selbst  wieder 
berichtigt,  indem  er  einen  durchstrichenen  Buchstaben  durch  einen 
untergesetzten  Punkt  wiederherstellte  (38,  39).  Es  ist  dies  unsers 
Wissens  der  erste  Fall  der  bei  uns  heute  noch  iiblichen  Restitutions- 
mode,  Ein  Korrektor  (so  behauptet  man)  darf,  wenn  er  seine  Saebe 
gut  machen  will,  nur  mit  den  Augen,  nicht  mit  dem  Verstande  lesen. 
Jedenfalls  ist  klar,  da6  der  Diortliot  dieser  Handschrift  keinesfalls 
in  seiner  Bildung  und  Anlage  viel  iiber  dem  Schreiber  stand,  wenn 
er  eben  nicht  mit  ihm  identisch  war. 

Ehe  wir  diesen  Abschnitt  schliefien,  moehten  wir  eine  merk- 
wiirdige  Orthographic  zur  Diskussion  stellen,  die  sich  in  dem  mathe- 
matischen  Telle  ofter  findet.  Von  25,  37  an  erscheint  sowohl  in  den 
Platonstellen  wie  im  Kommentar  fast  regelmafiig  die  Form  noAieioc, 
wahrend  die  bei  uns  gelaufige  Form  hoaiaToc  sicher  nur  28,  33  und 
42,  22  vorkommt.  Wir  haben  daher  die  so  ungewohnlich  oft  wieder- 
holte,  unerklarliche  Orthographic  mit  e  nicht  aus  dem  Texte  zu  be- 
seitigen  gewagt,  da  ein  lautliches  Versehen  hierbei  ganz  ausgesehlossen 
ist.  In  Agypten  und  iiberhaupt  nirgends  im  Altertum  konnte  ein 
urpriingliches  ai  durch  dialektische  Aussprache  zu  ei  werden.  Auch 
ist  dieser  auffallende  Wechsel  keineswegs  vereinzelt.  Ich  hebe  aus 
der  fleifiigen,  aber  keineswegs  erschopfenden  Zusammenstellung  Zachers, 
De  nominihus  in  -aioc  Diss.  Hall.  Ill  1878  S.  30ff.,  nur  folgende  Bei- 
spiele  hervor:  nym^aToc  —  NYM<t>eToc  (semasiologisch  differenziert) ,  moy- 
caToc  (Pindar)  —  moycgToc  (Euripides),  chmaia  —  chmgIa,  a-y-aaIa  —  ayagia. 
Wer  nun  Dittenbergers  Anmerkung  zur  Sylloge  II  540,  58  iiber  cHweiA 
(Banner)  statt  chmaia  und  ayagia  [Vorhang,  wie  h  ayagioc)  statt  a-^aaIa, 
fiir  richtig  halt,  wird  vielleicht  geneigt  sein,  hoaigToc  fiir  richtig, 
noAiAToc  und  so  alle  anderen  Bildungen  dieser  Art  wie  cnieAwiAToc  usw. 
fiir  schlecht  zu  erklaren.  Aber  das  ware  doch  (ibereilt.  Denn  cni- 
GAMiAioc  steht  durch  eine  attische  Inschrift  des  vierten  Jahrhunderts 
fest  (IG  II  5,  841b  63)  und  die  Entscheidung  fiir  chmaia  und  a-y-agia  ist 
auch  nicht  so  einfach,  wie  es  jenen  Gelehrten  scheint.  Denn  wir 
fragen  doch ,  wenn  in  romischer  Zeit  plotzlich  ein  (Jbergang  des 


EINLEITUNG 


XVII 


Suffixes  eioc  in  aioc  vor  sich  gegangen  sein  soil,  welche  lautlicheri 
oder  analogetischen  Einfliisse  dies  zuwege  gebraclit  haben  sollen.  Mit 
der  Verwechselung  von  ai  und  e  koramt  man  hier  nicht  weiter,  und 
es  gelit  nicht  an,  die  Schreibung  alter  Polybiushandschriften  chmea 
(s.  Dittenberger  a.  a.  0.)  ohne  weiteres  fiir  die  Orthographie  chmgIa, 
welche  die  Inschriften  bieten,  zu  verwerten.'  Denn  das  chmga  der 
Handschriften  ist  nur  mit  chmaia  zu  identifizieren ,  so  dai3  also  auch 
in  dieser  iTberlieferung  die  Doppelform  vorkommt,  die  uns  in  dem 
Theatetkommentare  Schwierigkeiten  bereitet. 

Noch  mehr  kommen  wir  bei  ayaaia  ins  Gedrange.  Nach  Ditten- 
berger zur  Sylloge  653,  35  (Mysterieninschrift  von  Andania  mhtg  nepi- 
Tie^MGN  taTc  ckanaTc  MHTe  Aeppeic  MHie  ayagiac)  stiinde  die  Sache  hier 
ebenso  einfach  wie  bei  chmgia.^  Allein  wenn  auch  der  Aoroc  enicTA- 
TUN  "'6AeYciN6eeN  des  Jahres  329/28  (Dittenberger  587,  122)  A'Y'AefA  hat 
und  in  ahnlichem  Sinne  Hypereides  Fragm.  139  zwar  ayaaia  zeigt  (so 
bei  Poll.  IV  122  ein  Teil  der  Handschriften  und  die  indirekte  iTber- 
lieferung), aber  wenigstens  ein  Teil  der  Polluxhandschriften  mit  ihrem 
ayaia  fur  die  Orthographie  ayagIa  herangezogen  werden  kann,  so  gilt 
dies  alles  nur  fur  attischen  Dialekt  oder  koini^.  Das  alteste  Beispiel 
aber,  das  Heraioninventar  des  Jahres  346  aus  Samos  mit  seinem  epi- 
chorisch  beeinfluSten  Attisch  (220,26  Bechtel),  gibt  ayaaTai  ayo.  Man 
wiirde  danach  vermuten  konnen,  dafi  a'y'aaia  ionisch,  ayagia  attisch  sei, 
wie  GrrAioc  als  ionisch -dorisch,  Grrcioc  als  attisch  gilt.^ 

Danach  scheinen  seit  alter  Zeit  zuerst  dialektisch  geschieden, 
dann  konfundiert  wenigstens  die  Worter  ayaaia  und  chmaia  mit  Doppel- 
suffixen  gebildet  worden  zu  sein.    Freilich  wird  man  sich  nun  wohl 

^  Die  Analogic  von  xp^ceoc,  xPY'ceioc  u.  a.  versagt  hier.  Man  darf  hochstens 
mit  Zacher  a.  a.  O.  S.  41  denken,  da6  CHweiA  mit  AusstoBung  des  i  chm^a  geworden 
(wie  rPYMeiA  —  tpym^a)  und  dieses  dann  durch  ai  =  e  zu  der  spateren  Ortliograpliie 
gelangt  sei.  Aber  diese  koniplizierte  Erklarung  kann  vielleiclit  eine  vereinzelte  Kor- 
ruptel,  nicht  aber  die  allgemeine  Rezeption  der  Form  auf  aia  bei  diesen  Wortern  wahr- 
scheinlich  machen. 

*  »Apud  scriptores  semper  ayaaia  legitur,  sed  ubique  tituli  in  hac  re  maior  est 
fides  quam  codicum«  (mit  Verweisung  auf  CHweiA).  Ihm  folgt  ohne  Priifung  Herwerden 
Lex.  gr.  supplet.  129.   Vgl.  zu  ayaaia  auch  Wilamowitz  Hermes  34,  68. 

*  Hieriiber  siehe  Zacher  a.  a.  O.  S.  109;  Rutlierford  Phryn.  S.  357;  Schweizer 
Gramm.  d.  Pergam.  Inschr.  S.  59.  AkaahmaTk6c,  das  auch  im  Theiltetkommentar  54,  40 
neben  Akaahmgia  (70,  14)  erscheint,  kann  nicht  aus  AKAAHM(e)iAK6c  (Cronert  Me^.  295  *) 
umgesetzt  sein.    Naher  liegt  Einwirkung  analoger  Sektennamen  wie  KyphnaTkoi. 

Berliner  Klassikertexte ,  Heft  2.  2 


XVIII 


EINLEITUNG 


huten,  etwa  noAieToc  als  attische  Form  einem  ionischen  noAiAToc  eiit- 
gegenstellen  zu  wollen.  Das  angefiihrte  cnieAwiAToc  u.  a.  wxirde  das 
hindern.  Auch  muBte  die  Nebenform  '"IcrieToc  in  Heraldea  (Cauer  40,  G), 
Gela  (198,  2  =  IG  XIV  256),  Thera  (IGXII  3,  327)  in  Betracht  zu  ziehen 
sein,  auf  die  W.  Schuize  uns  aufmerksam  macht. 

Nur  soviel  ergibt  sicli  wohl  vorlaufig  aus  dieser  Erorterung,  da6 
diese  Difierenz  keine  Schrulle  des  agyptischen  Schreibers,  sondern 
eine  weiter  reichende  Parallelform  darstellt,  deren  Ursprung  mit  um- 
fangreicherem  Materiale  festzustellen  verlohnte.  Das  Scliwanken  des 
Schreibers  erklart  sich  wohl  auch  hier  so,  da6  die  eigene  Schreib- 
gewohnheit  (vermutlich  hoaiaToc)  im  Anfang  unter  dem  Einflusse  der 
Vorlage  oder  des  Autors  (gelegentlich  auch  des  Platontextes)  stand, 
spater  aber  sich  davon  emanzipierte. 

Ahnlich  steht  es  wohl  mit  noTAn6c,  dem  Schrecken  der  alten 
Attizisten  und  dem  Ratsel  der  modernen  Sprachwissenschaft.  Gegen 
den  Kanon  des  Phrynichos  (p.  128  Rutherford),  noTAnoc  miisse  nicht 
mit  T,  sondern  mit  a  geschrieben  und  nicht  gleich  noToc,  sondern 
eni  resoYC  gebraucht  werden,  versundigt  sich  der  Kommentar  doppelt 
50,  24  noTAnHN  AeT  noTAnffli  cynoiko9can  kta.  Denn  aufier  der  Ortho- 
graphie  stort  auch  die  falsche  Bedeutung.  Die  entsprechenden  Worte 
Platons  heifien:    hoIan  xph  nolcoi  anapi  cynoycan. 

Worttrennung. 

Das  seit  dem  vierten  Jahrhundert  aufkommende,  seit  der  alexan- 
drinischen  Zeit  in  Inschriften  und  Handschriften  bei  den  Gebildeten 
durchgedrungene  Gesetz  der  Silbenabteilung  ist  trotz  der  Schmalheit 
und  Symmetric  der  Kolumnen  auf  das  angstlichste  beobachtet.  Doch 
ist  weder  Schreiber  noch  Korrektor  in  den  Einzelheiten  der  Trennung 
ganz  konsequent.    Also  korrekt  wird  geteilt  agi-knynai,  eNexYr-xANeN 

ANAr-KAION,    Xe-XNOJN    XAPA-KTHPI,    AI-CSHCIC,    e-CTIN,    nPA-TMATA;    allciu  CS 

findet  sich  auch  neben  gka-cton  ofter  gkac-ta,  neben  g-ctin  haufiger 
GC-TiN,  neben  reYAe-ceAi,  reNe-ceAi  auch  <t>AiNec-eAi ,  neben  ha-cxoyci 
(48,  30)  nAC-xoYci  (65,  21),  ferner  eec-neciOYC  (58,  8),  npoc-eeN  (46,  9) 
11.  a.  Richtig  wird  getrennt  nAP-exoYCA,  AN-ePMATicTA,  hpoc-hn,  npoc- 
eiNAi,  ONTiN-oYN,  coc-nep,  coc-xe;  daneben  findet  sich  aber  katc- 
YYTAAGNA  G - lAPieweiceAi ,  ja  sogar  entsprechend  der  Herodianschen  Vor- 


EINLEITUNG 


XIX 


schrift  (Prise.  II  3)  e-s  un,  e-i  anatkhc;  doch  ist  55,  12  nAp[ecTi] 
e-|i  a[y]toy  in  nAPecTi  |  ei  aytoy  geandert.  Aus  Griinden  des  Sinns 
ist  62,  5  TcoN  Me-|N6NT(JN  in  tcon  weN  [  ontoon  korrigiert.  Die  regel- 
mafiige  Abteilung  oy-k  exoNiec,  oy-k  scti  oy-xcoc  ist  die  im  Alter- 
tum  iibliche  und  verstandliclie,  da  kein  griecliisches  Wort  auf  k,  x 
enden  darf. 


Interpunktion. 

Die  gewohnliche  und  in  die  Augen  fallende  Interpunktion  ist  die 
Paragraphos,  die  bei  grolBeren  Abschnitten  als  Diple  ausgestaltet  er- 
scheint.  Auch  die  Lemmata  wurden  durch  Paragraphen  vorlier  und 
nachher  vom  iibrigen  Text  abgesondert. 

Bisweilen  tritt  zur  deutlicheren  Bezeichnung  des  Absatzes  freier 
Raum  mitten  in  der  Zeile  ein  wie  59,  2  vor  ncioc  Ae,  die  nachste  hat 
dann  die  Paragraphos.  44,  20  fallt  das  Spatium  hinter  eAAelnoYci  an 
das  Ende  der  Zeile.  Hier  fehlt  die  Paragraphos  zum  Beginn  der 
neuen  Zeile. 

Das  Spatium  wird  auch  sehr  haufig  zur  Absonderung  des  Lem- 
mas verwendet,  entweder  so,  dafi  das  Lemma  nur  durch  Spatium  von 
den  vorhergehenden  und  folgenden  Worten  des  Kommentars  getrennt 
wird,  ohne  dafi  Alinea  begonnen  wird  (so  vor  dem  Lemma  45^  40; 
61,  46;  68,  15;  nach  demselben  22,  7;  47,  13;  62,  8;  65,  43;  68,  19.  40), 
oder  so,  dafi  freier  Raum  mit  Alinea  vor  oder  nach  dem  Lemma 
bleibt  (vor  dem  Lemma  36,35;  40,41;  41,16;  44,40;  48,44;  49,25; 
50,11;  52,12;  54,13;  55,33;  56,10.37;  57,10.42;  73,31;  nach  dem 
Lemma  34,14;  40,5.41;  44,42;  46,42;  52,21;  54,22;  55,18;  56,1. 
41;  57,  1.  14;  63,  47;  68,  36). 

Ferner  wird  das  kommende  Lemma  auch  durch  Punkte  bezeichnet. 
So  findet  sich  der  Punkt  oben,  die  jeAeiA,  die  sonst  kaum  zur  An- 
deutung  des  Sinneseinschnittes  verwandt  wird  (27,  9  nach  APiewoN  in 
Verbindung  mit  der  Paragraphos),  vor  dem  Lemma  (19,20;  21,46; 
22,24;  66,43),  oder  nach  ihm  (25,37).  22,27  nach  gctin  (nach  dem 
Lemma)  und  22,  39  nach  rNucejAi  bei  Sinnesabschnitt  mit  folgender 
Paragraphos  steht  der  Punkt  in  Mittelhohe,  die  m^ch.  Uber  deren 
Verwendung  als  ZeilenfuUsel  ist  oben  gesprochen. 

2* 


XX 


EINLEITUNG 


Endlich  erscheint  ganz  neu  der  Doppelpunkt  50,33  reNNAs:  vor 
dem  Lemma,  wie  der  alte  Wortteiler  in  der  Kaiserzeit  auch  auf  In- 
schriften  zuweilen  als  SatzschluB  vervvandt  wird.' 

Der  Platontext  des  Papyrus. 

Da  der  Kommentator  die  Lemmata  in  der  alten  Weise  des  Didy- 
mos  vollstandig  gibt,  ist  ein  ziemlich  betrachtlieher  Teil  des  Platon- 
textes  erhalten.  Selbstverstandlich  darf  man  von  einer  Handschrift  des 
zweiten  Jahrhunderts  n.  Chr.  und  von  einem  nur  ausnahmsweise  auf 
die  Grammatik,  nie  auf  die  Kritik  gerichteten  Erklarer  keine  iiber- 
rasehenden  Textabweichungen  erwarten.  Man  darf  vielmehr  jetzt  als 
bestatigt  ansehen,  was  man  immer  vermutete,  daB  der  Text  der 
Platonhandschriften  am  Anfange  unserer  Zeitrechnung  im  groBen  und 
ganzen  genau  so  aussah  wie  der  unsere.  Die  schweren  Fehler  miissen 
ganz  friih  eingedrungen  sein,  wie  zwei  Stellen  unseres  Dialogs  deut- 
lich  bezeugen. 

P.  152  DE  ecTi  men  tap  OYA^nor' oyagn  ,  Xei  ag  rirNeTAi.  kai  nepi  Toi- 
TOY  nANxec  eiHc  oi  co<t>oi  hahn  TTAPMeNiAOY  CYM<t>epeceoN.  Die  in  alien  Aus- 
gaben  aufgenommene  Lesart  eific  oi  stammt  aus  Stobaus  und  T  (corr.), 
die  altere  und  bewahrtere  0berlieferung,  die  BW  Eusebius  darstellen, 
bietet  das  ganz  absurde  eiAicioi  co<t>oi.  Ist  es  nun  nicht  wunderbar,  da6 
der  alte  Interpret,  ohne  mit  der  Wimper  zu  zucken,  diese  offenbare 
Verderbnis  70,  28  nANxec  eiAicioi  oi  co*oi  wiedergibt^  und  Z.  34  mit 
nANTSc  co<t>oi  cYM<t>a)No?iN  paraplirasiert?  Es  bedarf  keines  Wortes  zum 
Nachweise,  dafi  die  Stelle  bereits  in  friilier  Zeit  arg  gelitten  liat,  es 
bedarf  aber  auch  fur  ein  textkritisch  geschultes  Auge  keiner  langeren 
Darlegung,  dafi  die  flache  Lesung,  die  bei  Stobaus  und  in  der  Korrek- 
tur  des  T  auftauclit,  nANxec  esfic  oi  co<i>oi,  nur  eine  gefallige  Konjektur 
ist,  die  wir  einem  Platonleser  verdanken ,  der  etwas  kritischer  gestimmt 
war  als  der  Papyrusinterpret.  Denn  hatte  seit  alter  Zeit  eific  oi  im 
Text  gestanden,  so  ware  es  keinem  Schreiber  der  alexandrinischen 
Zeit  (soweit  miissen  wir  mindestens  zuriickgehen)  eingefallen,  daraus 
eiAicioi  zu  machen,  oder  wenn  es  doch  geschehen  ware,  wiirde  der 


•  Vgl.  z.  B.  Keil  Hermes  XX  626. 

^   Die  Korrektur  eiAicioio'co<t)Oi  Iiat  keine  Bedeutung. 


EINLEITUNG 


XXI 


Fehler  durch  die  Kontrolle  der  iibrigen  Handschriften  entdeckt  worden 
sein.  Vielmehr  muC  ein  selir  eigentiimlicher  Ausdruck  Platons  in  der 
ersten  Zeit  der  Tradition  bereits  mifiverstanden  und  nachher  sinnlos 
aber  pietatvoll  weitergegeben  worden  sein.  Wenn  es  gestattet  ist,  we- 
nigstens  anzudeuten,  wie  eine  so  alte  Verderbnis  sich  einschleichen 
konnte,  mochten  wir  vermuten,  da6  der  ungewohnliche  Ausdruck 
nepi  TOYTOY  nANTSc  ei  aicioy  oi  co<t>oi  hai^n  rTAPMeNiAOY  CYM<i>epeceoN  zu 
Verschreibungen  gleich  von  Anfang  an  Veranlassung  gegeben  habe. 
Platon  wiirde  dann  mit  latenter  Ironie  sagen,  die  Anhanger  des  uanta 
peTN  fanden  sich  gleich  von  Anfang  an  mit  gutem  Vogelzeichen  unter 
der  Fuhrung  des  Homer  zum  Feldzug  zusammen  (npoc  re  tocoyton  ctpa- 
ToneAON  KAi  ctpathton  "^Omhpon  153 A).  Das  Wort  aIcioc  gehort  der  sa- 
kralen  Sprache  an  und  der  adverbiale  Ausdruck  wiirde  dem  iiblicheren 
en'  Aicioic  entsprechen.  Allein  da  der  Ausdruck  ganz  ungewohnHch, 
das  Wort  selbst  bei  Platon  und  in  alter  Prosa  unerhort  ist,  so  ver- 
steht  man  die  friihe  Verderbnis  einer  solchen  Glosse.  Vielleiclit  wird 
diese  Darlegung  einleuchtender  durch  die  Geschichte  eines  Fehlers, 
dessen  Entstehung  und  Heilung  auf  der  Hand  liegt  153B.  Hier  liest 
man  Yno  MAei^cecoc  mcn  kai  weAexHc  KiNHceuN  ontun  in  BTW,  den  Scholien 
und  bei  Stobaus  im  ersten  Buch.  Genau  so  liest  der  Papyrus  73,  47, 
ohne  den  Solozismus  zu  monieren,  soweit  man  aus  dem  erhaltenen 
Texte  (Kol.  74)  abnehmen  darf.  Hier  hat  wiederum  Stobaus  im  dritten 
Buch  (Flor.  29,  97)  ein  Pilaster  auf  die  Wunde:  KiNHcewN  o'y'cwn.  Aber 
niemand  lafit  sich  dadurch  tauschen.  Denn  hieraus  wiirde  niemals  in 
der  Platoniiberlieferung  KiNHceuN  ontun  verderbt  worden  sein.  Das 
richtige  hat  Buttmann  unfehlbar  gefunden:  kinhcgoin  ontoin.  Der  Dual 
war  den  Spateren  so  ungewohnt,  dafi  unser  Kommentator  auf  dersel- 
ben  Seite  (73,  4  zu  p.  153 A)  die  Form  toytu  erklaren  mufi:  to  toyto) 
AYiKwc.  Und  wirklich  BT  und  Stobaus  haben  hier  toyto,  wahrend  W 
den  Dual  gerettet,  der  alte  Korrektor  von  B  ayikcoc  beigeschrieben  hat. 

Unter  den  iibrigen  neuen  Varianten  sind  die  meisten  belanglos 
oder  gar  falsch,  einige  auch  bloBe  Schreibversehen,  wie  die  Para- 
phrase zeigt.  Nur  fiinf  verdienen  Aufnahme  in  den  Text:  147C  XnePA- 
TON,  die  altere  attische  Form  statt  XnePANTON,  147  A  nAmeoYAKcoN  {Ziegel- 
streicher),  konkreter  als  nAmeoYPrwN  der  Handschriften,  ferner  151 B 
eNioic  statt  eNloTe  oder  eNioi  der  Handschriften  (dies  hatte  durch  Kon- 
jektur  gefunden  werden  konnen,  wenn  der  Archetypus  von  BTW  re- 


xxn 


EINLEITUNG 


konstruiert  worden  ware),  152B  AiceANexAi;  ecTi  tAp,  wo  durch  eine 
Dittographie  von  gcti  in  den  Handschriften  Verderbnis  entstanden  ist, 
die  Ast  bereits  rich  tig  verbessert  hatte.  Endlich  152D  die  Tilgung 
von  GNOC,  wo  Dissen  bereits  mit  richtigem  grammatischen  Gefiihl  die 
Wunde  bloISgelegt,  sie  aber  mit  Pflasterchen  statt  mit  Ausschneiden 
kuriert  hatte. 

Was  die  Stellung  des  alten  Textes  zu  unsern  Hdss.  betrifft,  so  ist 
das  einzelne  aus  der  folgenden  tTbersicht  des  Wichtigeren  leicht  zu  ent- 
nehmen.  Uberraschend  fiir  die  Anhanger  der  alten  Textwertung,  aber 
keineswegs  unerwartet  fur  diejenigen,  die  gegen  die  Zweihandschrift- 
theorie  gekampft  haben,  ist  die  Bestatigung,  die  der  Papyrus  in  un- 
gewohnlich  zahlreichen  und  wichtigen  Fallen  dem  Vindob.  suppl.  gr.  7 
(W  bei  Burnet)  gebracht  hat.  Er  tritt  in  diesem  Dialog  als  durchaus 
mindestens  gleichwertige  dritte  Quelle  neben  B  und  T.^ 


1.  Abweichungen  des  Pap.  von  den  Haupthandschriften : 


Pap. 

Hdss.  BTW 

143D 

8,  10  eniAOioi  riNeceAi 

e.  reNeceAl 

145A 

13,  16  enAiNWN  ohne  nni 

enAiNciN  nHi 

147A 

22,  5  nAiNeoYAKCoN 

nAiNeoYPrfiiN 

147C 

23,  46  XnoKPeiNeceAi 

AnoKPiNAceAi 

147  C 

23,  48  AnepA[T]oN 

XnePANTON 

147E 

38,  41  nAC  6  Korr. 

nAC  be  (Pap.  urspr.) 

USA 

38,  47    AG  KAI  H  [d.  i.  H?]  EAATTUN 

Ae    KAl  eAATTCON 

148A 

40,  5  copicMeeA  (?  s.  d.  Anm.) 

copicAweeA 

149D 

49,  42  reiNONTAi 

AYNANTAI 

149D 

49,  45    eAN  BOYAUNTAI 

AN  BOYAtONTAI 

150B 

51,  26  AN  Rn 

HN  AN 

150B 

51,  27  TAAHeec 

TO  AAHeec 

151B 

57,  11  eNioic 

CNioTe  BT:  gnioi  W 

151B 

57,  46  AAAoic  (wie  bt) 

AAAOYC 

151E 

59,  37  uc  Te  nyn  (docli  s.  61,4) 

ooc  re  NYNi 

152B 

66,  7  AiceANGTAi;  ecTi  tap 

AlCGANeCeAl  eCTIN,  eCTIN  TAP 

152D 

68,  38  ontoc 

ONTOC  CNOC 

180E 

70,  42  Te  eeAei 

TCAeeei 

'   Vgl.  0.  Immisch  de  recensionis  Platonicae  praesidiis  atque  rationihus,  Leipzig  1903. 
Unsere  Angaben  iiber  W  berulien  aiif  Aiitopsie,  da  die  bisherigen  Mitteilungen  nicht 


EINLEITUNG 


XXIII 


2.  Pap.  mit  W  gegen  BT  stimmend: 


Pap.  W 

BT 

145D 

15, 

34  nAPA  Te 

nAPA  re 

146E 

21, 

24  Ae  re  epwTHeeN 

a'  enepcoTHeeN  * 

147B 

22, 

26  oTAeN  oTi 

oTacn  ti 

150C 

54, 

18  AnO^AINOMAI 

AnOKPINOMAI 

150D 

56, 

13    KAI  TeKONXeC" 

KAI  KATeXONTeC 

152B 

65, 

15    e<P  SAYTOY 

e*'  eAYTO 

153A 

73, 

4  TOYTw  (toytcoi,  I  gctilgt  W) 

TOYTO 

3,  Pap.  rait  TW  gegen  B; 


Pap.  TW 

B 

148B 

45, 

45 

MHKOYC  Te  KAI  (so  auchW!) 

Ml^KOYC  KAI 

150C 

55, 

35 

nANY  TI 

nANY  TIC 

152E 

70, 

30 

CYM<)>epeceoN  (auch  Euseb.) 

CYM<i>epeceuN 

153C 

74, 

26 

nPOCBIBAZCON 

nPOBIBAZCON 

4,  Pap.  mit  BT  gegen  W: 

Pap.  BT  W 

148E     47,  9  TOY  MCAeiN  (weAAem  T)  toytoy  cypcTn^ 

5.  Pap.  mit  T  gegen  BW: 

Pap.  T  BW 

144A      9,32a  rirNoweNON  rirNOMGNOYC  B:  riNOwe- 

NOYC  (sic)  W 

144B     12,  21  e-Y'ArreAeTc  (Phrynichus)  e?  ArreAAeic 

147E     37,  32  to  mcn  (Pap.  m.  1)  ton  mcn  (Pap.  Korr.) 

149A    48,  22  nepi  moy  (nepi  moy  T)  nepi  ewoY. 


ausreichen.  Der  Direktion  der  k.  k.  Hofbibliothek  zu  AVien,  die  das  wertvolle  Cime- 
lion  hierlier  sandte,  sind  wir  zu  besonderem  Danke  verpllichtet. 

'  Der  abgeblafite  Gebraiich  von  enepcoTAN  ~  ePcoxAN  ist  iiocli  niclit  platonisch. 
Vgi.  z.  B.  Soph.  2.50  A  aikaicoc  an  enePUTHee?MeN  Xnep  aytoi  T6Te  HPcoTcoMeN.  Daher 
ist  Burnet  mit  Eecht  hier  W  gefolgt. 

^   KAI  ist  in  W  von  erster  Hand  nachgetragen. 

^  So  W  nach  Burnet,  der  daraus  toy  toytoy  mgagin  kombiniert  hat.  In  Wirk- 
lichkeit  hat  W  toy  toy  evpeiN,  aber  das  erste  toy  ist  als  offenbares  Verseiien  durch 
Rasur  getilgt,  und  am  Rand  steht  von  erster  Hand  rP.  kai  weAeiN. 


XXIV 


EINLEITUNG 


6.  Pap.  in  Fehlern  mit  dem  Text  der  Hand- 
schriften  iibereinstimmend : 

151 C     58,  12  oToNTAi  Pap.  BTW:  oTontai  mg  Plutarch. 
152B     64,  26  peiroT  Pap.,  piroT  BTW  )  peiru  usw.  die 

152B     65,  41  peiroYNTi  Pap.,   pitoynti  BTW  )  Herausgeber. 
152E     70,28  eiAicioi  oi  co*o!,  eiAicioi  co<t>oi  BW  Euseb.:  eiRc 

01  coo>oi  T  Stob.    Vgl.  S.  XX. 
153B     73,47  KiNHcecow  ontcon  BTW  Stob.  eel.:  KiNHcecoN  oyccon 

Stob.  Flor.   Vgl.  S.  xxi. 


Der  Verfasser. 

Der  vorliegende  Kommentar  zum  Theatet  mufi,  wie  die  Schrift 
lehrt,  vor  dem  dritten  nachchristlichen  Jahrhundert  entstanden  sein. 
Auch  fehlt  darin  jeder  Hauch  des  Neuplatonismus.  Dagegen  ist  er 
ein  Muster  jener  eldektischen  Philosophie,  wie  sie  in  dem  ersten  Jahr- 
hundert V.  Chr.  und  den  beiden  ersten  n.  Chr.  herrschte.  In  ernstliche 
Frage  kommen  eigentlich  nur  die  beiden  ersten  Jahrhunderte  unserer 
Zeitrechnung,  wie  eine  genauere  Erwagung  der  Geschichte  der  antiken 
Philosopheninterpretation  lehrt.  Jetzt,  wo  das  Kommentatorenwerk 
der  Berliner  Akademie  fast  abgeschlossen  ist  und  auch  die  wich- 
tigsten  Platonkommentare  auf  ihre  Anregung  in  neuen  und  zuverlassigen 
Ausgaben  vorliegen,  ist  diese  Aufgabe  ebenso  reizend  wie  dringend. 
Es  ist  an  dieser  Stelle  "nicht  moglich,  dieser  Darstellung  vorgreifend 
auch  nur  die  Anfange  der  Scholastik  von  Andronikos  von  Rhodos 
bis  Alexander  zu  entwickeln.  Es  durfte  bei  keinem  Kenner  dieser 
Dinge  Widerspruch  erregen,  wenn  wir  behaupten,  dafi  ein  Kommen- 
tar wie  der  vorliegende  mit  seiner  stoisch-peripatetischen  Richtung, 
namentlich  mit  seiner  schiilerhaften  Einpragung  der  aristotelischen 
Syllogistik  innerhalb  der  Akademie  geraume  Zeit  nach  der  Reform  des 
philosophischen  Unterrichtes  durch  Andronikos  \  und  eher  im  zwei- 
ten  als  im  ersten  Jahrhundert,  verfaBt  sein  mu6.  Da  dieser  Kommen- 
tar (wie  der  alteste  erhaltene  des  Aspasios  zur  nikomachischen  Ethik) 

*  Hier  ist  auch  Eudoros  der  Akadeniiker,  der  Zeitgenosse  Strabons ,  zu  nennen. 
Vgl.  Doxogr.  S.  81. 


EINLEITUNG 


XXV 


keineswegs  mit  Gelehrsamkeit  prunkt  und  keine  Polemik  gegen  Zeit- 
genossen  oder  iiberhaupt  bestimmte  Namen  liebt,  so  fehlt  jede  Hand- 
habe  zur  genaueren  Bestimmung  der  Abfassungszeit.  Da  ferner  minde- 
stens  zwei  Drittel  des  Kommentars  verloren  sind,  und  die  Anfangs- 
kolumnen  ebenfalls  fehlen,  so  ist  jede  Moglichkeit,  den  Naraen  des 
Verfassers  in  unserem  Fragmente  zu  finden,  ausgeschlossen,  es  sei  denn. 
daB  spater  noch  weitere  Fragmente  im  Handel  auftauchen  sollten. 

Der  Verfasser  kann  daher  mir  auf  indirektem  Wege  ermittelt  wer- 
den.  Ein  Akademiker  ist  er  auf  alle  Falle.  Das  zeigt  sein  ganzer 
Kommentar  und  besonders  die  heftige  Abwehr  der  Gegner.  Wer 
den  Charakter  dieser  Mondsclieinakademie,  wie  sie  zwischen  Karnea- 
des  und  Numenios  vegetierte,  wer  auf  der  andern  Seite  durcli  Areios 
Didymos,  den  Hofphilosophen  des  Augustus,  und  Seneca  die  Farb- 
losigkeit  auch  der  Stoa,  durch  Aspasios  die  unpersonliche  Objektivitat 
des  Peripatos  in  dieser  Zeit  kennt,  wird  wenig  Hoffnung  haben,  dem 
zuckersiifien  Mischmasch  dieses  Kommentars  eine  feste  Personlicbkeit 
herauszuerkennen.  Denn  gleich  von  Anfang  empfiingt  uns  eine  stoizisie- 
rende  oiKefiocic-Betrachtung  mit  sanfter  Polemik  gegen  Epikuros  (7,  2 
vgl.  23,  1),  und  so  zieht  sich  das  Liebaugeln  mit  Stoa  und  Peripatos 
durch  den  ganzen  Kommentar  bin.  Dazu  kommt,  dafi  die  wenigsten 
dieser  Kommentatoren  selbstandig  sind.  Man  mu6  immer  gewartig  sein, 
dafi  man  alte  Meinungen  und  Worte  nachgesprochen  findet.  Freilicli 
aufier  Platon  und  Aristoteles  liebt  der  Interpret  nicht  die  klassisclie 
Literatur.  Weder  Parmenides  noch  Emf)edokles  oder  Epicharmos,  die 
er  zitiert,  hat  er  selbst  zur  Hand  genommen.  Protagoras,  mit  dem 
er  sich  viel  abgibt,  ist  ihm  nur  aus  Platon  und  Neuakademikern  be- 
kannt,  und  selbst  die  aus  erlesener  Pinakeserudition  stammende  Mit- 
teilung  von  dem  »unechten«  Proomium  des  Dialogs,  dessen  Anfangs- 
worte  und  Umfang  er  kennt,  sind  ihm  nicht  aus  den  altalexandrini- 
schen  Quellen,  sondern  aus  zweiter  oder  dritter  Hand  (wahrscheinlicli 
Thrasyllos  oder  Derkyllides)  zugekommen.  Wie  eine  ferne  Sage  schlagt 
es  an  sein  Ohr,  und  was  diese  Notiz  fiir  die  Kenntnis  von  Platons 
Schriftstellerei  bedeutet,  hat  er  nicht  geahnt. 

Sonst  ist  eine  gewisse  philologische  Richtung  nicht  zu  verkennen, 
die  an  Senecas  Wort  erinnert :  quae  philosophia  fuitj,  philologia  facta  est. 
Zwar  die  Metliode  der  oft  ziemlich  wortlichen  Paraphrase  ist  schon 
von  Andronikos  nach  demVorgange  der  alexandrinischen  Grammatiker 


XXVI 


EINLEITUNG 


in  die  philosophisclie  Exegese  eingefuhrt  worden.  Allein  er  gibt  mehr. 
Er  verhiitet  Mifiverstandnisse  seiner  Schiiler,  indem  er  auf  den  Dual 
aufmerksam  macht  (s.  S.  xxi),  oder  ein  kiihnes  Hyperbaton  statuiert 
(51,  40),  oder  sich  gar  auf  die  Etymologic  von  aaoxoc  (48,  17),  uber  das 
Bediirfnis  der  Stelle  hinausgeliend,  einlafit.  Auch  das  iibliche  Vor- 
konstruieren  (22,  27  to  eific  eN  thi  Aeiei)  fehlt  nicht.  Hier  hat  wohl 
das  Vorbild  des  Didymos  eingewirkt.  Im  iibrigen  ist  der  Kommen- 
tator  durchaus  ohne  gelehrte  Ambition  und  ebenso  ohne  rhetorische. 
Der  Stil  ist  auffallend  einfach  und  schlicht,  nur  selten  durch  ein  ge- 
liobenes ,  ofter  an  Platon  anklingendes  Wort  gehoben  und  noch  seltener 
vulgar.  Die  Tendenz  des  Attizismus  ist  ihm  vollkommen  fremd  (wie 
noch  dem  roheren  Alexander),  und  von  der  Vermeidung  des  Hiats,  den 
doch  Galen  so  zierlich  umgeht,  hat  er  keine  Ahnung. 

Sehen  wir  uns  nun  in  der  Reihe  der  bekannteren  Interpreten 
jener  Zeit  um!  Denn  bekannt  mu6  der  Kommentar  gewesen  sein, 
sonst  wiirde  eine  buchhandlerisch  hergestellte  Kopie  nicht  wohl  cr- 
klarlich  sein.  Eine  byzantinische  Aufzahlung  des  bekannten  Coislinia- 
nus  (am  besten  bei  Krohncrt  Canones,  Konigsberg  1897,  S.  11)  lautet: 

eN    Ae    *IAOCO*iAI    AienPGYAN  ■    TTaAtCON    KAI   "ApiCTOTeAHC    6    TOYTOY  MAGHTHC" 

£n  t6n  MeN  TTaatcona  YnowNHMATizoYci  nAeTcTOi"  xPHCiMiioTepoi  Ae  Taioc  Aa- 
bTnoc  Taypoc  TTpickianoc  rTpoKAOc  Aamackioc  Icjannhc  6  *iA6noNoc.  Dies 
will  nicht  viel  besagen,  da  der  Verfasser  schwerlich  noch  alle  diese 
YnoMNHMATA  sclbst  bcnutzt  hat  und  die  (hier  nicht  abgedruckte)  Cha- 
rakteristik  des  Joannes  auf  christlichen  Ursprung  schliefien  lafit.  Mehr 
besagt  das  Zeugnis  des  Proklos  in  R.  P.  II  96  Kroll  (iiber  den  Mythus 
des  Er.):  noAAoi  thc  nepi  a'y'ton  e*HYANTO  KATANOi^ceuc  kai  twn  TTaatwni- 
KUN  01  kopy*a7oi  NoYMHNioc,  'AabTngc,  Taioc,  Maiimoc  6  NiKACYC,  'Apno- 
KPATiwN,  Gykaciahc  KAI  eni  nAciN  nop<t>YPioc.  Unter  diesen  kommt  fiir 
unsere  Zwecke  von  den  alteren  Tauros,  der  Lehrer  des  Gellius, 
nicht  in  Betracht,  well  er  sich,  ebenso  wie  der  zeitgenossische  Aka- 
demiker  Attikos,  in  einer  besonderen  Schrift  gegen  die  iibliche  Ver- 
mischung  der  platonischen  und  aristotelischen  Lehre  ausgesprochen 
hat,  die  gerade  in  unserm  Kommentar  so  stark  hervortritt.  Von 
den  andern  Zeitgenossen  treten  besonders  Gaios  und  sein  Schiiler 
Albinos  in  der  Schatzung  der  Zeitgenossen  und  der  Spateren  hervor. 
Einen  nicht  mit  Namen  genannten,  aber  angesehenen  Schiiler  des  Gaios 
liorte  Galen  im  Jahre  144  kurze  Zeit  in  Pergamum,  und  als  er  im 


EINLEITUNG 


XXVII 


Jahre  151/52  nach  Smyrna  iibersiedelte,  lockte  ihn  der  Ruf  des  Arztes 
Pelops  und  des  Philosoplien  Albinos.^ 

Albinos  muB  damals  bereits  betagt  gewesen  sein.  Denn  Tertul- 
lian,  der  in  der  Schrift  de  anima  den  Soranos  fiir  das  Philosophische 
benutzt  hat,^  erwahnt  eine  wunderliche  Anschauung  des  Akademikers 
uber  den  Ursprung  der  Seelenwanderung,  die  er  an  den  Phaedon 
p.  70  If.  angekniipft  zu  haben  scheint.  Da  Soran  unter  Trajan  und 
Hadrian  tatig  ist,  darf  man  annehmen,  da6  der  ephesische  Arzt  den 
in  Smyrna  lebenden  Philosophen  vielleicht  personlich  gekannt  und 
darum  in  seiner  Doxographie  besondere  Riicksiclit  auf  den  Zeitgenossen 
genommen  hat. 

Dieser  um  die  Mitte  des  zweiten  Jahrhunderts  auf  der  Hohe  ste- 
hende  Akademiker  ist  uns  nun  nicht  blofi  aus  dem  Echo  der  Zeit- 
genossen und  Nachfahren,  sondern  auch  aus  eigenen  Schriften  bekannt. 
Im  Vindobonensis  W  (s.  S.  xxn)  des  Platon  ist  unter  dem  Titel  t  eiCA- 
rwrH  t  AABiNOY  npoAoroc  eine  Epitome  seiner  Einfiihrung  in  die  Platon- 
lektiire  erhalten.^  Ferner  hat  Freudenthal  eine Vermutung  von  J.  A.  Fa- 
bricius  zur  GewiCheit  erhoben,  daI3  der  mehrfach  unter  dem  Namen 
■"Aakinooy  iiberlieferte  Traktat  Aiaackaaikoc  tun  TTaatconoc  AorwATcoN* 
ein  Auszug  einer  umfassenden  platonischen  Doxographie  des  Albinos 
sei.  Von  diesem  Werke  bewahrt  der  alte  Pariser  Kodex,  der  auf  ein 
im  Ausgang  des  Altertums  in  platonischen  Kreisen  entstandenes  Ein- 
leitungskorpus  der  alteren,  popularen  Akademiker  des  zweiten  Jahr- 

'  De  libr.  pr.  2  (XIX  6) :  TTeAonoc  re  toy  iatpoy  kai  Aabi'noy  toy  TTaatconikoy 
XAPiN.  Doch  sind  die  TTaatunikun  AiAA6ra)N  cynoyscoc  bibaia  oktco,  die  verloren  sind, 
nicht  nach  Albinos  disponiert.  Vgl.  Kalblleisch  Festschr.  f.  Gomperz  S.  96  (gegen  llberg 
Rhein.  Mvs.  52,  598).  Von  dem  anonymen  Schuler  des  Gaios  in  Pergamuni  spricht  er 
de  prop.  an.  aff.  8  (V  41). 

^  Tertullian  de  anima  28  quis  ille  nunc  vetus  sermo  apud  memoriam  Platonis  de 
animarum  reciproco  discursu,  quod  hinc  abeuntes  eant  illuc  et  rursus  hue  veniant  et  vivant 
et  dehinc  e  vita  aheant,  rursus  ex  mortiiis  effici  vivos?  Pythagoricus ,  ut  volunt  quidam ; 
divinus,  ut  Alhinus  [Ursinus:  malbinus  Bmrg. :  albinus  B]  existimat,  Mercurii  forsitan 
Aegyptii.  Vgl.  Phaedon  p.  70  ff.  tlber  Hermes  vgl.  Reitzenstein  Poimandres  S.  304  ff. 
tlber  Soran  als  Quelle  des  Tertullian  s.  Doxogr.  207. 

^  Neuste  Ausgabe  Freudenthal  Der  Platoniker  Albinos  (Berlin  1879).  S.  322  —  326, 
der  freilich  W  nicht  kannte  und  dessen  Abschrift  Vatic.  1029  (r)  zugruiide  legte.  Am 
Text  wird  dadurch  nicht  viel  geandert.  Nur  ist  S.  324,  15  'InniAC,  Gys^'ahmoc.  Fop- 
riAC  zu  stellen,  daselbst  Z.  16  enei  (statt  eneiAhi)  und  326,23  kai  np6c  zu  schreiben. 

*  Gewohnlich  GiCArcorH  eic  thn  <t>iAOCO0iAN  TTaatconoc  nach  der  Subscriptio  des 
jungen  Coisl.  324  genannt.    In  Hermanns  Platon  VI  152 — 189. 


XXVIII 


EINLEITUNG 


hunderts  (Maximus  Tyrius,  Albinus)  zuriickzugehen  scheint,  folgenden 
Pinax:^ 

H  bIbaoc  hag  tayt'  exei  rerPAMweNA 

A.  AAKINOOY    AIAACKAAIKOC    TUN    nAATWNOC    AOTMATCON  : 

B.  AAbInOY    TtON     TaToY    CXOAtON    YnOTYnUCeCON     nAATCONIKCJN  AOTMATtON 
ABTAeCZHe 

r.  TOY  A-r-TOY  nepi  tcon  nAATUNi  ApecKONTUN  tp!ton. 
Dieser  Index  ist  zwar  alter  als  jener  alte  Kodex,  da  b  und  r 
spurlos  verschwunden  sind  und  die  Schriften  des  Maximos,  die  als 
A  einst  in  dem  Korpus  auf  Albinos  folgten,  nun  den  Anfang  bilden. 
Allein  audi  er  ist  nicht  urspriinglich,  Denn  wenn  der  Aiaackaaikoc 
urspriinglich  in  dem  Korpus  unter  Albinos'  Namen  gestanden  hatte, 
wie  man  doch  annehmen  sollte,  so  hatte  ^  nicht  als  aabinoy,  sondern 
als  toy  aytoy  angereiht  werden  miissen.  Also  ist  der  Aiaackaaik6c, 
oder  wie  die  besten  Handschriften  (Par.  1962  und  Vindob.  phil.  gr.  314) 
luiterschreiben,  "'Ghitomh  twn  TTaatwnoc  aotmatun,  eine  mit  korruptem 
Namen"  spater  in  das  eigentliche  umfangliche  Corpus  academicum  ein- 
gefiigte  P'pitome  des  Albinos,  vermutlich  des  dritten  Buches  nepi  tun 

ITaATUNI  APeCKONTUN."* 

Von  der  an  zweiter  Stelle  genannten  umfanglichen  Abhandlung 
<(eK)  TUN  TaToy  cxoaun  hat  Priscian  wenigstens  den  Titel  erhalten:  La- 
vini  ex  Gaii  scholis  exemplaribus  Platonicorum  dogmatum^ 

Albinos  ist  aber  nicht  nur  als  Verfasser  von  Einleitungen  aufge- 
treten.  Er  hat  vielmehr  auch  eine  Reihe  von  Kommentaren  geschrie- 
ben.  Da  diese  Tatsache,  die  Zeller  urspriinglich  vertrat,^  von  Freuden- 
thal  unter  dem  Beifall  Zellers  bestritten  worden  ist,  so  mag  es  ge- 
stattet  sein,  die  Zeugnisse  vorzulegen, 

*  Freudenthal  a.  a.  O.  S.  244.  Eine  genauere  Untersuchung  der  Quaternio- 
nen  fehlt. 

^  aabinoy  in  aakinoy  zu  verlesen  ist  in  Majuskel  weniger  leicht  als  in  der  Mi- 
nuskel.  Namentlicli  in  der  altesten  Minuskel  des  neunten  Jahrluinderts  ist  b  und  k 
schwer  zu  sclieiden  (vgl.  AakTnoc  in  der  Version  des  oben  initgeteilten  Pinax,  Bodl. 
Quat.  II  11  bei  Cramer  A.  Par.  IV  196,  9).  In  dieser  Zeit  ist  auch  die  dazu  gehorige 
Unkenntnis  der  Person  elier  vorauszusetzen.  Vielleicht  hat  die  Erwahnung  eines  Alki- 
noos  bei  Photios,  Bibl.  c.  48  (Freudenthal  276)  mitgewirkt. 

^   Freudenthal  a.  a.  0.  S.  302. 

*  AABINOY  statt  aabinoy  las  der  Ubersetzer  (Suppl.  Aristot.  I  2  p.  42,  9  By  water); 
exemplaribus,  da  er  bei  YnoTYncoceic  an  T^noc  dachte. 

^   Gesch.  d.  griech.  Phil.  Ill  a  806. 


EINLEITUNa 


XXIX 


1.  Timaus. 

a)  Procl.  Tim.  I  218,  28  Diehl  (zu  Platon  p.  27  C  hmac  ag  toyc  nepi 

TOY  HANTOC  AOTOYC  nOieTcGAI  HH  MeAAONTAC,  HI  rerONeN  H  KAI  AreNGC  ecTi): 
nAAIN  TOINYN  TO  »H  rerONeN  H  KAI  ATGNeC  eCTIN«  01  MGN  eiHTHCANTO  TO  MGN 
nPOTGPON  H  AACYNANTeC,    TO  Ae  AGYTePON  YIAUCANTGC  ,    OCOI    *ACIN   AYTON  GPcTn 

nepi  TOY  nANTOc  KAe' ocon  reroNGN  Xn^AiTiAC,  e"i  kai  XreNec  ecTiN ,  Tna  rewo- 

MGNON    AYTO    eeUPHCANTGC  THN    GN    AYTU    <t>YCIN    KATIAWWeN.      KAI  0  re  TTaATIONI- 

Koc  AabTnoc  aiioT  kata  ITaatuna  ton  kocmon  XreNHTON  ONTA  reNececoc  apxhn 
exeiN  .  .  .  Tn'  hi  kai  Xei  (oh  kai  reNHToc,   oyx  oytcoc  ojn   reNHTOC  coc  kata 

XPONON    OY    TAP    AN    HN    KAI    AGI    OJN    AAA  '  d)C    AOrON    eXCON    VeUeCeUiC  AIA 

THN  eK  nAeiONUN  KAI  ANOMO^UN  CYNeeciN,  HN  anatkaTon  gic  aaahn  aitian  aytoy 

THN  YnOCTACIN    ANAneWneiN    nPeCBYT^PAN    ...    01    Ae    AM<t>6TePA    GAACYNAN  kta. 

TTop<)>ipioc  Ae  kai  ""Iambaixoc  AW^OTePA  yiaoycin. 

b)  Ebenda  I  340,  23D  (zu  29B  uc  apa  toyc  aotoyc  Snh^p  eiciN  eiH- 

THTAI,    TOYTCJN    AY-TCiON    KAI    lYrreNcTc    ONTAc):     KAI    COIKACIN    eNTe9eeN  A0OPMAC 

AABONTec  01  nepi  AabTnon  kai  TaTon  TTaatconikoi  AiopizeiN,  nocAxwc  aotma- 
Tizei  TTaAtcon  kai  oti  aixcoc,  h  eniCTHMONiKcic  H  eiKOTOAoriKuc  kta. 

c)  Ebenda  p.  SUA  S.  754  Schneider  (zu  41 D  aganato)!  gnhton 
npocY<t>AfNONTec) :  ti  to  aganaton  ecTi  toyto  kai  t!  to  gnhton,  czhthtai  hapa 

ToTC  toy    TTaATCjONOC    eiHTHTATC    KAI    01    MeN    THN    AOTIKHN    YYXHN  MONHN 

aganaton  AnoAeinoNTec  0Ge(poYci  ,hn  Te  aaoton  zcohn  cymhacan  ...  kai 
enecQAi  thi  Aeiei  kpinantgc,  ai' hc  b  TTaatwn  *Qeipei  thn  aaoton  gnh- 
THN  aythn  kaaun,  TOYC  Attikoyc  Aero)  KAI  Aabinoyc  kai  toioytoyc 
tinac.    01  Ae  toytcon  MCTPitbTepoi ,  ijjcnep  oi  nepi  rTop*YPioN  kta. 

2.  Republik. 

a)  Procl.  II  96  Kr.  siehe  oben  S.  xxvi. 

b)  Etwa  audi  zum  Myth  us  des  Er.  6I4C  ff'.  lamblich.  De  anima 
Stob.  I  49,  37  (I  375,  2  W)   kai   oytoi  weN   npoYnoKeiMeNcoN  tcon  ataktoon 

kai  nAHMMGAWN  KINHMATWN  eneiCIGNAI  <t>ACIN  YCTePA  TA  KATAKOCMOYNTA  AYTA 
KAI  AIATAtTONTA  KAI  THN  CYM<)>COn[aN  AH '  AM^OTCPOJN  OYTUC  CYNY<t>AlNOYCI  ,  KATA 
MGN    TTaClItTnON    THC    nPUTHC    eTCPOTHTOC  ,     KAt'  "'CwneAOKAeA    Ae    THC  nPUTHC 

And  TOY  GeoY  oythc  (d.  i.  beim  Eintritt  in  den  Menschenkorper) ,  kaq' 
'"Hpakaciton  Ae  thc  eN  tui  weTABAAAecGAi  anahayahc,   kata  Ae  toyc  Fno)- 

CTIKOYC  nAPANOIAC  H  nAPeKBACCWC ,  KAt'  AabTnON  Ae  THC  TOY  AYTeiOYCloY 
AlHMAPTHMeNHC    KPICeUC    AITIAC    riTNOM^NHC  TCON   KATArurWN    eNCPrHcATtON  (oder 

zu  Phaedrus  246  ff.?   Vgl.  Freudenthal  S.  290). 


XXX 


EINLEITUNG 


3.  Phaedon. 

a)  Tertullian  De  anima  28  siehe  oben  S.  xxvii  Note  2. 

b)  Ebenda  29  haec  et  Alhinus  Platoni  suo  veritus  suhtiliter  quaerit 
conlrarietatum  genera  distinguere  zu  Phaedon  p.  71C.  Vgl.  Freudeiithal 
S.  298. 

Alle  diese  Stellen  konnen  auf  Kommentare  bezogen  werden,  die 
des  Proklos  aber  miissen  es,  wenn  man  den  Zusammenhang  unbe- 
fangen  betrachtet.^  Das  schlieBt  aber  nieht  aus,  daC  dieselben  An- 
sichten  auch  in  den  doxographischen  Arbeiten  des  Albinos  zutage  ge- 
treten  und  somit  auch  teilweise  noch  in  unsern  Auszugen  daraus  kennt- 
lich  sind. 

Freudenthal  hat  nun  scharfsinnig  nachgewiesen,  wie  die  meisten 
dieser  nach  der  unbefangenen  Auffassung  aus  den  Kommentaren 
gellossenen  Zitate  sich  auch  in  dem  Aiaackaaikoc  des  Albinos  finden. 
Danach  steht  zu  erwarten,  daC,  wenn  unser  Theatetkommentar  etwas 
mit  dem  bekanntesten  Exegeten  dieser  Epoche  zu  tun  haben  sollte, 
sich  dies  durch  den  Reflex  der  originelleren  Ansichten  in  den  uns 
erhaltenen  Ausziigen  des  Albinos,  dem  Prologe  und  besonders  dem 
Didaskalikos ,  miifite  nachweisen  lassen. 

In  der  Tat  finden  sich  ganz  auffallende  Ahnlichkeiten  und  tJber- 
einstimmungen.  Wenn  Freudenthal  die  Anlehnung  an  den  Peripatos 
in  den  Albinischen  Schriften  besonders  hervorhebt,  so  bedarf  es  nach 
dem  oben  Bemerkten  keiner  besonderen  Darlegung,  wie  sehr  der 
Theatetkommentar  dieser  Neigung  entspricht.  Man  kann  vielleicht 
sagen,  der  padagogische  Hauptzweck  dieser  Exegese  ist,  die  offenbar 
ganz  ungeiibten  Studenten  in  die  syllogistische  Art  der  aristotelischen 
Logik  einzufiihren.  Dies  ist  zwar  etwas  damals  weit  Verbreitetes. 
Doch  ist  immerhin  zu  bemerken,  dal3  der  Kommentator  wiederholt 
66,  12  (vgl.  16,  33),  sogar  mit  den  Zahlen  der  aristotelischen  SchlufS- 
formen  operiert,  wie  die  echt  peripatetischen  Interpreten:   otan  tap 

CKOnflc,    KATA   TO    TPITON    CXHMA    HPUTHTAI    A-y-TO)!    6    AOTOC.     Gcmeiut   ist  die 

Form  MP,  MS,  SP.    Die  Zahlung  dieser  Form  war  kontrovers,  wie 


'  Mit  Recht  niiiimt  claher  Switalski  Chalcidius,  Miinster  1902  (Baumker- Hert- 
ling  Beiir.  zur  Gesch.  d.  Philol.  des  Mitt.  Ill  6)  S.  106  an,  dafi  Albinos  einen  Timaus- 
kominentar  geschrieben.  Die  Verteidigung  der  entgegengeset/ten  Ansicht  durch  H.  Kraiise 
Studia  Neoplatunica  (Li^js.  1904)  S.  52  ist  vergeblich. 


EINLEITUNG 


XXXI 


Albinos  selbst  auseinandersetzt.^  Die  wortlichen  Zitate  aus  Aristoteles 
fehlen  weder  dort  noch  hier  (Kol.  24,  30;  25,  23  vgi.  Freudenthal  S.  280) 
und  man  darf  sagen,  da6  die  Gelegenheit  mit  den  Haaren  herbei- 
gezogen  ist.  Was  Freudenthal  hier  bemerkt:  »Vor  allem  aber  ist  es 
die  Darstellung  der  Logik  (Did.  c.  3 — 7),  in  der  die  gesamte  aristo- 
telische  Lehre  von  den  Kategorien,  Definitionen,  Urteilen,  Schliissen, 
mit  einzelnen  stoischen  Bestimmungen  gemischt,  Platon  untergescho- 
ben  wird.  Dies  Verfahren  wird  unverstandigerweise  damit  begriindet, 
da6  fiir  die  erwahnten  logischen  Formen  Beispiele  in  den  platonisehen 
Dialogen  nachgewiesen  werden«,  gilt  aueh  durchaus  von  dem  Lehr- 
zweck  dieses  Kommentars. 

Auffallender  ist  die  naive Verwendung  stoischer  Termini.  Freuden- 
thal hebt  die  *ycikai  gnnoiai  im  Prol.  326,  4  Freudenth.  und  Did.  155,  23; 
156, 17;  158,  3  Herm.,  die  jedoch  platonisch  zu  angeborenen  Ideen  umge- 
deutet  werden,  hervor.  In  demselben  Sinne  spricht  der  Theatetkommen- 
tar  47,  44  von  ANAnrvcceiN  tac  *ycikac  gnnoiac,  wahrend  Peripatetiker  wie 
Alexander  (Metaph.  130,  15)  die  Axiome  (npojAceic  amgcoi)  so  benennen. 

Ebenso  merkwiirdig  ist  eine  Koinzidenz  auf  dem  Gebiete  des 
eklektischen  Platonismus,  in  der  sich  Albinos  mit  Areios  Didymos 
begegnet  in  bezug  auf  das  Ziel  der  menschlichen  Tugendbestrebung. 
Areios  bei  Stob.  II  49,  8  W.  Cukpathc,  TTaatwn  tayta  tcoi  TTYeAroPAi  re- 
Aoc  oMOicociN  eecoi.  CA<t)ecTeP0N  a'  ayto  AiHPepooce  TTaatun  npoceeic  to 
'kata  to  aynat6n'.  Albinos  Did.  p.  153,  4  <t>p6NHCic,  bnep  oyx  erePON 
etnoi  AN  TIC  gTnai  thc  npoc  to  eeToN  oMoiwcecoc.  Ebenso  Prol.  326,  20 
am*(jo  Ae  TAYTA  ( theoretisches  und  praktisches  Leben)  eni  to  oMOiueHNAi 
eecoi.  Damit  vergleiche  man  unsern  Kommentar  7,  14  beeN  oyk  Xno  thc 
oiKCitbceuc  eicArei  o  ITaatun  thn  aikaiocynhn,  aaaA  auo  thc  npoc  ton  eeoN 
oMoioTHToc.  Trotzdem  darf  man  aus  solchen  iiberraschenden  Ahnlicli- 
keiten  nicht  sofort  auf  Identitat  des  Verfassers  schlieBen.  Denn  wenn 
auch  Areios  zu  den  stark  gepliinderten  Autoren  des  Albinos  gehort 
(Doxogr.  76.  447;  Freudenthal  297),  so  liegt  ja  Platons  Dialog,  wo  die 


^  Did.  159,  10  Heriii.  kata  Ae  t6  Ae^TepoN  YnoeeTiKON  cxhma  o  oi  nAeTcToi 

TPITON    <t>ACI,    KAe'  0    6   K01n6c    OPOC    AMfOTePOIC    TOIC    AKPOIC    eneTAI,    OYTCOC   ePCOTA  •    ei  MH 

exei  MSPH  TO  eN  oytg  gysv'  ecTiN  OYTe  crPorrYAON-  ei  Merexei  cxhmatoc,  h  erer  ecTiN 
H  CTPorrYAON-  ei  apa  mh  exei  MePH  oy  MCTexei  cxhmatoc-  kai  mhn  kai  ka"^a  to  tpiton 

cxhma,   npoc  TINCON   Ae   AC'r'TePON,    KAS'  0   0   K0In6c   OPOC  AM<t>OTePC0N   HreTTAI   KTA.  V<i;I. 

Freudenthal  S.  279. 


XXXII  EINLEITUNG 


Formel  p.  176B  aufgestellt  wird,  dem  Kommentator  nahe  genug,  und 
selbst  iiltere  Peripatetiker  wie  Aspasios  Eth.  99,  4  Heylb.  inachen  von 
ihr  Gebrauch.' 

Beweisender  scheint  mir  eine  andere  Stelle  zu  sein,  wo  sicli  wieder 
Beriihrung  mit  dem  Stoiker  Areios  findet  Kol.  8,  23  eu  toTc  epcoTiKoTc 
(Dialoge  Platons)  A^rejAi,  oti  to9  cnovAAioY  ecTiN  to  tnunai  ton  Xiie- 
PACTON.  Ahnlicli  Areios  Didymos  ii  (55,  20W.  ton  tap  aiion  cnovAAiOY 
epcoToc  TOYTON  eTnai  AiiGPACTON.  Die  stoisclie  Quelle  verrat  der  Terminus 
cnoYAAToc.  Aber  daB  nicht  ein  beliebiger  Zusammenhang  zwischen 
Areios  und  dem  Theatetkommentar  vorliegt,  zeigt  Albinos  im  Didask. 
157,  35,  wo  OS  als  Aufgabe  der  Erotik  betrachtet  wird  to  rNUNAi  tg 

TON    AIiePACTON    KAI    KTHCACOAl    KAI  XPHCACGAI. 

Durelischlagend  endlich  scheint  fiir  den  Beweis  des  innigen  Zu- 
sammenhanges  zwischen  Albinos  und  unserm  Kommentar  die  stoische 
Unterscheidung  zwischen  apetai  tgagiai  und  ATeAeTc,  den  npoKonAi  und 
eY<j>YeiAi,  den  Albinos  dem  Platon,  Areios  Didymos  dem  Aristoteles 
andichtet.     Alb.  29   axcopictoi   oyn    eicm    ai    APeTAi    aaahaun    ai  TeAeiAi. 

30  A^rONTAI  TAP  KAI  AAAWC  APeTAI,  AI  oToN  eY<I>YeiAI  KAI  nPOKOnAI  HPOC 
TAYTHN  OMCONYMOYCAI  ToTc  TeAeiOTHCI  KATA  THN  OMOidTHTA  THN  nPOC  AYTAC 
.  .  .    AAa'  OYAe    CYNenONTAI    AI     KAKIAI    AAAHAAIC  '     eiCI     TAP    TINGC    eNANTIAI,  aT 

o-Y-K  AN  eTeN  nepi  ton  ayton.  Deutlicher  Areios  Didymos  liber  die  Peri- 
patetiker Stob.  n  7  p.  131,  14  W.    TeAelAC  a'  eTnoN  apcthc  xphcin  thn  gy- 

AAIMOn!aN,  oti  TWN  APeTWN  TAG  MGN  GAGTON  gTnAI  TGAGIAC,  TAG  AG  ATGAGTc* 
TGAgIaC    MGN    TI^N  tg    AIKAIOCYNHN    KAI    rkn    KAAOKATAeiAN  "    ATGAgTc    AG    THN  GY- 

<t>YGiAN  KAI  THN  npoKOHHiN.  Jctzt  setze  man  dagegen  den  Theatetkom- 
mentar 9,40  ov-  TAP  ucnGP  Gni  twn  tgagiwn  apgtun,  oytwc  kai  Gni  tun 

GY<t>YGICON  Gi  ANATKHC  HANt'  AKOAOYSGT,  AAAA  TA  nOAAA  KAI  GNANTIOYNTAI 
AAAHAAIC  ! 

Vielleicht  konnten  diese  Ahnlichkeiten  eklektischer  Sonderlehren 
hinreichend  erscheinen,  um  die  neugefundenen  Schriften  ohne  weiteres 
fiir  Albinos  in  Anspruch  zu  nehmen,  zumal  die  von  dem  Verfasser 


'  Auf  stoische  Beriilining  des  Kommentators  mit  Areios  ist  hingewiesen  zu 
69,37.  Die  Stoizismen ,  die  Chalcidius  mit  Albinos  gemein  hat,  deuten  nicht  auf 
direkte  Benutznng  (wie  Switalski  a.  a.  O.  S.  106  annimmt),  sondern  auf  Poseidonios, 
dessen  Timauskommeutar  einen  starken  Einflufi  auf  fast  alle  Platoniker,  namentlich 
aber  Adrastos,  die  llaujitquelle  des  Chalcidius,  ausgeiibt  hat.  Vgl.  auch  Borghorst 
de  Anatolii  fo7itihus,  Bei'lin  1905,  S.  26  If. 


EINLEITUNG 


XXXIII 


selbst  zitierten  Kommentare  zum  Timaios  (35, 11),  zum  Symposion  (70, 11) 
und  Phaidon  (48,  10)  sich  mit  der  oben  dargelegten  umfangTeicIien 
Kommentiertatigkeit  des  Platonikers  ausgezeichnet  vereinigen  lassen. 
Allein  es  ist  geraten,  doch  mit  Vorsicht  vorzugehen.  Denn  es  findet 
sich  eine  Stelle  des  Kommentars,  die  von  der  Auffassung  oder  wenig- 
stens  Ausdrucksweise  des  Albinos  eigentiimlich  abweicht.  Es  ist  die 
Definition  der  eniciHMH,  die  3,  1  gegeben  wird:  enicTHMH  hn  aoia  opeH 
AeeeTcA  aitia  AoncMov'  totg  tap  TcweN  ta  npArMATA,  otan  mh  monon  ei- 
AcoMCN  oTi  ecTiN,  AAAA  AiA  Ti.  Offenbar  wlrd  damit  die  Auffassung  des 
Menon  p.  98 A  wiedergegeben ,  die  bestimmt  ist,  die  re-sultatlose  Dis- 
kussion  des  Theatet  positiv  abzuschliefien :  kai  ai  aosai  ai  AAHeeTc 
...  ov'  nOAAOY  a=eia!  eiciN,  ecoc  an  tic  AYTAC  AHCHI  AITIAC  AOnCMtOI  ..  aia 
TAYTA  AH  TiMiuTepoN  enicjAMH  opefic  AoiHc  ecTiN ,  KAI  AiA<t>epei  AecMOJi  eni- 
cTi^MH  opefic  AoiHc.  Daiiach  erwartet  man  nicht  aitiai  AoncwoY,  sondern 
umgekehrt  aiti'ac  AoncMwi,  und  so  sagt  Albinos  Prol.  p.  326,  7  Fragra.  Tna 

TA   AOrMATA    MGNHI    GN    THI    YYXHI    ANAHOAPACTA  ,    AGHCei    AYTA  AeGHNAI    TCOl  THC 

AITIAC  AoncMcoi.'  Abcr  unser  Kommentar  gibt  auch  15,  21  mit  Beru- 
fung  auf  den  Menon  aoian  opeHN  AceeTcAN  aitiai  AoncMfo?],  wahrend 
er  3,  22  allgemein  ton  accmon  thc  aitiac  erwahnt.  Obgleich  so  starke, 
wiederholte  Versehen  sonst  in  dem  Papyrus  sich  nicht  linden,  scheint 
es  doch  schwer,  einem  Platoniker  dieser  Zeit  ein  derartiges  MiBver- 
standnis  oder  sprachliches  Ungeschick  zuzutrauen.  Jedenfalls  kann 
die  Stelle  weder  fiir  noch  gegen  die  Verwandtschaft  mit  Albinos  be- 
weisen,  da  ja  jeder  Platoniker  auf  die  Menonstelle  sich  beziehen  durfte. 

Das  einzige  Moment,  das  entschieden  der  Identifizierung  des  Al- 
binos mit  dem  Kommentator  des  Theatet  widerspricht ,  ist  der  Stil. 
Zwar  auf  den  ersten  Blick  scheint  die  Sprache  identisch.  Wer  einer- 
seits  an  Plutarchs  oder  Maximos'  philosophischen  Stil  oder  anderer- 
seits  an  den  des  Numenios  denkt,  findet  bei  Albinos  wie  im  Theatet- 
kommentar  die  schlichte  und  durch  keine  Kunst  gehobene  Gelehrten- 
sprache,  die  Freudenthal  S.  295  rich  tig  charakterisiert  hat.  Wer  stilisti- 
sche  Bestimmungen  mit  Einzelheiten  beweisen  zu  konnen  glaubt,  wiirde 
auch  eine  Reihe  von  Ubereinstimmungen  im  kleinen  finden :  cNeAAC 
(wie  sonst  nyn)  an  dieser  Stelle  des  TexteSj  der  Darlegung,  Albin.  Prol. 
323,  23  Fragm.  Komm.  49,  7  u.  6.,    <i>epe  zum  Beispiel  Albin.  155,  2; 


'  So  steht  im  Archetypiis  (W).    Die  Ahscliriften  haben  teilweise  AoncMOY. 

Berliner  Klassikertexte,  Heft  2.  3 


XXXIV 


1 

EINLEITUNG 


158,  27  Herm.  Komm.  23,  38  u.  6,,  eni  Ke<t.AAA(a)N  Albin.  161,  9;  179,  30 
Komm.  25,  37  Fragm.  4,  22,  hiiufiger  Gebrauch  von  re  (re  mhn,  AAAA-re, 
be  re,  ore  re  u.  a.).  Allein  dieselben  Erscheinungen  finden  sich  aucli 
sonst  in  der  Kommentatorenliteratur  und  sind  ganz  selbstverstandlich, 
wenn  der  Kommentator  und  Albinos,  wie  es  nach  dem  Inhalte  sich 
ergeben  hat,  derselben  Schule  angehoren.  Aber  es  gibt  einige  Unter- 
schiede  des  Stils,  die  sich  mehr  fiihlen  als  darstellen  lassen,  durch 
die  eine  Identitiit  des  Schriftstellers  ausgeschlossen  scheint.  Beide 
sind  fiir  unser  Gefiihl,  aber  ganz  im  Stile  ihrer  Zeit  (man  denke  an 
des  Albinos  Scliiiler  Galen,  trotzdem  Albinos  nur  im  Auszuge  vorliegt!) 
merkwiirdig  breit.  Aber  diese  Breite  beruht  nicht  auf  denselben  Stil- 
prinzipien.  Der  Theatetkommentator  fiirchtet  von  seinen  jungen  Stu- 
denten  mifiverstanden  zu  werden  und  wiederholt  daher  bestandig  die 
Begriffsworter  (z.  B.  34,  3(3  b  GeoAWPOc  rewMexPHC  Con  kai  moycikoc  ewei- 
leN  recoweTPiKON  kai  moycikon  GeuPHMA'  reooweTPiKON  mcn  oyn  to  kata  tac 
aynAmcic,  moycikon  Ae  to  thc  enTAKAiAeKAnoAoc).  Dagegen  beruht  die 
Weitschweifigkeit  des  Albinos  zum  Teil  auf  rhetorischen  Alliiren.  Die 
Haufung  der  Synonyme,  die  der  Attizismus  den  attischen  Haupt- 
rednern,  namentlich  dem  Demosthenes  abgesehen  hatte  und  die  Plu- 
tarch z.  B.  in  Fleisch  und  Blut  iibergegangen ,  ist  bei  Albinos  (im 
Prolog  wie  im  Didaskalikos)  schon  Freudenthal  aufgefallen  (S.  254.  295). 
Parallelen  zu  dessen  Doppelworten :  tocnep  epirKoc  tic  yhapxcon  h  *yaakh, 

UCneP  Tl  OICTPOYN  KAI  AfPION  ePCMMA,  nPOCOIKeiOYN  KAI  nPOcAreiN,  eKKAOAI- 
P6IN    KAI    eYKPmeTc  AnO0A!NeiN,    nPOHrOYWeNON  kai  TIMION,    APXON  kai  BACIAeYON, 

ANCiOAeepoc  kai  A<j>eAPToc,  OYx  AnAuc  o-T-Ae  coc  cTYxeN  finden  sich  im  Kom- 
mentar  nicht.  Vielmehr  ist  hier  eine  fast  mathematische  Sauberkeit 
und  Prazision  des  Ausdrucks  angestrebt,  und  wenn  er  gewahlte  und 
ausdrucksvolle  Worter  verwendet,  wie  4,  3  eMSPeiee?  toinyn  anapi  ene- 

*HMICeN    TON    AlAAOrON    ONTA     KAPTePON    odcr    2,  9    TAYTA    MCN    OYN  ANAFKaToN 

HN  npoANAKAeHPAceAi  {vovherzu  hereinigen),  verschmaht  er  es  durchaus, 
sich  selbst  zu  paraphrasieren ,  wie  jener  es  tut.  Beide  Arten  der 
Weitlauftigkeit ,  die  des  Albinos  wie  des  Kommentators,  entstammen 
der  padagogischen  Absicht  des  Lehrers.^  Der  eine  will  begrififlich 
Schwieriges  durch  Zufugung  der  Synonyme  erlautern  und  zugleich 


'   Die  padagogische  Absicht  zeigt  sich  z.  B.  in  der  direkten  Apostrophe,  niit  der 
die  begriffliche  Methode  ans  Heiv,  gelegt  vvird  45,  29. 


EINLEITUNG 


XXXV 


seinen  Horern  ein  bequemeres  Nachsclireiben  der  Hefte  ermoglicheii, 
der  andere  suclit  durch  stetes  Wiederholen  derselben  Worter  selbst 
den  zerstreutesten  oder  langsamsten  Kopfen  beizukommen/  Hier  treten 
also  individuelle  Seelenkrafte  zutage,  die  ahnliche  Ziele  auf  verschie- 
denem  Wege  erstreben. 

Wenn  beide  anerkanntermaBen  mit  dem  damals  iiblichen  Attizis- 
mus  nichts  zu  tun  haben,  so  steht  doch  Albinos  ihren  Bestrebungen 
ein  wenig  naher.  Platonische  Stilbliiten  liegen  ja  einem  Platoniker 
sehr  nahe,  aber  wiederum  zeigt  Albinos  liier  etwas  weiter  gehende 
Tendenzen  als  der  Kommentar,  wenn  auch  von  einem  »aus  platoni- 
schen  Worten  und  Satzen  zusammengewiirfelten  Musivstil«^  bei  jenem 
nicht  wohl  gesprochen  werden  kann.  Denn  da6  platonische  Termini 
in  einer  platonischen  Doxographie  und  in  der  Paraphrase  platonischer 
Textesworte  vorkommen  miissen,  ist  selbstverstandlich. 

Man  konnte  nun  den  nicht  zu  verwischenden  Stilunterschied  aus 
der  verschiedenen  Schriftgattung  ableiten  woUen.  Albinos  vnoMNHMATA 
sind  zusammenhangende,  zur  Orientierung  weiterer  Kreise  bestimmte 
Einfiihrungen  in  Platons  Philosophic.  Der  Kommentar  dagegen  tragt 
einen  ausgesprochenen  Schulcharakter.  Es  ware  daher  moglich,  na- 
mentlich  in  jener  Zeit,  die  selbst  fiir  kleinere  Literaturgattungen  teste 
Stile  ausgebildet  hatte,  dafi  der  Abstand  sich  nur  aus  dem  verschie- 
denen Publikum  erklarte,  fiir  das  der  Philosoph  seine  Schriften  be- 
stimmt  hatte.  In  der  Tat  ist  der  Unterschied  zwischen  Aristoteles' 
TToAiTeiA  "AeHNAicjN  und  der  Politik  betrachtlicher  als  der  zwischen  Al- 
binos und  dem  Theatetbuch.  Trotzdem  scheint  diese  Erwagung  nicht 
alle  Bedenken  zu  verscheuchen.  Galen  z.  B.  wie  Alexander  zeigen  in 
ihren  Kommentaren  und  Monographien  immerhin  eine  so  groBe  P^in- 
heit  des  Stils,  daB  man  nicht  leicht  auf  verschiedene  Verfasser  raten 
wiirde.  Andererseits  ist  zu  bedenken,  daB  die  Hypotyposen  ausdriick- 
licli  als  Bearbeitung  von  Gaios'  Kolleg  veroffentlicht  worden  sind,  so 
daB  also  auch  fiir  diese  doxographischen  Arbeiten  zunaehst  an  ein 


'  In  der  juristisclien  Fakultat,  wo  sich  der  scliolastische  Unterrichtsbetriel)  am 
langsten  gehalten  hat,  sind  heriihnite  Meister  in  beiden  Forinen  der  padagogischen 
Weitliiufigkeit  noch  iin  vorigen  Jahrhundert  aufgetreten.  Die  Methode  des  Albinos 
z.  B.  wandte  ein  eleganter  Heidelberger,  die  des  Kommentators  ein  ebenso  beliebter 
Berliner  Jurist  an. 

«  Freudenthal  S.  296. 


3* 


XXXVI 


EINLEITUNG 


Studentenpublikum  zu  denken  ist.  Leider  fehlt  es  uns  an  Uberbleibseln 
von  Gaios.  Kein  Wort  ist  von  ihm  erhalten.  Sonst  wiirde  es  der  Miibe 
wert  sein,  unsern  Kommentar,  der  im  Inhalt  eine  solche  Blutsverwandt- 
schaft  mit  Albinos  zeigt,  mit  dem  Stil  seines  Lehrers  vergleichen  zu  konnen. 

Da6  die  Kommentare  des  Gaios  nicht  minder  geschatzt  waren 
als  die  des  Albinos,  beweist,  dafi  Plotin  neben  andern  auch  diesen 
altesten  der  akademischen  Kommentatoren  zu  benutzen  pflegte.*  Seinen 
Timauskommentar  hatte  Proklos  neben  dem  des  Albinos  zur  Hand,^ 
und  da6  beide,  Gaios  wie  Albinos,  in  einem  wichtigen  Punkte  iiber- 
einstimmten,  zeigt,  da6  der  Unterschied  der  beiden  Kommentare  wohl 
hauptsachlich  formal  gewesen  ist,  wie  er  sich  durch  das  Lehramt  und 
die  Individualitat  der  Lehrer  von  selbst  herausgebildet  hatte.  Leider 
sind  uns  iiber  Albinos'  und  Gaios'  Verhaltnis  nur  so  diirftige  Mittei- 
lungen  uberliefert,  daB  wir  nicht  einmal  wissen,  wo  und  wann  wir 
uns  Gaios  tatig  denken  diirfen.  Die  blofie  Bezeichnung  der  Schuler- 
schaft  fiihrt  uns  nicht  viel  weiter,  zumal  Albinos,  als  Galen  ihn  horte 
(s.  oben),  schon  in  vorgeriicktem  Alter  gestanden  haben  mufi/  Ist 
etwa  anzunehmen,  dafi  auch  Gaios,  wie  der  in  Smyrna  tatige  Albinos, 
in  Kleinasien  lehrte,  da  Galen  einen  anderen  seiner  ebenfalls  nicht 
mehr  jungen  Schiiler  in  Pergamon  horte?  Fur  gewisse  Eigentumlich- 
keiten  der  Orthographie  und  des  Stils  ware  es  nicht  uninteressant, 
dies  zu  wissen,  obgleich  damals  das  Wort  lonismus  nicht  viel  mehr 
zu  besagen  hat  als  die  Africitas  bei  den  Romern.  Die  einstmals  wirk- 
lich  provinziellen  Eigentiimlichkeiten  sind  langst  durch  die  verschiedenen 
Abschattungen  der  koinh  Allgemeingut  geworden  und  finden  sich  in 
Agypten  so  gut  wie  in  Syrien.  Es  herrscht  nur  noch  der  Gegensatz 
des  Attikon  und  'Gaahnikon,  wie  dort  des  urhanum  und  vulgare^ 

'  Porphyr.  v.  Plot.  14  eN  Ae  ta?c  cynoyciaic  ANenrNUCKero  mgn  aytcoi  ta  YnoMNH- 
MATA  eire  Cgbhroy  ein  elVe  Kponioy  h  Noymhnioy  h  FaToV  h  "Attikoy  kan  toic  TTePinATH- 

TIKOTC  TA  Te  "AcnAClOY   KAI  'AAeiANAPOY  'AaPACTOY   re   KAI   TCON  eMneCONTCON. 

2  S.  oben  lb. 
'  S.  oben. 

*  In  dem  Augenblicke,  wo  diese  Einleitung  zum  Drucke  geht,  erscheint  die  Ab- 
handliing  von  Th.  Sinko  De  Apulei  et  Alhini  doctrinae  Platonicae  adumhratione  (Diss,  philol. 
cl.  Ac.  Cracov.  XLI  129  ff.),  worin  nachgewiesen  ist,  daB  die  drei  Biicher  des  Apuleius 
De  Plafone  et  eius  dogmate  sich  innigst  mit  Albinos  berUhi'en  und  vermutlich  aiis  der 
Original vorlesnng  des  Gaios,  aus  der  audi  Albinos  sein  groBes  Werk  YnoTYntocecoN 
TTAATWNiKdiN  •  AOrMATWN  A  —  6  gcschopft  liabc,"  gellosseu  sind.  Sinko  denkt  sich  freilich 
Gaios  als  Professor  in  Athen,  wo  Asklepios  Akademiker  horte. 


EINLEITUNG 


XXXVII 


Wie  dem  nun  auch  sein  mag,  man  darf  gewiB  das  neue  Buch 
als  ein  Erzeugnis  der  Gaiischen  Schule  betrachten.  Wenn  daher  bis 
jetzt  Aspasios,  der  genaue  Zeitgenosse  des  Gaios,'  als  der  alteste  er- 
haltene  Vertreter  der  Kommentatorenzunft  verehrt,  aber  wegen  des 
schlichten  Biedermeierstils  seines  teilweise  erhaltenen  Kommentars  zur 
Nikomachischen  Ethik  etwas  scheel  angesehen  wird,^  so  wird  er  jetzt 
Verehrung  und  Tadel  mit  dem  Anonymus  in  Theaetetum  zu  teilen 
haben.  Wir  konnen  wiinsclien,  dafi  unsere  Papyrusfunde  Besseres  und 
Lehrreicheres  zutage  fordern,  als  dieses  nur  auBerliche  Prachtstiick 
eines  antiken  Buches,  aber  wir  segnen  auch  das  mit  Dank,  was  an 
Erzeugnissen  zweiten  und  dritten  Ranges  uns  neu  geboten  wird.  Denn 
wir  sehen ,  auf  wie  karglieliem  Nahrboden  Leute  wie  der  Kaiser  Marcus 
und  der  Arzt  Galenos  entsprossen  sind,  die  Jahrtausenden  imponiert 
haben.  Wenn  der  Schiiler  Albins  die  furchtbare  Redseligkeit  und 
wissenschaftliche  Unselbstandigkeit  dieser  Kommentatoren  nicht  ganz 
abgelegt  hat,  so  wird  man  diesen  Fehler  der  damaligen  Bildung  um 
so  mehr  entsehuldigen,  als  sein  literarisclier  Weitblick  und  seine  zfilie 
Energie  ihm  ganz  personlich  zuzurechnen  sind. 

'   Galen  V  41,  wo  er  von  Gaios'  Schiiler  redet,  erwahnt  als  dessen  Zeitgenossen 
einen  Schiiler  des  Peripatetikers  Aspasios. 
^  Gercke  Pauly-Wissowa  Aspasios. 


KOMMENTAR 

zu 

PLATONS  THEAETET 


ZEICIIEN  DER  AUSGABE 

<(  y  Auslassungen  des  Schreibers. 

[[  I  irrige  Zusatze  des  Schreibers. 
AAA  vom  Sclireiber  getilgte  Buchstaben. 
AAA  unsichere  oder  verstiimmelte  Buchstaben. 
[.  .  .]   verlorene  oder  unerkennbare  Buchstaben. 
Gesperrt:   Platons  Lemmata. 


1,  1  [  TTpJcoTAro-  2,  3  tcoi  TTpcoxArdPAi,  6  A[e] 

[p  ]XPH  GeAiTHroc  SNeyfr- 

[  TTPUTAjrOPAN  5   XANGN  TCOI  CYrrPAM- 

[  jynOAH-  MATI   TCOI  TTPCOTArOPOY 

5  [mat  ]ANei-  TCOI  TTepi  AAHeeiAC,  6N  coi 

[  jAeweN  nepi  eniCTHMHC  Aerej. 

[  ]tikcoi-  tayta  mgn  oy[n]  ANAr- 

[  ]oYie      '  1 0  ka[T]on  hn  hpoanaka- 

[  ]CCON  GHPACeAI.      TUN   AG  TTaA- 

10   [  ]YrHI  Ta)NIK[cON]  TINeC  COH- 

[.;...   TTpcoTAjrdPAi  eHC[AN  nep]i  kpithpioy 

[  ]A0I>  epNAI   t6n]  AIAAOrON,> 

[  ]Ai5Ee  15  e[nei]  kai  nAeoNAzei> 

[  C0]*ICTAI  SN  THI  HePI  TO'r'TOY  CKe- 

15  [  ]hnka-  Yei.    t6  a'  oyx  oytcoc  e-> 

[  ■  .JcsYAO  xei,  aaaa  n[pj6KeiTAi  ne- 

[  jeNAe  PI  eniCTHMHC  ein[e]TN 

[  ]nihmh  2  0  t[hc  XnAjflc  km  acyn- 

[  np]coTAr6-  eeTOY-  eic  toyto  Ae  a-> 

20  [  ]eTO  e-  N[A]rKAicoc  nepi  kpith- 

[  ]aito  pi[o]y  CKoneT.    Aerco  ag 

[  ]onep  NYN  kp[i]tihpion  t6  [a]i' 

[  ](oc.  2  5  OY  i<[p(N]oMeN  coc  6p[r]A- 


n[o]y.    [A]eT  TAP  exeiN  coi 

^^  —  ^^  *  KP[l]NOYMeN  TA  HPA- 

»  TMATA,  e[T]TA  OTAN  AKP[l-] 

B€C  HI  TOYTO,   H  TUN  KA- 

*  *  3  0  AiSc  KPieeNTcoN  m6- 

[ni]moc  ttapaaoxh  [ri-] 

[pNGTaJi    enic[TIHMH].  AA- 
2,  1    AYTHI.      AMA   AG   KAI   Ge[6A(0-]  a'   e[Nloi]  *ACIN  AYt6n 

poc  MeN  gtaTpoc  hn  nepj  enicjHMHC  [>] 

1,  2  xPH  aus  XPA  korrigiert.  6  etwa  o?a€  «^n.  7  vor  t  ein  n  odcr  n,  niclit  y. 
15  etwa  THN  co<)>(an  texnhn  kaaoycin,  hi  tic  e'r-AOKiMHceieN  AN.  40  —  48  am  Hlnde  siiid  Buch- 
stabenspuren  erhalten. 

2,  13  das  erste  i  in  kpithpioy  ubergeschrieben.  20  vgl.  !.'>,  2  ff. 


4 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


2,  3  5  npoeeweNON  ZHT[eTN] 

6N   MGN   TCOl  0eAITHT(o[l] 

nepi  A  OYK  ecTiN  Aei-> 

KN-fNAI,   eN  TUI  Co<J>l- 

CTHi  nepi  A  ecTiN.  npoc- 
4  0  HAeoN  MeN  OYN  err'r'c,  . 

OY  MHN   eTYXON  TA-> 
AHeOYC-    OY   TAP  ZHTcT 
THN   YAHN,   nep[i]   HN  C[TPe-] 
<J>eTA!   H  eniCTHMH, 

4  5   AAAA  TIC  OYC[|]a  a[yt]hC.  [e- 

TCPON  Ae  eCTIN  TOYTO  f- 

KeiNOY,  coc  eni  tcon  tg- 
xn[(2i]n  aaao  mgn  ecTiN 

TO   [ZHjTeiN  [ejKACTHC 

5  0  THN  [oJyCIAN,  AAAO  AG  > 

t6  THN  YAHN,  nepl  HN 

nPAr«ATe~r'ONTAi.  e-> 


3, 1  ne]  [ag  eni]cTA«H  hn 
a6ia  6peH  AeeeTcA  ai- 

TIA  AOnCMOY  (T6Te  TAP 
fcMeN  TA  nPArMATA,> 
5   OTAN  MH  «6n0N  eiA(S- 
MGN   OTI   eCTIN   AAAA  Ka'i 
AIA  t!),  HCAN  AG  01  TAC> 
AlCeiHCGIC  6KTGTGI-> 
MHk6tGC   AIA  TO  6XGIN 
10   AYTAC  Tl  nAHKTIKON 

[aJnatiggntgc  aytaTc 

KAi   THN  AKPGIBGIAN, 
nPfilTON  MGN  TAY'THN 
BACANIG?  THN  Yn6-> 
1  5   AHMYIN,   gTtA  MGTABH- 

CGTAi  ^ni  a6ian  6p-> 

eiHN,   MGTA  TA't'THN  Gni 

a6ian  opghn  mgta 
A6roY,  KAI  [^Jnsaag  ka- 

20   T[A]riAfCGI   [th]n  ZHTH- 


3,  2  1   [CIN  •   Gl   TaJp  nPOCAABOl 

[ton]  agcmon  thc  aiti- 

[AC,   hJnGTAI   AY[t]cOI  T6-> 
AGl[o]C   0  Th[c]  TOIAYTHC 

2  6   6n[lc]TH[MHC  A6r]0C.  T[a] 

[MGN]  OYN   TO|[AYT]a  KA[i]> 
[gn]  THI   GIHrHCGI  CA- 
[OHNjlCeHCGTAI.  06P[G-] 
[t]aI   AG   KAI   AAAO  nPOOI- 

3  0   MjON  Yn6Y[Y]XP0N 

CXGAON   TUN  i'cCON 
CTIXCON.     OY  APXH  • 

»APA  re,  S  haT,  *^pgic  ton 
[n]G[pi  GgJaithtoy  A6roN;.< 

3  5   TO  AG  rNHCl6N  GCTIN, 

OY  APXH-  »apti,STgpyi-  142 A 
CON."    goikg  AG  nGnoi- 

HK^NAI  MGN  APAMA- 
TIk6n  ton  AlAAOrON 
40  TOY  CfOKPATOYC  nPOC- 

[aiaJagpomgnoy  9go- 

ACOPCOI   TG   KAi  9gAITH- 

Tui,  gTta  enel  gTxgn  > 

nOAAA   AfKYAA  HPOC- 

4  5   GSHKGN  TO  nPOOIMI- 

ON,  d)c  Gykagiaoy  Ano- 

MNHMONG-fONTOC  > 

rTp6c  TgpyIcona,  Sn 

HKHKdel  CqJKPATOYC./ 

5  0  6  [a'  GJykagiahc  tun  ga- 

A[o]ri«a)N  hn  Cukpa- 

TIKCn   KAI   HPIGN  TG 
t[h]c   ONOMACeGICHC  > 


4,  1    MGrAPIKHC   Af[PG]CGa)C,  H- 
TIC  YCTGPON  GfGNGTO 
CO<t>ICTIKC0T6PA-  GMBPGI- 


GGI  TOINYN  ANAPI  GHG- 
5   OHMIC6N   TON  AlAAOfON 


2,  42  vielleicht  steht  nach  zhtgi  noch  n.  45  oyca[.  .]hc[.].    Das  i  der  Korrektur  ist 

an  der  abgeriehenen  Stelle  iiicht  melir  sichtbar.  49  nach  to  steht  eiii  durchgestrichenes  y. 

3,1  von  A  ist  der  Ansatz  erhalten.  2  aus  Menon  98  A  (vgl.  15,22).     Man  er- 

wartet  an  beiden  Stellen  aJtiac  AoricMfii.   Vgl.  aucli  3,  22  und  Einl.  S.  xxxin.  25  von  Aor 

sind  ganz  geringe  Sjjuren  erhalten.  48  tpsyicona.  49  der  schriige  Stricli  am  Eiide  der 

Zeilo  bezieht  sich  vermutlich  auf  die  Ende  der  Z.  50  vorzunehmeiide  Korrektur.  50  £a  aiis 

6N  korrigiert,  s.  Einl.  S.  xiv. 


THEAETET.   Einleitung.   Zu  p.  142D  -143D 


5 


4,  6      ONTA  KAPTep6N •   OY  TAP 

AH   Al'  HN   0HCIN   Am->  143  C 

AN,  Yna  MH  nAPAnOAI- 
zoi  eNKeiMGNA    KaI  e- 
10    ro)  e<j>HN,  KaI  eru  eT- 
noN"  kaI  >.nepi  toy  Ano- 

KPeiNOMGNOY  0T[|]  CYN- 

e<t>H<'  KAi  ..Oyx  [(i)Mo]A6rei'<. 
KexPHTAi  r[oY]N  eni  noA- 

15      AiSn  TOIO^'TCp  XAPA-> 

KTHPI   KaI   OYK  6N0XA[eT] 

oYAeN  6N  GKeiNoic.  ne- 
piexei  AG  t6  nPooiMi- 

ON  TCON  nP0CHK6N-> 
2  0      TCON   KAi  nPAKTfilN  Y- 

norPA*HN,  A  01  CT[coiK]oi 

KASHKONTA  6[nOMA-] 
ZOYCIN.      TA   Ae  TOIA[yTA] 
CAOeCTATA   KeTTA[l  HA-] 

2  5      PA  TOTC  Ca)KPATIK[o]Tc 

KAI   OY  AeTTA[l]  eiHTH- 

>ce(oc-   eTne  Te  oti  ha-  142D 

>CA  ANATKH   61  H  TOYTON 

>eAA6[r]iM0N  reNecsAi 
30>e[i]nep  eic  ha[i]kian  [cJa- 
>eoi.    Gi  eYOYHC  6  Ggaith- 

TOC,  nOIA  ANArKH  eA- 
A6rlM0N   AYTON  VeHS- 

csAi  eAe6NTA  eic  hai-> 

3  5    kIan  np6cee[N]  «h  n[o-] 

CHCANTA  MHAe  ACXOAH- 
eeNTA  MHA6   Al'  AAAHN 

omoIan  AiTiAN  ewno- 
AiceeNTA;  ta  tap  toiay- 

4  0     TA  KATA  t6  eiK6c  AGPe- 

TAI,   OYxi   AG   KATA  t6  A- 

nafkaTon,  enei  taTc 
eY*YeiAic  OY  np6cecTiN 
t6  bgbaion,  aaaa  to 

4  5      CbC   KATA  TO  HAeTcTON. 

AAAA  OTAN  TG  TIC  CXG- > 
AON   nAcAC  6XHI   TAG  6Y- 


4,  4  8   <t>Y6fAC,  ucnGP  6  9gai-> 

THTOC,   KAI   OY  m6nON 
5  0     TG  TAYTAC,   AAAA   KaI  TAG 
ACKHCGIC   AYTUN  KAI 
6   TOIOYTOC   riNGTAI  GA- 

5,  1     A6riMo[c],  6AN  [m]h  TI  KC0-> 

A'r'CHI   n[AP]A  [t]HN  610)- 
SGN   AITIAN.      GiMGNTCON  143D 
>6N    KyPHNHI   MAAAON  6- 

5>kha6mhn,  S)  6g6aupg, 

>  tA  GKG?  an  CG  KAi  nGPi 
>6K6fNa)N  ANHPCOTCON, 
>Gi'TINGC   AYTOei   nGP'l  TG- 
>UMGTP1AN   fi   TINA  AA- 
10>AHN   *IAOCOct>(AN  GlciN 
>TCON   NGCjlIN  GFIIMGAGI- 
>AN   nOIOYMGNOI,   NYN  AG 

>(htton  tap  GKGINOYC  H 

>T0^CA6   *IA(i>).  KhAGTAI 
15      M6N   KAI  KYPHNAiuN,> 

KAtA   t6n   AYTON   AG  A6rON 

KAi  CONTINCONOYN  AN- 

GPCOnUN-  ilKGICOMG- 

GA   TAP  TOIC  OMOGIAGCI- 
2  0      MAAAON  M6NT0I  cil- 

kgIutai  to[Tc  gaJytoy 

nOA!TAl[c-  GniTGING-] 
TAI   rAP   KaI   A[NiGT]A[l]  H 
OIKGICOCIC-   9[C0I  TOjlNYN 

2  5     And  THC  OIKepJcOCGQC 

GicAroYci  THN  ai[k]ai[o-] 

CV-NHN,   GI   MGN  AGrOY-> 
CIN  i'cHN  AYTOY  T6  np6c 

ayt6n  KAI  np6c  [ton  g-] 

3  0      [cjXATON   MYCfilN,  TGGGN- 

TOC  MGN  TO^TOY  CC0Z6- 
TAI   H   AIKAIOC[i]NH,  OY 

CYrxcoPGTTAi  [a]g  [gT-] 
NAi  icHN  •  riAPA  rA[p  tAn] 

3  5      GnAphGiAn   GCTIN  [K]Afl]> 


4,  9  iiber  dein  k  von  kai  steht  ein  Puiikt.   Vielleicht  sollte  das  gauze  AVort  dur(;h  drei 
Pankte  getilgt  werdeii.      18  p  zu  Anfang  aus  o  verbessert.      51  iiacli  kaI  scheint  ^seic  ausgefallen. 

5,  22  —  24  ergaiizt  Wil.  29  ton  ecxAroN  Mycoin]  vgl.  Tlieaet.  p.  209  B.  35  gn- 
epreiAN ,  aber  korrigiert. 


G 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


5,  36  THN  CYNAICeHCIN.  H> 
mU  TAP  nPOC  eAYTON 
OIKei'tOCIC,  *YCIKH  eCTIN 

KAi  AAoroc,  H  Ae  npoc 

40  TO'Y'C  nAHcioN  <1)YCIKH 

MeN   KAI  AYTH,   OY  MGN- 
TOI   ANGY   A6rOY.      GAN  TOYN 
KATArNCOMEN  nONH- 
PIAN  TINCON,   OY  m6nON 

4  5  YeroMeN  aytoyc,  aaaa 

KAI   AAAOTPIOYMeeA  > 
nPOC  AYTOYC,  AYTOi  AS 
AMAPTANONTeC  OY- 
K   AnOAeXONTAI  MEN 


G,  1    TA  [M]Ax6MeNA,   OY  AYNAN- 

t[ai  A]e  weiCHCAi  aytoyc. 

OYK   eCTIN   TOINYN  1cH 

H  o[i']Ke[i]a)cic  npoc  e- 

5   AYTON  [KAI  n]p6c  ONTIN- 

OYN,  bnoY  MHAC  np6c 
TA  [ejAYTUN  MePH  en'  i- 
ch[c]  4iKe[i]cpMeeA.    oy  tap 
oMofcoc  exoMCN  npoc 

10    6<t>[eA]AM[6]N   KA[ij  AAKTY- 

aon,  Vna  mh  Aero)  nPOC 
ONYXAC  [kJai  tpixac,  enci 

OYAe  npoc  THN  AnOBO- 

ahn  aytCn  6moiwc> 

15  HAAOTPIC0M[eG]A,  AAAA 
MAAAON  K[Ai  HT]T0N.> 
ei   AG   KAI  A[YT]oi  *HCOY- 

ci  eniTei[N]eceA[i]  thn 
oiKe'!a)[ciN,  ecjTAi  MeN> 
20  *iAANep[a)nl]A,  eAcrioY- 
ci  AC  t[oytoyc  a]i  ne- 
piCTACeic  [  ]n,  b-> 


6,2  3  noY  anan[kh  m6]non> 
ccbzeceAi  ton  eye- 

2  5   PON  AYTCON  •   KAN  MH  Te- 

NUNTAI   AC  nePICTA- 

ceic,  aaa'  AYTOI  re  oy- 

TCJC   AIAK[eiNTAl]  UC  6- 

AerxGHCOMeNoi.  o'eeN 
30  KAi  epa)[T](i)CiN  01  es  A-  , 

KAAH«e[lAC  0]Y[T]a)[c]-  6- 

n'  fcH[c]  9Y  [ccozeTAi]  ka- 
TA  t[oyc]  "eniKo[YPeio]YC 

H    AIKAIOC^NH   KA[|]  KA- 

3  5   TA   TO'Y'C   CTUIKO-r'[c].  AA- 

AA MHN  kata  toyc  '€ni- 
KOYPeioYC  OY  ctize- 

TAI  H  AIKAIOC^NH,  d)C 

oMOAoroYCi,  npoc  oyc 
40  0  A6roc,  OYAe  kata  toyc 
CtCOIKO'Y'C  apa.     aia  ti> 
TAP   OY  CCOZeTAI  KATA 

TO^C  ■'eniKOYPeioYC,  > 

ef  TjC  AYTCON  nYNGA- 

4  5   n[0IT]0,  <t>HCOYCI,  OTI 

OYK  AnoAefnoYCi  oi-> 
KeiuciN  nPoc  toyc 


7,  1   nAHCION.     CAN  OYN  An9- 

Aeinnre  ymgic  ano- 

MOIAN,  APA  re  OYX  OPA- 

Te,  OTI  TOYTo  to  nAeT- 
5  ON  ANArKAcei  noTe 

MH   OMOIUC  CTOXA-> 
ZeC6AI  TOY  Te  eAYTUN 
AYCITCAOYC   KAI  TOY 
TCON  nAHC[l]9N,  e[iA]p- 

10  KeT  Ae  KAI  eni  Te[x]NHC 

KAI   eni  APCTHC  nAPA- 


5,  36  h]  vor  der  Korrektur  e[.].  41  o  aus  i  korrigiert  (es  war  zuerst  falsch  ayth: 

gcschrieben).  42  eAN]  a  ubergeschriebeii. 

C,  6  b'noY  MHA^  Heiberg:  onoYAEMH  Pap.  20  oiAANeptoniAi,  aber  i  getilgt.  aus  eAerxo 
korrigiert.  22  nach  picxAceic  (erstes  c  iibergeschrieben)  foigt  iiicht  t.  Etwa  [NAYArfijN  ?  Viel- 
leicht  deiikt  er  an  Hekatons  Beispiel  von  den  Schiffbriichigen  auf  deni  Brette,  Cic.  off.  Ill 
23,  90.  31  OYTuc  las  Wil.  39  oyc]  y  iibergeschrieben. 

7,7  eAYTuiN]  N  durch  Strich  dariiber.    Vielleicht  eAYiGi  und  tui  Z.  9.  10  TexNH[c] 

Schubart. 


THEAETET  p.  USD 


7 


7,  12  BAeeic  KAN  etc  apigmoc 

GKAXePON  a[y]tCON  A- 
*ANICA|-   OeeN   OYK  A- 


15  no  THC  oiKeicoceuc 

eicArci  6  TTaatun  thn  ai- 

[KAjlOC-t'NHN,  AAAA  A- 

no  THC  np[6]c  ton  ee- 
6n  6moi6[thto]c  Aei- 
2  0  lOMEN.    th[n  Ae]  oiKej- 
cociN  ta[yth]n  <(thn)  n[o]AY- 

ePYAHTON   OY  m6[no]n 

6  CcoKPATHC  e[i]c[Ar]ei, 

AAAA   KAI   01   HAPA  TCOl 

2  5  TTaatconi  co*ict[aI.] 

[aJYTHC  Ae   a[h]  THC  01- 

Keia)[c]e(o[c]  h  mcn 

[eCTl]N  KHACMONIKH 

[....■..■.ic[..'..'^] 

3  0  [.  .  .  .]toyc  [  ] 

[.  .  .]uc  ant![.  .]eNcoi 

[....■;.:..■....] 

po['»']MeeA  eAYToTc  ta- 
r[AeA  oyJk  ay[t  ] 

35    l<[  jKHAOMeNOI, 

a[a]aA  BOYA6MeNOI> 
AYTA  TGNeCeAl  HmTn, 
AHAOT,  OTI   H   nPOC  GAY- 
TON  KAI  TOYC  OMoeiAeic 

4  0    OYK   eCTIN  AIPCTIKH  • 

OYAGIC   TAP  AIPgTtAI  6- 
AYt6n,   AAAA  GAYt6n> 
MGN  gTnAI,  TAfAeON 
AG  GAYTCO  gTnAI,  KHAG- 
4  5  TAI  AG  GAYTOY  KAI  TCON 


8,  1    nAHCION.      AIA   TOYTO  €- 

*H  •    ef  MGN   TCON   GN    Ky-  143D 
PHN  HI   MAAAON  6KH- 
AOMHN   AHACON   OTI  H 


8,  5      TOIAYTH  OIKGi(i)CIC> 
6CTIN  KHAGMONIKH. 

KaI  maa[a]on  enieY->  143D 

MU   GIAeNA[l   TIJnGC  H- 

mTn  TCON  [ngcoJn  cnj- 

10      AOIOI    riNGCGAI  GHI- 

GiKeTc.  "Ka!'<  (nepl  tcon 
eNeAA[G]  N[e]cpN  etne,  \0y) 
ncPi  TCON  e[N  KJyphnh) 

"MAAAON   6n[ie]YMC0  61- 
15      AGNAI  T[|]nGC  YnO*Ai- 
NOYCI   GAniAAC  TOY  TG- 

>  NGceAi  M[e]TPioi.«    Tay-  143D 

>TA  AH   AY  [too  TG  c]k0> 
>nCO   KAe'  b[C0N  A]fNA- 
20>MAI    KAI   T0[YC  AAAOY]c 

>ePCOTCO   01  [C  AN   OPCO  TOYC] 
>NeOYC  eeGAON[TAC] 

>  CYrrlrNGce Ai.    "'Gn  [toT]c 

GPCOTIKoTc  ACrGTAl, 

2  5      OTI  TOY  CnOYAAlOY  [g-] 

CTIN   TO   r[N]cONAI  TON 

Aiiep[ACT]oN.  zhtgT- 
TAi  OYN,  ricSc  [6  0]e[Af-] 

THTOC   eA[AeGN  AYTON] 

3  0    (ON  e[Y]<t>Y[HC.  AnoKPi-] 

Teo[N  tJoinyn,  9[ti]  oy- 

AG   OYTOC   AYTON  6AA-]> 
SGN-   OY  HANTAC   TAP  > 
TOS'C  KAAOYC  Ai'  GAYTOY 
3  5      GYPICKGI.  AAa'  GCTIN  OYC 

kaI  ai'  aaacon.    ka)  toy- 
to  gahacocgn,  OTI  "Ay-       143 D 

TOC  TG   CKOnGp]   KAs'  d-> 
CON    GNAGXGTAI  KAi> 
40      TOYC   AAAOYC  GPCOTAI.> 
oTc   OPA  CYMBAAAON-> 
TAC   TOYC   NGOYC."  KaI 
TAP  TO   TOICAG   H  ToTc- 
A6   CYNe[T]NAI  MHN^GI 


7,  13  eKATSPON  A-i-TcoN]  scil.  TO  T6  THC  TSxNHc  ka'i  ApeTHc  ePTON ,  vgl.  Plut.  do  aud.  13  p.  45  C, 
wo  Polyklets  durch  Clirysipp  vennittcltes  Apoplitliegma  fragiii.  2  (Vorsokrat.  239,  6)  zugruiid? 
liegt.  14  ovesN  16  thn  iiber  der  Liiiie.  19  lies  [lie)  AeiiowGN.  Vgl.  Einl. 
S.  XXXI.          32  etvva  [Wti  a^]  AiPovMeeA. 

8,  3  KH  iibergeschrieben  statt  *ei ,  was  durclistrichen  ist.  10  reNeceAi  die  Platon- 
hdss.  12  0^  hat  nach  eTne  keinen  Platz;  da  es  uiientbelirlich  sclieint,  mtifi  es  ausgefalleii 
sein.       24  ^podtikoTc]  Phaedr.,  Sympos. ;  vgl.  Eiiil.  S.  xxxii.        27  aiiaep,  doch  ^  gcstrichen. 


8 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


8,4  5    TOYc  eY<t>Ye[T]c.    Nynac  143E 

>(KAi   MH   MOI   AXeOY)  OY- 


9,1     >K   eCT[lN]   KAAOC,  OPOC- 

>  e  0  [i]  K  e  A  [e  c]  o  i  t  h  n  t  e 

>Ce[lM]6THTA   KAI   TO  G- 

>  3EU   TUN   OMMATWN  ' 

5     >HTT[o]n   AG   H   CY  TAYT'I'- 

>xei.    '0  9e6Acopoc  ton 
kaa[6]n  kata  ta  Yno> 

TCO[n]  nOAAWN  NOMI- 
ZOWeNA   TON   GK  THC 

1  0        MOP0HC   TOIOYTON,  6- 

MoicOC   AG   [e]K  [t](ON  AY- 

T(ii[N  kJa'i  ton  a[i']cxp6n, 

*HCIN   Te   TON  [9]eAI- 
THTON   eo[l]KeNAI  TCOl 

15      CcoKPATei  [k]ata  Te> 

THN   CeiMOTHTA  KAI 

TO  eico  exeiN  ta  [6]m- 
ma[ta],  oy  MeN[Toi]  en'  i- 

CHC   [TCO]!  CcOK[PAT]e|- 

2  0        6   AG   [Ca)]KPAT[HC  MAA-] 

AON  o[i]Ae  kaa6[n  ton] 

KAACij[c]   AerONTA,  T[oY-] 
t'  eCTl[N]   t6[n]  <t)P6N[lM0N]. 

coc  npoeA[e]uN  epei.  > 
25[>]T6  r[AP]  eY[MAe]H  6[nt]a    144 A 

[>]  d)  c  A  [a  a]  CO  I  X  [a  a  e  n  6]  N 

[>]nPAON  [a]y  e[TNAi  a]ia- 

[>]  *e  p6  n[t]co  c  k[ai  eni] 

[>]toyt[oic]  ANA[p]eT0N 
30[>]nAP'6NTiNo[YN]  ertb 

>MeN   OYT'  AN  cilOMHN 
kat[u] 

P  >reNeceAi  to  gyma- 


9,  37 


40 


AOKG?  A[e]  TA  TOIAYTA 
HAPAnOAIZeiN  AA- 

AHAOic  eni  re  tun  gy- 
oyeiuN  •  OY  TAP  wcnep 
eni  TUN  TeAeiUN  [a-] 

PGTCON   OYTCpC  Ka)  6- 

ni  TUN  eY<t>YeiuN  e- 

I  ANATKHC   nANfT'  aIkO- 


Z'la.  P  o\y\T  £  bpQi  nrNOMeNON.  A[Na)] 


10,  1 


10 


AOYeei,  aaaa  ta  noAAA 

KAi   eNANTIOYNTAl  AA- 
AHAAIC.      AIA  TOYTO  KAI 

0HCIN  6  9e6AUP0c-> 

OYTe   UIOMHN  rGNG-> 

CeAl   OYTG   OPU  riTNO- 

MGNON.      OYK  Gl  ANeAni- 

CTON  a'  AYTUI  KAI  OYX  [6-]     144  A 

PA  riTNOMeNON,  eY[ee-] 

UC   KAI   AAYNATON.  TUI 
rOYN    0GAITHTUI  MA[P-] 
TYPgT  UC  eXONTI  TAYTA. 


>  'A  aa'  oYTe  oieTc  u[cnep]  144  A 
>0YT0C  KAI  ArxiNOi  [kai] 

15     >MNHM0NeC   UC  TA 

>noAAA  kaI  npoc  [t]ac 
>6prAC  6iYPPo[noi]  eiciN, 

>  kaI  ATTONTCC  <t>ePONTA[l] 
[>]ucnep  TA  ANe[p]MATI- 

20[>]CTA  nAOlA,  kaI  man[iku-] 
>Tepoi  IH  ANAPei6[T]eP0i 

>  <t>'r'ONTAI.      'OiYTHC  K[Ai] 

ArxiN9[i]A  kaI  t6  mnh- 

M0NIK[6]n  GY<t>iGIAI> 
2  5        TOY   AOriCT[l]KOY,   KA[|]  6- 

iy[t]hc  M[e]N  kat'  Ar- 

xjN[0]lAN   [k]aTA   t6  PAI- 

9,9  man  erwartet  Aerei,  docli  liiCt  sich  Itier  aus  dem  Zusaminenhaiige  nomizgi  ergiinzen. 
Vgl.  47,  48.  32  kato)]  die  iiach  reneceAi  ausgef'allene  Zeile  nach  Z.  44  iiachgetrageii.  32a  iiber 
A  (iSchluC)  scheint  ein  Abkiirzungsstrich  (s.  39,  37  a)  gewesen  zu  sein,  der  durch  ein  Loch  zer- 
stort  ist.      nrN6MeN0N  ut  ^■id.  T:  nrNoweNOYC  B.  38  Xaahaoic]  koustruiert  wie  ofter  ^«no- 

Aizem.  40  ff.  s.  Eiiil.  S.  xxxii. 

to,  1  XKOAoveeT]  AKOAOYeiA  Pap.  ^'gI.  11,  16.  Vielleiclit  ist  AKdAoveA  gemeint.  12  ti 
iiber  der  Zeile.  18  aus  *epeTAi  konigiert.  26  wold  kai  XkxInoia. 


35 


eeC   KATA   TO  AOriCTI-> 
KON  THC  YYXHC,  TO 
nPAON   [kJaI  ANAPeiON 

KATA  TO  [eYjMoeiAec. 


THEAETET  p.  143E— 144B 


9 


10,  -28   a[|COC]   N06'i[N    KAl]  eN- 

TPex[eiN],  TO  Ae  m[nh-] 
30  monik[6]n  kata  to  [kp]a- 

Te?N   TUN  NOHe[eN-] 
[t]cON.      01   TOIOYTOI  OYN 

coc  enjnAN  eYKe[i]NH- 
Tol  ei'ciN  kaI  CeCOBH- 

3  5  MeNuc  6pmcocin> 

cocnep  <t>epeTAi  ta  an- 

ePMATICTA   nAO[T]A  KOt- 
<t>a)C  MEN   AIA   TO  MH 

reroMuceAi,  eiKHi 

4  0   Ae  AIA  j6  MH  GXeiN  ep- 

MA.      KAI   01   TOIOYTOI  OYN 

TCON  NecoN  man[ikco-] 
Tepol  Hirep  anapei- 

6TeP0l   <t>YONTAI.      Td  TAP 

11,  1    anapg?on  oyk  ewnAH- 

KTON,    AAAA  CTACIMON. 

>OYTe  AY  eMBPeieecTe->  144B 
>Poi  Ncoepol  nwc  ahan- 

5>t63CIN  nPOC  TAG  MABH- 
>CeiC   KAl   AHSHC  rCMON- 

>Tec.    Oi  Ae  BAPYTePOl  oy- 

K   eXONTeC   TO   OI-V  AM- 

BAYTePOi  ei'ciN  eN  tcoi 
10    MANOANeiN  KAl  eni- 

AHCMONGC  riNONTAI. 
KATA   MGN   OYN   TOYC  UA- 

'         AAio^c,  enei  hoaaaI  ai 

APeTAi   KAi  KATA  [[eKActA] 
15      GKACTHN   MIA  GYDYelA, 
ZHTHGHCeTAI,   61  AN- 
TAKOAOYeOYCI  AAAH- 
AAIC  AI  eY*YeiAi-  K[Ai]  6- 
/MOAoreTTAi  to  mh  n[AN-] 

2  0     TWC.     OY  MGNTOI  AAYn[a-] 


11,2  1     TON   ton   MIAN  g'X0N[t]a 

KAl  tag  aaaac  exeiN.  ka- 
ta AG  TO^C  CtCoTkO-Vg 
OYAG  ZHTgTtAI  TOYT[o,] 

2  5      MIAN    TG  YnOBAAAON- 

TAC   eY<t>YGIAN  nAC[AIC] 
TaTc   APeTA][c].  eiKAZ[OY-] 
CI   r[A]P  TO  Hre[M]ON[lK]ON 
KHPUI   eYnA[AGT(i)]l  HG- 

3  0      *Yk6t[|,  0  n]AN[TA  A]e- 

XGCSAI   p[  ]a.  b- 

eeN  oya[  ]a 

epcoTA  "Ap[ictcon]  0  XeT- 

00-  ei  MIA  e[CTiN  eY*]Y- 
3  5      GIA,   MIA   e[CTl]N   KA[i]  AP6- 

TH  •  aaa[a  m]hn  mIa  ec- 

TIN   eYOYGIA  (cbC  OMO- 

AoroYci,  npoc  oyc  6  a6- 

rOC)  •   MIA   APA   GCTIN  APG- 
40      TH.      ""0   AG   OYTCOC   AGIWC  144B 
>TG   KAl   AnTAICTCOC  KAl 
>ANYCIMCOC  6PXGTAI> 

>  eni   TAG  MASHCGIC  TG 
>KAi   ZHTHCGIC  MGTA 

45>nOAAHC  nPAIOTHTOC 
>oToN   GAAIOY   PGYMA  A- 
>YO*HTGi   PGONTOC.  OT- 

>  ON  AGi  gTnai  eN  taTc  ZH- 

12,  1     THCGCi  kaI  MASHCGCI 

Ynorp[A]<t>ei,  oti  agi  agi- 

COC   nPO'lGNAI,   TOYT'  6- 
CTIN   MH  AIAHHACON- 
5      TA,   A[nT]AICTa)C  MH> 
nP[0C]KP0'r'0NTA,  a[n]Y-> 
C|[M(ji)]C  AG,  YnA   KaI  ITPO- 
K[6n]TH.      AGI   AG   nPOC- > 
gTnAI  K[Ai]  THN  nPA6-> 


10,  28  4iAHe  vol-  nogTn  ist  selir  seliwach  zu  erkeiiiieii.  36  anJep,  aber  korrigiert. 

11,  14  Ende  der  Zeile  kat^kacta.  15  ekacth'^.  19  die  Bedeutuiig  des  Striclies 
links  ist  nicht  klar.  S.  Einl.  S.  vii.  27  vgl.  Arnim  Stoic,  fr.  5(3.  57  (II22ff.),  843.  847 
(U  229).  31  vielleicht  "fANTACTX.  32  etwa  or  a[iAaaha]a  (ZirkelschluB).  48  Aii- 
fuhrungsstrich  hier  zuviel. 

12,3  npo^Y^NAi,  er  wollte  also  npo'iNAi  lesen,  s.  Einl.  S.  xv.  4  aiaheiaun,  aber  korri- 

giert. 6  nP  .  .  KPOYONTA  .  Y>. 


10 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


12, 10 


15 


20 


THTA   KAI   MH  ArPIAI-> 

NeiN,  wcnep  kaI  to  e- 

AAION   pel  AYO*HTei.> 
>'"'(jOCTe  eAYMACAITO  144B 
>THAIKOYTON   ONTA  OY- 
>TCOC  TA[y]TA  AlAnPATTe- 
>CeAI.      To  THAIKOYTON 

ANTI   TOY   NeON  ONTA. 

eAYMACTON   OYN,   €1  KAI 

eN  to^[t]coi  thc  haiki- 

AC   eWMGACOC  ZHTeT. 

>  e  YAr[re]Aeic.         en  ana-  144B 


TNOCTeON •  eiAKOY- 

eTAi  AG  [>.k]aaa  ArreA-> 

AeiC".     GeAITHTOC,  fi 

25      C(p[K]PATec,  t6  re  6[no-]  144D 
[ma].    Toy  [mJgn  6n6ma- 
[toc  toy  nATPjoc  OYK  [e-] 

[MNHCeH  0e]6ACOPOC,  f- 
[CUC   OTI   9]eAiTH[T0C  £-] 

3  0       [l  OAirOY  ejitOITA  [....] 

[>ThN   MeNjTOI   OY[ciAN  1 44  D 

[>AOKOYCl]  MOI  eri[iTPO-] 
[>  n  0 !  T I N  e]  c  a  i  e  *  [e  a  P-] 
[>KeNAi.    aa]a'  bM[a)c  ka'i] 
35  [>n]p6[c  thn]  t[con  xph-] 
[>m]atg)[n  e]Ae Yeep[i]6T[H-] 
[>T]A  eA[YM]ACT6c,  £  Co)- 
[>]  K[p]ATe[c.    r]eNNiK6N  Ae- 
[>r]eic  t[6n  a]napa.  "'eni-> 

4  0        THAe[c   ejMNHCeH  TOY 

nATP6[c]  KAI   THC  AIA- 
*eOPAC  TUN  XPHMA- 
TCON  THC  YnO  TCON  6- 

n[i]TP6[n]a)N,  Yna  Aei- 

4  5        i[AC  t6]  CAEYeePION 

e[.  .  .]nch[.]coc  [r]eNNi- 


13,  1         KON.      eN    rA[p]  TOIC  MAAI- 
CTA  KAI  TOYTO  CKonei,  ei 
eACYeePidc  ecTiN  6 

NeOC   H   OY,   CbC   THC  ANC- 
5        AeYGePl6THT0C  IKA- 
NHC   OYCHC  AYMHNA- 

ceA[i]  riAN.    beeN  kan 

THI   rT0Al[T]elA[l,  CK]o- 

n&N  TO'l'c  eYct>[Y]e?c 

10        K[Ai]  MH,   OHCjN-   [a]a[a]a  MH 

ce  [aaJshi  ANe[AeY]ee- 

PIOTHC  nPOCO[Y]CA.> 

>eiMeN  apah«a[c]toy  145 a 

>Ca)MAT6c  Tl  OMOIOYC 

15    >  <t>HciN  eTNAi  enAi-> 
>[ncI)]n  h  YercoN  oy 

>[n]ANY  AYTWI  Ai[l]ON 

>t[6n  n]oyn  nPo[ce]xeiN. 
"^eA[ereN]  6  9e6Aa)[pJoc 

2  0        T[d]N   9[e]A[l]THT0[N  T]cOI 

Ca)[KPA]Tei  eo[i]KeNAi 

KATA  Te  THN  Ce|«6- 
T[ht]a  KAI  t6  eiO)  TUN 
6m[mAT]C0N.      KATA  [t]OY- 

2  5      t'  oy[n  *]hC!N  ay[t]6n 

eTN[Ai  j'ct[.] 

A[.  •  .] 

H[  ] 

TeA[  ] 

3  0     npo[  ] 

T0[  ] 

[  ] 

[  ] 

e[  ]io> 

3  5       m[  ]n[.  .]a> 

b[.  .  .  .  T I  a'  e  i]  n  0  [t  e]  p  0  Y  1 45  B 
>t[h]n  [yyx]hn  [enAi-] 

>N[o]|   [nPOC]  APe[TH]N> 

>Te  [kJaI  [co^iaJn;  ap'  oyk  a- 


12,22  vgl.  Phryiiich.  p.  266  Lob.  eyArreAu  •  6  FTaatoin  to  AevTepoN  npdcunoN  Aerei 
••ei-ArreAeTc".  So  von  Platoiihdss.  e?  ArreAeTc  T,  dagegeii  8?  XrreAAeic  BW  (wie  alle  Rep.  IV 
432  D).  30  der  SchluC  der  Zeile  kaiin  vor  dem  Lemma  leer  geblieben  sein.  46  erster 

Buchstabe  e  oder  e,  nach  h  schnialer  Buchstabe  i,  p.    Vielleicht  eti'  eNNofli  tac. 

13,  7iiachnAN  scheiiit  t  gestandeii  zu  haben,  also  hant'.  8  TToAireiAi]  VI  p.  486A  kaI 
«HN  noY  KAI  xdAe  AeT  cKone?N  ot,  h  kpIngin  msaahic  ♦ycin  it>iA6co*6N  re  kaI  t^A.  —  T6  noToN ;  Mh 
ce  AAeHi  M6T6X0YCA  XNeAeYeEPi AC ,  aus  dem  Gedachtnis  zitiert.  10  erganzte  Wi!.  16  vor  h  die 
Platonhdss.  nHi.     34  —  36  vielleicht  [o]i6-M[e9A  werAAHjN  [baa-]b[hn].     SQo'fKBTW:  oyk  Ast. 


THEAETET  p.l43B— 145  0 


11 


13,  40  >3E!9N[TCOl]MeNAKO~r'- 

>can[ti  npo]eY«[e]TceA[i] 
[>]  A  N  A  [c]  K  e  [y]  A  c  e  [a  l]  T  6  N 
[>]  enAiNeeeNT[A,  t]&\  A[e] 
npoe^M[co]c  e[AYT]6N 
45      eni AeiK[N-r']N[Ai;  '(jO]mo- 
AorHeH  a[yt(S  ta]yta 


14,  1      eKA[c]TON  [l]KANdN  etNAI 

AnooAiNeceAi,  Xnep 
KA[i]  eMneip6c  ecTiN,> 

TON   AS  9e6AC0PON> 
5      eN  ToTc  MAG  H  MAC  I  et- 
NAI IKANCOTATON.  Snei 

oy[n]  6  TOIOYTOC  en[Ai-] 
Ne[i  t]hn  yyxhn  t[i]noc, 

OYK  [a]n  AlAYeYCeeiH. 
10      AIA  TOYTO  Al[l]ON  CnOY- 
AACA|  T(0[l  Me]N  AKOY- 
CAN[T|]  CKfYACeAl  TON 

enAiNseeNTA  apa  re 
toio[y]t6c  ecTiN  fl  oy, 
15    Tui  [Ae]  e[nAiN]eeeN- 
Ti  rT[po]ef  M[a)]c  nAPe- 
x[eceAi]  ayt[6n]  eieTAC- 
eHc[6Me]N9N.    A  [a]  a  a 


145B 


145C 


>/AH  [anaJav'oy  [ta  coJmo- 

20>AOrH[M]^NA  [CKHn]T6- 
>MeN[oc]  rTAIz[o]NTA  Ae- 
>reiN  [T6]NAe.    [  'GJnei 
M0A6[r]HceN  o[ti]  enei 
ne[.  .]AeYT[.  .  .]  oa[.] 

2  5     [•  •  •  .]nAIN[  ] 

.  .  .  .]yy[x  ] 

.  .]cuct[  ] 

•  O^HeiTAL  ] 

.]no[.  .]^ay[t  ] 

3  0  r  M  ] 


14,  3  3    [.  .  .  a]aaoic  [  ] 

[.  .]  KAi  bPA  [mh  nAi-]  145B 

3  5    [z]qn  eAer[eN.    aio  a6I-] 

KNYei  6  C(o[kpathc,] 

d)C  AYTOY  A[N]A[AYOM]e- 
NOY  KAI  OY[Ke]T[l  eMM]e- 
NONTOC  T[o]!'c  a)[MOAO-] 

4  0    rH«|[N]oic  a[i]a  to  [mh] 

e[e]AeiN  eAYT[(2ii  Ae]i- 

l<[N-r']NAI.    A\ANeA[Neic]    145  C 
>rTOY  nAPA  0eoAco[poY] 
>  r eu MeT PiAC  att[a;] 
4  5    Oy[kj  elneN  »MANeAN[eic] 

n[APA]  GecpAcopoY  reu- 


15,  1      MeTPIAN,  AAA[a]  TINA  [t]hC 

re(OMeTpfA[c.    o]y  r[A]p> 
nePi  THC  CYN[e]e[T]oY 

eniCTHMHC  [e]CTlN> 
5      AYTfil  6  [A]6ro[C,]  HN  KAI 

cyc[t]hm[a]tik[h]n  ti- 
Ne[c]  6noma[zo]ycin, 
aaaa  nePi  th[c  AJnAfic, 

oTa  eCTIN  KA[i   h]  KATA 

10     eKACTON  ee(p[p]HMA 
rNucic  TUN  [k]at[a] 
re(OMeTpfA[N]  kai  moy- 
cikhn.    eK  AS  t[o^]t(on 

jQh   KAe'  eKA[CT]0N> 

1  5      MIA  TIC  AnOT[eA]eTT[Al] 

cfNecTOC.  H  t[oi]nyn 
XnAiH  npoT[epA  ecTjiN 
THC  CYNeeT[oY,  kai] 

TA^THN  AYt6[c  M]e[N] 

2  0    wpiCATO  eN  [t(Si]  M^-         98  a 

NONi  a6ian  [6p]eHN 
[AeopeoN]]  Aee[eTc]AN 

AITIAI  A0riCM[0Y].  A- 

pictot[^]ahc  [Ae  Y]n6- 
2  5    ahmyi[n]  MejA  [An]o-> 


14,6  [nai]na,  aber  korrigiert.  33  aaoic  oder  aaoiu.  34  das  Zitat  ist  nicht 

Lemma.       opa  aus  opu  korrigiert. 

15,  23  aus  AiTiAN  verbessert,  vgl.  3,  2. 

Berliner  Klassikertexte ,  Heft  2.  4 


12 


15,2  6      Aeiietpc.    z[  ]n 

Ae  eio)[  Jag- 

m[  ]ao- 

30      ro[  ] 

Ta)[  ]h 

Ta)[  ]e 

n[   KAi  r]AP  USD 

>e[ra),  S  njA?,  hapa  xe 

35     >T[o~r'TOY  kJaI  hap'  AAAUN 
>OYC  AN   9ia)MAI   Tl  TOY- 

>Ta)N  en[ATei]N.    [GJic  npo- 

TPOnHN   T&N  [ngJcON 
nPOC  TO  MH  6K[N]eTN 
4  0        [ay]T0YC  MA[Ne]ANeiN 

AereTAi  t[ay]ta-  oy  tap 

[Aji'cXYNeHCONTAI  MAN- 

[ejANeiN,  ore  re  kai  Cu- 

[kJpATHC  TH[Al]K6cAe 
4  5        0)N   a6kN(P[c]  eMANSA- 


16,1   >  NeN.  "A p' 0 Y  TO  MAN e A-  145DE 

>  NeiN  ecTi  t6  co<t>co-> 
>TepoN  rirNece[A]!  ne- 

>  pi  b  MANSANei  Tic;> 

5    >nC0C  TAP  oy;  Co^iAi  Ae 
>r'olMAI   CO*oi   01  CO0OI. 
[>]NAi.      TOYTO   Ae  MUN> 

[>]AiA*epei  Tl  enicTH- 
[>]mh[c];   To  noToN;  'H  co-> 
10   ><t>iA.    H  OYX  Anep  enicTH- 

>MONeC,  TAYTA  KaI 

>co4>oj;   Tl  mhn;  Tayton 
>APA  enicTHMH  ka) 
>co<t>[i]A;  ''0  A6roc  hpco- 

1  5        THTAI   OYTCOC,   ef  TIC  HA- 
PAAeinOI  KATACKeY- 


16,  1  7     HN  tincon  ahmma- 

TcoN  •  '6  [mJanbanmn 
co4>a)TePoc  riNCTAi, 
2  0    6  co<fc(bTePoc  riN6Me- 

NOC   CO<t)|AN  ANAAAM- 

BANei,  H  Ae  co<t>iA  e-> 

niCTHMH   eCTIN,   0  A- 
PA  MANeANCON  en[icTH-] 

2  5      [m]hN  ANAAAMBAN[e]l'. 

[6  A]e  ANTj  TOYTOY  e[ne-] 
[xeipjei-  'tayton  apa 
[eniJcTHMH  [kai  co*]ia', 
[oTi  i]coaynam[oyci,] 

30      [e<J)]H   TAP  AYT(0[|-  A-] 

[n]  e  p  e  n  I  c  T  H  M  [o  N  e  c]      1 45  E 
[taJyta  kai  c[o]*oj.  [6] 
[«]eN  TAP  aia[.]o[.  .  .  .] 
Noc  A6roc  t[oioyt6]c 

3  5      eCTIN  •   6  MANeANCp[N] 

co<t)(i)Tepoc  riNeTAi- 
6  co*coTepoc  riNo- 

MGNOC  CO'tlAN  ANA- 
AAMBANe[l]  •   6   APA  MAN- 

4  0      eANMN   COOIAN  ANA- 

AAMBAN6I.    enei  Ae 

CYNeXUPHSH   TO  A- 

nep  e[ni]cTHMONec 
[efjciN,  tayt'  ayto'Vc> 
4  5    [kai  c]o*oyc,  AoeHce- 


17,  1      TAI  TO  gTnAI  tayton 

eniCTHMHN  kaI  co- 

tlAN.      eK  MGN    TAP  TOY 
TOYC  AYTOYC    eTNAI  > 
5     eniCTHMONAC  KAI  CO- 
<t>OYC   OY   CYNAreTAI  TO 
eTNAI  TAYTON  eniCTH- 


15,  26  fur  Zhnun  ist  der  Raum  etwas  groB.  26  —  29  ist  eiii  PVagnieiit- 

chen  eingesetzt,  dessen  Zugeliorigkeit  uiid  Einpassung  zweifelliaft  ist.  Vielleiclit  i 
ist  die  erste  Zeile  dicht  vor  SchluB  27  as  anzupasseii.  Daiin  1*666  sich  etvva  er-  / 
giinzeii  26  —  28:   z[HTOYMe]N  Ae  ei  &[n  AiceHc]ei  eA6i[XMeeA].  27  eiu  oder 

eico).  28  del"  dritte  Buelistal)e  i,  h,  m;  der  vicrtc  e,  o,  e.  34  re]  so 

W,  re  BT. 

16,  5  co*iA,  verbessert.  29.  30  ergiinzte  Wil.  33  aia]  das  a  ist  getilgt. 

17,  7  TOYTON,  aber  korrigiert. 


c  I  e 


THEAETET  p.  145  C  — 146D 


13 


17,  8      MHN   KAi  CO*(aN  c6c- 

nep  oya'  gk  toy  toyc 

10      AY[T]0't'C   eTnAI  rPAMMA- 
TIKOYC  KAi  MOYCIKOYC 
CYNAreTAI   TO  eTNAI> 
TAYTON  rPAMMATIKHN 
KA[i]  MOYCIKHN,   GK  Ae 

1  5     TOY  OYK  AAAA  eTnAI  G- 

[niCjTHMONAC  AAAA 

[AC   C]O0O'Vc   AAAA  TAY- 

t[a,  t]ay[t]6n  ecTAj  e- 

niCTHMH   KAI  CO<J>IA. 

2  0      KAp]   rA[p]  ei   TA  AYTA  H- 

CAN  r[PA]MMATIK0i> 
An[ep]  MOYCIKOI,  TAY- 
t6[n]  an   HN  rPAMMA- 

tii<[h  k]ai  moycikh. 

2  5      nA![.]H[.]  a'  fNeAAG  nAP- 

eAH[A(oc]eN,  oTi  nepi 

Tfl[c  ]  eniCTH- 

mh[c  ecTiN  ayt](2ii  6  a6- 
roc  [npoceeic  tJcoi  liCO-  145D 
30    *(iT[epoN  rirNeJcGAi 
t6  ne[pi  o  MANjeANei 

T I  C  »  ■  ["0  A  e  A  M  A  P]  T  (i)  N    1 46  A 

>[k]a!  o[c  an  Aei  aJmapta- 
>nh[i,  KAeeAeTjTAi  coc- 

35>ne[P  <t>AciN]  01  nAIAGC 

>  01  [c<t>AiPiz]oNTec> 
>6n[oc'  be  a'  a]n  nepir^- 

>  nh[tai  ana]mapth- 

>TO[c],   B[ACIAe]-T'C6l  HMCON 

40>KA[i]  erT[iTA]iei  oti  an 

>  boy[a]ht[ai]  AnoKPei- 
NeceAi.    [FeNjoc  haiai- 

AC-   eC*[Afpi]Z0N  TAP 
GN   TA[ieCIN],   KAI   01  MEN 
4  5  AnOTYrx[A]NONTeC 

(onomaz[o]nto  onoi, 

6  AS  TYrx[A]NCON  BACI- 


17,  48    Ae-r'c,  kaI  9y[t]9c  npoc- 

GTACCSN  T[o]Tc  [a]MAP- 


18,  1  >  tanoycin.    Kai  "jiiAOYc  146A 
>Te  KAI  nPOCHr6poYc 
>AAAHAOic  riNeceAi. 


OY   TAP   eXePAC,   AAAA  *l- 

5    AiAC  o^eiAei  eTNAi 
AiTiON  t6  AiAAsrec- 
>  eAi.    TeNNAiuc  tg  kai  146D 


>  <t>lAOAd)P0)C,   W  *IAe, 

>eN  AiTHeeic  n[o]AAA 
lO>AiAa)c  kaI  nOIKIAA 
>ANTi  AHAOY.     '0  MGN 


CCOKPATHC  HPeTO, 

Ti  ecTiN  eniCTH-> 

MH,  TOYT'  eCTIN  TI 

1  5     eCTIN  THI  enic[T]HMHi 

TO  cTnai  eniCTHMHN. 

6  Ae  n[oAA]AC  kath- 
pie«H[c]AT[o]  oT[o]n  re- 

UMeTP[l]AN,  /A0YC[|-] 

2  0      KHN,   HMAPTGN  [ag] 

OYTG  THN  OYc!a[n]  A- 
nOAOYC  THC  Gn[l]CT[H-] 
MHC   KAI   nOAAAC  k[a-] 
TAPieA\HCAMe[NOC.] 

2  5    [h«a]p[t]hto  a'  ay[t]u[i], 

ei   KA[|]  MIAN  eTAl[eN] 

ANT[i]  toy  reNOY[c  to] 
eTAo[c]  AnoAOYC,  a[ia] 

TUN   YCTGPCON  TA 

3  0    nPOTGPA  6p[ic]A[Me-] 

NOC,   UC   61   T!N0[C  6P0-] 
m[6]noy  'ti  eCTI  [ZCOl-] 
9[n',  G]inoi  'ANep[co-] 
noc  Ynnoc',  ta  [mgn] 
3  5    tap  np6TePA  t[co]n 

Yn'  AYTA  KATHTO- 


17,  25  statt  I  kann  n,  p,  k  gelesen  werden.  Fiir  nAPeprui  ist  nicht  Rauin.  27  th[c 
AnAHc]  Wil.  29  ergiiiizte  Wil.  39  hinter  h  (Ende  der  Zeile)  nachgetragen.  42  raai, 
aber  korrigiert.  48  vielleicht  stand  oytuc  da.  Genieiiit  ist  jedenfalls  o?toc.  Vgl.  Scholioii 
zu  der  Stelle  tGn  oyn  nAizdsTuN  tayta  toyc  a^n  nikuntac  baciagTc  gkXaoyn  kai  bri  npoc- 

eXATTON   TOTc   AAAOIC   'i-nHKOYON,   toyc   Ak    HTTUH^NOYC  ONOYC. 

18,  7  tg]  re  die  Handschrif'ten.  31  ei]  aus  6  gebildet.  35  tujn]  der  Rauiii  fiir  u 
scheiiit  zu  groB.    Docii  vgl.  Arist.  Categ.  3,  1 ''  22  ta  tAp  enANu  tun  yh'  a+ta  reNcoN  KATHrope?TAi. 

4* 


14 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


18,  3  7      PeiTAI,   OYKGTI   AG  eM- 

HAAIN.      KAI   TA   Me[N]  re- 

NH  MeT[e]xeTAi  kai 

4  0      AnAOYCTePA  eCTIN, 

TA  AG  ei'AH  MGTexei 

KAI   eCTIN  nOIKIAtl)- 
TePA.      6   TAP  ANeP(0-> 

noc  KAI  z&\6u  ecTiN 

4  5      KAi   nPOC  TOYTCOl  AO- 
riK^N   KAI  eNHT6N. 

19,  1    t6  men  oyn  TToaaa  ai-  146D 
AQC  eni  THC  eiAPi- 
eMHcecoc  t&n  eni- 
cTH/AcIiN,  t6  Ae  rToi- 

5      KIAA  ANTI  AHAOY,  0- 

Ti  eiAH  eieeexo, 

TAYTA   AG  nOIKIACO- 

XePA  TOY  r^NOYC.  t6 

a'  AYt6  an  eiPHKGI, 
10      KAI   Gl   MIAN  m6nHN 

d)NOMAKGI  GniCTH- 

MHN,   <J>GP6  TGCOMG- 

TPIAN.      AHAOYN  M6N 

TAP   H   eniCTHMH  OJC 
15      AN  MGTGX6mGN0N 

KAI  AC-fNeGTON  WC 

np6c  TA  Yn'  AYTHN, 

nOIKIAON   AG   H  rGQ- 

MGTPIA  (jOC  MGTGXON 
20      KAi   CV-NSGTON.     "OtAN  146D 
>AGrHIC   CKYTIKHN,  MH- 
>TI   AAAO   <t>PAZGIC  H 

>  cniCTHMHN  Yno-> 
>ahmat(on  gptaciac; 

25  >  Oya^n.    Ti  a'  OTAN  TG- 

>KTONIKHN,    MHTI  AA- 

>  AO   fi   eniCTHMH  N 

>  THC   TWN  IYaInCON 
>CKGYCON  G[p]rACIAC;  Oy- 

30>AG  TOYTO.  "'GpOMGNOY 


19,  3  1      TI   GCTIN  GniCTHMH 
An0KPIN6M6N0C 
CKYTIKHN  OYA^N  AAAO 
AGHGIC   A  GniCTHMHN 

3  5      THC  TCON  YnOAHMA- 

TCON   GPfACIAC  •    H  TAP 
CKYTIKH  GniCTHMH 
HN  YnOAHMATCON 

eprACiAC.    OMOicoc  ag, 

4  0      KAN  TeKTONIKHN> 

cinHC,  0YA6N  AAAO 
A^rGIC  ft  GniCTHMHN 
TOY  TA   ifAINA  CKG^H 

GPrAzGceAi  ■  toyto 

4  5      TAP  lAION  THC  TGKTO- 
NIKHC.  nAPGKA^AG- 
KTAI,  *ACIN.  ANTICTP6- 

20,  1      <t>6l  M6N   TAP  AAAIHAOIC 

/t6  T6  nPAFMA   KAi   6  0- 
POC,  OY  nANTWC  AG  TAY- 
t6   AGTGi  T(Sl  6n6mA- 

5    TI.    Gl  rAp  6P91T6  TIC  'ti 
GCTIN  ANeP(onoc',> 
6  AG  Gi'[noi]  'z&\ou> 

A0riK6[N]   eNHT6N',  T&\ 

t[6]  ZC019N  [aJotikon 

1  0     [ejNHTON  ANepconoN 

gTnAI   OY   tt>H[c]OMGN  0- 
Tl  GPCOTHecic  'ti  GC- 
TIN ANSPconoc'  AnG- 
KPiGH  '  ANePcprroc'. 

15      KAN   rAp  GnGPq)[T]H-> 
[c]HC  TINA  'TiNO[c]  HN 
■'AXIAAG'VC  [y]!6c',  6  AG  g1- 

riH  'TThaguc  Yii6c  A- 

X|[aAG]'Vc  IHn',  (tHCOMGN 

2  0    [oTi  6]nGPcp[T]Heeic  > 

['tInJoc  HN  [y]!6c  ■'Axia- 
[a]6[y'c'],  AnGKPien  "Axia- 
[a]g[>']c';  toyto  rAp  aaacoc 


19,  8  r^NOYc]  c  nachgetragen.  21  a^fhic]  c  iibergeschrieben.  22  vor  h  ist  « 
getilgt.          45  statt  xeKTONiKflc  ist  versehentlicli  ckytikhc  geschrieben. 

20,  2  die  Bedeutuiig  des  Anstriches  links  uiiklar  S.  Einl.  S.  vii.  19  statt  der  Frage, 
die  uiisere  Interpunktion  anniiniiit,  erwartet  man  or 


THEAETET  p.  146  D  — 147  A 


15 


30,  24 

CYMBeBHKGN-  <t>HMI 

21,  16  >  to  opizeic;  Oy[ko]yn 

25 

to[i]nyn  oti  oy  npoc 

eN  eKAjepAi  t[hi]  tg 

TOYTO  [jeiNjei  AYTUI 

eKYTIKHI   k[a]!  THj  Te- 

[6  Aojroc,  a[a]aa  nAPi-> 

KTONIKHI,  9?  eKAT[e-] 

cthci[n  b]Ti  OY  nPoc 

2  0    PA  eoTiN  enic[TH-] 

enoc  A[ne]KpelNATO. 

MH  AercoN  OY  k[oino-] 

30 

e[ne]pa)[TH]eeic  tap 

noieic  fi  Aerei[e],  b[Ti] 

[  ]  T[oy]  nPAPMA- 

H  eniCTHMH  eni- 

[T0]c,  TOYT[o]   AG   KATA  TO 

t! 

CTHMH  eeyiN;   To  A[e] 

146  E 

[ec]TIN  AAMBANeTAI,> 

25>re  GPWTHeeN  [S]  0[e-] 

AYTOC   KATA  TO  nPOC 

>aItht6  oy  toyto  Ihn, 

35 

Tl   AneKPIGH  •   TO  TAP 

>TiNa)N   H  6niCT[H-] 

TCONAG   gTnAI  TCON 

>«H  [[mh]  9YAe  6n[6]eAi 

np6c  Tj  ecTiN.    cti  kai 

>TiNec-  [oY  taJp  api-> 

eecpPHMA  aiaagkti- 

30>eMHeAI   AYTAO  BOY- 

KON  YnorPA*ei,  oti 

>a6mgnoi  Hp6M[ee]A, 

40 

OY  Ae[i]  a[i]a  tun  YCTe- 

>  [a]  A  A  A  r  N  (0  n  A 1  [e  n]  1  - 

pcoN  o[p]izeceAi  ta 

>eTHMHN  AYTO  bT[l]> 

npoTePA,  coc  ei  aia 

>noT'ecTiN.  ■'£n6[p]q3- 

T(i)N  nePiexoMGNCON 

3  5    THeGic  'ti  eOTIN  e- 

AnOA(pCG[l],  AYTO   Al'  6- 

niCTHMH'  ANTI  TOY  (tI  eeTIN  To) 

45 

AYTOY  6[pi]eTTAi  •  (be  ei' 

TiNUN  gctIn  Ane- 

Tie  ePOMeNOY  ti  ecTiN 

ACOKGN  •   Al  TAP   eN  Gh 

A6I  GniGTHMAI  TINUN 

4  0    eiciN  d&c  reuMeTPiA, 

21,  1 

ANepwnoe  einoi  '  Cco- 

CKYTIKH,  AAAA  KaI  MI- 

KPATHC',  a[y]t6  Al'  GAY- 

AC  epcoTHeeic  ton 

TOY  CbPICATO-   6  rAP> 

A6roN  noAAAC  eiH- 

CUKPATHC  ANGPCO- 

pigmhcato  uc  reu- 

5 

U6c  eCTIN.  OYT(0C> 

4  5     MCTPIAN,  CKYTIKHN, 

KAI   ei'  TIC  ePOMeNOY 

TAC  aaaac.  OTon  nep] 

147  A 

'ti  eOTIN  eniOTHMH' 

>nHA0Y,  OTI  hot'  gctin, 

el'noi  'ckytikh',  aia 

TUN  YCTePON  a)[p]ieA- 

1  0 

TO-   H   TAP  eniOTHMH 

22,1  >  ei  AnoKPeiNAiMeeA 

THC  TCON  YTTOAHMA- 

>AYTCOI  nHAdc  6  TUN 

T(ON  eprAciAC  eni-> 

>XYTP6UN   KaI  nHA[6c] 

CTHMH   eCTIN.  Oy[k]OYN 

146E 

>6  TUN  inNonAAeuN 

>eN  am*oTn,  oy  eKATe- 

5  >  KA[]]  nHA6c   6   TUN  TTAIN 

- 

15>PA  eniCTHMH,  TOY-> 

>eo[Y]AKUN,  OYK  AN  TG- 

20,  24  iiber  der  Zeile  hinter  n  ein  Punkt.  25  toynyn  Pap. :  vcrbesserte  Wil.  28  or 
np6c  enoc]  >.iiicht  sachgemaB-.  31  vielleicht  [nepi  A'r]T[o9]  (toy)].  34  insofern  er 
TiNojN  h  enicTHMH  beantwortete ,  vgl.  146E  (Kol.  21,  27). 

21,  24  re  epcoTHefeN  richtig  Platous  W,  a'  ^nepuxHeeN  BT.  28  nach  «h  ist  «h 
wiederholt  und  durch  Punkte  getilgt.          40  eicm  aus  ecriN  korrigiert. 

22,  3  aus  KYTPeuN  korrigiert.  5  nAiNeoYPruN  die  Platonhdss.,  interpoliert ,  vgl.  Poll. 
VII  163. 


16 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


22, 7 

[>]ao[To]i  eTweN;   Tfii  «e- 

TAAHYei  KeXPHTAI 
ANArKAIOTATHI  9Y- 

23,  1 

AAAA   0\   OPOI   OYTe  TTPOC 
TO  ACTTAZeCeAl  OYT[e] 
cbc  TCON  ONOMATCON 

1  0 

CHI   AIA   TOY  CA0HNI- 

CYNTOM[(0]TePOI  FIA- 

zeiN  npdc  to  eAer- 

5 

PAAAMBANONTAI,  AA- 

[i]a| TA  HMAPTHMe- 

AA  np6c  t[6  A]NAnAco- 

[n]a,  cbc  eni  toy  fihaoy 

CAi  tac  ko[ina]c  eN-> 

ePC0TH9elC,  Tl  eCTIN, 

NOIAC  ■  TO[yTO]  a'  OYK  CN- 

1  5 

AMAPTANei  AercoN 

riNCTAI   A[Ne]Y  TOY  AA- 

t[6]n  tcon  nAiNeoYA- 

10 

Bej[N]  t6  reN9c  ska- 

[kJun,  ton  tun  inNO- 

CTON   KAi  tAc  AIA0O- 

[rtAjAeuN  •  OYTe  tap 

>  [p]a[c.]    Ckytikhn  apa    147 B 

[th]n  oycian  aytoy  a- 

>  OY   [c]YNiHCIN   OC   AN  6- 

20 

[n]OAIAC0CI  KAI  noA- 

[>]  n[lCT]HMHN  ATNOH. 

[ao]Vc  eiAPieweTTAi 

1 5 

0[y]  TOYTO   *HCIN,  OTI 

rtHAO'Vc  KAI  TINAC 

A[NeY]  TOY  eniCTHMHN 

TaIg  roy'c  xpcoweNOYC 

L  J 

eiTAelNAi  bTfi]  ecTiN> 

L       J               .  L  J 

>  AYToTc.         01  ei  TIC  Tl  147B 

(oYK  ecTiN^  ck[y]tikhn  en[lC]TAC- 

25 

>cyn[hci  tinoc  ono- 

eA[i,  a]aa[a]  OTI  [can]  efi 

>  MA  0  MH  oTaSN   OTI  6- 

20 

[tic]  thn  cky[tik]hn  e- 

>c[t]in;   To  eific  6N  thi 

[niCTH]MHN  [eiNAl]  A- 

A[e]iei  •  olei,  cynihcin 

rN[ocoN],  Tl  e[cTi]N  eni- 

TIC  tinoc  onoma  b 

CT[HMH],   OYAe  THN  CKY- 

30 

MH  oTaCN  OTI  ecTiN; 

tikh[n]  NOHcei,  KAe'  b 

eAN   TAP   ArNOH   TO > 

25 

Aere[T]Ai  eniCTHMH. 

nPATMA,   OYAe   TO  TOY 

[>]  reA0i[A]  APA  [h]  An6KPi-  147B 

nPATMATOC  ONOMA 

r>lcic  [tcoiI  erpcoTlHe^N- 

elcCTAI   TCOl   TO  ONOMA 

[>]ti  e[m]c[THMH  t]i  eCTIN 

35 

CHMCTON   eiNAi  TI- 

r>] b  T  A  N  A  n  [o  K  p  e  1  N  h1  T  A  1 

NOC.      6  TOINYN   TO  nPA- 

30 

>TeXNHC  [tin] 6c  ONO- 

[r]MA   ATNOCON  OYAC 

>MA.    tin6c  [rA]p  erricTH- 

[to]  CHMeloN  AYTOY 

>M[HN  A]n[OKPl]NeTAI 

rNQCCTAI.  ■'6niK0Y- 

>  OY  [toy]t'  eP(jo[T]Heeic. 

40 

[P]0C  TA   ONOMATA  <J>H- 

'AM[A]PTANe[l]  bCTIC  6- 

c[i]n  CA<t>ecTePA  elNAi 

35 

nep[co]THe[ei]c  '  ti  ecTiN 

TCON   OPCON,   KaI  MCN- 

[[to]]  T[e]XNH'  [T]eXNHC 

TOI   KAI   rCAoToN  £?-> 

t[in6]c  [Aere]j  onoma, 

NAI,    ei'  TIC  ANTI   TOY  €1- 

*epe  re[coMe]TpiAC.  ai 

45 

neiN  '  XaTpc  Cukpa- 

TAP   TOIAY[t]a|  TeXNAI 

Tcc    Acroi    Xaipc  ZCOI- 

40 

tinco[n]  e[i]cjN  A  Me- 

ON  Ao[r]iK6N  gnhton'. 

TAX[6]i[pizo]NTAI.  OY 
TOYTO   A[e  en]HPCOTH- 

22 .  10  toy]  to  verbesserte  Wil. 

24  oei,  aber  korrigiert.           26  b'Ti]  so  W:  t! 

BT.  39  das  charakteristische  Fragment  unbekannt,  doch  vgl.  Usener  Epic.  259  S.  189,  24 fF. 

23,  6  u  am  Elide  aus  a  gebildet.  33  TOYTo^epu.    Das  zweite  e  soUte  nach  der 

Korrektui'  getilgt  sein.    Die  Absicht  der  Korrektur  ist  jedeiifalls  klar.  36  to  ist  durch 

Punkte  getilgt.  42  epcoTH  deutlich  der  Papyrus. 


THEAETET  p.  U7A  — C 


17 


23,  4  3      eH,   TiN(p[N]   eCTIN,  AA- 

AA  Ti  ecT[i]N.  "eneiTA  re  147C 
4o>noY  ei6[N]  *A-fAa)C> 

>KAI   BPAXe[co]c  AnOKPGI- 

>NeceAi  n[ePie]pxeTAi 
>AnePA[T]oN  [6a]6n.  <Pay- 

34,  1    Acoc  «e[N]  AnAco[c],  bpa- 
xecoc  A[e],  b[Ti]  oi  opoi 

CYNT0[«](pT6P0[l]  eiCIN 

H  ef  TIC  [t]a  Y[<t>]e[c]T(2i- 
5    TA  eiAH  neiP[(i)iT]o  e- 
iAPie[M]eTceA[i],  Ane- 
paton  Ae  6  A  [on,  oJti 

TA  KAG'  e'l<A[c]TO[N]  t[p]6- 

noN  TINA  An[ei]PA 

10>eCTIN.      OToN   KA[i]  6N  147C 
THI   TOY  nHAOY  [ePjU- 
>THCei   OAYAON  [hOY] 

>KAi  AnAOYN  [eineTjN 
>bTi  rfl  Yrpwi  [<t>YPA]e[eT-] 

15>CA  nHAOC   AN   em,  TO 
->A'bTOY   XAlPeiN  CAN. 

^(a)c  kaI  npo[c]  TON  e-> 
poweNON  't[i  e]c[t]iN 
nHAoc'  paia[io]n  [k]ai 
2  0    ahaoyn  eine[T]N,  [oti] 
rfl  Yrpwi  *YP[AeeT-] 
CA-  OY  rAP  m6[non  y]aa- 

Tl,   A  AAA   KAI   o[i']N[a)]l  KAI 

eTepoic  Tici.  [e]i[AP]i<e[T] 

2  5    OYN  oYTQc  6p[z[ec]eAi 

rfl  Yrpui  0YPA[eeT]cA, 

TINOC  Ae  eCTIN  [o]YKe- 

Ti  AeT  npocTieeNAi 

oToN  nAINeOYAKOY, 

3  0    I'nNonAAeoY.  tAeme- 

TAI  ToTc  TOIOYTOIC  0- 


24,  3  2      POIC  APICTOTeAHC,> 
(be  TCOl   THC  X|6no[c], 

OTI  YACop  nennroc, 

3  5      KM  T&\  TOY  nHAOY, 

OTI  rfl  Yrpui  ne*Y- 

PAMeNH,   KAI   TUI  TOY 
OINOY,   OTI   YACOP  CeCH- 

noc,  d)c  ■'GMneAOKAHC 
40    »CAneN  eN  iy-acoi  y- 

ACOP".      'oYTe   TAP   H  XICON, 
OHCIN,   YACOP   OYe'  6 

nHAOC  rfl  OYAe  mhn 

6  oTnOC  eTI  YACOP.'  'oY 

4  5     TAP  AnoAeKTeoN, 

<t>HCIN,   KAe'  (hN   MH  A- 

AHeeYeTAi  to  reNOC, 

AAa'  e*'  bcCON  KAGH- 
rOPeTTAI  AAHGCpC> 

35,  1  [to  A]noAOGeN  reNoc' 
[ecTjco  eni  toy  ofNOY> 
[mh]  AAHee^'ecGAi  to 

reNOC,   OTI   YACOP  eCTIN. 

5    fHcei  rAp  TIC-  kan  ao- 
efli,  b'T[i  njpoTepoN  hn 
[yJacop,  [A]aaa  nyn  re> 
[oY]Ke[Ti]  ecTiN,  A/AeAei 
[Ae  MeTAjeAAAei  nAAiN 
10    [ei]c  ya[cop]-  ncoc  eni  toy 

nH[AOY  o]YK  ePOYMCN, 
b'TI  r[fl   e]CTIN  TOIOYTO 

TI  Yn[6  YjrPOY  nenoN- 
eY?[A;]  M[e]Nei  rAp  cti  rfl, 

1 5      OGeN   KAI  AnAIHPAN- 

eeNTo[c]  TOY  YrPOY  nA- 

a[i]n  [e]c[TA]i  rfl.    e'Aei  a'  ay- 

[t6]n,  cocnep  eni  toy 

[n]Ne[YMA]T0C  eNAOlA- 


23,  46  XnoKPiNAcsAi  die  Platojihdss.  48  AnepANxoN  die  Platotihdss.  Der  Papyrus  be- 
wahrt  well!  die  richtige  Form,  vgl.  Scliol.  Arist.  Nub.  .S. 

24,  14  rfii  Pap.,  wie  Z.  21.  26.  36;  doch  rfi  24,  43;  25,  14.  17.  30  «eM*e]  erst.es  « 
aus  *  korrigiert.  32  Top.  A  5,  127"-  12—19.  39  '  eMneAOKAflc]  vgl.  fr.  81  aus  Arist. 
a.  a.  0.  42  *hc!n]  freies  Zitat  aus  Arist.  a.  a.  0.  Z.  15.  45  AnoAeiKxeoN  Pap.,  ver- 
bessert  aus  Arist.  a.  a.  0.  Z.  11. 

25,  2  ergiinzte  Heiberg.  10  nic  oder  hooc  kann  gelesen  warden.  1!)  statt  nNer- 
WATOC  steht  deutlich  da  nNeoNxoc.    Die  genieinte  Stelle  des  Arist.  steht  a.  a.  0.  Z.  3 — 11. 


18 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


25, 2  0     [cAc,  ei]  Aeoi  <t>ANAi  on 

[eCTljN   AHP  KeiNO^'Me- 

[noc  e]nHNerKeN-> 
['et]  a'  a[p]a  kai  eni  toy- 
toy  A[eT]  CYrxcopeTN, 

2  5        OTI  AHP  eCTIN  Kei-> 

NOYMeNOc',  OYTUC  KAI 
eni   TOY  HHAOY-  KATA 

[rAjp  TO  OMOION  Ane- 

[A6]eHCAN  01  bpoi.> 
30    [>TT€Pl]  AYNA/AeOJN  Tl  147D 

[>]  HMeiN  GeoACopoc 
[>o]Ae  erPA*eN  thc 
[>T]e  TPinoAOC  nepi 
[>k]ai  neNTenoAoc  a-> 

35    >nOtt>AINC0N,  OTI  MH- 
>[K]ei  OY  CYMMeTPOI> 

>  Tfil  noAieiAi.  ""eni 

Ke<t>AAAICON  TA  Aer6- 
«eNA  eCTiN  TAYTA. 

4  0      0e6Aa)Poc  gktaiac 
TeTPArcoNON  noA6c 
eNoc  eAeiKNYGN  ToTc 
nePi  GeAiTHTON,  oti 

TOYTCOl  TUI  TCTPArCO- 
4  5        NCOl  ACfmeTP6N 

eCTIN  TO  TPinOYN  Te- 
TPArcoNON kaI  neN- 

T[A]nOYN   KATA   TAG  HAeY- 
[Pa]C,  A[<t>']  Sn  eKACTON 


26,  1      ere[NeT]o.    kai  [eiAPiJewoY- 

MeNOC  TA  AC[>'MM]e-> 
TPA  [T]eTPAr[0)NA  HPO-] 

HA[ee]N  /nex[pi  to]y  e- 

5  nT[AK]AIAeK[A]no[AO]C. 


26,  6    eri[ei  tJpInyn  Ane[ip]A 

HN  [ta]  T0IAY[t]a  T[eTP]A- 

rco[NA,  e]ne[i]PAeH[cAN] 
01  ri[epi]  TON  9eAi[TH-] 

10      TON   [K]AeOAIKa)[l  TINl] 

nep[iAA]BeT[N],  c6c[Te  e-] 
Ni  [6n6]ma[t]i  YnOTA- 
ia[i.    HA]e[oN]  OYN  eni 
t6[n  APiewJoN  AiA  t6 

1  5      [.]k[  ]9N  TCOl 

nANTA[c]  TOYC  API- > 
[eM]0[Y]c  CYMM[eT]POYC 

[eT]NA[i]  np[6c]  aaah[aoyc] 

[  ]Y  T[oi]NYN  H[.  .  .] 

2  0    [.  .  .  .  iJcAKic  Icon  t[.  .] 

[  ]N  [n]Poc[.  .] 

[  ] 

[  ]Nn[.  .] 

li.  M  ]eTe[.] 

25    b[.  .]e[.  .]a[.  .  .  .]  TeTPA- 
rcoN[A .  o]cA  o[y]n  eYPI- 

CK0[N  eJXONTA  API-> 
eM6[N  nPO]M[H]KH,  [cb]c 
TO  TP[l]nOY[N  KAI  neN-] 

3  0    Ten[o]YN  i<[At]  ei[A-] 

n[o]YN   (O  TAP  TPIA  [kaI] 

n^NTe  KAI  e3E  APie[M]oi 
npoMHKeic  eiciN),  ta 

AH  T0IAYT[A  x]up[|A  AY-] 

3  5      NAWeiC  e[KAA]eCAN. 

TOYTQN   [Ae]  TA  «[e]N 

enineAA  c['f'MMeTPA] 

n[p]6c  TO  n[oAieToN] 
en[i]neAo[N],  a[i  Ae  n]AeY- 

4  0    PAi  AC-fwMeTPOi  [npjoc 

THN  TOY  nOAiefoY> 

Te[T]PArcoNOY  [n]AeY- 


25,  21  K  fiber  der  Linie  nachgetragen.  24  CYrxupficAi  Arist.  28  erganzte 
Wil.  37  nach  thi  hat  der  Pap.  re,  aber  diirch  Puiikte  getilgt.  Iota  in  noAieiAi  fiber 
der  Linie  nachgetragen.  noAieiAi  statt  noAiAiAi  fast  konstante  Orthographie  des  Schreibers, 
s.  Einl.  S.  XVI.  45  vor  nui  ist  irrtumlich  r  der  vorhergehenden  Silbe  wiederholt,  aber,  wie 
es  scheint,  durch  fibergesetzten  Punkt  getilgt. 

26,  10  vgl.  37,  10.  42,  33.  13  erganzt  Wil.  15  vor  k  Rest  von  c,  e,  y.  Viel- 
leicht  [^]K[TYn(iT6p]oN ,  doch  reicht  der  Raum  schwerlich.  25  vielleicht  sAse  oder 
BAeo.  31  6]  0  oder  [.]y  (also  oy)  Pap.,  oi  vermutet  Heiberg.  40  a  vor  CYMMetPoi 
fibergeschrieben.          42  TeiPANuNOY,  aber  korrigiert. 


THEAETET  p.  147C— D 


19 


26,4  3    PAN.    OCA  Ae  ei[xe]N> 

TeTPAr(0NOY[C  API-] 
4  5      GMO'Vc  (be  TON  Te[c-] 
CAPA  KAI   eNNGA  KAI 
^KKAIAGKA,  T[aYT]A 
ciNOMACAN  MH[k]H. 

OY  TAP  m6non  TA  6[n[-] 

37,  1    neAA  npoc  re  aaahaa 
KAI  npoc  TO  n[o]Ai[e]ToN 

CYMMCTPA  eCTIN,  AA- 
AA   KAI   Al   nAeYPA[i]  KaI 

5    nPOC  aaahaac  ka1> 

nPOC  THN  TOY  nOAIGI- 
OY  nAGYPAN   TCOl  6XGIN 

AoroN  ON  APieMdc> 
npoc  APieMdN.  Gnci 

10     TOINYN   HAC  APIGMOC 

hantI  apigmu  cv'mG- 

TPOC   eCTIN   AIA  TO   G- > 
X6IN   GAAXICTON  KO[l-] 
NON   MGTPON   THN  M[o-] 

1  5      NAAA,  AIA  TOYTO  (OC- 

nCP  MONAAA  6IGe[G-] 

TO  6  [agJ  066aqpo[c] 
[nPoc]  TO  noAicToN  tg- 
TpArcoNON,  Yna  Tof- 

2  0      TWI  MGTPHTAI  TA  TG- 

TPArCONA  TA  GXONTA 
TAC  nAGYPAC  CYMMG- 
TPOYC  KaI   TA  MH  •  ANA 
AOrON  AG  ToTc  GniHG- 

2  5      AOIC   nPOHGI  AYTOTC 
H   CK6YIC   KAI   OGPI  > 
TUN   CTGPGCON.  XG-> 
<t>AAAia)A(OC  M6N  TAY- 
TA-   CKOnUMGN   AG  > 

30      NYN   6KACT0N  AYTCON. 

01   HAAAIoi   TA  TGTPArO)- 
NA  AYNAMGIC  CONO- 
MAZON-   H   TAP  AYNA- > 


27,  3  4      MIC  TINOC   6CTIN  AY- 

3  5      NAMIC-   AYNATAI  AG 

TO   GnfnCAON  TGTPA- 
rCONON  rPAMMH,  A- 
*'  fic  GfGNGTO-  UPlCTAI 
TAP  THC  nCnGPACMG- 

4  0      NHC  TO  MGrceOC,  KAN 

NOHCH   TIC   6n'  i'cON> 
AYTHN  Xa)POYCAN> 
6AYTHI   nOlHCGI  TG- 

TpAruNON  Ynd  iccon 

4  5      HAGYPCON  nGPIGXO- 

MGNON.      ei'  AG   Cni  6AAT- 
TON   H    Gni   TO  HAgToN 
(GKATGPON   AG  TOYTCON 

38,  1    6n'  AnG[i]poN  gctin  aam- 
bangin),  noiHCGi  npo- 

MHKH   [XU]PIA.  beGN 
6   «6N  [ei]ACbC  T6[t]PA- 
5     rCONOY  [n]AeYP[A]N  oT- 
AGN   K[Ai   T]6   AnO  TAY- 
THC,  6  [A6  GljACbrc  HAP-] 
A[A]AHA[orPA]mOY  > 
THN   6[T6]PAN   TUN  HAGY- 
1  0      P[<i)]N,   0Y[k]   oTa[g]n  KAi 
[th]n   6T6PAN,  GAN 

[mh]  kaI  to  g«[b]aa6n 

[ay]TOY  6niC[T]HTAI. 

[t6]tg  TAP  cKoncT,  Tic 

1  5    [6]n[i  t]hn  gktgggTcan 

[rG]N0M[6NH]  t[6]aG 
[to]   6MB[aa6]n  [r]GNNAI. 

o  to[i]nyn  [966a]ClIP0C 
[T]GT[p]Aru[NON]  GKecic 
20    [oy]  h  [hagypa]  noAoc, 
[to  a'  g]mb[aa6n  n]0A6c 

(A[nA]l   TAP  [gn]  6[n),  6]nG- 

[agiknJygn  oti  t[6]  tg- 

TP[Ar]a)NON,  OY  TO  Gni- 

2  5      n[GA]ON   TPinOYN  GCTlN 


27,2  n6Ai[.]ioN,  vielleicht  hier  nsAiAioN  geschricben.  17  as  nacli  o  tilgtc  Heiberg, 

ebenso  npoc  Z.  18.  31  ta  ubergeschrieben.  35  "die  Linie,  auf  der  das  Quadrat  er- 

richtet  ist,  ist  in  zweiter  Potenz  der  Quadratflache  gleich.» 

28,  19  exeeic  vor  der  Korrektur. 


20 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


28,  2 G    [K]Ai  [n]AA[i]N  TO  neNTe-> 

[nOYN   H  TA  TOIAAje  TA  MGN 

e[ni]neAA  [exjei  np6c 
Te  aaa[haa]  KA[i]  npoc 
3  0    TO  noAiA[T]oN  c[-r']MMe- 

TPA,   TAG  Ae  nA[eY]PAC 

[nPoc]  T[e  aa]ah[aa]c  kai 

[nPOC]  THN   nOAIAIAN  A- 
[CY]MM[e]TPOYC  •  OYAe> 

3  5    [rAP  ecT]iN  koin6n> 

M[eTPON,]  b  MeyPHcei 

[aYTAC  •    eJCTIN   AS  KAi 
TO  A[[no]YN  TeTPA-> 
rCON[o]N  AC^MMGTPON 

4  0    Toil  [nojAieiui  kata 

THN   [nAjeYPAN,  [aa]aA 

nAPH[Ae]eN,  <t>AciN,> 

ayto,  aio[t]i  eN  tui  Me-    84  ff. 

NcoNi  eAe[i]seN,  oti 

4  5     to  An[6  t]hC  AlArUNI- 
OY  Te[T]p[A]r(i)NON  Al- 

nAAC[i]9[N  ejcyiN  toy 
Ano  THC  [nAleYrplAC  Te- 


29,  1    TpArcoNOY.    o[i]  Ae  [*ac]i 

MH  nAPeAH[A]Ye[eNA]l 
AYTON   TO   A!rT9[YN  .]  > 

KAI  TAP  ei'  MH  ne[pi]e- 
5    xeTAi  Yno  [i']ca[kic] 

i'cUN,   AAa'  e[ic]  i'[CAC] 

re  AiAiPeiT[Ai]  n[oAi-] 

eiAC.      01   a'  AY[T]oi  [kAT]a 

TAYTA  npoj'[6]NT[ec] 

10      *HCOYCI   MHAe  [THN] 

eiAnoAA  a[y]tu[i  nAPe-] 

GHCeCeA[l  AYNA-] 
MIN  •   AIAIPe[TH  tap] 

ei'c  I'cA  TPinFoAA  ayoI 


29,  1  5    H  AinoAA  t[pIa.  ah-] 

AON   a'  oti   K[Ai   THN]  6- 

KTAnoAA  nA[peAe]f- 

CeTAI   KAi   THN  [AeKjA- 
nOAA   KAI  A(p[AeKA-] 

20    noAA  KAI  Te[ccAPec-] 
KAiAeKAno[AA  kai] 
neNTeKAiA[e]K[Ano-] 

AA.      KaI    tap  TOYT(p[N] 

ekActh,  ei'  KAi  m[h] 

2  5    ecTiN  icH  i'cAki[c,  A]a- 

AA  adnata!  re  aiai-> 
peTceAi  eic  Ica.  «h- 
noTe  Ae  oy  aia  toy- 
to,  Aaaa  aia  to  cyko- 

30      AON-   pAiAION   tap  TOY 

eKTeeeNToc  A[i]nAA- 
cioN  AnafpAyai  TO 

Ano   THC  AlArCONIOY. 
/h   Ae   TpinOYC  KAi> 

3  5    neNTAnoYC  kai  b- 

CAI   TOIAYTAI  n[p]A- 
TMATeiAN  e'xOYCIN 
nPOC   TO   *ANHNAI  A- 

CYMMeTPOi  th[i]  no- 

4  0      AieiAI.      eCTIN  M[e]N-> 

TOI  AYTAC  ANA[r]pA- 
4>eiN   OYTCOC-  eCTO) 


45 


30,  1 


TeTPATUNON   TO  A  B  T 

HAeYPAN  exoN  no- 

AOC  6n6c  THN  AB"  AHAONOTI 
TO   Ano  TAYTHC  nOAOC 


eCTAI   CNnAATOYC-  AnAI 

TAP   eN   e'N.      KA[i]  eKBeBAH-> 

cew  en'  eYeeiAC  thc  a  b 
[e]YeeTA  tic  KAi  A<t>HPHce(o 

[A]n'  AYTHC   THI   A  B   icH  H 


28,  27  die  Zeile  ist  sehr  lang.  34  . .      .  tpon  Pap. 

29,8  [^i]a  vcrmutet  Heiberg.  12  xeHceceA,  das  x  ist  dureli  Striclie  und  iiberge- 

setzten  Punkt  getilgt ,  vielleicht  war  urspriinglicli  agi -xeHceceAi  irrtiiiulich  geschiiebeii.  13  aiai- 
peTtai  tap  Heiberg,  AiAipeTcsAi  tap  Schiibart;  docli  sclieiiit  beides  zu  lang.  28  aia  toyto 

scil.  nApeAHAveeN  to  AinovN  kta.  42  s.  die  Figiir  Kol.  31.  28.  45  ahaonoti  am  Eiide 

der  Zeile  nacligctragen. 

30,  1  noYC  ewnAATHC  (QuadratfuC)  iieuer  Ausdrucli.  2  das  zweite  eN  aus  er  korri- 

giert.       o  "richtig  wiire  rfi  .statt  thc,  ebenso  15  und  28«  Heiberg.       4  A*HPHceu)  aus  e*.  korrigiert. 


THEAETET  p.  147D 


21 


30,  6    [b]  a  kai  ANArerPA<t>eco 

[An]6  THC  1  A  TO  B  r  A  e  Te- 

[TPArJCDNON  •  riNeTAI  AH 
[ico]N   TO   Ano  THC  BA> 

1  0      [tCOI]  Ano  THC   A  B  •  OAON 

A[e]  TO   A  e   OYKCTI  TCTPA- 
rUNON,   AAAA  HAPAAAH- 
AOrPAMMON.      nAAIN  6K- 

BCBAHceco  en'  ereeiAC 
1 5    Tfic  A  A  eyeeTA  tic  kai 

A*HPHCeCO   TH   B  A  fcH 

H  [a]z  kai  ANArerpA-> 
*[ea)  A]ti6  taythc  tg- 
T[pAr]uNON  TO  A  z  e  in. 

2  0      r[lNe]TAI  AH  TO  AZCH 

T[eTpA]ra)NON  Icon 
[onoTeJpuoYN  tcon> 
n[poe]KTeeeNTajN 
Te[Tp]Ara)NcoN,  oaon 

2  5      AC  TO   A  H   XUpIoN  nAP- 

AAAHAOrPAMMON.  nA- 

[a]in  eKBCBAHceu  e- 

n'  e[Y]ee[AC  thc  az  ey- 

[eeTA  tJic  kai  A<t>HPH- 

30     [CGCO  T]h  az  fcH  HI  z  e 
K[A]j  AIHPHCGCO  HAS 
AIXA  KATA  to  A  CH-> 
MeToN   KAI  KENTPCO 
«[e]N   TCOI   A,  AIACTH- 

3  5      MATI   AC   TCOI   A  A  HMI- 

KYKAioN  nePirerpA- 

4>0CO   TO   A  K  e   KaI  HXGCO 

[n]p6c  opeAc  thi  h 
[e]  H  z  K,  KAI  enezcY- 

4  0    xeco  H  K  A.    enei  cy- 

eeiA   HAG  AIHPHTAI 
eiC  MCN   icA   KATA  TO 
A   CHMCTON,   eiC   AC  A- 
[n]|CA   KATA   TO   Z  TO  YnO 
4  5      TCON  A  Z  Z  0  MGTA  TOY 


30,4  6  And  [t]hc  mctaiS'  tcon 
[t]9Mcon  toy  a  z,  i'coN 
[ecT]iN  TCOI  An[6]  thc  ag.  Aaaa  thi 

31,  1      AG   i'cH    H   [AK]-   to   APA  A- 

no  thc  a  [k  I'Jcon  sctIn 
twi  Yno  [t]con  a  z  z  g 
kaI  tcSi  A[n]6  thc  a 
5    z.    Aaaa  t[c2ii]  Ano  thc 
A  K  i'cA  e[cTi]N  ta  [An]o 
TCON  [a]z[zk-  t]a  apa  Ano 

TCON  [a]  Z  [z  K  i']CA  ECtIn 

TCOI  Yno  [t(2i]n  a  z  z  0 
1 0    KAI  tC  i  [Ano  thc]  a  z. 
koinon  [A*hphc]gco 
to  Ano  t[hc  a  z  •  a]oi- 
noN  [ap]a  [to  Ano  t]hc 
z  K  A0in[coi  TCOI  Y]n6 

15      TOON   [aZZG   IC0]N  e[CTi]N. 
TO   a'  Y[n6  T]cpN   [a  Z]  Z  G 

ecT[i]N  [to  Y]n6  t[co]n 

A  Z  Z  H  •   [i'cH   r]AP   H   Z  G 

TH  z  h  •  [to  apa  An]9  t[h]c 

2  0      ZK  fc[0N   eCTiN  TCOl] 

A  H  nAP[AAAH]A[orpAM-] 

Mcoi.    e[c]T[iN  a]h  A[cym-] 
MCTPON  t[6  A]rr[6  th]c 

Z  K  TCOI   A  H  [njAPAA- 

2  5    AHAorpAM[Mcoi  o]  n[e-] 
Piexei  SN  eAYT[coi  r] 
TCTPArcoNA  no[Aiei-] 

A  ic^A/  AaAHAO[|]C. 


30,  23  n. . .  xeeeeNTuN  urspriingliche  Sclireibuiig;  das  erste  e  in  r  koi-rigiei  t,  ob  x  iiber  dei-  Liiiie 
korrigiert  war,  ist  iiicht  mehr  zu  seheii.  37  k  nacbgetragen.  38/39  A[e]  Heiberg.  39  von 
6  Rest  des  Querstricbes ;  [z]  erganzt  statt  dessen  Schubart.  40  vgl.  Euklid.  El.  II  5.  48  a  e 
usw.  spater  nacligetragen. 

31,  22  von  [a]h  erhalten  sind  zwei  senkrechte  Hasten.  29  die  Figur  ist  fast  ganz  erhalten. 
Die  geraden  Linien  sind  mit  dem  Lineal  und  einigennafien  korrekt  gezogen,  der  Bogen  dagegen 
aus  freier  Hand  und  viel  zu  flach.   Die  Linie  i<  z  betragt  daher  noch  nicht  die  Hiilfte  von  z  in. 


22 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


32,  1 

ucnep  AG  01  nepi  Ggai- 

32,  4  6 

KA.    Ant!  toInyn  tcon 

THTON  MereBHCAN  e-> 

APieWCON  lABTAAA- 

ni  TOYC  APiewo'Vc  (Joe 

B£  TA  TGTpArCONA,  KAI 

CA*ecTepoYC,  OYTa)c> 

5 

KAI  AYTOl  nPOCXPHCO- 

MeeA  AYToTc  eic  e'NAei- 

IIN   TOY  nPOKeiMGNOY. 

t>t>,  1 

GYPHC6IC   riANTA  MGN 

nAC  MEN  OYN  APieMOC 

TA  [6]nineAA  cymmg- 

A't'NATAI  XeTPArCONI- 

TP[a]  AaAHAOIC  KAI  TH 

1  0 

CefiNAI  •   HN   TAP  TeTPA- 

n[OAl]eiAI,    TINA   AG  AY- 

rCONICefiNAI  TO  AYTON 

5 

TCP[n]  KAI   TAG  HAGYPAC 

e*'  eAYTON  reNcceAi- 

6x[o]nta  CYMMGTPOYC 

OY  /AHN  nAC  APie/A6c 

n[p6c  t]hn  noAiGiAN 

ecTiN  TeTPArwNoc •  e- 

n[AG]YPAN.      TA   MG[n  o]YN 

1  5 

kgTnoc  tap  ecTiN  Te- 

KA[t'  a]M0(i3  CYMMGTPA 

TPArUNOC  6  ICAKIC  i- 

1  0 

MH[kh]  CpN[6]MACAN,  TA 

COC.     H  WeN  OYN  MONAC 

AG   [k]a[t]a  m[6]N   TA  GHinG- 

eCTIN  TeTPArOONON, 

AA  C~t'[MM6TPA,]   KATA  AG 

kaI  6  TeccePA-  aic  tap 

TAG   n[A6YPA]C  ACV'MMG- 

20 

A^O  TeCCePA.      KAI   6  GN- 

TPA  a[YNAA\]gIC   TQ  KOI- 

NGA-   TPIC   TAP  TPIA  6N- 

1  5 

NCii  nP[oc]XPHCAMG- > 

NGA.      Ka)   6  eKKAIAEKA- 

n[o]i  [6n6ma]ti.  [gJkkgi- 

TeTPAKic  TAP  TeccePA 

C[GC0  t]o[|NY]n  TA  TGTpA- 

ACKA  ei-  KAI  Aei  6  rei- 

[rCONjA  TA[l]ei  eKA[CT]0N 

25 

N[6]«eNoc  Xno  tcon 

[eXON]  GN   6AYT(i»l,  OCCON 

eiHC  APie/AcoN  oToN 

i  U 

fcT'TiM   TCi   c"lrrri1nc" A hTm  1 

Ano  toy  neNTe,  An6> 

T0T[C  Ae   KATA  TAC  HAjeY- 

toy  ei,  KAI  TOYTO  e-> 

pa[c  CY]MMeT[p]oic  e[m-] 

n'  AneiPON.    oi  ah  we- 

rfTprPAlAftr^ii   w1  ACT\-\C 

30 

TAIY  TOYTCON  TCON 

TeTPAruNUN  nei- 

A              B  r 

nTONTec  Apie/Aoi 

25 

1 — 1 1 — 1 1 — II — 1  m  m  miTn  m 

IaI  LlI  LI  l±l  LlI  l±l  [£j  H  Lil 

eiciN  nPOMHKeic-  ani- 

COG  [ah   «eTA]l[Y]  TOY   6- > 

[c]AkIC   TAP  ANICOl,  CbC 

NOC   KAI  T[cON  t]g[c]cA- 

35 

01   MGTAI'V  TOY  GNOC 

PCON   AYO  [nPOMHKGlJC 

KAI  TCON  TeCCAPCON 

[eYP]6eHc[AN]  Apie[M]oi, 

[6]   AYO   KAI   6   TPIA,   KAI  [[o] 

30 

[oYTJcOC   MGTAiV  tG>N> 

MGTAIY    TCON  TCCcA- 

[TGCCaJPCON   KAI  TCON 

PCON   KA<:1)   eNNGA  6  HGN- 

[gn]nga  T6[cc]apgc  npo- 

40 

TG,   63E,   GHTA,   OKTCb  •  /"IG- 

m[h]kgic  [ayA]ai  hgpic- 

TAI'V'  TCON   6NNGA  KAI 

CGY0NT[gc]  TCON  HPO 

GKKAIAGKA   6   AGKA,  6N- 

35 

GAYT&N-  [KAI]  n[A]AIN 

A6KA,  ACOAGKA,  AGKA 

01   [m]GTA[I'V  r]&H  63EHC 

TPIA   KAI   AGKA  T6CCG- 

TGTPArCp[N]cpN  AYA- 

45 

PA   KAI  nGNTGKA[l]AG- 

Ai  nGPic[ce]~r'[oYc]i  tcon 

32,  37  0  am  Eiide  tUgte  Wil.,  vgl.  41. 


THEAETET  p.  147D 


23 


33,39     np6  AY'TCON  KAI  Aei> 

4  0    npoi6NTa)N  [k]ata  e- 

KACTON  AIAC[t]HMA 

ayac  npocTeeHceTAl, 
bcocnep  hn  apibmoc 

TUN  nPOMHK(IlN,  oT 
4  5     MGTAi'V  CYPeeHCAN 

TOY  TG  EN^C  KA[i]  TOY 
TeCCAPA  TeTP[Ar](pNOY. 
TAYTA  MEN  OYN  [n]POC- 

eniMeMeTPHceco  a[i]a 


34,  1    TO  rAA*YP6N-  6  Ae  9e6- 

ACOPOC  eAeiKNYGN 
AYToTc,  OTI  TO  TPinOYN 

KAI  neNTenoYN  Te- 

5     TPAfONON  AC^MMe- 

TPA  eCTIN   KATA  t6  Wfi- 
KOC  THI  nAGYPAl  TOY 

noAieioY  TeTPAr(o-> 

NOY.     KaI  OYTWC  KATA'  147D 
10     MIAN  GKACTHN  nPO- 
AlPO-f-MGNOC  MeXPI 
THC  enTAKAIAGKA- 

noAOC,  eu  as  ta^thi 
ncoc  GNecxeTo. 


34,  3  0  THC  ^NNGAnOAOC 
KAI  GKKAIAGKAnO- 
AOC.     ZHTOYCIN  AIA 


15     '■(jOc   nePI  TIHN  TPinOAA 
KAI  nGNTAnOAA  AY"- 
NAMIN,  OYTCOC  KAI  TAG 
AAAAC   AYNAMGIC  TAC 
OMOIAC  GKTISGMG- 

2  0      NOC  GAGIKNYGN,  OTI 

ToTc  M6N  enincAoic 

6ICIN  C^MMGTPOI,  OY- 
XI  AG  KAI   KATA  TAC> 
nAGYPAC,  oToN  THN 
2  5      GlAnOAA,  GHTAnO- 

AA,   TAG   AAAAC  TAC  G- 
IHC  TAG  M6XPI  THC 
GnTAKAIAGKAnOAOC 
YHGIHIPHMGNCON 


Tl  M6XPI  THC  GnTA- 
KAIAGKAnOAOC npo- 

3  5      GAGCON   6CTH.      KAI  Tl- 

N6C  <t>ACIN,  OTI  6  9g- 
6aC0POC  rGUMGTPHC 
o3n    KAI  MOYCIKOC  6- 
MGIIGN  rGCOMGTPI- 

4  0      k6n   KAI  MOYCIKON 

eGUPHMA-  rCUMG- 
TPIKON  M6N   OYN  TO 
KATA  TAC  AYNAMGIC, 
MOYCIKON  AG  t6  THC 
4  5  GnTAKAIAGKAnOAOC. 

OYTOC  TAP  6  b'POC  GN[g-] 
XGI,  OTI  OY  AIAIPgTtAI 

6  t6noc  Gic  fcA  hm[i]t6- 
NiA-  Gnci  TAP  6  t6noc 


35,  1    gctin  gn  6norA6q)i 

A6r(OI,    GAN  AinAACI- 
ACHC  t6n  OKTU  KAi 
TON  GNN^A,  TGINON- 
5     TAI  6KKAIAGKA  KAI 
OKTCOKAIAGKA,  Sn 
[m]6C[0C]  6CT[i]N   6  GnTA- 
KAIAGKA   GIC  ANICA 
AIAIPCON  t[o]YC  AKPOYC, 
10      [a)]C   A6AGIKTAI   6N  > 

[toi]c  gic  ton  Timai- 

9[n  YnJOMNIHMACIN. 
■^e[NIOI  a]h  AP6CK0N-> 

t[ai  rQ]\  GiAPie/AO^- 

1  5     m[gN0]n  TAC  AYNAMGIC 
CbC  [g]tyxgn  CTHNAI 
n[a)C,  a]aaa  kgingT  ag- 
r6M[G]N0N  TO  TTcoc  6-      147  0 
ngcxgto,  coctg  aiti- 

20     AN  [GnJiZHTGIN  TOY 


33,  49  das  zweite  m  iibergeschrieben. 

34,  8  noAEioY,  aber  korrigiert.  9  oytu  die  Platonhdss.  46  ^N[^]xei  (s.  Z.  14) 
^N[(c]xei  Heiberg,  6A[6r]xei  Schubart. 

35,  11  vgl.  Piocl.  iti  Tim.  195  A.  16  cthnaI  so  der  Papyrus,  s.  Einl. 


24 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


35,  2 1    [c]th[nai].    MHnoTe  a- 
Me[iNON]  HI  AereiN, 
OTi  n[P0H]AeeN  wexpi 

th[c  enJjAKAIAeKA- 

2  5    noAo[c],  eneiAH  6  eK- 

KAIAEKA  AHAOT,  OTI 

M0N9N  [T]eTPAra)-> 
non[,  oy  t]6  [xuJpjoN 

eCTIN  [e]KKA[l]AeKA.> 

3  0    icHN  exei  THN  nepi- 

MeTPON    KAI   TO  eWBA- 

a6n,  t[oy]to  Ae  hn,  oy  (h) 
nAe[YPA]  jeccAPWN- 

Tec[CAP]eC   TAP  nAGY- 
SS      PAI  [eKjAcTH  TeCCA-> 

PCON   [rijNONTAI  eKKAI- 

AGKA.      [a]aAA    KAI   TO  A- > 

no  TUN  TeCCAPUN 

eKKAIAe[K]A-  TeTPA- 
40      KIC    TAP  TeCCAPA  AG- 

KA  eS.     TWN   Ae  eNTOC 

THC   TeTP[A]AOC  TA  eM- 

BAAA  A\e)ineTAi  THC  ne- 

PIM6TP0Y.      CAN    TAP  H 

4  5      H  nASYPA  AYO,  TO  MGN 

Ano  TAYTHC  rlNeTA[l] 
TeCCAPUN-   AlC  rAP> 

AYO  TeccAPA-  H  AG  n[e-] 

36,  1      pImGTPOC  OKTti-  TeT[p]A- 
KIC   TAP  TA  AYO  OKTU. 
HAAIN   GAN    H  HAGY- 
PA   TPICON,   TO   MGN  A- 
5      no  TAYTHC  GNNGA' 
TPic   TAP   TPIA  GNNGA. 

H  AG  nepiweTPOc 
nAGiQN-  Gnci  rAP> 

TGCCAPeC  eiCIN  nAGY- 
10      PAI,  UN  GKACTH  TP[|-] 


OY 

lio,  32  nach  hn  folgt  jf,   d.  li.  n 

sen   ist  n  in  h   zu  verwandeln. 
liber  Ain. 

3ft,  11  CYN  aus  OYN  verbessert. 

Z.  17.  21  TE  uber  der  Linie. 
kori'igieit.  36  aus  hmgin  verbessert. 


36,  1  1      (ON,  CYNTieeWGNAI 
AYTAI  nOIOYCI  TON 
ACOAGKA  ■  TGTPAKI 
TAP  TPIA  ACOAGKA. 
15      MGTA   AG   THN  nAGY- 
PAN   THN   TUN  T6CCA- 
PUN   GXGI   GMnAAl  • 
TO   TAP  GMBAAON 
MgTzON  THC  ncPi- 
2  0      M6TP0Y,   COC   GAN  H 

HAGYPA   nGNTG,  TO  A- 
nO   TAYTHC  riNG- 
TAI   gIkOCI   nGNTG  " 

ncNTAKi  TAP  neN- 

2  5      TG   GIKOCI   nGNTG.  H 

AG  nGPIMGTPOC> 
HNGTAI   GIKOCI-  Gnci 
TAP  TGCCAPGC  6ICIN 
nAGYPAl,   UN  GKA-> 

3  0      CTH   GCTIN   nGNTG,  > 

TGTPAKI   TA   nGNTG  GI- 
KOCI.     kaI  AOinON  A- 
Gl   nPOIONTI   TO  GM- 
BAAON  MgTzON  THC 
3  5  nCPIMGTPOY. 

>"HmTn  OYN  eiCHA->  147D 

>eG   Tl   TOIOYTON-  GnCI- 

>  AH  AHGIPOI  TO  HAH- 

>  eOC   Al   AYNAMGIC  6- 
40>*A1NONTO,  nGIPA-> 

>  SHNAI   C  YAAABgTn 

>Gic  gn,  otui  nAcAC 

>TAYTAC  nPOCArOPGY- 

>comgn  tac  aynA-> 

45>MGIC.      "'enGl   Al  rPAM- 
MaI  GniAGXONTAI 

TO  A6PICT0N,  g'i'  tic  AY- 

TAC   H   AYIOI   H  AlAIPoT, 


ist  durcligestriclien  und  oy  dariibcr  gesetzt;  verges- 
43  AeinetAi]   rmerAi,    tin   durchgestrichen,  dar- 

13  TETPAKi,  so  Pap.,  wie  31,  vgl.  ewnAAi 
22  reme,  aber  korrigiert.  2G  nepi  aus  «epi 


THEAETET  p.  147  DE 


25 


37,  1      OPIZONTAl   a'  YnO  TMN 

APieWCON,  /AeTeB[H-] 
CAN  en'  AYTOYC.  Yno- 

rPA*ei  Ae,  oti  enej  to 
5    AneiPON  AnepiAH- 

nroN  ecTiN,  ka'i  a[6pi-] 

CT[0C]  eN  J&\  TOIOYTCOI 
H  AIANO[|]a,  Aei   KA9'  0- 
CON   6NA[e]xeTAI  KA- 

10    eoAiKd)[i]  TiNi  nepi- 

AAMBANeiN   KAi  6- 

[pizJeiN  a[y]t6,  d)C  A-> 

[neiJPCON  ONTCON  TUN 
[kas']  eKACT[o]N  ANePCO- 
1 5    [n]ti)N  AnoTeM6Me- 

[n]OC  [6]  AIAAGKTIKOC 

[tJcon  eTeporeNUN 

[ka]]  tcon  o/noreNuN  mgn, 

o[y]  mentoi  OMoei- 

20      AWN,  TO   TO|[o]YTON  6?- 

[aoc  e]KAAe[c]eN  an- 
[epconJoN.    9[y]tcoc  oyn 
i<[Ai  ejNeAAe,  enei  a- 
ri[eip]oi  eoAiNONTo 
2  5    a[i]  kata  mhkh  ayna- 
A\eic  eneiPASHCAN 
[oi]  nepj  eeA[i]THT0N 
K[oiN](iii  6n[6]mati> 
n[epi]AA[B]eTN  nAcAC. 

30>T^N  APleMON  HAN- 

>  ta  aixa  aigaabo- 

>Me[N]-   TON   A\eN  AYNA- 

>  M  [e  n]  0  N   [i  ]  CON   I  C  A  K  I  C 

>r[irNe]ceAi  tui  tc- 

35>[TPA]ra)NWI  TO  CXH- 
>MA  AneiKACANTeC> 

>  Te[T]PAr(0N6N  Te  kai 
>ic6nAeYP0N  npocei- 
>noMe[N].    ''0  APieMoc 

40    Aneipoc  ecTiN  kata 

t6   AYieCGAI  •   OY   Af  NA- 

TAi  OYN  TIC  TO  en'  Anei- 


37,  43 


45 


38,  1 


147  E 


10 


1  5 


20 


25 


30 


PON  npoioN  nePiAA- 
BeTN.    nuc  oyn  e[T]neN 

TON  APieWON  nAN- 

ta;  toyto  tap  hah  ne- 

PieiAH<t6T0C  eCTIN 

TON   CYMnANTA.  TOIOY- 


TO  AH  AGI  eiAKOYeiN, 
OTI,   be   AN    HI  APieMOC, 

eKeTNoc  htoi  tetpa- 
ruNoc  ecTiN  h  npo- 

MHKHC.  eAYNATO 
MeN   OYN   KAI   eiC  AP- 
TION   KAI  nePITTON 

AiGAeiN  KAI  npu- 

TON   KAi   CYNeeTON,  AA- 
AA   eXPHCATO   T(2)  TC- 

TPAruNui  KAi  npo- 
MHKei,  Tna  e<t>APM6- 
CH  ToTc  wereeeciN. 

TON  OYN  AYNAMeNON 
ICON  ICAKIC  reiNecBAi 
APIGMON,   TOYT'  eCTIN 

bcTic  Yno  A^o  Icon 
APiGMcoN  nepiexe- 
TAi  oToN  6  TeccePA  • 
OYTOC  TAP  nePiexeTAi 

Yno  I'CCON  •   Aic   TAP  AY[o] 
TeCCePA  ■  TON  OYN  t[oi-] 
OYTON  AneiKACANTeC 
TCOl   CXHMATI  TCOl 

TeTPAruNwi  And 
TOYTOY  nPoceinoweN 

KAi   TON  APieM6N> 

TeTpArcoNON  kaI 
iconAeYPON  •  OYAeic 

TAP  APieMOC  OYTe 

nAGYPAC  exei  oytg 

rWNIAC,   KAe'  OMOIO- 
THTA  Ae  THN  TUN 

MereeuN  TSTpArco- 


37,2  [MeT6BHCAN  KTA.]  vgl.  42,30.  3  en  aus  vn  verbesscrt. 

42,  33.         18  TUN  iibergescliriebeii.  32  ton  aus  to  (so  Platos  T)  verbessert. 

icoNAeypoN  verbessert.  48  ton  ans  to  verbessert. 

3S,  15  aus  rsNEceAi  verbessert.  26  npoeinoMEN ,  docli  verbesscrt. 

der  Pap. 


10  vgl. 

38  aus 


26 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


38,  3  5    Noc,  TpirwNoc,  npo- 
MHKHC,  ic6nAeYPoc 
ONOMAZeTAI.  T6n 


147E.  148A 


>TOINYN  MeTAIY  TOY- 

>TOY  [toy],  Sn  KAI  TA> 
40>TpiA  KAI  TA  neNTe 

>KAi   nAC   6  AAYNATOC 

>  fcoc  iCAKic  reNe-> 

>  CGAi  aaa'  h  nAeicoN 

>eAATTONAKIC  gAAT- 
45>TWN  nAeONAKIC  Tl- 
>NeTAI,  WeiZCON  AG 

>  KAI  H  eAATT(ON  Aei 

>nAeYPA  AYTON  nept- 


39,  1  >AAMBANei,  TCOl  nPOMH- 
>Kei  AY  CXHMATI  A[n]ei- 
>KACANTeC  nPOMHKH 
>APieM6N  eKAAeCA-> 

5  >  M  e  N.  ■'e[A]eiKNY/AeN 

OTI  01  MeTAI'V  T(Sn  > 

TeTPA[r]uNa)N  apismcon 
[nPojMHKeic  eiciN.  toy- 
to  OYN  <t>HCIN,  OTI  01  > 
10      «eTA[i]S'  TO-Y-TOY  [tOY], 
TOYT'  [ec]TIN  TOY  ENOC 
[kJaI  TeCCAPCON  (OYTOC 

[ae]  TeT[p]A[rco]N6c  ecTiN 

[njAEYPAN  [ejXCON  PH- 
15     [t]hN  THN  [a]Y0),  01  TOI- 
[n]YN  MeT[A]l>'  TUN  Te- 
[jJPAfCiNCON  APiewdON, 
[oT]6c  eCTIN  6  TPIA  KAI 

9  neNTe,  nPOMHKeic 

2  0      eiClN-  AAY-NATOI  TAP  f- 


39,21    C9[i  iJcAKic  [rejNecsAi. 
[kaI]  nAN[Te]c  oi  toytoic 
[oMo]io[i  np]9MHKeic-  y- 
[no  r]AP  an[i]c(on  nAeY- 

2  5    [p&]h  nepjexoNTAi- 

[aa]aa  6kacto[c]  aytcon 

r[i]NeTAI   H  eAATTONA- 

k[i]c  HAeicoN  coc  6  ei 

(a[i]c  tap  tpi[a]  ei,  aaaa  6  Aic 

3  0      [eAATT0NAKl]c  eCTIN, 

[weizJcpN  [ac]  6  tpia)  h> 

nAeONAKIC  eAATTUN 
d)[c]  TPic  TA  A^'O  riNGTAI 
6  a[y]t6[c]  ei.     AAAA  NYN 

3  5     [nAeJONAKIC-  [6]  TAP  TPIA 

[eni]  TON  A^o  MeizcoN 
k>((tu> 

[P  ^n]i  eAATTONA.  TOIOYTON 

[Aei]  weizcoN  kai  caat- 
[t(i)]n  riAeYPA  nepiAAM- 

40     [B]ANe[l]  AlA  TO  ANICOYC 

eTNA[i]  TAC  nePiexoYCAC 

nAeY[PA]c.     TOYC  TOIOYTOYC 
OYN  APie/AOYC  TO'Vc  Aei 
Yno  MeizdNCON  KAi 

4  5    eAAC[c]6NUN  nepie- 

XOMCNOYC  HAeYPCON 

AneiKACANTec  toTc 

nPOMHKeCI  CXHMACI 

npoMHKeic  ApieMOYc 

50  eKAAeCAMeN. 


3  7a     nXNTojc  o[?]n  t6n  Xnoj 


38,  38  Ende  toy,  39  Anfang  toytoy  Pap. ,  vgl.  39,  10.  39  kaita  ,  erstes  a  zuerst  durch- 

strichen,  danii  durch  untergesetzten  Punkt  wiederhergestellt.  41  nSc  6]  hacoc  von  erster 

Hand  der  Pap.,  dann  ist  c  ausgestriclien  und  durch  ubergesetzten  Punkt  getilgt;  nXc  oc  alle 
Platonhdss.  47  nach  kai   hat  der  Pap.  h  ,  wohl  wie  die  vorhergehenden  h  irrtiimlich 

als  Artikel  gefafit. 

39,5  6AeiKNY0«eN,  o  gestrichen.         7  apigmo,  verbesserte  Heiberg.  8  aus  npowHKHC 

verbessert.  13  fur  rAp  scheint  der  Raum  nicht  zu  reichen.  32  aus  ooaaakic  ge- 

bildet.  34  A'fTbc]  iiber  dem  zerstorten  c  steht  o  in  Korrektur,  schwerlich  richtig.  Man 

wurde  zu  verstehen  haben  6  A-rrbc  XpieM6c,  b  ei.        37  fiber  kA(tui}  s.  zu  9,  32.  37a  A'noj] 

A  init  iibergeschriebener,  nicht  deutlicher  Abkiirzung  (kursives  co?)  Pap.  38  Aei] 

vgl.  43.  39  nA£YPA  Pap.  40  vor  a\a  sclieint  n  getilgt. 


THEAETET  p.  147E— 148B 


27 


40,  1  >'"'OcAi  M^N  rPAMMAi  t6n  148A 
>ic6nAeYP0N  ka!  eni- 
>neAON  APiewoN  re- 

>  TPArWNlZOYCIN,  MH-  ' 
5  >  KOC  CbPICMeeA. 

■■H  rPAMMH  npoTePA 
ecriN  THC  nAeYPAC.> 

H  MEN  TAP  rPAMMH  KA- 
e'  AYTHN,   H  AS  nAEYPA 

10    Td!iN  np6c  Tl-  H  rAP> 
nAGYPA  tin6c  eCTIN 

nAGYPA.     AnO  TOY  APXI- 
KCOTGPOY  TOINYN  (i- 
N6«ACeN.     be  A I  OYN> 
15      rPAMMAi  TON  ei  AY- 

/t^n  reNdweNON  a- 
PiewoN  iconAeYPON 
kaI  enineAON  tetpa- 

rCONIZOYCIN.  AfNA- 

20    TAi  tap  ic6nAeYPo[c] 
MEN  eTnai,  oy  mhn  [e-] 
nlnsAoc,  ei  rPAmi- 

KCOC   AAMBANOjTO.  Af- 
NATAl  AG  TO  lc6n[AeY-] 

2  5    PON  eTNAi  KAi  enine- 

AON KAI  OYAenoo  Te- 

TPArONON    die  TA  6- 

nlneAA  ic6nAeYPA 

TPirCONA.     OTAN  AH  TO^- 

3  0    Toic  npocTeefii  t6  f- 

CAC  exeiN  TeccAPAC 

rCONIAC  KAI  TeCCAPAC 
nAGYPAC  eKACTHN  e- 
KACTH,   T6Te  AH  riNG- 

3  5     TAI  TeTpArWNON.  e- 

AN  AG  KAI  enfi  Apiewic 
taTc  nAeYPATc  kai 

T(Bl  GMBAAU,  riNG- 

TAI   PHTA  KAI  t6  TOIOY- 

4  0     TON  TeTPArCONON  MH- 


40,41      KOC  QPIcA/AGeA. 

>'^0  CAIAGTONGTePOMH-l  48  A  B 
>KH,  AY.nAmGIC,  d)C  MH- 

>Kei  MGN  OY  [aynAMgIc] 

45  >  CYMAAGTPOYC  GKeiNAIC, 

>ToTc  AG  GnineAOic  a 

>AYNANTAi.    "^AnCO  GI- 
nUN    »lc6nA6YP0N  KAI 
GninGAON  APieWON 
5  0      TGTPArCONON"    GAH- > 
ACOCGN,  OTI  TA  TOIAY- 

41,  1    TA  jeTPArcoNA  kai  tac 
nAGYPAc  KAI  TA  eni- 

nGAA  eXGI  CV'MM6-> 

TPA  [njpoc  t6  noAiGh 
5    ON  xeTpArcoNON.  gn- 
eAA[e  mJgntoi  oyk  e-> 
MN[Hce]H  t[oy]  iconAef- 

POY,  [a]AaA  <t>HCIN-  bCAl 

AG  r[p]AMMAi  t6n  e-> 
1 0    tgp[o]mhkh  conomA- 
CA[M]eN  aynAmgic. 

TA  r[A]P  An6  TCON  TOIOY- 
[t]C0N  [TG]TPArCONA  TA 

MGN  [enijneAA  exei 

15      CYM[MeTP]A,   OYKGTI  AG 
KAI  TAC  [nAG]YpAc. 

[>]  Kai  nGP[i  t]a  ctgpga  aaao 
[>]t9|oyton.    ''YnGP  toy  148B 

MH   GKTGpNjGIN,   61  COC- 
20     nGP  6[n]i  TCON  TGTPArCO- 
[nJcON  A[l]eiHGI,  OTI  TA 

[M]eN  a[yt]i£n  kat'  am- 
[<)>]co  c^[m]m6tpA  gctin 
[r]&\  n[oA]!G[i]a)i  tgtpa- 

2  5      [r]cpNQ[l,   TA]  AG   KATA   TO  G- 

[n]in[eAo]N  m6non,> 

KAI  «e[T]ABA[l]N6IN  6- 


40,  5  lipicMseA]  ujpicXMeeA  die  Platonhdss.  Es  scheint,  da6  der  Schreiber  das  a  nach 
c  geschrieben,  da  abcr  der  Aiifang  von  a  utid  m  gleich  ist,  aus  Versehen  das  a  iiberspruiigc!! 
hat.    Das  Kichtige  steht  Z.  41.  31  aus  exeN  verbessert.  46  fiber  Schlu6-A  ist  o  ge- 

schrieben, das  dann  wieder  quer  durchstrichen  ist. 

41, 11  cAi  .  .  GN.  Wahrscheinlich  stand  (i)nomacanm6n  da,  niittleres  n  \  ielleiclit  getilgt.  14  a 
aus  6  korrigiert.  17  ta  ubergeschrieben.  19  ei  icorrigiert  aus  «i. 

Berliner  Klassikertexte ,  Heft  2.  5 


28 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


41,  2  8      ni   TON   APieMON,  AIA 
TOYTO   c[YN]TeMd)N  €?- 

30    neN-  ka[i]  nepi  ta  cre- 

[PeA  AAAO  TOjiOYTO.     6  TAP 

[n]oh[c]a[c  t]a  eni  tun 
enineAcoN  NOHcei 
[k]a\  ta  eni  tcon  ctg- 

3  5    [p]e[iii]N.    eNoc  tap  aeT, 

[t]9y  [nJpoceeTNAi  nA€Y- 

[p]aN   MIAN,   KaI  TAAAA 
[6]M0IA   eCTAI  AAMBA- 
[N]6MeNA  ANA  AOfON. 

4  0    [ci)c  tJoinyn  tcon  tg- 

TP[Arcb]NCON  CXHMA- 
T(ON   A   MEN   HN  C^M- 
MeT[p]A  THI  noAieiAi 
AYNAWei   KAI  MHKei 

4  5      KAi   [nAjATei,   KaI  TAYTA 

MH[kh]  (iNOMACAN, 

A  Ae  riAATei  men  oy- 

KeTI  Ae  KAI  [Tjiji  HAeY- 
PAI,   KAj   TAY[TA]  AYNA- 

5  0      MeiC   [ejKAAeCAN  TCOl 

KOINCOl  nPOCXPHCA- 


42,  1  MeNOi  6n6mati,  oytcoc 
kaI  eni  TUN  CTepeuN 
iHAeoN  eni  ta  kybika 
cxhmata  KAi  eTiee- 

5      CAN   KYBON,   OY   Al  TPeTc 
HACYPAi   eKACTH  nO- 

a6c,  KAi  reN6MeNAi  e- 
n'  AAAHAAC  noioYCi  eNA 
CTepeoN  n6AA.    KAi  nP9- 

10      AlPOYNTeC   KYBON  AYO 
nOAUN   KAI   AAAON  TPI- 
<2)N   elTA  TeCCAPCON  eY- 
PICKON   AYTO   WeN  TO 

CTepeoN  npoc  to  CTepe- 

15      ON  C^MMCTPON-  6X61 


42,  I  6      TAP  AOrON.    ON  APIBMOC 
nPOC   APieMON  •   TAG  AG 
nAGYPAC  ACYMMeTPO[YC,] 
AAAOYC   AG   K^BOYC,  CON 

2  0    TA  CTepeA  aT  tg  nAGY- 

PAi   CYMMGTPOl  H[c]AN 

np6c  t6n  noAiATo[N] 

KYBON   (i)C   TON   OKTU ' 
TOY-TOY   rAp   nAGYPA  6- 

2  5      KACTH   AYO-   AlC   tAp  A[Y]a 

TeccePA,  AlC  Tecc[GPA  6-] 

KTCO  •    KAI   TON   g1'k9C[|]  6- 
nTA-   Tpic   rAp  TPIA  GNNGA, 

Tpic  CNNGA  elkoci  enTA. 

3  0      MeTGBHCAN   OYN   KM  6- 

ni   TO^TUN   Gni   TO'^'C  A- 
PISMOY-C,  TnA  nGPIOPI-> 
CCOCI   KAeOAIKUl  TINI, 
KAi  UCnGP  TOYC  GninG- 

3  5      AOYC  TOYC   ICAKIC   icOYC  A- 

nClKAZON   TCOl  T6T[p]a- 
rCONCOl   CXHMATI  KAI 
(jONOMAZON  TGTPArcp- 
NOYC,  TOYC   Ae  ANICAKIC 
40      ANICOYC  nPOMHKGIC, 

OYTCOC   KANBAAG  TO'^C 
CTGPeOYC   TOYC  ICAKIC 
TCOYC   ICAKIC  K^'BOYC, 
TO'Y'C  AG   ANICAKIC  ANI- 

4  5      COYC  ICAKIC  nPOMHK[H] 

cTGPeA.    enei  Ae  tun 

KYBCON   eiciN  TINeC 

KAi  katA  (jky  CTepeA  KAi 
katA  tAc  nACYpAc  cym- 

5  0      MCTPOI,  TO^TOYC  a',  cTnGP  A- 

PA,   MHKH  C0n6mAZON, 
TOYC   AG   KATA  MeN  tA 
CTepeA  CYMMCTPOYC, 

katA  AC  tAc  HAeYPAc 


42,  6  6kActh]  h  aus  oy  verbessert.  7  reNAweNAi ,  aber  verbessert.           24  nAeYPAi_ 

Pap.             35  TOYC  aus  toy  verbessert.  45  letzter  Buclistabe  c  (also  npoMHK[H]c),  aber 

durchstriehen.             48  tA  fiigte  Heiherg  7.u.  50  luspriinglich  stand  da  A€inA-PA«HKH. 

Dann  ist  ha  in  nep  geandert  nnd  Z.  51  a  vor  pa  gesetzt  worden.  CTepeA  mhkh  vermutete 
Heiberg. 


THEAETET  i^.  148B 


29 


43,  1      ACYMMeTPOYC,  TO^TOYC 

AG   KATA  TO  OMOION  ToTc 

np6ceeN  [a]ynam€IC 
CTepeAc.    tb[c]  a'  eni  tun 
5    enineACON  apigmcon 
h[ca]n  aaynatoi  ti- 

NGC  [i']COI  ICAKIC  reiNG- 

ceA[i,  a]aa'  in  riAelcoN 

eAA[T]TONAI<IC   H  6AAT- 
10      TCO[n]  nAGONAKIC  HN 

api[g]m6c,  OYTCOC  KAi 
6[ni]  TUN  cTepecoN. 

01  M[eN]  OYN  ANICAKIC 
AN[|C0|]  ANICAKIC  C*H- 

1 5    nic[koi  ka]aoyntai. 

(0YT0[|   TAP  n]ACAC  TAC 

nA[eYPAc]  exoYCiN  ani- 

COYC),   01   [as   ei]ciN  ICAKIC 
i'cOl   ANICAKIC.      TUN  AH 
2  0      [ICJaKIC  icUN  ANICAKIC 
[oi]  MCN  e[AAC]CONAKIC 
nAINeiACC  KAAOYNTAI, 

uc  Tpjc  t[p]Ia  eNNeA,> 

Aic   eNN[e]A  AEKA  OKTCO  • 

2  5      [e]AAT[Ta)]N   TAP  H   TOY  Y- 

[y]9y[c  nA]e[YP]A  tun  aoi- 

nUN-  [Ol]  A[e]  nACONAKIC 
AOK[lA]eC,  uc  Aic  Ato 
Tec[CAP]A,  t[p|]c  TeCCAPA 

3  0  AUACKA. 


/ 

6 

1 1 


44,  1    uc  AC  eN  ToTc  tctpa- 

rUNOIC   6  CKKAIACKA 

APiewoc  HN  6  ayt[6]c 

THC  TC  nePIMCTPOY,  oy 

5    nACYPA  TeccePA,  kaI 

TOY   CMBAAOY,   KAI  MC- 
COC  CACIKNYTO  THC  TC 
YnePBOAHC   KAI  THC 
eAACIYGUC   THC  HPOC 
1 0      AAAHAA  TUN   TC  HACY- 

puN  TUN  Te  nepiMC- 

TPUN,   OYTUC   KAI   6  61 

KYBiceeic  noie[i]  ton 

AIAKOCIA  AGKA   Ci  ICA- 
15      ZONTA  TON  APieMON 

TOY  [cjTCPeOY  TUI  API- 

ewui  THC  nePiMCTPOY. 
01  A[e]  eNToc  KAI  ene- 

KCINA   H  YnSPBAAAOY- 

20    CI  H  eAAeinoYci. 

KAI  eni  TUN  cTe[p]e- 

UN   TOINYN   OCAI  [mCN] 

rPAMMAi  kybik6[n] 
APiewoN  eic  kyb[i-] 

2  5      KON  CXHMA  ANAr[OY-] 

CI,  TO'^'C  MeN  to[ytun] 

K'r'BOYC   MHKH  u[n6-] 

MAZON,  enei  KAi  ka- 

TA  MHKH   CIcIn  C^MMC- 

3  0      TPOl  ,   H   AAAO   Tl   ANA  a6- 

rON  •    OCAI   AC   MH  KYBI- 
KON   APIGMON  ANArOY- 
CIN    eiC   CXHMA  KYBI-> 
KON   AYNAMCIC  CONO- 
3  5      MAZON   H  AAAO  Tl  ANA 
A6rON  AIA  TO  ACYMMG- 
TPOYC  MCN   cTnAI  ToTc 
MHKeCI,  ToTc   AC  An'  AY- 


43,  10  zwischen  h  und  n  ein  Buchstabe,  \erirmtlich  e,  getilgt.  14  vgl.  Nikoni. 
Aiitlini.  II  16,  2  16  Heiberg  vermutete  o?toi  ag.  22  vgl.  Theon  Smyrn.  S.  41,  18; 
Nikoiii.  II  17,  6.  29  vgl.  Theon  S.  42,  1;  Nikom.  II 17,  6.  31  die  linke  Figur  (nAmeic) 
ist  kleiner  ausgefiihrt  als  die  rechte  (aok(c),  well  sonst  der  fiir  die  Schrif't  bestimmte  Raum 
iilierschritten  wiirde.  Die  Zahl  c  bezeiehnet  die  Seitenfliiclie  (2X3),  die  uiiteii  angegebene  ih 
den  Kubus. 

44,  4  alls  eniM£TPOY  verbessert.  26  ro[YTa)N]  erganzte  Heiberg,  obwolil  tu  zu  lesen 
naher  liegt.  30  aa|aoti  Pap.;  der  Strich  scheint  die  Verlcsung  vnn  aa  in  m  hindern 
zu  sollen. 


5* 


30 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


44,39    TcoN  reNOMeNoic> 

4  0  CYMMeTPOYC. 

>^'Apicta  r' ANepconcoN 
>  S  n aTagc. 


AiA  TOY  npocTeeei- 

KeNAI   Td  APICTA 

45    r'ANepwnwN  ahaoT, 
OTI  C<t>6APA  APecKe- 
TAi,  eeHKeN  Ae  ayta 
kaI  enHNeceN  aiaa- 

CKCON,  n&C  ZHTHTe- 
50      ON.      nPWTON   MEN  OYN 

And  r&u  ACA<tecTe- 
pcoN  en)  TA  CA<t>ecTe- 

PA  AeT  MeTABAiNeiN 


45,  1    cbc  Ano  tOn  wereecoN 
MexesHCAN  eni  toVc 

APieMOYC-  Ae[YT]6P0N 

a'  eni  TA  i<A[e]oAiKcoTe- 

5      PA-  erTIC[T]HMONlKCi)- 

Tep[o]N   TAP  TUN   KAS'  e- 

kac[t]on  to  nACi  toTc 
6mo[ioic]  e<t>[AP]M6zoN, 
(i)c  [Y]n6  eNoc  mcn  o- 
10    POY  nepiexeTAi  ta 

Te[T]PAr(ONA  TA  MH- 

k[h,  Y]no  Ae  eNoc  ta 
Te[TP]Ara)NA  ai  ayna- 

Mel[c-]  TPjTON  Ae  GY-> 

1 5    [x]PH[cT6T]eP0N  riNe- 
TAI  t[6  AH<t>]eeN,  eAN 

KA[i  AAAOIC]  OMOeiA^- 

ci  H  A[ro)r]H  e<i>APM6- 
2H,  [KAeAjnep  km  gnsa- 
2  0    Ae  t[hi  ay]th[i]  gxphcan- 


148B 


45,  2  1 


25 


[t]o  e*[6]Aaji  thi  tun 
[aJpiomcon  eni  tun 
[e]nineA[a)]N  mree&u 
[K]A[i]  t[(2in  c]TepecoN.> 
[cbc  OYN  eeo]c  ihn  toTc 
nAAA[ioic  aiJaacksin, 
KAi  e[^  n]u[c]  01  NeuTe- 
poi  [t6  a]yto  toyto,  oy- 
Twc  MfelTABAiNe  eni 


30 


35 


TO  KAeOAIKUTePON 
eedbpHMA  AlATeiNON 
^n)  nANTA  TA  OMOIA- 
[efcH  TAP  eY]XPHCTON 
[on.      6PPeT](0CAN  OYN 

01  yno  ArNOiAC  nAAAi- 
[ac  Arjcorfic  AneiPOKA- 

[aIAN]  ft  (flAOTIMIAN 

[fl  a]aao  ti  toioyto  npoc- 
[An]TONT[ec]  TUi  TTaa- 
40  [>  t(o]ni.    [KJai  mhn,  fi 
[>  CujKPATec,  0  re  epto- 
[>t^c]  nepi  enicTHMHc 

[>0YK  an]  AYNAIMHN  A- 

[>no]i<p[i]NACGAi  ucnep 
45  [>nepi  to]y  mhkoyc  tg 

[>]K[Ai]  THC  AYNAMeUC. 

>  '"COc  eu]  MeN  eikei 
ne[p]iAAB6NTec  ta 

OMOIA  TeTPArcONA 
MHKH  GKAAeCAMeN 
AAAU   AG  AYnAmGIC, 

>  OYTUC  OY  AV-NAMAI 

nepi  enicTHMHC> 


46,  1      xcopIcac  aythn  tun 

AAAUN  AnOKP[N[A-]> 


50 


148B 


44,  43  toy,  dariiber  to,  das  wieder  gestrlchen  ist.  44  to,  dariiber  u,  wieder  ge- 
strichen.  Ende  der  Zeile  nach  a  war  tan  geschrieben,  das  der  Korrektor  strich  und  r  vor 
Z.  45  ANepunuN  zufiigte. 

45,  15  man  erwartet  6y-xphct6taton  19  z  oder  c  ist  moglich.  28  t6  Ai'Tb 
toyto  scil.  aiaXckoycin.  33  oder  ecTi  rXp  g'txphcton.  xaip^tucan.  36  aus  einer  Spur 
crgibt  sich,  daB  dastand  acauthc;  die  Lucke  faCt  mir  drei  Buehstaben.  37  *oaotimian, 
aber  verbessert.  41  ol)  re  oder  Te  gewollt,  ist  zweifelhaft.  45.  46  te  kai  Platens  T: 
KAI  BW  zwischen  46  und  47  steht  statt  der  iiblichen  Paragraphos  ein  kurzes  Anfiibrungs- 
zeicben,  wie  aucb  vor  52,  vgl.  zu  47,  27. 


THEAETET  p.  1486— 149 A 


31 


46,  3    ceAi  nepi  aythc. 

AAAATHNeniCTHMHN,   148  C 

5    (ocnep  NYNAH  era) 
eAeroN,  cmeikpon  ti 
oi'ei  gInai  eievpeiN 

KaI   OY  TWN  nANTHI 

akpwn;   ■'£n  toTc  npoc-  145D 

10      eeN,   HNIKA  nPOYKA- 

agTto  aytoyc  eic> 

KOINOAOriAN,  e*A- 

CKeN,  oTi  kaI  aytoc 
neiPATAi  MANeA- 

1 5  NeiN  KAi  nPOC  MGN 
TAAAA  nPAUC  GXei, 
eN  AG  MeiKPON  Ano- 

peT  nepi  enicTHMHC 

OTI  nor'  ecTiN.  toy[t]o 

2  0      TOINYN  enANOPe[OY-] 
TAI,   OTI   OYK  e'cTIN 
MeiKPON  GYPeTN, 
AAAA   TUN   AKP(0[n.  0-] 
Tl   Ae   OYK  eCTIN   t[6  TY-] 

2  5      XON,  AHAON   eK  TOY 

AeTN  AiAAAseTN  ne- 

Pl  Te  OYCIAC  AYTHC,  KAI 

ei  AiA*epei  TexNHC 
KAI  ei  erreiweTAi  kai 

30      TOIC  MH  CnOYAAI- 

oic  KAI  nepi  THC  Yno- 

BeBAHMeNHC  AY- 
THI  YAHC  Tl  eCTIN. 

>TTeipco  MeiMO^Me-  148D 
35>Noc  THN  n[e]pi  tun 

>AYNAMe(ON  An6KPI- 

>  ciN,  oScnep  ta^tac 
>noAAAc  OYCAC  eu]  ei- 
>AGI  nePiGAABec,  oy- 

40>Ta)C  KAI  TAC  nOAAAC 
>6niCTHMAC  eNi  a6-> 

>  rtoi  npoceineTN. 


46,4  3      Al  TAP  <t>YCIKAi  eNNOI- 
Al   AeONTAI  AlAPePCO- 

4  5     CGCOC,  nPO  AG  TOYTOY 

eniBAAAOYCI  «GN> 

ToTc  npAr/AAci  tcoi 

eXeiN   AYTUN  i'xNH, 
OY  MHN  TPANCOC.  AIA 

47,  1      toyt[o]  OYTe  o  G[eA]fTH- 

TOC  IKAN(I)[c]  g[T]XGN 

AGrGiN  nG[p]!  en[i]cTi^- 
m[hc  oy]tg  aaaoy  0Y-> 

5  Tco[c  aJkoycai  [i^Jaiai- 

ON  fi[N],  COC  AI€[k]gAGY- 

GTo  [Cw]kp[at]hc.    Oy  148E 

>MGN  AH  [a]y  OYAG  AnAA- 
>AArHNAI  TOY  MGAeiN. 

10  >  ■'CO [a i] N e I c  rAp,  S  <t>[- 
>AG  [GgJaithtg  a[i]a  to 
>MH  [kJgnoc,  Aaa'gtky- 
[>]m(on  6[T]nai.  Kaitoi 
MH  e[niT]Yrx[AN]coN 

1  5      0  9[gaithto]c  o[y]k  a*i- 

[c]tat[ai  toy]  ckottgTn 
nepi  [thc]  en[ic]TH-> 
[m]hc,  [ti  nJoT'  e[cT]iN. 
[ihJn  tap  ftahphc  (!oc> 

2  0        [a]N    e[Y]0YHC  TUN  KOI- 

[nJcon  GNNOIUN  KAi 

[e]KG([NGI   K]A[j]  TAC  C*6- 
[aPA  eniKGKAjAYMMG- 

[>  n]ac.  ■'Apa  k[a]!  OTI  eni-  149A 

2  5   [>  T]  H  A  [e  Y"]  (p  THN  AYTHN 

[>Te]x[NH]N  Akhkoac; 

>''Ap'  OYN   HCeOY,  OTI  KAi 

>  aytoc  thin  AYTHN  TG- 

>  xnhn  gxu  th[iJ  mh- 

3  0        [tPI,  OTI  MA]lG'r'0A\AI.> 

[gi  eKeiNjHC  eAfrcN 


46,  4fF.  die  Anfiilirungszeichen  sind  Z.  4  —  9  nicht  gesetzt.  38  enI]  sn  mit  iiber- 
geschriebenem  i.          45  npoc,  aber  c  ist  getilgt. 

47,  9  toy  Pap.  wie  Platens  BT,  toytoy  W;  s.  Einl.  S.  xxiii.  10  auch  fiir  uAemeic  ist  Raum, 
vgl.  49,  44.  16  —  24  die  Aiifange  stehen  auf  einem  in  der  Photographie  noch  nicht  er 
scheinenden  Fragniente.  27  der  Schreiber,  der  glaul)t,  der  Dialog  Platens  setze  sicli  27 
bis  29  fort,  hat  die  Anfiihrungszeicheii  falsch  gesetzt. 


32 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


47,  3  2      eA[YT6]N  MAieY[Tl]K6N, 

[OTI   H]  AIAACKA[A]iA  AY- 

[toy  t]oiayth  hn- 

3  5      [eiA](bc  M[e]N    TAP  AHe- 

[TjeJeTo  [kJaI  elxeN 

[.  .]MATA,   GN   AG  TlSl 
[AlAAjCKeiN  AYTOYC 

[nAPjecKEYAzeN  > 

4  0      [TOYC]  MANeANONTAC 

[AereijN  nepi  tun 
n[PAr]MATa)N  ana-> 

nTY[c]CUN  AYTCON 
TAC   <))YC[|]kAC  eNNOI- 
4  5      AC   KAI   AIAP[eP](i)N  KM 
TOYTO  AK6AO[Y]eON 
TUI   A6rMA[Tl]  TUI  TAC 
AerOMCNAC  [MjAGHCeiC 

48,  1      ANAMNHCeiC   e[T]NA[!]  l<[Ai] 
nACAN  ANGPWnOY 

YYXHN  TeecAceAi  TA 

ONTA   KAI   AcTn  AYTHI 

5    OYK  GNeeceuc  mash- 
MATWN,  aaaa  ana-> 
MNHcecoc.    nepi  ac 

TOYTOY  TOY  AOrMATOC 

PHetHceTAi  CN  Toic  ei'c 
10    TA  TTepi  YYXHC  Yno-> 

MNHMACI. 

>A\h  MeNTOI  MOY  KATei-  149  A 

>nHc  npoc  TOYC  aaa[o]yc. 

TOYTO  Ae  YnA  MH  0[i]  MEN 
15      KATA<l)PONHCCdCI  CbC 

OYACNOC   AllOY,   01  A[e] 
HANY  GAYMACCOCIN 
KAI  MH  npociuci  A[e-] 
AlOTec  eAerxeceAi. 


48,  20>OiAeATeoYKei'A6Tec  149  A 

>TOYTO  MEN  OY  AerOYc[l] 

>nepi  MOY,  OTI  AS  at[o-] 
>na)TAT6c  eiMi  kai  tioico 

>TO>'C  ANePtinOYC  A- 

25    nopeiN.    Oi  AC  ArNo-> 

OYNTCC,   OTI  MAieYTI-> 

k6c  eiMi,  OAciiM  m  eT- 

NAI   ATOnUTATON  HA- 
PACKCYAZONTA  TOYC 

3  0    aaaoyc  Anope?N.  nA- 

CXOYCI   Ae   TOYTO   01  HPOC- 
lONTeC   AIA   TO  ANAPKA- 

zeceAi  AYToi  AereiN 
nepi  TcoN  lAicoN  eN- 

35      NOI&N.      OYAe/AIA  AY->  149B 
TCON  eTI  AYTH  KYICKO- 

MeNH  Te  kaI  tiktoyca 

AAAAC  MAieYeTAl. 
Al   MaTaI,  MeXPI  A^NAN- 

4  0      TAI   KYICKeCSAI   KAI  Tl- 

KTeiN,   OY  MAieYONTAI, 

aaa'  otan  hapaaaaico- 
Cl  TON  toioyton  xp6- 

NON. 

45>bTI  aaoxoc  oyca  thn  HOB 
>  AoxeiAN  ei  ahxcn. 

KaTA  MeN   THC  TAMeTHC 
'  TO   A  A  0X0  C   ant!   TOY  6- 

49,  1      MOAOXOC   H  KO[l]N(pNOY- 

CA  TOY  AeXOYC-   TO  TAP  A 

ant!  toy  omoy  die  ka! 
AK6AOYeo[c].    eni  Ae  thc 
5    'APTeMiAoc  TO  [aJaoxoc 

ANTp]  TOY  ^CTe[p]HMeNH 

A9Xo[y-  to]  tap  a  eNGAAe 


47,34  nach  toiayth  stand  ein  Buchstahe,  vielleicht  c,  jedenfalls  zu  tilgen  als  MiCver- 
stilndnis  von  Z.  31.  35  eiAuc]  [a'ttJoc  ist  ausgesclilosseu.  36  etwa  [k]ai  (a>  etxeN 

[ky]«ata;  [nohJmata  ist  zii  laiig.         41  [zhtgTJn?  44  S.  Einl.  S.  xxxi.  45  aiapgpGn] 

vgl.  46,  44.  47  TO)]  nicht  notig  AeroNTi,  vgl.  9,  9. 

48,10  Konmientar  zum  Phaedon  versprochen.  15  KATA<t>poNHceuci ,   aber  \er- 

bessert.  22  mr  T,  ^moy  BW.  35  —  38  Anfuhrungszeicheii  fehleii. 

49,7  am  Rande  neben  eNSAAe  steht  to  ta,  iin  Texte  folgt  auf  die  Liicke  rAPSNeAAe. 
Wahrscheinlich  stand  also  in  der  Liicke  (drei  Buchstaben  auBer  y)  t6  a  und  diese  Lesart  to  a 
TAP  ^nsXas  wurde  am  Rande  rcktifiziert  in  t6  tap  a  eNSAAe. 


THEAETET  p.  149  A  — D 


33 


49,  8    CTePH[T]iK6N  wcnep> 

KAI  e[ni]  THC  ArAMOY. 
10  >  CTe[pf*A]lC  MeN  OYN  APA 

>  0  Y  K  [e  a]  CO  K  e  m  a  i  e  [y]  e  c  - 

>  [e  a]  I ,  b  T !  H  A  N  e  p  CO  n  [i]  N  H 
[>*^ci]c  A[ceeN]ecT€PA  h 

[>AA]B6[|]N  [reXNjHN  S>H 

15[>AN  H  Aneipojc. 

[CTep(<t>A]ic  kaI  cTei- 
[PAIC  OYK  eA]coKe  MAie^- 

[eceAi  AiA  to]  mh  keky- 
[hkenai]  MHAe  TeKeiN- 
20    [6  TAP  ANejpconoc  oy  ay-> 
[natai  .  .]Y[.]cceAi  eN> 

[  ]nhn,  gn  oIc 

[  ]  nPOH- 

[k]tai  ![  ]iiA  Te-> 

2  5  XNHC. 

>[oyk]oy[n  kJai  TOAe  ei->  149C 
>k6c  Te  KA[i]  anatkaTon 

>TAC   KYOY[ca]C   KaI  MH 

>  r[i]rN£0CK[e]ceAi  maa-> 

30>a[oN  Yjno  TWN  maicon; 
e[lCI   TINSC]  aT  MH  KYOY- 

ci,  [aaa'  eoljKACi  taTc  er- 

KYMOCI,  the  dCAl  YHO- 
B[AAAe]ceAI  BOYAOWe- 

3  5    n[ai  ecejioYci  kaI  nei- 

[noyci]  ta  ai[oi]aoynta 
[tac  rjACTePAC.    tac  oyn 

[KYOYC]aC   KAI   MH  AIA- 

[rirN(oc]KOYCi  ai  maTai. 
40  >  [Kai  mh]n  KAi  aiaoycaI  149CD 
>[re  *apma]kia  ai  maiai 
>[KAi  enAijAOYCAi  re[-> 

>  N [o] N T [a] I  e r e I  p e I N  re 
>TAC  coagTnac  kai  MAA- 

45  >  eAKCOTEPAC,  SAN  BOY- 


49,  46  >  acontai,  noieTN. 

"'Otan  MeN  enicneY- 

ACOCI  tag  (OAeTNAC,> 
erGIPOYCI  AIAOYCAI 
5  0      <t>APMAKIA  TA  CYNTA- 
XYNONTA,  [b]T[A]N  AG 

50,  1    nAPHroP(2ici  toyc  [no-] 

NOYC,   HAYOYCI   TA[c  CO-] 

agTnac  np6Tep[oN.] 

>KAi   GAN  NGONON   [a6-]  149D 
5>IHI  AMBAICKGIN  [aM-] 
>BAicKOYCIN; 

To   NGON   ANTi   TOY  [mh] 

tgagion.    to  toioyt[o] 

OYN   6AN   AOKHI  GK[TI-] 

1  0      TPcbCKGIN,  nAPA[CKeY-] 

AZOYCI  TOYTO. 
>'^0TI   KAi   nPOMNHCTPI-  149D 

>  AI   6  iciN   AG!  N  OTATA  I 

>coc  nAcco*oi  oyc[a]i 
I5>nepi  TOY  TNCONAI,  noi- 

>AN   XPH   noicp  ANAP[i] 
>CYN0YCAN  (be  APIC[tOYC] 

>  HAI  AAC  TIKTGIN. 

"Wc  npocHKON  [t]aT[c] 
20    maiaic  GProN  TO  rip[o-] 

MNACeAl    KAT'  AAAH- 
AOYC   KAI  CYNAPM6z[eiN] 
*Hc1n   OTI  AeiN6TAT[Al] 

eiciN  CYNOPAN,  n[o-] 

2  5     TAnHN  AG?  noTAnu 

CYNOIKOYCAN   API- > 

CTOYC  haTaac  tiktgi[n.] 

nAPAAHAoT  OTI   Oi  TA- 

Moi  nAiAonoMAC  x[a-] 

30      PIN  01   KATA  *YCIN,  KAI 


49,21  Sinn  etwa:  eVpe]ceAi  eN  [toytoic  t^x]nhn,  oTc  [mh  eic  neTpAN]  npoH[K]TAl  t[ina 
a]ia  t^xnhc?  24  I  (vor  der  Liickc)  kaiin  audi  n,  n,  h  sein.   Vor  ate  ist  die  Haifte  einer 

Hasta  und  ein  langer  Buchstabe,  i,  p  erhalten.  35.  36  erganzte  VVil.  41  ai^  maTai  *apmAkia  die 
Hdss.       42.  43  A-fNANTAi  die  Hdss.       45       die  Hdss.       50  aus  cyntytxanonta  verbessert. 

50,  2  noioYCi  unsinnig  der  Pap.  4  n^on  gilt  den  Herausgebern  nieist  als  ver- 

derbt.  Der  Kommentar  gibt  die  riclitige,  auch  von  Neueren  gefundene  Erkliirung.  Doch  ist 
mit  Wil.  N^oN  schiirfer  als  recen.s  conceptuni  zu  fassen.  Denn  nur  in  diescm  Falle  war  der 
Abortus  den  Arzten  gestattet,  vgl.  Hipp,  de  nat.  inf.  13  (VII  490  L.).  15  aus  tnoynai  ver- 

bessert. 24.  25  vgl.  Einl.  S.  xvni.  28  vor  on  ist  o  getilgt. 


34 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


50,  31      TOYTtON  Ae  KPelTTOYC 

01  XAPIN  TOY  APICTOY(c) 

reNNAN.    Cic  tynaTka 
>Ae,S<t>iAe,AAAHNMeN  149  E 

35>oiei  TOY  TOIOY-TOY,  AA- 
>AHN   Ae  CYTKOMIAfiC; 

Thc  aythc  Ane<t)H- 

NGN   TeXNHC,  THC  TG- 
COPriKHC,  t6  eiAGNAI 
4  0      TOYC  KAPnOYC  CYAAe- 

reiN  KAi  enicTAceAi, 
noiAi  rfii  APM6zei> 
hoTa  cnePMATA.  ka- 

TA  TAYTA  TOINYN   H  AY- 
4  5     TH  eCTAI  TeXNH  H 

CKGYOMeNH  nepl  TCON 
ei'c  tynaTka  cnePMA- 

TCJN  noi'  APMOTTei 

KAI  nepi  THC  [tJoytcon 

51,  1      MAICYCeCOC.     AYTH  TAP 
ANAAOre[?]  THI  CYr[K]0- 
MIAHI,  OYK  eCTIN  AC 

OMOION-  o[y]  tap  Ye![A]COC 
5    yahc  A6ro[N]  ene[x]ei 

H  r[YN]H  [o]YAe  0  ANHP 
TOY  Cne[PM]ATOC,  AA- 
AA   eKA[CT]0C  AYTiSN 
fMYYX[6c  eJCTIN,  a)[c-] 

10    T[e  <i)i]Ao[A6]roY  sctin 

t6  [APM]6z[eiN]  TO'I'C 
K[AAA]![cT0YC],  OY  THC 

m[a[ac  ]mha 

p[  ]ac  EAe- 

1 5    re[  ]nmac 

li  ]  A[.V. .], 

>y[         Oy]  TAP  rrp[6c-]  150AB 

>e[CTIN  TYNAIliN  eNIO-] 
[>]T[e  MGN  ei'ACOAA  Tl-] 


51,  20  >  i<[TeiN,  ecTiN  a' oTe] 

>AAH[ei]NA[,  TOYTO]  AG 
>MH  [p]aIA|[o]n  [e]TNAI> 

>A[iAr]N(SNAi.]    ei  rAP> 
>npocHN,  M[e]ricT6N 
25>Te  k[a]i  kaaa[ic]ton  e'p- 
>roN  [a]n  hn  taTc  mai- 

>  AlC  [to  KPINCjlN  TA- 

>AHe[ec  Te  kai]  mh.  Ai 
rYNATi<[e]c  OTe  mn 
3  0    ei'AO)[AA  tiJktoycin, 

bTA[N   TePAjTA  TIKTCJ- 

ci  [fi  YnH]NeM[i]A,  OTe 
A[e  AAHjefl,  9[ta]n  ka- 

TA   [<J>YC|]N.      OY  TOYTO  9YN 

3  5    <i>h[cin,]  9[ti]  OY  npocec- 

TIN  TaTc   TYNAIli  t6 

no[T]e  M[eN]  ei'A(OAA> 
ay[tac  T[i]KTeiN,  noTe 

AC   AAHeiNA-  YeYAOC 

4  0      TAP  TOYTO.     AAAA  AN  Y- 

nePBlBACHIC,  eCTAI 

CA4)ec-  'oY  TAP  npocec-  150 

TIN  TAIC  rYNAlii  TO  AB 
MH    PAIAION   elNAI  AIA- 
45      TNCONAI  OTe  MeN  cf- 
ACOAA  TIKTei,  eCT!N> 

a' OTe  AAHeiNA.    ei  tap 

53,  1    hpochn'.    Tl  Ae,  ei  npoc- 
HN  t6  mh  paiaion  eT- 

NAI  AlAreiNCOCKeiN, 

noTe  MeN  eiAUAA 
5     TIKTOYCIN,  n6Te  Ae 
AAHeiNA;  KAAAICTON 
AN   HN  AYTCON  ePrON, 
ei  AieKPINON  TO  AAH- 
eec  KAI  MH.      NYN  a'  0Y-> 
10      K  eCTI  A^'CKOAOC  H  TCON 


51,  1  AYTHi  Pap.  2  aus  cynko  korrigiert,  das  iibergeschriebene  r  nur  teilweise  er- 

halten.  10  ■t>iAOA6roY]  vgl.  67,  32.  14  etwa  [tAc  a6  «ai]ac  6A6re  [♦e-frem  t6]n  mac- 

T[poneiAc]  X[a(koy  Y[6roN].  18  nach  der  Paraphrase  Z.  36.  43  stand  vielleicht  taTc  tynaiiin 

6t^  m^n  da.  26  hn  an  die  Platonhdss.  27  t6  XAHeec  die  Piatonhdss.         30  sao),  aber 

liorrigiert.  32  erganzte  Wil.  37  der  Rauni  fur  tac  ist  etwas  knapp.  45.  46  orfe  -  TiKxeiN? 
vgl.  52,  4  fF.    Uoch  ist  ja  die  ganze  Interpretation  verkehrt. 


THEAETET  p.  149  D  — 150  C 


35 


53,  1  1      TOIOYTUN  AlArNU- 
CIC. 


>A\ericTON  ag  toyt'  eNi  150BC 

>Tfil   HM€TePAI  TeXNHI 
15  >  BACANIZeiN  AYNA-> 

>t6n  eTnai  nANxi  tpo- 
>ncoi,  noTGPON  eiAO)- 

>AON   KAI  YeYAOC  An9- 
>TIKTei  TOY  NeOY  H  AIA- 
20>NOIA  H   rONIMON  TG 

>  KAi  AAHeec. 


■■eAHACOCeN  OTI  OY  TOY- 
TO  EAereN  anco,  oj\> 
OY  np6cecTiN  taTc  ty- 

2  5      NAIliN  t6  OTe  MEN 

eiACOAA  TIKTeiN,  OTG 
AG   AAHeiNA,   AAAA  OTI 
OYTCOC  AKOYCTeON,> 
UC  GIHrHCAMGGA. 

3  0      KATA  TOYTO  OYN  nPG- 

CBGYGI  THN  GAYTOY 
MAI6YTIKHN  MAA- 
AON  THC  TUN  TYNAI- 
KUN,  OTI  hap'  GKGI- 

3  5      NAIC  MGN  OYK  6CTIN 

AYCKOAON  AlArNCO- 
NAI   TO  TGXeGN,    <^Gl')  gI- 
AWAON    GCTIN   H  A-> 
AHeGC-  TAG  AG  TUN 

4  0      NGCON  AIANOIAC  OY 

PAIAION  AlArNUNAI 

noTGPA  ygyagTc  G- 
xoYci  a6iac  h  aah- 

eG|T|c.  GniZHTHCGI-> 
45      GN  AN  TIC,  61  AYNATAI 

gi'[a](oaon  gTnai  fl 
YGYAOC,  0  ^nnogi 

53,  1    octicoyn,  KAe'  oyc  tg 

Al  MAeHCGIC  ANA-> 


53,  3     MNHCGIC    GICIN.     AAa'  €1 
M6N   GAGHGTO,   [otJI  6-> 
5     MOICOC  Hn(cT[AN]TO 

[AI]  YYXAI   KAI  nAA[A]! 

KAI  eNca)M[A]Tcoe6T- 

CAI,   KAN    HM[  ] 

H  AnopiA  k[  ] 

10    Toc  A6[roc]  g[i]c  t[6  nGp'i] 

TUN   M[AeH]Ce[UN  GI-] 

phcg[tai  .  .]«g[.  .  .  .] 

T[-]N    [ ' ]A 

[•M  ]e 

15    [  ]e 

[  ]?! 

[•  -K  ] 

[•>CT[  ] 

[•  -M  ] 

2  0     [..]H[  ] 

[•]fAI«[  ] 

[.  .]bpaa[g]un  t[  ] 

[.]onta  [.  .]c  ccomata 

KAI  Al  MGN  Gl'c  [T0|]aaG, 

2  5      Al  AG  GIC  TOjAAG,  K[A]i  Al 

MGN  GN  T[0|]0YT0|[c]  G-> 
OGCI,  Al  a[g  GN  T010]^-> 
TOIC,  nA[AlN  AG  Al]  MGN 
BATTON,  a[|  AG]  BPA- > 

3  0      AGION  AN[aM|]MNH- 

CK0NTA[|.      GNIa]!   AG  KAI 
nANT[GAUC  GjniTG- 
eOAU/A[GN]Al  OYa'  [gHI-] 

c[t]ant[ai  oya']  6N[,  aaaa] 

3  5      KgTnt[aI  GIk]h  •  AlO 

YG  YAO[AOr]OYC[l]N . 

>"7\roN6[c]  g[1«i  c]o*iac.  150C 
Oyx  AnAu[c-  *h]cgi> 
roYN  npo6[A]euN,> 

4  0      OTI   GCtIn   MGN  C0<J>6c, 

CY 

OY  nANY  AG,   AAa'  ^PO- 
NOC   GIMI   THC   GN  AA- 


52,  37  aus  TAxeeN  verbessert. 

53,  3  Ende  ei  oder  h.  6  flber  n  korrigiert  a,  dann  Lucke,  also  wohl  A^  hAaai. 
Dana  erwartet  man  aber  auch  7  nach  kaI  den  Artikel.  9  verniutlich  [6  A'r'Jrdc  A6roc.  11  cf. 
56,  14fF.  ei-PHC6TAi]  oder  Ano-PHcerAi?  18  nfic  oder  euc.  19  vor  c  etwa  co.  21  oder 
BAiM.  23  NONTA  oder  KONTA.  33.  34  crgaiizte  W 11.  39  npoGAeciN]  150D.  41  nach 
AAA  ist  eiiie  zerfressene  Stella.   Der  erste  Buchstabe  nach  a  ist  nicht  a,  scheint  o  oder  c  durch- 


36 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


53,4  3    Acol  co*Iac  •  OY  rAP> 

AYTOC  AlAACKei,  AA- 
4  5      AA  TAC  TCON  NGCON 

eNNOIAC  AiAPepoT, 

CbC   KAI   Al   MaTaI   TA  > 


54,  1      TCON  AAACON  MAieY- 

ONTAi.    KAI  cjcnep  e- 

KgInAI   nAAAl  TIKTOY- 
CAI,   OTAN  A\Aie>'CON- 
5      TAI,   OYKeXI  TIKTOY- 

CIN,   OYTCOC   KAI   6  CcO- 
KPATHC   KAe'  AYTON 
MGN   KAI   eKYei   KAI  6- 
TIKTeN,  MAieYOMe- 
10      NOC   Ae   TAC  A6iAC> 
TCON   N^CON  CbC  np6c 
ckcInoyc  ArONOC> 


>  Kai  bnep  hah  noAAOi  150C 

15>M0I   CONeiAICAN,  cbC 
>TOYC   MeN   AAAOYC  e- 
>PCOTCO,   AYTOC   Ae  OY- 

>  AeN  AnOOAINOMAI 

>nepi  OYACNOC  aia 
20>t6  mhacn  exeiN  co- 
>[*6]n,  AAHeec  6Nei-> 

>  AIZOYCIN. 

"^OtAN   ePCOTCO  TINAC, 
OYAGN  AnOOAINO- 

2  5      MAI,  AAa'  AYTCON  C- 

KeiNcoN  AKof CO  •  rcl- 

NETAI   AG   TOYTO,  AIO- 

Ti  OYAeN  exco  co-> 

<J>ON  CbC  nPOC  TOIA'f'- 

3  0      THN  AIAACKAAIAN. 

H   el  AHACOC  AKOY-> 
CTeON   TO  MHAGN  C- 


54,3  3    xeiN  co*6n,  oyk  e- 

CTAI   TA^THN  THN 

3  5      CO<t)iAN   C0*6c,  HN 

ANATienciN  eeco, 

H    HN   01   AAAOl  T07c 
CO<t>ICTATc.      eK  TOIOY- 
TCON  AeiecoN  Tl- 

4  0      Nec  oToNTAI  AkAAH- 

MAIKON   TON  rTAA-> 
TCONA  CbC  OYAeN  AO- 
TMATIZONTA.  Aeiiei 

MeN  OYN  6  A6roc  kai 

4  5      TOYC  AAAOYC  AkAAH- 

maTkoyc  YneiHPH- 
MeNObN  nANY  6ai-> 


55,  1      rCp[N   kai]  AOrMATIZON- 
TAC   KaI  MIAN  OYCAN 

Akaahmcian  kata 

TO   KA[K]eiNOYC  TA  KY- 
5      PICpTATA  TCON  AO- 
TMATCpN  TAYTA  £- > 
Xe[l]N   T&l  nAATCON[l.] 
HAH   M[6]NT0I  ton 

TIaatcona  exeiN 

10      A6rMATA   KAI  An[0-] 

♦AiNeceAi  nen[o]!- 
e6Tcoc  nAP[ecTi] 

ei  a[y]TOY  AA[MBAN]ei[N.] 

>  T6  Ae  a[T]t![on  toytoy]  150C 
i5>T6A[e-  M]Aie[~r'eceAi  Me] 

>6  ee[6c  A]NA[rKAzei,] 
>reN[NA]N  A[e  AneKci-] 

>  AY[ceN.] 
■'eAH[ACOc]eN  [aia  t!  eNi-] 

2  0      OTe   <t>HCI    TOY  [reNNAN] 

[AnoK(0AY]6«[eNON  ton] 
[0Ia6co]*o[n,  enei-] 


strichen  zu  sein.  Danii  vermutlich  ein  r  oder  r  (wagerechter  Anstrich  an  o).  0ber  dem  ersten 
Buclistaben  stelit  wahrscheiiilich  cy.  atonoc  paBt  iiiclit  trotz  54,  7.  Vielleicht  ist  erroNbc  ge- 
meint;  CY^V/roNdc  Schubart. 

54,  18  Xno*AiNo/AAi  W:  XnoKPiNo«Ai  BT. 

55,  12  e  von  ei  zuerst  Ende  der  Z.  12  geschrieben ,  dann  hier  getilgt  und  Z.  13  Anfang 
vorgesetzt.  19  —  22  unsichere  Ergiinzung.  20  Anfang  or  oder  cr. 


THEAETET  p.  150C— 151A 


37 


55,2  3    a[a]n  t[oT]c  Neo[ic]  aia- 

AerHTA[i]-  T6T[e  r]AP  ta[c] 

2  5    SKeiNcoN  a6i[ac]  ArT[o-] 

KPeiNei.  aTtioc  [A]e  toy- 
toy  6  eeoc  nA[pAc]KeYA- 

CAC   «H  MAN[eAN]e[lN] 
TAG   YYXAC,   a[aAA  ANA-] 

3  0    MiMNHCKece[Ai.  ei] 

TAP  ereNNA  gn  [aytco,] 
OYKeri  AN  T6[Te  hn]> 

ANAMNHC|[C. 
>Gl/AIAH)0YNA[YT6cMeN] 
35>OY  nAN[Y]  Tl  [c]0*6c. 

Nyn  nepi  eAY[TOY  Ae-] 
rei,  el  KAe'  eA[YTOY  .  .] 

Ta[.  .]1  TO  Ka[  ] 

A\AieY'e[ceAi  .  .] 

4  0    AiA  t[o]yto  e[  ] 

TOC  eNSAAe  [  ] 

OY   KATHrOPeT  eA[YT]OY 
TO  MH  gTnaI  eAYT[d]N 

co*6n,  aaaa  to  MH 
45     nANY  Tl  co*6n.  0[Y]Ae 
Tl   MOI   eCTIN  eYPHMA 

ToioYTo  reroN6c> 

THC   SMHC  YYXHC  GK- 


56,  1  [rjoNON. 

Eyphma  kaI  erroNON 
OYX  XnAcoc,  aaaa  b-> 

TAN   AAAOYC  MAieYH- 

5    [t]ai.    km  oti  gic  toyto 

ANOICTGON,  AHA0?> 
TA  eniOGPOMGNA,  0- 

Ti  01  AYTQi  cYrrei-> 

NOMGNOI  nAP'  AYTOY 

10    oyagn  e/AAeoN. 


56,  12   >  [no] AAA   KAi  KAAA  GYPON- 

[>]T[ec]  ye  kai  tgkontgc. 
Kai  nuc  eTi  anamimnh- 

1  5     ck[o]ntai  ai  yyxaI,  ei'  re 

H  manganoycin  h  eY- 
pickoycin;  AerONTAI 
MeN  eYPiCKeiN  kai  oi  a- 
noAecANTec  Te  kaI  y- 

2  0       CTGPON   AABONTGC  AY- 

t6.      hah  MeNTOI  OYK  A- 
ei  XPHTAI  TUI  THC  A- 
150 C  NAMNHCeUC  ONOMA- 

Tl,   AAAA   OTAN  nPOHTOY- 

2  5     MeNcoc  nePi  toytoy 

CKonfl.  gahaucgn 
Ae  eN  T&i  Mgnconi 
einuN  ■  »AiA>t>epeTu> 
Ae  mhagn,  eiVe  aiaa- 

3  0     KTON  eiVe  anamnh- 

CTON   AYTO  AerOMGN." 
ThC   MeNTOI  MAieiAC 

6  eeoc  ka!  ercb  aitioc.  150  0 


150D 


150D 


[> 'A]a  a'  AYToi   HAP'  AYT(I)N,>    1  50  D 


87  B 


35 


Oy  tap  IKANAI  ai  e'NNOIAI 

Ano*HNAi  co<j>6n,  an 

MH    HI   0  nPOCAIAPePU- 
CQN. 


>''eNfoic  MeN  TO  nrNO- 

>MeN6N   MOI  AAIMONI- 

40  >0N  AnoKcoAYei  CYNeT- 
>  N  AI,  e  N  10  I  c  a'  e  A. 
To  eA  ant!  toy  oyk  e-> 

NANTIOYTAI,  enei  OYKe- 
Tl   AN   HN   TO  CWKPATOYC 
4  5       AAIMONION  AHOTPe- 

riTiKON  Ai'ei,  eniTPe- 

nON   nOTG  CYNeiNAI.> 


50 


Taythn  Te  THN  uagT-  151A 
NA  ereipeiN  Te  kai  a-> 
nonAYGIN  H  gmh  Te- 


55,  23  —  28  die  Zeileiischliisse  stehen  aiif  eineni  in  der  Photograpbie  noch  iiiclit  erschei- 
nenden  Fragmente.  35  ti  vgl.  Z.  45;  so  T\V:  ric  B.  37  vielleicht  [e]TA[ie]N 

[soil.   6    ee6c]    to    KA[THr6pHMA]    TCo[|]    «AI6Y6[ceAI.      kai]    AIA    t[o]yTO    epnUN    A'i'-]t6c    eNsAAS  [toi- 

ayta].  47  ToioYTON  Pap.  (wie  die  ineisten  Haiidschriften) ,  aber  verbessert  (wie  B  nacli 

Bekk.).  48  emhc,  c  seltsamerweise  ausgestrichen. 

56,  11  ATUN,  aber  verbessert.  13  KAireKONrec  Pap.  (wie  VV) :  kai  KAxexoNrec 
BT.  18  oi]  01  aus  o  korrigiert.  32.33  Anfiihruiigszeichen  fehlen.  33  kai]  xe  kai  die 
Hdss.          47  noTe]  aus  xe  verbessert.          48  xe]  Ae  die  Hdss.  (auBer  F). 


38 


KOMMENTAR^ZU  PLATONS 


57,  1      XN  H   A^N  ATM. 

>  TtiN  GK  THC  AflOPIAC 

>  (i)Ae[T]NA  [h  m]H  xe-  > 

>  XNH  ere(pe[i]  MeN,> 

5  >  OTAN   MH   XriACOC  > 

>  nYNeANHT[AI,  HAYei] 

>  Ae,    OTAN  [BOjHeft  nAP- 
eXOYCA  A<t>0[p]MAC  KAl 

oAHroYCA  t[6n]  npoc- 
1 0  AiAAer6MeN[oN.] 

>^eNI01C  A^,  S  GeAlTH-  151B 
>Te,  oTaN  MOI  MH  a6- 

>  icoc  I  ncoc  e  rKiwo- 
Nec  etNAL 

15    Kai  mhn  [e]N  T(I)i  Cy[m-] 
no[ci](oi  *hc(n,  [o]t[i] 
'ky[oy]ci  n[ANTe]c  a[n-] 
epunoi  i<[ai  ka]ta  [yy-] 

XHN   KA[|   KATA  C(Sma]' 
20      KA[i    A]K6[A0Ye0]N  T[0Y-] 

TO  [t6  kyma  yyxJhc  t[hn] 
anamnh[cin]  etN[AI.] 
ncoc  OYN  [eNeA]A[e]  ' 
<t>Hc[!N,  ai6ti]  ayt[coi] 

2  5    AOKe[?  tinac  gTJnai  [a-] 

K^MONAC;  [eni  toJ^toy 

TOINYN  AKOYCTeo[N] 

'eni  TOYAe  toy  bioy'. 

OYAG  TAP,  ei  eNHN  no- 

3  0      Te,   KATA    nACAN  CN- 

CWMATWCIN  AiN[AN-] 

TAi  exeiN  AYTA  np6- 
xeiPA-  besN  oyag  m[a-] 
THN  nPoeTAie  toy 
35    'erK'f'MONec'  to  'ncoc', 

AAAA  TnA  eiAKOYH- 


57,3  7  TAI  'Tp6noN  tina'> 
eTNA[i]  erKiMONA[c] 
KATA  TO  np6xeiPo[N.] 

4  0      eN   Ae  TUI  KAe6A0[Y] 

A6rcoi  e[?N]Ai  toia[y-] 

TAG  ANArKH. 

■^(jOn  noAAOYc  MeN  151B 
AH  eieAcoKA  TTp[o-] 

45      AlKCi),  nOAAO'Y'C  AG  AA- 
AOIC  C04)0Tc  Te  KA[i] 

eecnecioic  anapa- 

Cl.     ['"0]  TAP  *IA6cO<t>OC 
CYNKAGHTAI  MeN> 

58,  1    t[oTc]  aiioic,  toyc  Ae 

M[h   TOIO]-t'[TOY]c  KATA 
TO  [*IAA]N[e]PC0nON 

z[eYi]ei  ToTc  kataa- 
5    ah[aoi]c.    o¥[T]a)c  KAi> 
TON  [GeArn]  CYNecTH- 
ceN  TT[poAi]K(p.  eincoN 
Ae  to[yc  co]<t>icTAC  eec- 

neCI0[YC  KA]i  CO0OYC 
1  0      eA[HA]cOCeN,   OTI  THC 

TO[lAiT]HC   CO*IaC  AHO- 

[>  n6c  ecTiN].  KAioYKoi'-151CD 

[>0NTAI  eYNOjlAI  TOYTO 

[>noieTN,  n6]ppco  oNTec 

15[>T0Y  e]l[A]e[N  Al,]  OTI  0Y-> 

[>Ae]ic  eeoc  a[y]cnoyc 
[>  AN]epcon[oic,]  oya' erco 
[>ayc]noiai  oyacn  toi- 
[>0yt0]  apco,  aaaa  moi 
20[>YeYA6]c  Te  cytxcoph- 

[>CAI  KAl]  AAHeeC  A<J>A- 


57,  2  die  Anfuhrungszeichen  siiid  hier  verkehrt  statt  zum  Lemma  56,  48  —  57,  1  ge- 
setzt.  11  ^Nioic  richtig  der  Pap.:  ^nIots  BT  (vgl.  150D3):  6nioi  W;  Hirschig  fehlerhaft 
^NioYC.  15  CvMnociui]  p.  206C  kyoycin  rXp,  eit>H,  (2  CciKPATec,  nXNxec  ANepionoi  kai  katA  t6 
cGma  [kai  fehlt  T]  kai  katA  thn  yyxi^n  [rfiN  B,  fehlt  T].  20  ergiinzte  Wil.  21  der  achte 
Buchstabe  ist  teilweise  erhalten  (a  ?).  28  roYAe  toy]  aus  toytoy  toy  vcrbessert.  41  Aoruc, 
so  deutlich  der  Pap.  43  hoaaoy  vor  der  Korrektur,  ebenso  45.  45  A'aaoic  Pap.,  wie 
W  (uiid  die  Korrektoren  bt):  aaaoyc  BT. 

58,  3  *iAANepa)noN  paraphrasiert  Platens  eY«€Nuc.  6  erganzte  VVii.,  vgl.  Theag. 
p.  127 CAT.  13  oiontai  Me  Plut.  (ohne  «e  die  Platonlidss.,  wie  vermutlich  der  Pap.).  19  toi- 
OYTON  die  Platonlidss. 


THEAETET 

p.  151A— E  39 

58,  22  [>NICAl]  OYAAMdoC  96- 

59,  7    Noc  TOYToic  eN  t[aTc]  zh- 

[>  M 1  c.    Oi]  eN  taTc  zhth- 

tAcccin;  eTi  Ae  K[Ai]  e[N] 

[ceci  e]YeYN6M6NOi 

THi  TToAeiTeiAi  eA[eiie,] 

2  5 

[ytto  e]/AOY  ArNOOYCi,  on 

10      OTI  TCOI  YefAei  XP&N- 

[aIA  T]6   GYNOeTN  AY-> 

TAI  01  APXONTeC  eN  *AP- 

[TO?]c  A<t>AIPCO  AYTCON 

MAKOY  e[T]Aei.    Aerco  toi- 

YeYAOAOIIAN  "  OY- 

NYN,  OTI  [e]N  TaTc  ZHTH- 

Te  [aJg  eeoc  oyagic 

CeCI   nYNGANCTAI  KAI 

30 

aycn[o]yc  ANepa)-> 

1  5      OYK  AnO<t>A(NeTAI,  c6[C-] 

nOIC   OYA    GPO)  YTTO 

Te  OYTe  YeYAOC  oy[t'  a-] 

AYC[N]9fAC   OYASN  > 

AHeec  TieHci-  toTc> 

TO[l]OYTO  AP<i»,  AAAA 

MCNTOi  ewneipoic  [thc] 

a)*eA(S  A0AIPCON 

Mee6A0Y  AeAHe6T[coc] 

35 

AYTiS[n]  YeYAOAO-> 

2  0      AeiKNY-ei  TO   eAYTU  [a-] 

TIAN  •    OY    TAP  Pd>P?TAI 

P^CKON.     TO   [A]e  YeYA[e-] 

MOI  [OYTJs  YeYAOC  CYP- 

ceAi  AnAcoc  m6n  A[no-] 

[x](pP[H]CAI  OYTe  AAH- 

AOKIMAZei,   9A[Cl)C   a'  OY,] 

e[ec]  A[<t>]ANicAi.  opac, 

OTI  ecTiN  no[Te  anaf-] 

40 

t[i]  A[e]rei  nepi  say- 

2  5      KaToN.     AIA  T[0YT'  OYK  eT-] 

toy,  ON  OACI  GIPCO-^ 

nCN   AAHeec  K[P'r'YAl] 

NEYeCeAl,   OTI  eiKA- 

ft  nAPCAeeiN,  [oti  to] 

zei  eAYTON  secol 

toioyt6n  ecT[iN  oy] 

KATA  TO  eYNOeTN  ToTc 

XPHCIMON,  a[a]a'  A<t>A- 

45 

AN[e]PCi)n01C  KAI  TO 

3  0      NICAI,  AIA  T0Y[t]0Y  AH- 

TofTOY  OYX  HTTON, 

AtON   THN   OY   KAtA  KAI- 

OTI  9YTe  YeYAOC  cyr- 

p6n  OYAe  eN  aconti 

xa)[p]e?  OYTe  AAHeec 

toy  AAHeoYC  An^Aei- 

A*ANizei.    eN  Si  t[6]  Te 

>  AN.   AoKcT  oyn  Moi  6  e-  151  E 

50 

THC  [eJniCTHMHC  AH- 

35  >  niCTAMeN6c  Tl  AlCBA- 

A0Y[t]aI   KAi  TO  THC  XPH- 

>NeceAi  TOYTO  0  eniCTA- 

ct6[t]htoc,  K[A]e'  hn> 

>TAI   KA[i]  UCTe  n[y]N  <t>AI- 
>NeTAI  OYK  AAAO  Tl  eCTIN 

>eniCTHMH  ft  aTcgh- 

59,  1 

npoNoeT  tcon  cy[m]baa- 

40>CIC.     '0   eniCTA«GN6c  Tl 

AOISlTCilN               Tl/i^C  AP 

AlCeANeTAI  TOYTOY 

Aerei,  oti  OYTe  Ye[Y]Ao[c] 

b  enicTATAi-  e[i]  a^  t6 

AN  CYrXQPHCej[eN] 

AiceANeceAi  en[icTA-] 

5 

KAI  [oyk]  AAHee[c]  oy[k]  a[n] 

ceAi  HN,  nNeFTlAi  h 

A^ANiceieN,  xpcoMe- 

4  5     eniCTHMH  Ai'[c]eHci[c.] 

58,  23  TAic  aus  tai  gebildet.  25  on]  ti  im  Text,   aber  am  Rande  on  <i,  d.  i. 

Al(0Pe(j)T^0N). 

59,  9  rToAiTeiAi]  III  389 B  ei  rAp  bpefic  eAeroweN  A'pti   kai  tSi  onti  eeoTci  «eN  a'xphcton 

YSYAOC  ,    ANePOinOIC            XPHCIMON    4)C    SN  *APMAKOY   el'Aei  ,    AHAON    OTI    t6          TOIOYTON    IATP0?C  A0T60N, 

lAiiiTAic  A^  o-rx  AOT^oN  . .  .  ToTc  APxoYCi  THC  n6Aeo)C  efnEP  TiciN  A'aaoic  HPOCi^Kei  TeYAecGAi.     26  die 

erste  Hasta  von  k  ist  erhalten ,  jedoch  ist  k  nicht  sicher.  37  uc  re  nyni  die  Platonhdss.. 
wie  unten  Kol.  61,  4. 


40 


5tf,  46 


50 


60,  1 


10 


15 


2  0 


25 


30 


AlCeHCIN   NYN   [o]y  TO 
AlCeHTHPION  [a]kOY- 
CTeON,   AAAA  ANTIAHM- 
YIN   HNTINOYN.  HCOC 

GeAiTHTOc  AN[a)]  ene- 


pa)[T]Heeic  nepi  enicTH- 
MHC,  Ti  ecTiN,  kaI  e[i-] 
ncoN  reuM[eTP]i[AN] 

KA[i]   AAAAC  KA[TA]PieMH- 

CAMCNOC,  NYN  en[i  th]n 
AiceHCiN  K[ATA<t>eYre]i, 

KAI   TAYTA  r[e]co[MeTPHC] 

con;  th[c]  Te  c[Y]N[ecea)]c 
eAe[r]x[oY']cHC  [tac  aicsJh- 
ceic  [AjriTeoN  [••••] 

MeN[.]NAC[.]N9[  ] 

Au[.  ] 

N[  ] 

■M  ]  ' 

 M-  •] 

 ]naich[.] 

 ]   KAI  MH[.] 

....   enicjTHMH  AA- 
AA Ai'ceHciJc.    en  ae  toy 

 J^y^^iL-] 

 Jahapa 

.  TTpa)TA]r6peioc 

 ]eN0Y  e- 

 ejnicTH- 

MH  ]c  AiceH- 

ci  ]AKei> 

.  .  ne]pi  t[a  ejKeiNOY 

CYrrPAMjMATA  6  0e- 
AITHTOC]  CYMB[A]ACbN 
9eOACbp]w[l]  TQI  CKei- 
NOY  <t>IA](pl  •   a[h]A0T  AG 

kaI  en]eiAA[N]  nYeo- 

WeNOjY  CCOKPATOYC, 


60,  3  4    [ei  eNjeTYxeN  Tcii  fTe- 

3  5    [pi  A]AHee][A]c  cYr- 

[rPAM]MATI,   A^rH  6> 
[0eAiT]HT[oc].  OTI  eNTe- 
[T~r'XHK]e[N]  nOAAAKIC. 
[ti   OYN   e]AYMACT6N,  €1 

4  0    [enicTH]MHN  eeeTo 

[dnep  ayJtco  tg  ka1> 
[GeoAcoPcol]  HN  nA- 
[PAAoeJeN  a[ia  t]oy  AiceH- 
[ciN  enJiCTHMHN  eT- 
4  5[>NAi].    Gy  r[e]  kaI  reN-  151E 

[>  NaIwJc  [S]  nA[l]-   XPH  TAP 
[>OYT](d  [AJnO^AINOMe- 

[>  non]  AereiN.    'enei  6 


61,  i/GeAiTHTOc  enepcoTH- 
eelc  nePi  enicTHMHc, 
TI  ecTiN,  eTneN  KAi>         151  E 
c6c  re  nyni  "tAiNeTAi, 
5    AnoAexeTAi  Ccokpa- 

THC,  OTI  OYK  OKNeT  Ae- 
rG[l]N,  0  OAINGTAI  AY- 

TcSl  KAI  NOMizei  eT-> 

NAI  tAn  eniCTHMHN. 
10  OY  TAP  eKe]N6  *HCIN 
t6  T7YPP(iNeiON,  OTI 
OYAEN  KAeOPICTIKCOC 
AN  T[|]C  AOrMATIZOI, 
AAAA  OHCIN  OAINGC- 

1  5      eAI   AYTCOI.      KATA    TAP  TON 

ANAPA  OYTe  6  A6roc> 
KPITHPION   OYTe  AAH- 
eHC  OANTACIA  OYTe 

nieANH  OYTe  kata- 

2  0     AHHTIKH   OYTe  aaao 

TI  T[0I0]yT0N,  AAa'  OTI 
NYN   AYTUI  <t>AiNe[T]AI. 

ei  AG  toioyt6n  ecTiN 


59,  46  aus  AiceHcic  korrigiert. 

60,  10  vielleicht  [ti^n]  re  6n[oa\azo-]«^n[h]n  X[r]N(D[ciAN].  4B  eN  ist  unsicher  gelesen. 
Der  Rest  sieht  wie  vi  aus.          47  oytuc  die  Platoiilid.ss. 

61,  1  Bt'deutung  dcs  Aiistriches  uiiklar.  Vgl.  Einl.  S.  vii.  4  nyni  vgl.  zu  .^9,  37.  16  a6- 
roc]  Platon  (Aristotele.s),  vgl.  Sext.  VII141.  17  Xahghc  *antac!a]  Epikur,  vgl.  a.  a.  O. 
203.        19  nieANH]  Karneades,  vgl.  a.  a.  0.  174  ff'.        KATAAHnriKH]  Stoa,  vgl.  a.  a.  0.  248  ft". 


THEAETET  p.  151E— 152A 


41 


61,  24 

25 


30 


35 


40 


45 


ft  OYK  eCTIN,  OYK  AHO- 
*AINeTAI   AIA  TO  o1e- 

ceAi  icoKPATeTc  eT- 

NAI  TOYC  eiC  TA  eNAN- 
TIA  A6rOYC  KAI  eiOMA- 
AlZeiN  TAC  <t>ANTACI- 
AC   KAI   MHAEMIAN  eN 

aytaTc  AnoAeineiN 

AIA0OPAN   KATA   TO  A- 

AHeec  H  YeYAOc,  ni- 

eANON    H  AnieANON, 

eNAPrec  h  amyapon, 

KATAAHnT6N   H  AKA- 
TAAHnTON,  AAAA  uk- 
CAC  eTnAI   OMOIAC,  OY- 
AG  TOYTO  AOrMATl-> 
20NT0C,  CbC  eneTAi 

t6  AieiAreiN  kata 
THN  AGi  npocnlnTOY- 

CAN   <t>ANTAClAN  OY- 
X  (i)C  AAHGH,  AAa'  OTI 
NYN  AYTCOl  <t>AINe-> 

>  tai.  KiNAYNefeic 


151E.  152A 


>MeNTOI  AOrON  OY  *AY- 
>  AO  N   ei  PH  KEN  Al   He  PI 

>eniCT(^«HC,  aaa'on 
50>eAereN  kai  rTpcoTAr6- 

>PAC.     TP6nON   AG  TINA 


63,  1>AAA0N   ei'PHKeN   TA  AY- 
>TA   TAYTA-   tHciN  rA[p] 
>nOY  'nANTWN  xph[ma-] 
>TCON  M[e]TPON  ANep[a)-] 
5>nON   eT[N]AI,  TCON  M[eN] 


62,6     >6NTa3N  CbC  eCT[lN,] 
>T(ON   AG   MH  ONTCON 
[>](i)C   OYK   eCTl[N].'      KA[i]  a[Y- 
TOC   HnicTA[TO],   OTI  a[|A-] 

10      Depei  H  rT[p]uTAr6po[Y] 

a6ia  THC  9[e]AITH[T0Y] 

nepj  en[i]cT[H]Mh[c.] 
AIA  TOYTO  [eTnje  [Kin-] 
AYNeY[eic  AoroN  oy] 

15        *  A  Y  A  [o]  N   [e  1  P  H  K  e  N  A  I  ,] 

TP[6noN  A]e  t[ina  aaaon] 
efi'pHKe  ta]  ay[ta  t]ayta. 

B[  ]0M0Y 

[  ]a)N 

20      [  ]nA 

[ JH 

[ 

2  4-28  *  * 

* 

29  [  ]C[.  .] 

30  a[  ]ci[.  .] 

AAHeH[  ]N0N 

ai'  oy  i<p[  Ji^cDl^ 

TAP  eTN[AI  ]n 

rN(OM[  ]hc  Ae 

3  5     to  «e[  ]e[-]cic 

ANTi  TH[c  <t>PO]NHCe(0C 
TACC0M[.  .  .  .]  6  AG  ..n6- 

Moc«  a[nt1  thc]  a6ihc 
rrANT[A  ]  ay[.  .] 

4  0     npo[  ]  a[i]a 

T[.]pei[  ]aamba- 

Nece[Ai  ]no- 


61,32  AAHeec  ft  reYAoc  kta.  bezieht  sich  auf  A6roc  Z.  16,  nieANiN  kta.  auf  Z.  19, 
ENAPr^c  KTA.  auf  Epikurs  Xahshc  (=  eNAPrHc)  *antac(a  Z.  17,  KATAAHnT6N  KTA.  auf  die  Stoa 
Z.  19.  20.  39  AorwATizoNTOc]  dies  Anakoluth  findet  sich  bei  deii  Philosophen  der  romi- 

schen  Zeit  ofter,  vgl.  Arius  Did.  fr.  21  (Dox.  458,  27).  44  Xaa'  b'ri]  aus  aaaati  verbessert. 

62,  2  *hcin]  Protag.  fr.  1  {Vors.  518,  15).  15  nach  giphk^nai  wird  nepi  enicTHWHC 

als  unwesentlich  ausgelassen.  29  ff.  Bericht  uber  die  Lehre  des  Protagoras  in  neuaka- 

demischer  Paraphrase.  Sinn  etwa  [sTnai  mht8  *anta]c1[an]  AAHefl  [mhtg  nieA]N6N ,  ai"  o?  kp[6i- 
NeiN  (niimlich  ton  ANepunoN)*  *]hcin  tap  eTN[Ai  m6no]n  »rNd)M[HN".  tayt]hc  t6  Md[TPON  aTc]- 
e[H]cic.  37  TACco«[dNHc]  (der  Anstrieli  vor  oag  kann  nur  t  oder  c  seiii)  verschrieben  statt 

TACcoM^NH?    n6«oc  iiH  Sprachgcbrauch  dcr  Abdcritcn  (NdMui  tayky).  39  A'r[T6],  A'f[TA]  paBt, 

iiicht  A-fTui,  a't-tSn.  40ff.  vielleicht  a[i]a  t[6]  ^eT[N  kai  to]  AA«BANece[Ai  to  Xei  *Ai]N6«eN0N 

[Anti  toy]  Kpe(NONT[oc],  odcr  A[i]An[o]peT. 


42 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


62,  4  3      MGNON   [  ]  KPei- 

nont[  ]  THe 

4  5     ^eNTH[.]N  [  ]C  C- 

TePON  KAI  n[.  .  .]Me- 

NON   KA[i]  M[  ]N0N 

KaI  Y<t>eCTCb[c  d)C]  Ae3EI- 
6c   APICTePOY  Ae3E[l]6c, 

5  0      d)C  Td  b'MO|ON  OMOICOl 

oMoioN,  cbc  t[6]  «erA> 


63 


6a  [P  eJeupeTxAi.    crre  tap  xpS- 

MA  kA(tu) 

1    np6c  TO  MeiKP6N.  aa- 

ACOC   AG   HANTA  np6c 

Ti  <t)Aci  01  TTYPPcoNei- 

01,  KAG'  b  OYAeN  kag'  ay- 

5      t6   eCTIN,   nANTA  AG 
ANCO 

P  np6c  AAAA     OYTe  CXH- 
MA  OYTe   <t)(ONAC  OY- 

Te  reYCTA,  oyk  ocdpan- 

TA,   OYX   AHTA,   OYK  AA- 

10    AO  TI  aicght6n  exeiN 

IA|6tHTA-  OYK  AN  TAP 

ta  ayta  re  onta  aia- 
<t>6pcoc  eKeiNei  hapa 

TA  AIACTHMATA,  HAPA 
15     TA  CYNGeCOPO^WeNA 

AYTOIC,  (i)C  AnO  THC> 
GAAATTHC  AIA«[6]PC0C 
TYnoiweGA  nAPA  tac 
TOY  AePOC  KATACTA-> 
20  CeiC.  AAAA  OYAe  TA  Al- 
CGHTHPIA  eXeiN  lAI- 


63,2  2      AN   YnbCTACIN  ■   OYK  AN 
TAP  AnO  TCON  AYTUN 
AAACOC    GKeiNeTTO  TA 

2  5      ZCOIA,   d)C  TH   MGN  GA- 

AiA  Haontai  Arec, 

TCOl   AG    B0PB6pa)l  Y- 

ec,  eKATePO)  Ae  toy- 

TCON  nP0CK6nT0YCIN 

3  0    ANGPconoi.    An6  Ae 

TCON  AlCGHTCON  Me- 
TABAINOYCIN   KAI  ^- 

ni  t6n  A6roN,  a>c  kai 
TofTOY  np6c  TI  &'ntoc- 

3  5      AAAOYC   TAP  AAACOC  > 

CY[r]KATATIGeCGAI 

KAI  To^c  AYTofc  re > 

MeTATIGeCGAI  KAI 

«H  em^NeiN  ay- 

4  0    J&\.    Oykoyn  oytcoc 


45 


152  A 


ntoc  Aerei  coc  oia 
«eN  eKACTA  e/Aoi 

(fAlNeTAI,  TOIAYTA 

MeN  ecTiN  ewoi,  oTa 

AC  col,  TOIAYTA  AG  AY 
coi-  ANGPCOnOC  Ae 
ct-  Te  KArco; 


AkOAOYGcT  TCOl  HAN- 


64,  1     TA  PeTN  TO  MHACN  eT-> 

NAi  n[Ari]oN  «[H]Ae  [T]d 
ayt6-  9[Y]T[e]  rAp  to  Kp[eT-] 
n6n  ecTiN  OYTe  t6  kpi- 

5      N6[MeN]0N,  Aaa'  cbc  AN 

AAAcp[c]  npocnecHi,  toi- 

AYTA  [NeNOj/AICGAI.  AlA 


62,  45  Anf.  ist  a  ausgestrichen,  von  der  Korrektur  vor  der  Zeile  ist  in  einem  Loch  nur 
noch  ein  kleiner  wagerechter  Strich  sichtbar.  Nach  der  ersten  Liicke  n  oder  ai.  Sinn :  Relati- 
vitat  der  Wahrnehmungen.    Herstellung  nicht  slcher  moglich. 

63,  8  0YKe6*PAN,  aber  c  fiber  e.  14  wohl  (rt)  hapA,  vgl.  65,  4.  18  •beein- 
druckt.'.  24  eKeiNeiiAi,  to  ubergeschrieben.  25  gaaia]  -Sprossen",  speziell  vom  01- 
bauni ,  vgl.  Diosk.  2,  75.  26  das  Beispiel  stammt  vielleicht  aus  Heraklit  (vgl.  fr.  13.  37), 
der  die  Relativitatslehre  begrundete.  35  lies  rAp  aaaui.  40  oVtu  die  Platonhdss.  41  nach 
Aerei  ist  c  ausgestrichen  und  auspunktiert.          47  cvre  aus  OYte  korrigiert. 

64,2  erganzte  Wil.  6  doch  wohl  (aaaa>  Aaaoic,  vgl.  63,  35;  A'aauc  (alio  effectu)  ver- 

teidigte  Wil. 


THEAETET  p.  152A— B 


43 


64,  8    toyt[o]  o[Ta]  mcn  era  e- 
nAGON,  [toiaJyta  a'  e[c]TiN 
1 0    ewoi,  oTa  [A]e  c>r,  toia[y-] 

TA  COj. 

KAi  o[y]  m6non  r[lNeTAl] 

KATA  [t]AYt[hN  THN  Y-] 

n6e[e]ciN  S[n  an  exH  ha-] 

1  5      euN  [h  e]l6[tON   KPITHC  6] 

ANep[a)n]9[c  aaaa  kai] 

MeTP[ON  XnANTMN   .  .] 
OYN  T[  ] 

k[  ] 

20     [  ] 

>[   'GnAKOAOY-]  152B 

>eH[ca)MeN  oyn  ayt(3i.] 
>AP'  [oYK  eNiOTe  nwe-] 

>0N[T0C   ANeMOY  TOY] 

25>ay[toy  6  Mew  hmun] 

>peiroT,  6  a' oy;   K[Ai  6  men] 
>HPeMA,  6  Ae  c*[6apa;] 
AlA  TOY  eiPHKeN[Ai 
nAKOAOYeHccp[MeN  oyn] 

30     AYTUI  AHAOl,  QT[\  SnAKO-] 
AOYe[ei]  THI  toia[^-] 
THj  Ynoeecei  to  m[h] 
eTnai  iai6tht[a  ang-] 

MOY  TINOC  MHA[e  Ta] 

3  5     OMOIA  nACXe[lN  Yno] 

TOY  AYTOY  [n]ANT[A.  KaI] 

npoceeHKeN  to[y  ay-] 
TOY,  enei  tun  A[Ne-] 
/A(ON  o[i]  MeN  ejc[i]N 

4  0    YYXPoi,  o[ir|  Ae  ee[p]«oi, 

TnA  MH  nAPA  TOYTO 
AOKfil  CYMBAlNeiN 
TO  TO-^C  MeN  PeirOYN, 
TO'V'C  A6  MH.     AAAA,  <t>e- 

4  5    pe,  nNeoNTOc  bopgoy 

KA[i]  eN  TCOl  AYT&\  ON- 

TcoN  T6na)i  kai  kata 


65,  1    [th]n  aythn  upan  (eiH- 

cei  rAp  KAI  tayta  6  TTpw- 
TAr6pAC,  enei  kaI  to 
[aiact]hma  kai  h  copa 
5    [toy  eT]oYC,  kas'  hn  hngT, 
[no]A'i'  a^'natai  eic  t6 
[anJomoicoc  AiAeeTNAi), 
[ai]a  hantcon  re  tun- 

[Ae]  ANOMOIUN  6n- 

1 0    [tun  6]  MeN  peiroT,  6 

[Ae  OY,  k]ai  TUN  peiro^N- 

TU[n   6]  MeN  C<t>6APA 

p[eiToT,  6]  Ae  rtpeMA. 
>TT6T[ep]9N  OYN  T6Te  152B 
15>ayt[6]  e<t>'eAYTOY  t6> 
>nNeYMA  yyxp6n> 

>fl  OY  YYXPON  0HCO-> 

[>]Me[N;   "^e]cTiN  Ti  TO  noi- 

H[cAI,    ec]TIN  TI  TO  HA- 

2  0    [eJeTsi-  ei  Ae  YneNANTi- 
[a  Yno  toy]  AYTOY  nAc- 

[X]9YCI,  [oMjOAOrHCOY- 

[c]i  mih  etNAi  upicMe- 

NHN  THN  TOY  nOIH- 

2  5      CANTOC  IA|6tHTA-  OY- 

K  AN   tAp  to  AYt6  eN  TUI 
AYTUI  Xp6nUI  AlA<t>0- 

PA  [eJiPrAzeTo  nAen. 
oeeN  01  Kyphnaikoi 

3  0    m6na  tA  nAen  *AciN 

KATAAHnTA,  TA  AE  e- 
lUeeN  AKATAAHnTA. 
OTI  MeN   rAp  KAIOMAI, 
*AciN,  KATAAAMBA-> 

3  5    Nu,  OTI  Ae  TO  nYP  ec- 
TiN  kayctik6n,  aah- 
AON-  ei  rAp  hn  toioyto, 

nANTA  AN   eKAieTO  Y- 

>n'  AYTOY.  -"H  neic6->  152B 


40>MeeA  TUI  npuTAr6- 
>PA,  OTI  tS>  mcn  peiroYN- 
>Ti  yyxp6n,  TU  Ae  MH 


64,  9  a']  besser  ware  m^n  gesagt.  a,  als  aus  Koiifusion  mit  toiaag  entstanden,  tilgt 
Wil.  26  hiroT  auch  BTW  statt  des  ublichen  hrffii.  31  a  aus  a.  36  [hAnta]  t 
ist  nicht  sicher;  auch  i  oder  n,  h  ist  moglich. 

65,  15  6AYT0Y  W,  eAYTo  B  T.  33  KAioiMAi,  abcF  das  zweite  i  ist  ausradiert.  35  nui, 
I  sofort  durch  iibergeschriebenes  o  (von  on)  getilgt.           41  piroYNTi  BTW:  hrriNTi  Vulg. 


Berliner  Klassikertexte ,  Heft  2. 


I 


44 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


65,  43  >  oy;  "^H  neiceHCOwe- 
eA  AYTwi,  oTi  6  ayt6c 

4  5    ANewoc  yyxp6c 

MGN  eCTIN  TQI  Pei- 

roYNTi,  OY  yyxp6c> 
Ae  TQI  MH  peiroYN- 
Ti;  ei  TAP  HN  yyxp6c, 

5  0    e[p]eiroY  an  ka\  oytoc. 

66,  I    riNeTAi  oy[n  kai] 

6  Aeiioc  [aaawi  M]eN 
Aeii6c,  a[aacoi  aJg  oy. 
>Oykoyn  KA[i  <t>AiN]e-  152BC 

5>TAI  0[Y]T(pC  eK[ATePUI;] 

>Nai.    To  AG  re  *[A[NeTAi] 

>  AiceANeTA[i;   "^Gcti  tap.] 

>«t>ANTACIA  [ap]a  K[aI  a1'-] 

>  c e H c I c  T A Y [t 6] N  [e N  re] 
io>eep/AoTc  KA[i  n]A[ci  toic] 

>T0l0iT0IC.     "^©[tJaN   [rAP  CKO-] 
nfiC,   KATA  TO  TP[|  ]t[0N] 
CXfiMA  HP(i)T[h]t[a|  AY-] 

/tcoi  6  A6roc-  'o[T]a  [eka-] 

1  5      CTCOl   *Al[NeTA]l,  T[0jAY-] 

TA   KaI    ec[Tl]N   AYTU'  [kAI] 
'oTa  *AfN[eT]A[l],  TO|[aY-] 
TA   KaI   A[r]c[eAN€]TA[l.'  €-] 

I  Sn  CYN[AreTAi  •  'oTa] 

2  0      e'KACTOC  Aj[ceANeTAI,] 

TOIAYTA  k[a1   eCTIN  AY-] 

tcoi".    6  AG  Ai[ce6MeNoc] 
eno[ce[i]  to[n  A6roN,] 
OTI  Ai'ceH[cic  KA]i  en[i-] 

2  5     CTHIMH  Ta[yt6]n  eCTIN. 

TOY  AG   AOrOY   [tJo  MEN 
nPCOTON  AHMMA> 

TTpuTAroPAC  TieH- 

CIN,   OTI   oTa  GKACTCOI 
30      <)>AINeTAI,  TOIAYTA  > 

KAI  ecTiN,  d)C  eni  toy 

ANGMOY  TO[y]  AYTOY, 


66,  3  3       OTI  TCOI  MGN  YYXp6c, 

TCOI   AG   OY  YYXP6c.  t6 

3  5       AG   AGYTGPON  KATA- 

CKGYAZGI  TTaATCON 
ACrCON,   OTI   TO  fAING- 
TAI   AlCeANGTAl   6CT[|]n  ■ 
nACAN    TAP  ANTIA[HM-] 

4  0     YIN  are  ai'  AiceHTH- 

pi'oY  gTtg  ai'  [aa]aoy  ti- 
n6c  gkaaoyn  [aiJcgh- 

CIN.   OlA  TAP  A[lCe]ANG-  152C 
TAI  6KACT0C,  [TOIJaYTA 
45       [TOIAYTaJ   6KA[cT]C0I  KAi 

kinayngy[gi  gTJnai. 
npcoTAr6pAC  [m]6n  [oyn] 

GIPHKGI-   oTa  Al[Ce]ANe- 

67,  1     TAI  6k[actoc,  toi]a[y]ta 

[km   6]CT[|N   AYTCOI-   6]  AG 

[C]cok[pathc  ]e 

[  ]?! 

5       [  ]aY 

[  '•] 

[  Jgn 

*  * 

12  [>   Af-]  152C 

[>  C  e  H  C  I  C]  A  P  A  T  0  [y  on-] 
[>  TOC   AGl]   GOT  IN    K  A  [1] 

15  [>aygyag]c  cog  enicTH- 
[>«H  oyca.    A]erGi  oti  ec- 

[tin  ayto]  kag'  ay- 

[t6  oyagn,  aJnackgy- 

[azcon  AG  TTp]a)TAr6- 
2  0      [pan  kai  nPOcjAITCON 

[  ]  nANTA 

[  nPoceejHKGN 

[  ]   H  010- 

[MGNOC  ]   Gl  H 


66  ,  7  AiceANGceAi  ^ctin;  gctin  rkp  die  Platonhdss.,  Aice^NeTAi  liatte  Ast  durch  Ivon- 
jektur  gefunden,  vgl.  Z.  38.  14  vgl.  Z.  29  ft'.  23  t£[i  A^riui]  scheint  nicht  dagestanden 
ZU  haben.  4.5  vor  gkactcoi  ist  toiayta  irrtiimlich  wiederholt. 

67,  3  vielleicht  [npoc^eHKje  [m^n  t6  ■•KiNAYNe'f]ei«.  23  statt  h  ist  audi  n  nioglich. 


iJtlli«Aliiiil.i 

p.  lOii  Jj  Lf 

67,  2  5     [ai]cghc[ic]  en[iTjYrxA- 

68,  13      AYTO   KAS    AYTO"  TO  AC 

[Ne]l  Tof[TCOI,]  OC  AYTI^N 

nOION  AIA  TOY  OnoioN- 

[  ]  e[n]iTYr- 

15>0YN   TI.      AaA    can   (0  C 

[XAN  ]  eCTIN  A-> 

>MerA  n po c A ro p e Y H c , 

[.  .  .]ah[-]  riNeTAi  e- 

>KAI   CMIKPON  0ANei- 

30       [niCTH]MH.     TOYTO  AE  > 

>TAI   KAI   CAN    BAPY,  KOY- 

s 

[.  .  .  .  CYM]n[e]PACMA> 

>*0N.      To  MCrA   KAI  TO 

[  <t>l]A[0]A6r0Y 

2  0      CMIKPON    KAI   BAPY  > 

[  oJyag  a6ia 

KAI   K0Y4>0N   TCON  TIPOC 

[>  trco  epco]  kai  maa  oy  15^1) 

TI   eCTIN  •    KATA   TAP  [THN] 

35[><j>ayaon  A]6roN  a)[c]  a-> 

npoc  CTCPON  cxec[iN] 

[>  pa  eN  Me]N  AYTO  KAS'  AY- 

SeCOPeiTAI.      OYACN  OYN 

[>t6  oyagJn  ecTiN,  oy- 

2  5      KAe    eAYT6  eCTIN  /AC- 

[>Ae AN  Ti  np]oceinoic 

TA'   HN   TAP  AN  ACI  MCfA. 

[>6pe(i>c  oY]A'6noioN- 

NYN  AC  TO  AYTO  Ml-  > 

40  [>OYN  TI.      0]YK  eYKATA- 

KPON   <t>AINCTAI  CYM-> 

*[p6nht6]n  *hcin> 

BAH9CN   CAYTOY  MCI- 

t6[n  AorojN  TON  nepi 

3  0      ZONI  ■  OMOICOC  AC  KAI 

TO[y   Pe?]N   TAG  OYCIAC> 

eni   CMIKPOY   KAI  BA- 

kat[a  to]  eNA[o]lON.> 

PCOC   KAI    KOY<t>OY,  OTI 

4  5       n[eieONT]A[l]  tap  TAf- 

NYN  MCN  ToTa,   NYN  AC 

TH[|   kai   AHANTeJC  HOIH- 

ToTa  OaInCTAI  KATA 

TAi  [kai  co<t>oi  o]i  nAe[T-] 

3  5      TAC   np6c   AAAO   KAI  AA- 

Ao  cxeceic. 

>iYNnANTA  TC  OYTCOC 

68,  1       CTOI.      OYAGN  OYN  eCTIN 

>Oi)C  MHACNOC  ONTOC 

AYTO  KAG'  AYt6,  TOYt'  EC- 

>MHTe  TINOC  MHTG  6- 

TIN    OYAEN    KAe'  AYT6 

40  >  TTOlO  YOYN.  '''(jOcnCP 

exei  thn  YndcTACiw', 

OYACN   HN  MCTA  (CYPI- 

5       TOYT    eCTIN    OYAGN  KA- 

CKCTO  TAP  t6  AYTO  Ml- 

TA   lAIAN,  AAAA  TIANTA 

kp6n),  oytqc  kai  taa- 

nP6c   TI  .      THN   MEN  OYN 

AA  TTANTA  eniACXC- 

OYCiAN  AHAOl  ein[a)]N  • 

4  5      TAI  TAC  CNANTIAC  KA- 

Oya'an  TI  npoceinoic. 

THrOPlAC  AIA  TO  MH-> 

10       TO   TAP  tI    e/AdJAINei  OY- 

ACN  cTnAI   CN,   TOYT'  CC- 

CIAN  *   TO   AC  nOCON  AIA 

TIN  MH   CXeiN  COPIC- 

TOY   eiPHKCNAI  ■     ''"Gn  MCN 

MCNHN  nOc6THTA 

67,27  Sinn  etwa:  [a^xstai,]  e[n]iTYr[xANOYCA  as]  ecrm  X-[ah]6h[c],  riNexAi.  31  er- 

giinzte  Wil. 

68,  9.  10  so  TI  betont  im  Pap.,  vgl.  Ein!.  S.  ix        17  cw6ikpun,  doch  korrigiert.        18  ^an] 
eN  vor  der  Korrektur.  20  cweiKPON,  doch  verbessert  wie  Z.  31.  27  Ende  wei,  vor  der 

Korrektur.     Ebenso  Z.  31  uiid  42.  38  nach  ontoc  haben  eN6c   die  Platonhdss.,  was 

aus  dem  Anfang  der  Darlegung  (vgl.  67,  36)  irrtumlich  eingedrungen  scheint.  Bereits  Dissen 
bemerkte  die  Inkonzinnitilt,  die  in  der  Ankniipfung  von  mhte  nacii  eu6c  liegt.  Er  korrigierte 
zweimal  «ha6.  Der  Konimentator  .scheint  den  Text  zwar  ohiie  m6c  vorgefunden,  aber  bereits 
SO  interpretiert  zu  haben,  daB  man  sieht,  wie  das  Glossem  eindringen  konnte. 

•  6* 


46 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


69,  1 

—  24 


2  5  >  C  [  

[>77.]NIT[  

>  CYMBH  .  a[  TOI- 

>  OYTO  AneT[  

>  am*oTn  [  

30  >  KAI  AYT(p[  

>  NON  nANTA  [  

>  TAI  AIO[  

>  AYTA  0N[  

>  PeYOMe[  

3  5     CTIN  a[  


40 


45 


70,  1 


[■M-  

Oy[t']  A[Y]l[ANeTAI  OYTe] 
M[ei]OYTAl,  a[aAA  .  . 

[.]Aia)c  [  

CeAl   TAP  [  

t6n  ayt6[n  

KHN  AAM[BANeiN,  6 
MOICOC  A€  k[aI  .... 

(icecoc  To[  

AYTON  riNec[eAi  . 

TONA-  ANTAKO[AOYeei] 
TAP  TAYTA  [aa]a[HAOIC] 

AYiHcic,  [M]ei[cocic  en'" 
lAicoc  n[oicSN,  were] 


[cYjrxcoPHeeNTOc  eNoc 

[TO^JtCON  KAI  TA  AOIHA 
[Ae]A6ceAl  KAI  ANAIPe- 


70,  4    [ee]NToc  kai  ta  AoinA 

5      [ANjHPHCeAI.      TON  AG 
[neP]i  TOY  AYIOMENOY 

[A]6roN  eKeiNHceN> 
[M]eN  npuToc  TTYeA- 
[ropjAC,  eKelNHceN> 
1 0    [Ae]  KAI  TTaatcon,  coc  eN 
[toT]c  eic  TO  CYMn6ci0N 
[YnJewNHCAMeN  •  eni- 
[xei]P0Yci  Ae  ei'c  ayto 

[kai]  01   ei  AKAAHMeiAC 

1  5     A\[A]PTYP6«eNOI  MeN, 

OTI  APeCKONTAI  TUI 
etNAI  AYIHCeiC,   AIA  Ae 
TO   TOYC   CtCOIKOYC  KA- 
TACKeYAZeiN  TOYTO 

2  0    OY  Ae6MeN0N  AnoAel- 

iea)[c]  AlAACKONTeC, 
OTI   CAN   TIC   TA  eNAPrfi 

eeAHi  AnoAeiKNY- 

NAi,  eTePOc  eic  to  6Nan- 

2  5     TION  nieANCOTePCON 

eYnoPHcei  AdruN. 


>  Kai  nepi  TOYTOY  HAN-  152E 

>  Tec  eiAicioi  01  co4>oi 

>nAHN  TTAPMeNeiAOY 

30  >  CYMoepecGON  TTpcota- 
>r6PAc  Te  KAI  ''HPAKAei- 

>TOC   KAI  ■'e/AneAOKAHC. 

TTePi  TOY  <t>epeceAi> 

nANTA  ITANTCC  COtOI 
3  5      [c]YM<fa3N0YCIN  YOe- 
IHIPHMeNOY  TTAPMe- 
NeiAOY- oYToc  TAP  Ano- 


fi9,  25  —  34  kein  Platonzitat.   Wohl  irrtumliche  Auszeichnung  des  Kommentars  als  Lemma, 
wie  ofter.  37  ff.  vgl.  Poseidoiiios  bei  Arius  Did.  fr.  27  (Dox.  462,  27)  thn  tAp  oycian  oyV 

A^iecGAi  oi-'re  MeiovceAi  katA  np6ceeciN  fi  X^AipeciN,  AaaA  m6non  XAAoiovceAi  KAeAnep  en'  ApibmSn 

KaI    M^TPOJN    CYMBAINeiN,   ijl]    Ak   TUN   /aIOJC   nOlUN    oToN    AluNOC   KAI    6^a)N0C    KAI    AYIHCeiC    KAI  Mei(iceiC 

riNeceAi.    Danach  ist  der  Sinn  vielleicht  folgender:  [h  oycia]  o"r[T']  a[y]h[an6tai  oyt6]  M[ei]oYTAi, 

X[aaA    Be-[B]AiuC    [eCTHKe-    rfN6-]ceAI    tap   [AYIHCeuc]     ton    AYt6[n    nPOCeH-]KHN    AA«[BANeiN,  6]M0(a)C 

k[ai  «ei-](iceo)C  t6[n  kat'  oit'Cian]  A'y't6n  rlNSc[eAi  6aat-]tona  kta. 

70,  6  A^ioM^NOY  scil.  XNepoinoY,  vgl.  Bernays  Ges.  Abh.  I  112.  8  TTYeAr6pAc]  als  aii- 

geblicher  Lelirer  des  Epicharmos,  vgl.  Kol.  71,  12.  11  etwa  zu  p.  2071).  12  erganzte 

Wil.  12.  13   oder  ^ni[*^]poYCi ,  vgl.  G6,  23.  25   aus   nieANurepoN  korri- 

giert.  28  esAicioio'co*oi  Paj).:  ezAicioi  co*oi  Platons  BW,  Euseb.  P.  E.  XIV  4  (codd.  BIO): 

eiHC  01  co*oi  T,  Stob.  I  19,  9.    S.  Einl.  S.  xx.  29  aus  nAPweNiAOY.  .30  CY«*^peceoN  TW, 

Euseb.  a.  a.  O. :  cYM<t>ep6ce(i)N  B:  iY«*£peceuN  Viudob.  21.  30  leiPHweNOY,  doch  korrigiert. 


THEAETET  p.  152  D  — 153  A 


47 


70,  38      BAEYAC  eiC  THN  TOY  ef- 
AOYC  (tJ-fciN,  nAPeA-> 
40      eiiiU  Ae  THN  YAHN> 

*HdN-  voToN  AKeiNH-      fr.  8,  38 
t6n  Te  eeAei  tcoi  han- 
Ti  ONOMA  eTnai."  ne- 

Pl  MeN  OYN  TCON  AAACON 
4  5      <t>YCIK(3N  PAIA10N> 

aabeTn,  oti  *acin  *e- 
peceAi  nANTA,  aaaa 

KAI   ''eMneAOKAHC  A- 

noppoAC  AnoAeinei 

71,  1      KAI   *h[CIN,   OTI  ANI-] 

xn[g]yoy[ci  AI  KV'Nec] 

.>KePMAT[A  eHPGIWN] 

«eAeuN«-  [aaynaton  Ae] 

5      fOYTO  r',    OT[aN   HI  AHO-] 
eNH[c]l<ON[TA  TAYTA.] 

>  [Kai  tco]n  ri[oiHTcoN]  152E 
>o[i  AKPOl]  THC  [noiHce-] 

>(0[C   eK]ATePA[c,  KCOMO)-] 

io>a[ia]c  MeN  ■eni[xAPMoc,] 
>TPAra)AiAC  Ae  ['^Omhpoc] 

"'eniXAPMOC  6  [OMIAH-] 

CAC  TO?c  rrYeA[ropeioic] 
AAAA  T[e]  TINA  e[niNeN6H-] 
15    KeN  A[eiN]A  t[6n  Te] 
[nepi  to]y  AYio[MeNOY] 
[A6roN]  e*OA[e^ei  .  .  .] 
[;■•■]  ?PA[  ] 

/  AAAUC  A[  ] 

2  0    tai  npoco[  ] 

nec.    ei  oyn  [  ] 


71,  2  2    n[.  .  .]tai[  ] 

a[.  .]ra)N  [  ] 

OYCIAI  AAA[0Te  AAAAl] 

2  5      riNONTAI  [kATA  CYN-] 

eXfi    PY'CIN.      KA[i  eKG)]MM- 

AHceN  AYTO  eni  toy  a- 

HAITOYMeNOY  CYMBO- 
AAC  KAI  [AP]NOYMeNOY 

3  0      TOY  AYTOY  gTnAI  AIA  TO 

TA  mgn  npocrereNH- 

CeAl,  TA   A^  AHGAHAY- 

eeNAi,  enei  a^  6  ahai- 
TWN  eT[v']nTHceN  ay- 

3  5     TON   KAI  eNGKAAeiTO, 

nAAIN   K[A]Ke!NOY  [<t>A-] 

CKONTo[c  eTep]o<(N)  Me[N]  e[T-] 

NAI  TON  T[eTY]nTHK6- 

TA,  6TePo[N  Ae]  TON  er- 

40      KAAO^MGNON.  ""'OmH- 

PON  Ae  TP[A]ra)AiAC  eT- 
neN  noiHTHN,  enei 

TO  nAAA[l6]N  HNTIN- 

OYN  noiH[ci]N  nepie- 

4  5      XOYCAN   H[p]cOIKAC  HPA- 

leic  (i)[N6]MAZ0N  rPA- 

>  r9A[fAN].    Tic  oyn  an  153A 

>  eTi  np6c  [re]  tocoyto 

>  CT  PAT6ne[A0]N  kaI  ctpa- 


'73,  1  [>  THTON  "OmHPON  AYNAI-] 
[>T0  AM0ICBHTHCAC  «h] 
[>KATAreAACTOC  reNG-] 

[>  c  e  A I  ] 


70,  38  6IC  aus  ic.  41  die  Form  des  Zitates  stammt  aus  Platens  Theaet.  180 E, 
reeeAei  statt  reAeeei  der  Platonhdss.  (Euseb.  XIV  4). 

71,  3  Emped.  fr.  101  k^pmata  eHpeiuN  weAeuN  myktApcin  epeYNuN,  (zoioNe')  b'cc'  Xn^Aeine  no- 
aSn  XnAAfii  nepi  noiHi.  Die  Erganzung  des  Fragments  nach  [Alex.]  probl.  Ill  102  und  nach  XnoeNi^- 
CKONTA  hier,  das,  wie  oft,  perfektisch  steht  [=  wfi  ziSnta].  12.  13  vgl.  Vorsokr.  13  A  3.  4.  8 
(S.  90).  17  ff.  vielleicht  [ka-tX  t6] '' HpA[KAe(TOY  "A'aauc  a[aao  Xei  A'r-'ie-]TAi  np6c  S 

hi  eAAi-]n^C".  ei  o?n  [MHAeic]  n[AYe]TAi  [p^un  kai  XA-]A[AT]Ta)N  [t6  eTAOC,  aJ]  o't'- 
ciAi.  26  fr.  170  Kaib.  vgl.  Plut.  dc  sera  num.  vind.  p.  559  B  maaaon  a'  oauc  taytX  re  to?c 

6nixAP«eioic  eoiKeN,  ei  (2n  b  A-fidweNoc  Xn^oy  to?c  cooictaTc  A6roc  •  6  rXp  aabun  hXaai  to  xpdoc 
nyn  oitk  6't>e'\j\ei  reroNuc  erepoc.  38  erganzte  Wil.  47  oyn  aus  oy.  48  tocoyton 

Platonhdss. 

72  die  Kolumue  72  fehlt  ganz. 


48 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


72,  5  —  40  *  * 

*  * 

[>T6  TAP  eepMON  Te  kai]  153A 
[>nYP,  o  AH  ka\  taaaa] 
[>reNNAi  KAI  eniTPo-] 
[>neYei,  ayto  reNNATAi] 

45[>eK  <t>OPAC  KAI  TPlYe-] 
[>(0C-  TOYTCO  AG  KINH-] 

[>ceic.    H  OYX  AYTAi  re-] 
[>Neceic  nYP6c;] 

73,  1    Toyt'  ecTiN  •  CYNexexAi 

KAI   AYTO   reNNATAI>  153  A 

eK  *OPAC   KAI  TPGIYe- 
(x)C.     TO  TOYTU  AYIKCOC. 
5      AYTAI   Ae,   H   re   <t>OPA  KAi 
H  tpTyic,  KeiNHCeiC,  H 
MEN   *OPA  OMOAOrOY- 
MeNtOC,   AAAA   KaI   H  TPI- 

Yic,  ei  kaI  mh  kinhcic, 
10     OYK  ANGY  re  KeiNHCe- 

coc.    FeNeceic  Ae  ta^tac 
eTneN  nYP6c.    kai  rAp 
yah  tpiyantoc  aythn 

ANeWOY  HYP  eieAAM- 

1 5    [Y]eN,  KAI  01  Afeoi  [kai]  tpi- 
B6MeN0i  kaI  KPOYdMe- 

NOI   A0IACI  HYP.      KAI  TOY 
AlTNAlOY  AS  nYPOC  KaI 

TUN  AeroMeNCON  'H- 

2  0      0AICTei(ON   TAYTHN  of- 

[e]ceAI   AEIN   THN  AITIA[n] 

[th]c  eiAYecoc,  oti  o[.] 

[.  .]nta  ay[  ] 

[.  .]  THI  TP[[Yei  .  .  .  .] 
2  5    [rJcNOMeNA  [.  .  .]  eiA- 

YANT[a}]N.      0T[a]N   AE  AC- 


73,  2  7    rua  Yno  toy  hypoc 

rCNNACGAI  TA   ONTA  <(oy) 

[toy]  kayctikoy  AeroY- 

3  0      [Cl,]  AAAA  Yno  THC   61  AY- 
TOY  eePM6THT0c. 
>  KaI  mhn  t6  re  tun  zui-  153B 
>a)N  reNoc  eK  tcon  ay- 

>[t](I>N   TOYTCON  *Y'eTAI. 

3  5    Kai  TA  zcoiA  eK  eePMOY 

K[Ai]  nYPOC  reNNATAi- 

9t  r-^P      ?'7?'i''!^W  zuio- 
roNeT,  aaa'  h  eN  [AY]Ta) 

eePMOTHC •  TA  rOYN  KA- 

4  0    TeYYrweNA  cnePMA- 

TA   OYK   eCTIN  rONIMA 

KAI   TA   YnHNeMIA  UA 

OY   AYNATAI  TeAe[c]<t>0- 

PHSHNAI.      ''H    a'  6N   THI  153B 

45    YYXHi  eiic  o[y]x  Yno  m[a-] 
encecoc  mcn  kai  «e- 

AeTHC,  KINH[c]e[cON  ON-] 
TCON,  KTATa!  Te  MASH- 
MATA  KAI  CtizeTAI. 


74,  1-3 

[•  -n  ] 

5    A[  ] 

[.]an[  e]N  TCOI 

[C]YM[noc(a)i  .  .  .  .]ai> 

eiMH[  ]yc 

kan[  ]c 


10    [.]c  To  Me[N  apa  A]rA-  153C 

[GON]  KfNH[CIC  K]aTA  Te 
[yy]XHN  K[Ai  KA]TA  CCO- 
[MA,  T]6  Ae  T[OYNA]NTioN; 

[■"H  kiJnhcic  «eN  oyn 

1  5      [to   c]a)A\ATOC  AfAeON, 


73,  4  To-frcoW:  toyto  BT  Stob.  6  aus  keinhcic  verbessert.  15  nach  Aieoi  steht  kai 
aber  getilgt.  17  A<i>eiAci.  21  AeT?  25  erster  Buchstabe  nach  der  Liicke  e  oder  a;  da  nach 
ist  vielleicht  vor  n  noch  ein  i  zu  erkennen.  44  kein  Spatium  vor  deni  Lemma,  die  An- 
fiilirungszeichen  fehlen.  47  KiNinceuN  ontun  auch  unsereHdss. ,  Stob.  ed.:  kinhceun  o-t-cGn 
Stob.  flor. :  KiNHC^oiN  ontoin  Buttmann,  vgl.  Z.  4;  Einl.  S.  xxi. 

74,  7  es  handelt  sich  wohl  um  p.  208 A  weA^TH  ...  cuizei  thn  enicxHMHN.  10  ob  An- 
fuhrungszeichen  gesetzt  waren,  liiBt  sich  nicht  feststellen. 


THEAETET  p.  153A— E 


49 


74,  16      [kAI]  y[Y]XH[c],  HCYXIA 

[ag  k]a[k6n,  b]  np[oc]YnA- 
[KOY]c[T]e[oN  tJco  t6  Ae  t[6] 

[kaJkON.      r[iN]eTAI  TAP 

2  0      [oyJtQC  llAHPeC  ANT- 

[Ano]AoeeN  •  '  to  ag  [kakon] 

[TH]c  YYXHC    K[Ai  toy] 
CCOMATOC  HC[YxiA'.] 

Kai  enj  TOYToic  [ton  ko-]  153C 

25      [A0]<t>(i)NA  ANAr[KAZC0] 
[nP]0CBIBAZ(pN  [THN] 

[xpycJhn  ceiPAN  [cbc] 
[oYAeN  aa]ao  hi  t[6n  H-] 
A [i 0 N  '"'0] MHPOc  Ae[rei.] 

30      l<[OAO]<t>C0NA  MEN  [kA-] 

[ta  thn]  nAPOIwiAN  a[h] 
ne[PAc]  TiIiN  np[Ar]MA- 
T[a)N]-  AereTAi  tap  eN  thi 
c[YNH]ee(A[i]  'ton  koao- 

3  5    <j>[cona]  eneeHKeN'  h 

k[at]a  to  eN  Tcol  TTan- 

l[a)Nl]cOI   AYO  YH*0YC 

[eeceAi  Koa]o*[o)n]i- 

[OYC  ] 

40     [  ] 

[  ]toy[c] 

[. .  .  .]oi[.  xp]ychn  Ae 

[CGIPaJn   0HCIN  THN> 

[tun]  actpcon  nP9C- 

4  5      [exfi]  TAIIN,  fic  to  [MC-] 

[con  rfijivi  [K]eTceAi.   K[ai]  15BD 
[ahaoT  b]Ti  euc  mcn  a-n 
[h  nepi]<t)OPA  H  KeiNOY- 

[MGNH]  KaI  6  HAIOC,  han- 
50      [ta  e'CTl]  KAI  C(OZeTA[l] 


75,  1—31 


3  2       [.]hn[  ] 

 ] 

r[  ] 

3  5       T(p[  ] 

€N[  

 ] 

38—40  *  * 


41  [>  Kata  ta  ommata  npw-]  153 

[>TON   b  AH   KAAeTc  XPU-] 
[>MA  AEYKON,  MH  eTnai] 

[>  A  Y  T  6  e  T  e  p  6  N  t  i  e  i  (o] 
45[>]T(2i[N  cun  ommatun  «h-] 

>a'[6N   ToTc   OMMACI  MH-] 

>A[e  tin'aytcoi  xupan] 

>[AnOTAIHIC-    HAH  TAP] 

>AN  [e'lH  Te  ON  noY  en] 
50      TA[iei  KAI  MeNoi  kai] 


7G,  I  [>oYK  AN  eN  reNecei] 
[>  rlrNoiTc] 


Fr.l,  1    [...]eH[  ] 

[.  .  .]TeMTOY[  ] 

[.  .  .]  TA  MeP[H  ] 

[•  •  •]  KAI  ne[  ] 

5    [■  •  Oice^  ] 


74,  18  nach  t  am  Ende  konnen  ein  oder  zwei  Buchstaben  gestaiiden  haben.  Die  Ergaii- 
zungeu  18  —  21  sind  unsicher.  21  kakon  (so  Heiberg)  inuB  kako  abgekiirzt  geweseu 
sein.  26  npocBisAzMN  TW:  nposiBAzuN  B,  Stob.:  npocBisAzco  (mit  Tllgung  von  XNArKAzcj) 
nach  Cobet  die  neueren  Ausgaben  zwecklos;  vgl.  196  B  10  Burn.  32  n^PAC  nacli  Hesych 
K0A0<t>6N  ergiinzt.  Statt  r  (vor  «)  auch  6  moglich.  33  AdrexAi]  vor  der  Korrektur  Aerei. 
Vielleicht  ist  t[o)n]  <(A^rei>"  AersTAi  das  richtige.  36  vgl.  Scholien  zu  der  Stelle,  Paroeni. 
I  311  f.  366.         45  vgl.  Schol.  B  zu  9  16. 

75,  49  ON  noY  Heindorf,  ah  noY  Schanz,  an  hoy  Platonhdss.  50  xai  menoi  so  W; 
KAI  wdNON  Stob.:  KeiMENoi  oder  KeiMSNON  BT. 

76,  1  Kol.  76  ist  ganz  verloren. 
Fr.  1,  2  wohl  neMHTOY. 


50 


KOMMENTAR  ZU  PLATONS 


Fr.  1,  6—2  2 


2  3    [.  .jKOTj  [.  .  .  .  r]fN[e-] 
ceAi  [  ]ak[-] 

2  5     TA  KAAA  KAl  OCA  AIHA- 
eOMeN •   HN  A€  TAYTA 
TA  AlCGHTA  KAl  TA  AIC- 

eAN6M[eNA.]    Mhto[i-]  157E 
>ny[n  AnoAinJojMeN 
30>oc[oN  eAAeTjnoN  ayto[y.] 
>Ae[in]eTAl  [ag]  e[N]YnN[i-] 
>(0N  T[e]  n^pi  KAl  N6ca)[N] 

>TCON  Te  AAACpN   KAl  M[a-] 
>[n!a]C  oca  TC  nAPAK[0'r'-] 
35>[eiN]  finAPOPAN   HT[|  AA-] 

>[ao  nAP]Aice[A]Ne[c]e a[i] 
>[A^r]eTAi.  "A  np6T[e-] 

[pon]  CAereN,  [KA]TecKe['Y'-] 

[accn]  thn  npcoTAr6- 

4  0     [POY]  a6iAN-  a  AG  NYN 
[■dJhcin  CNANTIA  eCTIN 

[n]p6c  eKei[N]HN.  nfic 
[oyn]  cocnep  katackcy- 
[a]zcon  cTncN-  'Mh  hap- 

4  5     eAeCOMCN,  [b]C0N  aoi- 

n[6]N';  oTi  m[.  .  .]  KOMj- 
zeiN  e[NCTAc]eic  ka\\] 

AfCIN  l<A[TAC]KeYAZ[€IN] 

[.'.".'..'.'...  .]eco[.  .  .] 
50    [  ] 

Fr.  3,  1    [  ]CAIAI 

r  olYAeic 

r  lAeiH- 


Fi-.  2,  4    [tai  .  .]  e[i  AicJeHce- 
5    [tai  .  .]  riAPA[ic]eiH[c]e- 
[tai  ne]pi  chmainomc- 
[n . . . .]t[. . .]  OTceA  TAP  157E 
[noY,  Sti  ew  nACi]  toy->  158  A 
[toic  6m]o A[oro]YMe-> 
10    [ncoc  GAerxecjeAi  ao- 

[KeT,  on]  APTQ  AlHMjeN 

[A6]ro[N],  (be  nA[N]T6c 
[maaaon]  hmTn  ycy- 
[acTc  AicJeHceic  cn  a[y-] 
15    [toTc  nrNojMeNAc. 

[  ]  eNYnNICON 

[  ]ci(ontcon 

[  ]achn  ocon 

[  mgJt'  AiceHce- 

2  0    [coc  riNejTAi  h  npco- 
[th  ]a6i[a  .  .  .]e 


Fr.  3,  1    ciMe[  ] 


Fr.  4,  1 


10 


■  -JneL  ] 

.  .]  npoc<t>[  ] 

.  .]atapt[  ] 

'  .]noio[  ] 

.  .]|AYT9[  ] 

.  .  .]N   KAl  AAA[a)]N 

 ]  ayt(Sn> 

 ]  nPArWATCON 

T[  ]NOYNe![.] 

A\ON  P[  ] 

Yn6MNH[M]A.      AAAA  ANAf- 

kai6tata  je  [e]cTiN> 
KAl  i'cojc  ta[y]th  oyk  a- 


Fr.  1,  23  die  Zugehorigkeit  von  23  —  50  zu  dieseni  Fr.  1  ist  nicht  ganz  sicher.  46  etwa 
M^AAEi  47  auch  ka[ta]  moglich. 

Fr.  2,  16  vgl.  Fr.  1,  31. 

Fr.  3,  1  oder  oi«6.  Diese  Buchstaben  sind  der  Rest  der  zu  Fr.  2  geliorigen  anschliefien- 
den  Kolumne.  Sie  stehen  etwa  um  eiiie  Zeile  tiefer  als  die  untersten  Schriftspuren  dieser  an- 
stoCenden  Kolunine  (Fr.  2). 

Fr.  4  lieB  sich  nach  auBeieii  Anzeichen  nicht  einordnen.  Der  Inhalt  scheint  auf  die  Ein- 
leitung  zu  weisen,  vgl.  Fr.  4,  17  ff.  mit  Kol.  2,  11.  Da  Kol.  1  ff.  zusammenhangen,  miifite  es  vor- 
her  seinen  Platz  erhalten.  Doch  laCt  sich  auch  eine  spatere  Stelle  fiir  den  Koinnientar  denken. 
Gegen  den  Platz  im  Anfang  spricht,  daB  Kol.  2,  11  die  Ansicht  der  Platoniker  zuerst  zu  er- 
wahnen  scheint.    Siehe  auCerdem  Einl.  S.  v. 


THEAETET  p.  158A 


51 


Fr.  4,  1 4    KAIPA.    aokgT  Ae  moi 
15    eNe[.  .  .]c  reNOMGNA 
T7P[6c  TO'VJc  nAeioYC 

TCp[N   nA]ATCONIK(S[N,  ot] 

*[a]cin  nepi  kpith[pioy] 

e[l]NA[l  T]6n  9eA[T[HT0N] 
20      KAI  [t]A  ejpHMeN[A  Y-] 

noM[i]MNH[cKe]i  h[mac] 
toy[.  . .]  eni  Ke<t>A[Ai'-] 
CON  A[ie]A0eTN  ne[pi] 
[  ]Nec«eN[.  .] 

2  5     [  ]CO0ACAN[.  .] 

[.  .  kpitJhpion  CbC  [.  .] 

[  ]0I  KAI   6[.  .] 

[  ]n  aokgT  i[.  .] 

[  M-  ■  ■] 

30     [  ]CT[.  .  .] 

[  K-  •] 


Fr.  4,  15  ENe  oder  6no  oder  6Ne.  17  vgl.  Kol.  2,  11.  22  toy  [nyn]? 


52 


ANHANG 


ANHANG. 


1.  PAPYRUS  BEROL.  N.  8' 

PHILOSOPHISCHER  TRAKTAT 
MIT  PHAIDROSZITAT 

Bei  der  Ausgrabung  in  Batn  Harit  fand  Dr.  0.  Rubensohn  am 
26.  Februar  1902  den  vorliegenden  Papyrusstreifen.  Hohe  13  cm, 
Breite  10,5  cm.  Ein  Brief  auf  der  Riickseite  weist  auf  das  3.  Jahr- 
hundert  n.  Chr.  Der  literarische  Text  gehort  etwa  ins  2.  Jalirhun- 
dert  n.  Chr.  Das  Blatt  ist  schon  im  Altertum  aus  der  Rolle  heraus- 
geschnitten  und  die  Riickseite  fur  den  erwahnten  Brief  benutzt  wor- 
den.    Der  obere  Teil  fehlt  in  beiden  Kolumnen. 


1,1 

]  .  .  CAIH  .  . 

]  .  APieWON 

]  .  .  TOYe 

5 

jNGKACTON 

jneiPONMe 

] . MOYNee 

]  .  IMANeA 

1  0 

Jnaaahaoyc 

](pnuNCO*oi 

]tyxo[.]cikai 

JsPAAYTePON 

jACMGTAAe 

15 

JjAAewecA 

]01CAIAKe 

]AeKTIKWC 

]PK(JI)CHMAC 

'  Diese  Numerierung  bezieht 

sich  auf  das  vorlaufige  Verzeichnis  der  aus  den 

Ausgrabungen  des  Hin.  Dr.  O.  Rubensohn  stammenden  Papyri. 


ZU  PHAIDROS  UND  GESETZEN 


53 


2,1    eiHC  <t>HCiN  •   »eMo[i  weN  <t>AfNeTAi]     Phaedr.  p.  265CD 

>  TA    MeN    AAAA   TUl    ONTI  nA[lAI-] 

>  Ai  nenATcGAi  •  toytun  Ae  [ti-] 

>  NtON    GK    TYXHC    PHeeNTCON  [aY-] 

5  >  oTn  giaoTn,  ei  aytoTn  thn  [ay-] 

>  NAMIN    TeXNHI    AABgTn  AYn[aI-] 

>t6    tic    OYK    AXAPI."      KAl    TOY  0[aI-] 
APOY    ePWTHCANTOC  »tIn[(jJn] 
aA;«    6    CcOKPATHC  AnOAfAa)[ciN] 
10     nPUTON    MEN    THC  CYNAr(Or[Hc] 

THN    TeXNHN    ACrCJN  '     »  SIC    Mi[AN]  265  D 

>  TG  lAGAN  CYNOPUNTA  Arei[N  Ta] 
>nOAAAXHI    AieCnAPMENA,    [YnA  6-] 

>  KACTON  opizoMeNOc  ahao[n  noi-] 
15>H!  nepi  OY  AN  Xei  aiaackgin  [e-j 

>eeAH.«    wcnep  ta  nynah  ne[pi] 
>"^6pa)T0c  ecTiN  6pice[e]N  [.  .  .] 

2.  PAPYRUS  BEROL.  9766 

AUSZUG  AUS  PLATONS  GESETZEN 
p.  832Eff.  — 834B.  835  E. 

Das  Bruchstiick  Pap.  9766  (13,5  cm  hoch,  9  cm  breit)  enthalt  den 
oberen  Teil  eiiier  Kolumne  in  Buchschrift;  an  der  rechten  Seite  sind 
ganz  geringe  Spuren  einer  zweiten  Kolumne,  vor  allem  eine  Para- 
graphos,  sichtbar.  Demnach  erscheint  der  Text  als  Rest  eines  Buclies, 
obgleich  rechts  von  ihm,  also  zwisclien  den  Kolumnen,  von  anderer 
Hand  geschrieben  ist:  Mikpyaoc  KATexupicA.  Diese  Notiz  kann  niclit 
wolil  in  einer  Beziehung  zu  dem  literarischen  Texte  stehen,  sondern 
laBt  an  eine  Urkunde  denken.  Aber  wo  diese  gestanden  haben  sollte, 
ist  unklar.  Die  Schrift  des  Papyrus  ist  groB  und  deutlich  und  diirfte 
noch  dem  1.  Jahrhundert  v.  Chr,  angehoren.  Sie  erinnert  an  die  des 
Bakchylidespapyrus ,  deren  Datierung  freilich  noch  strittig  ist. 


2,  17  ecTiN]  0  ecTiN  Platonhdss.,  Galen,  de  plac.  Hipp,  et  Plat.  768,  6  M. 


54  AUS  PLATONS  GESETZEN 

eniTHAeioic  reiNeceAi 

eeiCT^ON    APOMU    KAl  TA- 

xei  KAl  OTi  0^  reiAOYC  agT 
TPexeiN  AAAA  wee'  onAUN. 
5    e^innoYc  Ae  A^rei  apo- 

MOYC   TOYC    AIA^AOYC  TP^- 

XONTAC   T^CCAPAC.  TA 

AG    BAPEA    ANTI    HAAHC  GU- 

onAoic  nojeT  eNA  npoc 

10     e'NA    KAl    AYO    HPOC  AYO 

ewe    AeKA    KAl    AeKA.  KAl 
TYNAIII    Ae    <t>HCI  MeTAAO- 
jeON    K6PAIC,    eTTA    OTj  KAl 

Ynnoic  XrcoNicTeoN.  mg- 

15     TA    TAYTA    nPOC  CCO<1>PO- 
CYNHN    ACKHCAI  BOYAO- 

MeNOC  nepi  thc  cynoy- 

CIAC    BOYAGTAI  HAPAINeTN 
bnUC    MH    HTTOYC    Sci,  KAl 

20    nepi  epuTOc  oti  tpitt6c 

eCTIN    6    MCN    YYXHC  KAl 
TOY    KAa[0Y.]       I<ATa[.  .  .  .] 


1  vgl.  832  E  KAl  npcoTON  men  ta  nepi  ap6mon  ka!  taxoc  kta.  2  833  A  oy 

MHN  xcopic  re  onAQN  OYAGTePA  THN  MericTHN  6X61  XPGIAN  ...  6  Ae  (nach  ctaaioap6moc) 
ei'ceiciN  onAA  exwN  •  yiacoi  Ae  asaa  oy  eHcoMeN  ArcoNicTHi.     npuToc  Ae  efceiciN  6  to 

CTAAION  AMIAAHc6MeN0C    CYN    ToTc    OnAOIC,    AGYTePOC  AC    6  TON    AIAYAON    KAl  TPITOC  6  TON 

e4>innioN  [A:  etinneiON  korrigiert  A]  kta.  7  833  D  ta  Ae  kat' icxyn,  anti  mu 

nAAHC  KAl  tun  TOIOV-TCON  ,  TA  NYN  OCA 'BAPeA  THN  GN  ToTc  onAOIC  MAXHN  CNA  Te  nPOC  CNA 
AlAMAXOMeNOYC  KaI  AYO  nPOC  AYO  KAl  MCXPI  AeKA  nPOC  A6KA  AlAMIAACOMeNOYC  AAAH- 
AOIC.  11    833  C   TYNAIli   Ae,   KOPAIC  MGN   ANHBOIC   TYMNaTc   CTAAION    KAl   AIAYAON  KAl 

e*[nnioN  [A :  e<t>inneiON  korrigiert  A]  kaI  a6aixon  .  .  .  taTc  Ae  TPiAKAiACKeTeci  wexpi  rA- 

MOY  MGNOYCAIC  (?,  MCNO^'CHC  Boeckh)  KOINQNIAC  MH  MAKPOTCPON  eiKOCIN  CTCON  MHa'  GAAT- 
TON   OKTUKAIACKA   KTA.  13   834  B  t6   Ae   MeTA  TAYTA  YnncON   AH   nePI   ATCONOC  nrNOITO 

eiHC  AN  NOMoeeTo^'MeNA.  14  835  E  tina  ah  noTe  tpohon  gn  taythi  thi  noACi 

AUeiONTAI   TUN   nOAAOYC    AH    KaI   nOAAAC   enieYMlUN   eiC    eCXATA   BAAAOYCUN.  19  MH 

HTTOYc]  man  erwartet  t&h  enieYMicoN.  20  nepi  e'puToc  836  A  if.       tpittoc]  837  A 

A^O   TAP   ONTA  AYTA   KAl   £1  AM<J>OIN   TPITON   AAAO   cTaOC.  21    837  C   6   AS  HAPePrON 

MeN  THN  TOY  CCOMATOC  enieYMIAN  eXCON  OPCON  AG  MAAAON  H  ePUN  THI  YYXHI  Ae6NT(0C  THC 
YYXHC  eniTCeY/AHKCOC  KTA. 


M 

I 

K 
P 
Y 
A 
0 
C 
K 
A 
T 

e 

X 
0) 

p 
I 

c  A 


PHILOSOPHISCHER  DIALOG 


55 


3.  PAPYRUS  BEROL.  9869 

PHILOSOPHISCHER  DIALOG  (?) 

Aus  ptolemaischer  Zeit,  etwa  2.  Jahrhundert  v.  Chr.,  zwei  Frag- 
mente;  das  erste  bildet  moglicherweise  den  Anfang  der  zweiten  Ko- 
lumne  des  zweiten,  wobei  der  Abstand  unbestimmt  bliebe.  Frag- 
ment I  ist  hoch  6  cm,  breit  5,5  cm,  Fragment  II  hoch  11  cm,  breit  9  cm. 


JjCONnePlTHN^ 
]a)lAHAIAAOrOY[ 
]eNTOYAOrOYAYN[ 
]TlMACeAinAp[ 

II 


a 

I  e  X  0  N 

M  I  0  N 
FT  0  A  A  0) 
K  A  H  e  H 
H  N  CO  I 

]  r  0  Y  N 
A  Y   T  0 
..10) 


[.  .]PICINM0Y0[ 
NAMeNOYCeNT[ 
MAAICTAArAnHc[ 
rMAKAITOYCeAY[ 
5  AIAACKeC6AIKP0[ 
TeAOCAHnPOION[ 

ONAeinAeoN[.]oY[ 

MAeONTACHTeT[ 
A  H  N  T  1  N  A  [ 
10     n  A  P  A  T  [ 
N  0  M  CO  N  [ 

T  A  n  e  p  r  [ 

T  e  Y  M  A  T  A  r 


I  4  auch  riAN  moglicli. 

\lh\  in  der  Liicke  konnte  audi  ein  breiter  Bnclistabe,  wie  k,  gestanden 
liaben.  2- — 4  gn  t[o?c]  maaicta  ArAnHC  [nPA-]rMA?  Dann  ist  (wegen  ArAnH)  das 
Buch  nicht  alter  als  die  Schrift.  6  ff.  [kai]  on  Aei  nAeoN.  7  [t]oy  aus- 

geschlossen,  da  unter  der  kleinen  Litcke  keine  Spur  von  deni  wait  nacli  unten  reichen- 
den  T  zu  sehen  ist;  nur  c  sclieint  moglich,  oder  eine  Interpunktion.  12  aucli 

nePN  moglich,  aber  schwerlich  nepi. 


56 


NACHTRAG 


NACHTRAG. 


Hr.  stud.  phil.  R.  Hensel,  der  W  nachverglichen  hat,  stellt  tins  folgende  Er- 
ganzung  der  Liste  S.  xxu  zur  Verfiigung,  die  aiich  das  Unbedeutende  (niit  Ausnahme 
dei"  Itazisnien)  gibt: 

Pap.  BTW 


146D 

18,  7  reNNAicoc  re 

rGNNAlUC  TG 

147C 

24,  16  XAiPeiN  SAN 

GAN  XAIPGIN 

150D 

56,  33  6  eeoc  kai 

6  eG6c  T6  kaI 

151  A 

56,  48  TAYTHN  re  (wie  F) 

TAYTHN  AG 

151D 

58,  18  OYAEN  TOIOYTO 

TOIOYTON  OYAGN 

IT  cLIj.    llllit  VV 

Li  JL 

1 4S  R 

i  u 

Pap.  niit  TW 

B 

148 1) 

46,  9  AKPWN 

AKPIBUN 

153B 

73,  32   TCON  ZtOICON 

t6  ZWICON 

Pap.  mit  BT 

W 

143  D 

8,  23  cvrrirNeceAi 

CYrrGNGceAi 

144  A 

9,  31  (oi6mhn 

UMHN 

144B 

11,41   Te  KAI 

KAI 

144B 

1 1,  46  oToN 

OIONGI 

144B 

1 1 ,  47  peoNToc 

P60NT6C 

145  A 

13,  17   AYTCOI  AliON 

AIION  AYT(0 

145  E 

16,  6  r'  oTmai 

oTmai 

146A 

17,40  oTi 

ON 

146A 

17,41  AnoKPeiNeceAi 

AnOKPINACeAl 

146D 

19,  22   Tl  AAAO 

aaa6  Tl 

146D 

19,27  eniCTHMHN 

fehit 

147B 

23,33  OY 

6 

147D 

25,  32  erPA<t>eN 

GrPAYG 

147E 

37,  31  AieAABOMeN 

AIGAABOMGN-  KAI 

148A 

38,  42  reNecsAi 

rirNGceAi 

148  D 

46,  42  npoceineTN 

npoGinGiN 

149C 

49,27  re 

TG 

150C 

54,  14  noAAoi 

nOAAOl  nOAAAKIC 

151  B 

57  12  Moi 

fehlt 

152A 

63,45  AG 

fehlt 

152D 

68,  37   lYNHANTA  (lYMH.) 

CYMHANTA 

Pap.  mit  BW 

T 

144A 

9,27  AY 

fehlt 

144B 

11,4  AnANTCOCIN 

A  nANTUN 

145  A 

13,14.15   OMOIOYC  <t)HCIN 

OHCIN  OMOIOYC 

145  B 

13,44  GAYTON 

AYTON 

147D 

25,  34  Ano<t>AfNa)N 

feiilt 

149D 

50,  14  nAccoooi 

nANCO<t>oi  (so  auc 

150B 

51,21  AAHeiNA 

AieiNA 

150D 

56,  8  CYrreiN6MeN0i 

CYrnrNOMGNoi 

152  D 

68,  IS  GAN 

feiilt. 

REGISTER. 


(Wo  eiii  Wort  unsicher  erganzt  oder  gelesen  ist,  werden  die  betreftendeii  Ziffern  durdi  eckige 

Klammem  eingeschlossen.) 


A  collectivum  49,  2  (^nti  toy  omoy) 

—  privatwum  49,  7  (ct6phtik6n) 
X  rAe6N  74,  lO.  15  (kInhcic,  kata 

T6   YYXHN    KAI    KAtA  CUJMA) 

krkuH  Aiih.  3  U/^  3? 
XrxiNoiA  10,  2  0    (ev'^YeiA  toy 

AOnCTIKOY      KATA      t6  PAIAIOJC 

nosTn  kai  eNTPdxem) 
XrcoTH  [45,  18] 

—  nAAAiX  45,  36 
aYpscic  4,1  (MerAPiKH) 
aJpstikih  7,40  (oiKeltocic) 
aT c  e  H  c  I  c 

—  Vrh.  zu  ^nicTHMH  59,  39.  45. 

60,  6.  [9].  25.  43.  66,2  4.  67, 
12.  [25] 

—  =  Antiahmyic  59, 4GfF.  66,42 

—  =  ♦antacia  66,  8 

  exeiN  Tl  nAHKTIKON  ...  KAI  THN 

XKpieeiAN  3,  8 

  YEYAHC  Fr.  2,  14.  19 

AtceHTHPION 

—  Unterschied    von  ATceHcic 

59,  4  7' 

—  o+A^  tA  m.  exeiN  iaian  Yn6- 
CTACIN  63,  20  ff. 

—  Xntiahmyic  ai'  ai.  66,  40 

A  i  c  e  H  T  6  N 

—  Relativitiit  63,  1 1  ff. 

—  tJliergang  zum  A6roc  G3,  3 iff. 

  AI.   KAI   AlCe  '  NdrtSNA  Fr.  1,  27 

XKATAAHnTOC 
  <t>ANTACIA   61,  36 

—  TA  eiueeN  65, 32 
Xkinhton  70,41  (Parnienides 

Fr.  8,  38) 


I.  SACHREGISTER. 

Xkp(b6ia  3,  12   (Vrh.  zu  aT- 

CGHCIC) 

Xaoxoc  48,  48  ff.  (zwei  Bedeu- 

tungen) 
X  N  A « I « N  H  c  Kec e  A!  55,29 

—  Vrh.  zu  MANeXNeiN  und  6^- 
picKeiN  56,  1 4 

—  Xnamnhct6n     =  aiaakt6n 
(Meno  87 B)  56,  so 

XnXmnhcic 

—  Vrh.  zu  wAeHCic  und  mXshma 
48,  1.  6.  53,  2.  55,  33 

—  Gradunterschiede  53,  2  4ff. 

—  Gebrauch  bei  Platon  56,  22 

  KYMA   YYXflc   57,  2  2 

XNepconoc  - 

—  ZUON   A0rlK6N    eNHT6N  18,  43. 

20,  6  ff 

—  falsche  Definition  21,  i  ff. 

—  Beispiel  der  Begriffsbestim- 
inung  37,  2 1 

—  hAntun     xphmAtoon  m^tpon 
62,  4 

Xntiahmyic  59,48.  66,39ff. 

(Vrh.  zu  Ai'ceHCic) 
XdpicTON  36,47  (vgl.  tpammh) 

—  H  aiAnoia  37,  6 
XnAiTO-rweNOC  71,2  7ff.  (Epi- 

cliarin) 

XnsiPOKAAiA  45, 3  G  (bei  Plato) 
A  n  A  0  Y  c 

—  ^nicTiHMH  2,  20.  15,  8.  17 

—  Vrh.  zu  r^Noc  18,  40.  19,  5 
X  n  0  p  p  0  A  I  70,  4  8  (Eiiipedoldes) 

X  P6TH   7,  1  1.   13,  3  8 

— ■  rsAeiA  9,  41 


Xpgth  Mehrzahl  11,  14 

—  Vrh.  zur  eir^-reiA  11,  14.  27. 
35.  39 

X  p  I  e  /A  6  c  37,  2  ff.  (begrenzendes 
Element  in  der  Geometrie) 

—  X.  nXc  37,  45 
A'pTioc  38,6  (Xpie«6c) 
XpxiKtJTepoN  40,  1 2 
XcA*^CTep A 

—  Xn6  tGn  X.  ivA  tA  CA*dcTepA 
44,  51 

a'  C  K  H  C  I  C 

  TUN   eY«Y6lfiN  4,51 

Xc^NeeTOc 

—  ^nicTHMH  2,  20.  19,  16 

A"fIHCI  C  69,  48,  vgl.  37 

—  Pythag.  Platon  usw.  70,  6 

—  Akad.  70,  1 7 

—  Epicharm  71,  16.  2  7ff. 
a'»'t6  i*"  6AYT0Y 

—  Beispiel  hnsym^  65,  15 
XoANizeiN    58,21.    59,  29  ff. 

(XahgIc  X.) 

BACIA6YC  17,47  (im  Ballspiel, 
vgl.  ONOC) 

Gymnastik  usw.  Anh.  2,  iff. 
reN  ^ cei  c  73,  1  1    (nYp6c  ,  *opA 

KAI  tpTyic) 
reNNAN  55,17   (Vrh.  zu  mai- 

6Y€CeAl) 

I  r  e  N  0  c 

—  Gegensatz  gTaoc  18,27.38. 
19,  8.  [23,  10 1 


58 


I.  SACHREGISTER 


r^Noc  richtige  Bestiiiinmng  in 

der  Definition  24,  4  7  fF. 
reuMeTPiA    5,  8.    14,  44.  46. 

15,  2.  12.  18,  18.  19,  12.  18. 
21,  40.  44.  23,  38.  60,  3 

rea)«eTPiK6N  34,39.41  (eeci- 
phma) 

reupriKH   50,  38fF.    (Vrli.  zu 
«ai6ytikA) 

rPAMMATIKhi    17,  13.  23 
TP  AMMH  27,  37.  36,  4  5ff.  40,  1. 
C.  8.  15.  41,  9.  44,  23 

rPAMMIKUC   40,  22 

D  e  f  i  n  i  t  i  o  n 

—  Methode  21,  i  fF.  87,  isflF. 

—  Aristoteles  24,  32ff. 

—  Beispiele : 

ANepunoc  18,  43.  20,  6  fF.  37, 
1 5  fF.  ""AxiAAEYc  20 ,  1 7  fF. 
nHA6c  21,  47  fF.  24,  ii  fF.  25, 
1 1  fF.    xi(iN  24,  33fF.  oTnoc 

24,  38  fF.    25,  2ff.  nNevMA 

25,  19 

aai«6nion   des  Sokrates  56, 

39.  45 

AeCM6c     THC      AITIAC  3,22. 

15,  22    (Vgl.  ^niCTHMH) 
AlAriiNIOC   28,45.   29,33  (to 

Xn6  xflc  A.  reTpAruNON) 
aiaa6Ktik6c 

—  eedjpHM \  20,  38 

—  der  Logiker  37,  i6 
aiXaahaa     [11,32]  (Zirkel- 

scliluiS) 

AiXnOI  A  52,  19.  40 
AI  APePOYN 

  TAC   ^NNOIAC   47,  45.   53,  46 

—  npocAiAPepoYN  56,3  6  (inVer- 
bindung  niit  eNNoiAi) 

AiApepucic  46,4  4   (ai  *ycika1 

eNNOIAI     A^ONTAI    AI  APep6c6C0C) 

A  I  a  *  0  p  A  23,  1 1  (difF.  specif.) 

AIKAIOCYNH 

—  abgeleitet   von   oiKelucic  5, 

26,  32 

—  PJpikur.  Stoik.  6,  3  4.  4  3 

—  abgeleitet  Anb  thc  npoc  t6n 
ee6N  6moi6thtoc  (Platon)  7,  16 

A6r«A    55,  5.  10    (Akad.  und 
Platon) 


AOrMATIZeiN 

—  bei  den  Akad.  54,  42.  55,  i 

—  bei  den  Pyrrhon.  61,13.39 
AOKic  43,28  (mit  Zeiclinung) 
a6i  A 

—  6peH  3,  18 

—  6pef)  MSTA  A6roY  3,  18 

— ■  SpeiH    AeeeTcA   aitiac  Aonc- 
=  ^nicTi^MH    (vgl.  Meno 
98  A)  3,  2.  15,  21 

—  YGYAHC,   XAHeHC  52,43 

—  MAieYSceAi  T.  A.  54,10 

—  vgl.  n6moc  62,  38 
apa«atik6c  8,  38  (der Dialog) 
AYiKffic  73,4  (dualisch  to^ttco) 

A-^  N  AMI  C 

—  math.  25,  30.  26, 34.  [29, 12]. 
33,  14.  37,  25.  40,  43.  41,  11. 

49.  51.  45,  13.  46.  51.  46,  36 

—  alte  Bezeichnung  fiir  t6tpA- 
rcoNON  27,  32 

—  unbegrenzte  Zalil  der  a.  36, 
39.  44 

—  stereoni.  [43,  3].  44,  34 

^TK-f  MUN  47,12.  49,  32.  57,13. 

35  fF.  (Widerspriich  geg.  Syni- 
pos.  206  C) 
eTAoc  37,  20.  45,  47.  46,  38. 
Anh.  1 ;  2,  5 

—  Vrh.  zu   r^Noc  18,  28.  41. 

19,  6 

 AI  61.   ^niCTHMAI    21,  38 

—  Vrh.  zu  b'poc  24,  5 

 (tAPMAKOY   ei.   59,  12 

  h   TOY   61.   *^CIC   70,  38 

^AeYe6Pi6THC  12,  3  6  fF. 

6  N 

—  A'fT6    KAe'  aVt6  o-v-a^n 

icT\H  67,  36 

—  erklart  «h  exem  upiCMdNHN 
noc6THTA  68,  47  fF. 

ENeeCIC   48,5  («A6H«ATa)N) 
6NN0IA  48,34.  53,46.  56,34 

—  KOINAI  23,  7.  47,  20 

—  ■CYCIKAI  46,  43.  47,  44 

^NcuMATueeTcAi  53,  7  (yyx  a!) 
eNccoMATucic  57,  30 

6  I  A  (  C  I  0  I   70,  2  8 

6 1 1  c  [64,  1 5] 

  H  TH    YYXH    73,  45 


e'icoeeN  65,  31  (AkatAahhta, 
Kyreiiaiker) 

^niCTHMH  2,  8.  34.  44.  3,  25. 
17,27.  18,13.  15.16.  22.  19,3. 
1  1.  14.  23.  27.  31.  34.  37.  42. 
21,  15.  20.  23.  27.  32.  35.  39. 
23,  14.  16.  [20].  22.  25.  28.  31. 
45,42.53.  46,4.18.41.  47,2. 
17.  58,50.  61,  2.  9.  49.  [62, 
12] 

—  XnAfi  2,  19.  15,  8 

—  CYNesToc  15, 3 

  CYCTHMATIKH    15,  6 

—  tGn  kaaGc  KPie^NTuN  m6ni- 

MOC   nAPAAOXH   2,  32 

—  a6ia  6peH  usw.  3,  1 

—  falscli  definiert  21,7.  lo.  i3 

—  Vrh.  zu  AfceHcic  59,  39.  45. 

60,  1.  [is].  24.  [40].  44.  66,24. 
67,  1  5.  29 

—  Vrh.  zu  co<t>(A  16,  8.  13.  28. 
17,  2.  7 

^nicTHMONiKuTepoN  [45 ,  5] 

(tun  KAe'  fe'KACTON  t6  HACI  ToTc 

OMOioic  ^<>apa\6zon) 
^ndrAOOc  35,1  (Adroc) 
enTAKAi AeKAnoYC  34,33.45 

(aynamic) 
6  p  CO  c  Anh.  1 ;  2,  1 7 

—  b'Ti  tpitt6c  ^ctin  Anh.  2,  20 
6CXATOC  Mycun  5,2  9 
e'»-Arr6A6?c  12,  21  (erklart) 
ei-H  oeTN  58,  44 

6  Y  N  0 1 A  des  Sokrates  58, 1 3  fF. 
e^«Yei  A  4,  43.  47.  9,  39.  43 

  TOY   AOnCTIKOY   10,  2  4 

—  Vrh.  zu  den  Xpsta!  11, 15. 18 

—  Stoiker  11,  26.  34.  37 

zffioN  73,35  (Entstehung  eep- 
MOY  kaI  nYp6c) 

HreM0NiK6N  11,28  (von  den 
Stoikern  niit  weichem  Wachs 
verglichen) 

H  «  I  T  d  N  I  0  N    34,  4  8 

hcyxia  74,  16.  23  (kak6n,  yy- 

Xflc   Te   KAi  CUMATOC) 

ee6c 

—  Vrh.  zu  co*!a  54,  36 


I.  SACHREGISTER 


59 


eeoc   o-fAsic  e.  A-fcNOYC  XNep. 

58,  16.  29 

—  Sokrates  katA  to  erNoeTN  58, 

43  ff. 

ee  p«  6t  H  c 

—  nXNTA  reNNAceAi  Vno  thc  e. 
73,31 

—  Entstehung  der  zua  73,  39 
eecnecioc  57,47.  58,8  (So- 

phisten) 
evMoeiAec  9,36  (thc  yyxhc) 

I  A  ^  a  Anh.  1 ;  2,  12 

I  A  1 6  T  H  c  (des  Wahrnehnibaren 

als  wirkender  Ursaclie)  63, 1 1 . 

64,  33.  65,  25 
K  A  e'  A'i-Td  63, 4.  67, 17.  36.  68, 

2.  3  (o'i-AeN   KAe'  aVt6,  Pyr- 

rlioii.) 

KAeHKONTA   4,22  (nPOCHKONTA 

KAI  nPAKTA) 
K  A  eo  A  I  K  COTe  P  0  N  45,4.30 
KAeOPICTIKCOC    61,   12  (o-t-ASN 

K.  AorMATizeiN  Pyrrhon.) 
kak6n  [74,  17.  2i]  (thc  yyxhc 
ka]  toy  cumatoc) 

KATAAHRTIKdc   61,19  (*ANTA- 

cia) 

KATAAHnT6c 

—  *antac(a  61,  36 

—  nXen  65,  31 

KATHrOPIA  68,45    (nANTA  ^ni- 

AexETAI   TAC  eNANTIAC) 
K6PMATA  71,3  (eHPeiUN  MeA^OON 

Emped.) 

KHAe/AONIKH    7,28.    8,6  (oi- 

Ke(cocic) 

k(  N  H  CIC 

—  *opA  KAI  tpTyic  73,  6  fF. 

—  MXencic  KAI  weAETH  73,  47ff. 

—  TO  XrAebN  kata  Te  yyxhn  kai 

KATA   CUMA  74,  11.14 
KO  I  N  6  C   23,  7  (eNNOIAl) 
K  0  A  0  *  (i  N   74,  24.  30 
K  P  IT  H  P  I  0  N  2,  1  3.  22.  24 
  b'TI     NYN     AYtG    *aIn6TAI  61, 

17  if. 

—  nepi  KP.  elNAi  ton  Geaithton 
Fr.  4,  18.  26 

KYB I k6c 

• —  cxhma  42,  3.  44,  24.  33 

Berliner  Klassikertexte ,  Heft  2. 


kybik6c  Xpie«6c  44,23.31 

KYBOC  42,  5.  10.  19.  23.  43.  47. 
44,  2  7 

KurtcpAiA  71,9  (Epicharm) 

a  H  M  M  A   66,  2  7 

A0riCTIK6N 

  THC   YYXHC   9,  34 

—  e'r-<t>YeiAI  TOY  A.  10,  2  5 

A6roc  63,  33    (Gegensatz  zu 

AlCeHTdN) 

Methode  des  Sokrates  44, 

50  ff.  47,  35  ff.  59,  19 
MAie-^eceAi  47,30.  48, 4i.  49, 

11.  17.   54,  1.  4.  9.    55,  15.  39. 

56,  4 

MAieYcic    51,  iff.    (vgl.  niit 
CYrKOMiAH,  s.  audi  recopriKH) 

M  A  I  e  Y  T  I  K  H   52,  32 

M  A I  e  YTi  k6c  47, 32.  48, 26  (Me- 
thode des  Soki'ates) 
MeeoAOC  59, 19  (des  Sokrates) 
«  e  ( 00  c  I  c  69,  48,  vgl.  38 
m6tXahyic  [22,  7] 
MeTexei n 

—  reNoc,  dnicTHMH  18,39.  19, 

15 

—  eTaoc,  reooweTPiA  18,  41.  19, 
1 9 

M^TPON    62,4.    64,17  (nANTUN 

xphmXtun  XHepomoc) 

MHKOC    25,35.    26,48.  33,10. 
40,  4.  40.  41,  46.  42,  51 

—  stereom.  44,  27.  45,  11.  45. 

60 

«nh«onik6n  10,  29  (e-f^VeiA 

TOY    AOnCTIKOY    KATA    TO  KPA- 
TeTn  tun  NOHe^NTUN) 
MOYCIKH    15,12.    17,14.24.  18, 
1  9 

moycik6n  34,40.44  (eeuPHMA) 

N  eo  c  50,4.7  (anti  toy  mh  Te- 
asion) 

n6«oc  62,37  (teclmischer  Aus- 
druck  der  Abderiten) 

oiKeioYceAi  5,18.20.  6,8 

0IK6i(i)CIC    5,  24.  25.    6,  4.  19. 
46.  7,  15.  [20] 

  <I>YCIKH    KAI    AAOrOC   5,  38 


OIKefuCIC  KHA6M0NIKH  7,  26.  8,  4 

  AjpeTIKH   7,  40 

0  N  0  M  A 

—  cHA\eT6N  TiNoc  22,  34 

—  Epikur  iiber  6.  und  b'poc  22, 
40  ff.  23,  3 

oNoc  17,  3  7  (im  Ballspiel,  vgl. 

BACIAe^c) 
6hYTHC    10,2  5    (eY<t>YeiA  TOY  AO- 
nCTIKOY   KATA  TO  PAIAIOJC  NOETn 
KAI  ^NTPdxeiN) 

b  p  0  c 

—  Vrh.  zu  npATMA  20,  2 

—  Vrh.  zu  ONOMA  22,  40  ff. 

—  Vrh.  zu  den  koinaI  eNNoiAi 

23,  1  ff. 

—  Vrh.  zu  den  ei'AH  24,  2 

—  enTAKAiACKAnoYC  34,  4  6 

—  nepi^xeceAi    Yno  bnoc  opoy 
45,9 

o-r-cf  A  68,  8 

  TO  Tl   e«it>AINei   O'rCIAN    68,  10 

—  enicTHMHc  18,21.  46,2  7 

—  nHAo?  22,  19 

—  Vrh.  zu  YAH  2,  45.  5  0 

—  peiH  TAC  OY.  67,  43.  71,  24 

n  X  r  I  0  c  64,  2 

n  A  e  0  c  [64,  14].  65,  28 

—  TA  nXen  kataahhtA  65,  30 
(Kyrenaiker) 

HAPAiceANeceAi  Fr.  1,36 

nAPAKOY€IN  Fr.  1,34 
n  A  P  A  A  A  H  A  6  r  P  A  «  M  0  N      28,  7. 
30,  12.  25.  31,  21.  24 

n  A po  pX  N  Fr.  1,  35 

nepiTT6c  38,7  (Xpiewdc) 
n  H  A  6  c 

—  rfl  ^rpG  *YPAeeTcA  21,  47  ff. 

24,  1 1  ff.' 

—  Def.  von  Aristoteles  bekiimpft 
24,  32.43  ff. 

nAHKTiK6N    3,  10    (Vrh.  zu 

AfceHcic) 
n  A  I  N  e  ( c  43, 22  (mit  Zeichnung) 

nNSYMA   65,   16    (ayt6   i*'  feAY- 

toy) 

noiKIAOC    18,  42.   19,   4.  7.  18 

(elAoc) 
no  I  6  N  68,  14 

—  A^iHcic,    Meioicic    dn'  iaIojc 
noi(2N  69,  49 

7 


I.  SACHREGISTER 


60 


n  0  c  6  N  68,  1 1 
noc6THc  [33,24].  68,49 
n  0  9  c  42,  9  (cTepe6c) 
nPATMA  20,2  (vgl.  opoc) 

nPAKxX  4,20    (nPOChlKONTA  kaI 

np.) 

nPOMH  KH  C 

—  Xpie«6c  26,  28  ff.  32,  33.  33, 
32.  44.  38,  4.  1 1  (iibertragener 
Ausdruck).  3  5.  89,8.8.  19.23. 

49 

- —  xupia  28,  2 

—  CXflWA  39,  1.  48 

—  CTSPSX  42,  40.  45 

npooiMioN  3,  29  (zvveite  Ein- 
leitung  zum  Theatet  cx6a6n 
tSn  Tcun  ctixoon.  0?  Xpxh' 
apX  re  3  haT  *^p£ic  t6n  nepi 

06AITIHTOY  A6rON) 

—  spater  hinzugefiigt  3,  4  5 

—  Lihalt  4,  18 

nPOClHKONTA    4,  19     (np.  KAI 

npAKjX,  A  of  Ctuikoi  kagh- 

KONTA  6nO«AzOYCIN) 

n  p  6  c  T I 

—  Gegensatz  ti  ^ctin  20,  3  4 

—  math.  hasypX  40,  lO 

—  Pyrrhoneer  63,  2.  34 

—  hAnta  68,  7 

—  Beispiele:      werA  —  «ikp6n, 

BAP'f  —  KOY*ON   68,  21 

npdrepoN    18,  30.  35.    20,  42 

(r^Noc) 
npuToc  38,8  (Xpie«6c) 

HYP 

  rSNNATAI     eK    *OPAC    KAI  Tp(- 

Yeojc  72,  42  ff.  73,  1  ff. 

—  AitnaTon  73,  18 

—  H*AicTeioN  73,19 

- —  Vno  TOY  nYp6c  rsNNAceAi  tA 

ONTA   73,  2  7 

—  Entstehuiig  der  zSa  73,  36 

Relativitat  der Walirneh- 
mungen  62,  47  ff. 

—  oTa  «feN    fe'KACTA   ino'i  usw. 

63,  43  ff.  66,  6.  1  5.  1  7.  29.  37 

—  Beispiele:  hneyma,  hyp  64, 
25  ff.  65,  35  ff. 

t>eTN 

—  hAnta  64,  1 


^sTn  tAc  o^ciac  [67,43]  (vgl. 70, 

33.  46) 

I»ht6c  39,  14.  40,39  (hagypA) 
hroYN  64,  26ff.  43ff.  65,  loff. 
4 iff.  (Beispiel  fiir  die  Rela- 
tivitat der  Wahriiehiimiigen) 

cA*6CTePA  44,  5  2    (Ano  tun 

AcA4>ecT^pci)N  eni  tA  c.) 
ceipA  74,  43ff.  (xpych) 

C  K  Y  T  I  K  H 

—  Definition  19,  21.  33.37.  21, 

8.18.41.45.  23,  12.18.20.23 

COOIA 

—  Vrh.  zii  enicTHMH   16,  5  ff. 

16,  1  4.  28.  17,  2.  8.  19 

—  ANATieHciN  eefi  54,  35 
co<t>icTA(  s.  n 

C0<t>ICTIK6c  4,  3 

cnoYA  aToc 

—  TOY  cn.  ecTiN  t6  tnoonai  ton 

All^PACTON   8,  25 

—  61  ^rreiNeTAi  (scil.  enicTHWH) 
KAI  ToTc       cn.  46,  3  0 

CTepe6c  41,17.30.34.  41,  2ff. 

—  noYc  42,  9 

—  npoMHKH  42,  45 

  A-TNAMIC  43,  4 

CYWndPACMA  67,  31 

CYNArurH  Anh.  1;  2,  lo 
CYNeeToc 

—  ^nicTHMH  15,  3.  16.  18  (Meno 
98A).  19,20 

—  Apie«6c  38,  9 

CYCTHMATI  KH  [15,6]  (^niCTHMH) 

c*hn1ckoc  43,  1 4 

cxfiMA  66,  i3ff.  (t6  tpIton) 

ca)<i>pocYNH  Anh.  2,15 

TeKTONIKH    19,  25.40.45.  21, 

18  (Definition) 

TEASIA   9,  41  (Ap6TI^) 
TGTpArOONON      25,    41.    44.  46. 

26,  3.  7.  25.  42.  27,  18.  20. 
31.  36.  43.  28,  4.  19.  23.  38. 
46.  48.  29,  43.  30,  7.  11.  18. 
21.  24.  31,  27.  32,  18.31.  48. 
33,  17.  37.  [47].    34,  4.  8.  35, 

27.  37,34.  40,26.35.40.  41, 
1.  5.  [13].  20.  24.  44,1.45,11. 
13.  49 


T€TpArOONOC 

—  Apie«6c  26,  44.  32,  i4ff.  37, 
37.  38,  3.  11  (iibertragener 
Ausdruck).  28.  34.    89,  7.  13. 

16.  40,  5  0.  42,  3  8 

—  CxRma  38,25.   41,40.  42,36 

T6XNH   46,  28    (Vrh.  zu  eni- 

cthmh) 
TI  20,  32.  67,  38.  68,  9 

  ^M^AINei   O'r'CIAN   68,  10 

TINUN     eCTI     21,  37.      23,  43 

(Gegensatz  zu  t!  sctin) 
T 6 N 0  c  34,  48.  49 
TPAruAiA  71,  11.  41.  46  (lieroi- 

sche  Dichtung,  Homer) 

TPITON    CXHMA   66,  1  3 
T  pTy I C 

  nYP,        *OPAC  KAI  TP.  72,  4  5ff. 

73,3 

  KINHCIC   73,  6.  8 

'r  A  H 

—  Vrh.  zu  oV-ciA  2,43.5  1 

  ^niCTHMHC   46,  33 

—  und  cnepMA  51,5ff. 

—  Parmenides  70,  40 
^nepBisAzeiN  51,  4off.  (zur 

Erklarmig  von  150AB) 
Yn6AH«Yic  15,24  (nerX  Ano- 

Aelieuc  =  ^nicTt^MH  Ai'istot.) 
Vn6«NH«A  s.  n  (Kommentare) 

YndCTAClC 

—  vgl.  iai6thc  63,  2  2 

—  o-rA6N  KAe'  ayto  6X61  thn  v. 
68,  4 

YCT6P0N  18,29.  20,40.  21,9 
(6Ta0c) 

♦  a  N  T  A  C  i  a 

—  AAHeHC  61,  18.  32  ff. 

—  nieANH  61,  19.  32  ff. 

  KATAAHnTIKH   61,  19.  32  ff. 

—  nAcAc  6Tnai  omoiac  61,  38 

—  Vrh.  zu  AiceHCic  66,  8 
<t>^p6ceAi  70,  33.  46  (nANTA, 

vgl.  ^eTN) 

♦  lAANepuniA  6,20   (Vrh.  zu 

0IK6la)Clc) 

♦  iA6Aoroc  [51,10.  67,32] 

♦  lAOCOtlA  5,  10 

♦  lAOTiMiA  45,37  (bei  Platon) 


II.  NAMENREGISTER 


61 


*  0  P  A 

—  nvp,  eK  *.   KAi  TPirecoc  72, 

4  5  ff.  73,  3 
  KINHCIC   73,  5.  7 

*  Y  C  I  K  0  1   S.  n 

* Y  c I k6c 

  OIKeitOCIC  *.  KAI   AAoroc  5,  38 


*ycik6c    eNNoiAi  46,  43.  47, 

44 

XAPAKTHP   4,  15 
X  CO  p(o  N 

—  math.  [26,3  4].  30,2  5 

  nPOMHKH    28,  3 


YeYAOAOIlA   58,  28.35 

y69aoc  59,  3.  10.  i2ff.  (Zu- 
lassigkeit ,  vgl.  Politeia) 

(i  A  !  N  6  I  N    47,  1  0 


n.  NAMENREGISTER. 


Ai'tnaTon  78,18  (nYp) 

K  A  A  H  M  6  I  A 

—  01  ei^A.  betr.  aikaiocynh  6,  30 

—  betr.  A"f3EHCic  70,  14 

  MIAN   OYCAN  ''A.   55,  3 

A  K  A  A  HM  aYk6c  54,  40.  45  (Pla- 
toii) 

"'Apictot^ahc 

—  liber  dnicTHWH  15,  23 

—  fiber  Definition  24,  saff. 
"■ApicTuN   6   X?oc  11,33  (zi- 

tiert) 

"A  pre  M  I  c  49,  5  (aaoxoc) 
'AxiAAS-rc  20,  17  (Beispiel  der 
Definition) 

^GMneAOKAHC 

—  Fr.  81  CAneN  sn  iyaoi  yaup 
24,  30 

• —  <t>^peceAi  nANTA  70,  32 

—  AnoppoA)  70,  48 

—  Fr.  101  K6PMATA  eHPeiuN  «e- 
AeuN  71,  3 

£ n  I  Ko  YP  e  I  0  I  6,  33.  30.  43  (be- 

treffeiid  aikaiocynh) 
£nlKOYPoc  22,  39  (Vrh.  von 

ONOMA  niid  b'poc) 
^£n(xAPMOc 

—  Vertreter  d.  Koin6die71,  lo 

—  Beziehung  zu  den  Pythag. 
71,  12  IT. 

—  Fr.  170  (nepi  toy  A-rioMeNOY) 
71,  26 ff. 

^£p!j)tikA8,24  (Phaidros,  Syin- 
posion) 

E'tkaeIahc  3,46.50  (MerAP. 
aYpecic) 

Z  H  N  0)  N  (Stoiker)  [15,  26  ?J 


''HpAKAeiTOC  63,  2  6  ff.  ? 

—  *ep6ceAi  nANTA  70,  31 
''Hit'AicTeioc  73,19   (tSn  Ae- 

roweNuN  H*AiCTe(a)N  scil.  uv- 
p£n) 

6  e  A  r  H  c  [58,  6] 

06a(thtoc  2,4.  3,34.42.  4, 

31.  48.    8,  28.     9,  13.     10,  11. 

12,  24.  29.  13,  20.  21,  25.  2,5, 

43.  26,9.  32,1.  37,27.  47,1. 
1 1.  [is].  57,  1 1.  59, 50.  60, 
28.  [37].  61,  1.  62,  1 1 
GsaIthtoc  (Titel  des  Dialogs) 
2,  36.  Fr.  4,  19 

—  zweite  Vorrede    3,  2  9.  45. 
4,18  (vgl.  npooiMioN) 

9e6Aa)Poc   2,1.    3,41.  5,5. 

9,6.  10,4.  12,28.  13,19.  14, 
4.  43.46.  25,  31.  40.  27,  17. 
28,  19.    34,  1.  36.    60,  [30].  42 

Ko  mm  en  tare  des  Verfassers 
[Fr.  4,11] 

—  zum  Timaios  35,  12 

—  zum  Phaidon  48,  10 

—  zum  Syinposion  70,  1 2 
KoAo*a)Nioi  [74,  3'8] 

KyPHNa'i'kOI  65,  2  9  (nAGH  KATA- 

AHnrX  usw.) 
K  YP  H  N  aTo  I  5,  1  5 

K  Y  P  H  N  H    5,  4.   8,  2.  1  3 

M  6  r  A  p  I  K  H  aYp  e  c  I  c  4,  1  (V'cTe- 

PON    dreNETO  C0*ICTIKa)TdPA) 

MdNojN  (Dialog  Platens) 

—  84:  28,  43  ff. 

—  87B:  56,  27  fi. 

—  98A:  15,  20 


^'0  M  H  p  0  c  (Vertreter  der  Tra- 
godie)  71,  11.  4  0.  72, 1.  74,2  9 

TT  A  N  I  d)  N  I  0  N    [74,  3  6] 
TlAPMeNIAHC 

—  (abweichende  Meinung  nepi 
TOY^^peceAi  rAnta)  70,  29.  36 

—  Fr.  8,  38:  70,  4i 

TTepi  XAHeeiAC  (Protagoras) 

2,  7.  60,  34 
TTepi  YYXHc  (Phaidon)  48,  lu 
TT  H  A  e  Y  c  20,  1 8  ff.  (in  eineni  De- 

finitionsbeispiel) 
n  A  A  TUN  7, 16.  [25].  45, 3  9. 66, 3  6 

—  als  Akad.  54,  41.  55,  7.  9 

—  fiber  AYHHCic  70,  10 
TTaatunikoi  2,  11 

—  iibcr  den  Gegeiistand  des 
Theatet  Fr.  4,  1 7 

rToAiTeiA  des  Platon 

—  VI  486  A  (frei  zitiert) :  13,8 

—  m389B:  59,9 
TTpdAiKoc  57,  44.  58, 7 
TTpuTAropAC  [1,  1.2.  11.19]. 

2,  3.  0.  61, 50.  62,  10.  67,  19. 
Fr.  1,  39 

—  iiber  Relativitiit  der  Wahr- 
nehnnnigen  63,  43.  65,  2.  40. 
66,  28.  47 

—  ♦^peceAi  hAnta  70,  30 
TTpo)TAr6peioc  [60,2  2] 
TTYeAr6pAc70, 8  (iiber ayihcic) 
rTYeArdpeioi    71,13  (Bezie- 
hung zu  Epicharm) 

rTYPPWN6IOC.  t6  TTYPPUNeiON 
61,  11  (b'TI  OYA^N  KAeOPICTIKUC 
Xn   TIC  AOrWATIZOl) 

TTYPPUNeioi   63,  3    (np6c  ti, 

OYA^N    KA9"'  AYt6) 


62 


III.   LEMMATA  IM  THEATETKOMMENTAR 


Co*lCTAI   [1,14].  7,25.  54,3  8 

—  Vrh.  zu  Sokrates  58,  8 
Co*icTHC  des  Platon  2,3  8 
CtuVkoi  [4,  2i] 

  fiber  AIKAIOCYNH   6,  35.  4  1 

—  fiber  e'»'*Y6iA  11,23 

—  fiber  AYiHcic  70,  is 
CvMnocioN 

—  206C:  57,  is 


CvMnicioN  Kommentar  70, 1 1 . 
[74,  7] 

CuKpXthC  3,40.49.  7,  23.  9, 
15.  19.  20.  12,  25.  37.  13,  21. 
14,  36.  15,  43.  18,  12.  21,  1. 
4.  22,  4  5.  45,  41.  [47,  7]. 
54,6.    56,44.    60,33.  61,5. 

[67,  3].  Anh.  1 ;  2,  9 

CuKPATIKOI  3,51.  4,2  5 


TePYlUN  3,  36.  47 

TiMAioc  des  Platon  (Komm.) 
35,  12 

<t>  A  T  A  p  0  c  (Dialog  Platens) 
Anh.  1 ;  2,  7 

<t>  Y  C  I  KO  i  70,  45 


III.  LEMMATA  IM  THEATETKOMMENTAR. 


142A: 

3,  36 

147  C: 

23,  44.  24,  10 

150  D: 

55,  45.  56,  11.  32 

142  D: 

4,  2  7 

147  D: 

25,30.    34,9.  35,18. 

151A: 

56,  48 

143  C: 

4,9 

36,  36 

151B: 

57,  1 1.  43 

143D: 

5,  3.  8,  2.  7.  17.  37 

147  E 

37,  30.  38,  37 

151 C: 

58,12 

143  E: 

8,  45 

148A. 

38,  37.  40,  1.  42 

151D: 

58,  12 

144A: 

9,  25.  10,  13 

148  B: 

40,42.41,17.44,41.45,40 

151E: 

59,  34.    60,  45.  61,  3.  46 

144B: 

11,  3.  40.  12,  13.  21 

148  C: 

46,  4 

152A: 

61,  46.  63,  40 

144D: 

12,  24.  31 

148D: 

46,  34 

152B: 

64,  21.   65,  14.  39.  66,  4 

145A: 

13,  13 

USE 

47,  7 

152  C: 

66,  4.  43.  67,  12 

145B: 

13,  36.   14,  34 

149  A 

47,  24.  48,  12.  20 

152  D: 

67,  34.  68,  15.  37 

145  C: 

14,  1  8.  42 

149  B: 

48,  35.  45.  49,  10 

152E: 

70,  27.  71,  7 

145D: 

15,  33.   16,  1.   17,  29 

149  C: 

49,  10.  2  6.  40 

153A: 

71,  47.  72,  4  1.  73,  2 

145E: 

16,  1.  3  1 

149  D: 

49,  40.  50,  4.  12 

153  B: 

73,  32.  4  4 

146  A: 

17,  32.  18,  1 

149E: 

50,  3  4 

153C: 

74,  10.  24 

146D: 

18,  7.   19,  1.  20 

150A 

51,  1  7.  42 

153D: 

74,  46.  75,  41 

146  E: 

21,  13.  24 

1.50B: 

51,  17.  42.   52,  13 

153E: 

75,  41 

147A: 

21,  46 

150  C: 

52,  13.  53,  37.  54,  14. 

157E: 

Fr.  1,  28.  2,  7 

147  B: 

22,  2  4.  23,  12.  2  6 

55,  14.  34 

158A: 

Fr.  2,  7 

Der  Text  des  Theatetpapyrus  wie  der  Fragmente  ist  von  den  HH.  Diels  und 
Schubart  zunachst  unabhangig  von  einander  abgeschrieben  und  erganzt  worden;  fiir 
den  niatheinatische  Gegenstande  behandelnden  Teil,  Kol.  25  —  46,  hat  Hr.  Heiberg  eine 
dritte  selbstandige  Abschrift  hergestellt.  Durch  Vergleich  der  Abscliriften  unter  sich 
und  mehrfache  Nachpriifiing  des  Originals  ist  der  jetzige  Text  gewonnen  worden.  Die 
Annierkungen  iin  mathematischen  Abschnitte  sind  das  Werk  des  Hrn.  Heiberg,  wah- 
rend  sie  im  iibrigen  Texte  von  Hrn.  Diels  stainmen,  der  audi  die  Einleitung  verfaCt 
hat  niit  Ausnahme  des  Anfangs  (S.  v — viii  5),  der  Hrn.  Schubart  verdankt  wird ;  der- 
selbe  hat  auch  das  Register  hergestellt. 


Berlin,  gedruekt  in  der  Reichsdruckerei. 


Berliner  Klassikertexte.    Heft  II. 


Tafel  I. 


j-j  xr-L     ~  O  •.  J  •  -        !  ore i  w  e- 


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7  7  c-QJ^VK 


B^i-Hx  e^JjiA^v  d-i^^^  . 


•  "  COCA  oCe^i  vr  oTrfccrer- 
-  ^  Iritis' €ri-yy4'^^  iK^if^  ' 


Kol.  43. 


Kol.  44. 


Kommentar  zu  Platons  Theaetet. 


1 


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3 


BERLINER  KLASSIKERTEXTE 

HERAUSGEGEBEN  VON  DER 

GENERALVERWALTUNG  DER  KGL.  MUSEEN 

ZU  BERLIN 


HEFT  m 

GRIECHISCHE  PAPYRI 

MEDIZINISCHEN  UND  NATURWISSENSCHAFTLICHEN 

INHALTS 


BERLIN 
WEIDMANNSCHE  BUCHHANDLUNG 
1905 


GRIECHISCHE  PAPYRI 

MEDIZINISCHEN  UND  NATURWISSEN- 
SCHAFTLICHEN  INHALTS 

BEARBEITET 
VON 

K.  KALBFLEISCH  und  H.  SCHONE 


MIT  9  LICHTDRUCKTAFELN 


BERLIN 
WEIDMANNSCHE  BUCHHANDLUNG 
1905 


INHALT 

(Pap.  med.  Berol.) 


Seite 

Pap.  6934.  )  Aus  den  pseudohippokratischen  Briefen,  bearbeitet  von  K.  K alb- 
Pap.  7094.  j         fleisch   5 

Pap.  9770  A  und  B.    Aus  einer  anatoinisch- physiologischen  Schrift,  bearbeitet 

von  K.  Kalbfleisch   10 

Pap.  9095.    Behandlung  einer  Verstopfung,  bearbeitet  von  K.  Kalbfleisch     .  19 

Pap.  9764.    Medizinischer  Unterriclit ,  bearbeitet  von  H.  Schone   22 

Pap.  8439.    Graminatischer  oder  naturwisseuschaftlicher  Traktat,  bearbeitet  von 

H.  Schone   27 

Pap.  9015.    Lehre  der  einpirischen  Ar/.te,  bearbeitet  von  H.  Schone  .    .    .    .  29 

Pap.  9765.    Gewinnung  und  Reinigung  von  Rindstalg,  bearbeitet  von  H.  Schone  30 

Pa^'  9776  I  ^^'^^^'"''^'^^^  Rezepte,  bearbeitet  von  H.  Schone   32 


ZEICHEN  DER  AUSGABE 

<(  y  Auslassungen  des  Schreibers. 

I  J  irrige  Zusatze  des  Schreibers. 

AAA  vom  Schreiber  getilgte  Buchstaben. 

AAA  unsichere  oder  verstiimmelte  Buchstaben. 

|.  .  .1  verlorene  oder  unerkennbare  Buchstaben. 


MEDIZINISCHE  TEXTE 


BEARBEITET 
VON 

K.  KALBFLEISCH. 


PAP.  6934  und  7094  (Tafel  1  und  2). 
Aus  den  pseudohippokratischen  Briefen. 

Pap.  6934,  hoch  17  cm,  hreit  13  cm,  der  obere  und  der  untere 
Rand  sind  sichtbar.  Das  Format  und  die  Tatsache,  dafi  der  Text  auf 
Verso  steht,  lassen  eine  Privatabschrift  vermuten.  Die  kursiven  Spu- 
ren  auf  Rekto  gehoren  nach  Schubart  ins  2.  Jahrhundert  n.  dir.,  der 
literarisclie  Text  vielleicht  sogar  ins  3. 

Pap.  7094 V,  hoch  23  cm,  breit  12,5  cm,  ist  ohne  Zweifel  eine 
Privatabschrift;  schon  die  Art,  wie  die  Schriftkolumne  auf  den  Raum 
verteilt  ist,  zeigt  das  deutlich.  Auf  der  Vorderseite  steht  das  im 
Rostocker  Programm  zum  Sommersemester  1902  S.  10  abgebildete  me- 
trologische  Fragment,  dessen  halbkursive  Schrift  ich  ins  2.  Jahrhun- 
dert n.  Chr.  setzen  zu  konnen  glaubte.  Die  Schrift  der  Riickseite,  die 
der  Buchschrift  naher  steht,  mag  ebenfalls  noch  ins  2.,  vielleicht  schon 
ins  3.  Jahrhundert  n.  Chr.  fallen. 

Beachtensvi^ert  ist,  dafi  Pap.  7094  die  beiden  bereits  aus  den 
mittelalterlichen  Handschriften   bekannten  Fassungen  des  o.  Briefes 


6 


PAP.  6934  UND  7094 


nebeneinanderstellt,  welche  zwei  verschiedenen  Fassungen  des  4.  zu 
entsprechen  scheinen,  von  denen  hier  nur  die  kiirzere,  bei  Littre  durch 
die  Handschriften  o  c  t  y  <t>  y  vertretene  wiedergegeben  ist. 

Sehr  merkwiirdig  ist  ferner,  dai3  beide  Fragmente  vom  5.  Brief 
sofort  zuin  11.  iibergehen.  Haben  wir  hier  einen  Auszug  aus  einer 
voUstandigeren  Sammlung  vor  uns  oder  etwa  den  urspriinglichen  Be- 
stand,  der  erst  spater  erweitert  worden  ist?  Man  wird  sich  erinnern, 
dai3  einst  K.  E.  Chr.  Schneider  (im  Janus  I  1846  S.  109)  die  Briefe  3 
und  5  als  die  von  Plutarch,  Soran  und  Galen  allein  sicher  bezeugten 
herausgehoben  und  daC  Usener  auf  einen  Mangel  an  Ubereinstimmung 
zwischen  Brief  11  und  10  aufmerksam  gemacht  hat  (bei  Marcks,  Sym- 
hola  critica  ad  epistolographos  Graecos,  Bonnae  1883  S.  32).  Ich  glaube, 
es  laBt  sich  trotzdem  zeigen,  da6  wir  einen  Auszug  aus  einer  bereits 
vollstandiger  vorliegenden  Reihe  von  Briefen  vor  uns  haben,  was  auch 
die  Meinung  von  Diels  zu  sein  scheint  (Fragmente  der  Vorsokratiker 


Die  kurze  Stelle  des  5.  Briefes,  die  in  beiden  Papyri  iiberliefert 
ist,  zeigt  schon  ein  ahnliches  Schwanken  der  tTberlieferung  wie  in 
den  Handschriften  des  14,  bis  16.  Jahrhunderts.  Lehrreich  ist  auch, 
dafi  Pap.  7094  drei  Eigenttimlichkeiten  (Auslassung  von  6  Z.  17,  tayta 
Z.  19  und  die  Stellung  von  Yna  Z.  20)  mit  einer  unserer  jiingsten  Hand- 
schriften (*,  Parisinus  3052  saec.  XVI)  gemein  hat. 


S.  468  f.). 


PAP.  7094v. 


1, 1 


[BACIAeYC    BACIAe](i)N  MerAC 


3.  Brief 


5 


1,  2  YCTANH  oder  YCTANei  codd. 


4  An'  Pap.,  Ano  codd. 


PAP.  7094  V  7 


1  6 

[XPYCON    6k6cON    an    BoJfAHTAI  KAl 

ItA     AAAA     yYAMNI     (TlNl     CTJ  J^><i'\7P\ 

[kai  newne  ec  HweAc]  gctai  tap 

10 

[tcoTiMOc  TTepcecoN]  toTc  ap[i-] 

[cTOIC.     KaI    et  TIC   £CTIn]    aaaoc  anhp 

IkAt'   G'Y'PtbnHN    AfAleOC  *iAON 

[oTkJo)  [bacia^uc  Tieejco  mh  *ei- 

AOMeNfoc  OABOY.  eplpucco. 

L  J 

1  5 

'"YctAnhc   ['"InnOKPATlei   ihtpu            4.  Brief,  kurzere  Fassuno; 

''AcKAHn[iA]A[uN  6]nti  Arior[6Nj(i) 

xAipeiN.    h[n  enjewre  BACjAeYc 

[e]nicTOA[HN]  c[eo-  x]phz(jon,  e[rTe]M- 

[yIa  cor  rpUYolN  ToIyn  npoc  tayta, 

LJ.                   -LJLJ.  ' 

2  0 

YnA    KAtIa    TaIxIo  f    TTPOC  BArilAPIA 

newYO).  eppucco. 

''InnoKPATHC  ""YcTANei  ''Gaahc-           5.  Brief,  langere  Fassung 

n6NT0Y  •Y-nfAlpxa)  xaipgin. 

TTPOC   THN    emCTOAHN,    h<^n)>  eneMYAC 

25 

<1>AM£N0C    TTAPA    BACIAGUC  A<t>eT- 

xe[A]i,  neMne  BACiAeT  -[  AcrtoN 

rp[A]<t>a)  bT[i]  KAI  npoc<t>OPH  kai 

eCeHTI    KAI    OIKHCei    KAI  nAcH 

1,  6  KAeoc  AtteiKTAi  (vgl.  Z.  25)]  fiir  KAeoc  rexNHC  a^Tktai  oder  kasoc  A'Siktai  (thc) 
TexNHC  (so  die  codd.)  geniigt  der  Raum  nicht.  8  gegen  Sn  an]  (so  cod.  <t>)  spricht 
der  Indikativ.         9  ec,  eic,  nPoc  codd.  10  omotimoc  cod.  *.    TTepcecoN  ^c6Tl^^oc 

C  D  II IJ  K  b.  11  ecTiN  fehlt  in  den  codd.  o  c  t  0  y.  14  nach  oaboy  war 

wohl  wie  Z.  21  ein  kleiner  Zwischeiiraum;  jedenfalls  fehlte  anapac  tap  evpeiN  ayna- 
MeNOYC  Ti  KATA  cymboyaIhn  oy  phTaion  (so  die  codd.  init  geringen  Abvveicliungen).  15  ih- 
TPco  fehlt  in  der  kiirzeren  Fassung  der  codd.,  niir  *  hat  ihtpiS  kuco.  17  vor  ba- 

ciAeS'c  fehlt  6  auch  in  cod.*.  19  tayta  auch  cod.  *,  ta't'thn  codd.  0  c  t  y,  aythn 

cod.  Y.  20  Yna  KATA  TAXOc  auch  cod.  <t>,  KATA  TAXoc  Yna  codd.  0  C  T  y  Y.  nPOC 

BACIAEA  fehlt  in  den  codd.  0  c  t  y  y,  cod.  *  hat  dafiir  thn  chn  An6*ACiN.  22  nach 

'InnoKPATHC  fehlt  ihtp6c  auch  in  C.  yctanh  einige  codd.  26.  27  AercoN  rPAO>a)] 
A  Aerco  rPAOcoN  cod.  0,  uc  oti  eru  rPA<i>co  codd.  0  y  y,  a  Aerco  tpaooon  oti  taxoc  die 
ineisten  anderen  codd.  27  ai6ti  ein  Teil  der  codd,  28  nAcH  th  codd.. 

vgl.  Kol.  2,  5. 


8 


PAP.  7094  V 


1,  29  eC    BION    APKeO^CH  CYNOYCIH 

30         x[p]^OMAI,   KAl   OABOY  TTepcecoN 


2:  Verlnren  etwa  80  Buchstahen ,  also  3  oder  4  Zeilen  (Schluj3  der  Idngeren  Fassung  des 
5.  Briefes);  unter  der  vorletzten   der  verlorenen  Zeilen  wird  ein  Rest  einer  Paragraphos 
sichtbar,  wahrend  die  letzte  eingeruckt  gewesen  zu  sein  scheint 

2,1    '"lnnoi<p[ATHC  '"Yctangi  ""GAAHcndNTOv]       5.  Brief,  kiirzere  Fassung 
-Y'nAPx[a)  XAipeiN.     newne  eic  ba-] 
ciA^uc  [.  .  .  npoc-] 
*0PH  k[ai  ecefiTi  kai  oiKi^cei  kai  nAcH] 
5       TH  eic  [bIon  ...  ] 
ecGAi  [.  .  .  o'i'  MOi  ed-] 

MIC  eri[AYPeceAi  O'r'A^  bapbapoyc] 

ANAPAC   [nOYCWN   HAYeiN  exepoYc] 

•y-riAPxofNTAC  ""Gaai^nun.  eppwcco.j 
10    '■|nnoi<pA[THC  'ABAHPeiToiN  boyah]  11.  Brief 

KAI    [a]h[mO)    XAlPeiN.     6  nOAITHc] 

Y/AWN  ■A[MeAHCAr6PHc  HKeN  eic  KQ,] 
KAI  [eTYxe  tot'  eo?CA  thc  pAbaoy] 
H  anAa[hyic  eN  eKeiNH  th  hm^-] 

15  PA    kai    [eTIHCIOC,    (ic  tCT6,  nANAfYPIc] 

HMeTN  k[ai  noMni^  noAYTeAHc] 
ec  KYnA[piccoN,  hn  eeoc  ANArem] 
ToTc  [tJu  [eeu  npocHKOYCiN.    enei  Ae  cnoYAAzem] 
euKG!  [kai  eK  tun  aotcon  kai  ek  thc  npoc-] 
20        OYeuc  [6  "AweAHCAroPHc,  neiceeic,  bnep  hn,] 

1,  29  OYCiH  oder  nePioYciH  codd.  30  xp^omai  auch  codd.  t  y  *  (vgl.  Pap.  6934), 
xpeioMAi  codd.  o  c  y,  xpe6MeeA  oder  xpecoMeeA  die  iil)rigen  codd.  kai  oaboy  rTePc^coN] 
OABOY  AS  nepcuN  cod.  *,  nepcecoN  (-cun)  Ae  oaboy  die  iibrigen  codd.  uiid  Pap.  6934. 

2,2.  3  eic  BACIACA  codd.  o  c  t  y  y,  aber  es  folgt  uc  oti  in  oyy;  BACiAeT  die  iibri- 
gen. Im  folgenden  ist  die  Erganzung  uiisiclier,  zunienl  ecGAi  Z.  6  aiif  eine  von  alien 
codd.  abweichende  Fassung  hinweist  (etwa  rPA*a)N  oti  Aerco  .  .  .  xpeeceAi).  6  vgl. 
Anm.  zu  Kol.  1  Z.  29  und  Pap.  6934  Z.  1.  9  eppwcco  vgl.  Kol.  1  Z.  14  und  21.  10  — 
17  vgl.  Pap.  6934  Z.  7 — 17.  14.  15  HwePH  codd.         16  e  iiber  der  Zeile  von 

erster  Hand.  Die  Buchstabenzahl  spricht  fiir  eine  langere  Erganzung,  vgl.  Pap.  6934 
Z.  14  f.  18  —  20  die  ungewohnlich  hohe  Buchstabenzahl  der  der  Vulgata  entnom- 

menen  Erganzungen  laBt  es  fraglich  erscheinen,  ob  der  Text  mit  dem  unsrigen  iiber- 
einstimmte. 


PAP.  6934 


9 


3,2  1    eneIre[iN  to  npfirwA,  ANerNCON  re] 

YMeOJN    [tHN    eniCTOAHN    KAI  eeAY-] 

mac[a  oti  nepi  gnoc  ANepunoY] 
(i)c  [etc  ANepwnoc  h  noAic  eoPY-] 
25    BeTcee[.    makApioi  re  ahmoi  okocoi] 
tc[A]ci  t[oyc  atagoyc  anapac] 

ep[Y]MA[TA    eUYTUN    KAI    OSr-  TOYc] 

PAP.  6934. 

[  joYCiHi  [APKeJo[Y-]  5.  Brief 

[cHi  xpeoMA]i,  TTepcecoN  A[e] 
6a[boy  0^  Moi]  eewic  enA[Y-] 
p^ce[Ai  o-Y-jAe  bapbapoy[c]  an- 
5       APAC  n[oy]coon  haygin  ex[ep]oYc 
■Y'nAPx[o]NTAC  ""Gaahncon.  [^ppjcoco. 

'■|nnOKPA[TH]c  "'ABAHPeiTa)[N    BOYAHl]  11.  Brief 

KAI    At^MCOi  XA[lPe]lN. 
6    nOAITHC    Vmun  AMeA[H]cAr[6p]HC 

10        HKGN  etc  KO,  KAI  GTYxeN  t[6t]''  e- 

0?CA    THC    PABAOY    H  ANAAHy[|c] 

eN  eKeiNHi  thi  HMePHi  k[ai] 
eTHCioc,  uc  TcTe,  n[A]NHrYp[ic] 

H[M]eTN    KAI    nOMnH    HN  [nOAY-] 

15  T[e]A6A  etc  KYnAPicco[N]  h[n] 
eeoc  ANAreiN  toTc  twi  eecp[i] 
npocHKOYCi"  enei  Ae  ct70y[aA-] 


1  von  AP  Spuren.  nAcH  th  ec  bion  oycih  ^nepioYCiH  <p)  ApKeoYCH  codd.  o  t  y  y  *, 
nAcH  TH  ec  bion  apkeoych  oycih  die  meisten  anderen  codd.  2  xpeoMAi]  vgl.  Pap.  7094 
Z.  30  Anm.  5  am  Rande   rechts  i  r  und   einige  Spuren ,   mir  unverstandlich 

(Zahl?).  6  (oco  kursiv,  vielleicht  von  zweiter  Hand.  7  th  (vor  boyah)  und 

T(S  (vor  AHMcp)  fehlen  auch  in  C,  der  auch  kaI  auslalSt;  vgl.  Pap.  7094.  9  ymgcon 
codd.         10  HKCN  auch  die  codd.  ctyco,  die  anderen  HAeeN.  13  eTHCioc  oline 

eoPTiH  auch  die  codd.  c  t  y  y  co.  14  no^nH  hn  noAYTGAeA]  no/AnH  noAYTeAfic  codd., 

nur  b  hat  noMnniN  noAYTCAeA;  der  Akkusativ  entstand  vielleicht  dadurch,  daB  man 
HN  noAYTGAeA  .  .  HN  vcrstaud.  15  eic  auch  die  codd.  c  t,  die  anderen  ec.  17  die 
Interpunktion  im  Pap. 


10 


PAP.  9770  A  UND  B 


PAP.  9770 A  und  B  (Tafel  3  iind  4). 
Aus  einer  anatomisch-physiologischen  Schrift. 

Die  MaBe  sind:  das  groBte  Stuck  von  A:  32,5x9  cm,  die  klei- 
neren  7,5  X  8  cm  ^ —  13x7  cm  —  11x8  cm;  das  groCe  Stiick  von  B: 
33,5  X  12  cm,  das  kleine  14,5  X  5  cm. 

Erhalten  sind  Reste  von  20  Kolumnen,  von  denen  jedoch  drei 
(namlich  die  vor  A  VI,  vor  A  VII  und  vor  B  VI)  nur  durch  einige 
wenige  Buchstaben  vertreten  sind.  Auf  der  Riickseite  sehr  zerstorte 
Reste  von  Rezepten,  deren  Schrift  der  der  Vorderseite  sehr  ahn- 
lich  ist. 

A  I — V  hangen  zusammen,  ferner  B  I — V,  aufierdem  A  VII  und 
VIII,  A  IX  und  X,  B  VI  und  VII;  im  iibrigen  laCt  sich  fiber  die  An- 
ordnung  der  Stiicke  nichts  ermitteln.  Auf  B  II  sind  25  Zeilen,  zum 
Teil  nur  in  ganz  geringen  Spuren,  erkennbar;  es  miissen  demnach  alle 
vollstandig  beschriebenen  Kolumnen  dieses  Papyrus  in  der  Regel  min- 
destens  25  Zeilen  enthalten  haben.   Die  Zerstorung  ist  also  sehr  gro6. 

Unter  diesen  Umstanden  war  es  mir  nur  an  sehr  wenigen  Stellen 
moglich,  den  Zusammenhang  zu  erfassen.  Aber  soviel  laCt  sich  doch 
wohl  erkennen,  dafi  in  den  hier  vorliegenden  anatomischen  und  phy- 
siologischen  Erorterungen  die  Nerven  eine  groBe  Rolle  spielen.  Es 
ist  besonders  von  den  Nerven  die  Rede,  die  vom  Riiekenmark  und 
seinen  Hauten  ausgehen  (AVI  10.  VII  5.  X  7.  B  II  12  ff.),  aber  der 
Verfasser  kennt  auch  noch  andere  (B  II  12),  also  doch  wohl  die  Hirn- 
nerven,  obwohl  nicht  vergessen  werden  darf,  dafi  NevpoN  auch  noch 
im  weiteren  Sinne  gebraucht  sein  kann.  Jedenfalls  scheint  dem  Ver- 
fasser klar  zu  sein,  dafi  Nerven  die  Trager  der  willkiirlichen  Bewe- 
gungen  und  der  sinnlichen  Wahrnehmungen  sind,  die  je  nach  dem 
verschiedenen  Bau  der  Organe  sehr  verschieden  sein  konnen  (A  II  3 
AiceANeTA[i  KAi  KATA  npo]A!peciN  KiNeTjAi.  B  III  6  ff.  15  ff.  IV  4  ff.).  VS^ie 
es  scheint,  werden  auch  die  das  Nervensystem  ernahrenden  Blut- 
gefafie  (A  VI  7  ff.  VII  2  ff.)  besprochen.  Es  wird  auch  auf  die  Verhalt- 
nisse  des  Embryons  Riicksicht  genommen  (B  II  4  ff.).  TJberhaupt  ge- 
winnen  wir  den  Eindruck  einer  sehr  eingehenden  Behandlung  des 
Nervensy stems.   Daraus  wird  man  wenigstens  soviel  schliefien  konnen. 


PAP.  9770  A  I 


11 


dafi  der  Verfasser  nicht  vor  Herophilos  geschrieben  haben  Icann 
(Gal.  VIII  212,  14  K.  '"Hpo*iaoy  xe  kai  G'y'ahmoy  tun  npuTtoN  wee'  '"Inno- 


MeN  OYN  TON  ""6  PACICTP  ATOM  KAI  ""HPO^IAON  AICBHTIKA  NGYPA  eCTIN  .  .  .  KATA 
AG    TON  '"HpO'tlAON    A  MGN    eCTI    nPOAIPETIKA  ,    A    KAI    6X61    THN    eK<t>YCIN    AHO  TOY 

erKe<<>AAOY  kai  ncotiaioy  mygaoy,  kai  a  men  Xno  6cto9  eic  octoyn  eM<t>YeTAi, 
A  Ae  Xno  MYOc  eic  myn,  a  kai  cynagT  ta  ApepA).  Eine  Grenze  nach  unten 
bildet  die  Zeit  der  Schrift,  die  ich  in  das  erste  vorchristliche  Jahr- 
hundert  setzen  mochte.  Naheres  vermag  ich  bei  dem  triimraerhaften 
Zustand  des  Ganzen  nicht  zu  sagen. 

AuBer  der  ofter  angewandten  nAPArpA0oc  und  einigen  Akzenten 
(A  VII  6.  B  II  6.  Ill  15.  V  13)  sind  bemerkenswert  ein  Asteriskos  auf 
B  VI  vor  Z.  2,  ebenda  ein  senkrechter  Strich  vor  Z.  5  —  8,  ein  schrag 
aufsteigender  Strich  auf  A  V  vor  Z.  5,  sowie  die  zwischen  Striche  ge- 
setzten  Buchstaben  (Stichenzahlen?)  auf  AVI  vor  Z.  3  und  auf  B  IV 
vor  Z.  15,  Der  sformige  Strich  nach  mhnit  A  III  1  ist  wohl  als  Ab- 
kiirzungsstrich  zu  betrachten. 


kpathn  Ne^pUN  anatomhn  eniMGAuc  rPAYANTUN.    Rufus  p.  184,  15  D.-R.  kata 


A  I  1 


5 


.  e]Kne<t>YK0TA[.  .  . 


.  .]  .  eMne<DYKo[.  .  . 


]  .  AieB[.  .  . 


A  I,  2  Y  iiber  der  Zeile  von  erster  Hand.  8  iiber  hn  Spuren  einer  Kor- 

rektur.  7  (oc  oder  ec.  8  <t>]ANePA?  9  eJppcoMGNOY i'  ecKijppcoMeNOY?  11  k 
oder  n. 


12 


PAP.  9770  A  II— IV 


A  11    1     AiAne*[Y]KeN   eic  aiao![on  mh]tpan 

KYCTjN   AIAYMOYC    Oc[xeo]N  k[aYAo]n 

.  .   .]  .  A     TOYfrJcpN  AICeANeTA[l] 
.  .  .jAIPeCIN      KINeiTAl     .  [.  .] 
5  .  .  .]  .  Al     KmejTAI    eKACTA  .  [.  .J 

.  .  .]tAI  HTOI  AnO  TINOC  rT[.  .] 
.  .   .]  .  OICTOY     THN     APXHn[.  .  .] 

.  .  .]toc  h  kai  toc[.  .  . 
.  .  .]t(on    eic  AenTA[.  .  . 
10  .  .  .]o[.]ne<t>YKOT[.  .  . 

.  .  .]no  NeYPa)[.  .  . 
.  .  .]thi    PAxei[.  .  . 

.  .  .]CIN     KATa[.    .  . 

.  .  .]eTA  NeYP(i)[.  .  . 

16  .    .    .]|<a[.    .  . 


A  III     1     AYTA     AnO    THC     AAPTHC  MHNjrS 

[t]h[c]  AenTHc  thc  to[.  .  .]  .  ta  .  . 


[.  .  ne] 


<l>YKOT![ 
.iNAf.  .  , 


A IV    1    eN  Tcoi   lepwi  ocTtoi  tphmatun 

KAI    AIA    TOON    KOlACpN  J(ii[n] 

THI    OC*YI    KATA  Tli)[u]  <J>Cp[.  .  .  .] 

.  .  .Jmatun  TI  .  .  [.  .  . 
5  •  •  .]n    eiC   TACKe[.  .  . 

...]..[.  .]n4-- 


A  II,  2  AIAYMOYC]  Gal.  IV  193,  6  K.  aiaymu-  kaagT  tap  '■Hp64)Iaoc  oytco  ton  opxin. 
II  729,  7  TiNec  .  .  .  toyc  opxeic  onomazoyci  aiaymoyc  eic  cewNdTePON  on  oytcoc  ka- 
agTn.  3.  4  walirscheinlicli  AiceANeTA[i  kai  kata  nPojAiPeciN  KiNeiTAi.  7.  8  apxhn 
[aambanontJocI'  11  A]n6  oder  Y]n6  Ne^pco[N  oder  NeYP(o[AcoN.  14  mJeta  Ne\'pa)[N 

oder  NeYPa)[A(i)Nl' 

A  III,  1  KATA  iibei-  Ano  gesetzt  vielleicht  von  zweiter  Hand.  Das  Zeichen  nach 
r  ist  wohl  ein  Ahkiirzungsstrich  (lies  MiHNirroc).  Mit  aapth  MHNiri  ist  der  aapt6c 
xiTcoN  des  Hodens  zu  vergleichen  (Ps.-Gal.  XIV  719,  10). 

A  IV,  1  voraus  ging  wohl  aia  Te  T(Sn.  5  eic  ta  CKe[AH  (vgl.  31  I  7.  XI)  oder 
eic  tac  Ke[o>AAAC  oder  ko[iaiac. 


PAP.  9770  A  V— VII  13 


A  V    1  nocA 

XA    AOieieN  [.  .  . 
TOic    AG    nAe![.  .  . 
ecTiN  |CA  oya[.  .  . 

5     //eMHeHNAI    [.    .  . 
-^t[.  .]..[... 


A  VI      1  NUTIAION      VnO     THN      MHNirr[A  THn] 

nAXeiAN      KATA     MHKOC  A|[hKON-] 

z  Toc  ei  eKAT[e]poY  [t]oy  Me[p]oYC  oe[. .] 

PA0HN     *AeB(ON     Te     KAI  APTHPia)[N] 
5  AenTWN    eiC    AYTO  [c]YNA[e]APA[MH-] 

KYiWN     rereNHM[.  .  .  .]oe(i)[.  .  .] 
eic  TO  Tpe[<j>e]ceA!  [  ]kh[.  .] 

TON    NCOTIAION     no[.  .  . 

<t>AeBeC    KAI    APTHPIAI    AIAne<<)Y[KA]  [ci] 

9  a  KAI    TINGC  nAPAne<t>YKA- 

10  [c]iN  [k]ai  hapa  ta  eK  TOY  ncjtiai[oy] 
ne^YKOTA  wcje  eni  han  oytg  [.  .] 
enine<t>Y[K  .  .]  <t>AeBOC  kai  apth[pi-] 
[ac  ]n  eYAorwc  ay[.  .  . 

.   .   .]eiA    OY  .  .  [.  .  . 


A  VII    1    CHC![.]  .  [.  .  .]oc  MHNirroc  n  .  [.  .  . 

AiiOAor[.  .  .]  nepiexei  nepine<t>YKYiA 

OAHI    Te    t[hI    MH]Nirri    THI  nAXYTe- 
PAI    TOY    N[a)Tl]AIOY    KAI     MAAICTA  TOIC 
5     eK  TOY  NC0[t|]aIOY  Ne[Y]pOIC    nPOC  AY- 
THN     CYNBe[BA]flK[0Cl]     AnOAHTei  Ae 


A  V,  5  APiJeMHeflNAi. 

A  VI  links  sind  Reste  einer  vorausgelienden  Kolumne  erhalten.  2  Ai[Ane- 

<OYKo]  zu  lang.        3  o  e[ic  odere[ni?        6  rereNHM[eNHN?        7  h  oder  e.  9  a  von 

erster  Hand  nachtraglich  hinzugefiigt,  ebenso  vermutlich  -ci  am  Ende  von  9.  11.  12 
[t6]  ^nine<i>Y[K6c]  oder  [ti]  enin^ i»>Y[KeN]  1' 

A  VII  iiber  der  Mitte  der  Kolumne  ein  Buchstabe  (y?).        Links  von  Z.  1  und  2 

sind  zwei  Zeilenschliisse  (.a,  ai)  einer  vorangehenden  Koliunne  erhalten.  tJ  er- 
ganzt  von  Wilaniowitz. 


14 


PAP.  9770  A  VII— X 


A  VII    7    [.  .  .]ta  ne[p]AT[A  ]c  npoc 

TA       n[e]pAT[A   ]a  [MHNlJrrCON 

np[oc]ne[<tYK  .  .  . 


1  0  Al 


A  VIII    1    .  [.]  neNeNT[.  .  . 


eiA  . 


nOAAAl 


eXOMSNAf.   .  . 
5     nANT  .   [.  .  . 

TUN  AiA  .  eTe[.  .  . 
aaccont[.  .]a[.  .  . 
xejA*  .  [.]  .  [.]th[.  .  . 
[."•]nA[.  .  . 
10    [.]AnAc[.  .  . 

A IX    1  .  .  .]<t>YKe 

.  .  .]eicAe 

.  .  .]cAIANAPNe[.]  OmAH 

.  .  .  apt]hpiai  AnoTeT[.  .]  .  . 
5    ...].  J.  [..]erTT.Ap[.  .>[.].  . 
.  .  .]ac  aytai  Ae  CYNfie 
.  .  .JcoN  PHeeicuN 

.  .  .]caN  C<t>ON 

A  X    1     [.  .]tA  eiC  TA  ckgah  ta[. 

Al     TA     MEN     lAlAI     ec[.  . 

nepo[.  .  . 


A  VII,  7  [eic]  TA?  8  die  Buchstaben  ta  n  und  die  Anfange  von  Z.  9  und  10 
finden  sich  auf  einem  kleinen,  nachtraglich  eingefiigten  und  deshalb  auf  der  Licht- 
drucktafel  nicht  wiedergegebenen  Fragment,  das  auch  fiinf  Zeilenschliisse  der  voran- 
gehenden  Kolunine  enthalt  (n,  aeta,  ckai,  .ai,  toc). 

A  VIII,  1  rechts  von  dem  ersten  n  ist  x  iibergeschrieben;  auch  iiber  dem  Anfang 
der  Zeile  zerstorte  Korrektur.         6  nach  a  scheint  m  oder  n  gefolgt  zu  sein. 

A  IX,  8.  9  r]G)H  c<t>ON[A'f acon ?  Ein  Teil  von  Z.  9  und  ein  Zwischenraum  von 
einer  Zeile  war  freigelassen ;  dann  kam  eine  Zeile,  von  deren  SchluiS  Spuren  erhalten 
sind:  TeiN? 

A  X,  2  Anfang  aitt  oder  aptt.  2  ff.  viell.  iaiai  [eKAjePAN  thn]  nep6[NHN,  ta 
Ae  koinCc  ec  AM0>6Te]PA  [ta  thc  knhmhc  octa  .  .  . 


PAP.  9770  A  X— B  II 


15 


A  X    4    pa[.  .  . 

5    tayta[.  .  .  .  .  .]aytun 

ne<t>[.  .  .  ...  ejcTiN  toiay[ta] 

eK  TOY  Na)[TiAi]oY  ne<t>YKOTA  [kata] 

TO     MHKOC         TAYTA    AG     [t]a    MGN  [nCY-] 

p(OAecTep[A    t]a    a    hccon  NeYpa)A[H] 

10     [Al]Ane*YI<[oTA]      AIA     THC  n[A]x[YTe-] 

[pa]c  MHNirroc  joiAAe  ayt  .  [ 
jhinA  .  [ 

]nTOYc[ 


B  I    1  .  .  .]ca)[.  .  .] 

.  .  .  e]AACCU 
.    .    .]ceiN  TA 

.  .  .  ne]nTa)KOTe[c]  gk  t[o]y  i7eP' 

5  .   .   .JeiMGNON      AG  nAGIU 

.   .  .JG^IKTO)      CTAeWOOl      H  Tl 

.  .  .]kimgicoi    to    ayto  mh 

.  .  .]aI    CXOINIOY    H  NGYPOY 
.  .  .  e]YCTAeMUTGPON  TO 
10  .    .  .jKATATeTAMG 

.    .    .]c    eCTIN  TO 

.  .  .]KiNeiceA[i] 
.  .  .junoic  Toic 
•  •  -Joy?' 

15  .  .  .]eiN[.] 


.]n[.  .] 


B 11    1  .  .  .]oiuc[.  .  . 

[•••]  '••[••• 

[.  .]NTU!eN[.  .  .  .  .  .]  .  ec 

n0T[e]  THN    APXHN    [  ]  FIOTG- 


A  X,  7  vgl.  A  VI,  2.  9.  10  vgl.  tac  Yno  "Hpo^iaoy  NeYPCOAeic  aia^yceic  uno- 
MACMeNAC  Gal.  V  206,  12  K.  10.  11  vgl.  A  VII,  3. 

B  I,  2  ^]aaccco  vgl.  .')  und  B  IV,  6.  6.  7  h  ti[ni  aaacoi  AojKiMeicoi  i'  die  Spur 

vor  K  paBt  zii  o.  13  ANepJCbnoic?  vgl.  B  IV,  1.5. 


16 


PAP.  9770  B  II— III 


B  II     5     PON    GK    Ta)[.  .  .  ...]..., 

cYNexe[i  .  .  jjwN  eK  thc  mhtp[ac] 

eic  TO  xopiON  er  ag  toy  xopioy  kata 

TINA      CYNexeiAN      GIC     TO  GMBPYON 

ewneoYKOTcoN       noAAoi  tap  YWe- 


10     NeC    KAI     [A]n0    TOON     OCTUN    TUN    TG  AOI- 
nWN     KAj    TWN    THC    PAx[e]wC    KAI  AHO 
TINCpN      NGYPUN     TOON     T[e]     AOinCJN  KAI 
t[uJN     GK     TOY     NWTIAIOY     [k]aI  TUN 
MHNirrUN       KAI      AnO      TUN  <t>AGB[u]N 

15      Ka[|]     tun     APTHPIUN     01     AG     KAI     AHO  Tl- 

nu[n]    myuaun    gn   thi    m[h]tpai  AI- 

AnGjfYKACI       A*       UN       HOAAA  GYAO- 
ruc]     GNOYOIT     AN     GIC    TO     XOPION  G- 
r]    AG    TOY  XOPIOY  GIC  TO    GMBPYON  ON 
.]m  .  .  GNOYC    NGYPUN    [.  .JyKAHO 
.]  .  .  YTUN  TUN  Y«[gn]uN  nG4>YKGN 
6Tg]pA    AG   TIC    APXH    r[GN]GCGUC  GCTI 
.  .  .jiGPGI    KAI  TA 

.  .'.M. 
...].[... 


20 


B  III  Spur  en  von  4  Zeilen,  dann 

5      .[..].  N    g[t]gPA    a[.]t[.  .  . 

 H    [t]0Y    o[p]aN    Ka[.  .  .]    GT6PA  H 

t[oy]  AK0[yg]!N  I<[ai]  H  toy  TGYGCeAl  KAI 
H   t[0Y   Oc]<J)PAINGCeAI         Gl    MGN  TAP 


TA    nPUTA    GI    UN    TINA    GN    TUI  AN- 
10     ePUnUl      nGHAGKTAI      AIA<t>OPA  THI 

0YCG!  o[n]ta  KATA  Tl  AOKGI  AIA*OPA 
TA  .  G  .     6niA[6JXGCeAI     OYGGNA  AOTON 


B  II,  10  vor  der  Zeile  ein  unverstandliches  Zeichen.         17.  18  vgl.  Gal.  IV  296, 

10  K.  TU   KPOTA<t>ITH   MYI   .  .  .    eYA6rC0C   KAK  TPAXHAOY  TIC   GM^-feTAI  MoTPA  NeYPOY.  19  Vgl. 

Doxogr.  p.  426,  10  Diels:  ''Hp6*iaoc  kinhcin  AnoAeinei  <t>YciKHN  toTc  ewBPYOic  .  .  .  thc  as 

KIN^CeCOC  AITIA  TA  NCYPA. 

B  III,  6  H  namlich  a^namic  oder  aicghcic,  vgl.  Gal.  II  81^7,  8  K.  h  thc  re-t'cecoc 
AiceHCic.    Iin  folgenden  vielleicht  KA[i  tic].  1 1  o[n]ta  erkannt  von  Wilamowitz. 


PAP.  9770  B  m— IV 


17 


Bin   13    a)CA[Y]T(pc  Ae   KAi  TA  er  aia<j>op[u]n 

13a     KAI  AIAOOPCOC 

n[en]AerMeNA  to    ayto  tono[.  .] 
15    nAc[x]e!N    cjctg     kai  AiceANeceAi 

AIA     TOON     THN     APXHN  AIA*OPa)N 
THI       <t>YCei        ne*YKOTUN  AIA<J>OPa)C 
AG    OMOIA    TINA     ONTA    <t>YCei     KAI  KA- 
Ta)[.  .]n    AIAr<t>eP0]NTA     MONON  AG 
20     Ka[.  .  .  .]no[.  .  .  .jKATA     TOYTO  AO 

.  .  .]eANeceAi  toy 

,  .  .]lA  to  TA  OMOICJC 
.  .  .]0NA0 
.   .  .]eA!MA 

BIV    1  .  .  .]Te 

.  .  .]  .  a[.] 

[.]epo[  ]eAi  KAI  TU)i  ka[ta] 

TOYt[.  .    Al]A<t>OP(i)C    TA  OMOICp[c] 

5       ne<t>YKOTA  KiNeiceAi  eTi  ag  kai 

TWl    TA    MGN    nAeiCO    TA    AG  GAAC- 

coo  XPONON  KiNeiceAi      ei  ag  kai 


AAACOC       GCXHAAATICMGNpN  AIA- 
<t>OPa)C    AIA    Tl    TOIOYTO  KINe[lTAl] 
10  TINA     KAI    TO)!    TA     OMOIA     Ka[.  .  .] 

TA    TOYTO    AIA<J>OPa)C     [.]!Ne[.  .  .] 
OTl    A    ei    OMOlUN     nAp[.  .  . 
nPUTCON     TA     AOmA     [.   .  . 
TINA       fAINGTAI        ?Xe[.  .  . 

15  T  TATA  [e]N  Tcoi  ANepwri[a)i  .  .  . 
C(i)  eniAexeTAi  neriAerM[.  .  . 
AGIN  e[N]  Tco[i]  AiAipeicGA!  e![c  . 


Bin,  13a  von  erster  Hand  nachgetragen.  19  [m^Jn?  21  aicJga- 

NeceAi?         22  a]ia? 

B  IV,  10  KA  oder  ha  oder  ha.  13  bei  P  rechts  unten  eiii  Ideinei-  schrii^er 

Strich ,  wohl  niir  aus  Versehen.  14  i  nacli  oa  von  ei-ster  Hand  i'lberttesclirie- 

ben.         exe[  oder  cxe[. 

Berliner  Klassikertexte ,  Heft  3.  2 


18 


PAP.  9770  B  IV— VI 


B  IV     18     MePH    TA    TG     TAP     eN    THI  Ke[<l>AAHl] 
ne<t>YKOTA       Al[c]eHTHPIA       [.    .  . 
20      [.  .]0T0YTHe<t>[.    .  . 

[tJuN   MHN![rr(dN    .  .  . 
[.  .]  .  NCON    [.  .  . 

B  V  Die  ersten  Zeilen  fehlen 

1    [.  .]aytat[.]ayt[.  .  . 
e  .  N  .  .  aaa!kai[.  .  . 

rtJN  TcoN  nepie[  ]to[.  .  . 

<t>AMA  eKne<t>YKOciN  e  ...[..  . 
5    [.  .]Ta)[.](ocTe  eiKOTUc  aok[.  .  . 

[.  .]NOCe  .  INA  .  TO  .  THN        TCp[.  .  . 

[rer]eNH«[e]NHN  tun  AiceH[.  .  . 
^Ycm  MONoeiAH  eiNAi  ei[.  .  . 
no    OMOiWN    ex<t>YeTAi    ta[.  .  . 

10      [.]a|  ...[.].  TA    MOPIA    AYt[.  .  . 

[.  .  .]AINeCeAI  OMOIA     i<a[.    .  . 

[.   .  nAjeKGTAI  TIAH  .  [.    .  . 

.   .  aJiA    MeN  TOYTCON  ...[... 

[.  .  .  .jAiceHciN    r!Ne[.  .  . 

B  W    Ber  grofite  Tei'  fehll;  links  gam  geringe  Keste  einer  vorangehenden  Kolumne  (to,  gk) 
1      [•  •  •  •]no[.  .]Me[.  .  . 

*  KeiTAI    AG    TTAPA   TA  .  GnL  . 
C't>[o]NAYAa)[N]  AIACTHMATI 
nPOC<l>YCIC 

5      npocneoYKP:   ae   ka]  tayth  cwc 

H[.]eYPeic  ecTi  a  eYTONo[c  .  .]  .  .  con  .  . 

[AljATeTPHMeNH    TOIC     GK     [tHC  nAXGI-] 

[ac]   MHNirroc  AiAne<)>YK[oci  .  .  . 
Ende  der  Kolumne 


B  IV,  20  H  Oder  k. 

B  V,  3  r  undeutlich  durch  Korrektur.  4  «  oder  aa. 
B  VI,  4  sonst  unbeschrieben.         7  von  th  Spuren. 


10  A  oder  A. 


PAP.  9095 


19 


Der  griifite  Teil  fehlt 

B  Vll      1      <I>YKOCIN      KAI     T0![.   .  . 

<1>Yk[oc]|[n]    KAI  TOIC  a[.   .  . 
<t>YKOCI     eiC    THN     m[.   .  . 

Nevpoic    t[.]aaia[.  .  . 
Ende  der  Kolumne  urn  3  Zeilen  hdher  als  das  von  B  VI 

PAP.  9095  (Tafel  5). 

Behandlung  einer  Verstopfung. 

Bereits  ver6£fentlicht  im  Rostocker  Programm  zum  Sommerseme- 
ster  1902. 

Hohe  14  cm,  Breite  9  cm. 

Auf  der  Riiekseite  eine  Liste  von  Personen  mit  Angabe  von  je 
so  und  so  viel  Artaben  Weizen,  also  wahrscheinliel)  eine  Steuerliste, 
in  Kursivschrift  des  zweiten  nachchristlichen  Jahrhunderts.  Die  zier- 
liche  Buchschrift  der  Vorderseite  wird  dem  ersten  nachchristlichen 
Jahrhundert  zuzuweisen  sein.  Am  oberen  Rande  ein  unverstandliches 
Zeichen:  »man  konnte  eine  Kolumnenziffer  erwarten,  aber  das  scheint 
es  nicht  zu  sein«  (Schubart).  Unten  rechts  ganz  geringe  Spuren  einer 
zweiten  Kolumne. 

Der  Verfasser  verordnet  gegen  die  Verstopfung  Salben,  BegieBen, 
Abreiben  mit  01,  warme  Aufschlage  und  Sitzbader;  die  Anwendung 
eines  Abfiihrmittels  scheint  er  iiberhaupt  oder  doch  so  lange  als  mog- 
lich  vermeiden  zu  wollen.  Die  Bevorzugung  auBerer  Mittel  tritt  uns 
schon  im  dritten  Jahrhundert  bei  Kleophantos  entgegen ;  sie  sind  be- 
kanntlich  von  dem  Bithynier  Asklepiades  und  den  Methodikern  wieder 
aufgenommen,  dann  aber  auch  in  der  pneumatischen  Schule  reichlich 
angewandt  worden.  So  scheint  der  Kreis  der  Moglichkeiten  recht  weit 
zu  sein;  allein  fiir  einen  Methodiker  spricht  meines  Erachtens  der 
mit  Schubarts  Hilfe  nunmehr  richtig  gelesene  Ausdruck  nvKNOCYNKPiroN, 
der  entschieden  an  die  Theorie  und  Terminologie  dieser  Schule  erin- 
nert;  vgl.  cvrKPiwA,  CYrKPicic,  MexACYrKPiTiKoc  in  Roses  Index  zu  Soran. — 


B  VII,  2  A  oder  a.  4  aa  oder  aa  oder  aa. 

2  * 


20 


PAP.  9095 


tJber  Asklepiades'  Abneigung  gegen  Abfuhrmittel,  in  der  ihm  Erasi- 
stratos  vorangegangen  war  (Gal.  XI  245),  vergleiche  man  Celsus  I  3 
S.  18,  29  Daremberg:  idem  (Asclepiades)  purgationes  quoque  eodem  volu- 
mine  (quod  de  tuenda  sanitate  composuitj  expuUt;  iiber  Kleophantos  Suse- 
mihls  Geschichte  der  griechischen  Litteratur  in  der  Alexandrinerzeit  I 
S.  814. 

[.]0IT0    H    TWN    nAPAKeiMGNCON    CKYBAAUN  eK- 

[kP|]cIC,    BPAXY    AlACTHCANTeC,    ea)[c]    OY    OTH    AnO  THC 

[tHc]    XPICeWC    AnOKATACTHI    Ta[p]aXh[c,    a]|'  eAAlOY 

[n]Ae!oNoc  AnoeePAneYcoweN  to  cumation 
5    [kai]  tpoohn  thn  AKOAOYeoN  npocoicoMeN  ■  ei  Ae 

[ht]0I    AIA    to    nYKNOCYNKPITON    TcijN  KAMNON- 
[tU)]n    H    Ai'  AAAHN    AITIAN    MH    r^NOITO  C^NMeTPOC 
[koJmIaPi    [tC0]n    nAPAK[e]lMeN(i)N,    H    AYTIKA  HAAIN 

[Aio]NHc[oMeN]  npo  THC  AnoeePAueiAC  kai  thc 
10    [nAp]Aeececoc  t[co]n  csitiun  h,  et  CTGNOxcopoiMe- 

[eA  n]epi  thn  e-r-KAiPiAN,  thc  eiHC.    ahtmoy  Ae  ha- 

[pAK]oAo[Yeo]YNT[oc]    AIA    THN    nOIOTHTA    TtON  YTPUN, 

[t6  MeN  npjcoT[oNj  maaakwn  cnorrcoN  atm([a]i 
[xPH]c6M[e]eA,  [tcoi  njAcxoNTi  eK  toytoy  cTepe«[NiA] 
15    [nAPAjjieeNTec,  t[6]  as  Ae^Te[p]o[N]  kai  eNKAei[c]MA- 
[cin]  eN  TH  XnoeePAneiA'  ei  ag  mha'  oytioc  ha- 


1  es  ging  etwa  voraus  ei  weN  oyn  eYe'Vc  reNjoiTO.    Am  Ende  von  Z.  1,  6  iind 
18  eine  Koronis.  2  oth  oder  otn  (nicht  oyn)  unverstandlich ;  man  erwartet  etwa 

6  nAcxcoN  oder  6  kamncon.  3  ta[p]axh[c  a}'  KroU.  6  nYKNOC-fNKPiTON  fehlt  in 
den  Worterbiichern ;  die  friihere  Lesung  nYKNOCYNAnTON  hat  sich  nicht  bestatigt.  7  iiber 
deni  N  von  aitian  ein  Buchstabe,  o  oder  c  oder  e;  vielleicht  wollte  jemand  irrtiimlich 
b  MH  reNoiTO  schreiben.  8  vgl.  Oribas.  V  p.  547,  10  B.-D.  ka^cmaci  xphcamgnon 

np6c  thn  komiahn  tcon  ckybaacon.  Rufus  bei  Oribas.  II  p.  207,  1.  259,6.  9  kai 
Pap.  11  thi  eiHC  v.  Wilamowitz.  13  vgl.  Hippokr.  II  270  L.  (I  119  Kw.)  ArAe^N 
Ae  KAI  cn6rroc  maaoakoc  metac  ei  yaatoc  eepMOY  eKneniecMeNOC  npocTieeceAi • 
nePiCTereiN  ag  anco  thn  gAayin  xph  .  .  .  wc  mh  h  atmic  np6c  to  nNSYMA  toy  kAmnontoc 
♦ePHTAi.    Gal.  XV  518  ff.  K.  14  CTepewNiA  feste  Nahrung,  vgl.  Soran  I  116  p.  289, 

4  f.  R.   THC  TCON    6a6nTC0N    ANA«YHCeUC  YniCXNOYMeNHC    KAI    THN    TCON  CTePGMNICOTePCON 

AiAiPeciN  Te  KAI  TEAeicociN.  15  der  Buchstabe  nach  ag  sieht  wie  a  aus,  aber  die 

ytelle  ist  etvvas  abgeschabt. 


PAP.  9095 


21 


17      [PAA^]0INT0    01    AHTMoj,    a[^0    h]    KAI    TPeTc  KYAGOYC 

[toy  A]inAPo9  ee[foY  ]noy 


17  A[-r'o       Kroll.  18  vgl.  Diosc.  Mat.  med.  V  123  p.  790  Spr.  eeioN  as 

APiCTON  .  .  .  t6  xa(op6n  re  kai  e^-Ainec.    Gal.  VII  600,  11  ta  eepMAiNONTA  .  .  .  xsonta 

KAI    XAA(I)NTA    KaI    AlANOirONTA  TCON    CCOmAtUN   TO'^C    n6P0YC   ...      16   OCA   AenXYNEIN   re  KAI 

eePMAiNeiN  aynatai,  oTa  ecxi  ta  xe  ai' gy^opbioy  ...  kai  eeioY.  Der  SchluB  konnte 
gelautet  haben  AeicocANTec  ai'oIJnoy,  vgl.  Gal.  XII  88,4  oTnoc  eK  thc  AeYxePAC  taiecoc 

TCON  eePMAIN6NTa)N. 


Wahrend  der  Vorbereitung  dieser  Publikation  standen  mir  die 
Originale  nicht  zur  Verfiigung.  Die  von  6934,  7094  und  9095  habe  ich 
vor  etwa  fiinf  Jahren,  das  von  9770  iiberhaupt  nicht  in  Handen  ge- 
habt.  Hr.  Dr.  Schubart  hatte  die  Giite,  meine  auf  Photographien  be- 
rulienden  Abschriften  nach  den  Originalen  zu  berichtigen  und  mir 
iiber  einzelne  Stellen  bereitwilligst  Auskunft  zu  geben,  wofdr  ich  ihm 
auch  an  dieser  Stelle  meinen  verbindlichsten  Dank  ausspreche. 

Marburg,  September  1905. 

Kael  Kalbfleisch. 


22 


PAP.  9764 


MEDIZINISCHE  UND  NATURWISSEN- 
SCHAFTLICHE  TEXTE 

BEARBEITET 
VON 

H.  SCHONK. 


PAP.  9764  (Taiel  6). 

Medizinischer  Unterricht. 

Der  Papyrus,  hoch  12  cm,  breit  16  cm,  enthalt  Telle  von  3  Ko- 
lumnen.  Der  obere  Rand,  etwa  2  cm  breit,  ist  erhalteh.  Der  Abstand 
der  Kolumnen  betragt  nur  1,5  cm  und  ist  im  Verhaltnis  zur  Breite 
der  Kolumnen  selbst,  die  sich  auf  8  cm  belauft,  ziemlich  gering.  Es 
kam  offenbar  mehr  darauf  an,  den  Ramn  auszunutzen,  als  auf  ein 
gutes  Aussehen  der  Rolle.  Die  etwas  zur  Kursive  hinneigende  Schrift 
(vgl.  die  Verbindungen  ai,  ap,  ei,  gn,  die  Formen  des  n,  n,  i)  zeigt 
den  gleichmaBigen  Duktus  einer  ausgepragten  Handschrift,  aber  nicht 
die  kalligraphischen  Ziige  einer  eigentlichen  Buchschrift.  Sie  diirfte 
etwa  in  das  1.  Jahrhundert  n.  Chr.  fallen.  Die  Ruckseite  ist  unbe- 
schrieben,  tragt  aber  an  einer  Stelle  Spuren  einer  Zeile  in  grofien 
Schriftziigen. 

In  der  zweiten  Kolumne  ist  eine  Erorterung  des  Arztes  Archibios 
iiber  Fragen  des  medizinischen  Unterrichts  zusammenhangend  erhalten; 
ob  der  Verfasser  des  Buches  selbst,  von  dem  hier  ein  Rest  vorliegt, 
diese  von  ihm  zitierte  Darlegung  zustimmend  oder  ablehnend  be- 
sprochen  hatte,  laBt  sich  nicht  mehr  ausmachen.  Man  kann  an  eine 
Biographie  des  Archibios,  an  personliche  Erinnerungen  nach  Art  von 
Bakcheios'  XnoMNHMONevMATA ''Hpo^Iaoy  re  kai  twn  auo  thc  oikiac  a'y'toy  (Ga- 
lenus  XVII  B  145  Kiihn)  oder  an  ein  wissenschaftliches  Werk  denken. 

Archibios  tadelt,  da6  der  chirurgische  Unterricht  —  durchgangig 
oder  in  einer  bestimmten  medizinischen  Schule?  —  mit  theoretischen 
und  historischen  Erorterungen  begonnen  werde  (tic  h  xeiPovpriA,  nwc 
evpHTAi,  oTi  ecTiN  AiAiTHc  BeAxelcoN),  statt  geradeswegs  indie  Praxis  liinein- 


PAP.  9764 


23 


zufiihren.  Ein  Beispiel  der  von  ihm  angef'ochtenen  Methode  bietet, 
aufier  Celsus,  die  unter  Galens  Namen  erhaltene  GicArurH  (t.  XIV 
p.  674  if.  Kiihii),  die  sich  freilich  nicht  auf  die  Chirurgie  besclirankt, 
sondern  einen  tJberblick  iiber  das  ganze  Gebiet  der  Medizin  geben 
will.  Hier  werden  in  den  ersten  9  Kapiteln  historische  und  theore- 
tische  Fragen  erortert  (I  nuc  evPHTAi  h  iatpikh  II  xiNec  apxai  iatpikhc 
III  n6cAi  Ai  Aipeceic  eN  iatpikh  kai  tina  (ta^  xapakthpIzonta  aytAc    IV  tingc 

nPOeCTHCAN  TOON  TPICON  AlPeCeCON  V  ei  eniCTHMH  H  IATPIKH  H  TeXNH  VI  Tl 
eCTIN  lATPIKI^  VII  nOCA  MePH  IATPIKHC  VIII  ei  ANATKaIa  H  eiC  TA  neNTe 
MePH    THC    IATPIKHC    AIAIPGCIC     IX    HCPI    CTOIXCICON    61  £n    0   ANePUnOC  CYNCCTH- 

kgn);  erst  im  10.  Kapitel  folgen  onomacIai  tcon  ^ktoc  mcpwn  toy  cumatoc. 

Archibios  wiinscht  (2,  12  ft'.),  daC  im  chirurgisehen  Unterriclit 
zuerst  die  Namen  der  Krankheiten,  bei  deren  Beliandlung  mecha- 
nisclie  Eingriffe  erforderlich  sind,  erklart  und  die  einfachsten  Iland- 
griffe  geiibt  werden.  GewiB  batten  die  Studierenden  der  Medizin  in 
der  Unterrichtsorganisation ,  die  er  im  einzelnen  bekampft,  vor  dem 
chirurgisehen  Kursus  in  der  Regel  schon  einen  anatomischen  durch- 
gemacht,  und  an  dieser  Einrichtung  wollte  er  offenbar  selbst  fest- 
halten,  sonst  hatte  er  vor  all  em  anderen  eine  Erklarung  der  Teile  des 
menschlichen  Korpers  fordern  miissen. 


1,  1 


10 


15 


.  .joYProc 

.  .]0THC 

,  a]aaa  kai 

.  .]ZHTH 
.  .]CTHN 

.  .]0I0Y  Me 
.]Ae  AO 

.Jjuc  Ae 
.]cKenT0 
.Its  mh 


.Jntno) 
.]aah 
.]toi  ai 

.]cpN  AO 

.]zeiN 

.].M[.]C 

.iMe 


24 


PAP.  9764 


1,  19     [  ]tOY 

20  [  ]-[ 

2 1  /m 

22  [  ]- 

2,  1    eANONTA  eicAreceAi  An6  t[  ]y  thc 

xeiPOYPriAC  A6roY'  6  m[^n   .  .]  .  .  aioc 

THC  xeiPOY<(p)rfAC  Aoroc  ec[  ]  .  kai 

c  .  chmgIucin  eNne[ipiKiH]N  kai 
5    eePAfieiAN,  o        nepi  [thc  xjeiPOYPri- 

AC    KATA    t6    <)>!A[6]A[orON  CljcKeKY- 

kah[t]ai.    AeT  AC  gn  toTc   n  ai- 


atpgIbcin  kai  toyc  n^oyc  ei  apxhc 

CYNACKcTn    ToTc    [A]NA[r]KAIOTePOIC  n[p]A- 
10     TMACIN    TOY    BIOY    BPAX^OC    6nt[o]c  KAI 

THC  tcxnhc  makphc,  uc  <t>HCiN  6  'In-       Aphorism. I  1  t. IV 458 

Littre 

hokpAthc.    ndc  tAp  oyk  ATonoN  atng- 

OYNTA    TON    MANeANONTA,    t!  Yn6xYMA, 

Ti  YAPtoY  KAI  tA  AOinA  MH  enicTAwc- 

15     NON    TC    tA    EYTCAH    eN    XCIPOYPriA,  m6- 
TCON    A^rO)    AIA<t>OPAc,    CnONTCpN  XPeiAC 

eni  t[6]n  noAYep^AHT[o]N  t6n  np[o]BA[HM]A- 

2,  1  vielleicht  [aeT  .  .  .  t6n  MANjeANONTA  eicAreceAi  An6  t[oy  iaioJy  thc  2  am 
Ende  Jhaioc  oder  JriAioc  oder  rAJp  [aioc  Schubart.  B  vor  kai  Rest  eines  langen 
Buchstabens  (i,  r,  p);  vielleicht  ^c[Hre?TA]i !'  4  etwa  c[Y]cH«eia3CiN  .f*  5  6  ag  nepj 
Schubart.  6  kata  a  to  liest  Schubart.  7  toTc  eeAreiouN  Schubart;  BeATefociN 
V. Wilamowitz.  13  Yn6xYMA]  im  Altertum  verschieden  definiert:  Hirschberg,  Gesch. 
der  Augenheilkunde  im  Altertum  337  und  Magnus,  Augenheilkunde  der  Alten  283  u.  551 
ercirtern  die  Zeugnisse.        14  yapcoy]  [Galenus]  Introductio  s.  Medicus  t.  XIV  746  K. 

YAPCfinCON   .  .   TPITTON   eiAOC   KATA  TOYC   NeUTGPOYC,   6  MCN   ACKITHC ,  6  AG  TYMHANITHC ,   6  AG 

YnocAPKiAioc  usw.  [Galeous]  Definitiones  medicae  179 — 181  t.  XIX  424  K.  (yapcoy  6 
anAcapka,  y.  ACKITHC,  Y.  TYMnANiAc).  15  m6t(on  aia*opac]  [Galenus]  Introductio  s. 

Medicus  t.  XIV  795  wbTCON  .  .  cFah  neNTe  •  CTPenT6c,  iyct6c,  tiat6c,  eAAYXNK0T6c,  nPiA- 
niCKCOTbc.  16  cn6NrcoN  xpgiac]  erortert  Galenus  de  simplic.  medicam.  temperam.  ac  facult. 
XI  11  t.  XII  376  K.;  vgl.  Daremberg,  ffiuvres  d'Oribase  t.  II  864.  17  Galenus  Thrasy- 
bulus  c.  22  (Scr.  min.  t.  Ill)  p.  59  Helmreich :  toyto  mgn  oaoy  ti  nApcproN  hmTn  eiPHceco 
np6c  re  toyc  gkacthc  hmgpac  eic  ta  hpobahmata  AeroNTAC  toTc  MAeHTAic,  oytc  a'  ayto'Vc 
eiA6TAC  b  TI  AcroYCiN,  ecT'  AN  AMAeeTc  e'  ama  kai  atymnactoi  eecopiAC  yhapxcoci  AoriKHC, 
eiAnATcoNTAC  Te  TO'Vc  MASHTAC  AfNOiA  TOY  KPiTHPiOY.  Elnen  AfUN  npoBAHMATOc  der  Arzte 
bezeugen  ephesische  Inschriften  (vgl.  J.  Keil,  Osterreich.  Jahreshefte  VIII  128  f.);  Galenus 
de  libr.  j)rop.  c.  1  (Scr.  inin.  t.  II)  p.  95  und  97  Miiller  scliildert  solclie  Disputationen. 


PAP.  9764 


25 


2,  18  /tik[6]n  katantan  A6[roN]  kai  ZHT[eT]N, 
TIC  H  xeiPOYPriA  kai  ncoc  gyphtai  kai 

20        OTI    eCTIN    AIAITHC    BeATeiUN.      [t]a9tA  OYN 

Mh)  enelroNTA  aaaA  eicoeeN  kata  to 

<J>IA6Ao[ro]N    ZHTO^WeNA    eiC    AYGIC  Y-- 

nep[Tle]eceAi  AeT,  eNrYMNAzeceAi 

a6  eN  ToTc  tAioic  THC  xeiPOYPTiAC  eew- 

2,  19  Celsus  de  medicina  VII  praef.  (zur  Chirurgie)  p.  263  Daremberg:  Potest 
autem  requiri,  quid  huic  parti  proprie  vindicandum  sit:  quia  vulneruni  quoque  ulce- 
rumque  multoruni  curationes,  quos  alibi  exsecutus  sum,  chirurgi  sibi  vindicant  ... 
Ipse  .  .  huic  parti  ea  reliqui,  in  quibus  vulnus  /acit  medicus,  non  accipit,  et  in  quibus 
vulneribus  ulceribusque  plus  profici  manu  quam  medicamento  credo,  turn  quidquid  ad 
ossa  pertinet.  Galenus  in  Hipp,  de  acut.  morb.  victu  I  5  t.  XV  425  K.  (h  ArurH  thc 
eePAneiAc)  h  aiA  tun  cynhgcon  tomcon  Te  kai  KA^cecoN  kaI  tun  aaacon,  oca  aia  tun  xei- 
PUN  GNepreTTAi,  xeiPOYPriA.  [Galenus]  Introductio  s.  Medicus  t.  XIV  780  K.  xeiPOYPriA  ecTiN 
APCic  emeeoAOC  toy  iaiuc  AeroMeNOY  aaaotpioy  aia  tomun  kaI  katapticmun  mgta  thc 
T(3n  tpaymatun  kai  cakun  eePAneiAC  en'  ANep6noY  cc^mati  nAPAAAMBANOMeNH.  [Galenus] 
Definitiones  medicae  35  t.  XIX  358  K.  xeiPOYPriA  ecTi  xeiPUN  atp6mun  oisTa  kinhcic  mgt' 
eMneiPiAC-  ft  eNTCXNOC  hpaiic  eN  iatpikh  aia  xcipun  h  oprANUN  nePiriN0M6NH  toy  npocH- 
KONTOC  TeAOYC.  [Soranus]  quaest.  medicinales  38  (in  V.  Roses  Anecdota  Graeca  et 
Graeco-Latina  t.  II  252):  quid  est  chirurgia.!*  artificiosa  actio  in  medicina  per  manus 
et  feri-anienta  (dann  Liicke;  die  folgenden  Worte  Reste  einer  Definition  der  Diate- 
tik).  nuc  eVpHTAi]  die  Frage  war  zwischen  Empirikern  und  Dogmatikern  strittig: 

Galenus  adv.  lulianum  c.  1  t.  XVIII  A  250:  aaaa  Te  hoaaa  tun  kata  t'y'xhn  c6*eAH- 

CANTUN   HAPAAeirWATA   KAI   6  THN   CN   MeTUnU   (DACBA   AlAKOneiC   eK   TOY  KATAHeCeTN  '   eol  TAP 

oMoiuc  AiAKeiMeNOY  THN  AYTiHN  <t)AeBA  TCMeiN  CTOAMHCAN,  "tACiN  (niimlich  01  eMneiPiKoi), 
eAniAi  THC  AYTHC  (o^CAeiAC.  Vgl.  Celsus  I  prooem.  p.  6  Daremberg;  Galenus  subfig. 
empirica  p.  36  Bonnet;  [Soranus]  quaest.  medic.  9  p.  248  Rose:  inventionis  ..  principium 
iuxta  empiricos  quidem  est  pira  {quidem  empiria  vermutet  R.  Schone)  id  est  experientia; 
iuxta  dogmaticos  vero  experientia  cum  ratione.  [Galenus]  Introductio  s.  Medicus  c.  1 
t.  XIV  p.  675  K. :  hapa  ag  AirYnTioic  hn  men  kai  h  tun  botanun  xphcic  kai  h  aaah  <t>AP- 

MAKeiA   .  .  .  .,   eK   Ae  thc   6N  TAIC  TAPIXeiAIC   ANACXICeUC   TUN    NGKPUN   HOAAA   KaI  TUN   ^N  Xei- 

poypHa  uapa  toTc  nP(<)T0ic  iatpoic  eYPHCOAi  AOKei.  t'na  AG  eK  nepinTucecic  *acin  eniNeNoA- 
COAI ,  uc  TO  HAPAKeNTeiN  TOYC  YnoKexYMeNOYc  eK  TOY  nepineceiN  aTpa,  htic  YnoxYoeiCA  ANe- 
BAeYCN  oHYCxoiNOY  eMnAreiCHC  eic  ton  o*eAAM6N.  20  6ti  ecTiN  aiaithc  oeATeiuN]  alte 
Kontro\'erse,  anscheinend  durch  Herodikos  (Exc.  Menonia  IX  20  Diels)  aufgebracht,  von 
Plato  Rep.  Ill  405  f.  zugunsten  der  Chirurgie  entschieden;  vgl.  auch  Celsus  de  medicina 
VII  praef.  p.  262  Daremberg.  24  eeuPHMACiN]  Kunstausdruck  der  empirischen  Arzte- 
schule:   Galenus  de  sectis  ad  tirones  c.  2  (Scr.  miri.  Ill)  p.  3  Hehnreich:  oy  tap  aic 

MONON   KAI  TPIC,   AAAA   KAI  nAeiCTAKIC   MIMHCAMeNOl  t6  nPOCeSN  U<t>eAHCAN  ,   GIt'  eni  TUN  AYTUN 

nAouN  t6  ayt6  hoioyn  eYPiCKONTec  uc  eni  t6  noA'V,  thn  toiaythn  mnhmhn  eeuPHMA  ka- 
AecANTec  hah  niCTON  HTOYNTAi  KAI  Mepoc  THC  TexNHC.  Vgl.  Galenus  subfig.  empirica  p.  37 
Bonnet:  quae  ita  multotiens  apparuerunt  ut  iam  theorematica  sint  (sit  ed.)  ...  theo- 
reina  i-ei  alicuius  visae  multotiens  notitiam. 


26 


PAP.  9764 


2,  25      phm[a]cin.    tayta  m^n  6  'Apxibioc  nep[i] 

nPOKeiM^NOY   Ane4>HNAT0   THN  np[6cj 
[t]a    eiPHMGNA    AK[0A]0YeiAN    GN    TH  nAp[.] 
 j/^ON    T0[.  .] 


30 


(i)N 


OYC 

3,  1    [.JTHc  xeiPo[YPriAC  .  .  . 

KH    H    BAAb[.  .  . 
PONON    TO  .  [.J  MH  .[.  .  . 
ZeCGAI    TOYC    Ne[.  .  . 
5     e^NXeC   TA   CnOY[A  .  . 
AKPeiB^CTePON    [.  .  . 
nPOTPOnH   TUN   m[.  .  . 

[.'.. 

nAc  Ae  enicTH[.  .  . 
10    r6MeN0N[.  .  . 
enicTH[.  .  . 
TIC  .  [.  .  . 

OY    KAj  a[. 
TA    TOYt[.  .  . 

15    THc  xei[.  .  . 

ATOn[.  .  . 
THN    Te[.  .  . 

5  Zeilen  leer 
23    n[.  .  .  . 

2,  25  liber  dein  ersten  n  ein  wagerechter  Strich,  'Apxibioc]  lebte  iiach  einer 
wahrscheinlichen,  jedoch  niclit  ganz  gesicherten  Vermutung  Wellinanns  in  der  ersten 
Halfte  des  1.  Jahrhunderts  n.  Clir.  (Pauly-Wissowa  RE  II  466).  Vgl.  Galenus  t.  XllI 
849;  XIV  159  K.  nep[i  toy  scheint  notwendig,  aber  toy  durch  Versehen  ausgelassen 
gewesen  zu  sein.         26  f.  der  Gedanke  mag  folgender  gewesen  sein:  thn  np6c  ta 

CIPHMGNA    AKOAOYeiAN    EN    TH     nAP[AA6cei    AlACeCCOKGNAI     bMOAOrO^MGNOC    Yn6    nANTON  T(ON 

CYNAiATeTPi<t>6TUN  AYTu].    Zu  nAPAAOCic  Vgl.  Galenus  t.  XIV  677,  1:  Y*HrHcecoc  as,  uc 

OHCIN  AeHNAIOC,  H  nAPAA6ce(0C ,  KAGUC  TINeC  AerOYCIN,  APXH   H   0YCIKH  eecoPiA. 

3,  3  —  4  vielleicht  rYMNAjzecsAi  toyc  Ne[oYC.         7  vielleicht  nPOTPonH  (oder  -nfi) 

T(i»N  «[ANeAN6NT0)N. 


PAP.  8439 


27 


PAP.  8439  (Tafel  7). 
Grammatischer  oder  naturwissenschaftlicher  Traktat. 

Reste  von  zwei  Kolumnen,  hoch  9,5  cm,  breit  8  cm.  Die  Schrift 
beginnt  reichlich  2  cm  unter  dem  oberen  Rande,  der  Abstand  der 
Kolumnen  betragt  1,5  cm.  Einzelne  kursive  Formen  namentlich  bei  e 
begegnen,  aber  auch  Abkiirzungen  fehlen  nicht,  vgl.  Kol.  1,  4.  8.  15; 
auf  der  andern  Seite  beweist  das  Fiillungszeichen  >  eine  gewisse  Sorg- 
falt  des  Schreibers.  Die  Handschrift  diirfte  etwa  ins  2.  Jalirhundert 
n.  Clir,  zu  setzen  sein.  An  Einzelheiten  ist  der  grofie  Anfangsbuch- 
stabe  in  Kol.  2,  9  Mitte  zu  beachten. 

In  der  ersten  Kolumne,  die  leider  stark  zerstort  ist  und  bei  der 
Unsicherheit  der  Zeilenlange  nirgends  zuverlassige  Erganzungen  ge- 
stattet,  war  Z.  4  f.  die  Erklarung  besprochen,  die  Apollonios  von  Rho- 
dos  zu  einem  Verse  des  Antimachos  gegeben  hatte.  Anscheinend  han- 
delte  es  sich  um  den  Vogelnamen  ninu  und  der  Verfasser  des  Bruch- 
stiicks  berief  sich  gegeniiber  Apollonios'  abweichender  Deutung  auf 
die  Autoritat  des  Aristoteles. 

Wichtiger  als  diese  Einzelheiten  ist  dieTatsache,  da6  Apollonios 
gerade  dem  Antimachos  gelehrte  Arbeit  zugewandt  hat,  dessen  Lyde 
von  Kallimachos  als  haxy  tpamma  kai  oy  topon  (fr.  74b)  verworfen  wurde. 
Derselbe  Gegensatz  der  Schatzung  tritt  an  dem  Beispiel  des  Archilochos 
klar  zutage:  Kallimachos  kritisierte  die  Personlichkeit  des  Archilochos 
(fr.  37  a  und  223),  Apollonios  erklarte  seine  Poesie  in  einem  Buche  fTepi 
"Apxiaoxoy;  vgl.  Athenaus  X  451  D  :  oti  Ae  AeYKu  imAnti  nepieiAOYNxec  thn 

CKYTAAHN   01  AAKCONeC  erPA*ON  A  HBOYAONTO  etPHKCN    IKANUC  "AnOAACijNIOC  6  '"Po- 

Aioc  eN  Tu  TTepi  "Apxiaoxoy.  Nach  Leos  iiberzeugender  Vermutung  wird 
das  Buch  iiber  Archilochos  ein  Werk  in  der  Art  von  Didymos'  Demo- 
stheneskommentar  gewesen  sein  (Gottinger  Nachr.  1904,  S.  257  und  258 
Anm.  1),  in  dem  einzelne  Stellen  ausgehoben  und  erlautert  waren. 
In  derselben  Form  kann  man  sich  ein  Buch  TTepi  'AntimAxoy  denken, 
in  dem  Apollonios  die  Verse,  die  einer  Erlauterung  bedui-ften,  bei- 
gebracht  (vgl.  1,  5  npoceeic)  und  erklart  hatte;  doch  ist  dies  niclit  mehr 
als  eine  bestechende  Vermutung. 


28 


PAP.  8439 


1,1 


10 


IS 


.  .]  eni  To9  zuiOY  Tiee- 
.  .](i)c  KAi  eni  TOY  Tiee- 
.  .iKi^noic  iyaInoy  weTH- 


N 


■AnOAAUNIOC  a'  b  '■P6Ai° 


"AlNTiMAXOY  npoceeic 

TTAinAAGH    THI    Te  HTePA 
lACI    THN    ninu  <t>HCIN 

AKANeYAAIAA,    ^<t>'  WN  A 

XnoAiAOceAi "  ei  m^n 

.  C    'AnOAACONlOC  CYN 
.  YTOIC    AMAPTAnGI  > 
.  .  .jcYNKATATieeTAI 
.  AAO  [AjnOAIAONTeC 

.  .  .  tJap  ninu)  tun  apyo- 

.  .]   eTaOC   eCTIN   OJC  <t>^^ 

.  .J  a4  ecTi  cKNino- 
unleserliche  Reste  einer  Zeile 


2,  1    kaaaictp[.  .  . 

TOYTOYC    Aa[.   .   .  ha] 
PAA^5AIT0[.  .  . 
NON    t6    AIA  .  [.  .  . 
5     6MeN0N   aa[.  .  . 

npocHKeN  [.  .  . 
0-Y'x  eN  •  Hc  A[e  .  .  . 
nepi  THC  ex[.  .  . 
OYTuc  ec  .  [.  .  . 


1,  3  vielleicht  Tiee[MeNOY  en  toic  KjHnoic  iyainoy.  Erklart  war  1  —  4  anscheinend 
ein  Wort,  das  sowohl  ein  Tier  wie  auch  ein  in  Garten  aufgestelltes  holzernes  Gerat  be- 
zeichnen  konnte;  v.  Wilamowitz  denkt  an  einen  holzernen  Specht:  »iyainoy  (nainlich 
zcoioY)  weTHKTAi  (odcr  MeTHTArGN  oder  MeTHNerKeN)...  5  vielleicht  tui  nepi  "AJnti- 
maxoy  npoceelc  [t6  »nind)]  nAinAAeH«  (neues  Wort,  vgl.  nAinAA6eic);  die  Alliteration  malt 
das  Hammern  des  »Prallspechts«.  vgl.  14;  npoeeic  vermutet  v.  Wilamowitz.  6  htcpa 
>'■/..  B.  [TTPOcne*Y']ACi v. Wilamowitz.  7  Anf.  a  ist  Korrektur  iiber  fraglichem  Buch- 
staben.  8  vgl.  Aristot.  iiist.  anim.  Vlll  3  p.  593a  13;  IX  13  p.  616a  4.  —  a'  = 
AG?  14  vielleicht  h  tJap  ninu  tun  APYo[KOAAnTcoN]  eTA6c  ecTiN,  uc  *hcin  ['Apicto- 
TeAHC?  namlich  p.  593  a  2:  Aaaa  a'  ecTi  CKNinooArA,  a  toyc  cknThac  eHPevoNTA  zh  maaicta, 

OTON   nincb   H  Te   MgIzCON   KAI   H   GAATTCON-    KAAOYCI   AG  TINeC  AM*6TePA  TAYTA  APYOKOAAnTAC. 

Hiernach  erganzt  Schubart  16  aaaa]  as  ecTiN  CKNino-  17  [itArA  .  .  . 

2,  1  Kaaaictp[atoc  »der  Schiiler  des  Aristophanes »  v.  Wilamowitz.  8  ex[eNHTAOC 
und  10  f.  ^xeJnhTaa  denkbar. 


PAP.  8439.  9015 


29 


2,  1 0    neTPAicoN  o[.  .  . 

nhYaa  kai  xp[.  .  . 

nPOC  AIKACT  .[.  .  . 
ABPOJTON    TOYt[.   .  . 

noAAC  OYK  exo[N  .  . 
1 5    nrePYTAC  ex  .  [.  .  . 

(ON 

TOYT(p'  eniCTA[.   .  . 
.  K  .  .  [.  .]NAiAe[.   .  . 


PAP.  9015  (Tafel  8). 
Lehre  der  empirischen  Arzte. 

Kleines  Bruchstiick,  oben  und  unten  abgebrochen,  4  x  4,5  em, 
auf  beiden  Seiten  von  derselben  Hand  beschrieben.  Die  kleine,  sorg- 
faltige  Schrift  weist  auf  das  1.  bis  2.  Jahrhundert  n.  Chr.  bin. 

Beide  Fragmente  enthalten,  aufier  allgemein  gebrauchlichen  medi- 
zinischen  Ausdriicken,  noch  einige  Worte,  die  in  der  empirischen 
Arzteschule  eine  spezielle  technische  Bedeutung  gehabt  haben  (nepinTto- 
cic,  MiMHTiKuc;  viellcicht  auch  erKYPHcic);  sie  betreflfen  daher  allerWahr- 
scheinliehkeit  uach  dieselben  Fragen,  die  Galen  in  seiner  Subfiguratio 
empirica  (ed.  Bonnet,  Bonn  1872)  erortert  hat.  Unsicher  bleibt  jedoch, 
ob  sie  aus  der  Schrift  eines  Empirikers  oder  der  Polemik  eines  an- 
deren  Arztes  gegen  eine  solche  Schrift  oder  aus  einem  philosophi- 
schen  Traktat  stammen. 

recto 

1,  1      .  .  •]eN[.  •  •  •]  KAi  t6  nepieiM[.  .  . 
.  .  .]ti  4>iaypan  coc  enoiHceN  [.  .  . 

.  .  .J  .  TCON    AAAUN    UN    AN  .  NG    [.  .  . 
.  .   .]n  .    THN    TYXIKHN    neP(n[TUCIN    .  .  . 
5  ...     MljMHTIKCOC    KAI    A  .  ![.  .  . 

.  .  .]n   tun   eANA[c]lMa)[N    .  .  . 

2,  12  von  T  nur  Hasta  eriialteii.  14  von  Kalhtleisch  gelesen.  16  »iibei 

dei'  Zeile  aiich  ka]  moglich"  Schubart. 

1,  4  TYXIKHN  nepinTtociN  und  .j  mi]mhtikcoc  Kunstansdriicke  der  emj)insehen  Arzte- 
schule (Sprengel-Rosenbaum,  Gesch.  der  .\rzneikunde  I*  S.  574  ff.). 


30 


PAP.  9015.  9765 


1,7    ...  wjHAeN  exeiN  TexN[.  .  . 

.  .  .]  AXPHCJpN  YeYAOC  e[.  .  . 

.  .  .]pana[.]    kai    AnAr[.  .  . 
verso 

2>,\         .  .  .]uci   CYNeNAe  .  [.  .  . 

.  .  .    e]ANATH06pON,    TAC    AG  Ka[. 

.  .  .]!  Aexeelc  npoc  thn  oyin  [. 

.  .  .]    TOYTO    KAI    OAOY    AIA  TOYTO 

5    .  .  .]aac  riNeceAi.    ti  tap  [.  .  . 
.  .  .  t]hn   eN   BAeei   eiii[N  .... 
.  .  .]h[.]in  oti  h  mgn  t[.  .  . 
.  .  .]c  erK^PHcic  ArNOOY[.  .  . 
.  .  .]  .  e  npArM[AjTWN  [.  .  . 
10        .  .  .IthcT.  .  . 


PAP.  9765  (Tafel  9). 
Gewinuung  und  Reinigung  von  Rindstalg. 

Ob  das  Bruchstiick  einer  Rolle  angehorte,  ist  nicht  zu  entschei- 
den,  da  es  unsicher  bleibt,  ob  rechts  noch  eine  Kolumne  folgte.  Das 
unter  der  zweiten  Kolumne  stehende  eico  lafit  vielleicht  vermuten,  daB 
darunter  ein  neues  Rezept  stand,  unser  Stiick  also  nur  den  oberen 
Teil  des  Papyrus  darstellt.  Indessen  will  die  Tatsache,  dafi  auch  das 
erste  Rezept  in  Kolumne  1  mit  dem  unteren  Rande  unseres  B'ragments 
abschliefit,  nicht  ganz  dazu  stimmen. 

Grofie:  hoch  10,5  cm,  breit  15  cm.  Die  Schrift  ist  groB  und  un- 
geiibt,  sie  scheint  mehr  auf  eine  Privatabschrift  zu  deuten.  Sie  mag 
etwa  ins  2.  Jahrhundert  n.  dir.  gehoren. 

1,  7  vielleicht  TexN[iK6N  oder  tyxi[k6n.         9  vielleicht  ]p  ANA[r]KA?A. 

2,  1  Form  von  CYNeNAeiKNY-NAL'  '  4  von  k  an,  wie  e.s  scheint,  alle  Buchstaben 
der  Zeile  durch  iibergesetzte  Punkte  fiir  ungiiltig  erklart.  7  etwa  <t)]H[c]iN.  8  irK>f- 
PHCic  Kiinstaiisdruck  der  Skeptiker  (Sextiis  adv.  logic.  I  85;  adv.  phys.  II  299;  erKY- 
POYNTec  adv.  logic.  II  241).  Bei  der  Verwandtschaft  der  empirischen  init  der  skepti- 
scheu  Doktrin  wird  es  durch  den  Gebrauch  dieses  Wortes  wahrscheinlich,  daB  auch 
das  vorliegende  Bruchstiick  die  Lehre  der  empirischen  Arzte,  sei  es  zustimmend,  sei 
es  polemisch,  behandelt  hat. 


PAP.  9765 


31 


1, 1 


10 


1  5 


.  .]anon 

C>  .  N 


XHPO) 

.  A  XPO) 
TIKON 
U 

TAC 

pAreiN 

MON 

<:>pfiAC 

frei 


SJ,  1      ASANON    MeTA  [m]^AITOC 
NHCTHC    XPOj[]  CKeYACIC 
CTeATOC  Mocxeiov 
npwTON  eiYMe[Ni]cAC  a^aing 
5    YAUP  enix^UN  KAi  a)c  an  ka- 

GAPON    reNHTA[l]  eMBAACbN 
etc    AEBHTA    THKe    CYN    TU  6- 

ni  tPc  eYAC  yaati.  thiac 
eic  HewdN  exeoN  Ynoeeic 

10     AeKANHN    GN    H    YACOP  YYXPON, 
KAM    M^NH    KAGAPON    H    nAGH  > 

eMBAAcbN  efc  t6n  aebhta  .  c  .  on 

THKe    KAI    HAAIN  (loCA^TCpC 

eic  HeMON  Ynoeeic  wcaytcoc 

15  ACKANHN. 

eid) 


2,  3  iiber  die  Gevvinniing  der  verschiedenen  Talgai  ten  Dioscorides  Mat.  med.  II 
86  f.  (t.  I  p.  207  f.  Sprengel),  iibei-  die  iiiedizinische  Verwendung  Galenas  XI  733,  XII 
323  f.  Kiihn.        4  reclits  von  Z.  4  und  von  Z.  6  geringe  Buclistabenreste.        .')  Paj). 

Al 

KUCAN.  8  ev-AC  =  syTac,  vgl.  Dioscorides  Mat.  nied.  II  87  (1  209  Spr.).  9  e<^r)xeoN 
Kalbtleisch  und  v.  Wilamowitz.  13  a  Korr.  15  hinter  aekanhn  AbscbliiBzeichen 
(vgl.  Tafel  9).  16  eio)  ein  Verweisungsvermerk  fiir  Leser  oder  Abschreiberi*  so  ist 

ei'cco  in  der  verstiimmelten  Notiz  Oxyrhynchus  Pap.  Ill  Nr.  413  Kol.  I,  vs.  36  gebraucht. 


32 


PAP.  7763 


PAP.  776B  (Tafel  8). 

Medizinische  Rezepte, 

Bruchstuck  eines  Pergamentblattes ,  auf  beiden  Seiten  beschrieben, 
8  cm  hoch,  6,5  cm  breit,  dem  Schriftcharakter  nach  aus  dem  5.  oder 
6.  Jahrhundert.  Die  Schriftkolumnen ,  deren  oberer  Rand  sichtbar  ist, 
sind  schmal,  die  Zeilenenden  unregelmaBig.  Einmal  findet  sich  > — 
rechts  als  Fiillungszeichen,  Vorderseite  Z.  7;  der  Doppelpunkt  kommt 
mehrere  Male  vor. 


1,  1 


1  5 


.  .  .]  .  IKON    AN    a[.  .  .  .] 

.  .  .]toyca  xpyc[.  .  .] 
.  .  ]y  xyao?  a(aoy[.  .] 
.  .]tpoy  eic  ewnAciN 

Aa]aO  ■    XAMGTPYOC   T  . 

n]fnep  <(•  h  .  h  a6cic  k[.] 


.JAIAPIO  .  .    KPATO  >         .  [. 

N]e*PHTiK6N  bnep  o-y'- 
AGN  mTzon  A  :  Tpgoc 
1 0    nine?  :  pirnnipeoc 

.  ePEA    P09  AA^KOY 

<t>YAAOY  :  neTPOce- 

[aJiNOY  CTA<t>IAfNOY 
[cnj^PMATOC    ANA  F 
[yaa]ti    ANAAAM8[aN  .  .] 
XJnleserliche  Reste  einer  Zeile 


1,1  zn  Anfang  P  oder  *  moglich.  2  zu  Anfang  T  oder  r  moglich.  4  unter 
alien  Buchstaben,  ausgenommen  in,  Punkte  (Tilgungszeichen?).  5  ^neues  Rezept; 
XAMeTPYOC  fiir  XAMAiAPYOC»  Kalbtleisch.  6  <•  Zeichen  fiir  die  Drachme  in  roniischer 

Zeit;  vgl.  Kenyon,  Palaeography  of  Greek  Papyri  S.  155;  Galenus  t.  XIX  750  K.  6  f. 
vielleicht  koxaiapio[.]  als  Mafibestimmung.  8  vielleicht  NeuPiTiKON.  o(Y)nep  o'r'AeN 
mTzon.  a  (=  npcoTON)  ipeoc  vernintet  Kalbtleisch.  11  Anf.  n,  t,  r  moglich.  14  Zei- 
chen fiir  die  Unze;  vgl.  Galenus  t.  XIX  750  K.       15  oder  [MeAiJri  erganzte  Kalblleisch. 


PAP.  7763.  9776 


33 


3,  1    [.  .  .  .  IPIKON  n 

.  .Joe    AIAN    Cp[.  .  .J 

Jnoiei  Te  eYTo[.] 

KAHPIKOY    e-Y'T[.  .] 

OY  noAAOY  eeep[.] 

C6N    KYMINOY  :  k[aP-] 
AAMOY  :  CeAINOY  : 
KPOKOY  KPAMBHC 

cnePMATOc  anA  i. 

10  koyac  CI^CAC  Al- 
AOY  KOXAjAPIA  T 
KAI    nePA   CON    CY  . 

[.]n  aoytpoy  k[.  .  .] 
[.  .]thn  nykt[.  .  .  .] 

15     [.  .  .]mh[.  .  .] 


PAP.  9776  (Tafel  7). 

Medizinische  Rezepte. 

Das  Fragment,  hoch  15  cm,  breit  7,5  cm,  erinnert  im  Schrift- 
charakter  an  gut  geschriebene  Urkunden  der  spateren  Ptolemaerzeit 
und  diirfte  wohl  in  den  Anfang  des  1.  Jahrhunderts  v.  Chr.  zu  setzen 
sein.  Der  obere  und  der  untere  Rand  sind  sichtbar,  so  dafi  man,  ob- 
wohl  die  Breite  der  Kolumne  nicht  feststeht,  erkennen  kann,  da6  das 
Aussehen  im  allgemeinen  zu  dem  niedrigen  Formate  ptolemaischer 
Urkunden  und  literarischer  Aufzeichnungen  dieser  Zeit  stimmt. 

.  .  .]ci    eiH[.  .]  .    nAPAXPHMA    nAYCAMe[.  .  . 

.  .  .]y    CYn[.  .jei    AC    KAI    t[a]Tc    YCjePIKA  .  [.  .  . 

.  .  .jiAoneiH  H  KAI  npoc  toyc  encoAYN[oYC  .  .  . 

.  .]  .  .    TOY    AYTOY    AAAH    CKeYA[clA    .  .  . 


2,  2  AIAN  (i[<»>eAiMON  odcr  (i[<i>eAe?  erganzt  nach  Galenus  XII  749,  4  K.  Kalb- 
fleisch.  8  der  Zeilenanfang  ist  siclier  in  8,  wahrscheinlicl)  in  7  und  0  —  ]2  er- 

halten.  12  kai  nePA  i>und  dariiber  hinans?«  Kalblleiscli. 

2  vielleicht  YCTepiKApc. 

Berliucr  Klassikcrtcxtc  ,  Heft  3.  3 


34 


PAP.  9776 


5        .  .  .]e  .  .  A  .  .  nANTA  OMOY  enix[.  .  . 

.  .  .]c    T^CCAPAC    KAI    erXGAC    610    A  .  [.  .  . 

.  .  .]  nepinAACAC  oeoNiui  nYAH[.  .  . 
.  .  .]  £AN  reNHTAi  PYnco[A]ec  e  .  [.  .  . 

.  .  .Jntoc  eAN  ...[... 

10  .  .  .jcGN  .  IOy[.]aBWN    OCO  ..[... 

aoy]c  eN  oTncoi  hmik  .  [.  .  . 

.    nA]pAXPHMA    nAYCeT[AI    .  .  . 

.  .  .  ta]Tc  [YCTjepiKATc  aia6nai  gn  oieij^.  .  . 
...]..[.].  N  nYpe[c]coNTi      aaao  ..[... 

15      ...]...[..  .]k0YC    ITAPeiC    Q-Y-    TOTC    [.  .  . 

.  .  .]  ToTc  [.  .]toc  kyamoy  cnePMA[c]!  [.  .  . 
...]..[  ]  •  exei  MGAiToc  e*'  oaytoy  [.  .  . 

.  .  .]    ANA[AA]MBANeiN    (jl)C    PHTINHI  •  [.  .  . 
...].!.[..  .jyiTHAN    OTAN    BOYAH    B0H[e  .  .  . 

20    .  .  .]  njx  .  .  .  [.jeNOJN  Yno  o^eAA^M  .  . 
.  .  .]  H  Yno  [tJincon  eTepcoN  nAH[.  .  . 
...]..  Y  .  [AiJrYnjioY  Aieic  oTnui  .  [.  .  . 
...]...  Y  ...  .  nponlNe][.  .  . 

.  .  .]  •  TOY    nONOY    KAI    t[.  .  . 

25  .  .  .]y  cnepMA  bpy[.  .  . 

...]...    TO  TCON    Ko[.  .  . 
vacat 

5  enix[ecoN  Schnbart.  6  vielleicht  A[rreiON.  7  nePinAACAC  oeoNicoi]  vgl. 

Galenus  XII  818  K.        11  erganzte  v.  Wilamowitz.  20  vielleiclit  yho  6<j>eAA[M[Ac]. 


Die  Originale  der  vorstehenden  Papyri  sind  von  mir  in  Berlin 
abgesehrieben  worden.  Hr.  Dr.  Schubart  hat  die  Angaben  iiber  Format 
und  Alter  der  Papyri  zugefiigt  und  meine  Abschrift  vielfacli  berich- 
tigt.  Ich  spreche  ihm  fiir  seine  liebenswiirdige  und  sehr  wertvoUe 
Unterstiitzung  meinen  aufrichtigen  Dank  aus.  Fiir  mehrere  sehr  for- 
derliche  Berichtigungen  und  Zusatze  bin  ich  Hrn.  von  Wilamowitz- 
Moellendorft'  zu  lebhaftem  Dank  verpflichtet. 

Konigsberg  i.  Pr.,  September  1905. 

Hermann  Schone. 


REGISTER 


Wo  ein  Wort  uiisicher  erganzt  oder  gelesen  ist ,  werdeii  die  betreffendeii  ZifFern  in  eckige 

Klammern  eiiigeschlosseu 


I 

WORTREGISTER 


A  B  P  0)  T  0  C   27,  2,  1  3 

XNepunoc  9,23.24.  16  III  9. 

B A eoc  30,  2,  6 

XrAe6c  7,  i2.  9,  26 

17  IV15 

bXpbapoc  8,  7.  9,  4 

  B6ATe{ci)N   25,  20 

Xii6Aoroc  13  VII  2 

B  A  c  1 A  S'rc  6,  1.    7,  1 3.  1 7. 

20. 

— ■  XpIctoic  7,  10 

And  6,4.  12n6.  mi.  16  II 10. 

25.  26.  8,  2 

X  TNoeiN  24,  12.  30,  2, 

8 

11.  14. 15. 17.  [20].  20,2.  24,  1 

BIOC  8,  29.  5.  24,  10 

A  1  AOTON    12   n  1 

Xn6roNoc  7,  16 

B  A  a  B  -  26,  2 

A  1 0  N 

XnoAiAdNAi  28,1,9.13 

B 0  H gsTn  [34,  1 9] 

  AfoNHCOMeN   20,  9 

XnoeepAneiA  20,  9.  16 

BO^AeceAi  7,  7.  34,  19 

AiceANeceAi  12  113.  17nii5. 

XnoeePAnereiN  20,4 

BOYAhi   8,  10.   9,  7 

[21] 

XnOKAGICrXNAI 

BPAXYC   24,  10 

a1  ce  H  CI  c  [18  V  7.  14] 

—  XnoKAT  crfii  20,  3 

  BPAXY   AlACTHCANXeC    20,  2 

A  i'  c  e  H  T  H  P  1  0  N   18  IV  1  9 

[V7] 

XnoAHreiN  13  VII  6 

B  P  Y  -   34,  2  5 

a  1  T  (  A   20,  7 

Xnoit>AiN€ceAi  26,  26 

X  KANeVAAIC   28,  1,  8 

X  p  1 GM  sTn 

rXp  7,9.  16U9.  IIl8.  I8IV18. 

XKOAOveiA  26,  27 

—  [Xpi]e«HeHNAi  13  V  5 

24, 12.  28,  1,  4.  30,  2,  5 

XKdAOYeoc  20,  5 

XpkeTn 

r  ^  9,  2  5 

AKoveiN  16  Ul7 

—  XpKeo-fcHi  8,  2  9.  9.  1 

r^Neci  c  16  II  22 

X  K  P  1  B  H  C 

XptHPIA  13VI4.9.12.  141X4. 

re-^eceAi  16  HI  7 

—  XKpeiB^cxepoN  26,  6 

16  II  1 5 

riNeceAi  [18  V  i4].  30,  2,  5. 

X  A  A  A   25,  2  1 

Xpxh  12  U7.  15  II  4.  16  II  22. 

31,  2,  6.  [34,  8] 

—  Xaaa  kai  23,  4 

17  m  16.  24,  8 

—  reroNdroc  6,  5 

AAAOC  7,8.11.  20,7.  28,1,13. 

X  T  M  i  c  20,  1 3 

—  rer6NH«[. . .]  13  VI  6 

2,  4.  29,  3.  [32,  5].  33,  4.  34, 

Xronoc  24,  12.  [26,  le] 

—  [rer]eNH«[^]NHN  18  V  7 

1  4 

A? e  1  c  25,  22 

—   [r^NjoiTO   20,  [l].  7 

—  Xaaojc  17  IV  8 

A'f  TIKA  20,  8 

r  N  (1)-  23,  12 

XwAprXNeiN  28, 1,  1 1 

a-^t6c  7,  6.  [11,  8.  13].  13  VI  5. 

r  P  X       1  N  7,  1  9.  2  7 

AN  7, 7.  16  II 18.  31,2, 5. 

32,1,1 

Vn  5.  14  IX6(?).  15  X  5. 

XnX  32, 14.  33,  2,  9 

[11] 

A  A  P  T  6  C    12   m  1 

X N Xrei N  8,  1 7.  9,  i6 

—  t6  a^t6  15  I  7.    17  m  14. 

A  AYKO  C  32,  1  I 

XNArlrNU)CK6IN   9,  2  1 

38,  4 

Ad  8,  18.  9,  17.   13  VU  6. 

15 

XnatkaToc  [24,  9] 

X  ♦  1 K  N  eTc  e  a  i 

X  8.  9.   I  5.     16  II  7.  15. 

19. 

XnaaambXnein  32, 1  5. 

[34,18] 

—  X^eTKTAi  7,  6 

22.    17  III  13.  18.  19.  IV  5 

.  6. 

X  nXahyi  c  8,  14.  9,  1 1 

—  X*eTxeAi  7,  25 

7.  12.   18  VI  2.  5.  6.  20,  5. 

1  1. 

Xnhp  7,  n.  8,  8.  9,  26. 

4 

AXPHCTOC    30,  1 ,  8 

15.  16.    24,  [S].  7.   25,  24. 

26, 

36 

I  WORTREGISTER 

9.  28,  1,  16.  [2, 7].  30,  2,  2. 

iv  & 

eWBPYON    16  II  8.  19 

33,  2 

—  ini  6, 5 

*  e  M  n  A  CI  c  iLmsweuen  61, 4  (lehlt 

—  a'  28,  1,  18 

—  Moi  8,  6.  9,  3 

in  den  Worterbuchern ; 

A  eT  24,  7.  25,  23 

  HM^AC   7,  9 

nAcMATA  Antyllus  bei  Oribas. 

A  e  1  N  [i  /  IV  I  7j 

— ,  HweTN  8,  16.  9,  14 

t.  11  1/  1,  0  D.-b.) 

Ae^rrepoc  20,  1 5 

e  e  e  p  -  33,  2,  5 

^«*Y6CeAI 

A  ^  X  6  c  e  A 1  oder  Kompositum  30, 

eeoc  8,  17.  9,  16 

—  ^N«-rciT'  16  n  18 

2,  3 

61  7, 11.  16  in  8.   17  rv  7. 

—  ^Mne»YK^NAi  11,  12.  16  n  9 

A  HTM  6c   20,  11.   21,  17 

20,  5.  10.  Hi.  28,  1,9 

^  N  8, 1 4.  9,  1 2.  12  IV  1 .  2.  [15 

AHMOC   8,  11.   9,  25.8 

ei A^N  Al 

XX        1           1           TT                  XTT                 1  n  TTT 

n  3].  16  11 16.  ni  9.  17  IV 

A  1  A 

  1'CACI   9,  26 

15.  17.   18  IV  18.    20,  16.  24, 

—  Akk.  1/  [III  2  2].  IV  ii.  20,  6. 

—  1'cTe  8,  15.  9,  13 

7.  15.    25,24.  2b,  27.  30,2,6. 

12.  30,  2,  4 

eTa  0  c  [28,  1,  1 5] 

31,  2,  10.  34,  11.  13 

1  C%     TTT             1          '\.r                 1  T 

—  Gen.  12  IV  2.  1^  X  lo.  17 

eTN  Al  18  V 8 

^NTYMNAzeCeAl    25,2  3  (vgl. 

TTT      «       TO             „  rtA 

111  16.   18  V  13.  20,  3 

—  ecTi(N)  7, 1 1.  13  V  4.  15  X  «. 

26,  4) 

aiaipeTn  Pass.  17  IV  1 7 

T                "if*    TT                 1  0   TTT  0 

111.    16  II  22.    18  VI  6.  lo, 

^NKAeiCMA   20,  1  5 

Al AIT  A  25,  20 

20.  28,  1,  15.  16 

^ N ne  1  PI  K  hi  [24,  4] 

A  1  A  CT  H  M  A    18  VI  3 

—  ecT[. .]  [13  V  6] 

€1  fl  c 

A  1  AT  P  A  N 

—  ecTAi  7,  9 

—  tAc  fesHC  20,  1 1 

  AlATeTPHM^NH    18  VI  7 

—  HN  8,  20.  9,  1 5  (?) 

^IYM6  N  1  Z  6  1  N  31,  2,  4 

AiATpeiBeiN  (oder  [^]naiatp6i- 

— ■  ONTOC  24,  10 

eio)  81,  2,  16 

BeiN)  24, 7 

  ONTI   7,  16 

ei u ee  N  [25,  2 1] 

A  1  A  *^  P  e  1  N    17  111  1  9 

J/                  t  f*     TTT                     1  ^  TTT 

  ONTA    16  III  1  1 .     17   111  1  8 

^  0  1  K  d  N  Al 

A  1  A4>0  P  A   24,  16 

  ^OYCA   8,  13.    9,  10 

—  ^CjiKei  8,  19 

AiA*opoc  lb  111  10.  11.  17 

—  eiH  33,  1 

—  eiK6Tcoc  18  V  5 

III  13.  16 

J         (1           r        1      r\                    C\  XT  TTT 

eic  8,5.  [12].  9, 10.  12  11 1.  rv 5. 

^nAYPicKeiN 

—  AIA*OPa)C    17  111  13a.    IV  4. 

1  0    TTT                      1  A      TT               t  C*  TT 

13  VI 5. 7.  14  X  1.   16  11 7. 

—  ^nAYP^ceAi  8,  7.  9,  3 

8.  1 1 

8.  18.  19.      17  rv  17.     19,  3. 

^nei  8,  18.  9,  17 

AiA<t>YeceAi 

2d,  22.  31,  2,  7.  9.  12.  14.  32, 

^ne! re  1  N  9,  21.  25,  21 

/               Id  TT             "1  O  TTT 

—  AiAn€*YKeNAi  12  111.  13V19. 

4.  34,  6 

~t  f      TT                      "1  /»      XT'                      "<  C\  TTT 

15  X  10.   16  n  16.   18  VI  8 

—  ^c  6,  5.  [7,  9].  8,  29.  17 

—  Gen.  28,  1,  1.  2.    31,  2,  8. 

AIAONAI     /,  1.   32,3.  33,^,10. 

—  eic  BAciA^ojc  [8,  2] 

84, 17 

34,  1 1 

eTc  9,  23.  24 

—  Akk.  24, 1 7 

AiAYMOc  Hoden  12  II  2 

—  eN  28,  2,  7 

—  ^ni  nAN  13  VI  1 1 

A  1  H  K  e  1  N   [13  VI  2] 

eicXreceAi  24,  1 

4               1                              If?      TTT       ^  IT 

^niA^xeceAi   16  111  12.  17 

A  1  1  ^  N  A  1    34,  22 

61  ckykaeTn 

IV  16 

A  1  K  A  C  T  -   29,  2,  1  2 

  [ei]cK6KYKAH[T]AI   24,  6 

^nicTAceAi  24,14.  29,2,16 

1  <^    TT               t  r»    TTT                    n  O 

AOKeiN  13  V  2.  16  III  11.  [18 

JO                       1  »"i    TTT                   TTXX                "1  r 

8,  19.  13  VI  10.  Vn  5.  la 

1 CTH - 

V  5] 

"^T              T                1           T  I                                    TO  TT 

X  7.  1  4.   16  II  5.  6.  13.   18  V 

—  (^niCTHMH  ?)  26,  9.  1 1 

A  0  K  meTo  n  [15  I  7] 

„      TTT    _       OA     -  . 

6.    Vl  7.   20,  14 

^niCTOAH  7,18.2  4.  9,22 

A  6  c  1  c  32,  6 

J         "1         TT                        1  ^7  TTT 

—       lb  11  7.  18.  17  111  13 

eni*Yece Al 

APY0[K0AAnTHC]    [28,  1,14] 

J          1  O     TTI     „           1          TTT                 1  ^7 

—       13  VI  3.    16  III  9.  17 

—  enin6»YK[. . .]  Id  VI  12 

A^O   21,  17 

IV  12.  24,  8 

1                   Did-     ro  A    - 1 

en  1  xe  1  N  31,  2,  5.  [34,  sj 

^KACTOC   12  n  5 

^ndoAYNoc  33,  3 

eKAT6Poc  13  VI  3 

e  p  Y  «  A  9,  2  7 

^Xn  [34,  8.  9] 

^keTn 0 c  8,  14.  9,  12 

^ceHc  7,  28.  8,  4 

^AYTOY  34,  17 

^KKPICIC  20,  1 

1        TT              TTT          ^      •!  .<  ^ 

ETePOC  16  11  22.111  5.6.34,  2  1 

  feuYTUN    [9,  2  7] 

^K*^6CeAI 

^Tl^  C  1  0  C  8,  15.  9,  13 

^TKYPHCIC   30,  2.  8 

—  ^Kne»YKeNAi  11,  5.  18  V  4 

e'Ti  17  IV  5 

^  rx  6Tn 

—  ^X<t>^6TAI   18  V  9 

e  Y  K  A  1 P  1  A  20,  1  1 

—  ^'xeoN        erxeoN?)  31,  2,  9 

e  A  A 1 0  N  20,  3 

e  A  0  r  0  c 

—  erx^AC  34,  6 

^MsAAAeiN  31,2,6.12 

—  6-r-A6rt0C  13  VI  13.  16  11  17 

I  WORTREGISTER 


37 


eV p( c K6 1 N  25, 19 
e'rCTAewoc 

—  e^'CTAeMiixepoN  (so)  15  I  9 
6YT-  33,  2,  4  (vgl.  H) 

6    T  €  A  H  C  24,  1  5 

e-YTo-  33,  2,  3 

e^TONoc  18  VI  6 

^*XnT6ceAi  11,2 

^* I kt6c  15  I  6 

^x-  (vielleicht  6x[eNHrAoc])  28, 

2,8 

exeiN  [17  IV         29,  2,  i4. 

[15].  80,  1,7.  [34,  17j 
  ^XOMGNA   14  VIII  4 

6xep6c  8,  8.  9, 5 

ecOC  0?  ..   XnOKATACTHI  20,2 
ZHTe?N    25,  18.  22    (vgl.  ZHTH- 

23,5) 

Z  G  I  0  N 

  ZUIIOY   28,  1,  1 

H   12  II  8.   15  I  6.  8.  20,  7.  8.10. 

21, 17.  31,  2,  11.  34,  21 
Aewdc  31,  2,  9.  i4 

Mk6IN   [8,  12].  9,  10 
H  M  ^  P  A 

  HM^PA   8,  14 

  HM^PHI   9,  12 

ft  M I K  -  34,  II 

HTOl    12   II  6.   20,  6 

eANACIMOC  29,  « 
eANATH«6pOC   30,  2,  2 

e  A  Y  M  A  z  e  I N  9,  2  2 
eeTo N  21,  is 

MIC  8,  6.  9,  3 
ee6c  8,  18.  9,  i(> 
9  6  p  A  n  el  A  24,  s 
e 6  (0 p H  «  A  25,  24 
e  ( 1 1  c  30,  2,  (5 
80  PY  eeTN 

—  eoPYBsTcee  9,  2  4 

eY  A  {—  eYiA?)  31,  2,  8 

Taioc  [24,  2].  25,  24 

  lAIAI    14   X  2 

iep6c  12  rV  1 
I  H  T p6 c  6,  4.  7,  1 5 
Yn  A  7,  20 
i'peo  c  32,  a 


fcoc  13  V  4.  34,20 
ic6ti«oc  7,10 

KAi  auch  20,  15.  21,  17 
K  Ae  A  p6  c  31,  2,  6. 1 1 
K'Ri^  (—  KAI  iXn)  31,2,  11 

K  A  «  N  6  I  N   20,  6 

K  A  P  A  ■  «0  N   33,  2,  6 

K  AtA 

—  Akk.  7,  12.  20.  13  VI  2.  15 

X  7. 16  n7.  m  11.  [17  III  20. 

IV  3].  24,  6.  25,  2 1 

—  Gen.  12  IV  3 

KATANTAN   25,  1  8 
KATATe(NeiN(?) 

  KATAT6TA«e-    15   I  10 

K  Ato)  [17  UI  18] 

kaya6c  12  II  2 

KeTceAi  oder  Kompositum  18 

VI  2 
KeN6c  11,  11 
Ke*AAi^  18  rVis 
Kflnoc  28,  1,  3 

K I N  sTn 

—  Pass.  12  II  4.  5.  15  I  12.  17 

rV  5.  7.  9.  [ll] 
K       0  C  7,  6 
K  A  H  P  I  k6  C  33,  2,  4 

koTaoc  12  rV  2 

K  0  AM  A  H    20,  8 

K6nTe  I  N  33,  2,  lo 
koxaiApion  [32,  fij.  33,2,11 
K  p  A  «  8  H  33,  2,  8 

—  K  P  ATO  -   32,  7 
K  P  6  K  0  C  33,  2,  8 

K-r  Aeo  c  21,  17 

K-f  AMOC   34,  16 
K'f  «  I  N  0  N  33,  2,  B 

KYnApiccoc  8,  17.  9,  15 

K  Y  C  T  1  C    12   n  2 

ACAiNeiN  31,2,  1.4 

A^BHC  31,  2,  7.  12 

A^  rei  N  7,  2  6.  24,  le 

—  t>HeeicfflN  14  IX  7 

  eiPHM^NA  26,  2  7 

A6kAnh  31,  2,  10.  15 

AenT6c  12  n  9.  m  2.  13  VI 5 

A  (  A  N   33,  2,  2 

A  in  A  p  6  c  21,  1 8 

A6roc  S,  19.  16  III  12.  24,2.3. 

25,  18 


AO  I  n6  c  16  II  10. 12.  17  rV  13. 
24,  14 

A  0  Y  T  P  6  N   33,  2,  13 
A"f  6  I  N 

—  ayta  [12  m  1] 

makApioc  9,2  5 

«  A  K  P  6  C 

—  MAKpfic  (Hippokrateszitat)  24, 
1 1 

M  A  A  A 

—  mAaicta  13  VII  4 

«  A  A  A  K  6  C   20,  1  3 

MANeANeiN  24,  1.13 

ME  TAC   6,  1 

—  mTzon  32,  9 

M^Ai  31,  2,  1,  [32,15].  34,17 
M^N  16  in8.  18  V  13.  20,  13. 
24,  2.   26,  2  5.   28,  1,  9.  30, 

2,7 

N  6  I  N   31,  2,  1 1 

M^poc  13  VI  3.  [18  IV  18] 
mexA  Gen.  31,  2,  1 

MSTH  -   28,  1,  3 

Mi^  7,  13.  [15  1 7].  20,  /.  [23, 
11].  24,  14.  25,  21 

M  H  A  d   20,  1  6 
M  H  A  6  I  C 

  MHA6N   30,  1,  7 

MfiKOC   13  VI  2.   15  X  8 
MHNiri    11,  3.  13  VII  1.   14  VII 

8.  16  II  14.  18  IV  21 

  THC      AAPTHC      MHNirrOC  THC 

Aenrfic  12  UI  2 

—  Hi  nAX6?A  13  VI  1.  18  VI  8 

—  rfii  MHNirn  thi  nAXYxdpAi  13 

vn3 

—  rflc  nAXYT^PAC   MHNirroc  15 
X  11 

MI^TP  A    12   II  1.    16   II  6.  16 

M  I  M  H  T  I  K  0  C    [29,  5] 

MONoeiAHc  18  Vs 
m6non  17  III  19 
m6pion  I8V10 
« 6c xe  1 0 c  31,  2,  3 
m6ton  24,  15 
myuahc  16  ii  16 

N^oc  24,  8.  [26,  4] 

NGYPON   [12  II  11.  I  l|.    15  I  8. 

16  II  20.  19,  4 


38 


I  WORTREGISTER 


NevpoN   ToTc   eK  toy  ncotiaioy 
Nevpoic  13  VII  5 

  Xn6     TINOJN      NeVPUN     TOJN  T6 

AOinuN  KAI  tGn  eK  TOY  NO)- 
TIAIOY   IG  II  12 

NeYPciiAHC  15X8.  9  (vielleicht 
auch  12  II  11.  14) 

Ne<t>PHTIK6c   32,  8 

N  H  T  A  A  29,  2, 1 1  (vielleicht  [^xe]- 
nhTaa) 

NflCTHC    (=   NiHCTIc)  31,2,2 
N  0  YCOC   8,  8.   9,  5 
NYKT-   33,  2,  14 

nutiaToc  13  VI  1.  8.  10.  VII 
4.  5.  15  X  7.  16  U  13 

lYAI  NOC   28,  1,  3 

6 

—  01  Ai  16  II  15 
6 e6  N  1 0  N  34,  7 

oIk  h  c  I  c  7,  28.  8,  4 
oTkoc  7,  13 
0  I  N  0  c  34,  11.22 
6k6coc  [7,  7.  9,  25] 
0  a  B 0  c  7,  14.  8,  30.  9,  3 
6  a  i  ro  c 

—  eA^cco)  15  I  2.  17  IV  () 

  I^CCON  15  X  9 

b'Aoc  13  Vn  3.  30,  2,  4 
OMoToc  17  III  18.   IV  10.  12. 
18  V  9.  11 

  OMOIOOC    17  III  22.   IV  4 

6« 0 Y  34,  5 
0  £  0  c  34,  13 
opKn  16  lU  B 
b'  c 

—  HN  7,  17.  24.  8,  17.   [9,  14] 

—  Sn  7,  8.  16  n  17.  Ill  9.  28, 

1,8 

  6UC   0?   20,  2 

—  Hc  28,  2,  7 

—  H  31,  2,  10 
b'cnep  8,  2  0.  32,  8 

6  CTO Y  N 

—  tSi  lepfii  6cT&\  12  IV  1 

—  tGn   6cT(iN  tSn   re  AoinuN 

KAI   TUN   THC    WxecOC    16  II  1  0 

bc^PAiNeceAi  16  III  8 
6c*-fc  12  IV  3 
ocxeoc  12  II  2 

bT  A  N   34,  1  '.) 


OTI  7,  27.  9,23.  11,8.  17  1Vl2. 

25,  2  0.  30,  2,  7 

O-r   8,  6.    9,  27.  3.    [13  VI  14]. 

34,  15  (vgl.  OYK  uiid  o-rx) 
o^^A^  8,7.  9,4.  [13  V  4] 

O'Y  A  6  ( c  32,  8 
o'r'eeic  1()  III  12 
o-^K  24,  12.  29,  2,  15 
OY  N  7,  (i.  19.  25,  2  0 

0  Y  Ci  A 

  OYCIHI    [9,  l] 

oYTe  13  VI  11 

0  YTO  C    7,   19.     11,11.     12  il  3. 

14  IX  «(?).  15  X  5.  8.  17  m 
20.  IV  11.  18  Vi3.  VI  5.  20, 
14.  25,  20.  26,  25.  28,  2,  2. 
29,  2,  13.  16.  30,  2,  4 

oVruc  20,  16.  28,  2,  9 

o>^x  28,  2, 7 

6  ♦e  A  AMI  A  [34,  20] 

OYic  .30,  2,  3 

*nAinAAeH  (I'chlt  in  den  Wor- 

terbiichern)  28,  1,  6 
n  A  Ai  N  20,  8.  31,  2,  13 

nANHTYPIC   8,  15.   9,  13 

n  apA 

—  Akk.  13  VI  10.  18  VI  2 

—  (leii.  7,  2  5 
HAPAreiN  [31,  1,  12] 
nAPAA^xeceAi  28,2,3 
nAPAeecic  tun  ceiTiuN  20,  10 

HAPAKeTceAl 

  TUN    nAPAK6IM^N0)N  CKYbXaoJN 

20,  1 

  TUN    nAPAKeiMSNUN    20,  8 

nAPAKOAOYeeTN  20,  1 1 
nAPAAYeiN  Pass.  20,  i b 

HAPATieeNAI 

  TUI     nACXONTI     .  .  CTePeMNIA 

nAPATie6NT6C   [20,  15] 
nAPA*YeC6AI 

—  nAPAne*YKAciN  13  VI  9  a 

nAPAXPHMA   33,  1.   34,  12 

n  A  p  I  ^  N  A I  34,  1 5 

nAC  7,28.  8,4.  [14  VIII  5. 10]. 

26,  9.  32, 5 

nAcxei  N  17  III  1 5.  20,  14 
n  A  Y  e  I  N  8,  8.  9,  5 

—  nAYSceAi  33,  i.  34,  12 
nAx-f^c  13  VI  2.  VII  3.  15  X  10. 

18  VI  7 


ne  1  ee  I  N  Pass.  8,  20 
n^MneiN  7,  a.  17.  18.  21.  24. 
8,  2 

n  ^  p  A  33,  2,  12 
n^PAc  14  VII 7.  8 
nepf  [15  I  4] 

—  Gen.  9,  23.  [24,  5].  26,  25. 
28,  2,  8 

—  Akk.  20,  1 1 
n  e  p  I  6 1 «  -  29,  1 
nepiexeiN  13  VII  2 
nepinAAcceiN  34,  7 
nepinTucic  [29,  4] 
nepi*Y6ceAi 

—  n6Pine*YKYTA  13  VII  2 
n6P6[NH]  [14  X  3] 
n6TPA?oc  29,  2,  10 
neTPoc^AiNON  32,  12 
ninep  32,  6.  10 
ninTeiN  oder  Konipositum 

—  neoTUK^TGc  15  I  4 
n  I  n  (i  28,  1,  7.  14 

n  AS  H-  31,  2,  1 1 

nAeKGiN  Pass.  11,  1.  16  III  10. 

17  III  14.  IV  16.  18  V  12 
noieiN  29,  2.  33,  2,  3 
n  0 1  6  T  H  c  20,  1 2 
n6  Ai  c  9,  2  4 
n  0  A I T  H  c  8,11.  9,  9 
noAYepVAHTOc  24,  17 
noA-i^c  14  Vm  3.   16  U  9.  17. 

33,  2,  5 

—  nA6iu  15  I  5.  17  IV  6 

—  nAei[. . .]  13  V  3 

—  nAeloNoc  20,  4 

noAYTGAI^  c  8,  16.  9,  14 

nownH  8,  le.  9,  14 
n  6  N  0  c  34,  2  4 
nocA  [13  V  1] 
noTE  15  II  3 
n6TepoN  15  II  4 
uo<fc  29,  2,  14 
n  p  A  r/A  A  24,  9.  30,  2,  9 

—  npHTMA  [9,  2 1] 
n  P  6  Gen.  20,  9 

[n  po]  A !  pe  c  1  c  [12  II  4] 

n  P  0  B  A  H /A  AT  I  K  6  C  [24,17] 

npoKeTceAi 

—  npoKei«6NOY  26,  26 
n PC n ! N 6 1 N  34,  2  3 

n  p  6  c 

—  Akk.  7,  19.  20.  24.  13  VII  5. 


I  WORTRE(iISTER 


39 


14  VII  7.  26,  2(i.  30,  2,  3. 
33,  3 

npdc   (Kasus  uiibestimiiit)  29, 

2,  12 

npocHKeiN  8,  18.  9,  17.  28, 

2,  (! 

np6coYic  8,  19 
npocTie^NAi  28,  1,  5 
npoc^epeiN 

  TPO<t>HN   .  .  nP0C0IC0M6N  20, 

npocit>oPA 

—  npoc*oPH  7,2  7.  8,3 
npoc<t>Y6ce  I 

—  npocne<i)YKeNAi  14  VII  «.  18 
VI  5 

np6c<i>YCic  18  VI  4 
npoTPonH  2(3,  7 
npuToc   16  III  9.    17  IV  13. 
20,  13 

—  npuTON  31,  2,  4  (vgl.  32,  9) 
nre  p6  N  28,  1,  6 

nxe  p  Yi  29,  2,  k; 

nYKNOCYNKPITOC  20,6' 
nYAH  -  34,  7 
nYP^cceiN  34,  1 4 
nffic  24,  12.  25,  i9 

i^X  BAO  c  8,  13.*  9,  1  1 

P A  *  H  13  VI 4 

PAxic  12  II  12.  16  II  11 

PHTIN  H   34,  18 

*pirrin!peoc  32,  lo  (f'ehlt  in 
den  Worterhiicheni ;  Bedeu- 
tuiig  fraglich) 

po Y c  32,  1 1 

PYnci  A  H  C  34,  8 
^(1)  N  N     N  A  I 

—  e'ppcoco  9,  6 

—  eppojcco  7,14.21.  [8,9] 

C  6  A  I  N  0  N  33,  2,  7 

c  H  e  e  I  N 

—  CHCAC  33,  2,  10 

c  H  M  6 1 0)  c  I  c  oder  Komposituin 
24,  4 

C  ITIO  N 

—  tSn   CeiTICON   20,  10 

cK^Aoc  11,7.  [12  IVs].  14  Xi 


cK^nreceAi  [23,  i o] 

CK6YAcf  A   [33,  4] 
C  K6  -f-  A  C  I  C   31 ,  2,  2 

c  K  N I  no  -  28,  1,  1 G 

CKYBAAON   Plur.  20,  1 

cnANizeiN7,  8 
cn^pwA   .32,  14.  33,  2,  9.  34, 
ifi.  2.', 

cn6  rro  c  20,  1  3.  24,  1  r. 
cnoY-  26..',  (cnoYAATA?) 
c  n  0  Y  A  A  z  e  I  N  S,  I  s .  9,  1  7 
CTASMdc  15  If. 

cta*iaTnoc  32,  1 3 
ctIap  31,  2,  3 

creNoxoopeTN 

—  CTeNoxoopoiMseA  20,  10 

CT£PeMNIOC 

—  CTePEMNiA  feste  Nnhriing10,H 
c  Y 

—  c^o  7,  18 

—  coi  7,  1 9 

  YMUN    8,   12.     9,   9  Y«eU)N 

9,  22 

CY/ABAAASIN 

  CYNBe[BA]HK[0Cl]    13  VII  6 

CYN   28,  1,10.  31,2,7 

c  Y  N  AC  keTn  24,  9 
CYNdxei  A  16  II  [6.  8] 
CYNKATATie^NAI    28,  1,  1  2 

cynmetpoc  20,  7 
cynoycIh  8,2  9 

CYNTP^Xei N 

  CYNZ-6APA«HKYIa)N    13  VI  5 

c*6nayaoc  14  1X8.  18  VI  3 

CXHMATIZeiN 

  ^CXHMATICMSNON    17  IV  8 

cxoinIon  15  Is 

C  Ci)  «  A  T  I  0  N   20,  4 

T  A  P  A  X  H   20,  3 
TAXOC   7,  2  0 

re  9,21.  13  VI  4.  16  II 10.  12. 
18  IV  18.  23,  11.  24,  15.  28, 
l.fi.  33,  2,3 

T^CCAPAC   .34,  6 

rex  N  I  k6c  [30,  1,  7] 

T  6  X  N  H   24,  1  1 


TH  KE  I  N  31,  2,  7.  8.  13 

TieeNAi  28,  1,  1.2 

—  Tieeco  7,  13 

TIC  16  III  ii(?).  25,  19 

—  tI  24,  13.  14.  30,  2, 5 

TIC  7,11.  12  II  0.  13  VI  9  a.  15 

I  6.  16  lis.  12.  15.  22.   Ill  9. 

17  III  IS.  IV  9.  10.  14.  26, 12. 

34,  2 1 

TOldcAE    15  Xll 

to  i  0  yt  0  c  15  x  0.  17  iv  9 
t6ts  8,  13.  9,  10 
TpeTc  21,  17 

T  P  H  M  A    12   IV  1 

T  P  0  <t>  H   20,  5 

T  Y  rx  A  N  e  I  N  8,  1  3.  9,  10 

TYxi  k6c  29,  4 

'i-  r  p  d  c  20,  1 2 

Y  A  P  0)  Y   24,  1  4 

YAO)  p  31,  2,  5.  8.  10.  [32,  15] 

Y«  H  N    16   II  9.  2  1 

Vn  A  pxe  I  N  8,  9.  9,  6 
VnAPXoc  6,3.  7,23.  8,2 

VnePTieeceAi  [25,22] 
Yn6 

—  Akk.  13  VI  1 

—  Gen.  28,  1,8.  34,  21 
YnoTieeNAi  31,  2,  9.  14 
'i-ndxYMA  24,  13 

YHT  I  0  C   [34,  19] 

YCTEPiKoc  33,2.  34.13 

♦  AiNeceAi  17  IV  14 
<t.ANAi  24,  11.  28,  1,  7.  15 

  <l>AMeN0C   7,  25 

*ANep6c  [11,  8] 
*eiAeceAi  7,  13 

♦  lA^Aoroc  24,6.  25,22 
*! Aoc  7,  12 

♦  I A  Y  p  A  29,  2 

♦  AGY    13  VI  4.  9.  12.    16   II  I  4 

4>p-rrei  N 

  *P-fIAC   31,  1,  14 

♦YeceAi 

—  ne*YK6NAi  13  VI  11.  15  X 

[6].  7.     16   II  2  1.     17  III  17. 

IV  5.   18  IV  19 


^  nYKNOCYrKPiTOC  »nieniorant  Angli,  iion  constat  undo  sumtuinx  I'lics.    Ilieriuu'li  ist  die 
Anmerkung  zu  S.  20  zu  berichtigfin. 


40      II  NAMENREGISTER    III  VERZEICHNIS  DER  ZITATE 


*-receAi  ne*YKlNAi  oder  Kom- 
positum  11, 10.  12  II  10.  in  3. 
14  IX  1.  19,  1.  2.  3 

*  Y  A  A  0  N    32,  12 

♦  -fciC   16  III  11.    17  III  17.  18. 

[18  V  8] 

XAIPeiN  6,3.7,17.23.  8,2.11. 

9,  8 

XAM^TPYOc  32,  5  (wahrscheln- 

lich  =  xama(apyoc) 
xeiPOYPriA  24,  2.  3.  5.  1.5.  25, 

19.  24.  26,  1 
X  6  P  I  0  N   16  U  7.  18.  1  9 

X  pel  A  24,  16 

XPHZeiN   7,  18 


X  p  fi  c  e  A I 

—  XP^OMAI  8,  30.  9,  2 

—  XPU  31,  1,  8.  2,  2 

—  xpHc6«eeA  20,  14 
X  pTc I  c  20,  3 
xp6noc  17  IV  7 
XPYC-  32,  2 

X PY c 6c  7,  7 

x-r  A  H  N  7,  8 

j  xya6c  32,  3 

Y  6  9  A  O  C   30,  1 ,  8 

yyxp6c  31,2,  10 

i)c  8,  15.  9,  24.  13.  24,  1  1.  28, 
1,  15.  29,  2.  .34,  18 


i)C  (=  b'TAN)   31,  2,  5 

i)CAYT(i)C    17  III  1  3.  31,  2,  I  3.  1  4 

acre  13  VI  ii.  17  III  15.  [18 
Vs] 

A  (fraglich,  vielleicht  =  npGroN) 

32,  9 
H  (=  6kt6)  32,  6 
T  (=  a6ka)  32, 5 
<•  {—  apaxmh)  32,  (> 
lo  (—  o+rKiA)  32,  14.  33,  2,  9 
MH  N  I  r$  (=  MHNirroc)  12  UI  i 
i  (=  200?)  [13  VI  3] 
T  (=  300?)  17  IV  15 
Abkiirzuiigen :  28,  1,  4.  8.  1 5 


■"ABAHPeiTGN   8,10.  9,7 

[A f]  TYnTio Y  34,  22 

"■A « e  A  H  c  A  r6  p H  c  8,12.20.  9,9 

[■■AJntimAxoy  28,  1,  5 

AnOAAciNIOC   28,  1,10 

—  ■'A.  6  '  P6aioc  28,  1,  4 

■"ApTAI^PiHC   6,  2 
"'A  P  X  1  B  I  0  C 

—  b  ■'ApxIbioc  26,  25 

■"AcKAHniAAHC   7,  16 

■"A  c  K  A  H  n  I  6  c  6,5 


II 

NAMENREGISTER 

AAH  N   8,  9.   9,  6 
^GAAHCnONTOC      6,2.      7,2  2. 

8,  1 

G'Y-punH  7,  12 

C  Y  T  -    (vielleicht  Eigenname) 
33,  2,  4 

1  nno  K  p >^ T  H c  6,  4.  7,  15.  22. 
8,  1.  10.  9, 7.  24,  11 

Kaaa!ctp[atoc]  (der  Schiller 
des  Aristophanes  ?  s.  Susemihl 


Alex.  Lit.-  Gesch.  I  449  f.)  28, 

2,  1 
K  fi  0  c  6,  4 
Kffic  8,  12.  9,  10 

PC  H  c 

—  TTepc^uN  7,  10.  8,  so.  9,  2 

'PdAioc  28,  1,  4 

'■YCTANHC7,  15 

—  ^  YctXni  6,  2 

—  '  YcrANei  7,  22.  [8,  i] 


III 

VERZEICHNIS  DER  ZITATE 


28,  1,  6  Bruehstuck  eiiies  bisher  unbekannten 
Verses  des  Ant i machos  von  Kolophon  aus 
Gedicht  unbestimmbaren  Titels  und  Inhalts. 

28,  1,  4  fF.  Bezugnahme  auf  eine  gelehrte,  an- 
scheinend  TTepl  "'AntimAxoy  betitelte  Sclirift 
des  Apollo nios  von  Rhodos. 


24,  2,  1 — 25  wortliches  Zitat  aus  Schrift  unbe- 
kannten Titels  des  Arztes  Archibios. 

28,  1,  14  f.  wahrscheinlich  Bezugnahme  auf  Ari- 
stoteles'  Hist,  anini.  VIII  3  p.  593a  3  f. 

24,  2,  10  freies  Zitat  aus  Hippokrates' Apho- 
rism. I  1  (t.  lU  706  Kuhn  =  t.  IV  458  Littre). 


Berlin,  gediuckt  iu  der  Rcichsdruckerci. 


Tafel  I. 


p  7094.  Aus  den  pseudo-hippokratischeii  Bnefen. 


Weidmannsche  Buchhanrilung,  Berlin. 


Lichtdruck  von  A.  Frisch,  Berlin  W.  35. 


ierliner  Klassikertexte,  Heft  III. 


Tafel  II. 


6934.  Aus  den  p.seudo-hippokratischen  Briefen. 


i^eidmannsche  Buchhandlung,  Berlin. 


Lichtdriick  von  A.  Frisch,  Berlin  W.  35. 


Berliner  Klassikertexte,  Heft  III. 


Weidmannsche  Buchhandlung,  Berlin. 


Tafel  III 


Lichtdruck  von  A.  Frisch,  Berlin  W.  35. 


I 


i 


p.  9770.  Aus  einer  anaflm 


Weidmannsi-he  Buchhaiidlung,  Berlin. 


Tafel  IV. 


f  y'siologischen  Schrift. 


Lichtdruck  von  A.Frisch,  Berlin  VV.35. 


Berliner  Klassikertexte,  Heft  III.  Tafel  V: 


Weidmannsche  ButhhandUing,  Berlin. 


Lichtdruck  von  A.  Frisch,  Berlin  W.  35. 


I 


Berliner  Klassikertexte,  Heft  III. 


Tafel  VIII. 


Recto 


faff  T'^li^  ^lM -j^j-^l?  • 


Verso 


P.  9015.  Lehre  der  empirischen  Arzte. 


Vorderseite  Riickscite 

P.  776.'5.  Medizinische  Rezepte. 


Weidmannsche  Buchhandlung,  Berlin. 


Lichtdrtick  von  A.  Kiiscli,  Berlin  \V.  35. 


4^ 


BERLINER  KLASSIKERTEXTE 

HERAUSGEGEBEN  VON  DER 
GENERALVERWALTUNG  DER  KGL.  MUSEEN 

ZU  BERLIN 


HEFT  IV 

HIEROKLES 

ETHISCIIE  ELEMENTARLEHRE 

(PAPYRUS  9780) 

NEBST  DEN  BEI  STOBAUS  ERHALTENEN  ETHISCHEN 
EXZERPTEN  AUS  HIEROKLES 


BERLIN 
WEIDMANNSCHE  BUCHHANDLUNG 
1906 


HIEROKLES 

ETHISCHE  ELEMENTARLEHRE 

(PAPYRUS  9780j 

NEBST  DEN  BEI  STOBAUS  ERHALTENEN  ETHISCHEN 
EXZERPTEN  AUS  HIEROKLES 

UNTER 

MITWIRKUNG  VON  W.  SCHUBART 

BEARBEITET 
VON 

H.  VON  ARNIM 

MIT  1  LICHTDRUCKTAFEL 


BERLIN 
WEIDMANNSCHE  BUCHHANDLUNG 
1906 


EINLEITUNG 


1.   Die  Handschrift. 


ie  Riickseite  des  Papyrus,  auf  dessen  Vorderseite  der  im  ersten 
Hefte  dieser  Sammlung  verolfentlichte  Demostheneskommentar  des  Di- 
dymos  geschrieben  ist,  enthalt  den  hier  zuerst  veroffentlichten  Text 
eines  stoischen  Lehrbuches  der  Ethik:  '"lepoKAeovc  hgikh  cxoixeiucic. 
Ich  kann  daher  hinsichtlich  der  Herkunft,  Beschaffenheit  und  Erhal- 
tung  der  Handschrift  im  allgemeinen  auf  die  in  der  Einleitung  des 
ersten  Heftes  entlialtenen  Angaben  verweisen.  Der  Text  des  Hiero- 
kles  stammt  aus  derselben  Zeit  wie  der  Didymostext,  also  aus  dem 
2.  Jahrliundert  n.  Chr.  Er  enthalt,  wie  jener,  zahlreiche  Abkiirzun- 
gen,  und  das  System  der  Kiirzung  ist,  von  unerheblichen  Besonder- 
heiten  abgesehen,  dasselbe  wie  im  Didymos.  Es  handelt  sich  also 
auch  hier,  wie  beim  Didymos,  nicht  um  ein  zum  buchliandlerisclien 
Vertrieb  bestimmtes  Exemplar,  sondern  um  eine  zu  Studienzwecken 
gefertigte  Privatabschrift.  Die  Hand  ist  von  der  der  Vorderseite  ver- 
schieden.  Die  Schrift  isi  regelmafiig  und  von  sehr  gefalligem  Aus- 
sehen,  zeigt  aber  nicht  selten  kursive  Formen.  Auch  hat  der  Schrei- 
ber  ofl'enbar  groBe  Sorgfalt  auf  die  Korrektheit  des  Textes  verwendet. 
Es  finden  sich  so  gut  wie  gar  keine  Schreibfehler.  Denn  orthogra- 
phische  Eigentiimlichkeiten  wie  i  fur  ei  in  AinoweNON,  AeAiYexAi,  tino- 
M6NH,  eNTiNONTA,  KATAKAioMGNA  sind  nicht  ZU  dcu  Schreibverselicn  zu 
rechnen.  P]s  kann  daher  unser  Exemplar  keinesfalls  eine  Nachschrift 
nach  miindlichen  Vortragen  des  Hierokles  sein. 

Im  Anfang  ist  ein  ungefahr  22  cm  breiter  Streifen  leer  gelassen. 
Er  tragt  nahe  dem  linken  Rande  den  Titel 


lepoKAeoYc 


VI 


EINLEITUNG 


'lepoKA^oYC  HeiKH  cToixei(i)cic\  in  kursiver  Schrift,  die  von  derselben 
Hand  wie  der  folgende  Text  herriihren  kann.  Da  der  eigentliche  Haupt- 
titel  am  Ende  der  Rolle  gestanden  haben  mufi,  so  ist  der  angefiihrte 
Titel  nur  als  kurze  Inhaltsbezeichnung  aufzufassen,  die  zur  raschen 
Orient! erung  diente,  wahrend  ohne  diese  der  Leser  die  ganze  Rolle 
hatte  entrollen  miissen,  um  zii  erfahren,  was  er  in  der  Hand  hatte. 

Weiter  nach  rechts,  am  oberen  Rande,  findet' sich  anscheinend 
von  derselben  Hand  das  Wort  eeoc  geschrieben.  Es  steht  allein  und 
diirfte  vielleicht  eine  mit  dem  Texte  nicht  zusammenhangende  No- 
tiz  sein. 

Den  freigelassenen  Streifen  mochte  icli  als  Schutzstreifen  an- 
sehen.  Wahrscheinlich  hatte  die  Rolle  am  anderen  Ende  auch  einen 
solchen,  der  fur  den  Didymos  bestimmt  war.  Auf  diese  Weise  befand 
sich  immer  ein  Schutzstreifen  aufien,  mochte  die  Rolle  im  Sinne 
des  Didymostextes  oder  in  dem  des  Hieroklestextes  zusammengerollt 
werden. 

Da  der  Text  dem  der  Vorderseite  entgegenlauft ,  also  an  dem 
Ende  der  Rolle  anfangt,  wo  der  Didymostext  aufhort,  so  ist  er  am 
Anfang  unversehrt,  wie  jener  am  Ende,  wird  fortschreitend  immer 
liickenhafter,  wie  jener  vollstandiger  wird,  und  hat  am  Ende  so  viel 
ganz  eingebiifit  wie  jener  am  Anfang.  Da  nun  auf  der  Vorderseite 
der  erhaltene  Teil,  nach  der  Berechnung  von  H.  Diels,  ungefahr  zwei 
Drittel  des  ganzen  Buches  ausmacht,  so  mu6  dasselbe  Verhaltnis  un- 
gei^hr  auch  fur  die  Riickseite  gelten.  Auf  diese  wichtige  Tatsache 
werden  wir  spater  zuriickkommen. 

Jede  Kolumne  des  Textes  enthalt  61  Zeilen,  deren  Buchstaben- 
zahl  zwischen  30  und  40  variiert.  Das  Erhaltene  verteilt  sich  auf 
12  Kolumnen.  Die  sechs  ersten  sind  vorziiglich  erhalten  und  wiirden 
eine  luckenlose  Herstellung  des  Textes  erlauben,  wenn  nicht  etwas 
unter  der  Mitte  ein  Loch  durch  alle  Kolumnen  hindurchginge.  Dieses 
hat  die  Zeilen  30^ — 40  so  verstiimmelt,  daB  eine  sichere  Erganzung 
meist  unmoglich  ist.  Viel  weiter  reicht  die  Zerstorung  schon  in  der 
siebenten  Kolumne,  doch  ist  der  Gedankengang  noch  erkennbar. 
Von  der  achten,  neunten  und  elften  Kolumne  sind  nur  am  An- 

*  Die  Lesung  ist  nicht  ganz  zweifellos;  man  kann  allenfalls  auch  neiKHC  ctoi- 
xeicocic  lesen.  Ich  halte  aber  die  oben  gegebene  Fassung  des  Titels  wegen  Kol.  I,  1 
und  37  fiir  die  echte  und  verwende  sie  im  folgenden  ausschlieBlich. 


EINLEITUNG 


VII 


fang  je  10 — 15  Zeilen  so  erhalten,  da6  man  den  Gedanken  fassen 
oder  doch  erkennen  kann,  wovon  die  Rede  ist.  Ganz  zerstort  ist  die 
zehnte  Kolurane,  und  von  der  zwolften  sind  nur  Zeilenanfange  von 
etwa  7  — 11  Buchstaben  erhalten,  die  fiir  die  Feststellung  des  be- 
handelten  Gegenstandes  wenig  oder  keine  Anhaltspunkte  geben. 

Kapiteliiberschriften  sind  zur  leichteren  Orientierung  des  Lesers, 
wie  im  Didymos,  oberhalb  der  Kolumne  angebracht,  in  der  der  neue 
Gegenstand  beginnt.  Bisweilen  steht  vor  einem  solchen  Kolumnentitel 
ein  Kreuz,  das  auf  ein  gieiches  vor  der  Zeile,  in  der  das  Kapitel  be- 
ginnt, hinweist. 

Die  Paragraphos  hat  gewohnlich  die  Form  einer  einfachen  Hori- 
zontale,  bisweilen  steht  statt  dessen  eine  Diple  > — -.  Es  sind  aber 
nicht  die  Hauptabschnitte,  die  auf  diese  Weise  markiert  werden. 

Dagegen  scheint  ein  besonders  wichtiger  und  fiir  die  Theorie 
grundlegender  Lehrsatz  einmal  (Kol.  6,  25  f.)  durch  Einriicken  dreier 
Zeilen  hervorgehoben  zu  werden.  Neben  diesen  Zeilen  steht  am  linken 
Rande  ein  sehrager  Strich. 


2.   Der  Autor. 

Hierokles,  der  Verfasser  der  hgikh  ctoixgiucic,  ist  uns  kein  Un- 
bekannter.  Karl  Prachter  hat  die  Literaturgeschichte  des  2.  Jahr- 
hunderts  n.  Chr.  um  eine  greifbare  Gestalt  bereichert,  indem  er  die 
bei  Stobaus  erhaltenen  ethischen  Bruchstiicke  eines  Hierokles  dem 
Neuplatoniker,  dem  man  sie  bis  dahin  zugeschrieben  hatte,  absprach 
und  als  ihren  Verfasser  einen  Stoiker  erwies,  den  er  als  Zeitgenossen 
Epiktets  bestimmte  und  mit  dem  »Hierocles  Stoicus  vir  sanctus  et 
gravis"  bei  Gellius  IX  5,  8  vermutend  identifizierte.  Die  Ergebnisse 
von  Prachters  Untersuchung  werden  durch  den  neuen  Fund  bestatigt. 
Die  HGiKfi  cToixefucic  ist,  wie  welter  unten  gezeigt  werden  soli,  ohne 
Zweifel  ein  Werk  desselben  Hierokles,  dem  die  Bruchstiicke  bei 
Stobaus  gehoren.  Sie  gibt  sich  auf  den  ersten  Blick  als  Werk  eines 
rechtglaubigen  Stoikers  kund,  und  der  Umstand,  dafi  die  Handschrift 
selbst  dem  2.  Jahrhundert  n.  Chr.  angeliort,  bestatigt  nicht  allein  die 
Unterscheidung  des  Verfassers  von  dem  Neuplatoniker,  sondern  audi 
die  Gleichsetzung  mit  dem  von  Gellius  genannten  Stoiker.    Ein  Zeit- 


VIII 


EINLEITUNG 


und  Gesinnungsgenosse  des  Musonius  und  Epiktet  ist  es,  dem  diese 
Reste  gehoren. 

Die  Identitat  des  Verfassers  der  hgikh  cToixeiucic  mit  dem  Hiero- 
kles  des  Stobaus  lafit  sich  durch  die  Beobachtung  des  Stils  zu  voller 
GewiCheit  erheben.  Der  erschopfende  Nachweis  wird  durch  den  am 
Schlufi  des  Heftes  beigefiigten  Index  verhorum  erbracht.  Hier  hebe 
ich  nur  einige  bezeichnende  Eigentiimlichkeiten  hervor,  die  allein 
schon  geniigen  diirften,  um  die  Gleichheit  der  Person  zu  beweisen. 
Karl  Prachter  hat  (S.  92)  die  personliche  Farbung  hervorgehoben, 
welche  den  Fragmenten  bei  Stobaus  durch  den  haufigen  Gebrauch 
der  ersten  Person  verliehen  wird.  »Die  Autoritat  des  Lehrers  gibt 
seinen  Worten  Gewicht,  wenn  er  sie  als  Ausdruck  seiner  Meinung, 
seines  personlichen  Urteils  oder  Gefiihls  hinstellt. «  Diese  p]igen- 
tiimlichkeit  teilt  die  C(toix6(ucic)  mit  den  S(tobausfragmenten).  Vgl. 

C  1,  1    THC    HGIKHC    CTOIXeiUCeCOC    APXHN    APICTHN    HTOYMAI    mit    S  III  p.  9,  31 

aaa'  erure    kai    kaaon    htoymai   ton   mgta  tamoy  bion.     Ferner  C  3,46 

AOKCT   Ae    MO  I    KAI    CYMHAN    TO    reNOC    TCON    AAOTCON    eKKAINGIN    TON  ANePCJ- 

noN  und  6,  53  <t>AiNeTAi  moi  kai  av'ta  ta  riNoweNA  eesAiOYN  ton  aoton 
mit  S  Ekl.  181,  10  hoay  ag  moi  aokgT  CYMBAAAeceAi  npoc  to  kaaSc  xph- 
CGAi  eeoTc  kai  to  aigiah^^nai  usw.  und  ebendas.  16  hah  kaipon  exem  moi 
TO  noiHTiKON  GKeTNO  aokgT  und  den  anderen  bei  Prachter  S.  92  ange- 
fiihrten  Stellen;  auch  der  Gebrauch  der  1.  Person  Pluralis  findet  sich 
hier  wie  dort:  C  1,  40  eTepoc  Aoroc  e<t>' gayton  hmac  kaagT,  SIII731H 
kai  ah  kata  to^tun  hmTn  cYrKeKe<t>AAAiuceco.  C  6,  22  hantoc  toy  npore- 
roNOTOc  AoroY  koinon  euMeeA  kgoaaaion,  5,43  *epe  a^  mgta  toyto  gn- 

NOHetOMGN,  S  III  731  H  TOYTON  TON  AOrON  eNG^MGNOI  HANTA  Ta7c  AlANOIAIC 
nOAY    <t>WC    eiOMGN    GN    ToTc    KATA  MEPOC. 

Wenn  Prachter  (S.  98)  hervorhebt,  dafi  sich  S,  um  auszudriicken, 
dafi  etwas  geschehen  soli,  gern  des  Verbaladjektivs  auf  -t^on  be- 
dient,  so  gilt  dies  auch  von  C.  Wir  heben  nur  einige  Wendungen 
hervor,  durch  die  der  Leser  aufgefordert  wird,  irgendeine  Wahrheit 
als  Voraussetzung  des  weiteren  Gedankenganges  im  Sinne  zu  be- 
halten:  C  1,  31  TO-t-NTeYeeN  eNGYMHTeoN,  4,3  eni  tcoag  npoceNGYMH- 
T^ON,  S  III  p.  127,  27M  MGTA  TAYTA  a'  gngymht^on,  ebcudas.  128,  15 

OAWC   a'  eNGYMHTeON. 

C  sowohl  wie  S  heben  ofters  beim  Ubergang  zu  einem  neuen 
Punkte  hervor,  dafi  jetzt  die  Gesamterorterung  (aotoc)  weit  genug  ge- 


EINLEITUNG 


IX 


fordert  sei,    uin   zu  diesem  Pimkte  iiberzugehen.     C  7,  50  eNTAveA 

MeNTOl  TOY  AOrOY  rGNOMeNOC  OYK  AN  A  K  A  I  P  CO  C  AIACA<t>o[HN  USW.,  S  III 
p.  135,  26  eNTAYGA  MeNTOl  reNOMGNOIC  OYK  AKAIPOC  TOY  PHeGNTOC 
eni  rONGUN  AIOPICMOY  *ANTAZeTAI  MNHMH,  cbcndas.  150,21  AGYPO  MeNTOl 
TOY  AOrOY  reNOMeNOC  OYK  an  OKNHCaI  MOI  AOKOJ  KAI  THC  AYTOYPriAC  noiH- 
CACGAI    TINA  MNHMHN. 

Gemeinsam  ist  audi  beiden  Scbriftstiicken  (C  und  S)  die  Form, 
in  der  eine  Aufzahlung  durch  ein  zusammenfassendes  Scblufiglied  ab- 
gebrocben  wird:  C  4,  2  npocepeicm  kai  ....  cm  kai  boahn  kai  npocBAHcm 
KAi  HAN  et  Ti  TOYTOic  nAPAnAHcioN  ecTiN,  S  I  p.  G3  W  (iiacli 
melireren  Dichterzitaten)  cynoauc  Te  han  et  ti  toytoic  cTphtai 
n  A  p  An  A  H  c  I  CO  c ,  III  p.  151,  17M   oTon   aaccai   kai   ctaTc  maiai   aiacxicai  tc 

3EYAA  KAI  YAWP  ANIMHCAI  KAI  CKeYH  MeTAOCTNA;  KAI  AlATINAiAl  CTPUMATA  KAI 
HAN    TO    TOYTOIC  nAPAnAHCION. 

Auch  wird  von  diesem  wie  von  jenem  Hierokles  wiederholt  ber- 
vorgeboben,  dal3  fur  ein  stoiscbes  Dogma  zwar  noch  viele  Beweise 
sicb  beibringen  liefien,  fiir  den  gegenwartigen  Zusammenbang  aber 
die  wenigen  vorgebracbten  Beweise  geniigen:  C  3,  53  aaaa  tap  (no  a  a  a) 

MCN    eCTIN    A    CYNHrOPeT  TU    TO    Z(i0N    AlCeANeceAl    eAYTOY,    OCA    Ae    eic  TO 

hapon    Mpmottcn,    XnoxPHcei   ta    AeroMCNA,    S  II  p.  181  W  cue  o  eeoc 

OYAAMH    OYAAMtOC    KAKCON    aTtIOC    CCTIN,    eK    nOAAUN    <(an)    NOHCGIG    TIC,  nPOC 

AC  TO  nAPON  XnoxPHceieN  an  tcuc  o  TTaatwnoc  Aoroc. 

Die  ganze  Abbandlung  bestebt  nacb  der  Auffassung  des  Autors 
aus  einzelnen  Aoroi,  selbstandigen ,  in  sicb  abgerundeten  Gedanken- 
gangen  oder  Beweisfubrungen ,  von  denen  bisweilen  so  gesprochen 
wird,  als  ob  sie  unabbangig  von  dem  Autor  bestanden  und  bandel- 
ten:  C  1,40  eMninTcoN  Ae  e'TCPOc  Aoroc  e<t>' gayton  hmac  kaacT  npoTepoN, 
S  III  p.  730,  17H  aaa'  eTCPOC  ay  aotoc  ecTiN ,   be  hapakaagT  kai  npo- 

TIMAN    AYTHN    TUN  rONeCON. 

Beidemal,  in  C  und  in  S,  liebt  Hierokles  am  Abschlufi  einer 
langeren  Auseinandersetzung  das   Ke*AAAioN    bervorzubeben :    C  (i,  22 

HANTOC     OYN    TOY    nPOrerONOTOC    AOrOY     KOINON     eUJMeeA     Ke*AAAION,     S  III 

p.  9,  24  MAKPOC  AN  reNOie' 6  Aoroc  hant  eneiicoN  ta  kata  mcpoc.  APKeT  tap 
Ke*AAAi0N  eineTN  usw.,  Ill  p.  731  H  kai  ah  kata  toytun  hmTn  CYTKCKe- 
*AAAia)cea). 

Aucb  die  von  Pracbter  S.  102  f.  iiber  die  Hiatusmeidung  in  S  vor- 
gelegten  Beobachtungen  finden  Punkt  fiir  Punkt  auf  C  Anwendung. 


X 


EINLEITUNG 


In  S  findet  sich  lOmal  KAeAnep,  nur  4mal  wcnep,  jenes  nach  vokali- 
schem  und  konsonantischem  Auslaut  oline  Unterschied,  dieses  nur  nach 
konsonantiscliem ;  in  C  7mal  KAeAnep,  nur  2mal  wcnep  bzw.  uc.  Wie 
in  S  so  wird  audi  in  C  oytco  (oytuc)  nur  nach  konsonantischem  Aus- 
laut gebracht  (5mal),  konsonantisch  anlautende  Umschreibungen  des- 
selben,  wie  ton  ayton  xponoN  1,22;  tpohon  on  etnAweN  4,21;  tpohon 
ON  YneAeliAMew  4,43;  kata  re  ta  ayta  1,60  nur  nacli  vokalisch em  Aus- 
laut; KAeAnep  ohne  Unterschied. 

Auch  die  Wahl  zwischen  oti  und  coc  in  Iiihaltsatzen  wird  nach 
Prachter  (S.  103)  in  S  durch  Hiatusriicksichten  beeinfluISt.  Es  kommt 
namlich  in  S  uc  22mal  (llmal  vorVokalen,  llmal  vor  Konsonanten) 
vor,  OTI  5mal  nur  vor  Konsonanten.  In  C  steht  toe  8mal  {7mal  vor 
Vokalen,  Imal  vor  Konsonant),  oti  9mal  (7mal  vor  Konsonanten, 
2mal  vor  Vokalen).  Das  einer  dieser  Konjunktionen  vorausgehende 
Wort  hat  in  C  wie  in  S  fast  immer  konsonantischen  Auslaut;  ausge- 
nommen  ist  in  C  nur  4,  23  nomizu),  wc.  Wenn  nun  auch  hiernach  in 
C  die  relative  Frequenz  von  oti  gegeniiber  toe  etwas  groBer  ist  und 
OTI  z  we  imal  vor  vokalischem  Anlaut  steht,  was  in  S  zufallig  nicht 
vorkommt,  so  erkennt  man  doch  beidemal  dasselbe  Verfahren,  die 
Auswahl  zwischen  oti  und  toe  nach  Hiatusriicksichten  zu  treffen. 

In  vielen  Fallen  meidet  C  wie  S  den  Hiatus  durch  die  auch  gra- 
phisch  ausgedriickte  Krasis:  1,  17  kahciaAn,  1,  28  ka'n  (=  kai  eAn),  1,  28 
TAAAA,  1,  31  TOY'NTe?eeN,  1,  33  eATepoY,  1,  53  KAniTHAeioTHTOc,  1,  56.  57  ka- 
neiAAN,  2,40  To>^AA<(>oe,  4,7  toyaAxioton,  4,9  kantayoa,  4,41  eATepoN, 
4,  53  tay'ton,  5,  22  kan  (=  kai  cn),  6,  6  kahI,  6,  6  tanAaoton,  7,  16  kan 
(=  KAI  cn),  7,21  KAN  {=  KAI  cAn).  Wcr  diese  Aufzahlung  mit  der  bei 
Prachter  (S.  104)  vergleicht,  wird  die  grundsatzliche  Ubereinstimmung 
der  Schreibweise  erkennen. 

Soli  die  Ubereinstimmung  von  C  und  S  im  Gebrauch  seltenerer 
Worte  und  Wortverbindungen  gezeigt  werden,  so  miissen  natiirlich 
Termini  der  stoischen  Philosophic  (wie  oYNAreAACTiKoc,  ^iaaytia)  ganz 
aufier  Betracht  bleiben.  Doch  diirften  die  folgenden  Parallelen  in  ihrer 
Gesamtheit,  wenn  auch  nicht  jede  fiir  sich,  die  Identitat  des  Autors 
wahrscheinlich  machen. 

S  gebraucht  4mal  oi  reiNAweNoi  =  die  Eltern,  C  5,  58  h  reiNAweNH 
=  die  Mutter.  —  »Ununterbrochen«  heiCt  in  C  wie  in  S  AiANCKHe.  — 
S  spricht  III  p.  150, 12 M  von  ta  katoikiaia  tun  eprcoN,  C  3,  40  von  katoikiaia 


EINLEITUNG 


XI 


NeoTTiA.  —  S  nennt  III  126,  12M  eine  Vorschrift  enieiKuc  evnopoc,  C 
sagt  3,11  enieiKcoc  nAeoNAzoN.  Beidemal  entspriclit  enieiKuc  unserm  »ziem- 
lich«.  —  "OiAOTexNiA  bedeutet  bei  S  III  p.  98,  23  "diplomatisches  (vvolil- 
berechnetes)  Benehmen«  der  Kinder  gegeniiber  den  Eltern.  In  dersel- 
ben  Bedeutung  gebrauclit  C  7,  10  cMAoxexNuc  von  dem  Verlialten  der 
Warterin  zu  dem  Kinde.  —  S  iind  C  gebrauchen  oeen  =  »dalier« 
ofter,  um  einen  Hauptsatz  anzukniipfen:  C  2,  28.  G,  49,  S  III  p.  733  H, 
III  p.  8,  20  M  u.  a.  —  >.Schwangerschaft«  heiBt  bei  S  III  p.  151,  29  M 
kyo*op(a,  C  spricht  1,  8  von  einem  kyooopoyn  ccoma.  —  *epeiN  wird  von 
S  und  C  =  »beitragen«  gebrauclit,  wie  wolil  sonst  cvMBAAAeceAi  steht. 
Denn  S  sagt  III  98,  24  (t>epe\  a  eni  thn  eYevMiAN  aytoTc  kai  t6  tun  eHTi- 
KoorepuN  —  YnHPeTHMATtoN  XnTeceAi  noje  toyc  haTaac  =  »es  tragt  zur  Zu- 
friedenheit  der  Eltern  bei,  wenn  ihnen  ihre  Kinder  bisweilen  Sklaven- 
dienste  leisten«;  und  C  1,35  <t>epei  tap  eic  rNflciN  toy  hputoy  oiKeloY  = 
»die  Untersuchung  iiber  die  Selbstwahrnelimung  der  Lebewesen  tragt 
zur  Erkenntnis  des  urspriinglichsten  Naturtriebes  bei«. 

Diese  Zusammenstellung  iibereinstimmender,  nicht  gewohnlicher 
Ausdrucksweisen  liefie  sich  noch  sehr  vermehren.  Doch  geniigt  wohl 
das  hier  Gebotene,  um  zur  Gewifilieit  zu  erheben,  was  ja  schon  a 
priori  als  das  Wahrscheinliclie  gelten  muB:  daB  namlich  der  stoische 
Ethiker  Hierokles  bei  Stobaus  und  der  Verfasser  unserer  CToixeicocic 
eine  und  dieselbe  Person  ist. 

3.    Das  Werk. 

Wir  konnen  aber  noch  einen  Schritt  weiter  gehen  und  al,"  wahr- 
sclieinlich  bezeichnen,  daB  die  »Elementarlehre«  des  Papyrus  einst 
einen  Bestandteil  desselben  Werkes  des  Hierokles  bildete,  aus  dem  die 
Stobausexzerpte  stammen. 

Die  Anlage  des  Werkes,  das  wir  aus  Stobaus  kennen  lernen,  hat 
Prachter  (S.  7 — 12)  grundlegend  erortert.  Die  Stobausexzerpte  stc^mmen 
samtlich  aus  einer  speziellen  Pflichtenlehre  (nepi  KAeHK6NT(jjN).  Der  Reihe 
nach  wurden  hier  die  einzelnen  Pflichtenkreise  abgehandelt:  die  Pflich- 
ten  gegen  die  Gotter,  gegen  das  Vaterland,  gegen  die  Eltern,  gegen 
die  Geschwister,  gegen  die  ubrigen  Blutsverwandten ;  audi  ein  Ab- 
schnitt  iiber  Haushalt  und  EheschlieBung  war  vorhanden;  weiter 
miissen  die  Pflichten  gegen  die  ubrigen,  nicht  zur  Familie  gehorigen 


XII 


EINLEITUNG 


Mensclien  behandelt  gewesen  sein.  Die  einzelnen  Abschnitte  batten 
Spezialtitel ,  nach  deneii  Stobaus  zitiert,  also  als  Teile  eine  gewisse 
Selbstandigkeit,  bildeten  aber  docb  zusammen  ein  Ganzes,  eine  syste- 
inatische  Behandlung  der  ganzen  Pflichtenlehre.  Unmoglich  kann  jeder 
einzehie  der  von  Stobaus  betitelten  Abschnitte  eine  besondere  Rolle 
gefilllt  haben.  Sie  bildeten  ein  in  sich  zusammenhangendes ,  literariscli 
und  buchhandleriscli  einheitliches  Werk.  Prachter  liat  nachgewiesen, 
dafi  dem  Abschnitt  iiber  die  Pflichten  gegen  die  Gotter  noch  einer 
vorausging,  der  von  den  Pflichten  des  einzelnen  gegen  sich  selbst 
handelte:  nwc  xPHcreoN  eAYxoTc.  Denn  so  ist  Stob.  Flor.  Ill  p.  135,  6M 
zu  lesen.  Da  es  nun  an  einer  andern  Stelle  Stob.  Ekl.  I  p.  63,  10  W 
heifit:  m!a  tap  tic  hn  toon  apgtcon  kai  h  AMexAnTcoclA  kai  bgbaiothc  und  mit 
diesen  Worten  offenbar  auf  einen  friiheren,  die  Tugendlehre  behan- 
delnden  Teil  verwiesen  wird,  so  vermutet  Prachter,  das  Kapitel  iiber 
die  Tugendlehre  sei  identisch  mit  dem  iiber  die  Pflichten  gegen  sich 
selbst,  "insofern  sicli  Tugenden  und  Laster  in  letzter  Instanz  als  rich- 
tiges  und  unrichtiges  Verhalten  gegeniiber  der  gegebenen  eigenen  In- 
dividualitat  darstellen«.  Diese  Auf'tassung  Prachters  kann  ich  niir  nicht 
aneignen.  Die  Kapitel  nepi  APercoN  und  nepi  KAeHKONTcoN  sind  in  der 
stoischen  Ethik  immer  getrennt.  Jenes  handelt  von  dem  sittlichen 
Ideal,  das  in  dem  Weisen  verkorpert  gedacht  wird,  dieses  gibt  prak- 
tisch  brauchbare  Vorschriften ,  die  auch  der  Nichtweise  erfullen  kann. 
Der  Abschnitt  nuc  xphctgon  gaytoTc  bildete  einen  Bestandteil  der  Lehre 
von  den  KAetHKONiA,  wie  die  ubrigen,  die  wir  durch  Stobaus  kennen 
lernen.  AuBerdem  war,  wie  die  andere  Riickverweisung  Ichrt,  eine 
Tugendlehre  vorhanden.  In  dieser  mu6,  nach  der  Natur  der  Sache, 
im  Gegensatz  zu  dem  populliren  und  praktisch-paranetischen  Charak- 
ter  der  Pflichtenlehre,  die  wissenschaftliche  Erorterung  theoretischer 
Fragen  vorgelierrscht  haben.  Damit  ist  schon  der  wichtigste  P'inwand 
hinweggeraumt,  den  man  gegen  die  Zugehorigkeit  der  Cxoixefucic  zu 
dem  bei  Stobaus  exzerpierten  Werke  erheben  konnte:  dafi  niimlich 
ihre  vorsichtig  in  Beweisen  fortschreitende ,  auf  Wissenschaftlichkeit 
Anspruch  erhebende  Darstellung  von  der  erbaulichen  Farbung  und  aufs 
Gefiihl  berechneten  Rhetorik  der  Stobausexzerpte  verschieden  sei.  Denn 
es  scheint  nun  gesichert,  dafi  Hierokles  den  erbaulichen  Ausfiihrungen 
der  Pflichtenlehre  einen  theoretischen  Unterbau  gegeben  hatte.  Der 
erwiihnte  Gegensatz  wird  durch  die  Tugendlehre,  deren  einstiges  Vor- 


EINLEITUNG 


XIII 


handensein  jenes  Zitat  beweist,  ausgegliclien  und  iiberbriickt.  Der  theo- 
retische  Unterbau  kann  aber  nicht  auf  die  Tugendlehre  beschrankt  ge- 
wesen  sein.  Diese  liefi  sich  nicht  loslosen  von  der  Giiterlehre  (nepi 
ATAetoN  KAi  KAKcoN  KAi  o-Y-AejepcoN) ,  und  diese  wiederum  muBte  auf  der 
Lehre  vom  lioehsten  Gut  (nepi  xeAOYc)  und  vom  urspriingiichsten  Na- 
turtriebe  (npwTH  oiKeicocic)  fuBen.  Durch  diese  Erwagung  ist  also  die 
allgemeine  Wahrscheinlichkeit  erwiesen,  dafi  das  von  Stobaus  exzer- 
pierte  Werk  mit  Erorterungen  anhob,  wie  wir  sie  in  der  Cxoixeicocic 
des  Papyrus  lesen. 

Es  lafit  sich  aber  auch  von  der  anderen  Seite  her  dartun,  dafi 
die  Croixeicocic  kein  selbstandiges,  die  ganze  Ethik  in  nuce  entlialten- 
des  Werk,  sondern  nur  der  Unterbau  eines  die  ganze  Ethik  umfas- 
senden  systematischen  Werkes  war.  An  sich  lafit  wohl  der  Titel  Cxoi- 
xeiwcic  =  »Elementarlehre«  eine  doppelte  Auffassung  zu.  Man  kann 
dabei  entweder  an  eine  elementare  Darstellung  der  ganzen  Ethik 
denken.  In  diesem  Sinne  konnte  man  Epikurs  Brief  an  Menoikeus 
eine  hgikh  croixeiucic  nennen.  Cxoixeicocic  ware  dasselbe,  was  Anesidem 
und  Sextus  Ynoxvncocic  nannten.  Oder  Cxoixelucic  bezeichnet  die  Elror- 
terung  der  grundlegenden  Prinzipienfragen,  die  Fundamentaltheorie. 
Liest  man  nun  die  erhaltene  Cxoixeiucic  des  Hierokles,  so  ist  sofort 
klar,  dai3  der  Titel  im  letzteren  Sinne  zu  verstehen  ist.  Der  Autor 
hat  es  nicht  darauf  abgesehen,  ein  Kompendium  der  stoischen  Ethik 
zu  liefern  und  ihre  wichtigsten  Lehrsfitze  in  einem  Merkbiichlein  fur" 
den  Anfanger  kurz  zusammenzustellen ,  sondern  in  dem  Bestreben, 
eine  festbegrvindete  und  unwandelbare  Uberzeugung  von  den  Grund- 
lehren  in  dem  Leser  zu  erzeugen,  verweilt  er  bei  diesen  mit  einer 
an  Redseligkeit  grenzenden  Ausfiihrlichkeit.  Sollte  mit  gleicher  Aus- 
fiihrlichkeit  die  ganze  Ethik  durchgenommen  werden,  so  waren  dazu 
viele  Volumina  erforderlich.  Der  Titel  zeigt  aber  neben  Cxoixeicocic 
HGIKH  keine  Buchzahl.  Wir  diirfen  also  schlieBen,  da6  sie  die  Grenzen 
einer  Rolle  nicht  iiberschritt.  Der  wievielte  Teil  der  ganzen  Rolle 
erhalten  ist,  konnten  wir  von  der  Hieroklesseite  aus  nicht  erschliefien. 
Wohl  aber  bietet  die  Didymosseite  dafiir  Anhaltspunkte.  Legen  wir 
die  Berechnung  von  H.  Diels  (Einleitung  S.  XIX)  zugrunde,  so  sind 
von  dem  Didymostexte,  gegeniiber  15  erhaltenen  Kolumnen,  etwa  8 
verloren  gegangen.  Mit  anderen  Worten:  der  erhaltene  Teil  betragt 
ungefahr  zwei  Drittel  der  voUstandigen  Rolle.   Erwagt  man  nun,  dafi 


XIV 


EINLEITUNG 


in  der  letzten  erhaltenen  Kolumne  des  Hierokles  noch  immer  von  der 
oiKeiucic  die  Rede  ist,  so  ist  wolil  klar,  da6  in  dem  verlorenen  Drittel 
der  Rolle  unmogiich  die  ganze  stoische  Ethik  kann  behandelt  gewesen 
sein.  Verstandlich  wird  die  Anlage  nur,  wenn  wir  die  Croixefcjcic ,  in 
der  zweiten  der  zur  Auswahl  gestellten  Bedeutungen,  als  Erorterung 
der  Fundamente  auffassen.  Ist  aber  dies  der  Charakter  der  CToixeicocic, 
so  ist  sie  wie  geschafien,  um  einem  groi3en  systematischen  Werke 
iiber  Ethik  als  Einleitungskapitel  zu  dienen.  Sie  ist  ganz  das,  was 
wir  als  erstes  Kapitel  des  von  Stobaus  exzerpierten  Werkes  a  "priori 
erschliefien  durften.  Da6  sie,  obgleich  nur  Einleitung  und  Bestandteil 
eines  groiSeren  Werkes ,  einen  selbstandigen  Titel  hat,  in  dem  auf  den 
Titel  des  Gesamtwerkes  nicht  Bezug  genommen  wird,  hat  seine  Paral- 
lele  in  den  Titeln  der  Stobausexzerpte ,  die  ja  auch  auf  den  Gesamt- 
titel  keine  Riicksicht  nehmen.  Es  darf  diese  Art  der  Betitelung  um 
so  weniger  auffallen,  weil  der  erste  Abschnitt  des  Werkes,  die  Fun- 
damentallehre,  auch  abgesehen  von  dem  Oberbau,  selbstandigen 
Wert  hatte  und  weil,  wie  oben  bemerkt,  unsere  Handschrift  kein 
Buch,  sondern  eine  Privatabschrift  ist. 

Als  Ergebnis  der  bisherigen  Erorterung  betrachte  ich  also  einen 
hohen  Grad  von  Wahrscheinlichkeit,  daB  die  Cxoixeiucic  des  Papyrus 
das  Einleitungskapitel  des  von  Stobaus  exzerpierten  Werkes  bildete. 

Nicht  so  sicher  scheint  mir,  was  Prachter  iiber  den  Gesamttitel 
des  Werkes  ermittelt  zu  haben  glaubt.  Die  von  Prachter  S.  4  zusam- 
mengestellten  Hierokleszitate  der  Lexikographen  nennen  zum  Teil  ein 
ctJiAOcooio^MeNA  bctiteltcs  Werk,  und  zwar  wird  Suid.  s.  v.  a^cxh  aus  dem 
ersten  Buch  dieser  0iAOcott>oYMeNA  der  Gebrauch  von  a^cxai  —  kag^apai 
KAi  Tonoi,  CN  oTc  eitbeecAN  AepoizoMeNoi  <t>iAoco<i>eTN  belegt  und  aus  dem 
zweiten  Buche  desselben  Werkes  Suid.  s.  v.  ewnoAUN  der  Satz:  tic  tap 

AYTCON    (scil.  TWN    <t>l AOCO^Wn)    OYXI    KAI    efHMe    KAI    HaTaAC    ANGIAATO    KAI  O^CIAC 

eneMeAHGH  wHAeNOC  ewnoAtoN  ontoc;  Das  letztere  Zitat  beriihrt  sich  so 
nah  mit  einer  Stelle  des  Exzerptes  aus  Hierokles  nepi  tamoy  Stob.  Flor. 
Ill  p.  7,  24f.  M,  da6  man  zum  mindesten  den  Hierokles  des  Suidas 
mit  dem  des  Stobaus  gleichsetzen  mufi.  Eine  andere  Frage  ist  es,  ob 
auch  die  OiAoco-ooiweNA,  auf  die  sich  die  Suidaszitate  beziehen,  mit 
dem  von  Stobaus  exzerpierten  Werke  identisch  sind.  Wenn  wir  beide 
identifizieren ,  so  mufiten  die  stobaanischen  Exzerpte  iiber  die  Pflichten- 
lehre  entweder  alle  aus  dem  zweiten  oder  teils  aus  dem  ersten,  teils 


EINLEITUNG 


XV 


aus  dem  zweiten  Buch  der  ct)iAoco*OYMeNA  entlehnt  sein.  Die  letztere 
Annahme  ware  wahrscheinlicher,  weil  auch  die  dem  ersten  Buch 
entnommene  Stelle  iiber  agcxai  auf  einen  ethisch-paranetischen  Zusam- 
menhang  zu  deuten  scheint.  Das  Bild  aber,  das  sich  auf  Grund  dieser 
Annahme  von  der  Anlage  der  <t'iAoco*OYMeNA  ergebcn  wiirde,  ist  unver- 
einbar  mit  dem,  welches  unsere  bishei'ige  Erorterung  von  dem  bei 
Stobiius  exzerpierten  Werke  ergeben  hat.  Ein  groBes  systematisches 
Werk  iiber  Ethik,  das  schon  fiir  die  CToixeioocic  eine  ganze  RoUe  ver- 
brauchte  und  dann  die  Tugendlehre  ausfuhrlich  behandelte,  konnte 
schwerlich  schon  im  zweiten  Bande  die  ganze  Pflichtenlehre  erledigen 
und  bis  zu  dem  Abschnitt  nepi  tamoy  gelangen,  der  zu  den  spateren 
der  Pflichtenlehre  gehorte.  Es  kommt  hinzu,  da6  fiir  ein  solches  sy- 
stematisches Werk  iiber  Ethik  der  Titel  4>iAoco<j>OYMeNA  ungeeignet  er- 
scheint.  Um  diesen  zu  erklaren,  miifite  man  annehmen,  das  Werk  habe 
auch  die  Logik  und  Physik  mitumfafit.  Denn  warum  sollte  sonst  der 
allgemeine  und  unbestimmte  Ausdruck  statt  des  speziellen  und  den 
Inhalt  tretfender  bezeichnenden  hgika  oder  hgikh  nPArwATefA  gewahlt 
worden  sein?  Waren  aber  auch  Logik  und  Physik  in  den  0iAoco<t>o^- 
MGNA  mitbehandelt,  so  konnte  schwerlich  die  Ethik  gerade  die  beiden 
ersten  Biicher  fiillen.  Denn  wenn  auch  die  Reihenfolge  der  Teildiszi- 
plinen  nach  Diog.  Laert.  VII  40  bei  den  Stoikern  schwankte ,  so  konnte 
doch  ein  Mann  wie  Hierokles,  seiner  ganzen  Geistesrichtung  nach, 
die  philosophische  Darstellung  nur  in  der  Ethik  gipfeln  lassen.  iTber- 
haupt  pa6t  der  Titel  0iAoco<ooYMeNA  nicht  fiir  ein  systematisches  Lehr- 
buch,  wie  wir  es  in  der  Ctoixgiucic  und  bei  Stobaus  kennen  lernen, 
sondern  viel  besser  fiir  die  selbstandige  Erorterung  philosophischer 
Einzelfragen.  Ich  glaube  daher,  daI3  die  von  Suidas  zitierten  I^iaoco- 
<t>o^MeNA  von  dem  uns  teilweise  erhaltenen  Werke  verschieden  sind. 
DaB  ein  einzelner  Punkt,  wie  die  Empfehlung  der  EheschlieBung,  in 
beiden  Werken  zur  Sprache  kam,  ist  nicht  auffallend. 


4.    Der  Inhalt. 

Bei  einem  Stoiker  hadrianischer  Zeit  versteht  es  sich  von  selbst, 
daB  er  kein  selbstiindig  mit  den  philosophischen  Problemen  ringender 
Denker  ist.  Nur  wo  zwischen  den  maBgebenden  Autoritaten,  Zenon, 
Kleanthes,  Chrysippos,  Poseidonios,   iiber  Einzelheiten  des  Dogmas 


XVI 


EINLEITUNG 


Meinungsverschiedenlieiten  bestanden,  konnte  ein  solcher  Mann  durch 
begriindete  Auswahl  seine  Selbstandigkeit  betatigen.  Aber  aucli  der- 
artige  Entscheidungen  wurden  fast  ausscliliefilich  auf  Grand  von  Er- 
wagungen  und  Argumenten  getrofFen,  die  aus  den  Debatten  der  alteren 
Zeit  stammten.  Bei  alien  strittigen  Punkten  war  ein  reicher  Argumen- 
tenscliatz  fiir  und  wider  durch  die  wissenschaftliche  Arbeit  friiherer 
Generationen  aufgehauft,  aus  dem  die  Stoiker  der  Kaiserzeit  sehopften, 
olme  ilm  zu  vermehren.  Die  ihnen  gestellte  Aufgabe  war  also  mehr 
eine  didaktische  als  eine  wissenschaftliche.  Vor  allem  waren  sie  Lehrer 
der  Jugend  und  als  solche  bemiiht,  ihre  Schulphilosophie  in  den  Dienst 
des  praktischen  Erziehungszweckes  zu  stellen.  Die  Weltansicht  soUte 
der  Lebensanschauung  und  die  Lebensanschauung  dem  praktischen 
Verhalten  als  Grundlage  dienen.  Es  gab  wohl  Lehrer,  die  sich  iiber- 
liaupt  auf  praktisch-ethische  Paranese  beschrankten  und  nicht  fiir 
notig  hielten,  iliren  Schiilern  erst  eine  begriindete  Weltansicht  einzu- 
ptlanzen.  Aber  diese  Popularphilosophen ,  fur  die  uns  Dio  von  Prusa 
als  Typus  gelten  darf,  gehen  uns  hier  nichts  an.  Sie  nehmen  eine 
Mittelstellung  zwischen  Philosophen  und  Sophisten  ein,  und  ihre  Arbeit 
bewegt  sich  mehr  auf  dem  Felde  der  Volksaufklarung  als  auf  dem  der 
hoheren  Jugendbildung.  Neben  ihnen  hat  es  immer  Stoiker  gegeben, 
die  ihren  Schiilern  das  System  in  streng  wissenschaftlicher  Form  iiber- 
mittelten  und  sie  in  alle  Subtilitaten  der  theoretischen  Philosophic 
einfiihrten.  Innerhalb  dieser  Schulphilosophie  waren  je  nach  der  Starke 
des  rein  wissenschaftlichen  Interesses  wieder  verschiedene  Abstufungen 
vorhanden.  Anders  muBte  der  Unterricht  bei  denjenigen  Philosophen 
ausfallen,  denen  die  Naturerkenntnis  um  ihrer  selbst  willen  als  wert- 
voU  gait,  anders  bei  denjenigen,  die  sie,  wie  Musonius  und  Epiktet, 
ledigiich  als  Grundlage  der  ethischen  Bildung  schatzten.  Was  wir  von 
den  beiden  genannten  Mannern  besitzen,  bezieht  sich  ausschlieBlich 
auf  praktisch-ethische  Fragen.  Aber  es  ist  unzweifelhaft,  dafi  beide 
auch  theoretischen  Unterricht,  und  zwar  nicht  nur  in  der  Ethik,  son- 
dern  auch  in  der  Logik  und  Physik,  erteilten.  In  der  'Hgikh  Croixelcocic 
des  Hierokles  lernen  wir  nun  ein  stoisches  Lehrbuch  der  Ethik  etwa 
aus  hadrianischer  Zeit  kennen,  das  dem  Gebaude  der  Pflichtenlelire 
einen  breiten  und  soi-gfaltig  ausgefiihrten  theoretischen  Unterbau  gibt. 
Es  ist  etwas  ganz  anderes  als  jene  doxographischen  Abrisse  der  stoi- 
schen  Lehre,  die  uns  in  Stobaus'  Eklogen,  bei  Diogenes'  Laertius  und 


EINLEITUNG 


xvn 


bruchstiiclcweise  aucli  an  andern  Orten  erhalten  sind.  Hier  redet  nicht 
ein  gelehrter,  aber  trockener  Berichterstatter,  sondern  ein  berufsmafiiger 
Vertreter  der  stoischen  Lehre,  der  eifrig  bestrebt  ist,  uns  von  ihrer 
Wahrheit  zu  uberzeugen.  Hierauf  beruht  der  hauptsaclilicliste  Wert 
des  Fundes.  Denn  eine  systematische  Darstellung  der  stoischen  Lehre 
aus  der  Kaiserzeit  besafien  wir  bisher  nicht.  Ohne  Zweifel  haben  wir 
uns  das  Werk  des  Hierokles  als  den  literarischen  Niederschlag  einer 
miindlichen  Lehrtatigkeit  zu  denken.  Auf  diesen  Zusammenhang  weisen 
der  eleinentare  Charakter  der  Darstellung,  die  an  die  Fassungskraft 
des  Lesers  moglichst  geringe  Anforderungen  stellt,  und  ilire  schon  oben 
geschilderte  personliche  Farbung.  Doch  handelt  es  sich  nicht  um 
»Kollegienhefte«,  sondern  um  eine  sorgfaltig  stilisierte,  literarische  Ar- 
beit, die  geMlig  und  geschmackvoll  sein  will.  Wir  erhalten  also  einen 
Einblick  in  die  Art  und  Weise,  wie  in  der  ersten  Kaiserzeit  stoische 
Schulphilosophie  von  den  Professoren  vorgetragen  wurde.  Selbstver- 
standlich  darf  das  hier  gewonnene  Bild  nicht  voreilig  verallgemeinert 
werden.  Aber  man  gewinnt  doch  den  Eindruck,  dafi  Hierokles  in 
seinem  Lehrgang  einem  festen,  durch  tJberlieferung  gegebenen  Schema 
folgt.  Hiervon  abgesehen,  wird  natiirlich  vor  allem  die  Frage  zu  stellen 
sein,  ob  und  was  der  neue  Text  iiber  die  altstoische  Lehre  neues 
bringt.  Wir  sind  gewifi  berechtigt,  die  neuen  Begriffe  und  Dogmen, 
die  in  der  Croixeicjcic  teils  vorausgesetzt,  teils  abgeleitet  werden,  ebenso 
auf  die  altstoische  Lehre  zuriickzufuhren,  wie  die  schon  bekannten, 
fiir  die  sich  diese  Ableitung  von  selbst  ergibt.  Es  ist  nicht  die  Ab- 
sicht  dieser  Einleitung,  nach  dieser  Richtung  hin  die  Bedeutung  des 
neuen  Textes  erschopfend  zu  behandeln.  Nur  auf  einige  Hauptpunkte 
sei  kurz  hingewiesen. 

1.  Namentliche  Fragmente  alterer  Stoiker  gewinnen  wir  nicht. 
Denn  nur  an  einer  Stelle  werden  Chrysippos  und  Kleanthes  von  Hiero- 
kles zitiert,  und  gerade  an  dieser  Stelle  (Kol.VIII  10)  ist  der  Text  so 
hoffnungslos  zerstort,  da6  wir  die  berichteten  Ansichten  der  beiden 
Philosophen  nicht  mehr  erkennen  und  nur  sagen  konnen:  es  han- 
delt sich  um  die  abweichenden  Ansichten  des  Chrysippos  und  des  Kle- 
anthes iiber  Wahrnehmung  (ATceHcic)  und  Vorstellung  (^antacia).  Nach- 
dem  Hierokles  die  ununterbrochene  Selbstwahrnehmung  des  Lebewesens 
seit  seiner  Geburt  bewiesen  und  auch  festgestellt  hat,  dafi  os  an  der 
aus  dieser  Wahrnehmung  stammenden  Vorstellung  (^antacia)  Wohl- 

Berliner  IClaasikertexte  ,  Heft  4.  2 


XVIII 


EINLEITUNG 


gefallen  empfindet,  woraus  dann  das  oiKeiOYceAi  eAVTco  kai  th  eAYTo? 
CYCTAcei  und  der  Trieb,  sich  im  naturgemaJBen  Zustande  zu  erlialten, 
von  selbst  entspringt,  erklart  er,  es  sei  hier  der  richtige  Ort,  genauer 
iiber  das  Zustandekommen  und  die  Beschaffenheit  der  ^antacIa  zu  liaii- 
dehi.  Es  wird  nun  auseinandergesetzt,  dafi  diese  (genieint  ist  offen- 
bar  die  Vorstellung,  die  das  Lebewesen  von  sich  selbst  hat)  in  der 
ersten  Zeit  seines  Lebens  noch  nicht  stark,  deutlich  und  sicher  genug 
sei,  sondern  erst  durch  die  Entwicklung  des  Lebevvesens  zur  Reife 
diese  Vorziige  erlange.  In  den  schwerverderbten  Zeilen  am  Anfang 
der  achten  Kolumne,  deren  Wortlaut  sich  nicht  mit  voller  Sicherheit 
herstellen  lieB,  ist  doch  so  viel  erkennbar,  dafi  drei  Griinde  fur  die 
Unzulanglichkeit  der  Wahrnehmung  und  Vorstellung  im  Kindesalter  bei- 
gebracht  werden.  Er sten s  wird  ein  leider  nicht  mehr  erkennbarer  Grund 
angegeben,  um  deswillen  der  Eindruck  der  erforderlichen  Starke 
entbehre  (oyk  icxypa  h  ^antacia).  Zweitens  wird  betont,  daB  der  mit 
der  ganzen  Seele  aufgenommene  Eindruck  der  erforderlichen  Schei- 
dung  seiner  Bestandteile  entbehre  und  dalier  verworren  (cYrKexYweNoc) 
sei.  Drittens  wird  die  mangelnde  Ul)ung  der  Seele  in  der  Verar- 
beitung  der  Eindriicke  hervorgehoben.  An  diese  Erorterung  schlieCt 
sich  die  Erwahnung  einer  Kontroverse  zwischen  Chrysippos  und  Kle- 
anthes  unmittelbar  an;  und  zwar  wurde  die  Chrysippische  Ansiclit  zu- 
erst  besprochen,  wodurch  wahrscheinlich  gemacht  wird,  daC  Hiero- 
kles  dem  Kleanthes  zustimmte,  da  er  sonst  schwerlich  von  der  histori- 
schen  Reilienfolge  abgewichen  ware.  Ich  glaube  aus  dem  dargelegten 
Zusammenhang  schlielSen  zu  konnen,  dafi  sich  die  Kontroverse  der 
beiden  Philosophen  auf  die  Entwicklung  der  Selbsterkenntnis  bezog, 
und  da6  es  sich  hier  nicht  um  die  bekannte  Kontroverse  handeln 
kann,  daB  die  *antacia  von  Kleanthes  als  tyhcocic  kat' gicoxhn  kai  eio- 
XHN  nach  Art  eines  Siegelabdruckes  in  Wachs,  von  Chrysippos  weniger 
grobsinnlich  als  aaaoiucic  gefaBt  wurde.  Denn  die  Erorterung  dieser 
Kontroverse  wiirde  dem  Hierokles  fur  seinen  augenblicklichen  Zweck 
keinen  Nutzen  gebracht  haben.  Ihm  kann  es  ja  hier  nur  darauf  an- 
kommen,  zu  zeigen,  wie  sich  die  oiKeicocic  von  den  npuTA  kata  *ycin 
auf  den  Aoroc  und  auf  die  Tugend  ubertragt,  um  so  den  Ubergang 
zu  der  Lehre  vom  verniinftigen  Lebenszweck  (jeAoc)  vorzubereiten.  Nur 
auf  diese  Chrysippische  Lehre,  deren  Belege  ich  Stoic,  vet.  fr.  Ill  cap.  4 
§  2  zusammengestellt  habe,  kann  Hierokles  mit  seiner  Erorterung  iiber 


EINLEITUNG 


XIX 


die  Entwicklung  der  Selbsterkenntnis  abzielen.  Auf  diese  wird  sich 
auch  die  lierangezogene  Kontroverse  zwisehen  Chrysippos  und  Klean- 
thes  bezogen  haben.    Melir  wird  sich  leider  nicht  ermitteln  lassen. 

2.  WertvoU  ist  die  gleich  am  Anfang,  Kol.  l,5f.,  sich  findende 
Schilderuiig  der  Erzeugung  und  Geburt  des  Lebewesens,  weil  sie  zu 
den  langst  bekannten  Daten  fiir  diese  stoische  Lehre  einige  neue  Einzel- 
lieiten  liinzufugt.  Die  Empfangnis  ist  nach  Hierokles  dadurch  bedingt, 
dafi  der  Eintritt  des  Samens  in  die  Gebarmutter  zur  reehten  Zeit  (eN 
KAipffl  Tu  npochiKONTi)  crfolgt  und  diese  sich  in  voller  Kraft  der  Gesund- 
heit  befindet.  Diese  Bedingungen  scheinen  sonst  nicht  aus  stoisclien 
Quellen  bezeugt  zu  sein.  DaB  der  Same  mit  dem  Augenblick  der  Em- 
pfangnis die  Fiihigkeit  eigener  Bewegung  erlangt  und  zur  <t>Ycic  wird 
und  als  solche  aus  dem  miitterlichen  Leibe  die  Nahrungsstoffe  an  sich 
zieht  und  den  Embryo  formt,  entspricht  ganz  den  Stoic,  vet.  fr.  II 
n.  745  und  746  angefiihrten  Stellen  aus  Philo  und  Origenes.  Die  <t>Ycic 
wird  als  eine  methodisch  und  zweckmaBig  wirkende  Kraft  geschildert 
(nNGYMA  -  oAco  KiNOYMGNON  An'  APXHc  eic  Aoc) ,  die  ihrc  Arbeit  ohne  Be- 
wufitsein  nach  einer  ewigen,  unverriickbaren  Ordnung  (kata  tinac  ahapa- 
BATOYC  TAieic)  vcrrichtet.  Ihre  Tatigkeit  besteht  nach  Kol.  6,  15  im 
CYNexeiN,  cuzeiN,  TPe*eiN,  AYiem  des  <t>YT6N. 

Etwas  Neues  wiirden  wir  vielleicht  erfahren  iiber  die  Wandlun- 
gen  des  Pneuma  im  Embryo  Kol.  1, 15,  wenn  nicht  gerade  an  der  ent- 
scheidenden  Stelle  die  lilrganzung  zweifelliaft  bliebe.  Bekanntlich  neh- 
men  die  Stoiker  an,  dal3  der  Embryo  auf  der  Stufe  des  pllanzlichen 
Lebens  bleibt.  Erst  bei  der  Geburt  wird  das  ihm  einwohnende  Pneuma, 
das  bis  dahin  <t>Ycic  war,  durch  die  Einwirkung  der  umgebenden  Luft, 
d.  h.  durch  die  Atmung,  zur  Seele  (vgl.  Stein,  Psychol,  d.  Stoa  1113 
bis  1 19).  Diese  Umwandlung  soli  durch  eine  Abkiihlung  bewirkt  werden, 
obgleich  das  Seelenpneuma  nach  der  stoischen  Lehre  diinner  und  folg- 
lich  auch  warmer  als  das  pflanzliche  ist.  Schon  die  antiken  Gegner 
der  Stoa  haben  auf  diesen  Widerspruch  hingewiesen  (Stoic,  vet.  A-.  II 
cap.  5  §  4).  Bei  Hierokles  lesen  wir  nun ,  dal3  das  Pneuma  des  P^m- 
bryo  anfanglich  zwar  nAx^repoN  und  von  der  Seele  sehr  verschieden 
ist  (makpan  A<t>ecTHKYTA  YYXHc),  spjitcr  aber,  wenn  die  Geburtsstunde  naher 

riickt,  durch  bestandige  Bewegungen  (toTc  CYNexecm  e  )  geschuttelt 

und  angefacht  (pinizoweNH)  und  dadurch  verdiinnt  wird  {AnoAenTYNCTAi). 
Es  folgen  Worte,  deren  befriedigende  Erganzung  mir  nicht  gelungen 

2* 


XX 


EINLEITUNG 


ist.  Sie  bezeichneten  den  durch  das  AnoAenxYNeceAi  erreichten  Zustand 
des  Pneuma  als  einen  dem  seelischeii  Pneuma  nahestehenden,  um  so 
die  mit  der  Geburt  eintretende  plotzliche  Umwandlimg  in  eine  Seele 
glaublich  zu  machen.  Soviel  geht  aus  dem  Vergleich  mit  dem  Pneuma 
im  Stein,  das  durch  einen  Sehlag  in  Feuer  verwandelt  wird  (aia  thn 
npoc  TAYTHN  THN  MeTABOAHN  eToiMOTHTA) ,  mit  Siclierlieit  hervor.  Der  oben 
geriigte  Widerspruch  wird  durch  diese  Darstellung  nicht  gehoben.  Er 
wiirde  nur  schwinden,  wenn  durch  die  Verdiinnung  das  Pneuma  heifier 
und  diinner  geworden  ware,  als  es  der  seelischen  evKPACiA  (Stoic,  vet. 
fr.  II  n.  787)  entspricht.  Aber  einer  Erganzung  in  diesem  Sinne  scheinen 
sich  die  iiberlieferten  Reste,  Kol.  1,  19,  nicht  zu  fiigen. 

3.  Nachdem  Hierokles  nachgewiesen  hat,  da6  jedes  Lebewesen 
von  dem  Augenblick  an,  wo  es  den  Mutterleib  verlaBt,  ein  beseeltes 
und  daher  mit  Wahrnehmung  und  Streben  begabtes  Wesen  ist, 
lehrt  er  welter,  da6  es  von  demselben  Zeitpunkte  an  aucli  sich  selbst 
wahrnimmt.  Er  will  namlich  die  Selbstliebe  und  den  Selbsterhaltungs- 
trieb  als  urspriingiichste  Regungen  der  Seele  erweisen.  Diese  Regungen 
aber  setzen  offenbar  die  Selbstwahrnehmung  voraus.  So  sagt  audi 
Cicero  de  fin.  Ill  5, 16  fieri  autem  non  posset,  ut  appeterent  aliquid,  nisi 
sensu7n  haherent  sui  eoque  se  diligerent.  Es  gibt  aber  Leute,  sagt  Hie- 
roldes,  die  nicht  bloB  die  Urspriinglichkeit  der  Selbstwahrnehmung, 
sondern  die  Selbstwahrnehmung  der  Lebewesen  liberhaupt  leugnen  und 
behaupten ,  die  Wahrnehmung  sei  dem  Lebewesen  von  der  Natur  ge- 
geben,  um  der  auBeren  Gegenstande,  nicht  um  seiner  selbst  inne  zu 
werden.  Dadurch  wird  es  notig,  zunachst  das  Vorhandensein  der  Selbst- 
wahrnehmung bei  den  Lebewesen  nachzuweisen  und  dann  erst  ihre 
Urspriinglichkeit  und  Kontinuitat.  Die  Art,  wie  Hierokles  das  Vor- 
handensein der  Selbstwahrnehmung  nachweist,  entspricht  genau  den 
Worten  Senecas  ep.  mor.  121,  5  (Stoic,  vet.  fr.  Ill  n.  184):  quaerebamus, 
an  esset  omnibus  animalibus  constitutionis  suae  sensus.  esse  autem 
ex  eo  maxime  apparet,  quod  mernhra  apte  et  expedite  movent,  non  aliter 
quam  in  hoc  erudita.  Dieser  ronoc  wird  bei  Hierokles  sehr  ausfuhr- 
lich  und  mit  reichlichem  zoologischen  Beispielmaterial  abgehandelt. 
Er  gliedert  sich  in  folgender  Weise:  o)  Jedes  Lebewesen,  ob  Vogel, 
Landtier  oder  Mensch ,  kennt  seine  eigenen  Glieder  und  gebraucht  sie 
zweckentsprechend,  die  Pliigel  zum  Fliegen,  die  Beine  zum  Gehen, 
die  Augen  zum  Schauen  usw.    h)  Jedes  Lebewesen  kennt  und  ge- 


EINLEITUNG 


XXI 


braucht  die  Waffen,  die  ihm  die  Natur  zu  AngrifF  und  Verteidigung 
verliehen  hat,  z.  B.  der  Stier  seine  H5rner,  die  Brillenschlange  das 
Gift  in  ihrer  Giftdriise  usw.  (i)  Die  Lebewesen  kennen  ebensowohl 
die  starken  und  widerstandsfahigen  wie  die  schwachen  und  leicht- 
verletzliclien  Teile  ihrer  Korper  und  zeigen  dies  in  ihrem  Verhalten. 
Der  Biber  weiC  sogar,  da6  er  um  des  Bibergeils  willen  von  den  Men- 
schen  verfolgt  wird,  und  entledigt  sich  selbst  dieses  ihm  gefahrlichen 
Korperteils.  d)  Dies  kann  um  so  weniger  bezweifelt  werden,  als  ja 
die  Tiere  auch  die  Starken  und  Schwachen  anderer  Tiere  wahrnehmen 
und  ihre  Kenntnis  derselben  in  ihrer  Kampfesweise  verraten.  —  Die 
Koordination  dieser  vier  Beweismomente  ist  logisch  anfechtbar.  Denn 
das  zweite  und  dritte  gehoren  untereinander  eng  zusammen  und  bil- 
den  zusammengenommen  nur  einen  besonderen  Fall  des  im  ersten  Be- 
weise  aufgestellten  allgemeinen  Gesichtspunktes.  Der  vierte  Beweis 
endlich  entbehrt  uberhaupt  jeglLcher  Beweiskraft.  Denn  die  Tiere 
konnten  ebensogut  die  Starken  und  Schwachen  der  ihnen  feindlichen 
Tiere  kennen,  wenn  nach  der  gegnerischen  Behauptung,  die  Hierokles 
widerlegen  will,  die  Wahrnehmung  ihnen  nur  gegeben  ware,  um  der 
auiSeren  Gegenstande  inne  zu  werden.  DaC  dabei  ein  AnalogieschluB 
auf  Grund  der  wahrgenommenen  eigenen  Starken  und  Schwachen  im 
Spiele  sei,  ist  wohl  kaum  die  Meinung  des  Hierokles  und  hatte  jeden- 
falls  ausdriicklich  ausgesprochen  werden  miissen.  Der  Fehler,  daC 
eine  zusammenhangende  Gedankenreihe  in  eine  Aufzahlung  angeblich 
koordinierter  Beweismomente  verwandelt  wird,  stellt  sich  sehr  leicht 
bei  Epitomatoren  ein,  welche  die  Hauptmomente  eines  schwierigen 
Gedankenganges  herauszuheben  bemiiht  sind.  Er  dvirfte  auch  hier  die 
Unselbstandigkeit  des  Hierokles  gegeniiber  dem  iiberlieferten  Stolfe  be- 
weisen.  Ein  Punkt  des  vierten  Beweises,  die  Furcht  der  Hiihner  vor 
dem  Habicht,  wird  als  iiberliefert  erwiesen  durch  Seneca  ep.  mor. 
121,  19:  Quemadmodum,  inquit,  editum  animal  intellectum  habere  aut 
salutaris  aut  mortiferae  rei  potest?  Primum  quaeritur,  an  intellegat, 
non  quemadmodum  intellegat.  esse  autem  illis  intellectum  ex  eo  ap- 
paret,  quod  nihil  amplius,  si  intellexerint,  facient.  quid  est,  quare 
pavonem,  quare  anserem  gallina  ne  fugiat,  at  tanto  minorem  et  ne 
notum  quidem  sibi  accipitrem?  quare  pulli  faelem  timeant,  canem  non 
timeant?  Am  moisten  Interesse  erweckt  wohl  in  diesem  ganzen  Ab- 
schnitt  die  Mitteilung  iiber  jene  Gegner,  welche  die  Wahrnehmung 


xxn 


EINLEITUNG 


auf  auBere  Gegenstande  beschranken.  Leider  erfahren  wir,  wegen  der 
Oberflachlichkeit  der  Widerlegung,  nicht,  wie  diese  Beliauptung  ge- 
meint  war,  und  konnen  daher  auch  ilire  Urheber  nicht  erraten.  Scliwer- 
lich  war  sie  in  dem  Sinne  gemeint,  in  dem  sie  Hierokles  widerlegt. 
Die  auBere  Wahrnelimung,  die  wir  von  den  Gliedern  unseres  Korpers 
haben,  wird  der  Gegner  schwerlich  geleugnet  haben.  Vielmehr  wird 
sich  die  Kontroverse  urspriinglich  auf  das  Vorhandensein  der  inneren 
Wahrnehmung  bezogen  haben,  auf  die  Frage  also,  ob  die  Seele  auch 
das  Innere  des  Korpers  und  sich  selbst  in  alien  ihren  Teilen  wahr- 
nimmt.  Hierokles  hat  durch  die  Oberflachlichkeit  seiner  Darstellung 
den  tieferen  Sinn  der  Streitfrage  verdunkelt,  indem  er,  ohne  psycho- 
logisch  zu  erlautern,  was  hier  mit  Selbstwahrnehmung  gemeint  ist, 
die  Gegner  durch  einen  Erfahrungsbeweis  widerlegen  zu  konnen  meinte. 
Dafi  es  sich  um  innere  Selbstwahrnehmung  handelt,  zeigt  ja  deut- 
lich  der  folgende  Teil.  Was  dort  angefuhrt  wird,  um  die  Kontinuitat 
und  Urspriinglichkeit  der  Selbstwahrnehmung  zu  beweisen,  beweist 
zugleich  das  Vorhandensein  der  Selbstwahrnehmung  iiberhaupt,  und 
zwar  in  dem  Sinne,  wie  diese  in  der  Tat  von  den  Stoikern  gemeint 
war,  als  eine  die  ganze  Personlichkeit,  Leib  und  Seele,  in  alien  ihren 
Teilen  umfassende  Wahrnehmung. 

4.  Dieser  folgende  Abschnitt  ist  iiberhaupt  inhaltlich  wertvoller 
und  reicher  an  neuen  Einzelheiten.  Um  die  Kontinuitat  der  Selbst- 
wahrnehmung zu  beweisen,  gibt  Hierokles  eine  genaue  Schilderung 
der  ihr  nach  stoischer  Lehre  zugrunde  liegenden  physikalischen  Vor- 
gange.  Die  Wiedergabe  des  iiberlieferten  Beweises  scheint  hier  genau 
und  rich  tig  zu  sein.  Vier  Pramissen  sind  es,  aus  denen  die  Schlufi- 
folgerung  abgeleitet  wird,  samtlich  dem  Gebiet  der  physischen  An- 
thropologic entlehnt  und  hier  ohne  Beweis  oder  doch  nur  mit  der 
Andeutung  eines  solchen  aufgestellt.  Ihre  erschopfende  Begriindung 
konnte  nur  im  Zusammenhang  der  stoischen  Naturphilosophie  gege- 
ben  werden. 

a)  Da  die  Seele  ebensowohl  wie  der  Leib  oin  Korper  ist,  so  ist 
sie  auch  beriihrbar.  Die  Korperlichkeit  der  Seele  wird  nicht  be- 
wiesen,  sondern  nur  behauptet,  da6  es  Beweise  fiir  sie  gebe.  Neu 
aber  ist  die  Unterscheidung  verschiedener  Arten  der  korperlichen  Be- 
ruhrung,  von  denen  aufgezahlt  werden:  A<t>H,  eiiic,  npocepeicic,  boah, 
np6cBAHCic.    Ein  weiteres  Substantivum  auf  -  cic  ist  in  der  Handschrift 


EINLEITUNG 


XXIII 


zerstort  und  nicht  mit  Sicherheit  zu  erganzen.  Da6  es  sich  liier  um 
termini  iechnici  handelt  und  da6  alle  diese  Begrift'e  von  den  Stoikern 
mit  gewohnter  Subtilitat  unterschieden  wurden,  darf  als  sicher  gelten. 
Die  riiumliche  Ausdehnung,  die  zeitliche  Dauer,  Ruhe  und  Bewegung, 
Gescli  windigkeit  und  Kraft  bilden  bei  dem  Beriihrungsvorgange  variable 
Faktoren ,  aus  denen  jene  Unterscheidungen  abgeleitet  werden  konnten. 
tibrigens  werden  wir  unter  d  auf  diesen  Gegenstand  zuriickkommen. 

h)  Die  Seele  ist  im  Leibe  nicht  wie  in  einem  Gefafi  enthalten, 
sondern  durcli  kpacic  ai'  oaoy  mit  ihm  verbunden,  so  dafi  selbst  der 
denkbar  kleinste  Teil  der  Mischung  beide  Substanzen  enthalt.  Dies 
ist  uns  niclits  Neues.  Denn  es  fehlte  auch  bislier  nicht  an  Zeugnissen, 
daB  das  Verhaltnis  von  Leib  und  Seele  von  den  Stoikern  als  kpacic 
Ai'  OAOY  aufgefafit  wurde  (vgl.  z.  B.  Stoic,  vet.  fr.  II  p.  155,  24f.  156, 12. 
220,  38.  238,  32).  Auch  derVergleich  mit  dem  gliihenden,  d.  h.  in  alien 
Teilen  vom  Feuer  durchdrungenen  Eisen  ist  zur  Veranschaulichung 
dieses  Verhaltnisses  herkommlich.    Z.  B.  Stoic,  vet.  fr.  II  p.  155,  30  aaaA 

KAI  TO  HYP  OAON  Al'oAOY  XUPcTn  TOY  CIAHPOY  ACrOYCIN  ,  CcizONTOC  AYTOJN 
CKATePOY    THN    OIKCIAN    OYCIAN  Und  bcSOudcrS    p.  156,  16    TOYTO  AC,    TO  Ci)MA 

xupcTn  aia  cumatoc,  oy  cxcaon  XnAcHC  thc  <t>YCiOAorfAC  anhpthtai  aytoTc 
TA  neicMATA  -  -  THN  nicTiN  kat'  aytoyc  aambangi   coc  an  Xno  ENAProYC  toy 

TON  CIAHPON  OTAN  H  nenYPCOMCNOC  MH  AYTON  eiAnTeCGAI  TC  KAI  HYPOYCeAl 
ACreiN  OMOICOC  ToTc  oTc  yah  to  hyp  {xPHTAi),  AAAA  AIA  HANTOC  AYTOY  XCJPcTn 
TO    HYP   YnOAAMBANCIN    MCTA   THC    YAHC   CKeiNHC,    C*'  HC  ON    TCITNIACAN   TU  CIAI^- 

po)  eeePMHNc  tc  kai  eiHYCN  ayton.  Wertvoll  und  neu  ist  dagegen  die 
Kol.  4,  lOf.  gegebene  Ausfiihrung  iiber  die  cYwnAeeiA  von  Leib  und 
Seele,  die  hier  als  Beweis  fiir  ihre  restlose  gegenseitige  Durchdringung 
dienen  soil,  insofern  ihre  gegenseitige  »Mitleidenschaft«  ohne  eine 
solche  Durchdringung  undenkbar  ware.  DaB  die  Seele  durch  den 
Leib  in  Mitleidenschaft  gezogen  wird,  beweist  Hierokles  aus  dem  Ein- 
treten  von  Geisteskrankheiten  (nAPAKonn,  aaaokotoc  <j>opa  thc  aianoiac, 
OAHC  THC  (t'ANTACTiKHC  nAPAHOAicMoc  eiecoc)  iufolgc  vou  Entzundungcn 
wichtiger  Organe  (<t>AerM0NAi  tcon  kaipiwn  toy  cumatoc  tohcon),  dafi  auch 
umgekehrt  der  Leib  durch  die  Seele  in  Leiden  verwickelt  wird, 
aus  den  korperlichen  Wirkungen  heftiger  Affekte,  wie  Erbleichen, 
Gliederzittorn ,  Stocken  der  Stimme  usw.  Der  von  Hierokles  fiir  diesen 
zweiten  Fall  gebrauchte  Ausdruck,  da6  der  Leib  » nicht  vollig  taub 
sei  fur  die  Leiden  der  Seele «  ist  ungeschickt  gewahlt,  insofern  er  dem 


XXIV 


EINLEITUNG 


Leib  als  Gegensatz  der  Seele,  d.li.  dem  unbeseelten  Leib,  Empfindung 
zuzuschreiben  scheint.  Dies  war  aber  gewifi  nicht  die  Meinung  des 
Hierokles:  ein  so  grobes  MiBverstandnis  des  Systems  konnen  wir  ihm 
nicht  zutrauen.  DerAusdruck,  der  durch  das  von  der  Seele  gebrauchte 
ANHKOOc  hervorgerufen  ist,  kann  nur  auf  rein  physikalische  Verande- 
rungen  bezogen  warden,  die  durch  Bewegungen  der  Seelensubstanz 
im  Leibe  entstehen.  Die  Bemerkung  iiber  die  Entstehung  von  Geistes- 
storungen  aus  leiblichen  Ursachen  entspricht  dem  Standpunkt,  den 
Chrysippos  im  Gegensatz  zu  Kleanthes  beziiglich  der  Unverlierbarkeit 
derTugend  eingenommen  hatte;  vgl.  Stoic,  vet.  fr.  II  n.237 — 239,  nament- 
lich  n.  238:  eii  ac  kai  oi  CtwYkoi  eN  MGAArxoAiAic  kai  kapoic  kai  AHeAproic 

KAI     eN     <J>APMAKa)N     AHYeCI     CYrXWPOYCIN     XnOBOAHN     TINeCeAl    Mee'   OAHC  THC 

AoriKHC  e'lecoc  kai  a-y-thc  thc  apgthc.  Wenn  Kleanthes  die  Unverlierbar- 
keit der  Tugend  behauptete,  konnte  er  schwerlich  eine  so  starke  Ab- 
hangigkeit  der  Seele  vom  Korper  zugeben,  wie  sie  Hierokles  im  An- 
schluB  an  Chrysippos  annimmt. 

c)  Die  dritte  Pramisse  besteht  in  dem  Lehrsatz,  da6  die  Seele 
Wahrnehmung  besitzt  (eciiN  h  yyxh  a't'namic  AiceHTiKi^).  Die  von  Hiero- 
kles gewahlte  Formulierung  dieses  Satzes  ist  nicht  korrekt.  Die  Seele 
ist  nach  stoischer  Lehre  nicht,  wie  er  sich  ausdriickt,  ein  Wahrneh- 
mungsvermogen ,  eine  aynamic  aicghtikh.  Sie  ist  uberhaupt  nicht  eine 
AYNAMic,  sondern  ein  substantielles,  korperliches  Wesen,  das  einerseits 
verschiedene  Vermogen  (aynamgic)  als  Qualitaten,  andererseits  Teile  be- 
sitzt, die  verschiedene  organische  Funktionen  ausiiben  (vgl.  Stoic,  vet. 
fr.  II  n.  826).  Eine  Verschreibung  kann  in  unserem  Papyrus  nicht  vor- 
liegen,  da  die  Rekapitulation  Kol.  4,  41  f.  wortlich  iibereinstimmt.  Als 
Beweis  dieser  dritten  Pramisse  fuhrt  Hierokles  nur  an,  daB  laut  De- 
finition AtceHcic  und  opmih  die  Unterscheidungsmerkmale  der  yyxA  gegen- 
iiber  der  bloBen  <t>-YC\c  bilden. 

d)  Die  Seele  teilt  mit  der  eiic  und  <t>Ycic  jene  Bewegungsart,  welche 
die  Stoiker  »tonische  Bewegung«  (tonikh  kinhcic)  nennen.  Fiir  die  Lehre 
von  der  tonikh  kinhcic,  die  uns  schon  durch  andere  Quellen  hinlang- 
lich  bekannt  war,  lernen  wir  hier  um  so  weniger  etwas  Neues,  als 
gerade  dieser  Abschnitt  jammerlich  zugerichtet  ist  und  keine  vollige 
Herstellung  des  Wortlautes  erlaubt.  Im  Anfang  erkennt  man  deutlich, 
da6  gesagt  war,  die  betreffende  Bewegungsart  sei  nicht  der  Seele  eigen- 
tumlich,  sondern  ihr  mit  <j>ycic  und  eiic  gemeinsam.    Dann  folgte  eine 


EINLEITUNG 


XXV 


kurze  Beschreibung  dieser  Bewegung,  von  der  man  nur  Z.  31  die  Worte 
eni[<t>ANi]AN  AKPON  ei'kennt.  Es  war  also  wohl  gesagt,  dafi  die  Bewe- 
gung  »bis  zur  auBersten  Oberflache«  (npoc  to  kat'  eni<t>ANeiAN  akpon) 
geht  und  von  da  wieder  zur  Mitte  zuriick.  Der  folgende  Satz,  der 
Z.  32  mit  den  Worten  ton  tonon  ah  kai  thn  tonikhn  kinhcin  beginnt 
und  bis  Z.  34  -  gun  (wohl  siclier  kinhcgcon)  reicht,  kann  sieli  nicht  auf 
die  Seele  ira  besonderen  bezogen  haben,  da  es  so  weitergeht:  hn  a'  apa 
KAI  H  YYXH  usw.  Es  War  also  wahrseheinlich  gesagt,  dafi  dies  die 
eigentiiraliche  Bewegungsart  aller  pneumatischen  Korper  sei;  und  dann 
erst  fulir  Hierokles  fort:  »Nun  ist  aber  audi  die  Seele  ein  pneuma- 
tischer  Korper;  also  diirfte  audi  sie  sich  so  bewegen  (kinoTt'  an).« 
Es  liandelt  sich  bier  um  jene  bin  und  wider  laufende  Bewegung,  die 
Philo  gelegentlich  (Stoic,  vet.  fr.  II  p.  150,  5)  einen  aiayaoc  nennt.  Die 
Z.  37  und  38  zu  erganzen  ist  noch  nicht  gelungen. 

Aus  den  vier  besprochenen  Pramissen,  die  er  Z.  39  —  43  noch 
einmal  kurz  rekapituliert,  zieht  dann  Hierokles  den  Schlufi,  daC  das 
Lebewesen  ununterbroch en  (AiANeKuc)  sich  selbst  wahrnimmt.  Es 
ist  klar,  dafi  das  fur  den  Beweis  entscheidende  Moment  der  Kontinui- 
tat  nicht  durcli  eine  der  drei  ersten  Pramissen,  sondern  allein  durch 
die  vierte  geliefert  wurde.  Es  mufi  also  in  der  zerstorten  Partie 
des  Textes  auch  diese  jetzt  nicht  mehr  erkennbare  Behauptung  ent- 
halten  gewesen  sein:  der  aiayaoc  der  tonikh  kinhcic  gehort  zum  Wesen 
der  Seele  und  dauert  daher  ohne  Unterbrechung  so  lange  fort,  wie 
die  Seele  selbst  besteht. 

Auf  die  aus  den  vier  Pramissen  gezogene  Folgerung,  oti  aiang- 
Kuc  aicganoit'  an  to  zuion  caytoy,  laBt  aber  Hierokles  von  Z.  44  —  53 
noch  eine  genauere  Schilderung  des  Vorganges  folgen,  um  die  Biindig- 
keit  seines  Schlusses  zu  bekraftigen.  Diese  Schilderung  enthalt  ver- 
schiedene  neue  und  interessante  Momente.  Sie  bedarf  genauerer  Ei*- 
lauterung,  um  in  ihrer  Tragweite  verstanden  zu  werden. 

Zuniichst  miissen  wir,  als  eine  wichtige  und  nach  dem  Voraus- 
gegangenen  keineswegs  selbstverstandliche  AuBerung,  die  Worte  am 
SchluB  Z.  51  —  53  ansehen,  aus  denen  wir  erfohren,  daB  die  kontinuier- 
liche  Selbstwahrnehmung  des  Lebewesens  nach  stoischer  Auffassung 
eine  \niunterbrochene  Wahrnehmung  aller  Telle  der  Seele  und  des 
Leibes  sein  soil.  Da  das  Vorhandensein  derselben  aus  der  voran- 
gehenden  Schilderung  gefolgert  wird,  so  warden  wir  audi  diese  in 


XXVI 


EINLEITUNG 


alien  Einzellieiten  am  hesteii  verstehen,  wenn  wir  priifen,  inwiefern 
sie  zu  (ler  SchluBfolgerung'  berechtigt.  Es  liandelt  sicli  um  die  Frage, 
ob  Avirklicli  durch  die  Schilderung  des  Vorganges  kontinuierliclie 
Walirnehmung  aller  Telle  nieht  nur  des  Leibes,  sondern  aucii  der 
Seele  selbst  glaublicli  gemacht  wird.  T)a6  narnlicli  die  als  aynamic 
AiceHTiKH  bestimmte  Seele,  die  mit  dem  Leibe  durch  kpacic  Ai'  bAOY  ver- 
bunden  ist,  wenn  sie  nach  aufien  stromt,  mit  alien  Teilen  des  Leibes 
in  Beriihrung  tritt  und  dann  zu  dem  HrewoNiKON,  dem  Zentrum  des 
BewuBtseins,  zuruckstromend  diesem  von  alien  Teilen  des  Leibes 
Kunde  mitbringt,  kann  man  verstehen.  Offenbar  liegt  die  Auffassung 
zugrunde,  da6  nur  im  HrewoNiKON  ein  BewuBtsein  zustande  kommt. 
Denn  wenn  es  auch  in  alien  iibrigen  Teilen  der  Seele  zustande  kame, 
so  wiirde  der  Kreislauf  der  Bewegung  ganz  iiberfliissig  sein.  Auch  ru- 
hend  wiirde  die  Seele  den  Leib,  den  sie  durchdringt,  in  alien  seinen 
Teilen  wahrnehmen.  Es  ist  aber,  nach  stoischer  Auffassung,  damit 
eine  Wahrnehmung  zustande  kommt,  nicht  nur  die  Beriihrung  des 
Seelenpneumas  mit  dem  Wahrnehmungsobjekt,  sondern  auch  dieWeiter- 
beforderung  des  durch  Beriihrung  empfongenen  Eindrucks  zum  Bewufit- 
seinszentrum  erforderlich ;  vgl.  Stoic,  vet.  fr,  II  n.  854  f.  Es  sind  also 
nicht  nur  die  Worte  Z.  44 — 46  jemoMeNH  tap  eiw  h  yyxh  mgt'  A<t>ecewc(?) 
npocBAAAei  nAci  toy  cwmatoc  toTc  wepeci,  eneiAH  kai  kckpatai  haci  zum  Nacli- 
weis  der  ununterbrochenen  Wahrnehmung  des  eigenen  Leibes 
erforderlich,  sondern  audi  die  Schlufiworte  der  Schilderung  Z.  49  kai 
nAAiN  OYTuc  Xno  TcoN  akpotatcon  MepcoN  etco)  NeYON  eni  thn  HreMONiAN  thc 
YYXHC  TA  TOY  nAGOYC  .  .  .  ANA<t>epeTAi.  Dagegeu  kann  hinsichtlich  der 
dnzwischenstelienden  Siitze  Z.  46  —  49  npocBAAAOYCA  Ae  ANTinpocBAAAGTAi  ■ 

ANTIBATIKON     TAP     KAI    TO    CUMA  ,     KASAneP     KAI     H    YYXH.       KAI     TO    nAeOC  CYN- 

epeicTiKON  OMOY  KAI  ANTepeiCTiKON  XnoTeAeTTAi  vielleicht  ein  Zweifel  ent- 
stehen,  ob  auch  sie  demselben  Zweck  dienen.  Ergabe  sich,  dafi  sie 
fiir  diesen  Zweck  iiberlliissig  oder  nicht  angemessen  sind,  so  wiirde 
man  geneigt  sein,  in  ihnen  den  Nachweis  fiir  die  Selbstwahrneh- 
mung  der  Seele  und  aller  ihrer  Telle  zu  suchen,  fiir  den  zweiten 
Teil  der  These,  auf  den  im  vorausgehenden  und  folgenden  nicht  Be- 
zug  genommen  wird.  Wenn  es  sich  namlich  auch  in  diesen  Worten 
um  die  Wahrnehmung  des  Leibes  handelt,  so  fallt  es  auf,  dal3  in  dem 
BeriihrungsvorgangTatigkeit  und  Leiden  der  Seele  (npocBAAAem  und  anti- 
npocBAAAeceAi)  unterscliieden  Avird  und  da6  sich  diese  Unterscheidung 


EINLEITUNG 


XXVlf 


in  den  offenbar  entsprechenden  Ausdriicken  cvNepeicTiKON  and  ANjepei- 
cTiKON  fortsetzt.  Diese  Unterscheidung  sclieint  fiir  die  Erklarung  der 
Wahrnehmung  des  Leibes  ganz  uberfliissig,  und  daher  konnte  man  auf 
den  Gedanken  kommen,  sie  liatte  auf  den  zweiten  Teil  der  These, 
auf  die  Selbstwahrnehmung  derSeele,  Bezug.  DieserWeg  erweist  sich 
aber  bald  als  ein  Irrweg.  Denn  weder  die  Tatigkeit  noch  das  Leiden 
der  Seele  bei  der  Beriihrung  mit  dem  Leibe  scheint  ausschlieBlich  ge- 
eignet,  ihre  Selbstwahrnehmung  zu  erklaren.  Diese  konnte  vielmehr 
aus  beiden  gleichermaBen ,  aus  dem  Leiden  nicht  minder  als  aus  der 
Tatigkeit,  abgeleitet  werden,  so  daB  fiir  diesen  Zweck  die  Unterschei- 
dung erst  recht  iiberiliissig  ware.  Ich  glaube  daher,  daB  nach  der 
von  Hierokles  vertretenen,  naturlich  nicht  in  seinem  Geiste  entsprun- 
genen  Auffassung,  fiir  das  Zustandekommen  jeder  Wahrnehmung,  in 
diesem  Falle  also  der  Wahrnehmung  des  eigenen  Leibes,  npocBAAAem 
und  ANTinpocBAAAGceAi ,  CYNepeiAeiN  und  ANrepeiAeiN  erforderlich  ist.  Wenn 
namlich  der  wahrgenommene  Korper  dem.  wahrnehmenden  Pneuma 
nicht  Widerstand  leistete,  sich  nicht  gegen  dasselbe  stemmte  und 
seinen  Druck  mit  einem  Gegendruck  erwiderte,  so  wiirde  er  weiter- 
geschoben  werden,  ohne  sich  in  dem  Pneuma  abzudriicken.  Es  konnte 
dann  zwar  vielleicht  eine  *antaci'a  zustande  kommen,  aber  sicherlich 
keine  KATAAHnxiKH  0ANTAciA,  ZU  dcrcu  Wesen  es  ja  gehort,  eNAnecopAnc- 
weNH  und  eNAnoMeMArweNH  zu  sein.  Da  es  ja  hier  gilt,  die  Entstehung 
nicht  einer  Vorstellung  iiberhaupt,  sondern  einer  adaquaten  (katalep- 
tischen)  Vorstellung  von  dem  eigenen  Leibe  zu  beweisen,  so  hat  man 
jene  Unterscheidung  fiir  notig  gehalten.  So  begreift  man  auch,  Avarum 
neben  der  npocsAHcic,  die  ja  nur  das  momentane  Auftreffen  des  Kor- 
pers  auf  einen  andern  Korper  bezeichnet,  das  epeiAeiN  (cYNepef^em  und 
ANxepelAem)  erwahnt  wird,  das  einen  fortgesetzten  Druck  und  Gegen- 
druck bezeichnet.  Dieser  schien  fiir  die  Auspragung  einer  tpanhc  ty- 
ncjcic  erforderlich. 

Ist  diese  Auffassung  richtig,  so  vermissen  wir  in  der  Schilderung 
des  Vorganges  eine  Beziignahme  auf  den  zweiten  Teil  der  These, 
die  Selbstwahrnelimung  der  Seele.  Hierokles  hat  also  einen  be- 
sonderen  Nachweis  derselben  nicht  fiir  notig  gehalten;  Er  glaubte, 
daB  sie  sich  aus  der  tonikh  kInhcic  von  selbst  ergebe.  Alle  Telle  des 
Seelenpneumas  befinden  sich  in  einem  bestandigen  Kreislauf,  durch  den 
sie  abwechselnd  vom  Zentrum  zur  Oberflache  und  von  dieser  zuriick 


XXVIII 


EINLEITUNG 


zutn  Zentrum  getrieben  werdeii.  Da  das  BewuBtseinszentruni  (to  Hrewo- 
NiKON  odor  H  APXH  THC  YYXHc)  das  Walimelimungsorgaii  kat'  eioxHN  ist, 
ill  dem  allein  Walirnelimung  zustande  kommt,  so  werden  alle  Teile 
des  Seelenpneiimas,  wenn  sie  bei  diesem  Zentrum  eintreffen,  von  ihm 
wahrgenommen.  Dies  ist  die  eNTOc  a0h,  kab'  hn  kai  hmun  aytoon  anti- 
AAMBANoweeA,  nacli  Stoic,  vet.  fr.  II  n,  852.  Hatte  man  dem  Hierokles 
eingewendet ,  da6  durch  seine  Darstellung  nur  die  Wahrnehmung  des 
eigenen  Leibes,  nicht  aber  die  Selbstwahrnehmung  der  Seele  bewiesen 
sei,  so  wiirde  er  erwidert  haben,  dafi  die  letztere  in  der  ersteren 
schon  enthalten  sei.  Denn  des  Leibes  und  seiner  Teile  wird  ja  das 
HreMo NIKON  nur  dadurch  inne,  da6  es  der  Teile  des  Seelenpneumas  inne- 
wird,  die,  durch  die  Beriihrung  mit  dem  Leibe  venindert,  zu  ihm 
zuriickstromen.  Zu  dieser  Auffassung  stimmt  durchaus  die  an  anderer 
Stelle  (Kol.  6,  1  f.)  aufgestellte  Behauptung  des  Hierokles,  dafi  iiber- 
haupt  keine  Wahrnehmung  auBerer  Objekte  ohne  gleichzeitige  Selbst- 
wahrnehmung moglich  sei-:  kagoaoy  tap  oy  CYNTeAeTxAi  tun  eKToc  tinoc 

ANTIAHYIC     AiXA     THC     GAYTCON     AlCGHCetOC.       MeTA     TAP    THC    TOY    AEYKOY  (DCPe 

eineTN  Aicenceuc   kai   eAYTUN  AiceANOMceA  AeYKAiNOMCNCON  kai  mgta  thc  toy 

TAYKCOC  rAYKAZOMGNOON  KAI  MGTA  THC  TOY  OCPMOY  eePMAINOMGNCON  KAHl  TCON 
AAACON    TANAAOrON    -  -    TH    AC    GTGPOY    TINOC    AlCOI^Cei    CYMnCOYKCN    {h)  CAYTOY. 

Es  ist  klar,  daB  das  hier  liinsichtlich  der  fiulSeren  Wahrnehmung  Be- 
hauptete  audi  fur  die  »innere«  Wahrnehmung  des  eigenen  Leibes 
gilt  und  durch  unsere  obige  Erorterung  seine  Erklarung  findet. 

Im  AnschluB  an  den  eben  besprochenen  Beweis  lesen  wir  Kol.  6, 
10  f.  noch  einen  weiteren,  der  zwar  von  Hierokles,  wie  der  vorige, 
nur  benutzt  wird,  um  die  Urspriinglichkeit  der  Selbstwahrnehmung, 
d.  h.  ihr  Anheben  mit  dem  Augenblick  der  Geburt,  zu  beweisen,  seinem 
Inhalte  nach  aber  die  Selbstwahrnehmung  iiberhaupt,  ohne  Riicksicht 
auf  irgendeinen  besonderen  Zeitpunkt  beweist.  Derselbe  lautet:  »Jede 
HrcMONiKH  AYNAMic  crstrcckt  ihre  Tatigkeit  in  erster  Linie  auf  sich  selbst. 
Die  eiic,  deren  Tatigkeit  im  Zusammenhalten  des  von  ihr  durch- 
drungenen  Korpers  besteht,  halt  vor  allem  anderii  sich  selbst  zu- 
sammen.  Nur  dadurch  hat  sie  die  Fahigkeit,  die  Teile  des  durch- 
drungenen  Korpers  zur  Einheit  zu  verbinden,  daB  sie  sie  in  die 
Einheit  aufnimmt,  die  sie  selbst  bereits  besitzt.  Ebenso  iibt  die  *ycic 
die  ihr  zukommenden  Funktionen  des  Zusammenhaltens,  P>haltens, 
Ernahrens  und  Wachsenlassens  in  erster  Linie  an  sicli  selbst  aus  und 


EINLEITUNG 


XXIX 


erst  in  zweiter  Linie  an  ihrem  <t>YT6N.  Nun  ist  aber  auch  die  Wahr- 
nehmung  (AtceHcic)  eine  aynamic  HrewoNiKH  (=  aynamic  apxikh  =  apxi^), 
und  zwar  noch  hoheren  Ranges  als  die  genannten.  Also  erstreckt  auch 
sie  ihre  Tatigkeit  vor  allem  andern  auf  sich  selbst  und  nimmt,  bevor 
sie  irgendein  anderes  Ding  wahrnimmt,  sich  selbst  wahr. «  In  dieser 
Argumentation,  wie  sie  uns  von  Hierokles  iiberhefert  wird,  scheint 
mir  ein  Fehler  zu  stecken.  Es  soil  ein  Beweis  fiir  die  Selbstwahr- 
nehniung  der  Lebewesen  gegeben  werden.  Fiir  diesen  Zweck  geniigt 
es  nicht,  zu  zeigen,  dafi  die  Wall rnehmung  (AtceHcic)  sich  selbst 
wahrnimmt.  Statt  des  Begriffs  AtceHcic  fordern  vvir  an  dieser  Stelle 
den  Begriff  yyxh.  Mit  eiic  und  *ycic  wird  von  den  Stoikern  regel- 
mafiig  die  yyxh  als  dritte  und  hochste  Pneumastufe  zusammengestellt, 
niemals  die  AtceHcic.  Diese  konnte  nicht  gut  mit  esic  und  <s>yc\c  koor- 
diniert  und  unter  dem  Oberbegrili"  der  HrewoNiKH  aynamic  zusammen- 
gefaBt  werden.  Die  Seele  ist  in  demselben  Sinne  apxh  (=  HrewoNiKH 
aynamic)  des  Lebewesens,  wie  die  <t>Ycic  der  Pflanze  und  die  eiic  des 
leblosen  Gegenstandes  apxh  ist.  Alle  drei  sind  Daseinsprinzipien 
ganzer,  selbstandiger  Wesen.  Dagegen  konnte  die  AtceHcic,  d.h. 
die  das  nrcMONiKON  mit  einem  einzelnen  Sinnesorgan  verbindende  Pneuma- 
stromung,  besten falls  als  Prinzip  dieses  einzelnen  Sinnesorgans  in  dem- 
selben Sinne  angesehen  werden.  Eine  alle  Sinnesorgane  umfassende 
Atcencic  als  einheitliches  reales  Wesen  gibt  es  nach  stoischer  Lehre 
nicht,  man  miifite  denn  die  Seele  selbst  darunter  verstehen.  Ich 
meine  daher,  dal3  Hierokles  hier  falschlich  die  aTcghcic  an  Stelle  der 
YYXHi  gesetzt  hat.  Wenn  Avir  den  Begrifi'  yyxh  einsetzen,  so  kommt 
wirklich  ein  Beweis  fiir  die  Selbstwahrnehmung  des  Lebewesens  her- 
aus.  Denn  die  Selbstwahrnehmung  der  Seele,  mit  der  ja  nach  dem 
friiher  erorterten  die  Wahrnehmung  des  eigenen  Leibes  unloslich  ver- 
bunden  ist,  kann  wirklich  Selbstwahrnehmung  des  Lebewesens  ge- 
nnnnt  werden,  nicht  aber  die  Selbstwahrnehmung  der  Wahrnehmung. 
AicGANeceAi  und  opman  macht  in  demselben  Sinne  die  der  Seele  eigen- 
tiimliclie  Betatigung  aus,  wie  CYNCxem  die  der  eiic,  wie  ccizeiN,  TP^<t>eiN, 
AYieiN  die  der  *ycic.  Wie  nun  von  der  eaEic  gesagt  wurde,  daB  sie 
vor  allem  andern  sich  selbst  zusammenhalt ,  und  von  der  <t>Ycic,  daB 
sie  vor  allem  andern  sich  selbst  erhalt,  nalirt  und  wachsen  lafit,  so 
mufite  auch  von  der  Seele  (nicht  von  der  Atcencic)  gesagt  werden, 
da6  sie  vor  allem  andern  sich  selbst  wahrnimmt.    Auf  die  zweite 


XXX 


EINLEITUNG 


Seelenlcraft,  die  opmh,  lieB  sich  die  Analogie  niclit  erstrecken.  Die 
Seele  kani  i'ilv  diesen  Zusainnienhang  nur  als  walirnehmendes  Wesen 
in  Betracht.    So  erkllirt  sich  der  Irrtum  des  Ilierokles. 

Durcli  diese  Betraclitung  wird  der  Anstofi  gelioben,  dafi  in  dem 
Hauptbeweis  fur  die  ununterbrocliene  Selbstwahi-nelimung  des  Lebe- 
wesens,  Kol.  4,  38  f.,  eine  Stiitze  fur  den  zvveiten  Teil  der  These,  die 
Selbstwahrnehmung  der  Seele,  vermifit  wird.  Sie  ist  in  den  Be- 
weisen  enthalten,  die  Hierokles  hernach  Kol.  5,  43  f.  fiir  die  Ur- 
spriinglichk cit  der  Selbstwahrnehmung  beibringt.  Er  hat  das  in 
seiner  Quelle  enthaltene  Beweisrnaterial  fiir  die  Selbstwahrnehmung 
auf  drei  Kapitel  verteilt: 

a)  Selbstwahrnehmung  iiberhaupt,  Kol.  1,  50  —  3,  54.  Hier 
gibt  er  nur  rein  empirische  Beweise  aus  dem  Verhalten  der  Tiere 

h)  Ununterbrochene  Selbstwahrnehmung,  Kol. 3,  54  —  5,43. 
Hier  gibt  er  zuerst  einen  wissenschaftlichen  Beweis  aus  der  tonikh 
KiNHcic  fur  die  Wahrnehmung  des  eigenen  Leibes,  sodann  em- 
pirisclie  Beobachtungen  (maptypia  XiionicTA). 

c)  Urspriinglich  e  Selbstwahrnehmung  seit  der  Geburt, 
Kol.  5,  43 — G,  24.  Hier  gibt  er  unter  anderem  die  wissenschaftlichen 
Hauptbeweise  fiir  die  Selbstwahrnehmung  der  Seele. 

Man  wird  urteilen  miissen,  dafi  Hierokles,  indem  er  seine  Dar- 
stellung  so  anlegte,  sehr  unzweckmaBig  und  sehr  unwissenschaft- 
lich  verfuhr,  so  wie  nur  ein  Mann  verfahren  kann,  der  nicht  mit 
.  eigenen  Gedanken,  sondern  mit  iiberliefertem  Gedankenmaterial  schaltet. 
Denn  die  Hauptthese,  die  Selbstwahrnehmung  iiberhaupt,  wird 
ganz  jiuBerlich  abgetan.  Es  fehlt  jede  scharfere  Begriffsbestimmung 
der  Selbstwahrnelimung,  jeder  Versuch ,  ilire  Moglichkeit  zu  erklaren. 
Erst  bei  der  Kontinuitat  und  bei  der  Urspriinglichkeit  der 
Selbstwahrnehmung  werden  die  tiefergelienden  Gesichtspunkte  auf- 
gestellt,  die  zum  Beweise  der  Selbstwahrnehmung  iiberhaupt  erforder- 
lich  waren;  sie  werden  auf  die  zweite  und  dritte  These  so  verteilt, 
dafi  man  nur  durch  ihre  Verbindung  den  Gedankengang  des  origi- 
nalen  Denkers  rekonstruieren  kann. 

5.  Wir  miissen  nun  noch  bei  dem  empirischen  Teil  des  Beweises 
fur  die  Kontinuitat  der  Selbstwahrnehmung,  Kol.  4,  53  —  5,  43,  einen 
Augenblick  verweilen.  Dieser  auf  den  tlieoretischen  folgende  empi- 
rische Beweis  besteht  darin,  daB  Hierokles  die  Fortdauer  der  Selbst- 


EINLEITUNG 


XXXI 


walirnehmung  audi  walirend  des  tiefsten  Schlafes  zu  beweisen  unter- 
nimmt.  Diese  Erorterung  ist,  soviel  ich  weifi,  neu  und  enthalt  feine 
Beobachtungen.  Dafi  wir  beim  Schlafen  in  kalten  Raumen,  wenn 
ein  Glied  unseres  Leibes  entbloBt  wird,  uns  selbst  im  Sclilafe  wieder 
zudecken,  dafi  wir  aueh  im  tiefsten  Schlafe  eine  etwa  vorhandene 
Wunde  vor  Quetsdiung  oder  Stofi  zu  behiiten  wissen,  dafi  wir  im- 
stande  sind,  auf  Grund  einer  tags  zuvor  getroffenen  Verabredung 
mitten  in  der  Nacht  zur  bestimmten  Stunde  aufzuwachen,  sclieint  in 
der  Tat  Fortdauer  nicht  nur  der  aufieren,  sondern  auch  der  inneren 
Selbst wahrnehmung  im  Schlafe  zu  beweisen.  Wenig  beweisen  dagegen 
fiir  die  These  des  Hierokles  die  Kol.  5,7f.  angefiihrten  Falle,  dafi 
der  Trinker  die  Flasche,  der  Habsiichtige  den  Geldbeutel,  Herakles 
seine  Keule  auch  nocli  im  Scldafe  fest  umspannt  und  nicht  faliren 
lai3t.  Denn  der  vor  dem  Einschlafen  ergriftene  Gegenstand  kann  im 
Schlaf  auch  ohne  fortdauernde  Wahrnehmung  festgehalten  werden. 
Ebensowenig  konnen  wir  die  Bemerkung,  dafi  der  moralische  Charakter 
einer  Person  auch  im  Schlafe  fur  den  geiibten  Physiognomiker  erkennbar 
bleibt,  als  zur  Sache  gehorig  anerkennen. 

G.  Kol.  6,  24  geht  Hierokles  endlich  dazu  uber,  aus  der  Selbst- 
wahrnehmuiig  des  Lebewesens  den  urspriingiichen  Naturtrieb  abzu- 
leiten,  der  sich  nach  stoischer  Lehre  auf  die  Erhaltung  des  eigenen 
Selbst  im  naturgemafien  Zustande  richtet.  Nur  zu  diesem  Zwecke  war 
ja  die  Selbstwahrnehmung  bewiesen  worden,  um  als  Grundlage  dieses 
Fundamentaldogmas  zu  dienen,  mit  dem  auch  Diogenes  Laertius  seine 
Darstellung  der  stoisclien  Ethik  beginnt.  Aus  der  Walirnehmung 
empfangt  das  Lebewesen  eine  Vorstellung  von  seinem  eigenen  Selbst, 
und  gegeniiber  dieser  Vorstellung  empfindet  es  Freude  und  Wohlge- 
ftdlen;  also  weder  MifiCnllen  noch  Gleichgiiltigkeit.  Der  tlieoretische 
Beweis  fiir  dieses  Dogma  besteht  darin,  dafi  die  Natur  sich  selbst 
widerspreclien  und  ihren  eigenen  Zwecken  zuwiderhandeln  wiirde, 
wenn  sie  nicht  den  Lebew^esen,  die  sie  schafft,  die  zu  ihrer  Erhal- 
tung unbedingt  erforderliclie  Selbstliebe  einflofite.  Der  Begriff  der 
CYCTACic,  der  in  diesem  Dogma  auftaucht  (han  zuon  oiKeioYTAi  npoc 
eAYTo  KAi  THN  eAYTOY  cyctacin),  scheiut  hier  von  Hierokles  nicht 
nalier  erlautert  worden  zu  sein.  Auf  den  theoretischen  Beweis  folgt 
auch  hier  ein  empirischer  (Kol.  G,  53  —  7,  50?).  Es  wird  auf  die  Tat- 
sache  des  Selbsterhaltungstriebes  bei  alien  Lebewesen  hingewiesen. 


XXXII 


EINLEITUNG 


Wenn  in  diesem  Zusammenhang  betont  wird,  da6  nicht  nur  die  durch 
Schonheit,  GroBe  oder  irgendwelche  sonstigen  Vorziige  ausgezeich- 
iieten  Wesen,  sondern  aucli  die  kleinen,  unbedeutenden  und  liaBlichen 
Selbstliebe  besitzen,  so  erraten  wir  leicht,  da6  diese  Darlegung  durch 
gegnerische  Argumentationen  hervorgerufen  ist,  die  darauf  abzielten, 
nicht  die  Vorstellung  des  eigenen  Selbst  als  solches,  sondern  die  lust- 
erzeugende  Wahrnehmung  seiner  Vorziige  als  Grund  der  Selbsthebe 
zu  erweisen  und  so  dem  Lusttrieb  die  hohere  Urspriinglichkeit  gegen- 
iiber  dem  Selbsterhaltungstrieb  zu  vindizieren.  Die  gerade  Fortsetzung 
dieses  Gedankenganges  ist  es,  wenn  Kol.  7,  15  das  Vorhandensein  der 
Selbstliebe  und  des  Selbsterhaltungstriebes  auch  bei  den  mit  ekel- 
erregenden  Krankheiten  behafteten  Personen  konstatiert  wird.  Vor  die- 
ser  Fortsetzung  aber  hat  Hierokles  Kol.  7,  5 — 15  eine  an  sich  sehr  feine, 
dem  Zusammenhange  jedoch  ganzlich  unangemessene  Erorterung  ein- 
geschaltet  und  so  auch  hier  wieder  sein  unzulangliches  Verstiindnis  der 
iiberlieferten  Argumente  dokumentiert.  Die  Beobachtung,  dafi  es  klei- 
nen Kindern  unertraglich  ist,  im  dunkeln  Zimmer  eingeschlossen  zu 
sein,  wo  sie  mit  aller  Anspannung  ihrer  Sinnesorgane  nichts  horen 
und  nichts  sehen  konnen  und  dadurch  das  Gefiihl  der  Aufhebung 
ihres  eigenen  Selbst  bekommen,  und  dafi  sie  ihr  Unbehagen  nur  libei*- 
winden  konnen,  indem  sie  die  Augen  schlieBen  und  durch  Verwande- 
lung  der  unfreiwilligen  Wahrnehmungslosigkeit  in  eine  freiwillige  sich 
selbst  behaupten,  ist  sicherlich  nicht  von  ihrem  Urheber  dazu  be- 
stimmt  gewesen,  das  Vorhandensein  des  Selbsterhaltungstriebes  audi 
bei  den  kleinen  und  unbedeutenden  Wesen  zu  beweisen.  Denn 
fiir  diesen  Zweck  sind  die  eigentiimlichen  Feinheiten  dieser  Beobach- 
tung ganzlich  irrelevant.  Sie  hat  einen  tieferen  Sinn  im  Zusammenhang 
der  stoischen  Lehre  von  der  Selbstwahrnehmung,  den  Hierokles  nicht 
verstanden  zu  haben  scheint.  Wie  kommt  es  denn,  daB  die  Kinder 
im  dunkeln  Raum,  von  jeder  Sinneswahrnehmung  abgeschnitten ,  *an- 
TACiAN  ANAipeceuc  AYTUN  AAMBANei,  das  Gefuhl  der  Aufhebung  ihres  Selbst 
bekommen?  Diese  Frage  beriihrt  den  Zielpunkt  der  ganzen  Beobach- 
tung; fiir  den  Gebrauch,  den  Hierokles  von  ihr  macht,  ist  sie  irre- 
levant. Denn  er  will  ja  nur  durch  sie  beweisen,  daB  auch  schon  die 
kleinen  Kinder  Selbsterhaltungstrieb  haben  und  sich  gegen  die  (ver- 
meintliche)  Aufhebung  ihrer  Existenz  strauben.  Der  Philosoph,  dem 
Hierokles  die  Beobachtung  entlehnte,  wollte  zeigen,  daB  die  Selbst- 


EINLEITUNG 


xxxm 


wahrnehmung  zum  groBten  Teile  der  Wahrnehmung  auBerer  Gegen- 
stande  immanent  ist  und  wenn  die  letztere  aufgehoben  wird,  wenig- 
stens  bei  Kindern,  so  stark  zusammensclirumpft,  dafi  sie  sicli  gieich- 
sam  in  ihrer  Existenz  bedroht  fiihlen.  Denn,  wie  wir  Kol.  G,  8  lesen: 
TH  exepoY  TiNoc  AiceAcei  CYMne<i>YKeN  h  gaytoy.  Die  Beobachtung  iiber 
die  Kinder  in  der  dunkeln  Stube  pa6t  zu  vortrefflicli  als  Beleg  zu 
diesem  Satze,  als  dafi  wir  nicht  glauben  sollten,  sie  habe  urspriing- 
licli  ilim  gedient  und  sei  nur  von  Hierokles  unter  einen ,  andern  Ge- 
sicbtspunkt  gebracht  word  en. 

7.  Der  empiriscbe  Beweis  fiir  den  Selbsterhaltungstrieb  der  Lebe- 
wesen  scheint  Kol.  7,  29  ungefahr  sein  Ende  erreicht  zu  haben.  Denn 
nachdem  die  Fortdauer  dieses  Triebes  selbst  bei  Wesen,  die  sich  in 
naturwidrigem  Zustand  befinden,  nachgewiesen  war,  konnte  eine  wei- 
tere  Steigerung  des  Beweises  nicht  mehr  folgen.  Es  werden  daher 
die  Worte  Z.  29  ucxe  o[^aamuc  ayn]at6n  cTnai  t[6  zcoion  j  mh  APec]K[ei]N 
[gaytui,  oder  wie  man  hier  erganzen  mag,  den  AbscliluB  dieses  Ab- 
schnittes  gebildet  haben.  Man  darf  nun  wohl  n  priori  erwarten,  dafi 
auf  den  positiven  Beweis  fiir  das  stoische  Dogma  eine  polemische  Aus- 
einandersetzung  mit  den  Epikureern  folgte,  die  bekanntlich  nicht  die 
Selbsterhaltung,  sondern  die  Lust  als  Gegenstand  des  urspriinglichsten 
Naturtriebes  annahmen.  Diese  Auseinandersetzung  war  hochst  wahr- 
scheinlich  in  der  folgenden ,  arg  zerstorten  Partie  des  Textes  bis  Z.  50 
enthalten,  wo  mit  den  Worten:  eNTAYeA  mgn  oyn  toy  aotoy  reNoweNoc 
usw.  zu  einem  neuen  Gegenstand,  der  Entwicklung  der  dantaciai,  iiber- 
gegangen  wird.  Z.  31  konnte  man  thn  h[aonhn  und  Z.  33  hJaonai  ver- 
muten  und  die  Erwahnung  der  ^iaaytia  Z.  34  auf  einen  Vergleich  der 
cdiaaytia  und  der  *iahaon(a  bezuglich  ihrer  Urspriinglichkeit  deuten. 
Aber  diese  Vermutungen  wiirden  ganz  haltlos  bleiben,  wenn  nicht  im 
folgenden,  von  Z.  40  an,  der  Sinn  deutlicher  erkennbar  wiirde,  Z.  38  wird 
die  Buchstabenfolge  x6<t>H  wohl  am  einfachsten  als  ta]x'  oyn,  <i>H[ci  er- 
ganzt  und  auf  ein  hier  beginnendes  Zitat  aus  der  Schrift  des  epikurei- 
schen  Gegners  gedeutet.  Ein  Versuch,  die  folgenden  Zeilen  als  Bericht 
iiber  die  gegnerisclie  (epikureische)  Ansicht  zu  erganzen, 
scheiterte  an  dem  Fehlen  einer  ausreichenden  Grundlage.  Ist  aber  dieser 
Weg  der  richtige,  so  mu6  auch  die  folgende  Erorterung  iiber  den 
Tponoc  THc  <j>ANTAciAc  als  Vorbereituug  auf  die  Widerlegung  der  epiku- 
reischen  Ansicht  aufgefa(3t  werden.     Denn  diese  Erorterung  schliefit 

Berliner  Klassikertexte,  Hefb  4.  '  3 


XXXIV 


EINLEITUNG 


sich  unmittelbar  an  die  Wiedergabe  jener  an,  deren  Widerlegung 
also  noch  aussteht,  Vom  Tponoc  thc  <j>antac(ac  scheint  geliandelt  zu 
wei'den  bis  Kol.  8,  23,  da  hier  die  Worte  kat'  apxac  und  «antacia 
wieder  verbunden  auftreten.  Leider  ist  der  Rest  der  achten  Kolumne, 
in  der  wir  die  Widerlegung  vermuten  miissen,  ganzlich  unbrauchbar. 
Nur  soviel  laBt  sich  sagen,  da6  gegen  Ende  der  Kolumne  immer 
noch  von  der  oiKeiucic  die  Rede  ist  (Z.  51  kai  oiKeiwN,  Z.  54  -  hc  oi- 
Keici)ce[uc]  ynd  dai3  vor  Z.  58  durch  Paragraphos  der  Beginn  eines 
neuen  Abschnittes  bezeichnet  ist,  dessen  Inhalt  wir  erkennen,  weil 
er  auf  die  neunte  Kolumne  hiniiberreicht,  deren  Anfang  leidlich 
erhalten  ist.  Er  handelt  nicht  mehr  ausschliefilich  von  der  npcbxH  oi- 
Keicocic,  die  sich  auf  das  Lebewesen  selbst  bezieht,  sondern  iiberwie- 
gend  von  verschiedenen  abgeleiteten  Arten  der  oiKeiojcic,  die  sich  auf 
andere  Menschen  und  Gegenstande  beziehen  und  nach  stoischer  Weise 
jede  mit  einem  Kunstausdruck  benannt  werden.  Da  gibt  es  eine  oi- 
Kefcocic  e-Y-NOHTiKH,  cTePKTiKH,  AlpeTiKH,  eKAeKTiKH.  Uuser  Verstandnis  der 
stoischen  Lehre  wird  durch  diese  Terminologie,  deren  Erganzung  nicht 
in  alien  Teilen  ganz  sicher  ist,  kaum  gefordert;  doch  ist  es  an  sich 
von  Interesse,  da6  Hierokles  von  der  npdoiH  oiKeiwcic  zu  andern  Arten 
der  oiKeiucic  iiberging. 

8.  Da  der  Rest  der  neunten  und  die  zehnte  Kolumne  ganz 
unbrauchbar  sind,  so  gibt  uns  nur  noch  der  Anfang  der  el  ft  en  Ko- 
lumne uber  den  weiteren  Gedankengang  Aufschlufi.  Gegenstand  ist 
hier  diejenige  oiKeiwcic,  vermoge  deren  wir  die  Menschen  als  solche, 
also  alle  Menschen,  als  zugehorig  betrachten.  Diese  umfassendste 
oiKefwcic  ist  es  ja,  die  von  den  Stoikern  als  Fundament  des  natiir- 
lichen  Rechtes  betrachtet  wird.  Nach  Cic.  de  fin.  Ill  62.  63  (Stoic,  vet. 
fr.  Ill  n.  340)  natura  fieri,  ut  liberi  a  parentibus  amentur;  a  quo  initio 
profectam  communem  humani  generis  societatem  persequimur,  kann 
man  den  Zusammenhang  erraten,  in  dem  diese  Erorterung  mit  den 
friiheren  iiber  die  oiKeitocic  und  ihre  Arten  stand.  Wir  befinden  uns 
immer  noch  in  dem  Kapitel  iiber  die  oiKelwcic.  Ohne  Zweifel  wurde 
in  dem  verlorenen  Teil  der  neunten  und  in  der  ganz  zerstorten 
zehnten  Kolumne  eine  genetische  Ableitung  fiir  die  allmahliche  Er- 
weiterung  der  oiKeioocic  gegeben,  die,  mit  dem  eigenen  Selbst  anhebend, 
fortschreitend  immer  weitere  Kreise  umfafit,  erst  die  Kinder  und  die 
librigenBlutsverwandten,  dann  dasVaterland,  endlich  das  ganze Menschen- 


EINLEITUNG 


XXXV 


geschlecht.  Hier  war  wohl  in  der  »Elementarlehre«  die  tlieoretische 
Grundlage  fur  die  Unterscheidung  jener  Pfliclitenkreise  gelegt,  nach 
denen  der  spatereTeil  desWerkes,  die  von  Stobaus  exzerpierte  Pllicliten- 
lehre,  disponiert  war.  In  dem  erkennbaren  Teil  der  elf  ten  Kolunme 
wird  die  These  aufgestellt,  da6  die  Trennung  der  Menschen  in  sich 
feindselig  bekampfende  Volker  und  Staaten  naturwidrig  sei.  Denn 
Z.  ]  1  erkennt  man  t]6  <t>Y[ciK]coc  h[mac  KexwjplceAi.  Weiter  werden  fur 
den  natiirlichen  Gemeinschaftstrieb  der  Menschen  Beweise  angefiihrt: 
1.  Die  Menschen  haben  den  Trieb,  politische  Gemeinschaften  zu  bilden, 
weil  jeder  Mensch  von  der  Natur  bestimmt  ist,  Glied  eines  Staates 
zu  sein  (ovAeic  ANOPconoc,  be  oyxi  noAeiioc  ecu  wepoc).  Ganz  kynisch 
klingt  es,  wenn  hier  der  Mensch  als  ein  zGon  (nicht  noMJiKdN,  son- 
dern)  cYNAreAAcriKdN  bezeichnet  wird.  2.  Die  Menschen  sind  immer 
geneigt,  Freundschaften  miteinander  zu  schlieBen,  auch  aus  den  aufier- 
Hchsten  und  unbedeutendsten  Anlassen,  z.  B.  weil  sie  bei  einem  Gast- 
mahl  oder  im  Theater  zusammengetrofi'en  sind.  3.  Selbst  die  Truppen 
feindlicher  Heere  fraternisieren  gern  miteinander,  indem  der  natiirliche 
Zug  des  Menschen  zum  Menschen  die  unnattirliche ,  nur  durch  die  Ver- 
haltnisse  ihnen  aufgenotigte  Feindseligkeit  iiberwindet. 


Ohne  den  Gegenstand  erschopfen  zu  wollen,  habe  ich  auf  die 
inhaltlich  und  fiir  die  Kenntnis  der  altstoischen  Lehre  wichtigsten 
Punkte  in  dem  neuen  Texte  hingewiesen.  Es  hat  sich  dabei  nichts 
ergeben,  worin  man  eine  Lehrneuerung  der  jiingeren  Stoiker  vermuten 
konnte.  Alles  steht  vielmehr  mit  der  Chrysippischen  Orthodoxie  in 
bestem  Einklang.  Fiir  die  meisten  von  Hierokles  vertretenen  Dogmen 
lassen  sich  aus  den  iibrigen  Zeugnissen  fiir  die  altstoische  Lehre  Paral- 
lelen  beibringen,  und  wo  dies  nicht  der  Fall  ist,  handelt  es  sich  doch 
nicht  um  Neuerungen,  sondern  um  feinere  Einzelheiten  der  schon  be- 
kannten  Lehren,  die  nur  zufallig  bisher  unbezeugt  waren.  Sicher  ist, 
daB  von  dem  Lehrgehalt  der  CTOixeiucic  nichts  als  geistiges  Eigentum 
des  Hierokles  gelten  darf.  Ihm  gehort  nur  die  Form.  Ja,  mehrfach 
muBten  wir  darauf  hinweisen,  da6  er  das  iiberkommene  Gedanken- 
material  nicht  richtig  verwertet  und  namentlich  durch  Auflosung  zu- 
sammenhangender  Gedankenreihen  in  koordinierte  Einzelargumente  die 
Darstellung  verilacht.    Dafi  Hierokles  trotzdem  bei  seinen  Zeitgenossen 

3* 


XXXVI 


EINLEITUNG 


in  liohem  Ansehen  stand  und  sich  dieses  Ansehen  auch  wahrend  der 
folgenden  Generationen  erhielt,  diirfen  wir,  von  dem  Zeugnis  des  Gellius 
abgesehen,  aus  der  Rolle  schlieBen,  die  er  neben  Mannern  wie  Mu- 
sonius  und  Epiktet,  als  Reprasentant  der  stoischen  Moralphilosophie, 
in  dem  Anthologium  des  Stobaus  spielt.  Er  verdankte  dieses  Ansehen 
nicht  seinen  Verdiensten  um  die  theoretische  Philosophic,  sondern 
seiner  in  geschmackvoller  Form  vorgetragenen  Pilichtenlehre,  die  man 
der  Jugend  gem  als  erbauliche  Lektiire  in  die  Hande  gab. 


IEP0KAE0Y5 

H0IKH  STOIXEIWSIS 


KURZUNGEN  DES  PAPYRUS 


STRICHKURZUNG 

A.   Im  Auslaut 

I.  Striche  als  Endungsbezeichnungen 

a)  liber  Konsonanten 

1.  f  t'       =  THC,    eHC,    KHC  ,    AHC  USW. 

2.  TAZeKAMNfyP  T  X  =  rUN  ,    A(i)N,    ZOOM  USW. 

3.  T  =  THN,    TAC,    TA    3,  24? 

b)  iiber  Vokalen 

1.  r  =  ICON  3,  12 

2.  u  =  (jon  sehr  haufig 

3.  0  =:  OYN  ,    r°  =  rOYN,    TO  =  TOYC 

4.  0  =  ON  nur  5,  28 

II.  Striche  als  Kurzungszeich en 
a)  Prapositionen 


1. 

A 

=  An6 

2. 

A 

=  AIA 

3. 

e 

=  eni 

4. 

K 

=  KATA 

(kao-,  kasa 

5. 

MeTA 

6. 

n 

=  nAPA 

(nAP-) 

7. 

TT 

=  nepi 

8. 

und  tIt 

=  npoc 

9. 

c 

=  CYN  ( 

CYA-,  CYM-, 

10. 

Y^ 

=  Ynep 

6,  55 

11. 

Y 

=  Yno 

h)  Partikeln 
1.  r  =  TAP 


KtTRZUNGEN  DES  PAPYRUS 


3 


4.  M  =  MeN 

5.  N  ==  NYN    (tOIN  =  TO(nYn) 

6.  0  =  OYN  (r°  =  toyn) 

7.  J2r  =  oToN  2,  10.  15 

B.  Im  Inlaut 

I.  Vom  Auslaut  iibernommen 

a)  von  Endungsbezeichnungen 

T  =  -TOON-   4,  60.      K  =  -KUN-    5,  16 

b)  von  Prapositionen 

A  =  Xno  in  ahopon  7,  5 

c)  von  Partikeln 

1.  A  =  Ae-  (z.  B.  AOMeeA,  AXOM5,  aytgpa  2,3.  4,  3) 

2.  K  =  KAI-    (z.  B.    KPOC,    AeYKNOMU    6,  4) 

3.  M  =  MGN-    (z.  B.    TINOMH    4,44,    AinOMON  2,35) 

4.  0  =  -OYN-  (z.  B.  noiOT5  5,  17) 

II.  Spezifische  Inlautskiirzung 

1.  ANKH  =  ANATKH    3,  17 

2.  BAeiN  =  BAAAeiN    1,  21.      [o]<t>eM  =  6*eAAMCjON  1,  55 

3.  ABANeT5  —  AAMBANETAI    1  ,  53 

4.  GATON  =  eAATTON    2,  16 

C.  Ganze  Worte 

1.  /  =  cCTi  (n/^  =  nepiecTi  2,  14) 

2.  \  =  eTnai 

BUCHSTABENKtTRZUNG 

A.  Der  Anfangsbnchstabe  fiir  das  ganze  Wort 

I.  Artikel 

T  (groBer  geschrieben)  =:  toy,  twi,  ton,  tGn,  toTc 

II.  Substantivum 

z  (hoher  gestellt)  =  zcoion;  z.  B.  to^  2,2,  toyW  3, 15,  twi^  3,55, 
ta^  2,  20 

B.  Zwei  Anfangsbuchstaben,  zu  einem  Zeiclien  verbun- 

den,  fiir  das  ganze  Wort 

1.  %  =  xpoNoc  in  alien  Formen 

2.  f  =  Tponoc  in  alien  Formen 

Anmerkung:    Wo  Undeutlichkeit  entstehen  konnte, 
wird  die  Kasusendung  hinzugefiigt,  z.  B.  fN  4,  43 


4 


KtTRZUNGEN  DES  PAPYRUS 


C.    Der  letzte  geschrieb ene  Buchstabe  hoher  gestellt 

I.  Substantiva 

AN^  =  ANAPoc,  voraus  g'eht  tymnoy  3,  44 
AN®  =  ANepoonoN,  voraus  geht  ton  3,50 

BAAAANT'  =  BAAAANTIOY,    VOraUS    gcht   TOY    5,  10 

z(i)i°  =  zuioN,  voraus  geht  han?  1,  31.  38 

=  zuion  ,  voraus  geht  to  7,  52 
z"  =  zuiOY,  voraus  geht  toy  3,  24 
GHP'  =  eHp!oN,  voraus  geht  to  2,  14 
GHP'  =  OHpioY,  voraus  geht  to9  3,37 
Ke""  =  K6PATA,  voraus  geht  ta  2,  22 
Ke*  =  Ke*AAHN,  voraus  geht  thin  2,23.28 

=  Ke4>AAHN,  voraus  geht  thin  3,8 
o<t>®  =  6*eAAM0Yc,  voraus  geht  toyc  1,57.  7,11 
no'^  =  noAAC,  voraus  geht  toyc  2,  23 
tpa'^  =  TPAXHAON ,  voraus  geht  ton  3 ,  36 
xep^  =  xepci,  voraus  geht  taTc  1,  61 
xe''  —  xeipoc,  voraus  geht  thc  5,9 
xe''  =  xeTPAc,  voraus  geht  tag  2,  30 

II.  Adjektiva 

eT[e'']  —  GTepoic,  voraus  geht  eN  3,21(?) 

gaymaciut^  =  eAYMACidJTATON,  voraus  geht  TO  7,23.  11,  19 

xepc5"  =  xepcAiWN,  voraus  geht  tcZin  1,53 

III.  Adverbia  und  Partikeln 
A'^  =  aaaA  7,  2.  52.  59 

—  maaaon  5 ,  18 

Ma'^  =  MAAICTA    4,  56 

6  =  oYTtoc  1 ,  42  u.  o. 
nAeoNA"^  =  nAeoNAKic  3,  31 

nOAAA'^  =  nOAAAKIC   5,9.    11,  19 

IV.  Partizipia 

1.    auf  -MSNOC 

a)  mit  hohergeschriebenem  m 

reNo"  =  reNOM^NOY,  voraus  geht  toytoy  3,  52 

(5^53 

THC  5,  58 


rcNo"  =  reNOM^NOY,  voraus  geht  toytoy 
riNo'^  =  riNOMGNA,  voraus  geht  ta  6,  53 
riNA"  =  reiNAweNHc,  voraus  geht  thc  5, 


KURZUNGEN  DES  PAPYRUS.  ZEICHEN  DER  AUSGABE  5 


eNAXo'^  —  eNAexoMGNON,  voraus  geht  kata  to  2,42 
eMne<i)YCH'^  —  eMne*YCHMeNOic,  voraus  geht  toTc  2,  45 

YYXO'^  =  YYXOMeNA,   VOrEUS  gcht  TA  5,2 

b)  mit  hoher  gescliriebenem  e 

AGAerw^  =  AGAerMGNH,  voraus  geht  h  4,  47 
nAArM^  =  nAPAAeAerweNH ,  voraus  geht  e'lic  6,  14 
npoKGiM^  =  npoKGiMeNOY,  voraus  geht  toy  6,  1 
(jopicaa^  — -  topicMGNHc,  voraus  geht  thc  5,6 
2.  auf  -eNT-  oder  -ont- 

ANTiAero'^  =  ANTiAeroNTcoN ,  voraus  geht  tcjn  5,45 

exo^  =  exoNTA,  voraus  geht  ton  5,11 

KeYAO^  =  KAeeYAONTcoN,  voraus  geht  tcjn  5,  14 

Aexee'"'  =  AexeeNTA,  voraus  geht  ta  5,  39 

ncKeYAcee^  =  nAPACKeYAceeNTtoN ,  voraus  geht  tun  2,4 

nexo^  =  nepiexoNTOc,  voraus  geht  toy  5,  59 

nexo^  —  nepiexoNTi,  voraus  geht  tui  1,  20.  27 

nAeoNAzo*^  =  nAeoNAzoNTA,  voraus  geht  ta  3,2 

T^HKo'^  =  npocHKONTi,  voraus  geht  tui  1,6 

cBAiNO^  =  cymbainonta,  voraus  geht  ta  4,  54 

cb[5no]'^  =  cymbainonta,  voraus  geht  ta  1,4 

V.   Andere  V erbalformen 
r'  =  riNGTAi 


ZEICHEN  DER  AUSGABE 


<(  y  Auslassungen  des  Schreibers. 


AAA  vom  Schreiber  g( 


;etilgte  Buchstaben. 


AAA  unsichere  oder  verstiimmelte  Buchstaben. 


verlorene  oder  nrierkennbare  Buchstaben. 


6 


lePOKAeOYC  HOIKH  CTOIXeiCOCIC 


ABSCHRIFT 


lePOKAGOYC 
HGIKH  CTOIXeiWCIC 

Kol.  1,  a  (Kolumnentitel) 

\,a    X  e  I  A  I  c  e  A  N  [.  .]  5  [.]  0  Z  U  1°  [.]  A  Y  T  0  Y 

1,  1    T  H  C  H  e  [.]  K^C  T  [.]  I  X  e  I  to  [.  .  .]  C  [.]  P  X  H  N  A  P  I  C  T  H  r  [.  .]  M  5  T  0  N 

nepiTOYnpu)TOYOii<.[.  .]t  w  izu)[.  .]a  o  ro  n  o[.  .jwoYxei 
P0NeNeYMHeHN5rT  [.].[.  .]n  a  n  to  e  e  n  a  piam[.  .  .  .]  no  i  a 

TICHreNe[.]l  CXeMYY  [.  .]  KT  I  N  A'^^nPtOTACB[.  .  .].TtOI 

5  za)toiTOTOiNcnePM[.]KnecoNeicYCTePA[.]e[.]Te  k 
ptoiTtoiTfrHKO^KAwf.  .]e[.]ptoMOYTArreiOYc[.]AH<t>ee[.] 

0YKenHPeMeiKA6A[.  .]pTeU)CAAAANAKINHeeNAP 
x[.]T5TIAIU)[.]prnTe.[.  .]KYO*OPOTOCCtOMA[.  ..]e 
CntOMON  TYA  H  N  A.   [.  .]TeiTOeMBPYONK[.  .]nACA 
10  n[.]ATOYCTAieiCetOc[.  .]pOYTfrT[.]AOCA<t>IKH[.  .]i<TfrA 

TeiiNeYTPenecAneprACH!T5TOAHMioYPrHMA 

T0YT0NMT9!1^ANTAT0N  |  AG  TOOATONACYAAH 

Y  e  to  c  [  ]  .  T  e  I  e  [.]  c  A  M  e  I  <t>  Y  c  I  [.]  T  0  Y  [.  .]  n  N  [.  .] 

M  A  M  B  e  [.  .]  .  K  0  [.]  e  K  [.  .J  e  P  M  A  T  [.]  C  K  0  A  0)  I  K  [.  .  .]  0  Y 

15  MONAnAPX^eic[.  .]AOc[.]AHAK..TAnpa)T[.  ..]y;^ 

nAXYTePONnOOC/^nN[.  .]MAH<t>YCICKMAK[.   .]    N  A 
<t>e  CTH  KYI  AYYX^KA[.]oniNATOYTKAn  [.  ..]  A  N 

cxeAONHKHiT^AT[.]iea)CA[.]enTYNe[.  .]pini 

1,  2  der  Buchstabe  iiach  A6roN  kaiin  audi  6  seiii.  7  das  letzte  n  hat  oben  einen 

Querstrich:  sr.  9  wohl  ^OATei  geschrieben,  vgl.  2,  16. 

l,a  das  Zeichen  X  verweist  auf  Z.  38.  1  auch  Diog.  Laert.  VII  85  eroffnet 

die  Darstellung  der  stoischen  Ethik  mit  dem  npcoTON  oiKeiON.  Vgl.  Stoic,  fragni.  Ill, 
p.  43,  n.  178  f.  5  iiber  das  cnePMA  vgl.  Stoic,  fragm.  II,  p.  211,  n.  741  f.,  iiber  Grunde 
der  Unfnichtbarkeit  ebenda  n.  751.752.  7  OYKeri  hpemeT  vgl.  Philo  de  mundi  opi- 

ficio  §  67  (ebenda  n.  745)  to  cnePMA  —  otan  eic  thn  mhtpan  KATABAHeeN  eNCTHPicH, 
KiNHCiN  e-feS'c  aab6n  eic  *^cin  TpenexAi.         8  enicncoweNON  thn  yahn  vgl.  n.  746:  to 

Ae  T^KNON  MeTABAA6NT0C  TOY  CnCPMATOC    KAI  ePrACAMeNOY  THN    nAPAKeiMCNHN  AYT(2)  YAHN 


KOL.  1,  1  —  18 


7 


UMSCHRIFT 

■"I  ePOKA^OYC 

^HeiKH  CToixeicocic 

Kol.  1,  a  {Kolumneniitel) 

l,a     X    Gl    AlCeANGTAI    TO    ZUION  GAYTOY 

1,  1  Thc  HeiKHC  cToixeiwceuc  apxhn  apicthn  htoymai  ton 

nepi  TOY  npcoTOY  oiKeiOY  tui  zwicoi  aoton,  o  .  .  co  oy  xeT- 
PON  eNeYMHeHNAi  npcoTON  ANcoeeN  APiAMGNOic  onoiA 
TIC  H  reNecic  tun  eMY^xcoN  ecTi  kai  tIna  ta  uputa  cymbainonta  tcoi 
5  ZWICOI.    To  TOiNYN  cnePMA  KATAnecoN  etc  yctgpan  eN  Te  kai- 

PUI    TUI    nPOCHIKONTI    KAI    AMA    Yh'  ePPCOM^NOY    TOY    APreiOY  CYAAH*eeN 

O'Y'KeTi  HPeweT,  KAoAnep  Tecoc,  aaa'  ANAKiNHeeN  ap- 
xeTAi  tGn  iaiwn  eprwN,  hapa  Te  to?  kyo<j>opoyntoc  cumatoc  eni- 
cnwweNON  thn  yahn  aiahaattgi  to  gmbpyon  kata  tinac  a- 
10  nAPABATOYC  tAigic,  ecocnsp  OY  npoc  TeAOc  a^ikhtai  kai  npoc  Xno- 
TeiiN  e'r'TPenec  XneprAcHiTAi  to  ahmioypthma. 
To9ton  MeNTOi  hAnta  ton  xponon  (Aero)  Ae  ton  Ano  cyaah- 
recoc  Mexpi  AnoTeiewc)  aiam^ngi  <t>^cic,  toyt'  ecTi  nNe?- 

MA,    METABeBAHKOC    GK    CnePMATOC    KAI    OAWI  KGINOY- 

15  weNON  An' APXHC  etc  t^aoc  hah  ag  kata  men  ta  npiiTA  toy  xponoy 
nAXYTepoN  nu)C  ecTi  hneyma  h  <t>YCic  kai  makpan  a- 

♦  GCTHKyTa    YYXHC  ,    KATOniN    Ae    TOYTUN  KAneiAAN 

cxeAON  HKHi  THC  AnoTeiewc,  AnoAcnTYNCTAi  pini- 


An6  THC  rYNAiK6c  KAI  TcoN  enicYNAfOMeNCON  TPoouN  MOPOcoeeN  kaI  eic  reNeciN  evrpeniceeN 
Y0ICTATAI.  9  AiAHAATTei  t6  Imbpyon  :  dersclbc  Ausdruck  hei  Galen  de  foet.  form, 

p.  700  Kiihn  (ebenda  n.  743).  12  Siibjekt  ist  nicht  das  AHMio-t-prHMA,  sonderii  das 

cnePMA,  das  in  der  Verwandlung  als  <t>icic  fortdauert.  14  oaco  KiNOYweNON:  vgl.  Diog. 
Laert.  VII  156  thn  <j>ycin  gTnai  hyp  TexNiK6N,  oaco  baaizon  eic  reNeciN ,  bnep  ecTi  hngyma 
HYPoeiA^c  kaI  TexNoeiAEC.  16  HAXYTePON  —  HNeYMA:  vgl.  Stoic.  iVagni.  11,  ii.  715 

IHPOTGPON  MEN  TAP  HNCYMA  TO  THC  YYXHC,  Yrp6TeP0N  AC  TO  THC  <t>YCe(OC  cTnAI.  II.  787 
YTPOTePON  MCN  KAI  YYXP6TeP0N  TO  THC  <t>YCeCOC  (scll.  nNCYMA)  ,  IHPOTePON  AC  KAI  eCPMO- 
TePON  t6  TfiC  YYXHC. 


8 


lePOKAGOYC  HeiKH  CTOIXeiCOCIC 


ABSCHRIFT 

Kol.  1,  19  —  4  5 

1, 19  zo  M  HToiccexeciNe  [  ]  i<[.  .]totyxon /-^  y  x  h 

20  AlOAH  KeYPAzexa)[.  ..]a[.]aikanoyt5Tu[.  .Jexo*^ 

COCTe010NCTOM(jOee[.  ..jlflAYTOYM    B    AGl  N 

ei  CYYXHN  KAeAne[.]fToeNToiCAieoicn[.]eY 

MATAXeU)CYnOnA[.]r^eKnYPOYT5ATTfrTAY 
T    T    M  BOAHNeTOIMOTHTATONAYTONf 

25  K<t>YCICeM  B  PYOYneno  N  [.  .]  HAHreroNo[.  .]coY 
BPAAYNe[.  .]omba[.  .]eiNeiCYYXHNeM[.  ..]oy 

C  A  T  0)  I  [.  .]  X  0^  T  A  Y  T  H  [.  .]  n  [.]  N  T  0  e  K  n  e  C  [.  .]  Y 

cTePAceYeea)C/^z[.  .  .]  n  k[.]ntaaaat[.  .]kai 
(jJAAinH  IT5  PYGMcp  [.]c[.  .]MYeoAore[.  ..]tt 

30   T        A  P  K  T  0  Y  e  K  .   [.  .  .]   .   .   .  .  C  .  .  A  [.  .  .  .]  T  [.  .  .]  H  I 

[,  .  .]  N  T  e  Y  e  e  N  e  [.  .]  Y  [  \  ^  \  ]  z  to  i° 

[.  .  .]  M  H  Z  CO  [•]  0  Y  A  Y  0  [.   .]  e  [  ]  C  £  I 

TeK0PMHIa)eATe[.]0YM0Y[  ]a 

OMeeABPAxeAAAOKeiren[.]5c[.]Hc[.](o[.]ei 

35  nei  N  <t>e  peifeicrNuci  [  ]t9[-  -jiKeiOY 

.NAHAoroNAPXHNAPic[.  ..]e<t>AMe.e 

.  .  .  .]  H  e  I  K^CTOI  xeiW  [.  .  .]0YKArN0HTe0N.TI 

X  T  0  [.]  CO  1°  e  Y  e  Y  c  A  M  A  [.  .  .  .]  e  N  [.  .]  e  5  [•]  c  e  A  [.]  e  T5  [. .]  Y 

TOYKAGIMeN.    K    a[.   •]    B    [.  ..JyTG  PU)Aex[.]H 
40N5TINATffYM..[.  ..]tOYXOy[.  ..]eMn[.  ..]t 
ATePOCAOrOCe<t>.AYTONHMAc[.]AAei[.  .]o 

TepoN5fAYBPAAe[.]cKnoppa)CYN[.]ce(o[.]e 

NIOITYrXANOYClNa)[.]TeKToAOICAr[.]o[.]lN 
eiTOZ(OI°5CeANeT5eAYTOYAOKOYClfT5[.  ..]ciN 
45YnOT^<J>YCeC0CAYT(Ol[.]AOCe5   ifr  TTeKT..[.]N 

1,22  ursprunglich  soUte  toic  durch  hochgesetztes  t  gegeben  werden;  dann  ausgeschrieben. 

1,  19  die  Lesung  ist  unsicher.  Seele  wird  das  Pneuma  erst  nach  der  Geburt. 
Also  kann  hier  nur  von  einer  Ahnlichkeit  mit  der  Seele  die  Rede  sein.  tTber  die 
nepiYYiic  und  ct6m(ocic,  durch  welche  das  nNeYMA  bei  der  Geburt  zur  Seele  wird,  vgl. 
Stoic,  fragm.  11,  n.  804  —  808.  22  im  Stein  ist  das  nneYMA  als  eiic  vorhanden,  durch 
den  Schlag  wird  es  zu  Feuer.  28  eYeecoc  ecxi  zuion  :  denn  vor  der  Geburt  ist  der 
Embryo  ein  *yt6n  (vgl.  Stoic.fragm.il,  n.  756  f.).  30  iiber  das  Barenjunge  vgl. 

Aelian  hist.  anim.  II,  19  to  Ae   ekfi   kpgac  kai  acha\6n  re  kaI  AT-r'nwTON  kaI  amop- 


KOL.  1,  19  —  45 


9 


UMSCHRIFT 

Kol.  1,  19  —  4  5 

1,19  ZOMGNH    TOTc    CYNGXeCIN    6  KAI    .  .    TO    TYXON    eCTI  YYXHI 

20    AlO    AH    KAI    OYPAZG    XCOPHCACA    IKANOYTAI    TCJI  nGPiexONTI, 

ijjCTe  oToN  CTOMCoeeTcA  npoc  aytoy  wejABAAeTN 

eic  YYXHN.     KAeAnep  tap  to  en  toTc  aigoic  hngy- 

ma  TAxecoc  Yno  nAHrfic  gkhypoytai  aia  thn  npoc  tay- 

THN    THN    METABOAHN    eTOIMOTHTA,    TON    AYTON  TPOnON 
25   KAI    <t>YCIC    eWBPYOY    n^nONOC    HAH    rerONOTOC  OY 
BPAAYNei    TO    MeTABAAAeiN    GIC    YYXHN  ewneCOY- 

CA  Tcol  nepiexoNTi.    taythi  ag  ran  to  eKnecoN  y- 
CT^PAC  eYeeuc  ecTi  zwion,  kan  taaaa  twn  aikai- 
WN  XnoAeinHTAi  pyomun,  uc  ah  MYeoAoreTTAi  nepi 

30  TCJN    THC    APKTOY    GKrONCON  CYN  T  ...  HI. 

To'Y'NTeYeeN  eNGYWHTeoN  ecTiN,  oti  ham  zwion 

TOY    MH    ZUlOY    AYOTn    eXGI    AIA<)>OPAN,  AICGHCGI 

Te    KAI    OPMHI"    £n    GATePOY    MGN    OYAEN    nPOC    TO    nAPON  AG- 

OMeGA'    BPAXGA    AG    AOKgT   TG    HGPl    THC    AlCGHCGUC  Gl- 
35  HGTn  ■    <t>ePGI    TAP    GIC    TNCOCIN    TOY    nPCOTOY  OIKGIOY, 

ON    AH    AOrON    APXHN    APICTHN    G0AMGN  GCG- 

CGAI    THC    HGIKHC    CTOIXGIUCGCOC.      OyK    ATNOHTGON  OTI 
X  TO   ZCOION    GYGYC    AMA    jQ\    TGN^CGAI    AICGANGTAI  GAY- 

To9'   KAI   agT  m^n   gngka  tGn   BPAAYTGPUN  AGXGH- 
40  NAI    TINA    nPOC    YnOMNHCIN    TOYTOY  "  nAPGMn!nTU)N 

a' gtgpoc  Aoroc  e<t>'  gayton  hmac  kaagT  npo- 

TGPON  ■    OYTU    TAP    AY    B.'AAgTc    KAI    HOPPU)    CYNGCGUC  G- 

NIOI    TYrXANOYCIN    OJCTG    KAI    ToTc    OAOIC  ATNOgTn 

ei    TO    ZCOION    AICGANGTAI    GAYTOY.      AoKOYCI    TAP    THN  aTcOHCIN 

45  Yno  THC  *^cea)c  aytcoi  AGAOceAi  npoc  thn  twn  gktoc  an- 

*0N.  31  Unterscheidungsmerkmale  des  zcoion  z.  B.  Stoic,  fragm.  II,  n.  844  to  tap 
ZCOION  TOY  MH  zcilOY  AYci  npoYxel ,  <t>ANTAc!A  KAI  oPMH.  38  Selbstwahmelimung  des 
Lebewesens:  Tertullian  de  carne  Christi  12  in  Stoic,  fragm.  II,  n.  845.  Ferner  Stoic, 
fragm.  Ill,  n.  182:  fieri  non  posset,  ut  appeterent  aliquid,  nisi  sensiim  haberent  sui 
n.  184:  quaerebainus,  an  esset  omnibus  animalibus  constitutionis  suae  sensus.  esse 
autem  ex  eo  maxime  apparet,  quod  membra  apte  et  expedite  movent.  40  nAPGMn. 

erganzt  Wilamowitz.  42  f.  die  liier  so  heftig  getadelten  Philo.soj)lien ,  welclie  die 

Selbstwahrnehmung  des  Lebewesens  leugnen  und  die  Wahrnehnmng  auf  auBere  (Jegen- 
stande  beschranken,  sind  uns  nicht  bekannt. 


10 


lepoKAeoYC  HeiKH  CTOixeiwcic 


ABSCHRIFT 

Kol.  1,  4  6  —  6  1 

1,  46  T  I  A  H  [.   .  .]    0  Y  K    e    [.  .  .   .]  iff    T  [.]  N  [.  .]  Y  T  0  Y   K  A  H 

T  0  Y  C  6  0  [  ]  A  I  0  [.  .]  A  [.  .]  r  e  N  0  Y  T  [.  .]  H 

nPOKCTHCA.    [.    .    .    .j.M.[.]eAYT5CeAN[.  ...] 

TAzu)  I  A  ne  iPAce5  a[.  .]a[.  .]h  n  ot[.]i<aa  [....] 

SOeeNAYTOICTO    .    .    .    .    M    .    .    X    .  eiTOINeNOI.. 

n    P  U)  T  0  N  M  M   e   P  T  I  A  I  (i)  5  [.]  e  A  N  e  T5  [.  .]  Y  T  H  [.  .]  K 

T  [.]  M  n  T  H  N  A       T  n  [.]  e  p  Y  [.  .]  T  0  I  [.  .  .  .]  e  5  n  [.  .]  e  Y 

[.]  C  K  A  n  I  T  H  A  e  I  0  T  H  T  0  C  [.   .  .   .j    A   B   A    [.  .]   T    .    T   .    [.  .  .]  C 
[.JkACTO    NTGAYTOYMe  PK[.]Tiexe[.]KTflHNe[.]ei 
55   [.]  P  e  I  A  N  H  M  e    I   C   T  e    A  Y   T  0    [.  .]  *  e    M  [.   .  .]   K  [.]  A  A  [.  .]  H  I 

A  r°  KAneiAANMiAeiN[.]  eeAa)MTiTOYCO<t>[.  .]n 

TeiNOMUCeTOOPATONpYXIATA[.]TAKAnei[.]AN 
AKOYCAITAUTAn    BAAAO   M    Ko[.  ..jTOYCO<t>®Kn 

nATHC5MeeeAONTecoYxepc[.  .]..OYToxp[.]«e 

eOeAnOClNAKToAOICCKeAGCIN    ...  CT.AYTA 

AHOYCKeAeciNA'^TAi  c  xep'^en[.  ..]anaab[.  .]n 
Kol.  2,  1  —  12 

2,  \  HAOYN5TIBOYACOMeeAAIOnPa)THniCTICTo[.]5 

ceANece5T0^AnANeAYT0YHTMePKTeprYnep 

(joeAOeHTAMePHCYN5CeHCICAYTePAAOTIOYA 
TTfrAMYNANnCKeYACee^AYT0ICAN5CeHTa)CA 
5KeiT5KrTAYPOIMeiCMAXHNKICTAMOITAYP01C 

eTepoic^KTiciNeTeporeNec'z"TAKePATAnp[.jTcxoN 

T5KnePOnAACYM<t>YATfrfANTITA5IN6AXei 
KTAOineKACTONTfrTOOIKeiONKINdeinCOCYM 
<t>YeCOnAONTAMrOnAAICTAAOAOYCITAAXAYAI 
10   OAOYC  I  TA  A  KGNTPOICTA  A[.joi  Cj8'a)  XYPCJMATOY 
TOlCeNTAICTfrexePAAMlAAAICeTAMYNAN 
X  PHT5TO  AAHT^nTYAAOCKAAOYMHCACniAOC 

1,  50  Lesung  nacli  Schubart.    Ich  lese  5  statt  0. 

1,  51  f.  zu  den  folgenden  Ausfuhrungen  vgl.  Seneca  ep.  mor.  121,  5:  quaereba- 
nius,  an  esset  omnibus  aninialibus  constitutionis  suae  sensus.  esse  autein  ex  eo  maxiine 
apparet,  quod  membra  apte  et  expedite  movent  non  aliter  quam  in  hoc  erudita. 


KOL.  1,  46— 61  UND  2,  1  —  12  11 


UMSCHRIFT 

Kol.  1,  4G  —  Gl 

1,46  TIAHYIN,    OYK^TI    AG    KAI    HPOC    THN    GAYTOY.      KATA  AH 

TOYC    OYTCOC    6  AlO  .  .  A  .  .  TGNOYT  .  .  H 

nPOKATACTHCA  M  .  .    6AYTC0N  AlCeANGCGAI 

TA    ZCOIA    nGIPACGAI    A  .  .  A  .  .  HN    OTI    KAI    AA  .  .  .  . 

50   eCN    AYTOTC    TO  .  .  .  .  M  .  .  X  .  eiTOINYN    GHI    NOYN    I  .  . 

TA    ZCOIA    nPCOTON    MGN    MGPWN    TUN    lAlCON    AICOANGTAI.      TAYTHI    AG  KAI 
TA    MGN    HTHNA    THC    TWN    nTGPYrtON    HPOC    TO  YnTACGAI  nAPACKGY- 
HC    KAniTHAGIOTHTOC    ANTIAAMBANGTA!  ,    TCON    AG  XGPCAICON 
GKACTON    TCON    GAYTOY    MGPUN  ,    KAI    OTI    GXGI    KAI    HPOC    HN  GXGI 

55   XPGIAN,    HMGTc    TG    AYTOI    6<t>eAAMa)N    KAI    COTCON    KAI    TCON    AAAtON.  THI- 
AG    rOYN    KAHGIAAN    MGN    IAgTn    GSGACOMGN    TI,    TOYC    O'teAAMOYC  GN- 
TGINOMGN    COC    GHI    TO    OPATON  ,    OYXI    AG    TA    U/TA  ,  KAHGIAAN 
AKOYCAI,    TA    £tA    HAPABAAAOMGN    KAI    OYXI    TOYC    6<t>eAAM0YC ,    KAI  nCPi- 
nATHCAl    MGN    GOGAONTGC    OY    XGPCIN    GHI    TOYTO  XPCOMG- 

GO   OA,    nOCIN    AG    KAI    TOTc    OAOIC    CKGAGCIN  ,    KAI    KATA    TG    TA  AYTA 
AH    OY    CKGAGCIN    AAAA    TaTc    XGPCIN,    GHGIAAN  AABgTn 

Kol.  2,  1  —  12 

2,  1    H    AOYNAI    TI    BOYACiMGOA.      AlO    nPCiOTH    nicTIC    TOY  Al- 
CeANGCGAI   TO    ZCOION    XnAN    GAYTOY    H    TCON    MGPCON    KAI    TCON    GPTCON,  YUGP 
UN    GAOGH    TA    MGPH  ,    CYNAICGHCIC  "    A6YTGPA    AG    OTI  OYAG 
TCON    nPOC    AMYNAN    HAPACKGYACGGNTCON    AYTOTc    ANAICGHTCOC  AIA- 
5   KGITAI.      KAI    TAP    TAYPOl    MGN    GIC    MAXHN    KAOICTAMGNOI  TAYPOIC 
GTGPOIC    H    KAI    TICIN    GTGPOrGNGCI    ZCiblOIC    TA    KGPATA  nPoTcXON- 
TAI,    KAGAnCP    OnAA    CYM<t>YA    nPOC    THN    ANTITAIIN.      OYTO)    a'  GXGI 
KAI    TUN    AOinCON    GKACTON    HPOC    TO    OIKgTon    KAI,   Yn  '  OYTUC    ctnu ,  CYM- 
<J>YGC    OnAON.      TA    MGN    TAP    OHAaTc  ,    TA    AG    OAOYCI  ,    TA    AG  XAYAI- 
10   OAOYCI,    TA    AG    KGNTPOIC,    TA    AG    lOTc    oToN    COXYPUMGNA  TOY- 
TOIC    GN    TaTc    nPOC    GTGPA    AIAMIAAAIC    GHI    THN  AMYNAN 
XPHTAI.      TO    AG    AH    THC    HTYAAOC    KAAOYM^NHC  ACniAOC 


2,  12  die  htyac  erwahnt  von  Galen  vol.  XIII,  p.  940  Chart.  (XIV  235  K)  kai  tcon 

ACniACJN    H   AerOMENH   nTYAC   enANATeiNACA  TON  TPAXHAON   KAI   CYMWeTPHCAMGNH   TO  TOY  AIA- 

cthmatoc  mhkoc,  ucnep  T6Te  AoriKON  nrNdMeNON  to  shpion  eYCT6xcoc  eMnTYei  toTc  cco- 
MACi  t6n  i6n. 


12 


lepoKAeoYC  HeiKH  CTOixeiwcic 


ABSCIIRIFT 

Kol.  2,  13  —  43 

2,  13   [.  .JaICTOPIACANAi[.  .lNTOCAYTHirA.AXAAe|.JoTH 

Tin         TOeH  P'  TOMCO  NYMTeK0M0[.JeN(i)c[  ] 

15  AH  [.]  M  AT  [.j  CjerBeAOcf-l^ieiCATlONGOOTIANf  ] 

Za)|.|0YKeAT0NfeTePAN5   PeiNACniAHIAH  . 

nopp(i)eeN[.|neiAANKTiNocnoiY[.JeHiTfrnTYOYCA 

T0NI0N0YANAeiT5AHrMAT0CeMB0A^KMHNTl 
NATeACeeNHTeNAYTOICKTINA[.Ja)MAAeAKAY 
20CnAeHC5[.]e[.  ..]T[.]TA^TAYTHIKTAYPOCMOnOTe 
<t>PATTOITOTfrT[.]BOYAHNTATTei[.JpOnANTOcTAOI 
nOYCa)MATOCTAKe''xeAlONHAC5c[.]ANOMHTINOCe 

eeceucTHNK€*KTOYcno'^Ta)iocT[.jAKa)AeiMepei 

eAYTHCYnOCTeAAeiTCi)ICKAH[.  .jlKAYCMXei 
25   PICTCOITAeYAACOTATOAnnAHCIONnOiei  KOKOXAIAC 
KATeiAOYMOCeif.jjOKePATOOAeCOnOTeKINAY 
NOYCYn[.  .]e0IT0HreMHNAPKT0[.]0YKAMAeHC 

eol  KeN\T^nTH  n  Ke*eYnAeiAcoeeNn5o[.]H 

IYA01CHT!C!NeTeP0ICePAYC5T0[.jT0AYN[.|M0IC 
30  TOMe[.  ..]TAYT[.]eTI  GHCITACXe^'AAIOMACTHN 

T  n  A  [.  .  .]  I  A  N  K  A  N  e  [.]  n  [.]  e  [  ]  a  h  e  e  i  h  t  o  y 

B  A  A  .  N  e  [.]  0  Y  r  J  K  [.]  H  AA  N  0  Y 

n  A  A  I  N  Y  n  ..[.].[..].  [  ]  e  *  I  H  c  I  N  e 

AYTHNn0!eiAT[.]T0[.  ..]na[  ]rTHAHC5M 

35  f  /^e  Yne  .  ecTA[.]  .  nzuion  .  [  jHnoYAino 

M0NeTeP0YTic[.]M[.]ree[.  .].n[  ].ece5i< 

AHTAKAYTOYTOY[.]nOCo[.je...[.  .jjACTHMA 

CYN5ceANeT5eiAOAi(OK[.]MH  [.  .  .  .Jmatoc 

M  H  e  A  PPH  Ce  I  e  NeAYTHia)CeiCTOK[.jN[.  .jKPYAY 
40   N  H  CO  MH  A  I  AA  6  Ce5PinTeieAYTHNeiCT0YAA 
<t>  0  C  P  I  U  J  e  lAOYXO)  C  GTYXeNAAAGM^YCHCACA 
reAYTHNe0OCONOlAT/^  KTOeNAXO^ACKWinOI 

HCACAnenNeYMATUMcoinrTAHCiAN  K4>epe 
2,  32  vor  KPHMNOY  endet  ein  schriiger  Strich :  \ 

2,  16  HI  AH  KAi  noppueeN:  die  Form  der  Ankniipfung  ist  auffallend.    Auch  sind 
die  Worte  von  hah  men  —  eMBOAfic  fiir  den  Gedanken  iiberfliissig  und  wiederholen 


KOL.  2,  13—43 


13 


UMSCHRIFT 

Kol.  2,  13  —  43 

2,  13   OYa'  ICTOPIAC    ANAIION'    TOCAYTHI    TAP    APA  XAAenOTH- 

Ti  nepiecTi  to  shpion  twn  omwnymojn  re  kai  oMoreNcoN,  wcxe  aney 

15  AHTMATOC,    oToN    BGAOC    A<t>ieTCA    TON    ION    e*'  0,71    AN    eCAHl  TUN 
.    ZCbllON,    OYK    eAATTON    TCON    eXePCON    ANAIPeTn    ACniAWN  "    HI    AH  KAI 

nopptoeeN ,  eneiAAN  kata  tinoc  nAPOiYNefli,  npocnjYOYCA 

TON    ION    O-Y-AeN    AeTXAl    AHTMATOC    eMBOAHC.     KaI    MHN  TI- 
NA Te  AceeNH  tun  eN  aytoTc  kai  tina  pumaa^a  kai  ayc- 

20  nAGH    CYNAICOANeTAI    TA   ZUIA.     TayTHI    KAI    TAYPOC    MGN,  OHOTe 

*pattoito  np6c  thn  eniBOYAHN,  tattgi  npo  hantoc  toy  aoi- 
no9  c(]!)matoc  ta  k^pata'  xgaunh  Ae  cynaicganom^nh  tin6c  eni- 

GeceUC    THN    Ke*AAHN    KAI    TOYC    HOAAC    TUI    OCTPAKUAei  M^PSI 

eAYTHC   YnOCT^AAei,    TUI    CKAHPUl    KAI  AYCMSTAXei- 
25   PICTUI    TA    e'T'AAUTA'    TO    AG    nAPAHAHICION    HOieT    KAI    0  KOXAIAC 

KATeiAOYMGNOC    eiC    TO    KCPATUAeC,    onOTe  KINAY- 

NOY   CYNAICGOITO.    "^H    TG    MHN    APKTOC    OYK  AMAGHC 

eOlKGN    gTnAI    THC    nGPI    THN    KG*AAHN    GYHAGIAC,    OGGN  nAIOMGNH 

3EYA01C    H    TICIN    GTGPOIC  ,    GPAYCAI    TOYTO  AYNAMGNOIC 
30  TO    MGPOC,    TAYTHI    GniTIGHCI    TAG    XgTpaC    AHOAGIOMGNAC  ThIN 

TUN    nAHrUN    BIAN'    KAN    Gin  .  G  AGHGGIH  TOY 

BAAANGIOY  KPHMNOY, 

HAAIN    Yn  G<J>iHCIN  G- 

AYTHN.     TToieT   AG    TO    TOIONAG  '    nHAHCAl  MGN 

35   TAP    GCTIN    GYnGTGCTATON    ZUION  ,    0YAGn6c    AHHOY  AGinO- 

M6N0N    6TGP0Y    TUN  ICOMGrGGtON    GN    TUI    AAAGCGAI  '  KAI 

AHTA    KAI    AYT09    TO?    OnOCON    G  TO  AIACTHMA 

CYNAICBANGTAI  ■    Gl    a'oYN    AIUKOMGNH    TOY  PHTMATOC 

MH    GAPPI^CGIGN    GAYTHI    UC    6IC    TO    KATANTIKPY  AY- 
40   NHCOM^NH    AlAAGCGAI  ,    PIHTG?    GAYTHN    GIC  TOYAA- 

<{>0C  ,    PinTG?   a'  OYX    UC    GTYXGN,    AAa"  6M0YCHCACA 

TAP    GAYTHN    G*'  OCON    oTat'  GCTl  ,    KATA    TO    GNAGXOMGNON    ACkOi  HOI- 
I^CACA    nGHNGYMATUMGNUI    nAPAnAHCIAN  ,  KATA<t>dPG- 

nur,  was  schon  im  vorausgehenden  gesagt  ist.  31  f.  der  Sinn  war  vielleicht:  wenn 

die  Barin,  voni  Jiiger  verfolgt,  eines  Bades  bedarf  oder  auf  ihrei-  Flucht  an  einen  Al)- 
grund  kommt,  haain  Yn[ocTPeYACA  eni  toyc  aicokontac]  e*iHCiN  caythn.  37  eN  w^ctoi 
erganzt  Wendland. 

Berliner  Klassikertexte ,  Heft  4.  4 


14 


lepoKAeoYC  HeiKH  CTOixeiwcic 


ABSCHRTFT 

Kol.  2,  4  4  —  61 

2,  44T5TACKeAHKTHNKe*en5POYCAKTOICeMne[.]Y 
45   CH"  MGPeCIMHXANlOMHTAXAAenATnTCOMA 

TOCeKAYC  5TA   A  eAA05OYTICOYKANeAYMACei 
e    N    AtOM    r    A  NICUCexeiNKTeTACKeAHKTAKe 

PATA[.]TAYTAMYnep<t>Ya)ceYMereeHi< 

eAYMACIATOYIN\TAACK[.]AHKOMIAHAenTAK 
50   PA    lA  IAI<*p[.]NHeHN5AAA0M(jJCKPeiTT0NA 

T^OreUCAIAACKAAONTf.  .].YTHNeXOYCAT*YCIN 

T  0  I  c  M  K  n  epoYciAenTOic[.  ...JeYeiKOYTerfrY 
n  e  p  B  0  A  A  CTAXOYCOYTerfrMereeHnHAHMAT 

A    n    e    r    N    CO  KeNAYTTAKePATKMAAAC<t>OAPA 
SST^ACYMMeTPIACKerNOOKeNUCnAPAYTO 

TOYTOAYCXPHCTTfrTeTAAA[.  .]AZHCINKnO 

A  Y  A  H  A*  e  p[.]NTcoconoTeKeneiroiTO<t>eYreiN 

TAYTH  IMH  N  KT^AYIHCeCOCTKePATTAMeTPI 
A    N    e    T    I    N    0    Y    C    A<t>l    KO    M    Hlff    K  PHMNOYCHTINAC 

60  n  e  T  p  A  c  e  i  oxoyc  e  k  ACTHMATOce<i>epo 

MHnPACc[.  ...]KePATAOYTOICMeCOIC 


Kol.  3,  ff.  i  [Kolumnentitel) 
3, a  ei5ceANeT5TAztoiATeNeTepoiCAYNAMed) 

h     X  eiAIHNeK(jOC5CeANeT5eAYTOYTOZtLllON 

3,1  T^BIACx[.]ci)MHMAnAC^C<t>OAPOTHx[.]ceCTAN 
A  KAYA  I  C  H  ITAHAeO  NAZO'~'Tf[TOYTOI  CTOINHACniC 
OTIMeYnAeeCIKT^TYXOYC^eSOYA^HTTOCIKe 

xPHT5TOicoYP5oicMepecionAONAniTeAY 
5T^ca)THPiANnenopicT5TOCTOMACA<t>a)ceYPe 
eHceT5KeiAH<)>YVAAi(0KOMHroe!T[.]Ni<t>a) 

AGI  COirfrTYXHC  reNOITOT^KAYCea)CATK[.]TOYPAN 
APXeT5MeP(jOYCTATAKPYnTOYCATHNK^TeCOC 
A  AYTH  N  e  nAC<t>A[.]  eiAITAOinwnPOICXOMHTO 


2,  45  h''  der  Abkurzuiigsstrich  ist  irrtiimlich  gesetzt.        3,  2  Anf.  a  (iiicht  a)  Pap. 


KOL.  2,  44—61  UND  3,  1  —  9 


15 


UMSCHRIFT 

Kol.  3,4  4  —  61 

3,44   TAI,    TA    CKGAH    KAI    THN    Ke*AAHN    enAlpOYCA    KAI    ToTc  ewneOY- 
45   CHMGNOIC    MePGCI    MHXANtOWeNH    TA    XAAenA    TOY  nTWMA- 

TOC    eKAYCAl.      Ta    AG    THC    eAA*OY    TIC    OYK    AN  GAYMACei- 
eN  ;    AWMGN    TAP    ANICWC    exeiN    KATA    TG    TA    CKGAH    KAI    TA  KC- 
PATA,    KAI    TAYTA    MCN    YneP<t>YCL)C    CYMCreeH  KAI 
eAYMACIA    THN    OYIN    cTnAI  ,    TA    AC    CK^AH    KOMIAH    ACnTA  KAI 
50   PAIAIA    KATA*PONHeHNAI  ■    AAa'oMIOC,  KPcItTONA 

THC    OYeUC    AIAACKAAON    TUN    KAe'  CAYTHN    eXOYCA    THN  <t>YCIN, 

ToTc  MCN,  KAinep  OYci  AenToTc,  niCTCYei  kai  oyts  npoc  y- 

nePBOAAC    TAXOYC    OYTC    nPOC    MCreeH  nHAHMATCON 
XnerNUKGN    A'T'TCON"    TCON    AC    KCPATCON    kai    MAAA  C<t>6APA 
55  THC    ACYMMCTPIAC    KATerNUKCN  ,    tOC  HAP^AYTO 

TOYTO    AYCXPHCTOON    nPOC    TC    THN    AAAHN    AIAZHCIN    KAI  nO- 

AY  AH  AiA<t>ep6NTa)c,  onoTe  KATeneiroi  to  <t>eYreiN. 

TAYTHI    MHN    KAI    THC    AYiHCCCOC    TUN    KePATUN    THN  AMCTPI- 
AN    eniTINOYc',    A<)>IKOMeNH    HPOC    KPHMNOYC    H  TINAC 

60  n^TPAC  eioxoYC,  eK  aiacthmatoc  eni<t>epo- 
h\iHH  nepiPACcei  ta  kepata,  oy  toTc  mgcoic 


Kol.  3,  a.  b  {Kolumnentitel) 

3,  a  6l    AlCeANCTAI    TA    ZCOIA    TUN    GN    CTCPOIC  AYNAMeOJN 

i     X    ei    AlHNeKUC    AlCeANGTAI    CAYTOY    t6  ZUION. 

3,1   THC    BIAC    XPUMeNH,    MCTA    AC    nAcHC    C<)>0Ap6tHT0C  ,    GCt'  AN 

XnOKAYAICHI    TA    HAeONAZONTA.      TTPOC    TOYTOIC    TOINYN    H  ACniC 
OTI    MEN    C'Y'nAeeCI    kai    THC   TYXOYCHC    eniBOYAHC    HTTOCI  Ke- 
XPHTAI    ToTc    OYPAIOIC    MGPeCI  ,    OnAON    a'  eni    THN  CAY- 
5  THC    CUTHPIAN    ncnOPICTAI    TO    CTOMA    CA<t>a)C  GYPC- 
GHCGTAI    KATGIAH^yTa.     AIUKOMGNH    TOYN    gT   TINI  ^CO- 
AGIUI    nPOCTYXHC    TGNOITO,    THC    KATAAYCGCOC    AHO    TUN  KAT^Q-t-PAN 
APXGTAI    MGPUN,    YCTATHN    AnOKPYHTOYCA    THN    KG*AAHN,  T^UC 
a'  A-r-TI^N    en'  AC<t>AAeiAI    tGn    AOinUN    nPOTCXOM^NH.  t6 


2,47  aCmgn  TAP:  man  erwartet  AOKeT  m^n  tap.         59  enmNOYCA:  wohl  Schreib- 
feliler  fiir  enirNOYCA.  3,  h  das  Zeiclien  X  verweist  auf  Z.  57  (S.  19). 


16 


lePOKAGOYC  HeiKH  CTOIXGIGJCIC 


ABSCHRIFT 

Kol.  3  ,  10  —  3  5 

3,10  ATOYKACTOp[.]ceTieAYMACia)TePONZa)IONA/'nOTA 
AAlONeeiKUCTenTONNeiAONnAeONAZONOYTOC 
rAOKeiM[.  .]MHA(jJeiNeKA[.]lCi)KeT5[.]op[.]ArNO 

e[.]Nnpo<)>ACicrAYTOYT^eH[.]ACAN[  ]opxeic 

[.  .]e  IAHTOn[.]lATPOICnBo[.]TO  N  k[  ]  yj/^ 

15  TOy[.]tAMOPIAAI(jO  KOMOCA.TfrnOAY«A[  ] 

APAN5MHXANa)M0CYriH[.  ..]pTIOCeiA<J>[  ] 

TO  K  PeTTH  A  NK  HTOICOAo[.]ciT01CAYTOCAYTOYTO 

OPx[  ]lCACP!nTeiKT0YT[.]riNeT5T0ICMAia)[.]0Y 

Cl[  ]T''eHPAc[.   .]eiNa)[.  .]5TI0NCa)THPIACH 

20  MH    n[.]a   e   I   TAYTA[.]ereiN[.  .JoYreTAZUIAKTeN 
eT[.  .]A[.]eeNeiWKAYNAM[.]cOANTIAHYINexei 
k[.  ..]AMAYT01C6[.]0YAATfr[.  .]nAAAYT0ICAN0X5K 
^CYMBACICAAAYTOCAeu[.]rOeiMTAYPa)IMA 
X0[.  .]oeiCTA  KG  PA  TAAOPKeNAYTOYTAAAATOYZ" 
25m[.  .]Kne*PONHKeNeNATA[.]cTfrTONONArPONA 


..JlCriANTOIOC  TfrexTAA[.]TICMACIKT[  ] 

<(>  [.  .  .]  e  I  N  [.]  n  e  Y  A  u  0  r  e  M  H  N  .  [.]  N  e  Y  M  T  0  [.  .]  T  A  [.]  n  [.] 

A  A  [.  .]  A  [.  .  .]  N  p  Y  K  [.]  C  T  P  A  T  H  r  [.]  T  0)  C  A  T  I  e  e  T5  T  0  T  e'' 

[.  ..]    MA    [.]TOYe[  ]cOAe..lONi<U)C/^ 

30  [  ]  ^  [  ]  .  [.]  A  Y  T  0  N  e  I  e  H  . 

A  A  [  ]  C  A  c  n  A  e  0  N  a'^  u  [.] 

T  e  [.  .]  .  N  [  ]  .  K  A  e  I  H  C  I  N  T  I  C  !  [.] 

[.  .  .]  a  A  [  ]  .  T  H  C  A  c  e  n  H  I  P  [.] 

[.  ..]yPAn[  ]n!AAANT0PeiAC5 

35Ta)[.  .jiepecpz  e[.]MONOCMepei 


3,  10  vgl.  Aelian.  hist.  anim.  VI,  34  oykoyn  eniCTATAi  (scil.  6  kactojp)  tAn  aitian, 
Ai'  HN  en'  ayt6n  oi  ghpatai  cVn  nposYMiA  Te  kai  opmh  th  nAcH  xupoyci,  kai  eniKYYAC 

KM  AAKWN  AneKOYe  TOYC  eAYTOY  OPXeiC   kai  nPOC^PPlYGN  aytoic  USW.  13  ANSPCbnOIC 

fiir  die  LQcke  zu  groB,  wenn  nicht  eine  Abkiirzung  stattfand.  Diese  iiiuBte  die 
Flexionsendung  ausdriicken,  da  kein  Artikel  vorausgeht.  19  ti  «hn  usw.  Der  Papy- 
rus hat  deutlich  hmhn,  was  dem  Sinn  and  Zusammenhang  nicht  entspricht.  27  Kanipf 
des  Ichneumons  init  der  Brilienschlange,  Ael.  hist.  anim.  Ill,  22  AirYnriuN  mAxh  eHPiuN 
AcniAOC  KAI  iXNeYMONOc.   KAI  6  MGN  iXNGYMUN  OYK  Abov-auc  oyas  eKnAHKTcoc  eni  t6n  ArcoNA 

A<>>IKNe?TAI   TON   np6c  TON   AnTIHAAON  ,    Aaa'  COC  AnHP   nANOnAIA  OPAIAMGNOC ,    OYTCOC  eKGINOC 

T^)  nHAU  ^rKYAicAC  CAYTON  KM  Anahai^cac  TOY  nePiHAreNTOc  eoiKGN  exeiN  APKOYN  np6- 


KOL.  3,  10—35 


17 


UMSCHRIFT 

Kol.  3,  10  —  3  5 

3,  10   AG    TOY    KACTOPOC    GTI    eAYMACIUTePON  '    ZtOION    a'  eCTI  nOTA- 

MiON  enieiKuc  re  nepi  ton  NeTAON  nAeoNAzoN.  oytoc 

TAP    AOKeT   MOI    MHa'  Sn    eYNGKA    AlCOKeTAI    MOPfcON  ATNO- 

e\H.    np6<t>ACic  tap  aytoy  thc  ghpac  ANepconoic  oi  opxeic, 
eneiArt  to  uapK  toTc  iatpoTc  nepiBOHTON  kactopgion  tayt'  gcti 

15  toy  zd)IOY  TA  MOPIA.      AlCOKOMeNOC  AS    nPOC    nOAY  MAAICTA   MGN  AHAOT  AnO- 
APANAI    MHXANCOMeNOC    YTIHC    KAI    APTIOC  '    ei    AG  *A1N0I- 
TO    KPeiTTCON    H    ANATKH  ,    TOTc    OAOYCI    ToTc    AYTOC    AYTOY  TOYC 

opxeic  cxicAC  pinTeT'  kai  toyto  riNGTAi  toTc  men  aicokoy- 
ci  nePAC  thc  ghpac  ,  •  eKeiNcoi  ag  aTtion  ccothpiac.  Ti 
20  MfiN  "eAei  TAYTA  AGreiN,  bnoY  re  ta  zcoia  kai  tun  gn 
eTepoic  AceeNeiuN  kai  AYNAwecoN  antiahyin  exei, 

KAI    TINA    MeN    AYToTc    eniBOYAA  ,    nPOC    TINA    A^    AYToTc    ANOXAI  KAI 
oToN    CYMBACIC    AAIAAYTOC.      AeUN    MGN    TOYN,    61    MEN    TAYPCOl  MA- 
XOITO,    etc    TA    KePATA    AGAOPKeN    AYTOY,    TCON    a'  AAACON    TOY  ZCblOY 
25   MePUN    KATAne*p6NHKeN  ■    eN    AG    TaTc    nPOC    TON    ONATPON  AIA- 

miaaaic  nANToT6c  ecTi  npocexuN  toTc  aakticmaci  kai  tag  onAAC 

OGYTGIN    CnGYACON.      0    TG    MHN    IXNGYMION    TON    HPOC    THN  ACni- 

AA    nOAGMON    OYK    ACTPATH  THTtOC    AIATISGTAI,    TO    TG  TUN 

AHTMATCON    TOY    OHPIOY    *YAATt6mGN0C    OAGePION    KAI    UC  GOT! 
30  TAXOYC    ...  A  GAYTON  '    gTo'  H 

A  I  KYAICAC    nAGONAKIC,  UC- 

TG   KAelHCIN  TICI 

.  .  .  AA  THCAC  GnfilPG 

.  .    OYPAN   .    THN    ACniAA  ANTOPeiACAl 

35  TCOl    CTGPGtOI    Z  TOY    IXNGYMONOC  MGPGI, 

BAHMA  KAI  CTerAN6N.  61  AG  AHOpIa  ei'H  HHAOY,  AcfCAC  eAYT6N  YAATI  KAI  eC  AMMON  BA- 
eeiAN  YTPON  eTI  eWBAAUN  ,  GK  THCAe  THC  eniNOIAC  TO  AMYNTHPION  £3E  An6PUN  CHACAC ,  eni 
THN  MAXHN  ePXGTAI.  THC  TE  PINOC  t6  AKPON  erXPICC!  TH  THC  ACniAOC  TPOnON  TINA  eK- 
KeiMGNON  tJPOYPeT  THN  OYPAN  ANAKAACAC  KAi  An04>PAiAC  Al'  AYTHC  AYT6.  KAI  SAN  MCN  H 
ACnlc    TOYTOY    TYXH,    ton    ANTArCONICTHN    KAecTACN.      £1    AS    MH  .    MATHN    TOYC    OAONTAC  TU 

nHAco  noNeiTAi,  haain  tc  6  ixncymcon  npocepnYCAC  aaokhtcoc  kai  toy  tpaxhaoy  AAedMCNOc 
AnenNiie  thn  achiaa.  nika  ac  6  nPUTOC  <pekchc.  Plut.  terr.  an  aquat.  cap.  10,  p.  966 r/. 
\'gl.  auch  Plut.  de  soli.  anim.  10,  p.  9661)  6  a'  ixncymcon  akhkoatg  AHnoYOCN  uc  oy- 

ACN   AnOACinei   eCOPAKIZOMCNOY  nPOC   MAXHN   OnAlTOY-   TOCOYTON    tap   IAYOC  nePIBAAACTAI  KAI 

nePinHTNYCi  tw  ccomati  xitcona  (mcaacon  eniTieeceAi  J&  KPOKOAeiAOj). 


18 


lePOKAGOYC  HGIKH  CTOIXeiCOCIC 


ABSCHRIFT 

Kol.  3,36  —  6  1 

3,  36   A  Y  [.]  M  0  Y  A   T  0  Y  [  ]  M  0  N  G  [.   .]  N   T  P  A** 

T  [.]  Y  e  H    P'    K  [  ]  0  Y  [  ]  A  T  0  n    [.   .]   T  P  A 

X  [.   .  .]   .  A  T  [.  .   .  .]  .  H  [.]  e  C  K    P  e  T  [.  .   .]  e  N  0  M  0  C  [.]  0  Y 

T  [.  .  .]  A  I  c  T  A  T  [.].[.].[.]  n  r'  n  T  [  ]  a  c  a  a  h  ri  o  y 

'4  0k[.   ..]AOIKIAIANeOTTIA..[.  ...]p.ANTOCMAA 
[.  ...]TAYP0YKAT0YAeT5[  ]o[.]eiT5rAAHC 

a[.  .]e  PAKOCTeTP!reN[.  .]  k[.  .  .JxeiTAxoYCYno 

TM    H    T    PW    A    C    KAYeT5nT[  ]  KMHNOAGtOrY 

MN    [.   .]    MAN^PAIONK*POn[.  ...jsYNHNANXe 

45PoiNexoNTiMee[.]TTONOc[.]niTieeT5ePAcoYC 

AOI<[.  .]aMOII<[.  .]MnANTOreNOCTAAOrOYT 

a[.  .]e..epu)MON[.]NA'^KTTA[.]eciNHMereee 

CINH  [.  .]  N  A  [.]  eC  [.]  N  .  .[.  ..]ePONTHMACOMU)CA!Ce° 

M  [.  .]     fr  T  [.  .]  A  0  r  0  [.  .  .]  e  p  0  X  H  c  A  T  p  e  n  e  c  [  ] 

50KA[.]Nei[.]T[.]NAN®OYKANe.MHKTeNeTePOIC 
n  POTG  p[.]MAfAN[.  ..]HnTIKCOCeiXeTAZ(jJIA 
T0YT0Y0[.  .]    N    O'^A-TA    [.  ..]AM//ACYNHrOPeiTU)ITO 

z'^5ceAN[.]ce5eAYTOY[  Jictoftonmpmot 

TeN[.]x[.  .]eiTAAero.Ke<t>eiHcoYxeiPONOAi 

55rAKnTOYAIANeKHKAAAinTON\TU)I^TeAYTOY 
e  n  e  A  e  6  I  N 

CYN5CeHCINnPa)T0N[.  .]lNOYKArNOHTeONa)C 

Xka[.  .]n[.  ..]o[.]a)MATz[.  ..]YeiKT0N/iN6eina)K 

AnT[.]N6[.]H[.]YXHI<fAYTHT0YreN0YC/'TC(i) 

MA    [  ]  IKeiOICTOYTOnAPICTAT5AO 

60r0ic[.  ..]nA[.  ..]YCA<t>5..N.YCITACTAAA 
Y.[.  ..]n[  ].AC.N...T*OPACCa)MA 

Kol.  4,  1—3 

4,  lAOYCA[.]lIINa)Ce<t>HNOTfrepeiCINKA[.  ..]ciN 

KBOAHNKTfrBAHCINKnA[.]eiTITOYTOICnnAHCl[.] 

/eAx[.]T5AYTepoNAeTa)iAeTf[eNeYMHTeoNooc 

4,  1  A  kann  auch  a  sein. 

3,  40  ahnlich  Seneca  epist.  mor.  121,  19  quid  est  ...  quare  pulli  faelem  timeant, 
canem  non  timeant?        48  omoicoc  stimmt  nicht  zu  den  erhaltenen  Spuren.        57  f.  die 


KOL.  3,36  — 61  UND  4,1—3 


19 


UMSCHRIFT 

Kol.  3 ,  3  6  —  6  1 

3,  36   AYOMGNOY    AG    TOY    nHAOY    .  .  .    AAAOMGNON    eni    TON  TPAXHAON 

TOY    eHPlOY    KAI  OY  AIA    TO    nCPI    TON  TPA- 
XHAON   AIAT  H  .  ec  .    KPeiTTCON    AG    rGNOMeNOC  TOY- 
TOY  paTcta  toy  OHpfoY  nepiriNeTAi  hapa  t  ac  "  aaaa  ahhoy 

40   KAI    TA    KATOIKIAIA    NGOTTIA  P  .  ANTOC    MeN  AA 

.  .  .    H    TAYPOY    KAt'  OYAGTCPON    TOYTCON    <t>OBeTTAI,  TAAHC 

AG  H  lepAKOC,  TGTPireN  Te  KAI  ti)c  exei  taxoyc  Yno 

TAG    MHTPWAC    KATAAYGTAI    nTePYTAC.      KAI    MHN    6    AeCON  TY- 
MNOY    MGN    ANAPOC    PAION    KATA<t>PONeT,    CIBYNHN    a'  eN  xe- 

45  poTn  exoNTi  Mee'  httonoc  eniTieeTAi  epAcoYc. 

AoKeT   AG    MOI    KAI    CYMHAN    TO    rGNOC    TCON    AAOrWN  ,    OY  TtON 
A0YeCTeP(jL)N    MONON,    AAAA    KAI    TCON    TAXGCIN    H  MGreee- 
CIN    H    AYNAMGCIN    Yn6P*GP6NTC0N    HMAC    OMCOC  AICBO- 
MGNON    THC    UGPl    TON    AOrON    YnGPOXHC,    AnOTPenGCGAI    KAI  GK- 
50   KaInGIN    TON    ANGPUnON  ,    OYK    AN    Gl    MH    KAI    TWN    GN  6TGP0IC. 
nPOTGPHMATCON    ANTIAHnTIKCOC    gTxG    TA  ZUIA 

TOYTOY  OYTCOC  TGNOMGNOY.     AaAA  TAP  AOinA  MGN  GCTIN,  A  CYNHTOPG?  TU)I  TO 

ZWION    AlCGANGCeAl    GAYTOY,    OCA    AG    GIG    TO    HAPON  HPMOT- 

TGN  ,    XnOXPHCGI    TA    AGTOMGNA'    KAI    6*G3EHC    OY    XgTpON  OAI- 
55   TA    KAI    nGPI    TOY    AIANGKH    KAI    AAlAAGinTON    gTnAI  TUl    ZCblCOl    THN  GAYTOY 

CYNAICGHCIN    GHGAGgTn.      TTpCOTON    TOINYN    OYK    ATNOHTGON  U)C, 
X  KAGAHGP    TO    CWMA    TOY    ZCiOlOY    GIKTON    GCTIN,   Yn  '  OYTIOC    GmCO  ,  KAI 

XnTON,    OYTCO    KAI    H    YYXH  "    KAI    TAP    AYTH    TOY    TGNOYC    GCTI    TCON  CCO- 

MATOJN,    COCnCP    TOTC    OIKCIOIC    TOYTO    HAPICTATAI  a6- 
60    rOIC,    oTc    nAPAAOIOYC    AnO<t>AI    .  .  NOYCI    TAG    TCON  a'aaCON 

 *opAc.  CCOMA 

Kol.  4,  1  —  3 

4,  1    AG    OYCA    GIIIN,    COC    G*HN,    oToN    nPOCGPGICIN    KAI    A  .  .  .  CIN 

KAI    BOAHN    KAI    nPOCBAHCIN    KAI    HAN    gT  TI    TOYTOIC  nAPAnAHCION 
GCTIN  'eniAGXCTAl.      AgYTGPON    AG    GHI    TUIAG    nPOCGNGYMHTGON  COC 


stoischen  Beweise  fiir  die  Korperliclikeit  der  Seele  s.  Stoic,  fragm.  II,  p.  "219. 
<t>Ai  ..  NOYCI :  vermutlicli  waron  hiriter  ai  zwei  Buchstaben  getilgt. 


GO  Ano- 


20 


lePOKAGOYC  HGIKH  CTOIXeiCOCIC 


ABSCHRIFT 

Kol.  4,  4  —  28 

4,  4  0Yxi[.]AeAnepeNArreia)iTa)ica)MATineipreT5H 

SYYXHKTAniCXOMATAICnieAKNAICVrPACYM 

[.]e<t>YPAT5AA5MONICi)CKCKeKPAT5K.ANWCMHA 
TOYAAXICTONTOYMl''MATo[.]MePOCT^OnOTePOYAYTA 
MOIPeiNMeTOX^Tfr*ePeCTATHrHKPACICTOICeTOY 
AnYPOYCIAHPOYriNOMOIc[.]KeiTefoMOia)CKANTAY 

10  eAAiOA/y  ne  e  c  i  ctayth[.]  ktat^cym  nAeiAC/^AM 
<t>oiNi<KOPHeATepoNrT..pa)icYMnAeecKOYTeT 

Ca)MATIKnAeANHKOOCH[.]YXH0YT^AYTeAeONeK 
KeKa)«HT[.   .]TAT^YYX^Ae[.  .jATOCa)[  KA 

[.]  A  n  e  p  <t>  A  e  [.]  M  0  N  A  I  c  T  K  [.  .  .]  T  0  Y  c  [  ]  e  n  e  t' 

i5rTKonHi<[.  .]aokotoc0Op[.]t^anoi[  ] 

TACTiK^rrnoAicMoceie[.  .]6KAYnAic..[  ] 

o[.]rAiCKOAU)CTOiCT^YYx^[.  .]eeciCATieeT5To[.  ..]a 
Me[.  ...]eTe  p[.]x  poi  acktp[.  .JoYCKeAnpoececocTeoY 

[  ]    .  [.]  .  .  [.  .  .]  N  T  e  T  I  [.  .  .]        e  C  X  e  c  e  0)  C  K  T  0  [.]  0  A  0  Y 

20.[.  .]c[.]0YMM0P4>U)Cea)c[.  .]rAN6HNeYTPenHTfrM 

a[.   ...]KMAHYINnAe(joe.[.  .jlPOnONAAAHAOICONe 
[.]  A  MC  Y  N  e  Ke  KPATOTP.T.NreMHNGTOYTOICOYKAN 
[.   .]aTONm[.  .]re!TANT[.  ..JeiNNOMIZtOtOCOYK/^HYY 
XHAYNAMIC5CeHTIKHTAYTHirK<J>YCeC0CnAeO 
25   [.JaZGI  KlfreTITUIOPMHTIKHTYrXANeiNenei 

[.]  .  IAeAIYeT5<))YCICMONONANTIYYX^OPM^K5CeH 

[.]  .  .  [.]  .  [.]  e  P  0  M  H  T  I  N  0  C  M  [.j  N  .  .  I  A  e  I  T  e  [  ]  T  A 

.  [.]^  H  A  [.]  A  0  N  0)  C  0  N  f  e  I  A  [.]  X  e   N  H  Y  Y  [.   .]         K   [■]  N  H 


4,11  in  CYMHAeec  uber  a  Rest  eines  Buchstabens.  12  in  ay  uber  a  ein  Strich. 


4,  4  OYxi  KAeAnep  gn  Arreico:  vgl.  z.  B.  Alex.  Aphrod.  de  anima  libri  inant. 
p.  115,32  Bruns  (Stoic,  fragm.  II,  n.  797).  6  cvrKeKPATAi:  der  chrysippische  Be- 
gi'iff  der  kpacic  am  besten  Stoic,  fragm.  II,  n.  473  (p.  154,  19  f.).  Anwendiing  des- 
selben  auf  Seele  und  Leib  ebendas.  p.  155,  24  f.  8  toTc  eni  toy  AiAnypoY  ciahpoy 
usw.    Vgl.  besonders  Stoic,  fragm.  II.  p.  156,  16  f.  (n.  475).  11  man  erwartet: 

GKATePON  TAP  eKATGPG)  CYMnAeec.  Dafi  die  CYwnAeeiA  von  Leib  und  Seele  von  den 
Stoikern  benutzt  wurde,  um  die  Korperlichkeit  der  Seele  zii  beweisen,  zeigt  z.  B. 
Alex.  Aphrod.  de  anima  libri  mant.  p.  117  (Stoic,  fragm.  II,  n.  792)  6  A6roc  YevAHC 


KOL.  4,  4  —  28 


21 


UMSCHRIFT 

Kol.  4,4  —  2  8 

4,4  ov'xi  KAeAnep  gn  Arrefcoi  tui  cumati  nepieipreTAi  h 

5   YYXH    KATA    TA    nePllCXOWeNA    TaTc    HieAKNAIC    YTPA,  CYM- 

ne*YPATAI    AG    AAIMONICOC    KAI    CYTKeKPATAI    KATA    HAN,    (jJC  MHAG 
TOYAAXICTON    TOY    MITMATOC    MePOC    THC    OnOTePOY    AYTCON  A- 

moipgTn  MeTOXHC"  npoc*epecTATH  tap  h  kpacic  toTc  eni  toy 

AIAHYPOY    CIAHPOY    riNOMeNOIC"    EKeT   TG    TAP    OMOICOC  KANTAY- 
10   OA  Al'  OAWN  eCTIN    H  nAPAeeCIC.     TAYTHI    KAI    TA   THC    CYMnAGIAC    eCTIN  AM- 
*0Tn    KATAKOPH.      eATGPON    TAP    TUI    GTePCOl    CYMHAeeC    KAI    OYTe  TWN 
CCOMATIKUN    HAeCON    ANHKOOC    H    YYXH    OYTe    AY    TGAGON  CK- 
KeKti)<t>HTAI    nPOC   TA   THC    YYXHC    ACINA    TO    CUMA.      AIA    TOYTO  KA- 

eAnep  oAerwoNATc  tun  kaipicon  toy  cwmatoc  ToncoN  encTAi 

15  nAPAKOnn    KAI    AAAOKOTOC    *0PA   THC    AIANOIAC    H    KAI    OAHC   THC  *an- 
TACTIKHC    nAPAnOAICMOC    eieCOC,    OYTCOC    KAI    AYHAIC    KAI    (DOBOIC  KAI 
OPTaTc    KAI    OAWC    ToTc    THC    YYXHC    nAeCCI    CYNAIATieeTAI    TO  CCOMA 
MeXPIC    CTCPOXPOIAC    KAI    TPOMOY    CKeAWN    nPOeCCUC    Te  OY- 
POY  NTWN    CTI  .  .  .  NHC    eniCXeCCCOC    KAI    TOY  OAOY 

20   .  .  .  C  .  OY    MeTAMOP<t>(I)CeC0C.      OY    TAP    AN    OYTUC    HN    CYTPCnH    nPOC  MCtA- 
AOCIN    KAI    MGtAaHYIN    HAeCON  ,    £1    MH    TPOnON    AAAHAOIC,    ON  C- 
"tvAMGN,    CYNCKeKPATO.     TPITON    TC    MHN    Cni    TOYTOIC    OYK  AN 
OYAG    TON    MAPreiTHN    ANTeineTN    NOMIZO),    (i)C    OYK    eCTIN    H  YY- 
XH   AYNAMIC    AICGHTIKH  ■    TAYTHI    TAP    KAI    (fYCCWC  HAeO- 

25    nAzCI    KAI    nPOCCTI    TCJI    OPMHTIKH    TYTxANeiN  "  CnCI 

TOI    ACAelYeTA!    <t>YCIC    MONON    ANTI    YYXHC    OPMHC    KAI  AICOH- 
CeCOC    CTePOMGNH.      TiNOC    MHN    CTI    ACT   TGTApTOY  TA 

.  .  nta;    h  ahaon  coc  on  tpohon  el'AHxeN  h  yyxh  thc  kinh- 


6  AercoN  acumaton  coomati  mh  CYMnAcxeiN,  ucTe  mh  eTnai  accomaton  thn  yyxhn.  19  viel- 
leiclit:  CYrKPOYcecoc  6a6ntcon  (Prachter),  gti  Ae  <t>coNHC  enicxececoc  ka)  toy  oaoy  ag  PYewo? 
MeTAMOP*a)cea)c.  23  h  yyxh  aynamic  AiceHTiKH:  die  Bezeichnung  der  Seele  als  ay- 

NAMic  AlceHTiKH  crscheint  als  inkorrekt.  Denn  die  Seele  besitzt  die  ATcencic  und  ist 
AICGHTIKH,  niclit  aber  eine  aynamic.  27  tanyn  unsicher;  vielleicht  TAAejro"  =  ta 
AerdweNA.  28  on  TP6noN  eiAHxeN  h  yyxh  thc  kinhccuc:  gerade  die  folgende,  lioiV- 

nungslos  zerstorte  Ei-orterung  iibcr  die  tonikh  kInhcic  der  Seele  wiirde  iins,  wenn  besser 
erhalten,  sehr  niitzlich  gewesen  sein.  \'gl.  Stoic,  fragm.  II,  n.  802  anima,  quae  in 
medio  consistens  ubique  peimanat  iis(|ne  ad  siiperficieiii  d('([iie  siipeificie  in  inediiiiii 
vertitiir.  Diese  Bewegungsart  ist  iiiclit  der  Soele  eigcntiiiiilicii  (oyk  iaia  aythc),  son- 
dern  ihr  iiiit  der  eiic  und  0YCIC  genieinsani  (aaaa  koinh  thc  eieuc  kai  thc  oycccoc). 


22 


lePOKAGOYC  HGIKH  CTOIXeiWCIC 


ABSCHRIFT 


Kol.  4,  2  9  —  5  6 


4,29 

30 


35 


.J  CO  c 

I  e  A  [ 


.   .]  H  C5  K  I  N  A  Y  N  e  Y  [.  .   .]  .  Y  K  I  A  [.   .]  A  Y        K  [.]  £  T 

]  a)..A0l.J\TM.]e[...     '        ^  •       "  ■ 


e  . 


OYA..eTOCA"K 

,  r.  .Ianakpon  r 


.]  T  0  N  0  [.]  A  H  K  T   T  0  [.  .  .] 


X  e 


POnOCOYT 


•]c[. 


 JeUH.AAPAKHYY 

ce[  ]kinoi.ankayth'^ 

•'•]  M  

.1   .  Y  .  A  .  .  [.  . 


 ]  c  <»>  e  K  A  T  e  p  .  .  [.  .  .]  . \. 

..YC![  ].Y.A..[  ]lA!OYCKAeHPHM[.  ..] 

A  [.  .]  H  I  [  ]  .  T5  [.  .]  f  [.  .  .  .]  .  (p  [.]  e  I  N  H  c  e  I  c  6  n  e  I 

T  0  .  [  ]  e  T  e  p  [.  .]  /  [.  .]  z"  .  [.  .]  c  e  e  T  0  N  6  K  c  w  [.]  A 

4  0TOc[.]YYX^AM<t>UA//e[.  .]tA    KTfrBAHTAKjf.]  P 

e  pei[.  ...]HYn  o  nTa)TAeT[.  .]AiOAii)KeKPAT5K[.  .] 

Te    p[.   .]M//'aYTAYNAm[.  ..]ceHTIKHTOAAYT[.] 
TOYTOKfNON[.]neAeii[.  ..]eiNeiT5AHA0N0TIA[.] 
ANeKU)C5CeAN0!TAN[.  ...]eAYTOYTINOMHfe 

45  io)  H  YYx[.]  .A<j>ecea)c[.  ..]AeinAciTcu)MATOcT 

MePeCINe[.  .]lAHKKeKPAT5nACITfrBAAA0Y 
C   A    AA    n[.   .]t^[.  ..]eT5ANTIBATIKONrKTOCtOMA 
[.]AeAn[.   .]K[.]YYXHi<TOnAeOCCYNePejCTIK[.  .] 
0M0YI<ANTePeiCTIK0NATeAeiT5K[  1 


soTMepcoeicuNe 


NGTHreMONIANT 


eoYcc..ANA<i>ep[.  .]5a)CANTiAHYiNriNece5 

Me    PW[.]    nA[.]ff[.  .joYCUMATOCKTT^YYX^TOY 
T[.]A//..CONTa)IT[  ]ceA[.]ece5eAYT0YMAPTYPIA 

[.]a[.  ..]nicTATAOra)NTACBAiNO'^nieANONMr/'ei 
55  n  e  p  0  [.]  0)  c  n  0  e  e  a  [.]  t  [.]  y  r  [.]  n  e  75  t  o     a  n  e  n  5  c  e  h 

T  0  N  e  [.y  YnN[.  .]nAN[.  .]c)pMA^T0YT0CYMB5Nei[.] 


4,36  eo'  GKATePA  geht  die  tonikh  kinhcic,  niiinlicli  von  der  Mitte  des  pneuiiia- 
tischen  Korpers  zur  Oberllache  und  von  dieser  zuriick  zur  Mitte.  38  enei  toinyn 

usw.  Die  vier  Praniissen,  die  ini  vorhergehenden  aiifgestellt  waren,  vverden  liier  noch 
einnial  in  derselben  Reihenfolge  rekaj)ituliert.  Da  das  Absehen  des  Verfassers  daraiif 
geiichtet  ist,  die  Selbstwahrnehmung  des  Lebewesens  als  ununterbi'ocben  zu  erweisen, 
so  imiB  die  ununterbrochene  Funktion  in  der  vierten  Pi-iimisse  als  ein  wesentliclies 
Merkinal  der  tonikh  kinhcic  betont  gewesen  sein.         48  die  Ausdriicke  CYNCPeiCTiKdN 


KOL.  4,  29  —  56 


23 


UMSCHRIFT 

Kol.  4,  29  —  56 

4,29  cecoc  nAPACTHCAi;    KiNAYNevei  a' OYK  ia!a  aythc  kata  re  thn 

30  niGANCOTATHN    AOIAN    gTnAI    THC  OYAG    A<t>eTOC,    AAAA  KOl- 

NH   ....  I  eni*ANeiAN  akpon   .  . 

 TONON    AH    KAI    THN  TONIKHN 

KINHCIN   xe    TPOnOC    OYTe    .  . 

.  .  C  KINHCeUN.      HN    a'  APA    KAI    H  YY- 

35   XH  ce  KINOTt'  an    KAI    AYTH  TON 

 u  e*'  ckAtcpa  

.  .  YCl  Y  .  A  lAIOYC    KAOHPHMCN  .  .  . 

A  .  .  HI  TAl  .  .  TAC  KeiNHceic.  '6nei 

toinyn  ei  AM4>0Tepa)N  ecTi  to  zuion  .  .  .  CYNeeTON,  gk  cojma- 

40  TOC    KAI    YYXHC,    AM0a)    a'  eCTI    GIKTA    KAI    HPOCBAHTA    KAI    T  .  P 

epeicei  ah  YnonTWTA,  eTi  Ae  ai'oaun  kckpatai,  kai  ga- 

TePON    M^N    eCTIN    AYTOJN    A^NAMIC    AICOHTIKH  ,    TO  a'aYTO 
TOYTO    KAI    TPOnON,    ON    YneAeilAMCN  ,    KeiNcTTAI,    AHAON    OTI  Al- 
ANGKOJC    AICGANOIt'  AN    TO    zillON    eAYTOY.      TeiNOMeNH    TAP  £- 
4  5  ICO    H    YYXH    MGt'  A0eCe(jOC    nPOCBAAACI    HACI    TOY    CWMATOC  ToTc 

MGPeciN,  eneiAH  kai  kgkpatai  haci  ,  hpocbaaaoy- 

CA    AG    ANTinPOCBAAAGTAI  ■    ANTIBATIKON    TAP    KAI    TO  CCOMA, 

KAOAneP    KAI    H    YYXH  "    KAI    TO    HAGOC  CYNGPGICTIKON 

OMOY    KAI    ANTGPeiCTIKON    AHOTeAeTTAI.      KAI    AHO    TUN  AKPOTA- 

50  TUN    MCPUN    etcU    NGYON    GHI    THN    HrCMONIAN    T  .  .  .  . 
GOYC    C  .  .    ANA<t>ePeTAI ,    UC    ANTIAHYIN    riNCCGAI  <^TUn) 
MGPUN    XnANTUN    TUN    TF.    TOY    CUMATOC    KAI    TUN    THC    YYXHC  TOY- 
TO    AG    eCTIN  tcON    TUI    TO    ZUION    AlCGANGCeAl    eAYTOY.  MaPTYPIA 
AC    ....    niCTA  TUN    AOrUN  TA  CYMBAINONTA  "    HIGANON    MGN    TAP  GCTIN,  gT- 

55  nGP    OAUC    nOe'  GAYTOY    TINGTAI    to    ZUION  ANCnAICGH- 

TON,    GN    TU    YHNOY   HANTUC    XPONU    MAAICTA   TOYTO  CYMBAINGIN. 


und  ANTepeiCTiK6N  scheinen  liier  in  einer  besonderen  technischen  Bedeutung  gcbraucht 
zu  sein.  Denn  iiach  der  gewOhnlichen  Bedeutung  wiirden  sie  sich  nur  dadurch  unter- 
scheiden,  daB  der  Vorgang  das  eine  Mai  zweiseitig,  das  andere  Mai  einseitig  aufge- 
faBt  wiirde,  was  dem  Sinn  nicht  geniigt.  Unklar  bleibt  bei  der  ganzen  Auseinander- 
setzung,  inwiefern  bei  der  tonischen  Bewegung  die  Seele  nicht  nur  den  Leib,  sondern 
auch  sich  selbst  in  alien  Teilen  wahrnimmt.  56  moglicli  ware  audi:  eN  tu  YnNco 

nANTOC  xponoy  maaaon  TOYTO  CYMBAlNeiN.       5-1  die  Reste  stiniuien  nicht  zu  AiioniCTA. 


24 


lePOKAGOYC  HGIKH  CTOIXeiCOCIC 


ABSCHRIFT 

Kol.  4,  5  7  —  61 

4,57   0  PCpM  [.   .  .]  KTOTeOYMAAAMTOICnOAAOlCevn 

K.a[.  ..]HT[.]cC5CeANeT5AOeAYTOYTOZ"AnO 
>  [  ]'■'[•  -jYUePnANTOcTreNOYCAAHYl  nta 

60  e  0  [.  .]  t[.  .]n  a  nAN  tta  neece5KrnxiMU)NOC 

u[.    .    .  .iMNUeeNTeCMePHTINATcWMATOC 


Kol.  5,  1  — 11 

5,1  eiK[.]AeYTATa)ineni[.  .]moityxoim[.  ..Juiom[.]c 
e<t>eAKOMeeATAeNeY[.  .]Ai<ncKenoMTAY[.] 

XO'^T[.]TeeAKH<t>YATOMATfTKPOYCTAI<AeAHTA 

KoiMco  MO  I  BAeetocucANe  rp  h  ro  pyiaiTnS^uxpo) 

5MOITHITfrOXHITHITenPOTeP5AICTAIAMOITICI 

NYKTU  penANACTHcece5  AierpoM[.]eAT^a)PicM^ 

UPACHKOYC^IAOlCAANKTCnOYAACTACnTINA 

MexpiTYnNenAKOAOYeoYCACOMre0iAOiNOc 

KAAPeANeinOAAA'^OYKA0ieiCeKT^Xe''THNAArY 
10   N  ONOA<t>IAAPrYPOCAnPll[.JxOMOCTOYBAAAANT' 
KO  I  M  AT5TH  I  AMTOI  KT0[.  .jKANCOCexO^lfreKPI 

ciNHewoYKAneAniza)[.  .]iMa)MOice[.  .]antaay 

NATioc  e  leiNeKTOY  f[.]  koim[  ]a)N5noi 

aticht[.  ..jAeeYAo'^Aee[.  ..]noT[  ].hk 

15T0N0YnA[.]pHCH    MAASA    KCOTe    Pa[  ] 

AHTeeNHiece5MTfrAOK[.]TecoiBPAxeicA[  ] 

[.J  p[.]  NoiANnoioT5TOYKNei<[.  .]ineceiNeYCXHM[.  .]wc 

[.  .]  T  [.]  A  r  I  K  [.]  N  n  A  p  e  e  N  0  N  [.  .]  X  I  A  n  0  A  A  CO  I  m'^  e  I  [.]  T  A  f 

k[.  ...]m^cumataaiii6[.  ..]ATeKMHPiAT^Ae[.  .]ecoc 
20  [.  ...jKo[.]pAKA^eYAeini[.  ..jxeipi  aiiaiiyaontay 

To[.]nANTAKTATOYTOICr.  ...joTAMYPIAA/^TOnAHeOC 
exe[.  .]YWTATHniCTIc\M0IA0KeiT0YKANTYnN0IC5 

5,7  (lie  folgenden  Bemerkungen  sind  ganz  ungeeignet,  Fortdauer  der  Selbst- 
wahrnehmung  iin  Schlafe  zii  beweisen,  da  Beibehaltung  einer  vor  dem  Einschlafen  an- 
genoininenen  charaktei'istischen  Kcirperlialtung  wabi-end  des  Schlafes  audi  ohne  Be- 
wuBtsein  stattfinden  kanii.  Da6  also  der  Cliarakter  des  Schlafenden  aiis  gewissen 
Merkmalen  erkannt  werdeii  kann ,  bevveist  iiichts  fiir  die  These.  18  kata  thn 

TPAriKHN  nAPeeNON:  geineint  ist  natiirlich  die  Polyxena  in  Euripides'  Hekabe,  welche 


KOL.  4,57— 61  UND  5,1  —  22 


25 


UMSCHRIFT 

Kol.  4,  5  7  —  61 

4,57   OPUMeN    a'  COC    KAI    TOXe,    OY    MAAA    MSN    ToTc    nOAAoTc  eYHAPA- 
KOAOVeHTWC,    CYNAlCGANeTAI    a'oyN    GAYTOY    TO    ZWION.  XnO- 
>  XPH    AG    nPOC    THN    YTIEP    HANTOC    TOY    reNOYC    AIAAHYIN  TA 
60   e*'  HMCON    TWN    ANGPUnUN    AnANTWNTA  nAPAOeCeAl  "    KAI    TAP    nePI  XIMtONOC 
OJPAN    nAPATYMNUeeNTeC    MePH    TINA    TOY  CCOMATOC, 


Kol.  5,1  — 22 

5,1  ei  KAI  BAeYTATUi  neniecMeNOi  T^xoiweN  yhncoi,  omcjc 
e<t>eAK6MeeA  ta  eNeYNAiA  kai  nepicKenoweN  ta  yy- 

XOMENA,    ta    TG    GAKH    *YAATT0MGN    AHPOCKPOYCTA    KAI  AOAHTA 
KOIMUMeNOI    BAGGUC,    WC    an    GrPHrOPYIAI,   Tn'  OYTO)    <t>Ql,  XPU- 
r.   MGNOI    THI    nPOCOXHI,    THI    TG    nPOTGPAIAI    CYNTAiAMGNOI  TICl 
NYKTtOP    enANACTHCGCGAI    AIGrPOMGGA    THC  COPICMGNHC 
WPAC    HKOYCHC.     TaOIC    a'  AN    KAI    TAG    CnOYAAC    TAG    HGP!  TINA 
MGXPI    TUN    YnNCON    GnAKOAOYeOYCAG  '    6    MGN    TG  *IaOINOC 
KATAAAPGANGI    nOAAAKIC    O'Y'K    A<t>IGIC    GK    THC    XGIPOC    THN  AATY- 

10   NON"    b    AG    *IAAPrYPOC    AHPII    GXOMGNOC    TOY  BAAAANTIOY 

KOIMATAI  ■    THIAG    MGNTOI    KAI    TON    IKANUC    GXONTA    HPOC  GHIKPI- 
CIN    HGUN    OYK    XnGAnlzW    KOIMUMGNOIC    GHICTANTA  AY- 
NATtOC    GIGIN    GK    TOY    TPOnOY    THC    KOIMHCGWC    TNCioNAI  ,  nOl- 
A    TIC    H    TOY    KAGGYAONTOC    AIAGGCIC,    nOTGPON    GPPUMGNH  KAI 

15  TONOY    nAIHPHC    H    MAAGAKCOTGPA    TOY    AGONTOC.      OY  TAP 

AH    TGQNHIGCGAI    MGN    nPOCAOKUNTGC    01    BPAXGT  C  

nPONOIAN    nOIOYNTAI    T0~"    KAI    NGKPOl    HGCcTn  GYCXHMONCOC, 

KATA    THN    TPATIKHN    HAPGCNON  ,    OYXI    AG    nOAACOl    MAAAON    GIC    TA  TU)N 

KOIMCOMGNUN    CUMATA    AlTlGTAI    TA    TGKMHPIA    THC    AlAGGCGtOC  ' 

20   0)0    AH    KAI    6    '"HpAKAHC    GYAGI    niGZUN    XGIPI    AGIIAI    iYAON.  TAY- 

t'  OYN    XnANTA    KAI    TA    TOYTOIC    GOIKOTA    (mYPIA    a'  GCTI    TO  nAHGOc) 
GXGrrYCOTATH    niCTIC    gTnAI    MOI    AOKGT   TOY    KAN    TOTc    YHNOIC  Al- 

noAAHN  np6N0iAN  etxcN  GYCXiHMcoN  neceTN, 

KPYHTOYC'  A   KPYHTeiN   OMMAT'  APCeNUN  XPeCON. 

20  6  'Hpakahc:  der  liier  zitierte  Ti-agikervers  war  iins  schon  aiis  Pliitai-cli.  de  soli, 
anim.  10,  p.  967  c  bekaiint,  wo  der  iin  Schlaf  die  Keule  iest  iimspannende  Hej-akles 
init  wachehaltenden  Kranichen  veiglichen  wird,  die  anf  einein  FiiBe  stelieiid  mit 
dem  andern  einen  Stein  halten,  um  wach  zu  bleiben. 


26 


lePOKAeOYC  HGIKH  CTOIXeiCOCIC 


ABSCHRIFT 

Kol.  5,  2  3  —  5  3 

5,23CeANeCe5HMACeAYTI<OYKe<t>HMa)NMAAHeHCO 
AOrOCOYXIAKAniTAAAZWIUMHrKAenTO 
2  5  jePCjOe  KeiNATfrAAeVPOIMANYnNCJATePOOAAHl 

.]a)[.  .]T[.]neYiNeY*YecTepa)cexoNTAKATOYe 

.]TTo[.]MAKPWKBAee(jj[.  .   .]     XPHZo[  ]mH 

..]  N.YAG  ruTOCYx  NOA[.]rKOT[.  ..]oiM[.]ce5 

....]0YXIT''AenT0T[  jAYT.'^K 

30i....].eN.WIKAA[  JhyGUCA.. 

.  .  .  .]  c  [  ]  e  e  I  N5  K  p  [.  .] 

 ]  0  M  0  N  n  !  [.  .  .] 

 ]  M  A  A  e  N  [.  .  .  .] 

 ]YT0.."5CeH.. 

35|  ]NeT5eAYT0Y 

.  .  .  .]  n  [  ]  K  .  .  K  p  (p 

,    .]    K    0)    .[.].[...]  C  e  A  N  A  I  0  .  [.] 

.  .]  c5npo[.  ..]nmtoi[  JjAno... 

K[.]Aexee'^H[.  .]n  kcga  net  toz" 

40  A  [.  .   .]  A  A  A  I  n  T  U)  C  A  [.]  A  0  N  0  T  I  T  0  [.  .  .  .]  T  e  [.  .  .  .]  f  A 

no[.  .].!<  rAYTHwepoc  /  toy|[.  ...]co[  ] 

TOY[.]oM[.]cxYPOTATONONeieTOiMOY*5N[.  ..jrfr 
cy[.  ..]..iANeiAH<t>e5<t>epe  a  MTOYToeN[.  ..] 
ea)MT[.]NiT|ANAeeiN5npenoiANTOCYM[.]5 

45NONA<t>eAOMOYCTOYnPa)TOYKMOITANTIAerO^ 
TIC   A   K    PI    NA   CeO)   e    NTINITI  APXeT5T0Z"T^eAY 
TOYANTIAHYea)CONfANeinHITICOYA[.]ePeinT 
T0TeP0NeX0NTAT0YnPa)T0YTHNr05CeHTIKHN[.  .] 
NAMI    N    H  CAeiTfrT05CeANeCe5TOZ"eAYTOYOYI<eN 


50MT(jOI    AYTePCOl    T|    H    TUI  THTIN 


T  0  z""  e  NATO)  rn  pcjtuitayt    e  ere  PHT5  aaaa 

<t>OYANHl|za)[.  .]NeYeYc[.jceHTIKON//'MTAYT[.] 
TOINOYKA[.]MOIA[.]KeiTICANTeineiN(jOCOYXI 


5,28  auf  N  folgte  nicht  0,  auf  cyxno  a  oder  m. 
scheiiit  aus  c. 


43  das  erste  n  korrigiert,  wie  es 


5,  25  GKeTNA  kann  nur  auf  ta  aaaa  zuia  bezogen  werden.    Doch  konnte  wohl 
nicht  alien  Lebewesen  groBere  Kraft  und  Verdauungskraft  als  dein  Menschen  zuge- 


KOL.  5,  23—53 


27 


UMSCHRIFT 

Kol.  5,2  3  —  5  3 

5,23  ceANeceAi  hmac  gaytcon.    kai  oyk  e*' hmun  men  AAHeHC  6 

AOrOC,    OYXI    AG    KAni    TUN    AAACON    ZCblCON  '    MH    TAP    KAI  AenjO- 
25  TePtON    eKeTNA    nPOCAGA    eYPOIMGN    AN    YnNWN  ,    ATe  PUMHI 

cuMATcoN  npoc  neriN  eY<t>YecTepcjOC  cxonta  kai  aia  toyb' 

HTTON    MAKPCON    KAI    BAOeUN    YHNUN    XPHZONTA  '   YnA  MH 

.  .  N  .  Y    AerO)    TO    CYXNON  '    AAAA    TAP    KAI    6    TOY  KOIMACGAI 

TPOnOC    .  .  .    OYXI    THC    AenTOTHTOC    MONON    AYTWN,    AAAA  KAI 
30  THC    GAYTCON    GN    TUI    KATAAAPSANGIN    ANTIAHYGOOC    AHO  .  . 

 C  eeTNAI    KAIP  .  . 

  OMGNON    n  .  .  .  . 

  MAAGN  .... 

 AYTOYC    TO    ZCOION    AICOI^  .  . 

35  AlCeANGTAI  6AYT0Y 

 n  KAI     .   .  KAIPO) 

...    KAI    CO  AlCeAN  AlO  .  . 

.  .  .  CAI    nPO  .  .  .  N    M6NT0I  THN    AHO  .  .  . 

KATA    TA    AGXeGNTA    HmTn    KAI    AlCeANGTAI  TO  ZCJION 

40   A  .  .  .    AAlAAinTCOC    AHAON    OTI    TO  THN  A- 

noTeaEiN"  kai  tap  ayth  m^poc  gcti  toy  xponoy  .  .  .  .  w  

TOYTO    MGN    ICXYPOTATON    ON    GI    GTOIMOY    ^AINGTAI  nPOC 
CYNHTOPIAN    GIAH*eAI.      <t)GPG    AG    MGTA    TOYTO  GNNOH- 
ecilMGN,    TIN!    TUN    XPONCON    ANAGcTnA!    nPGHOI    AN    TO  CYMBaT- 

45    NON,    A0GAOMGNOYC    TOY    nPUTOY  "    KAI    MOI    TUN  ANTIAGTONTUN 

TIC    AnOKPINACeU,    GN    TINI    TUN    XPONUN    APXGTAI    TO    ZUION    THC  GAY- 
TOY    ANTIAHYGUC    ON    TAP    AN    GmHI    TIC,    OYAGN    GPgT  HGPIT- 
TOTGPON    GXONTA    TOY    HPUTOY  '    THN    TOYN    AICGHTIKHN  AY- 
NAMIN,    HC    AGT   nPOC    TO    AlCeANGCGAI    TO    ZUION    GAYTOY,    OYK  GN 

50  MGN    TUI    AGYTGPUI    TUN    Xp6nUN    H    TUI    TPITUI    H    TINI    TUN    AAAUN  GXGI 
TO    ZOSlON,    GN    AG    TUI    nPUTUI    TAYTHC    GCTGPHTAI  ,    AAa'  A- 
<t>'  OY    AN    HI    XPONOY    ZUION,    GYGYC    AICGHTIKON    GCTI.      MGTA  TAYTA 
TOINYN    O'Y'K   AN    MOI    AOKgT  TIC   ANTGincTN  ,    d)C  OYXI 

schrieben  werden.  38  die  AnoPiA,   von  der  hier  die  Rede  ist,   und   die  iin 

folgenden  gelost  werden  soil,  ist  die  Fi-age,  ob  die  seit  ihrem  Bestelien  ununter- 
brochene  Selbstwahrneliinung  des  Lebewesens  sclion  voin  Augenblick  der  (ieburt  an 
besteht. 


28 


lePOKAeOYC  H0IKH  CTOIXeiCjJCIC 


ABSCHRIFT 

Kol.  5,5  4  —  61 

5,r,4  nANTa)CTiNOCTei<Toc[.]ceANeT5  t  o       k  topaio 

55CAreMHYnOT[.]'t>AA[.JlKTeT5l<AKOYei6IAMH 

reYeT5  m  KAnTeT5  a  toytokta  m  eeHAAC 

MHTPC0ACOPMHCa[.  .]ACnAITOrAAATOAYnO 

nTePYi[.  .]riNA'^KAYeT5To[.  .jHNeceKTPeno 

[.]  A   T  [.]  Y  n  [.]  X  0*^  T  A  A  K  A  A  Y  M  Y  P  I  Z  e  T5  -0-  T  Y  [.]  T  0  M  A 

60  [.  .  .  .]  J  Y[.jTOYAepoceiCTinoTO*epeiOYTOcoAo 

[  JaNYKAAHN    K  ANANTIAeKTONYnO 

Kol.  6,  a.  h  {Kolumnmtitel) 
G,  a    ei5ceA|.]oMONe[.  .]toyxa!.[.  ..]oN 

b     KAIOl[.jeiOYT[.  .JaYTUI 


6,1    [.  .]HCINTOYnPOKe[.  .]KAeOAOYfo[.  .]YNTe 
Ae[.  ..]TeKTOCTINOc[.  ..]lAHYICAlXAT^e 

ay[.  .]ceHcea)CMr[.]TOYAeYKOY<t>epeeineiN 

[.  ..]HCeUCKeAYT5CeAN0MeeAAeYKN0Ma)KM 
STOYrAYKetOCrAYKAZOMCOKMT^TOYeePMOY 

eePM5NOMUKAnifAAATANAAoroN(jOCTenei 
A  H  n  A  N  T  (i)  c  MreNNHeeNeYeYC5ceANeT5Ti  noc 

T0Z"THIATeP0YTIN0C5CeHCeiCYMne*YKeNeAY 
TOY>}>ANePON(jOCAnAPX^5CeANOITANeAYTTA 
10z"TOICAOAOICOYKArNo[.  ...jNUCHreMONIKHnA 
CAAYNAMICA<t>eAYT^APx[.  ...jAYTHIKHMGIIC 
CeXOYCATOKAGGAYTH  [....]  ePONCAY  T^/  C  Y  N  £ 
KTIKH    K    rOYAANCYN[.  ...]    Aa[  ]  MATA 

M  0  p  I  A  [.  .  .]  TT  A  A  r       e  I  [.  .  .]  0  .  [.]  e  P  0 

i5nAPeixe[.Jopio!CHTe<t>Yc[.  ..]cex[  ] 

TPe<t>[.jYc[.]KAYiOYCATO<t>[.  ..jNAYTTOYf  ] 

.ONAYTHMeTexeinAP[.  ..]T^OAnnAHCIOCA[.  ..]c 

[.  .jTAnAC^APx^a)CTe[.  .]5ceHciceneiAHKAY 


(j,  10  HreMONiKH  —  APXIKH  Z.  19.    Der  Begriff  aynamic  apxikh  innfaBt  hier  als 


KOL.  5,54  — 61  UND  6,1—18 


29 


UMSCHRIFT 

Kol.  5,  5  4  —  6  1 

5,54   nANTOOC    TINOC    TUN    eKjdc    AlCeANGTAI    TO    ZUION  '    KAI    TAP    OPAI  ,  0- 
55  CA    re    MH    Yn6TY4>AA    TIKTSTAI ,    KAI    AKOYGI  '    61    AG  MH, 

reveTAi  mgn  kai  XnTeTAi*  aia  toyto  kai  ta  mgn  eni  eHAAC 

MHTPUAC    OPMHCANTA    CHAI    t6    TAAA ,    TA    a'  YnO 
nT^PYII    THC    reiNAMGNHC    KATAAYGTAI  ,    TO    AnHNGC  GKTPenO- 
MGNA    TOY    nePI^XONTOC,    TA    AG    KA  AYMYPIZGTAI    oToN  TYHTOMGNA 
60  YnO    TOY    AGPOC.      GIC    Tl    HOt'  OYN    <t>GPGI    OYTOC    0  AO- 

roc ;    GIC  nANY  kaahn  kai  anant[agkton  Yno- 
Kol.  G,a.  b  {Kolwmnentitel) 

6,  a     Gf   AICeAN6MGN0N    GAYTOY    Xa'pGI    t6  ZWION 
b     KAI    OIKGIOYTAI  GAYTOil. 


6,  1  MNHCIN   TOY    nPOKGIwdNOY'    KAGOAGY    TAP    O'r'  CYNTG- 
AGTtaI    tun    GKTOC    TINOC    ANtIaHYIC    AIXA    THC  G- 
AYTCON    AlCeHCGCOC.      MGTA    TAP    THC    TOY    A6YK0Y    (fGPG  GineTN 
AIC6HCG10C    KAI    GAYTCON    AlCeANOMGeA    AGYKAI  NOM^NUN    KAI    MGTA  <^THC) 
5  TOY    TAYK^WC    TAYKAZOAA^ NOON    KAI    MGTA    THC    TOY  eGPMOY 
eGPMAINOMGNUN    KAHI    TUN    AAAWN    TANAAOTON  '  UCT^GnGI- 
AH    nANTtOC    MGN    rGNNHGGN    GYeYC    AICGANGTAI  TINOC 
TO    ZtOION  ,    THI    a'  GTGPOY    TIn6c    AICSHCGI    CYMnG4>YKGN    <^h)  GAY- 
TOY,    (OANGPON    Ci)C    An'  APXHC    AICOANOIt'  AN    GAYTCON  TA 
10  ZUIA.      TOTC    a'  OAOIC    OYK    ATNOHTGON,    (jl)C    HTGMONIKH  nA- 
CA    AYNAMIC    A^'gAYTHC    APXGTAI  '    TA^THI    KAI    H    MGN  GilC, 
CYN^XOYCA    TO    KAg'gAYTHN,    nPOTGPON    GAYTHC    GCTI  CYNG- 
KTIKI^  ■    KAI    TAP    OYa'  AN    CYNgTxG    AAAO    Tl    HPATMA  ,  TA 
MOPIA    GICnAPAAGAGrMGNH  ,    Gl    MH    TOTc    GAYTHC    TOYTO  nPO- 
15   HAPgTxG    MOPIOIC    H    TG    <t>YCIC,    H    CYNGXOYCA    KAI    CUZOYCA  KAI 
TP^<t>OYCA    KAI    AYIOYCA    TO    <DYT6n  ,    AYTtON    TOYTCON  HPOTG- 
PON    AYTH    MGTGXGI    HAP'  AYTHC.      6    AG    HAPAnAHCIOC  A6rOC 
KATA    nAcHC    APXHC,    CiJCTG    KAI    H    AtcGHCIC,    GHGIAH    KAI  AY- 


Gattungsbegriff  die  Pneumastufen  eiic  und  <t>^cic,  aber  auch  die  AiceHCic,  welche  die 
YYXiH  vertritt  (s.  Einleitung). 


Berliuer  Klassikertcxte ,  Heft  4. 


5 


30 


lepoKAeoYC  HGiKH  CTOixeicacic 


30 


ABSCHRIFT 

Kol.  6,  19  —  45 

6,19  [.  .  .  .]nam.[.]//  apxi[.  ..]execTeP0NAe  /  xph 

20   [.  .  .]  e  I  [.]  C  T  e  K  [.  .]  C  I  [.  .  .  .]  0  N  0  T  I  A  P  X  0  I  T  A  N  A 

<j>eAYT^Knp[.]N[.jeTep[.  .]N0CANTiAABece5e 

AYT^[.   .]  eANOlTOnAN  [.   .  .]  OTOYnPOrerONOTOC 
AOrOYKOINONe(ji)AAeGA[.  .]<t>AA50N(jOCAMATHI 
.eNeCeiTOZ"5CeANeT5eAYTOYMTAYTOAHAON 
25^  OTI<t>ANTACIACTINOCeAYTOYreNOMHCAYTU)l 

c.  .  .ON  icxeina)crANAAACi)CAYN5Ton 

[.   .   .]  N  T  A  C  I  A  C  K  T  0  Y  T  0)  [.  .   .]  I  e  e  T5  [  ]  H  N 

.]NecTHC5nANTa)CH[.  .]TOie[  jeiTHi 

....]!AIHNeAYTOY[  ]AYCAPeCTei 

.  .  .  .]a)ci[.]xeiTfeAY[  ]NOYAe  . /\.  ■  ■  .J 

 ]  A  c  f  e  K  T  [.  .  .  .] 

 ]  Z*^  T  H   I  e  [.  .  .  .] 

 J  A  p  e  c  T  0  r  [.  .  .  .] 

 ]  A  0  T  P  I  CO  T  [.  .] 

35   [  ]    A    M    e  I  I 

 ]  P  T  e  [.]  .  K  A  t'' 

 ]  T  I  0  I  [.  .|  !  A  . 

.]  e  e  [.  .  .]  .  [  ]  e  0  [.  .  .  .]  A  A  A  e  K  T  e 

..T  M....ep.    M0[.   ..]  CCOZeiNAY 

40    NA  eAOIA[.  ..]5TIANKH 

<l)YC  [.J.COCMATHNT  [..].[.  .]YTAKAM0YCA<f>5 

Nece[.]ei  mh  m  e  a  a  e[.  ...]"eYeYreNOMONAPe 

Cei    N    .    [.  .]Ta)IATAYT[.  .jyKANMOIAOKCpeiTIC 

oyam[.  .]reiTHCWN[.  .]n[.  .jNCJCTe  re  n  n  h 
45eeNTOza)  i°eAYT[.  .]Te  kth  i*antaciaith 


6 ,  25  —  30  gelesen  und  erganzt  von  Schubart. 


43  AOKei  aus  aoku  korrigiert. 


6,  19  npocexecTepoN  erganzte  Diels  =  »aiifmei'ksamer,  intelligenter«.  Um 
den  AnalogieschluB  biindiger  zu  niachen,  muCte  hervorgehoben  werden,  daB  die 
AiceHcic  als  ein  psychisches  Vermogen  hoher  stehe  als  eiic  und  <t>'»'cic,  also  audi 
in  der  in  Rede  stehenden  Fahigkeit  schwerlich  liinter  ilinen  zuriickbleibe.  26  das 
Wort  am  Anfang  der  Zeile  war  ein  mannliehes  Snbstantiviini ,  Olyekt  zu  icxei,  auf 
das  sich  TofTO),  Z.  27,  zuruckbezieht.    Es  kann  entweder  ini  AnschluB  an  *antacia 


KOL.  6,  19  — 45 


31 


UMSCHRIFT 

Kol.  6,  19  —  4  5 

6,19  TH    A^NAmIc    eCTIN    APXIKH,    nPOCeX^CTCPON  eCTI  XPH- 

20  MA    H    eilC    Te    KAI    <t>YCIC,    AHAON    OTI    APXOIt'  AN  A- 

<t>'  CAYTHC    KAI    nPIN    TUN    eiGPtON    TINOC    ANTIAABGCeAl  ,  e- 
AYTHC    AlCeANOlTO.      HANTdc    OYN    TOY  nPOrerONOTOC 
AOrOY    KOINON    eWMeGA    Ke<t>AAAION,    (ic    AMA  THI 

reNGcei  to  zcjion  AiceANeTAi  gaytoy.    Mgta  tayt'  oyn  ahaon 

25  ^     OTI    <t>ANTAclAC    TINOC    GAYTOY    reNOMGNHC  AYTOil 

c  ...  ON  tcxei  (nuc  tap  an  aaawc  a^naito:)  nepi 

THC    <t>ANTACiAC    KAI    TOYTWI    HGieeTAI    en'  AYTHN 

.  .  .  n  enicTHCAi  nANTcoc  h  m^ntoi  eYAPecTcT  thi 

<t>ANTACIAI,    HN    GAYTOY    etAH«eN  ,    H  AYCAPGCTeT 

30  H  Appenuc  tcxer  thn  tap  gaytoy  n  oya^n  ecTi  .  .  .  . 


 C    TWN    eK    T  .  .  .  . 

 ZUION    THI  eAYTOY 

 GYAPeCTOYN    r  .  .  .  . 

 haaotp!utai 

35  AlAM^Nei  XPONON 

.    .  PTE  .  .  kAthC 

 Tl    OIKeiA    .  . 

.  ee  eo  .  .  .  .  aaa'  eK  twn  e 

.  .  T  MGN  .  .  .    ^ePOMeNO  .   .  .     CCibzeiN  AY- 

40   NATAI  ■    eXOI    a'  an    thn    AITIAN    KAI  H 

*YCIC,    (ic    MATHN    TA    TOIAYTA    KAMOYCA  <t>AI- 

N^ceAi,  ef  MH  MeAAei  to  zcoion  gyoy  reNoweNON  Xpe- 

CeiN    eAYTWI.      AIA    TAYTA    OYK    AN    MOI    AOKGT  TIC, 


OYAe  MAPreiTHC  ojn,  eineTN  iijc  tg  reNNH- 

45   e^N    TO    ZUION    CAYTU)!    Te    KAI    THI    <f>ANTACIAI  THI 


eine  besondere  Art  von  Vorstellung  oder,  schon  zu  eYAPecTeTs  iiberleitend ,  den  Begriff 
»Gefnhl«  bezeichnet  haben.  28  der  Hauptgedanke  der  folgenden  zerstorten  und 

nicht  herstellbaren  Partie  muB  gewesen  sein,  da6  das  Lebewesen,  wenn  es  nieht  an 
der  Vorstellung  seines  eigenen  Selbst  Wohlgefallen  empfande,  inmitten  der  von  alien 
Seiten  drohenden  Gefahren  und  Schadlichkeiten  nicht  erhalten  bleiben  konnte.  \'gl. 
Gellius  Noct.  Att.  XII  5,7  (Stoic,  fragm.  Vol.11,  n.  181)  hoc  esse  fundamentuin  ratast 
conservandae  homiuuin  perpetuitatis.  30  man  erwartet:  thn  tap  AYCAPecTiAN ,  aber 
der  Platz  reiclit  nicht.  44  cocTe  fiir  uc  ist  grammatisch  auffallend.  Wilainowitz 

tilgt  Te. 


32 


lePOKAGOYC  HeiKH  CTOIXeiCOCIC 


ABSCHRIFT 

Kol.  6,4  6  —  61 

6,46eAYT0YAYCAPeCTeii<MHN0YAAPPena)CI 
CXei  OYX  HTTO  N  rT^AYCAPGCTHCetOCKAY 
TOTOMHeYAp[.]cT[.  .]NTfrTeOAeePONTOYZ" 

Kifr  K  rNw  c  I  n[.  ..]eiT^<t)Ycetoc  o  ee  nocyn 

50  AO   riCM0C0YT0[.   ..jATKAZeiO  MOAOreiNOTI 
igZ^THPCOTH    [.  .jceHCINGAYTOYAABONeY 

e.ca)[.  .]e  i  u  e[.  ..]ayto  kthn  eaytoycycta 

C  I  N<t>5Ne[.  .]aM  [.  .]  reKAYTATA  riN  0"BeB5  6'^ 
AO    rONTI    rOYx[.  .]THNeAYTOYAYNAMINe 

55   KACTON    nOei[  joNY^T^GAYTOYCYNTHPH 

Ce(i)CeKI<AeiN[.]NMnACANeBOYAH  Nnop 

pweeN  K  a[  ]MHXAN(i)MONAnAeeceK"^ 

COA  A  e  PW[.  .  .]tON   AniTACa)[.]H  piakhanta 
.    .    e    [  ]  ZOMONTATfrAMONHNOYrAH 

60  [  jjoiCKAAAeciKMereeeciNY 

[  ]AKTICINAAKAICHTAXeCIAIA 

Kol.  7,  1  —  15 

7.  1    *ep[.]NTATOIAYTAnTH[.  ..]yT0NTACYn[.  .]PHC[.  .] 
eYPOIMANA'^KTAMIKPA[.  ..]TeAHKTHNAAAUC 
Ya  X  e  H  A  e  I  N  H  rH<l>YCICKXOI  [.]TOIOICAC<t>a)AYT 
eNTHI5C<t>0AP0NeiMep[.  ..JcjJITCWTHPIANAAACJC 
5   A  P  0  N  Y  n  A  PXeiNTAYTH  IA[.]AAOKeiMOIKTANeAPA 
n5[.  .]piAMHPA.AI(jOC0ePeiNK.AIOMAZO<l>ePOICOI 
KOIci<nAC^<t>C0N^AMeTOXOICeNTINONTArTA5CeHTH 
PIA  KMHAeN  MHTAK0YC5MHT!A[.]lNAYNAMA<t>ANTACI 
ANAN5P6Cea)CAYTAAMBA[.  ...]ATOYTOAYCANA[.]xe 
10  TGIAIO  i<<t>[.]Ao[.]eXNC0C5Tl[  jperTYWCINAYTOIC 

eMYeiNTo[.]co<i>®nAPHrop[.  ...]*obont[.  ..jeAOY 

CIAKMHYrTANA[.]l<HCre[  ]"'^'^[ ]oPAT 

TINAAAYT[.]A!XAnAp[  ]ni 

M  Y  e   I  T  to    [.   .]    A    H    K  T  !    K   0)    I    [  ]  "''        [ ] 

15[.]YKeiAp[.  .]tATOCAYTh[.  ...]nOYCIAT[  ] 


6,58  etwa:  aitton  ag  eni  ta  cwthpia. 


KOL.  6,  46  —  61  UND  7,  1—15 


33 


UMSCHRIFT 

Kol.  6,  46  —  6  1 

6,46  eAYTOY  AYCAPecTeT'  KAi  MHN  oya'  Appenfflc  t- 

CXei  ■    OYX    HTTON    TAP    THC    AYCAPeCTHCeWC    KAI  AY- 

t6  to  mh  eYAPecTeTN  npoc  re  oAeepoN  toy  zcoioy 

KAI    nPOC    KATArNCOCIN  THC    ^YCGCOC  "    OeSN    6  CYN- 

50   AOnCMOC    OYTOC    ANATKAZei    OMOAOreTN  OTI 

TO    zffllON,    THN    nPCiOTHN    AtcGHCIN    GAYTOY    AABON  ,  e-f- 

eYC  ciiKeiweH  npoc  gayto  kai  thn  6AYT0y  cycta- 

CIN.      ct)A[NeTAI    a'  GMOire    KAI    AYTA    TA    TINOMeNA    BEBAIOYN  TON 
AOrON.     Tl    tap;    OYXI    KATA    thn    eAYTOY    AYNAMIN  6- 
55   KACTON    HOieT   TO    eniBAAAON    YneP    THC    GAYTOY  CYNTHPH- 

ceuc,  gkkacTnon  mcn  hacan  eniBOYAHN  nop- 

POOeCN    KAI    AIA<t>eYreiN    MnXANCOMCNON    AHAeeC    eK  TWN 

C0AAepcoN,  .  .  .  TON  a'  eni  ta  cuthpia  kai  nANT'  a- 

TAeA    kai    nOPIZOMCNON    TA    nPOC    AIAMONI^N.      OY    TAP  AH 
60  MONON    TA    TOTc    KAAAGCI    KAI    MCreeeCIN  YHeP- 
BAAAONTA    KAI    TICIN    AAKaTc    (\    TAXCCI  AIA- 

Kol.  7,  1  —  15 

7,  1   *ePONTA    TOIAYTA    nCPI    THN    GAYTWN    ONTA  CYNTHPHCIN 

CYPOIMeN  AN,  AAAA  KAI  TA  MIKPA  KAI  eYTCAH  KAI  THN  AAAtOC 
eiACXefi.      AGINH    TAP    H    *YCIC    KAI    ToTc    TOIOTCAC    C<t>Q)H  AYTCON 

eNTHiAi  c*oap6n  eYMCPON,  tcSi  thn  cwthpian  aaaooc 
5  AnopoN  YnApxeiN.    taythi  apa  aokgT  moi  kai  ta  ncapa 
nAiAAPiA  MH  paiaicoc  *epeiN  KATAKAeioMGNA  zo*epoTc  ot- 

KOIC    KAI    nAcHC    <))a)NHC    AMGTOXOIC.      CNTeiNONTA    TAP    TA  AlCeHTH- 
PIA    KAI    MHACN    MHt'  AKOYCAI    MHt'  IACTn    AYNAMGNA  0>ANTAC(- 
AN    ANAIPeceCOC    AYTCON    AAMBANCI    kai    AIA    TOYTO  AYCANACXe- 
10   TeT.      AlO    KAI    tt>IA0TeXN(JC    Al    TITGAI    nAPCrrYCOCIN  AYTOTC 

eniMYCIN  TOYC  6*eAAM0YC'  HAPHrOPeT  TAP  TON  <J>6bON  to  eeCAOY' 
CIAI    KAI    MH    Yn'  ANATKHC    rCNeCOAl    THN    A  TWN  OPATUN. 

TINA  AC  AYTWN  KAI  AixA  nAPerrYHCGCoc  TOYC  6<t>eAAM0YC  eni- 

MYei,    TCiOl    nAHKTIKCOl  TA  

15   OYK    eiAPKOYNTA.      ToCAYTH    a'aPA    nCPIOYCIA  TeKMHPICON 

7,  12  AMAYPOCiN  erganzt  Diels,  AnoYCiAN  Wendland. 


34 


lepoKAeoYC  HeiKH  CTOixeicjcic 


ABSCHRIFT 

Kol.  7,  16  —  46 

7,  16  //t  CO  [.]  T  [.]  Z'^  0  I  K  e  I  0  Y  [.]  6  5  [.  .  .]  T  0)  I  to  C  T  H  A  H  K  [.  .  .] 

n  <t>  [.]  C  I  [.]  e  Y  M  1  M  N  [.]  C  K  [.  .  .]  Y  r  I  e  C  0  N  T°  A  I  I  0  Y  M  [.]  N 

[  ]  ♦  I  A  [.   .   .   .]  n  P  A  r  M  [.  .  .  .]  e  n  0  N  K  T  0  Y  AA  [.  .  .]  P  A 

n  e  [  ]  T  p  Y  c  [....]  CO  [..  . 


OMUCTKAPXHN 


2ore.ifr..YTOY  a)c[  ]xeiAiHNOiCTOC/^e 

KA[.]TOCe[.  ..]co[.  ..]nAa[  ]0OPHTOCHieAKHrO 

taay[.  .]cmota[.]a  KTfrT[.  ...]AnH  N  eCTATA<J>ePO 
Me    a[.]    f[.]TA[.]AHNAHA[.  .]NYnOT^<t>IAAYTIACe 
]  K  0  TOY  M  H  NTOAeAYMACICJT'^Tir//|AXeeCTePON 
]AKIA[.]HreKAPKINa)MA.AMKOXeC0A[.  ..]e 

]  A  [.  .  .]  c  e  f  c  [.]  A  p  K  CO  M  e  A  [  ]  e  K  c  H  [  ]  e  c 

 ]  rfr  .  Y  [.]  N  A  T  e  p  n  H  .//[.  .  .]  T  0  [.  .  .]  e  1  [.  . 

 ]  n  .  H  .  N  e  .  A^  I  [  ]  C  0  Y  T  [. 

 ]nTOYTcocTeo[  ]aton\t[ 

 ]x..n[  ]oAPeneiA[ 


30 


35 


40 


T  H  N  r' 


.].[. 


.  .]  .5  c  0.  w  [.  .  .] 

.  .  .]  A  0  N  A  I  [.  .] 
.  .  .]  ♦   I    A    A  Y  T  I 



 ] '  [  ] 

 ]  0  .  B  5  CO 

 ]  x  b  <t>  H 

 JoNj.THAH 

]za)THCKAT. 


.]n[ 


K  0 


A  M  A  T  H  I  re 


c  e  I 


]  0        0  [  ]  K  .  H  N  A  N  0  T  I  [  J 

TO...rA..rAAT.[  JnPUTOYC:^.. 

reNececoc[.]noTOYA[  ]  KCXHPeiN  .  .  . 

45  T  0  n  P  0  B  H  N  [.   .   .   .]  A  [  ]  T  H  N  e  [.]  P  H'^  [  ] 


CINCYeYCA 


T  0  I  [  ]  P  M  H    K  T  0  [.  .] 


7,  18  vielleicht:  ti  tap  ecTi  tu  ♦iaa-t'to)  nPArwA  XAAen6N;  25  6xe<»)AHC  = 

pickelig,  MeAANiAi  =  schwarze  Flecken,  CHneA6Nec  —  eiternde  Stellen.    Am  Anfang 


KOL.  7,  16  —  46 


35 


UMSCHRIFT 

Kol.  7,  16  —  4  6 

7,  16  eCTI    TCOI    TO   ZCOION    OIKeiOYCeAl    eAYTOil,    WCt'  hah    KAN  ToTc 

nAPA  <t>YCiN  eiecTiN  ynoMiMNHCKem  vnec  on  to  AiiovMeNON. 

 *1A  .  .  .  .     nPATMA    XAAenON'    KAI    TOY    MH  OePA- 

neYeiN  gaytgyc  .  .  .  .  cj   omuc  thn  katapxhn 

20  re  H  npoc  gaytoyc  oiKeiucic  nAPexei,  ai'  hn  oictoc  ecTiN  e- 

KACTOC    eAYTUI,    KAN    AAAOIC    Act>6PHT0C    HI.      GAKH  TOYN 

TA    AYCOCMOTATA    KAI    HPOC    THN    OYIN    AUHNeCTATA  *ePO- 

MGN    eAYTUN    KAI    THN    AAAHN    AHaIaN    YHO    THC    <t>IAAYTiAC  eni- 

CKOTOYMGNHN.      TO    AG    GAYMACICOTATON  "    Tl    TAP    eCTIN  eiAGXeeCTePON 

25  .AKiA.'  etre  kapkincomata  mgn  KAI  6xed)Aeic  e- 

nAYIHCeiC    CAPKUN    WeAANIAI    TG    KAI  CHneAONGC 

 npoc  OYIN  ATepnfi  to  .  .  .  ei  .  .  .  . 

 n  .  H  .  Ne  .   AAAA  tocoyt  .  .  . 

 nePI    TOYTION  ,    UCTG    OY    ....  AYNATON    cTnAI    .  .  . 

30  X  .  .  N  OYN  A  penei  .  .  . 

 TI^N  rlNGTAI  

 Al  c<t>aiN   .  .  . 

 AONAI  .  . 

 <i>iaayt[a 

35  MeN  .  . 


I  

.  0  .  BAIO) 

.  x'  OYN  <t>H- 

.  ONI  .  TUN  IHAH 


40 


 AMA  THi  reN^cei 

TO    ZUION  HN    AN  OTI  


TO  .   .   .  TA  nPWTOYC  XPONOYC 

reNececoc  Xno  toy  AiAcciozeiN  kai  cynthpgTn  gay- 

45   TO    nPOBHNAI    ...  A  THN    GIPHMGNHN  OIKGICi)- 

CIN,    GYOYC  OPMH    KAI    TO  CCO- 


vielleicht  <t>AKiAC  (von  <t>AK6c  =  Leberfleck).  Es  iniiB  sicli  iitn  ein  entstellendes,  aher 
nicht  gefiihrliches  Ubel  handeln.  26  enAVJEHceic  erganzte  Diels. 


36 


lepoKAeoYC  HeiKH  CToixeiwcic 


ABSCHRIFT 

Kol.  7,  4  7 — 6  1 

7,  47  T  H  p  I  0  N  e  [.  ]  c /h  a  e  a  e  r     [  ] 

0)  c  I  c  A  I  0  4)5  [  ]  r  e  N  e  c  [.  .]  5  c  e  A  [.  .] 

ce5Te  AY  [.  .  .]  K  0  [  ]e.eAYTa)iKTHie[.  .] 

50  TOYCYCTa[.   .   .]  eNT[  jjOYAOrOYreNOMOCOY 

k[.]    NA    K5[.   ..]    AC    [  ]t''*ANTACI  ACTONf 

0  [.]  .  e  n  [.  .  .]  A  N  .  [  ]  e  N  H  T  5  T  0  z"  a'^  X  P  0  N  0  N  M 

[.]  K  [  ]  I  [.  .  .]  C  H  A  H  t''  A  p  e  p  to  c  e  0)  C  T  p  a 

N    H    C  5    K    AIHKPIBWMH    Ht[.  ..] 

55[.  .]o  OTHTATPANOTHTON... 

N.N  PUM^ATeTOPeYMHNCOC 

[.  ..]cA<t>[  ]TlAlU)MATATeAeiT5T0 

akpxa[.  ...jTHinpcoTHireNe.eioYXOY 

[  ]NTACIAC0YTeT^5CeHCeCi)CA^ 

60  [  jKCKexYMOcoAocxepeiTeT 

[  Jc-KMAAeiKOTUCAYTHTer 


Kol.  8,  1  —  13 

8,  1  [.  .  .  .]  0)  .  c  e  T  .  !  A  X  e  i  a  k  [  ]  c  a  Y 

[  ]  C  [.]  a  N  [.]  C  X  Y  P  a  N  A  [  ]  0  [.  .  .  .]  C  K  A  e  [.] 

[  ]AfATCXYc[  jjHCIC 

TPi[  ]r.MNACTOca)[  ]a[.]chnto 

5.CeHT0N.T!ANAY[.]0YnAPA[  JcAKP.BOOCGN 

ocre  [.  .  .]  esn  [.  .  .  .]  AfATAY[  ]  antaciaa[.]p 

I  [.]  T  0)  A  H  C  [.  .  .  .]  I  N  .   .  A  Y  T  A  .  .  [  ]  N   I  [.  .  .]  5  C 

GHCIC    A    M.ONeXOYCA    K    AIA  TO.  A 

AKa)CTfrTOIONAeiK[.]ciAICA  TOY 

10   CB5N  ON^eMBAA[.  ..]ciAYANAPe[  ]eC0CXPY 

c!nnocTeKKAeANe^a)OMxPYc[  ] 

ANMePO.T.fcAY[  ] 

MfAAeeiNON[  ] 


7,  50  die  oantacia,  deren  Entwickelung  jetzt  naher  besprochen  wird,  kann  wohl 
nach  dem  Zusammenhang  nur  die  sein,  welche  das  Lebewesen  von  sich  selbst  empfangt 
und  welche  die  Grundiage  der  oiKeiwcic  bildet.  Sie  entbehrt  anfanglicli  der  erforder- 
lichen  Deutlichkeit  und  erlangt  dieselbe  erst  im  Laufe  der  Entwickelung.  60  oao- 
cxepel  usw.   Die  Erganzung  des  Folgenden  unsicher.   Doch  ist  siciier,  dafi  die  anfangs 


KOL.  7,  47  —  61  UND  8,  1—13 


37 


UMSOHRIFT 

Kol.       4  7 — 6  1 

7,  47  THPioN  eni  ecTiN  H  AGAerMdNH  oiKef- 

tOCIC    AlO    4>A!NeTAl    TO    ZWION    AMA    THI    reNGCei  AlCGANe- 
CeAl    Te    AYTOY    KAI    OIKeiOYCeAl    GAYTWI    KAI    THI  GAY- 

50  TOY    CYCTACer    eNTAYSA    MeN    OYN    TOY    AOrOY    rGNOMeNOC  OY- 
K    AN    AKAIPCOC    AIACA*o[hN    THC    *ANTACIAC    TON  TPOnON. 
OY    TAP    eneiAAN    TTPCOTON    r^NHTAI    TO    ZCOION,    AAAA    XPONON  MEN 
TON    KaIpION    .  .    reNOM^NHC    HAH    THC    AlAPGPWCeUC ,  TPA- 
NIHC    ....    riNeTAI    KAI    A1HKPIBWM6NH    HT  .  .  . 

55   .  .  0  OTHTA'    TPANOTHTOC    .  .  . 

N.N  MGTA    PUMHC    AlATGTOPeYMeNHN  tOC 

.  .  .    OA*  TUN    lAltOMATWN    XnOTeAeTTAI  '  TO 


Ae    KAT    APXAC    KAN    THI    HPUTHI    reNSCei    OYX  OY- 
TOC    0    TPOnOC    OYTG    THC    *ANTAcIaC    OYTG    THC    AlCeHCeOJC  AAAA 
60   ACA<t>HC    eCTIN    GTI    KAI    CYrKeXYMCNOC    OAOCXePcT   TC  THI 
 XPtiweNOC  ■    KAI    mAa'  eiKOTUC  ■    AYTH    Te  TAP 


Kol.  8,  1—13 

8,  1  H   .  .  .  CO  .  c  eTi   HAXeTA   kai  cai 

<l>ANTACiAN    ICXYPAN  "  AG^TePON  

TUN    nPArwATlON    AIA    TfiN    C^fXYCIN    H    .  .  .  .  THCIC 

TPITON    AC    ATYMNACTOC    00  CHN  TO 

5  AlCeHTON    AHAN    AYTOY    nePI APA£ ACG Al    KAI    COC    AKPIBCOC  CN- 
TOC    rCNeCGAI    nPATMATUN  '    AIA    TAYTA    .  .    H    <t>ANTACIA  AO- 

PICTCOAHC       .  .  THNIKAYTA  Nl  .  .  .  aTc- 

enCIC,    AAAA    MeTON    GXCYCA    kai    AI  UC  TOIA- 

AC    KAI    COC    nPOC    TOIONAC    CIKACIAIC    AC    AIA<t>6P0IC    nCPI  TOY 
10  CYMBAINONTOC    CMBAAAOYCI    AY^ANAPGC    AHO    THC    AlPCCeUC  ,  XpY- 

cinnoc  Te  kai  KAeANenc,  Sn  6  mcn  XpYcinnoc  Aerei '  »oyk 

AN    M^POC    Tl    TUN  CAYTOY  

M^N    TAP  AAeeiNON  


verschwommene  und  den  Gegenstand  nur  im  allgemeinen  (oAOCxePcoc)  auffassende  Wahr- 
nehmung  und  Vorstellung  zii  der  exakten  in  Gegensatz  steht,  die  den  Gegenstand  mit 
alien  seinen  charakteristischen  Einzellieiten  erfaOt. 

8,  1  f.  zum  Folgenden  vgl.  Einleitiing.    Sicher  ist,  daB  drei  Griinde  fiir  die  an- 
fangliche  Undeutlichkeit  der  Wahrnehinung  (Selbstwaiirnehmung)  angefuhrt  werden. 


38 


lePOKAGOYC  HeiKH  CTOIXeiCOCIC 


8,  14 
1  5 


2  0 


25 


ABSCHRIFT 

Kol.  8 ,  14  —  51 

.]  H  C  A   P  K  I  N  0  [.   .   .   .]   .   .  I  [  ] 

..jep.YA  OYCHeTe[  ] 

.  .]t  0  YT  A  0  P  [.  .J  TO)  A  H  C  H  T  e  <t>  [.]  N  [  ]  C  A  A  N  [.  .]  A  H  Y  I  C 

.  0)  C  [.]  A  C  T  [.  .]  e  T  5  T  0  N  [  ]  ^  T       [•]  P  [■] 

 ]e.NOA[  ]eTe[  jAOAnep 

 ]  Y  r  X  A 

1  [  ]  (J  C  I  N  T  0  Y 

 jNeOTTOC 

 ]eNH...HC~IAANI<MOP 

 ]         [ ]    ^    [ ]   K  P  X   A   C  H 

.    .    .]<t>ANTAC!ATei<ANTIAH[.  ...jAOCXePHCT' 

 ]  K  CO  c  e  e  0  c  H  [  ]  z  e  i  n  a  [.  .] 

..])<[  ]  e  Y  T  A  r  e  T  0  C  [  ]  N  0  . 

.    N  KflT^.-PICTlOAOYC  A    .    .  . 

 A..HN  

 ex  

30  e  N  

.       31  —  36  verloren 
37  0  C  


.AX. 

40  T  H   C  I 


c  e 

A  . 


0    A   Y  T    .    K  A 
45   .    .    INI.    .  . 
.    .    .  .CAY. 


e  N 


I    0   N    ...  A 


..OXHNOYC  YT  

T^MeT  NereNe[.  .]... 

TAA.    C    .    CT  AC.CT.    I    .    .  .ifr 

50  Tl    e    .    .    .<t>  /.A.T  <t> 

ATA    .    An  KOIKeiCO  

8,  14  if.  daB  die  aopictcoahc  <t>ANTAdA  den  Gegenstand  des  Chrysipposfragmentes 
bildet,  ei'kannte  Schubart,  auf  dessen  Lesung  die  obigen  Angaben  beruhen. 


KOL.  8,  14  —  51 


39 


UMSCHRIFT 

Kol.  8,  14  —  5  1 

8,14  .  H  cApkinon  

15  exepoY  AC   ....  OYc  H  erePA   

.   .    TOYTWN    AOPICTWAHC    H    TG    ^ANTACIA    KAI    H  ANTIAHYIC 
 GTAI    TON  nePI    THN    n  .  P 

 e  .  N  ■  6  Ae  ere  KAeAnep 

  TYrXA 

20  (jOCIN  toy 

  NeOTTOC 

 fAeAN    KAI  MOP- 

*HN  .  .  M  npoc  kat'  apxac  h 

.  .  .    *ANTACIA    Te    KAI    ANTIAHYIC    OAOCXGPHC  TIC 

25  KAI  (i)c  eeoc  hmTn  onomazgin  a  .  . 

 eYTA  .  .  eni  toc  no  . 

.  N  KAI    nePI    THC   AOPICTUAOYC   <t>ANTACIAC    .  . 

28  —  51 


* 


40 


lePOKAGOYC  HGIKH  CTOIXeiCOCIC 


ABSCHRIFT 

Kol.  8,  5  2  —  61 

8,52Xe.    .    .    Al  OTIAKOIC.    .  . 

T  C1N..TAY.. 

Te  .  A  eo)..  N  HcoiKeicocewc 

55.    0    .    CCY  PIA....TeiCIN. 

.I....N  NeY[.]HeHT. 

T.I  I  


0)  OIKG 

K  era). 

60  


Kol.  9,  a  (Kolumnentitel) 

9,  a    [  IjiTOTeAoc 

9,  1    N  [  ]  T   H    P  I  W        C  Y  C  T  A  C   [  ] 

[.]  I  c  T  [.  .  .  .]  A  .  .  .  .  0  I  c  i<  0  A  0  I  c  r  e  N  e  c  [  ] 

Ke   I    ..I.SOTI.HMTfreAYTOeYNOHT[  ] 

KT.K  reN.K.KAAeiT5f    [  ] 

5   nOAA  .  IC  INHATtTTAeKTOCx[  ] 

PeTI.HKAeAneP.CTe.KTIKUCMKf  ] 

Ke[.]oYMeeATOicTeKNOic5PeTiK[.  .]a[  

..CXPHMACINOY.U)K....eAYTa)[  ] 

1  .  .  .  .  cocToiCATfrT[.  .]phcintcycth[  ] 

iopoYC.N..Aei<TiK[  ]ni.koino[  ] 

MATOC.Ain..C..O...N..Iie...[.  .....J 

[  ]  N  A  A  [  ]  K    r  H  M         K    [  ] 

[  ]  K  [  ]      H  N  H  A  rfr  [  ] 

[  ]  oy.  .t.  .  A  ra)rHNTi(jo[  ] 


Rest  von  Kol.  9  und  Kol.  10  unbrauchhar. 


9,  9  die  Ergaiiziing  thphcin  ist  inoglich,  thc  CYCTACecoc  unmoglich.    Ob  t  oder 
T  ist  nicht  sicher  zu  erkeniien. 


KOL.  8,  52  —  61  UND  9,  1—14 


41 


UMSCHRIFT 

Kol.  8,  52  —  61 

8,  52  —  61 

*  * 
* 


*  * 
* 


Kol.  9 ,  a  {Kolumnentitel) 

9,  a     [  ]  TITO  T^AOC 

9,  1  THPIUN    THC    CYCTACeUC  .... 

 oic  KAi  OAOic  reNeci  ...  oi- 

KeiWTIKAl"    OTI    AG    H    MSN    HPOC    GAYTO    G'r'NOHTIKH  ,  CTEP- 

KTIKH    AG    H    CYTreNIKH  '    KAAgTtAI  TAP  

5   nOAAOTc  IN,    H    AG    nPOC    TA    GKTOC    XPHMATA  Al- 

PGTiKH.     KAeAnep    OYN    CTGRKTIKIOC   MGN    KATA   TOYTO  01- 
KGIOiMGGA    TOTC    T^KNOIC,    AIPGTIK£)C    AG    TOTc  GK- 
TOC   XPI^MACIN,    OYTCO    KAI    TO    ZOilON    GAYTUI  MGN  

 WC,    ToTc    AG    nPOC    THN    XPHCIN    THN    CYCTHMATIKHN  4>G- 

10   POYCIN    GKAGKTIKCOC    .   .   .   .   Nl  .  KOINOY    ....  ONO- 

MATOC   

 KAI    TAP    H    MGN    GCTI  K  

  THN ■    H    AG  nPOC   

 XrurHiN  

Rest  von  Kol.  9  und  Kol.  10  unbrauchbar. 


42 


lepoKAeoYC  HeiKH  CTOixeiwcic 


ABSCHRIFT 

Kol.  11,  1  —  2  1 

1  —  7  ebenfalls  unbrauchhar.    2  Zeilen  einer  unleserlichen  Uberschrift 
11,  8  .  .  I  V  .  I  [.  ]  0  c  [  ]  e  TT  n  A  .  c  !  0 

..NTt[  ]'^[  ]YT..XONT...TOr 

10  n  A  A  I  [  ]  H  .  C  [  ]  C  .  T  0  Y  [  ]  I  A  0  C 

fKAAa)[  ]*a)CA[  ]t^<j>y 

coch[  ]pice5A0i[  joNYno 

.]h.  .ai[  ]l  K.A.U)NIa[.  .  .  .]0N....nPa)T0NM 

]0YM0n[  ]mZ(i)IONA'^[.  ...jreAACTIKONK 

15I..I0M    0    N    e    .    e    PO.ATOYTOI<l<n[.  ...]C0IK0YM0Y 

crANepconoc.coYxinoAecoc  /^m  e  POceneiTA 

.]AIU)CCYNTie[.]MeeA<t>IAIACeKrTOYCYNeCTIA 

n5ht[  ]c5eNeeATPU)iHeicT0AYT0K 

HN5[  joAGAYMACIUT'^nOAAA'^f 

20r.   ..]T.A..e  BONTGCrrTTMAX^ 

..]hAOYC.n[  ]NeYNOIACK[.  ...] 

Der  Rest  von  Kol.  11  unhrauchbar. 


Kol.  12,  1  —  14 


12,1 


0    I    K   e   I    d)    A    P         [.  . 

.  .  .  0)  f  A  0  I  n  [.  . 

TATG  NHm[.  . 
5T0!CAA0n[.  . 

N    A    N    f    n  [  

KeN(i)CYAH[.  . 

a)ceNTAYeA[. 
AONeTeMe[. 

lOA  I  C  eTI  KT.  [. 
T0IC<J>IA0C04)[. 
AMIAM<t>Yc[. 
ANTI  nPAIlN 
TONA  kapha! 


11,  14  vielleicht:  oy  M0Na)TiK6N  ecweN  zcoon. 


18  vielleicht:  H  eic  to  ayt6 


KOL.  11,  1—21  UND  12,  1  —  14 


43 


UMSCHRIFT 

Kol.  11,  1—21 

1  —  7  ebenfalls  unbrauchhar.    2  Zeilen  einer  unleserlichm  XJberschri/t 


11,  8  nAPAnAHCION 

 OY    TCON    .  .  XONTCON    ...  TO  TAP 

10   nAAl  TOY    THC  nATPIAOC 

TAP    KAAUC  THC  <t>Y- 

cecoc  

 npcoTON  weN 

...    O'Y'  eCMeN    zffllON,    AAAA    CYNAreAACTIKdN  KAI 


15   AeOMGNON    GTePOY  '    AIA    TOYTO    KAI    KATA    nOAGIC    OIKOVmSN  '  OY- 

Aeic  TAP  ANOPCjonoc  be  oYxi  noAecbc  ecTi  wepoc"  eneiTA 

KAI    PAIAICJC    CYNTieeweeA    <t>IA(AC'    GK    TAP    TOY  CYNECTIA- 
eHNAI    H    TOY    CYTKAefCAl    GN    eeATPCOl    H    GIG    TO    AYTO  KATA- 

CTHNAI  TO    AG    GAYMACIUTATON  "    nOAAAKIC  TAP 

20   .   .   .  T  .  A  .   .  G  AABONTGC    TAP    HAPA    THN  MAXHC 

UPAN    AHAOYCIN  N    GYNOIAC    KAI  .... 

Der  Rest  von  Kol.  11  unbrauchhar. 
Kol.  12,  1—14 

12,1  

ofKGlWN  APXHC  

....    TWN  AOinUN  

TA    TOJN    GN  HM  

5   TOTc    A  AON  

NANTUN  nep]  

KGnGc  YAH   

doc  GNTAYOA  

AON  GTGMG   

10  AlC    GTI    KAI  T  

ToTc  <J>IAOC6<t>OIC  

AG    MIA    MGN  <t>YCIC  

ANTinPAIlN  

TON    AKAPH  A   


KATACTHNAi  HOTG  HAoToN.  20  cs  sclicint  hicr  da.s  typische  Fraternisieren  der  Trup- 
peii  mit  dem  Feinde  besprochen  worden  zu  .sein. 


44 


lePOKAeOYC  HGIKH  CTOIXGICOCIC 


ABSCHRIFT 

Kol.  13,  15  —  5  6 

12,15M    H    T    K    A    Y    C    I  [  

eXOYCAKTf[K.[  

ANATeTAMH.[  

MH  KAACOCAr[  

aoyyxonkkat[  

20TOTeTnPAie(ji)[  

T!i<AAMnHA[  

KATeAIPa)IHA[  

CeAACMOCTe[  

AAAO..NO.[  

25  A    .     0  0)  


26 — 37  verloren 


38   K  0) 


40  M    [  ] 

[.  .  .]  T  e  T  e  X      A  [  ] 

...Ta)IN.M0A0[  ] 

ktoyboyahmat[  ] 

HKePrACAM^T[  ] 

45N  re  poy[  1 

M  0    .    .   0   A  [  

HI  £....[  

AYTHTONA...[  


eYPeeHN5A...[  ] 

50  [.]  P  0)  n  0)   K  .  .  T  0  [  ] 

KG  c  K  e  Y  A  [•]  e  N  [  ] 

K    P    0)    M    A    T    .    .    .    [  ] 

H    <t>  A  [  ] 

a)CTeAoc...[  ] 

55TO    ifr    eN6Y.HT[  ] 

T  0  T  e    A  0  C  H  .  [.  .]  N  e  [  ] 


12,  22  uber  a  scheirit  ein  Spiritus  asper  zu  stehen. 


KOL.  12,  15  —  56 


45 


UMSCHRIPT 


Kol.  12,  15 —  5  6 
12,  15  M^NH    THN  KATAAYCIN 


eXOYCA    KAI  nPOCK 


ANATeTAMGNH 


MH  KAACON  tOC  ATAeUN 
AOYYXON    KAI    KAT  .    .  , 


werA- 


20 


TO  Te  TCON  nPAieuN 


Tl    KAI  AAMnHA 


aaa'  oyn 


NO 


25 


A 


26  —  37  verloren 


38  KO)  

MGN  

40  MeN   

.    .    .     Te    T^XNHC     .  . 
...  TO)  YnA    M^N    6  AO 
KAI    TOY  BOYaAmATOC 
H    KATGPrACAMeNH    T  . 

45  N  TePOY  .  . 


AYTH    t6n  a   

GYPeeHNAI    A  AN- 

50  epcbncoN  kai  .  .  to  

KATeCKGYACeN   

KPUMAT   

H*A  

WC    T^AOC   MeTA  TOY- 

55  TO  nPOCeNOYMHTeON   

TO  TeAOc  hmTn  e  

Berliner  Klassilcertexte ,  Heft  4.  6 


46 


lePOKAeOYC  HGIKH  CTOIXeiCOCIC 


ABSCHRIFT 

Kol.  12,  5  7 — 6  3 

12, 57TeAOCK...AT[  

A.NN0IAN.NC[  

OYenei  ah   k[.  ;  

60   K     P    A    T    I     C    T    .    .    .  [  

BAAeiN....[  

THcen  [  

cia)copxHC..[  


KOL.  12,  57—63 


47 


UMSCHRIFT 

Kol.  12,  57—63 

13,  57  TeAOC    K  .  .  .  .  T  

AG    eNNOIAN    .  NC  

OY  eneiAH  kai   

CO  KPATICT  

BAAeTN   . 

THC  en   

ClUC  OPXHC  


6* 


48 


DIE  EXZERPTE  DES  STOBAUS 


DIE  EXZERPTE  DES  STOBAUS 
AXIS  DER  ETHIK  DES  HIEROKLES 

Stobaus  Eel.  I  p.  63,  6W 

MepoKAeoYC  gk  toy  Tina  TPonoN  eeoTc  xPHCxeoN. 
5         ^6ti  npocAiAAHnjeON  kai  tayg' vnep  twn  eecoN,   uc  eiciN  ATpenroi  kai 

APAPOTeC  TOTC  KPIMACIN,  ciCTe  TOY  AOIANTOC  MH AenOTe  {tOy)  AH' APXHC  eiiCTACeAl. 
MIA  TAP  TIC  HN  TCON  APGTCON  KAI  H  AMeTAnTCOCIA  KAI  BEBAIOTHC,  HN  GIKOC  Q-fx 
HKICTA  KAN  eeoTc  gTnAI  HAPeXOYCAN  TO  lAPYMeNON  KAI  GMneAON  TtON  AHAI  AY- 
TOTC    AOIANTUN.       ei    OY    AHAON  ,    COC    O'TAe    TAG  KOAACeiC,    AC    CKPIN^  TICIN  Cni- 

10  eeTNAi  TO  aaimonion,   nieANON  nAPieceAi.    kai   tap  ANAAoricAceAi  paaion,  (i)c 
ei  mctabaaaoycin  oi  eeoi  tac  aytcon  kpiccic  kai  on  erNWCAN  koaacai  hapiacin 

AKOAACTON,  OYTe  KAAOJC  KAI  AIKAIWC  AlOIKoTeN  (an)  TA  KATA  TON  KOCMON, 
OYTC     XnOAOnCMON     eiKOTA    *ePeiN     an    AYNAINTO    MCTANOIAC.       kai    TA  TOIAYTA 

eoiKCN  AYTOcxeAicoc  KAI  mgt'  oyagnoc  AcrciN  H  noiHTiKH  (Hom.  I  499  501) 

15  KAI    OYCIAICI    KAI    e~Y-xa)AHC  ATANHCI 

AOIBH    TC    KNICH    TG    nAPATPCOntOC '  ANGPUnOI 
AlCCOMeNOi,    OTC    KGN    TIC    YnCPBAIH    KAI  AMAPTH 

KAI    TO    (I  497) 

CTPenTOi  AG  Te  kai  eeoi  ayto!, 

20  CYNOAWC    Te    nAN    ct  Tl    TOYTOIC    cTPHTAI  nAPAnAHCIUC. 

Stobaus  Eel.  I  p.  64,  IW 
■"Gn  tav-tw. 

■Aaa'  OY    MHN    O-r'AC    GKeTNO    HAPeTCON,     Ci)C    61     KAI    MH  KAKION    aI'tIOI  TYT- 

XANOYCIN    01    6601,    TUN    TG    TOIOYTCON    GNIA    nPOCAnTOYCI    TICI  KAI  nePIBAAAOYCIN 

6  TOY  add.  Diels,  An' apxhc  ante  aoiantoc  transponit  W(achsmuth).  10  ay 

AoriCAceAi  F,    an   AoncAceAi   P,    corr.  Diels.            12  an   add.  Meineke;  AioiKcoeN 

FP.  14  kat'  OYAeNoc  Usener,  mct'  OYAeNoc  <(A6roY)  Meineke.  23  mhn 
Meineke,  mgn  libri. 


AUS  DER  ETHIK  DES  HIEROKLES 


49 


AIIOYC    CCOMATIKaTc    Xe    eAATTWCeCI     KAI    TaTc    TWN     eKTOC,     OY     KAKOHeeiA  XPtb- 

weNOi  KAieniTHAec  aycxphcthcai  ANepunoN  oiOMeNOi  agTn  ,  aaa'  en  Tponu) 
KOAAcecoc.     KAeAnep    tap   aoimoi   kai    ayxmoi,   en  Ae   enoMBPiAi   kai  ceicMOi 

KAl    HAN    TO    TOIONAe    TA     MCN    nOAAA    riTNeTAI    Al  '  AITIAC    eiePAC    TINAC  <l>YCIKCi)- 

TePAC,   ecTi  a'  ore  kai  Yno  eeiiN ,   eneiAAN  kaipoc  h  ahmocIa   kai   koinh  ta  s 

nOAAUN    AMHAAKHMATA    KOAACeHNAI,    TON    AYTON    TPOnON    KAI    HPOC    feNA  XPCJNTaI 

noTe  eeoi  ciomatikoTc  eAATTibwAci   kai  toTc  eKTOc,  <^ec)  aytoy  mentoi  k6aa- 
ciN,  enicTP0*HN  Ae  kai  npoAipeciN  AMeiNcj  twn  aaacon. 

Stobaus  Eel.  H  p.  181,  8  W 

''lePOKAeoYC  eK  toy  Tina  Tp6noN  eeoTc  xphctcon.  lo 

ITOAY    AG    MOI    AOKeT   CYMBAAAeC6AI  HPOC    TO    KAAUC    XPHCeAl    eeoTc    KAI  TO 

AieiAH<j)eNAi ,  (ic  OYAeNOC  noTe  KAKOY  rfrNeTAi  eeoc  aTtioc,  aaaa  tayta  men 
GK  THC  kakiac  ahanta  monhc,  01  A^  eeoi  TO  e*'  eAYToTc  ArAecoN  Te  eiciN 
aTtioi  KAI  TOJN  eYxPHCTCjjN ,  HMeTc  AC  ecMCN  01  TAG  eYepreciAC  AYTcoN  OY  npoci^- 

MGNOI,  nePIBAAAONTeC  a'  eAYTOYC  KAKoTc  AYeAIPeTOIC.  iHAH  KAIPON  exeiN  MOI  15 
TO    nOIHTIKON    CKeTNO    AOKeT    KATA  TON    TOnON  TOYTON  ,    d)C  AH  01    «BPOTOI«  TOYC 

»eeoYc  AiTiocoNTAi"  (Horn.  Od.  a  32)  uc  ei  aytun  enineMnoweNCON  tun  kakcon, 

01    AG    kai  A'y'TOI 

c*HCiN  ATAceAAiHciN  Ynep  m6pon  aatg'  gxoycin. 
Gnei  Toi   re  coc  o  eeoc  oyaamh   oyaamuc  kakcon   aTtioc  gctin,   gk  hoaaoon  20 
<(an)  noAcgi^  tic,  npoc  ag  to  nAPON  XnoxPHCGiGN  AN  tctoc  6  TTaatuncc  gkgT- 
Noc  Aoroc  (Rep.  I  p.  335D).     oy  tap   ggpmoy  ^hci   to  yyxgin   aaaa  toy 
gnantioy,  oyag  yyxpoy  to  eePMAiNGiN  aaaa  toy  gnantioy'   oytcoc  oyn  oyag 
ATAeonoiOY  TO  KAKonoiGTN ,  aaaa  to'y'nantioy.    kai  mhn  ArAe6c  6  GGOC,  nenAH- 

PCOMGNOC    GYeYC    AH^APXHC     TAi'C     XnACAIC    APGTaTc  ,     UCt'oYK     AN     KAKOnOIHTI-  25 
KOC    6    eeoc   gTh    O-T-AG  TINI  KAKWN  aItIOC,    HANTA   AG  TOYNANTION  nAPGXCON  ATAGA 
ToTc    AABGTn     BOYAOMGNOIC    AHACI,     XAPIZOMCNOC    Ae    CYN    TOTc    ATAGOTc    KAI  TOJN 
MeCCJN,     OCA     KATA    tt>YCIN    HmTn     eCTI     [ta]     HOIHTIkA    TC    TUN     KATA    *YCIN.  GN 
AC    KAI    MONON    aTtION    TUN    KAKUN    <^H    KAkIa).    *  *  * 


1   AIIOYC  libri,  fortasse  aytoyc.  2  aycxphcthcai  Usener,  aycxphctiaic 

libri.  7  cqmatikoic  (je)  Meineke.      ToTc  <(t(Sn)  Meineke.      ec  add.  Usener.  m^n- 

toi  libri,  fortasse  mcn  Toi<(TOY).  13  ahanta  Canter,  ahanta  libri.  21  an  add. 

Heeren.  28  ta  del.  Usener.        Te  Heeren,  re  libri.  29  h  kakia  add. 

Meineke.    laciinam  statuit  Prachter. 


50 


DIE  EXZERPTE  DES  STOBAUS 


TaYTA    XPH    AieiAH*eNAI,    toe    TCON    M^N    ATAeUN    AITIWN    ONTWN    TUN  eeUN, 
Ti»N  KAKCON    THC    KAKIAC.       TINA    OYN    HmTn    TOY    KAKCOC    nAcXGIN    aI'tIA  ;  enCI- 

AH  TWN  M^CUN  eCTI  TINA  HAPA  <t>YCIN  KAI  AYCXPHCTA  H  NH  AlA  nOIHTIKA  TUN 
TOIOYTUN,    AllON    KAI  nCPI    TOYTUN  THN    NYNI  AIAAHYIN    eXGIN.    oToN    NOCOY  AGrO), 

5  nHPdicewc,   oanAtoy,    neNiAC,  aoihc  kai   twn   nAPAnAHCicoN.     hoaaa  toinyn 
ne<j>YKeN  aytun   nePAiNeiN   kai   h  kakia"   kai  ai'  akpacian   kai  AATNeiAN  noA- 

AAl  MCN  riNONTAI  NOCOl  ,  nOAAAl  AE  nHPWCeiC  "  AlA  Te  AAIKIAN  nOAAOl  M^N  exei- 
POKOnHGHCAN  KAI  AAAAC  TOIA^TAC  ANeAGiANTO  A(lI)BAC,  nOAAOl  AG  KAI  OAUC  AUG- 
BANON.  eMnOAIZeTAI  AG  HYKNA  KAI  H  <t>IAANeP(i)nOC  lATPIKH  HPOC  THN  GAY- 
10  THC  nPOeCCIN  YHO  THC  KAKIAC  AHPAKTA  TAP  riNGTAI  TA  BOHeAwATA  THC  T6XNHC 
Al'  XnGieGIAN  KAI  AKPACIAN  KAI  ♦YrOnONIAN  TCON  NOCOYNTCON.  KAI  MHN  nOAAOYC 
MGN    AHGIPrACATO    nTtOXOYC    KAI    An6P0YC    ACCOTIA    KAI    nOAYT^AGIA  ,    HOAAOYC  AG 

aa6ioyc  aicxpokgpagia  kai  MiKPonp^nciA.     mgtA  re  mhn  thn  kakian  agytgpa 

tGn  TOIOYTUN  nPOOACIC  H  yah.      TA  MGN  tap  MGTGOOPA    kai  YnGP  HMAC,    WC  AN  GK 

15  THC    GIAIKPINGCtAtHC    OYcIaC    rcrONOTA,    Al'  OMAAOY    nOPGYGTAI  ,  HANTOON    GN  AY- 

TOTC  KATA  TOYC  THC  <t>YCeCjOC  AOTOYC  nGPAINOMGNWN  ,  TA  a'  GniTGIA  KAGAhGP 
YnOCTAeWHN    kai    IAYN    GXONTA    THN    OACON    THN    OYCIAN    »  *  *  * 

Stobaus  Anthol.  Ill  p.  730,  17  Hense 

MgPOKAGOYC    GK    TOY    TTclIC    HATPIAI  XPHCTGON. 

20  Mgta  ton  nepi  ggcon  aoton  e-r-AoruTATON  gctin  Ynoe^ceAi  nuc  hatpIai 

XPHCrdON.  GCTI  TAP  COCANGI  AG^TGp6c  TIC  eCOC  AYTH  <h)  NH  AlA  HPCiOTOC  KAI 
MGIZCON  rONGYC  HAP '  0  A^l  KAI  0  TOYNOMA  TU  npAfMATI  GGMGNOC  OYK  ANGN- 
TPGXGC  eeeTO,  nAPACXHMATlCAC  MGN  jQ)  HATPI  ,  SHAYKCiC  a'  GIGNGrKUN  ,  Yn'oToN 
mTpMA  TYTXANOI  THC  TG  TOY  HATPOC  KAI  THC  MHTPUAC  {aIIAC).  KAI  AH  OYTOC 
25  M^N  b  AOrOC  YnATOPGYGI  HATPIAA  TIMAN  GniCHC  ToTc  AYCI  TONGYCI  THN  mIaN, 
COCTG  GATGPOY  MGN  TCON  TGINAMGNCON  OnOTGPOYOYN  KAI  AH  nPOKPlNGIN  THN 
HATpIaA,  nPOTIMAN  a'  AYTHC  MHa'  AMA  TOYC  AYO ,  Al'  tcHC  AG  MofPAC  AfGIN. 
AAa'  GTGPOC    ay    AOrOC    GCTIN,    be    HAPAKAAgT    kai    nPOTIMAN    AYTHN    TCON  TONGCON 


2  enei  ag  libri,  corr.  Wachsmuth.  9  np6c  libri,  hapa  Usener.  17  iayn 
Meineke,  yahn  FP.  Cf.  Plat,  de  fac.  lun.  25,  28  (Priichter).  tAn  oaun  thn  F,  tun 
OACON  THN  OYCIAN  Wachsmuth  recte,  sed  tcon  b'ACON  cum  antecedentibus  coniungenduin 
est.      lacunain  in  fine  eclogae  statuit  Meineke.         21  ft  add.  Wachsmuth.         24  tyf- 

XANH  A,    TYrXANOI  SM.  THC    TC   -  -   MHTPCpAC  SM,    TOY   Te   HATPOC    KAI  TfiC  MHTP6c 

A.  AsiAC  addidi.  26  SATepoY  Gesner,  SATePOYC  SMA.  reiNAMescoN  Bentley, 
riNOMeNcoN  SMA.        aci  pro  ah  Ai' 


AUS  DER  ETHIK  DES  HIEROKLES 


51 


AMA    ToTn     AYeTn  ,     KAI     OYTOI    MONON    TOYTCON  ,    AAAA    KAI     TYNAIKOC    CYN  AYTOTc 
KAI    TeKNCJN    KAI    ^lACON    KaI    XnAIAnAWC    MeTA    eeOYC    TUN    AAAUN  XnANTOON. 

Stobaus  Anthol.  Ill  p.  731 ,  16  Hense 
■"Gn  tav-tco. 

'^Xlcnep  OYN  anohtoc  men  6  tGn  neNxe  aaktyacon  ton  gna  npoKpfNCJN,  s 
eYAoncToc  Ae   o  toyc  hcntg  toy  eNOC"   6  mgn   tap  ATiwAzei  kai  ton  npo- 
KeKPiM^NON ,   6  a'  eN  ToTc  neNTe  kai  ton  ena  nepiccjjzer   toyton  a'  ay  ton 

TPOnON    KAI    6    M^N    GAYTON    THC    HATPIAOC    HAeON    CCpZeiN    BOYAOMeNOC    HPOC  TU) 
APAN    AeeMITA    KAI    AAAtOC    ANOHTOC    IMeiPOJN  AAYNATCON  ,    6    Ae    GAYTOY  nPOTIMUN 
THN    nATPIAA    eeO*IAHC    Te    KAI    ToTc    AOnCMoTc    APAPUC.       etPHTAI    a'  OMUC,    U)C  10 
KAN    ei    MH    CYNAPIGMOTtO    TIC    Ttp    CYCTI^MATI  .     KAt'iAIAN    a'  eiCTAZOITO  ,  KAGH- 
KeiN    THC    GAYTOY    CWTHPIAC  THN  TOY  CYCTHMATOC  nPOKPINGIN,    OTI    THN    (jjC  nOAI- 
TOY    CUTHPIAN    ANYHAPKTON     Ane^AINCN    H    THC    nOACCOC    XnUACIA,     KAQAHCP  KAI 
ThIN     [u)c]    AAKTYAOY,     (ic    MCPOYC    XeiP6c,     H    THC    XCIPOC    ANAIPCCIC.        KAI  AH 
KATA    TOYTOJN     HmTn     CYrKCKeOAAAIcbCGCO  ,     AlOTI     XPH     TO     KOINH     CYMDCPON    TOY  13 
lAIA    MH     XCOPfzeiN,    AAa'  CN    HTcTcGAI    kai    TAYTON  ■     TO    TC    TAP    TH     HATPIAI  CYM- 
<t>ePON    KOINON    eCTI    KAI    TUN    KATA    MCPOC    CKACTu)    (t6    TAP    OAON    AIXA    TCON  MC- 
PUN    eCTIN    OYAEn)     to    TC    TCO    nOAITH    CYMOePON    nPOCHKCI     KAI    TH    nOACI,  eAN 
re    CjOC    nOAITH     CYM^CPON    AAMBANHTAI.       kai    tap    (to)    TU    XOPGYTH    (ic  XOPCY- 
TH    AYCITCA^C    kai    iQ>    OAU    XOPU    KePAAAeON    AN    em.       TOYTON    OYN    TON    AOTON  20 
eNGGMCNOI    nANTA    TaTc    AIANOIAIC    nOAY    ^cic    CiOMGN  GN  TOTc  KATA    MGPOC,  UCTe 
GN    MHAGNl    HAPAAIHcTn    KAIPU)    TO    nPOC    THN    HATPIAA  KAQHKON. 

Stobaus  Anthol.  Ill  p.  733 ,  7  Hense 
""En  taytw. 

Ci.H    OYNGKA    <t>HMI     AGTn     AnOIKONOMcTceAl     HAN     KAI     HAGOC     KAI     NOCHMA  25 
THC    GAYTOY    YYXHC    TON  HATPIAI  XPHCOMGNON    KAACOC.      AGT   AG    KAI  TOYC  NOMOYC 
THC    nATPIAOC     KABAnCP    TINAC    BGOYC    AGYTGPOYC    CYNTHPgTn    AYTON    TG  BIOYNTA 
KATA    THN   TOYTCON    Y<t>HrHCIN,    KAN    Gl    nAPABAINGIN    TIC    AYTOYC    H   NGOXMOYN  GHI- 


1  AMA  Bnixellensis ,  aaaa  SMA.        toTn  aycTn  Briix.,  tun  aygTn  S,  tun  ayoTn 

MA.  6  eYA6riCToc  SM,  AAOriCToc  A'.         7  nPOKeKPiweNON  Biicheler,  npoKci'«eNON 

SMA.  6  a'  SA,  oya'  M.           8  tco  S^  to  S'MA.           10  omcoc  libri,  oytcoc 

Hense.  11   CYNAPieMoTT6   tic  Biicheler,  CYNAPiewuH   tic  SA,    cynapismcoh  ti 

M.  14  mgpoc  a.           15  KOINH  Halui,  koinon  h  SMA.           16  iaia  mh  A^  mh 

iaIa  SMA.  19  TO  add.  Hense.            25   Sn  oyn   cncka  A.  AnoKoweTceAi 

A.  27  Te  BIOYNTA  Badliam .  TCAeiOYNTA  SMA.          2S  toytoySMA,  corr.  Gesner. 


52 


DIE  EXZERPTE  DES  STOBAUS 


XeiPOIH,    CnOYAH    HACH    KUA^ONTA    KAI    HANTA   TPOnON    eNANTIOYMeNON.      OV'  TAP 

ATAeoN   eniTi^AevMA  noAei  ai' atimiac  AroMeNoi  nomoi   kai  ta  nga  hpokpino- 

MeNA   TCON    nAAAICON.       OeEN    KAI    TWN    YH^ICMATUN    KAI    THC    HAPAeePMOY  TAYTHC 

KAiNOYPriAC  eiPKTeoN  TOYc  AYGAAecTepoN  eni  to9t'i6ntac.    XnoAexoMAi  a'oyn 
6  eroore  kai  ton  twn  Aokpun  NOMoeejHN  Zaagykon,  be  eNOMoeeTHce  ton  kai- 

NON  eiCOICONTA  NOMON  BPOXOY  nePIKGIWeNOY  TW  TPAXHAW  TOYTO  nOieTN  ,  U)C 
AKAPHC  otxOlTO  nNireiC,  ei  MH)  MAAA  COOAPA  AYCITeAUC  TU  KOINCi  nAPAAIATATTOITO 
THN  eaE  APXHC  THC  nOAITeiAC  KATACTACIN.  OYAEN  a'  HTTON  TUN  NOMCON  KAI 
TA    eOH    <t>YAAKT^ON    TA     TG    ONTUC    HATPIA    KAI    TAXA    HOY    nPGCBYTePA     KAI  TUN 

10  NdwuN   AYTUN  ■    enci    TA  re  xeizA  tayta    kai    npuizA,   ta   nyn  eic  ahacan 

eiCHTM^NA    nOAIN    OYTe    HATPIA    HTHTeON    KAI    TAX '  OYAG    eOH    TO   C'f'NOAON.  eTtA 

TO  M^N  eeoc  ArpA<t>6c  tic  cTnai  boyactai  nomoc,   kaaon  enirerpAMMCNOc  no- 

MOeCTHN     THN    TUN     XPUMCNUN    AHANTUN    G-T-APeCTHCIN ,    tcUC    AC    HOY    KAI  ToTc 

<t>Ycei  AiKAioic  errYC  baaaun. 

15  Stobaus  Florileg.  Ill  p.  7,  13  Meineke 

21  ''lepoKA^OYC  eK  toy  nepi  tamoy. 

"ANArKAIOTATbc    6CTIN    6    nePI     TOY     TAMOY    AOTOC.       AHAN    MGN     TAP  HMUN 
TO    r^NOC    e^Y    nPOC   KOINUNIAN,    nPU)TH    A6    kai  CTOIXeiUACCTATH  TUN  KOINUNIUN 
H    KATA    TON     TAMON.       OYTe    TAP    n6AeiC    AN    HCAN    MH    ONTUN    otKUN  ,    oTkOC  TG 
20   HMITeAHC    MGN    TU    ONTI    6    TOY  AfAmOY,    T^AGiOC  A^    KAI    HAI^PHC    0  TO?  rePAMH- 

k6toc. 

22  'Gn  TA^Tffl. 

Oyko9n  exoMeN  eN  toTc  nepi  oTkun  XnoAeAeirweNON ,  uc  tu  co^u  npo- 

HTO^MeNOC    MeN    eCTIN    6    MGTA    TAMOY    BIOC,     6    a'  ANGY    TYNAIKOC    KATA  nePI- 
25   CTACIN  ■    UCt'  eneiAH    XPH    MGN    GN    oTc  re  AYNAMGGA  MIMcTceAl  TON  GXONTA  NOYN, 
TOYTU    AG    nPOHrOYMGNON    GCTI    TO    rAMcTN  ,    AHAON    OTI    KAI    HmTn    AN    gTh  KAOH- 

KON,  et  re  mh  tic  em  nepiCTACic  e«noA(i)N.  kai  ah  toyto  mcn  hputon' 
eoiKe  Ae  kai  npo  toy  co<t>OY  hapakaagTn   hmac  h  kai   ayton  ton  co<t>6N  Gni 

TON  rAwON  GIOTPYNOYCA  <J>YC1C,  H  TIC  OY  CYNArGAACTIKOYC  HMAC  AHGIPrACATO 
30   MONON,    AAaA    KAI    CYN AYACTIKO^C ,    MGTA    TOY    GN    TG    KAI    KOINON    GPrON  YnOOG?- 

1  enixeiPoiH  Bentley,  ^nixeipc&H  A,  enixeiPcoN  S,  eneixeiPcoN  M.  2  npoKPinb- 

MCNA  Bentley,  AnoKPiN6MeNA  SMA.  4  eiPKTeos  Gesner,  eiKTeoN  SMA.       a'  oyn 

SM,  roYN  A.  5  KOINON  SMA',  corr.  Gesner.  8  tun  NbwcoN  kai  SM,  kai  tcon 
n6mo)n  a.  10  enei  Meineke,  ei  SMA  ta  re  Meineke,  ta  Te  SMA.  npoizA  M. 
Horn.  II.  B  303  (Prachter).  19    oytg  vulgo,  scribendum  OYAe  et  inox:  oTkoc 

Ae.         20  KAi  ante  hahphc  cm.  A.  Vind.,  unde  hahphc  addubitat  Meineke. 


AUS  DER  ETHIK  DES  HIEROKLES 


53 


NAi  tG  cynayacmu'   Aero)   Ae  thn  haiawn   reNeciN  kai  bIoy  AieiArwrHN  gy- 

CTAeOYC.  AIKaIa  AG  AlAACKAAOC  H  <t>YCIC,  OTI  TH  nAp'  AYTHC  KATACKeYH  CYM- 
<J>a)NON    THN    GKAOrHN     XPH     TINeceAl    TCON     KAGHKONTCON.       ZH    rOYN    eKACTON  TtON 

ztocoN  enoMGNcac  th  gaytoy  *ycikh  katackgyh,   kai  nh  Aia  to   *yt6n  ahan 

COCAYTtOC    KATA    TO    eni    AYTWN    AGrOMeNON    ZHN,    HAHN    OYK    eKAOriCMU    KAI    APie-  5 
MHCei    TINI    XPCOMGNA    KAI    TaTc    AnO    TUN    BACANIZOMeNCON  GKAOrATc,    AAAA    TA  MGN 
<t>YTA    TH    *YCei    YIAH    (yYXHC    TAP    GCTIN    AMGTOXAj,    TA    AG    ZCOIA    <t>ANTACIAIC  TG 

cncucAic  Gni  ta  oikgTa  kai  gigaaynoycaic  npoeYMiAic.     hmTn  ag  h  *ycic  gacokg 

TON    AOrON    TA    TG    AAAA    hAnTA    KAI    CYN    HACI  ,    MAAAON    AG    nPO  HANTCON  AYTHN 
KATOYOMGNON    THN    <t>YCIN  ,    OnCOC    U)C    HPOC    TINA    CKOnON  GY<t>GrrH  TG  KAI  APAPOTA  10 
TGTAMGNOC    TAYTHN  ,    GKAGTOMGNOC    TG    TO    CYM*(jONON  AYTH    HAN    KAOHKONTUC  Bl- 
OYNTAC    HMAC  XnGPrAzOITO. 

Stobaus  Florileg.  Ill  p.  8,  19  Meineke 
■"Gn  taytu. 

"^oegn  kai  oyk  an  amaptoi  tic  atgah  *hcac  oikian  thn  angy  tamoy,  tu  15 

MHTG  TO  APXON  ANGY  TOY  APXOMGNOY  AYNACGAI  NOHOHNAI  MHt'  a'nGY  TOY  AP- 
XONTOC  TO  APXOMGNON  '  OYTOC  TAP  6  AOrOC  GY  MAAA  MOI  AOKgT  AYCtOHGTN  TOYC 
HAAOTPICOMGNOYC    nPOC  TAMON. 

"'Gn  TAYTU. 

0HMI    T0!nYN    kai    CYM<I>0P0N    gTnAI    ton    TAMON    nPUTON    MGN    OTI    SgToN    tOC  20 
AAHGCOC    *GPGI    KAPnON    THN    HAIAOON    TGNGCIN,    oT  nAPACTATAI  MGN  HmTn  oToN  CYM- 
<l>Y6Tc    6TI    KAI    AYTOTC    GPPUMGNOIC    GN    XnACAIC    TITNONTAI     nPAiGCIN  ,     ATAeOI  AG 
GniKOYPOl     KAMNOYCIN    Y<t>'  HAIKIAC     KAI     THPA    niGZOMGNOIC,    OIKGToI     MGN     GN  GY- 
nPAriAIC    6Y*P0CYNHC    KOINCONOI,     CYMnAGGTc    AG    GN    ToTc    GNANTIOIC    KAIPoTc  AIA- 
AOXOI    TCJN    ANIAPUN.       GHGITA    KAI     HPOC     TGNGCIN     TGKNCON     AYCITGAHC     H     MGTA  25 
TYNAIKOC    CYMBIWCIC.      nPUTON    MGN    TAP  AHOTGTPYMGNOYC    TOTc  GYPAIOIC  KAMATOIC 
YnOAGXGTAI    GGPAnCYTIKCOC    ANAAAMBANOYCA    KAI  MGt"  GHIMGAGIAC  ANAKTUMGNH  HA- 
CHC"    GHGITA    TUN     ONTCON    AYCXGPtON     GN    TH    AIANOIA    AHBHN    GNTIGHCI.       TA  TAP 
CKYGPUnA    TOY    BIOY    nCPI     MGN    THN    ATOpAn    H    TO    TYMnAcION    H    TO    XUPION  H 
KAGOAOY    nAcHC    MGPIMNHC   ACXOAIAC    KAI    nGPI   TOYC    <t>IAOYC   TG  KAI    CYNHGGIC  AIA-  30 
TPIBOYCIN     HmTn    OYK    GCTI    HPOXGIPA    ToTc    ANATKAIOIC    GHinPOCGO  YMGN  A  nGPICHA- 


2  iocTC  pro  OTI  coni.  Nauck.          5  APiewHcei]  ANAKPicei  coni.  Bentley.  6  Ano 

Needham,  Yno  vulgo.          7  <j>yta  post  oYcei  lihi  i,  traiispos.  Needliaiti.  "2.')  npoc 

renecei  Bentley,  npo  reNeceuc  Gaisl'ord,  xwpic  reNeceuc  llalni.  3<.)  nAcnc  wepiMNHC 
acxoaIac  corrupta,  nAcAC  MepiMNAC  acxoaovci  Diels. 


54 


DIE  EXZERPTE  DES  STOBAUS 


CMoTc"  ANeeeTci  a' gk  toytcjn  etc  Te  thn  oikian  enANeAeoYCi  kai  oTon  gycxo- 

AOIC  THN  YYXHN  reNOMGNOIC  ewneAAZei  KAIPW  XPUMeNA  TOYTO)  TOY  ANIAN  HMAC, 
OTAN  re  ePHMOC  GYNOIAC  kai  MONI^PHC  0  BIOC  H.  TYNH  AG  HAPOYCA  MGrAAH 
riNGTAI  KAI  nPOC  TAYTA  nAPHTOPIA,  nYNeANOMGNH  Tl  nePI  TUN  CKTOC  H  nePI 
5  TciON  GNAON  ANA*ePOYCA  KAI  CYN AlACKenTOMCNH  KAI  TINA  AIAXYCIN  KAI  AnAACTOY 
nPOeYMIAC  eY*POCYNHN  nAPGXOYCA.  KAI  MHN  oYa  MGN  eCTlN  CN  GOPTaTc  CYN- 
GniMGAHGHNAI  eYCICilN  KAI  lePOYPnUN  ,  oYa  a'gN  ANAPOC  A-nOAHMIAIC  GYCTAGH 
AIATHPHCAI  KAI  MH  nANTAnACIN  AnPOCTATHTON  TON  oTkON  ,  oYa  AG  KHAGMOJN  01- 
KGTCON  ,    oYa    AG    GN     NOCOIC    [oYa    Ah]     nAPACTATIC,    MAKPOC    AN    TGNOie'  6  AOTOC 

10  hant'  eneiicoN  ta  kata  mgpoc.  apkcT  tap  KG<t>AAAiON  GineTN,  uc  agT  mgn  ahacin 
ANepwnoic  npdc  mgtpian  toy  bioy  AiGSArcorHN  ayoTn,   CYrrGNiKHC  ghikoypiac 

kai  CYMHAeOYC  GY'NOIAC  '  OYTG  AG  CYMnAeGCTGPON  Tl  TYNAIKOC  GYPOIMGN  AN 
OYTG  TGKNCON  CYTrGNGCTGPON.  HAPeXGI  a'  GKATGPON  6  TAMOC.  ntOC  OYN  OYXI 
AYCITGAGCTATON    HmTn  ;    AAa'  GrOOTG    KAI     KAAON     HTOYMAI    TON    MGTA    TAMOY  BION. 

15  T!C  TAP  GTGPOC  TOIOYTOC  TGNOIt'aN  OIKiAC  KOCMOC  oToC  GCTIN  6  KATA  THN 
ANAPOC  KAI  TYNAIKOC  KOINCONIAN;  OY  MGN  AH  nOAYTGAcTc  oTkOI  KAI  OPeOCTPUTOI 
TOTXOI  KAI  nCPICTOA  ToTc  YnO  THC  AnGIPATAeiAC  oaymazomgnoic  Aieoic  AIAKGKOCMH- 
MGNA  OYAG  ZUTPA^IA  KAI  YAAICTOI  MYPPINUNGC  OYa'  AAAO  Tl  TCON  GKnAHTTON- 
TUN    TOYC    HAieiOYC    KAAAOC    GCTIN    OIKIAC,     AAAA    ZGYTOC    ANAPOC    KAI  TYNAIKOC, 

20  CYrKAeCIMAPMGNUN  AAAHAOIC  KAI  KAGIGPtOMGNUN  GGoTc  rAMHAIOIC  rGNGGAIOIC  G<t>GCTf- 
OIC,  CYM0a)NOYNT(jON  MGN  AAAHAOIC  KAI  HANTA  KOINA  nenOIHMGNCON  M6XPI  KAI 
TWN  CUMATtON,  MAAAON  AG  KAI  AYTCON  TCON  YYXUN,  KAI  UGPI  nPOCTACIAN  MGN 
GXONTUN  THN  GniBAAAOYCAN  TOY  oYkOY  KAI  TCON  OGPAnONTCON  ,  ANATPO<t>HN  AG 
KAI  KHAGMONIAN  TUN   TGKNCON,    GniMGAGIAN  AG  OYTG  CYNTONON  OYTG  MhIN  PAOYMON, 

25  AAa'  GMMGAH  kai  KAGH PMO CMGN H N  TCON  nPOC  TO  ZHN  ANATKAICON.  Tl  TAP  AN  TGNOITO 
"KPGTcCON  KAI  APGION"  KATA  TON  GAYMACICOTATON '^OmHPON  (0(1.  Z  182  Sq.)  »H  OG  ' 
bMO<t>PONGONTG  NOHMACIN  OIKl"  GXHTON  ANHP  HAG  rYNH;«  AlO  KAI  nOAAAKIC  GGAY- 
MACA  TOYC  U)C  BAPYN  HTOYMGNOYC  TON  MGTA  TYNAIKOC  BION.  OY  TAP  AH  TYNH 
MA    AlA    BAPOC    H    *OPTiON    GCTI,    KAGAHGP    OtTOI    AOKOYCIN  "    AAa'hAG    MGN  KAK 

30  TUN  GNANTIUN  KOYfON  Tl  KAI  PACTA  <J>GPGCGAI  AYNAMGNON  ,  MAAAON  AG  KAI  TUN 
ONTUC  GHAXGUN  KAI  BAP6UN  K0Y*ICTIk6n.  OYAGN  TAP  OYTU  *0PTIk6n  GCTI  TUN 
ONTUN,  UCTG  MH  PACTON  gTnAI  CYM<)>P0N0YCI  TG  ANAPI  KAI  TYNAIKI  KAI  KOINH 
<t>6P6IN  AYTO  BOYAOMGNOIC.  BAPY  AG  GCTIN  UC  AAHGUC  A<t>POCYNH  KAI  AYCOI- 
CTON    TOTc    AYTHN    KGKTHM6N0IC,    Y«'  HC   AH    KAI    TA    *YCGI    KOY0A    TINGTAI  BAP6A, 


3  BIOC  H.   TYNH  Diels,  BIOC.   H  TYNH  vulgo.         9  oYa  AH  sccl.  Bentlcy. 
eocTPOJTOi  coni.  Diels.         28  tap  ah  Diels,  tap  h  vulgo. 


16  Al- 


AUS  DER  ETHIK  DES  HIEROKLES 


55 


TA  TG  AAAA  KAI  TYNH.  TU  ONTI  TAP  KAI  CYXNoTc  [rAp]  AH  TICIN  A*6pHT0C  erCNeTO 
6  TAMOC  ,  AAa'  OYXl  HAP  '  EAYTOY  OYAG  TO)  t>YCa  TOIANAG  THN  META  TYNAIKOC 
eTNAI    KOINUNIAN  ■    AAa'  OTAN    TAMCOMeN    AC    MIH    AGT,    MeXA    TOY    KAI    AYTOI  HANTA- 

nACiN  AneiPOBiuc  AiAKeTceAi  kai  AnAPACKGYcoc  exeiN  npoc  to  XrAreTN  wc  xph 

THN  eAEYG^PAN  AreCGAI,  TO  THNIKAYTA  CYMBAINGI  XAAenHN  KAI  A<J)6PHT0N  tInG-  5 
CGAI    THN    KOINCOnIaN.      AMGAei    KAI    TAYTH    XCOPeT   ToTc    nOAAoTc  6  TAMOC.      OY  TAP 

eni  nAiACON  reNecei  kai  b!oy  koinconia  atontai  tynaTkac,  aaa'  oT  men  aia  npoi- 

KOC  OTKON,  oT  Ae  Al'  eiOXHN  MOP<t>HC,  oT  AG  Al '  AAAAC  TINAC  TOIOYTOTPOnO YC 
AITIAC,  aTc  XPUMGNOI  KAKOTc  CYMBOYAOIC,  OYAGN  nGPI  THC  AlAGGCeCOC  KAI  TOY 
HeOYC  THC  NYM^HC  nOAYnPATMONHCANTGC ,  OAGOPON  AYTUN  SYOYCI  TON  TAMON,  10 
KAI  e^PAIC  KAT6CTGMMGNAIC  TYPANNON  ANTI  TYNAIKOC  enGICATOYCIN  GAYToTc,  KAI 
TAYTA  MHAG  G*'  OnOCONOYN  ANTAPKGCAI  AYNAMGNOI  KAI  THN  nGPI  TUN  nPUTGlUN 
AMIAAAN  ArajNICACGAI.  *ANGp6n  OYN  (s)C  OY  Al'  AYTON  ,  AAAA  AIA  TAYTA  HOAAoTc 
BAPYC  KAI  A4>6pHT0C  0  TAMOC  riNGTAI.  XPH  a'  OYT'  ANAITIA,  <t>Hc!N  (Hom.  Od.  Y  135), 
AITIACGAI  OYt'  GTKAHMA  nPATMATCON  nOIGTCGAI  THN  AYTWN  ACGGNGIAN  KAI  nGPI  THN  15 
XPHCIN  A-Y-TCON  <(ArNOIAN)'  Gne!  TO!  KAI  AAOnCTON  AAAUC  nANTAXOGGN  MGN  A<t>OP- 
MAC  ZHTGTn  ■t>IAIUN  KAI  TINAC  nPOCnOIGTcGAI  *1A0YC  KAI  GTAIPOYC  oToN  CYMMAXOYC 
eCOM^NOYC  nPOC  TA  toy  bIoY  AYCXGPH,  THN  AG  KAI  nAPA  THC  <t)YCGOOC  KAI  nAPA 
iQlN  NOMWN  KAI  HAPA  TWN  GGUN  AIAOMGNHN  ANAPACIN  CYMMAXIAN  TG  KAI  BOH- 
eeiAN  ,    TOYTGCTI    THN    GK   rYNAIK6c  KAI  TGKNWN  ,    MH  ZHTgTn  TG  KAI  nPOCnOIGTcGAI.  20 

Stobaus  Florileg.  75,  14  (III  p.  72,  4  Mein.) 

"'Gn  AG  TU  nGPI  TOY  TAMOY  KAI  THC  nAIAOnOMAC  TOnU  GGTGOC  GCTI  KAI 
6  <^nGPl)  THC  nOAYTGKNlAC  AOrOC.  KATA  (t>YCIN  TAP  nCOC  KAI  AKOAOYGON  TU 
rAMti)  TO  nANTA  H  TA  TG  nAcTcTA  TUN  TGNNCOMGNCON  ANATPG*GIN'  AAa'  GOIKACIN 
01  nAGIOYC  XnCIGcTN  TH  nAPAINGCGI  Al'  AITIAN  OY  MAAA  nPGnUAH.  AIA  TAP  25 
OlAOnAOYTIAN  KAI  TO  nAMMGTA  KAKON  HrGTCGAI  THN  nGNIAN  TOYTO  nAcXOYCI. 
nPWTON  MGN  AH  AOTICTGON  ,  (i)C  OYX  GAYToTc  MONON  nAPACTATAC  KAI  THPOBO- 
CKOYC  KAI  nAcHC  TYXHC  TG  KAI  nGPICTAcGCOC  KOINWNOYC  TGNNCOMGN,  OYa'  YnGP 
GAYTCON  MONON,  AAAA  KAI  YnGP  TUN  rONGCON  HMUN  KATA  nOAAA  TG.  KAI  rAp 
GV-XAPICTIAN  6XGI  nPOC  AYTOYC  H  nAIAOnOl'lA  T(0  ,  KAN  gT  TI  nAQOIAAGN  HMgTc  30 
nPOTGPON,     KATAAGinGIN     6KGIN0IC    ANg'  HMtON    AYTOYC     rHPOBOCKOYC     KAAON  AG 

nAnnoc  Yno  c^gtgpun  eKroNCON  xGiPAruroYMGNOc  tg  kai  thc  aaahc  GniMGAGiAC 

1  TAP  ante  ah  del.  Meineke.  2  eAYTOY  Halm,  caytco  lihri.  7  reNeciN 

KAI  -  KOINCONIAN  vulgo,  coiT.  Meineke.  16  Atnoian  siippl.  I'riicliter,  AneiPiAN  Mei- 

neke 19  ANAPACIN  coni.  Meineke,  ANeciN  libri.  29  altennn  verbuiu  (e.  gr. 

nepi  nAiAonoiAN  cnoYAAZOMeN)  post  kata  hoaaa  re  excidisse  suspicatur  Pi'acliter. 


56 


DIE  EXZERPTE  DES  STOBAUS 


AiiOYMeNOC  were  npuTON  mgn  gyxapicta  npAxTOiMeN  an  eic  roNeAC  toyc 
eAYTUN,  nAiAUN  eniMeAOYMGNOi  reNececoc.  eTta  kai  taTc  gyxaTc  le  kai  cnoY- 
aaTc  tcon  hmac  reiNAMeNcoN  CYNeprHCOMGN '  GYeY  TAP  ore  npcoTON  nepi  thn 
HwexePAN  eTxoN  reNecm,  aianoia  xpcomgnoi  toy  xycin  aytwn  eic  nAeTcTON  aabeTn 

5  THN  AIAAOXHN  KAI  HaTaAC  GK  nAIAGON  YnOAineceAl,  KAI  TAMOY  nPOYNOHCAN  KAI 
THC  HMeTePAC  CnOPAC  KAI  ANATPO*HC.  OeSN  rAMOYNTCC  MGN  KAI  nAIAOnOIOY- 
MGNOI  nPATTOIMeN  AN  oToN  MCPH  THC  eKGINUN  GYXHC  '  TA  a'  GNANTIA  *P0NH- 
CANTeC  erKOHTOIMeN  AN  AYTCJN  TH  nPOAIPGCei.  KAI  MHN  KINAYNGYGI  MAC  6 
eeAONTHC    KAI    nePICTACeCOC    ANGY    TAMON     eKKAINCON     KAI    nAIAOnOHAN  nAPANOIAC 

10  KPINeiN  TOYC  CAYTO?  rONSAC,  COC  OY  CYN  OPGOTc  AOTICMoTc  nCPI  TAMOY  ncnPA- 
TMATCYMeNOYC.  CNOA  AH  KAI  THN  ANOMOAOriAN  <t>COPACeieN  AN  TIC  eYneTUC. 
nWC  TAP  OY  MAXHC  nAHPCC  CYAPCCTcTn  MCN  tG>  ZHN  kai  MGNCIN  eN  AYTW  ,  d)C 
KASHKONTUC  CIC  TON  BION  YHO  TCON  CnCIPANTCON  nAPHTMCNON,  TO  a'  AYTON  eTC- 
POYC    rCNNHCAl  TtON  AAOKIMCON  YnOAAMBANCIN  ;    AAAA    TAP  nPWTON    MGN  ,    UC  e*HN, 

15   eNTeeYMHCGAI    XPH,    AlOTI  TeNNCOMCN  OYX   CAYToTc  MONON,    AAAA    KAI    ToTc  Al'OYC 

reroNAMCN  aytoi'  eneiTA  kai  yhcp  ♦Iacon  Te  kai  CYrrcNUN.    kcxapicmcnon  tap 

KAI  TOYTOIC  eCTI  HaTaAC  ei  HMCON  IACTn  ,  AIA  TC  THN  CYNOIAN  KAI  OIKCIOTHTA 
KAI  AH  KAI  AIA  THN  ACtAACIAN.  AIOPMIZCTAI  TAP  YHO  TOY  TOIOYTOY  TOTc  nPOC- 
I^KOYCIN    0    BIOC  ANA  AOrON  TaTc  eni  nOAAUN  ATKYPCON  CAACYOYCAIC  NAYCIN.  OeGN 

20  KATA  TON  *IAOCYrreNH  KAI  ^IACTaTpON  CCTIN  H  nCPI  TAMON  KAI  TGKNA  CnOYAH. 
nAPAKAAcT  a'  CY  MAAA  KAI  H  HATPIC  eni  TAYTON.  KAI  CXCAON  OYa'  CAYTOTc 
OYTUC  COC  TH  nATPIAI  (fYTe^OMCN  HaTaAC,  THC  MCG '  HMAC  nPONOGYMCNOI  TAICCOC 
KAI  T&  KOINU  HAPeXONTCC  TOYC  Al  A  AeiOMENO  YC  HMAC.  OGCN  6  MCN  ICPCYC 
tcTCO    TH    nOACI  TH    GAYTOY    ICPCAC    60eiACON  ,    0  a'  APXCON    APXONTAC,    6  AC  AHMH- 

25  rOPOC  AHMHrOPOYC,  KAI  COC  AHACOC  CincTN  6  nOAITHC  nOAITAC.  KAGAneP  OYN 
XOPW  MCN  eCTI  KCXAPICMCNH  H  TCON  XOPCYTCON  AIAMONH,  CTPATCYMATI  AC  H  TCON 
CTPATICOTCON  ,  OYTCO  KAI  nOACI  H  TWN  nOAITCON.  AAa'  CI  MCN  HN  OAirOXPONION 
Tl    CYCTHMA    nOAlC,    0  TC  BIOC  AYTHC  KATA  BION  ANGPCbnOY  THN  CYMMCTPIAN  CAAM- 

BANCN,  OYACN  CACi  AiAAOXHC.   enci  a' cic  noAAAC  rcNCAC  ciikncTtai,  aaImoni  ah 

30  eYAAIMGNeCTePO)  XPHCAMENH,  KAI  CIC  MAKPOYC  AlCONAC  nOAIC,  (t-ANCPON  COC  OY  TO? 
nAPONTOC  eCTOXACGAl  AG?  MONON,  AAAA  KAI  TOY  MCTCneiTA  ,  THN  TC  lAIAN  MH  nCPIO- 
PAN  XCiOPAN  ePHMON,  AAa'  Cn'  CAniCIN  lAPYMCNHN  TaTc  AHO  TCON  HMCTCPCON  TCKNCUN. 

Stobaus  Florileg.  79,  53  (III  p.  95,  30  Mein.) 
fAejA  TON  nepi  gccon   kai  hatpiaoc  aoton  tinoc  maaaon  an  npocconoY 

35  MNHCee^H  TIC  nPWTON  H  rONGCON  ;    OGGN  AGKTGON  nGPI  TO.YTCON  ,  OYC  AGYTGPOYC  KAI 


29  AH  scripsi,  Ae  libri. 


AUS  DER  ETHIK  DES  HIEROKLES 


57 


enirefoYC  tinac  eeovc  eincoN  oyk  {an)  amaptoi  tic,  e'NeKA  re  thc  errvTHTOc,  ei 
eewic  eineTN ,  kai  eecoN  hmTn  TiMicojepoYC.    npOAAseTN  a'  anatkaTon  ecTiN.  coc 

MONON    MGTPON    THC    nPOC    AYTOYC    CYXAPICTIAC    H    AIHNCKHC    KAI    ANeNAOTOC  nPO- 

eYMiA  npoc  TO   AMCiBeceAi  tac   eYCPreciAC  aytcon  '   enei  to(  re  noAY  kata- 

AG^CTCPA,  KAN  HANY  nOAAA  nPAICOWeN  Yn6P  AYTUN.  AAa'oMWC  KINAYNGYei  5 
KAI    TAYt'  CKeiNtON    ePrA    TYrXANeiN,    OTI  KAI  HMAC  TOYC  TAYTA    nPATTONTAC  CKeT- 

Noi  nenoii^KACiN.  tocnep  oyn  ta  yho  Ociaioy  kai  tcjn  aaaun  TexNiTUN  Xnep- 
rAceeNTA,  etnep  kai  ayta  eTepA  tina  katcckcyazcn  ,   oyk  an  oknhcaimcn  kai 

TAYTA    TWN    TCXNITUN    CPrA    *ACKeiN  '    OYTCOC  eiKOTUC  KAI    TA    Y*'  HMWN  APUMENA 

AeroiMeN  an   cTnai   twn    roNeiON    hmun   eprA,    ai' oyc  kai   HweTc  reroNAweN,  lo 

KAI  OYXl  TAAAA  MEN,  OYXI  Ae  KAI  TA  YHeP  AYTUN  HPATTOMeNA  TCON  TONeCON. 
nPOC    OYN    THN    eYMAPH    TtON    CU '  AYTOYC    KAGHKONTWN    AYpeCIN    Ke<t>AAAICjb AH  TINA 

XPH  npoBAAAOMeNOYc  AoroN,  TOYTON  £H  npoxeipo)  AiHNeKec  exeiN,  (!oc  01  ro- 
NeTc  HMcoN  eeuN  eiKONec  kai  nh  Aia  eeoi  e*ecTioi  kai  CYepreTAi  kai  CYrreNeTc 

AANCICTAI    Te    KAI    KYPIOI    KAI    <t>[A01    BeBAIOTATOI.       BGCON    TC     TAP    CIKONeC    OMOIO-  15 

tatai  kai  Ynep  tac  twn  tcxncon  aynamgic  KAeirweNAi  thc  eMoepeiAC.  eeol 
Te  {rAp)  ecTiOYxoi  kai  cynaiaitoi  hmTn  ,  eTi  a'  eYCPrcTAi  wencToi  kai  nAPecxH- 

MENOI  TA  MenCTA    KAI    MA  Af'OYXI    MONON  A  "eXOMCN  ,    AAAA    KAI    OnOCA  HAPexCIN 
eBOYAHGHCAN    A    TC     KAN     CYIAINTO.       nPOC    AC    TOYTOIC     CYrrCNcTc    emCTA  KAI 
THC     nPOC    eTCPOYC    aTtIOI    CYrrONHC.       AANCICTAI     AC     TUN     TIMICjOTATCjJN  .     MONA  20 
AHAITOYNTeC    Sn     KAI    H    AnOAOCIC    nAAIN    GCTIN    HMUN    eYCPreCIA.       Tl    rAp  THAI- 
KOYTON    nAIAl    KGPAOC,     HAIKON     GCTI    TO    nPOC    TOYC    reiNAMGNOYC     eYCCBeC  KAI 

eYxApicTON ;  kypioi  re  mhn  aikaiotata.  t!noc  rAp  (an)  kthma  maaaon  etHMCN 
H  eKeiNCON  Ai'  OYC  ecMeN ;  oy  mhn  aaaA  kai  <t>(A0i  kai  hapactatai  AiHNeKeTc 
kai    aytokahtoi   hantoc  kaipoy   kai  nAcHc  nepiCTAcecoc   eniKOYPOi.     enei  Ae  2r> 

TUN  nPOKATHPieMHMeNUN  XnANTUN  TO  eiOXUTATON  HN  ONOMA  rONCYCI,  KABO 
eeOYC  AYTOYC  AneKAAOYMCN,  TH  TOIAAC  eniNOIA  nPOCeCTeON  GTePON  KAI  NO- 
MICTeON  GAYTOYC  KAOAneP  eN  lePU  TH  OIKIA  ZAKOPOYC  TINAC  KAI  lePCAC,  Yn' 
AYTHC    KexeiPOTONHMeNOYC    KAI    KABiePUMeNOYC    THC    <t>YCe(jOC  ,     erKCXeiPICeAl  THN 

TUN  roNeuN  eePAneiAN.  beeN  kai  AiCAONTec  thc  eniMCAeiAC  to  mgn  eic  cuma  30 
TO   a'  eic  YYXHN,   KAo'  CKATepoN   AYTUN   MGo'  gkActhc  npoBYMiAC,  neleecoAi 

re    TU    AOrU    TI    BOYAOMeNOI,    to    KAOHKON    eKHAHPUCOMeN.       TOY    MeN    OYN  cu- 

1  AN  add.  Meineke.         4  enei  toi  re  Bentley,  eneiTA  libri.  1 1  post  roNetoN 

iterantur  vulgo  verba  hmcon  -  reroNAMeN,   ex  liiiea  10  repetita.  16  KAeirweNAi 

Bentley,   KAeeiPrweNAi  A.  17  rAp  oni.  libri.  22  nHAiKON  vulgo,  corr. 

Meineke.  23  an  add.  Meineke.  2H  roNe^c  vulgo,  corr.  Prachter.  32  nei- 

eecGAi  re  scripsi,  neiGecGAi  Te  vulgo. 


58 


DIE  EXZERPTE  DES  STOBAUS 


MATOC    GNeKA    BPAXYC    0    AOTOC,    £1    KAI    ANATKaToC     nPONOHCOMeN     TAP  TPO*HC 

AYTcoN  eAeveepiOY  kai  npoc  thn  AcedNeiAN  toy  rnipwc  HPMOCMeNHC"     exi  ag 

KoItHC  kai  VnNOY  AAeiMMATOC  Te  KAI  AOYTPO?  KAI  GCeHTOC  KAI  XnAIAnAWC 
TCON    eNGKA    TOY    CCOMATOC    ANATKAItON  ,    tOC    KATA    MHAGN    TOYTWN    eNAelAC  nOTe 

5  neiPAeeTeN,  MiMOYweNOi  thn  aytcon  eKeiNWN  nepi  thn  HMeTePAN  anatpo<j>hn, 
ot'  HMeN  NeorNOi,  KHAewoNiAN'  (jjcTe  npocANATKAzeiN  eAYToS'c  KAI  mantik6n 
Ti  npoc<t>epeceAi  <(np6c  thn)  eePAneiAN,    KAieYPicKeiN ,    etnep  a-y'toi  mh  a^- 

rOIGN,    npoc  TINA    MAAICTA    PenOYC'N    AYToTc    AI    nPOGYMIAI  TUN  TtO  CWMATI  HPOC- 
ATOMeNtON.      nOAAA    TAP  AY  KAKCTnOI    nePI    HMWN    GMANTeYCANTO  ,    nOAAAKIC  ANAp- 
10   ePOIC    eTI    KAI    KAAYeMWAGCI    <t>UNATc    OTI    MGN  AeOMeSA  TINCiON    CHMHNANTCON  ,  TINA 

a'  ecTiN   £n  Ae6MeeA  aiaca0hcai   mh  AYNHeeNTcoN.    kan   ei   hmTn   kai  aytwn 

TOYTUN    TWN    KAe'HMAC    rerONOTCON    AIAACKAAOI    rerONACIN  ,    £n    AIIOI  TYTxANeiN 

eici  nAP^HMUN,  TAYe' hmac  aia  to9  npoHAPACxeTN  hmTn  AiAASANTec.    taTc  a^ 

YYXaTc    aytcon    HAPACXeTGON    HPCOTON    MCN    THN    GYGYMIAN  ,    H  MAAICTA    reNOIT^  AN 
15   eK  TOY  CYNANACTPe<t>eCeAI  NYKTUP  TG  KAI    MeO^HMePAN    AYToTc ,    £1    MH  TI  KWAYOI, 
CYMnePIHATOYNTAC    CYN  AAei<t>OMeNOYC    CYN  AI  AITtOMeNOYC.      KAsAneP    TAP    TOTc  MA- 

KPAN  CTeAAOMeNOic  AHOAHMiAN  HPOC  gyoymIan  gicin  gn  Tp6na)  riN6MeNAi  npo- 

nOMniAC  TCON  OIK6IOTATC0N  Te  KAI  <t>IATATCON  CYNANACTP0*AI  ,  TON  A^TON  TPOnON 
KAI    ToTc    rONeYCIN    NeNeYKOCIN    HAH    HPOC    THN    A'<t>OAON     eN    TOTc    mAaICTA  KCXA- 

20  picMeNAi  KAI  npoc<t>iAeTc  eiciN  ai  tcon  tgkncon  npoceAPiAi.  kai  mgntoi  kan  et 
TI  noY  reNoiNTo  nAPAMAPTANONTec  (ohoTa  ah  noAAA  *iAeT  reNecGAi  nepi  toyc 
nAeioNAC  KAI  lAicoTiKWTepoN  HrMGNOYc),  enANOPOcoTeoN  MEN,  aaa' OY  MCT'eni- 
HAHiecoc  MA  Aia,  KAoAnep  eeoc  npoc  toyc  eaAttonac  h  Icoyc  noieTN,  aaa' 

(jOC  MGTA  nAPAKAHCeOOC  ,  KAI  OYX  COC  AI  '  AMAeiAN  AMAPTAnONTAC  ,  AAA' COC  HAPO- 
25  PCONTAC  TU  Mhl  e<t>eCTAK^NAI  ,  hAnTUC  a'  AN  lAONTAC  etnCP  CneCTHCAN.  ANIAPAI 
TAP  ToTc  THAIKOIC  KAI  mAaICTA  AI  eKTENCOC  NOYeCTHCeiC,  ANATKAIA  AC  M€TA  HAPA- 
KAI^CeCOC  KAI  TINOC  ct>l AOTeXNIAC  TaCIC  TUN  HAPOPCOMGNCON .  <t>ePei  a'  Cni  THN 
CYeYMIAN    AYTOTc     KAI    TO    TUN     eHTIKOOTCPCON     gTnaI    AOKOYNTCON  YnHPCTHMATCON 

XnTeceAi   noTC  toyc  haTaac,   cocTe  kai  hoaac  YnoNiYAi  kai  kainhn  ctopgcai 

30   kai    HAPACTHNAI    AlAKONOYMeNOYC.     eY<t>P AINOI NTO    TAP  OV'K  OAITCOC    HAPA  TUN  <t>IA- 

tAtun  xeiPUN  TAC  anatkaIac  YnHPeciAC  aambAnontcc  kai  aiakonoic  xpumgnoi 
ToTc  c*eTepoic  e'proic.    mAaicta  a'  an   em   tongyci   KexAPicMeNON  kai  to  *Ai- 

NeCOAl    TIMUNTAC    TOYC    HaTaAC,    OYC    AN     CKcTnOI    CTePTUCIN     KAI     HCPI  nOAAOY 

7  np6c  THIN  addidi.  11  kan  ei  vulgo,  fortasse:   kakgi^noic) ;  KAKeTNOi 

Prachter.  19  taTc  maaicta  vulgo,  corr.  Meineke.  21  reNOiTO  ante  Gaisfor- 

dium.  27  <t>lAOTeKN[AC   libri,   corr.  Needliain.  28   enieYMiAN   libri,  corr. 

Bentley.        nohtikcot^pcon  libri,  corr.  Koenius.        Ynep  aithmatun  libri,  corr.  Gesner. 


AUS  DER  ETHIK  DES  HIEROKLES 


59 


noiwNTAi.    Alo  CYrreNeTc  aytcon   cxePKreoN   kai  eniMGAelAC  AiiwreoN,  oIaoyc 

e'  (icAYTCOC    KAI  AHTA    KAI    eKACTOYC  TOYC  eKGlNOIC  KeXAPICMeNOYC.     A*'  HC  A*OP- 

MHC  GYPecic  hmTn  YnorPA*eTAi  kai  erepuN  nAeioNcoN  kaghkontun  oy  cmikpcon 

OYAe    TCON    TYXONTWN.     enei    TAP  XAPIC    eCTI    rONGYCI    TU)N    CTePrOMeNCjJN    Yn'  AY- 
TUN  khagmonIa,   maaicta  a'  exoYCi  npoc  hmac  oytwc,    ahaon  coc  oy  ta  ty-  s 

XONTA    AN    AYToTc    XAPIZOIMGeA    nPONOOYNXeC  AYTWN. 

Stobaus  Florileg.  84,  20  (Vol.  Ill  p.  126,  11  Mein.) 
TTp(I)th  mgn  oyn  YnoeHKH  MAAA  CA0HC  enieiKCJC  xe  eYnopoc,   npoc  a6 

KAI  KOINH.  KATA  HANTOC  MGN  TAP  GineTN  nPOCUnOY  YTIHC  6  AOTOC  ,  tOC  CA0HC 
H  OTOYOYN  XPHCIC  CK  [tc]  TOY  CAYTON  MGN  GKeTNON  ,  eKCTNON  A^  GAYTON  10 
YnOeGCeAI.  kai  tap  otKeTH  XPUt'  an  tic  KAAUC,  GNOYMHeGIC  nUC  AN  HIIWCGN 
GKeTNON  AV-TCO  nPOC^GPGCOAl  ,  eTnCP  GKgTnOC  MGN  HN  AGCnOTHC,  AYTOC  AG  AOY- 
AOC  0  a'  OMOIOC  AOrOC  KAI  rONGYCI  nCPl  TGKNUN  KAI  nAICI  nGPl  TUN  TGINA- 
MGNUN  KAI  CYNOAOOC  UACI  nCPI  HANTOON.  GIAIP^TCOC  a'  GCTIN  GYHOPOC  H  HAPaI- 
NGCIC  KATA  TON  TCON  AAGA^UN  TOnON  '  GnGIAHnCP  0YA6N  AG?  nPOYHOeeceAl  15 
TON    CKGHTOMGNON    nUC    AAGA<t>a)    XPHCTGON  ,    AABgTn  a'  GI    GTOIMOY  HAPA    THC  <t>Y- 

ceuc  <(thn)  toy  npocunoY  taytothta.    kai  ahta  kai  npcoTOC  cytoc  GiPHceu 

AOrOC,  WC  TOYTON  XPH  nPOC*^ PGCeAl  TON  TPOnON  AA£A(t>G>  ,  ONUGP  AN  TIC  GKGT- 
NON    AiltbCGlGN   [an]    GAYTU.      NH    AiA,    <t>HCei  TIC,    AAa'  Grd)  MGN  GiMI  MGTPIOC  KAI 

enieiKi^c,  6  a'  aaga<}>6c  ckaioc  kai  aycomiahtoc.    oyk  opeuc  ag  gpgT.    npto-  20 

TON  MGN  tcCOC  OYa'  AAHeCYCGI.  IKANH  TAP  H  *IAAYTiA  TA  MGN  TaIA  MGrAAO- 
nOIHCAl  KAI  AnOKYAANAI,  TA  AG  TUN  AAAUN  KATACMIKPYNAI  KAI  AIA<}>AYAiCAI  " 
nOAAA  rOYN  AIA  TAYTHN  01  KAKIOYC  C4>AC  AYTOYC  nPOKPINOYC!  TUN  KATA  nOAY 
BGATIONUN.  GHGITA,  KAN  ONTUC  TOIOYTOC  H  (o)  AAGA<t>6c  ,  AAAA  CY  TG ,  <t>AIHN 
AN,  AMGINUN  GYPGeHTI  KAI  NIKHCON  AYTOY  THN  ATPIOTHTA  TaTc  GYnOUAIC.  GHgI  25 
TOI  TG  OYAG  nOAAH  XAPIC  ToTc  GYTNUMOCI  nPOCGNGXeHNAI  MGTPlUC  '  AAa'  ANAPOC 
GPrON  KAI  nOAAHC  AIION  AnOAOXHC,  TON  ABGATGPON  KAI  CKAION  HPAYNAI  ToTc 
6C  AYTON  nPATTOMGNOIC.  KAI  TAP  OYAG  HAMHAN  GH '  AAYNATON  H  nAPAKAHCIC  ' 
AAa'  GNGCTI  tap  KAN  ToTc  ATOnUTATA  AIAKGIM6N0IC  CnGPMATA  MGTABOAHC  THC 
Gni  TO  KPGTtTON  TIMHC  TG  kai  XrAnHCGUC  tun  GYGPrCTHCANTUN.  OY  TAP  AH  30 
ZUA  MGN  ATPIA  KAI  *YCGI  nPOC  TO  TGNOC  HMUN  GKnCnOAGMUM^ N A  ,  nPOC  bIaN 
AXe^NTA  KAI  THN  nPcl)THN  KATACXGOGNTA  AGCMOTc  H  rAAGATPAIC,  Xp6nOIC  YCTG- 
PON    TIGACA    rfrNGTAI     KAGHMePOYMGNA    HOIaTc    THMGAGIAIC     KAI    TH    KAg'  HM^PAN 

5  TOY  tyx6ntoc  vulgo,  TA  tyx6nta  Gesiier.  10  h  otoyoyn  Gaisford.  noTcj- 

oyn  libri.       Te  seclusi.  17  jfiu  addidi.  19  an  del.  MeineUe.  2:5  hoaaa 

vulgo,  noAAAKic  MeineUe.  24  6  iiiserui. 


60 


DIE  EXZERPTE  DES  STOBAUS 


TP04>H  ■  ANeptonoc  Ae  oyx  bnuc  AAeA<t)6c,  aaaa  kan  aaha^n  npocHKcoN  tyxh, 

OY  TCO  nANTI  MAAAON  eniMeAGIAC  AIlOYMeNOC  WeTABAAAei  nPOC  TO  HWePUTePON, 
KAN  YnePBOAHN    MH    XnOAinH    CKAIOTHTOC.      MIMHTGON    OYN    eni    nANTOC    MGN  AN- 

epcbnoY,  noAY  Ae  aia*6p6ntuc  en'  AAeA*OY  to  toy  Cwkpatoyc"  eKeTNOc  tap 
5  npoc  TON  einoNTA  wXnoeANOYMAi  ei  mh  ce  timuphcaimhn «  e<t>H  »AnoeANOYMAi 
ei  MH  ce  *iAON  noiHcw«. 

AAAA  TAP  TAYTA  MGN  TAYTH.  MGTA  TAYTA  a'  eNGYMHTeON  ,  OTI  TPOHON 
TINA  01  AAeA<)>OI  TAYTOY  MGPH  TYrXANOYCIN,  ijOCneP  ot  eWOI  6<t>eAAMOI  CMOY  KAI 
(jJCAYTWC    CKCAH    TC    KAI    XeTPGC    KAI    TA    AOinA.      KAI     TAP    OYTOI    TOYTON  eXOYCIN 

10  TON  TPonoN,  et  re  nPOC  ton  oTkon  eieTAzoiNTO.  ucnep  oyn  oi  6*eAAM0i  kai 
Ai  xeTpec,  etnep  ckacton  iaian  yyxhn  kai  noyn  aaboi,  nepienoi  an  ta  aoiha 
nAcH  mhxanh  aia  thn  eiPHweNHN  koinunian,  tG>  t^HA  ayta  to  Taion  e'proN 
oTATe  cTnai  UAPexem  kaacoc  aixa  thc  twn  eTepwN  hapoyciac  '  oytuc  AeT  kai 
HMAC,  ANePwnoYC  re  ontac  kai  yyxhn  bwoAoroYNTAC  exeiN,  mhacn  hapibnai 

15  cnoYAHC  Ynep  toy  AeoNTcoc  npoc<t>epeceAi  toTc  AAeA*oTc.  kai  rAp  ay  kai 
nAeToN  ti   hapA  tA  mcph   CYAAAMBANem   aaahaoic   AAeA<t>oi   ne<t>YKACiN ,   et  re 

6<t>eAAMOI  MCN  '(cYN)0Pa)CIN  AAAhlAOIC  HAPClON  HAPONTI  KAI  XeiP  CYNGPrAzeTAI 
nAPOYCA  XeiPl  nAPOYCH  ■  H  a'  AAeA<t>CON  CYWnPAIIC  AAAHIAOIC  HOAYXOYCTePA  nUC 
eCTI.     nPATTOYCI   rAp  ta  KOINH  AIA*ePONTA  KAI  AieCTHKOTeC  ToTc  TOnOIC  nAMHAN, 

20  werA  e'YnApxoYCiN  aaahacon  6<t>eA0C  kan  mypion  h  to  aiActhma.    oauc  Ae  eN- 

GYMHTeON  COC  0  BIOC  HmTn  KINAYNGYei  MAKPOC  TIC  cTnAI  KAI  HOAYeTHC  HOAeMOC, 
TOYTO  MCN  AIA  THN  AYTCON  TUN  nPArwATUN  4>YCIN  eXONTCON  TI  ANTITAKTON, 
TOYTO  Ae  AlA  tAc  6IAI<t>NIA(0YC  KAI  AnPOCAOKHTOYC  eniAPOMAC  THC  TYXHC,  nOAY 
Ae  MAAICTA  Al'  AYTHN  THN  KAKIAN  OYTC  BIAC  TINOC  AnCXOMeNHN  OYTe  AOAOY 
25  KAI  KAKCON  CTPATHTHmAtCON.  OGSN  KAACOC  H  *^CIC,  (i)C  AN  e*'  A  rCNNA  IAt\ 
ATNOOYCA,     HAPHrArCN     HMUN     eKACTON    TPOnON    TInA    AACTA    CYMMAXIAC.  OYAeiC 

OYN  ecTi  MONOC  oya'  aho  apyoc  oya'  aho  n^TPHC,  aaa'  eK  roN^coN  KAI  mct' 

AAeA<t>(jON     KAI    CYrrCNCON     KAI    AAACON    OIKeiCON.      MeTAC    AC    BOHGOC    0    AOrOC,  KAI 
TOYC    OGNCiOYC    KAI    MHAeN    KAG '  aTmA    HPOCHKONTAC    eilAIOYMCNOC    A<t>GON!AN  TG 
30   HAPeXCON  CYMmAxUN.     AiA  TOYTO  KATA  <J>YCIN  HmTn  CnOYAH  KAI  ONTINOYN  HPOCArA- 
reCGAI     KAI    *IAOnOIHCACGAI.      rirNeTAI    oyn    hah    TO    nPArWA    TeAeUTATH  MANItON, 


1  ANGPconoc  Ae  oyx  bnuc  scrips! ,  oyx  bncoc  Ae  ANePonoc  vulgo.  2  oy  T(2» 

scripsi,  OYTCO  vulgo.  8  taytoy  Meineke,  ta  aytoy  vulgo.       6MOi6<i>eAA«oi  libri, 

corr.  Bentley.  10  ef  re  scripsi,  ei'  Te  vulgo.       eieTAZoiNTO  scripsi,  eieTAZONTec 

vulgo.  13  Aei  Damasc,  ae  vulgo.  17  cynopucin  Meineke,  opcocin  vulgo.  21  mi- 
KPOC  libri.  23  t^xhc  Casaubonus,   yyxhc  libri.  25  e<t>AreN  a  libri,  corr. 

Bentley.         27  rVNAitoN  libri.         29  Te  Meineke,  re  vulgo. 


AUS  DER  ETHIK  DES  HIEROKLES 


61 


TOTC    MGN    OYAGN     eK    tYCeUC    eXOYCI    *IATPON     HPOC     HMAC    eeGAeiN  CVrKPAeHNAI 
KAI    TH    TNUMH    eiC    e*'bcON    eNAeXGTAI    nAcTcTON    XeAl  THN    OIKeiOTHTA,  TCON 

eXOIMOY  KAI    nAp'AYTHC    XOPHrOYWeNtON  THC    *YCeUC    KATHMeAHKeNAI  BOHeUN 
KAniKO'r'PCjJN  ,    OTOYC    AH    CYMB^BHKeN    eTnAI    TOYC  AAeA<t>OYC. 

Stobaus  Florileg.  84,  23  (Vol.  Ill  p.  134,  1  Mein.)  5 
'"lepoKAGOYC  eK  TOY  ncoc  CYrreNeci  xPHCxeoN. 
ToTc   eiPHMGNOic  nepi   roNecoN   xphcgcoc  kai   aaca^con   tynaikoc   re  kai 
TGKNUN   AKOAOYeoN   ecTi   npoceeTNAi   KAI  TON   nepi   CYrreNCON   aoton,  CYwne- 
noNeoTA  weN  nuc  eKeiNOic,  ai'  ayto  ae  toyto  cyntomcoc  AnoAOefiNAi  ayna- 
weNON.    oaojc  tap  eKACTOC  HMWN   oToN   KYKAOic   HOAAoTc  nepirerPAHTAi ,   toTc  10 
MEN  cMiKPOTepoic ,  ToTc  Ae  Meizoci,   KAI  ToTc  MGN  nepiexoYCi ,  toTc  AG  nepi- 
exoMeNOic,  kata  tag  AiA<t>6P0YC  KAI  ANicoYC  npoc  AAAHAOYC  cxeceic.  nPUTOC 
MGN  TAP  ecTi  KYKAOC  KAI  npocexecTATOc ,  ON  AYToc  TIC  KAoAnep  nepi  kgntpon 

THN    eAYTOY    rerPAHTAI    AIANOIAN  '    GN    S    KYKACi)    TO  Te    CCOMA    nePIGXeTAI    KAI  TA 
TOY    CCOMATOC    GNGKA   nAPeiAHMMGNA.     CXGAON    TAP    6  BPAXYTATOC    KAI    MIKPOY  AGTn  15 
AYTOY    nPOCAnTOMeNOC    TOY  K^NTPOY  KYKAOC    OYTOC.      ACYTCPOC   AC    AHO  TOYTOY 
KAI    HACON    MCN    A<t)eCTWC    TOY    KCNTPOY,    nCPICXOON    AG    TON    nPCOTON  ,     CN    £  TC- 
TAXATAI    rONcTc  AACA^OI    TYNH   nAlACC.     0    a'  AnO   TOYTCON  TPITOC,    CN  S  OcToi  KAI 

THeiACC,  nAnnoi  tc  kai  thga!,  kai  AAeA*coN  haTagc,  gti  ac  ancyioi.    wee' 8n 
0  TOYC   AAAOYC   nepicxcoN  CYrrcNeTc.    toytu)  a'  e*esHC  o   tcon   ahmotcon   kai  20 

MGt'  AYTON    6    tun    0YAeTtON  ,    gTg  '  6   nOAITUN  ,    KAI    AOinON    OYTCOC   6   M6N  ACTY- 

reiTONUN,  6  ag  owoGeNoiN.    6  a'  giutatu  kai  mgtictoc  nepiGxtON  tg  hantac 

TOYC    KYKAOYC    6    toy    nANTOC    ANePcbntON    rGNOYC.     TOYTWN  OYN  TGeCtOPHMGNCON, 
kata  ton    GNTGTAMGNON    GCTI    nCPi   THN    AGOYCAN    GKACTtON    XPHCIN   TO  GniCYNArGIN 
nUC    TOYC    KYKAOYC    U)C    GHI    TO    KGNTPON     KAI    TH    CnOYAH    M6TA<J>ePGIN    AGI    TOYC  25 
GK    TUN    nePieXONTUN    etc  TOYC   nePIGXOMGNOYC.      KATA   TON  <J>IAO(kGION    rOYN  GCTI 
rONGAC    MGN    KAI    AAGA<l>OYC    ....    OYKOYN    KATA    THN    AYTHN    ANAAOtIaN    KAI  TCON 

CYrrGNUN  TOYC  MGN  nPGCBYTGPOYC  KAI  (jAC)  npGCBYTGPAC  (!oc  nAnnoYC  <(h/  GGIOYC 

H    THGIAAC,     TOYC    a'  OmAaIKAC    COC    ANGYIO^C  ,    TOYC    AG    NGCOTGPOYC    U)C  HaTaAC 
ANGYICON.      UCTe    gTrHTAI    AIA    CYNTOMCJN    YnOGHKH    CA<t>HC    nUC    XPH  HPOC+^PGCeAl  30 


6  ncoc  Prachter,  ei  vulgo.  7  xPHcecoc  Bentley,  xphcimcoc  libri.  24  t6 

^NTeTArMGNON  A B.  25  Tft  vulgo,  nACH  Nauck,  nAeicTH  Meineke.  27  lacuna 

sic  fere  supi)lenda:  tongac  mgn  kai  AAeA<t>oS'c  (km  tynaTka  kai  haTaac  d)C  eAYT6N  apa- 
HAN ,  nAnnoYC  as  kaI  thgac  kaI  eeioYC  kaI  TneiAAC  uc  ton^ac  ,  AAeAOcoN  ag  haTaac  fijc 
TO^c  iaioyc,  angyio'Vc  AG  ojc  AAeA<t>o~r'c),  cf.  Prachter  p.  9.  30  YnoeHKHC  A<t>'  hc  ncoc 
vulgo,  correxit  Prachter  1.  1. 

Berliner  Klassikertexte ,  Heft  4.  7 


62 


DIE  EXZERPTE  DES  STOBAUS 


cvrreNeciN,  eneiAin  npoeAiAAxeHweN  ncioc  re  xphctgon  gaytoTc  kai  nuc  ro- 

NeVCI  KAl  AAeA<t>oTc,  eXI  AG  TYNAIKI  kai  TeKNOIC,  nPOCKeiTAI  a'  OTl  KAI  TOYTOIC 
MGN    OMOIWC    TIMHXeON    TOYC    GK    TOY    TPITOY  KYKAOY,    TOYTOIC  a'  AY   HAAIN  TOYC 

CYrreNeTc.  AtAiPHceTAi  men  tap  ti  thc  gynoiac  to  kao'  aTma  aiacthma  nAeoN 
5  <(6n)"  hmTn  a'  omcoc  cnoYAACTGA  ncpi  THN  eiOMOicociN  ecTiN.    hkoi  mgn  tap  an 

eiC  TO  MGTPION,  ei  AIA  THC  HMGTePAC  AYTUN  eNCTACeUC  eniTeMNOMCeA  TO  MHKOC 
THC  nPOC  CKACTON  TO  nPOCCOnON  CXeceUC.  to  MGN  OYN  CYNGXCN  kai  nPATMA- 
TIKCbTCPON  etPHTAI  ■  XPH  a'  CniWeTPeTN  kai  KATA  THN  TtON  nPOCHrOPlCON  XPHCIN, 
TOYC  MCN  ANCYIOYC  KAI  GCIOYC  KAI  THOIAAC  AAeA<)>OYC  AHOKAAOYNTAC  HATCPAC 
10  Te  KAI  MHTCPAC,  TWN  AC  CYrrCNUN  TOYC  MGN  OCIOYC  ,  TOYC  AC  AAeA*IAOYC, 
TOYC  AC  ANCYIOYC,  U)C  AN  KAI  TA  THC  HAIKIAC  nAPHKH  CNEKA  THC  CN  ToTc 
ONOMACIN  eKTCNeiAC.  OYTOC  TAP  THC  nPOCPHCCCOC  6  TPOHOC  AMA  MEN  AN  CH- 
MCTON    OYK    AMAYPON    cTh    THC    OYCHC    HmTn    CHOYAHC    nCPI    CKACTOYC,    AMA    a'  AN 

enoTPYNOi   KAI   npoccNTeiNOi   npoc  thn   YnoACAeirMeNHN   oTon   cynoakhn  twn 

ir>  KYKACON.  GNTAYGA  MCNTOI  reNOMCNOIC  OYK  AKAIPOC  TOY  PHOeNTOC  Cni  rONGUN 
AiOPICMOY  <))ANTAZGTAI  MNHMH.  GAGTOMGN  TAP  AY  KAt'  GKgTnON  HNIKA  TON  TOnON 
HMGN,  GNGA  MHTGPA  HATPI  CYNGKPINAM6N  ,  COC  XPH  TH  MGN  MHTPI  THC  CTOPTHC, 
THC  AG  TIMHC  TCp  HATPI  HAGON  AHONGMGIN  '  oTc  CnOMGNCJC  KAI  AGYPO  TIGGTmCN 
AN,    IOC    TOYC    MGN    MHTPOeGN    HPOCHKONTAC   CTGPrGIN    nAGON    nPGHGI  ,    TOYC  a'  AY 

20   KATA    HAT^PA    CYTTGNGTc    AIA    MGIZONOC    ATGIN  TIMHC. 

Stobaus  Florileg.  85,  21  (Vol.  Ill  p.  150,  C  Mein.) 
'"Igpokagoyc  gk  toy  Oikonomikoy. 

FTpO  nANTCON  rG  nCPI  TOJN  GPTCON,  Y<J>'  £n  oTkOC  CYNGXGTAI.  TAYt'  OYN 
AIAIPGTGON  MGN  KATA  TO  HAgTcTON  ,    <^c5cT6)>  TCO  MGN    ANAPI    TA    KAt'  ATPON    KAI  TA 

25  nCPI  TAC  ATOPAC  KAI  TA  HCPI  THN  ACTYnOAIAN  ANAKGTcGAI  ,  TH  AG  TYNAIKI  TA 
nCPI  Th)N  TAAACIAN  KAI  CITOnONlAN  KAI  OAWC  TA  KATOIkIaIA  TWN  GPTCON.  OYAG 
MHN  ATGYCTOYC  AIIWT^ON  gTnAI  TOYC  6TGP0YC  TtON  GTGPCON.  TGNOITO  TAP  AN  nOTG 
KAI  TYNAIKl  KAt'  ATPON  TGNOMGNH  KAGHKON  TO  ToTc  GPTAZOMGNOIC  GniCTHNAI  KAI 
THN   TOY   OIKOAGCnOTOY   TA5IN   GKnAHPUJCAl,     KAI   ANAPI  nCPI  TtON  KATA  THN  OIKIAN 

30  GniCTP04>HN  nOIHCACGAI  KAI  TA  MGN  AlAnYGGCGAI  ,  TA  AG  KAI  GHIAgTn  TUN  TINOMG- 
NtON.  OYTtO  TAP  AN  GniCYNAGOITO  MAAAON  TA  THC  KOINtONIAC,  Gl  CYMMGTGXOIGN  AAAH- 
AOIC  TCON  ANArKAICON  <1>P0Nt!a(i)N .    AGYPO  M^NTOI  TOY  AOrOY  r6N6MGNOC  OYK  AN  OK- 


1  GAYTOic  (vel  AYTOic)  Priicliter  1. 1.,  aytoTc  libri.         5  on  addidit  Gesner.        8  eni 
iweTPiAN  lihri,  corr.  Bentley.  24  cocTe  siipplevit  Priichter.  26  oyag  Meineke, 

OYTG  vulgo.  32  AGYPO  Gcsnei',  AeYTepoc  libri. 


AUS  DER  ETHIK  DES  HIEROKLES 


63 


nhca!  moi  aokcj  kai  thc  Av'TOYPriAC  noiHCAceAi  TINA  MNHMHN,  enei  eiKdc  ToTc 
vnep  TUN  eprcjN  eiPHMGNOic  kai  toyto  npocTeepNAi.  coc  men  toinyn  tanapi 
KAeiHKei  TUN  recopriKUN  XnTeceAi  noNCON,  ti  kai  Aerem  AeT;  oy  ttoayc  tap 
6  KATA  TOYTO  AYcneieHC,  aaaa  KAinep  tocaythc  tpy*hc  kai  XnoNiAC  t6n  nyn 

KATeXOYCHC  BION  ,  OMUC  CnANIOC  eCTIN  <'6/  MH  KAI  Al'  GAYTOY  nPOe YMOYMeNOC  5 
ePrUN    KOINOONHCAI    TUN    YHeP    CnOPOY    KAI     OYTCIAC    KAI    TUN    AAAUN    TUN  KATA 

reupriAN.    AYcneieecTCPOC  a' tcuc  6  npoc   satcpa  tun   epruN,  oca  rYNAism 

XnONeNGMHTAI  ,    nAPAKAAUN   TON    ANAPA   AOrOC.     KAI    nACXOYCl    re  OYK   AneiKOC  01 

KAeAPeioTepol ,  mh  KAe'  eAYTOYC  gTnai  TonAzoNTec  AYAceAi  TAAACiAC.  enei  tap 
uc  eni  TO  nAHeoc  e'T'TeAeTc  ANepunfcKOi  kai  to  tun  KATeAroTUN   kai  tynni-  lo 

AUN  <t)YAON  UC  THN  epIUN  ePTACIAN  KATA<t)ePeTAI  ZHAU  eHA^THTOC  ,  OY  AOKCT 
KATA  TON  AAHGINUTCPON  ANAPA  TYrXANCIN  TO  CIC  TAYTA  CYTKAeieNAr  UCt'  CTUre 
tax'  an  OYa'  an  AYTOC  CYMBGYACYCAIMI  ToTc  mh  TCAeiAN  nAPeCXHMeNOIC  nicTIN 
YneP  THC  GAYTUN  APPGNOTHTOC  KAI  CU*P0CYNHC  AHTeCeAl  TOIOYAG  TINOC.  CI 
MCNTOI  AIA  TOIOYAe  BlOY  nenOIHKOI  TIC  [an]  CAYTON  nACHC  YnONOIAC  ATOnOY  KA-  15 
eAPeYONTA,  t!  KUAYCei  KAI  KATA  TAYTA  TH  TYNAIKI  KOINUNHCAI  TON  ANAPA ;  TUN 
MCN    TAP    AAAUN    KATOIKIAIUN    e'PTUN    MH  KAI    TO    nAGON    ANAPACI    nPOCHKeiN  HTH- 

TeoN  hinep  rYNAiiiN.    ecTi   tap  kamatua^ctcpa  kai  pumhc  agomgna  cumatikhc, 

OTON  AAGCAI  kai  CTaTc  MASAI  AlACxICAl  TG  3EYAA  KAI  YAUP  ANIMHCAI  KAI  CKGYH 
MeTAeeTNAI  kai  AIATINAIAI  CTPCIOMATA  kai  HAN  TO  TOYTOIC  HAPAnAHCION.  KAI  TA  20 
MGN  Yn^P  ANAPUN  AnOXPUH  a'n  '  GniMGTPHCAl  AG  TI  KAI  THN  TYNaTkA  HPGHON, 
UCTG  MH  THC  TAAACIAC  KOINUNGTn  MONON  TaTc  eGPAnAINAlC,  AAAA  KAI  TUN  AA- 
AUN GPrUN  TUN  GnANAPOTGPUN.  KAI  TAP  CITOnONIAC  AYACGAI  KATA  THN  GAGY- 
eGPAN  gTna!  MOI  AOKGT  kai  YAUP  ANIMHCAI  <(kA|)  HYP  ANAKAYCAI  KAI  KAINHN  KATA- 
CTPUCAI  KAI  nAN  TO  TOYTOIC  GOIKOC.  nOAY  a'  AN  ANAPI  "tAINOITO  KAAAIUN  tO  TG  25 
6AYTHC,  KAI  MAAICTA  NGANIC  OYCA  KAI  MHAGHU  TGTPYMGNH  KYOtOPI  AlC  ,  61  KAI 
TPYTHC  AMHGAUN  AYTOYPTOYCA  CYMMGTACXOI  KAI  CYAAOTHC  GAAUN  ,  61  AG  HAP- 
6IK0I,  KAI  CnOPOY  KAI  APOCGUC  KAI  HAPAAOCeUC  GPrAAGlUN  TOTc  CKAnTOYCIN  H 
♦  YTGYOYCI.  TOYTON  TAP  TON  TPOHON  GNGKA  TUN  GPTUN  oTkOC  nPOCTATOYMGNOC 
Yn'  ANAPOC    KAI    TYNAIKOC    a'pICt'  AN    MOI    AOKGT    KATA    TG    TAYTA    AIGIATGCeAI.  30 

1  MNiHMHN  Meineke,  tncomhw  vulgo.  enei  ekic  Meineke,  AneiKdc  vulgo.  3  a^- 
reiN  TI  Aei  km  AB.  5  6  addidit  Meineke.  8  AnoNeNeMHTAi  Meineke,  An6  n^mhtai 
plerique  libri.  9  KASAPicoTepoi  vulgo,  corr.  ileineke.  11  oc  AB.  15  an 

delevit  Meineke.         KASAPeYONTA  Meineke,  KAeAnep  onta  vulgo.  18  fortasse: 

HTHTeoN  (hi)  innep.         24  kai  addidit  Gaisford.  26  MHA^no)  Meineke,  mha'  Bncoc 

vulgo.       27  nAPeiKoi  Meineke,  nAPHKOi  vulgo.      nAPAAbcewc  Gaisford.  nPocA6cecoc  libri. 


64 


FRAGMENTE  DES  HIEROKLES  BEI  SUIDAS 


FRAGMENTE  DES  HIEROKLES  BEI  SUIDAS 

(s.  Prachter  S.  4) 

1.  Suid.  s.  V.  ewnoACON"   exPHCATO  ag  th   agigi  ''lepoKAHC  xe  kai 

AAAOI    ANTI  TOY  ewnOAIOY.     (fHCIN    EN    b'  0IAOCO*OYMeNWN    nePI  TCJN    <)>IA0c6*a)N  ' 

Tic  TAP  AYTCJN  o-Y-xi   KAI  eTHMe  KAI  haTaac  ANeiAATO   KAI  OYCiAC  eneweAHeH 

MHAeNOC    eWnOAUN  ONTOC. 

2.  Suid.  S.  V.  AGCXH'  nOAAf)  OMIAIA,  <t>AYAPfA.  TO  A^  nAAAION  Al  KAGG- 
APAl  KAI  01  TOnOI,  eN  oTc  eiUeeCAN  AePOIZOMeNOI  <t>IAOCO0eTN  ,  AGCXAI  eKAAOYNTO. 
OyTU    0HC\    KAI    'lePOKAHC    GN    a'  0IAOCO*OYMeN(ON. 

3.  Suid.  S.  V.  AlAAerOINTO  rYNAIIlN-  OMIAoTeN  H  CYNOYCIAZOieN. 
OYTWC  NePOKAHC. 

4.  Suid.  s.  V.  AlOTi.    ece' oTe  kai  anti  toy  »bTi«  aambangtai.  oytu) 

TAP    AAAOI    Te    nOAAOi    KAI  MePOKAHC. 

5.  Suid.  S.  V.  TeMNOYCI  *APMAK0N.  TIMWCIN,  HrOYNTAI.  OYTCOC  AAAOI 
Te    KAI  ''lePOKAHC. 

Nacli  Prachter  S.  6  gelien  diese  Suidasglossen  auf  das  Bachmann- 
sche  Lexikon  zuriick. 


NACHWORT 


65 


NACHWORT 


Es  ist  mil-  Becliirfnis,  an  dieser  Stelle  alien  zu  danken,  die  mich 
bei  der  vorliegenden  Arbeit  unterstiitzt  haben.  Hr.  Dr.  Schubart,  der 
auf  seinen  Wunsch  nicht  als  Mitherausgeber,  sondern  als  Mitarbeiter 
auf  dem  Titel  genannt  ist,  hat  nicht  allein  fiir  den  grofiten  Teil  des 
Textes  die  erste  Absehrift  gemacht,  sondern  auch  spater  wiederholt 
den  ganzen  Text  mit  meiner  Lesung  verglichen  und  an  vielen  Stellen 
berichtigt.  Da  Lesen  und  Erganzen  miteinander  in  Wechselwirkung 
stehen,  mufite  an  schwer  lesbaren  Stellen  immer  wieder  das  Original 
nachgesehen  werden.  Aber  nicht  nur  zur  Feststellung  der  Lesung, 
sondern  auch  zur  Erganzung  hat  Hr.  Dr.  Schubart,  nicht  nur  an  den 
Stellen,  wo  sein  Name  genannt  ist,  viel  beigetragen.  Wir  haben 
darauf  verzichtet,  beziiglich  jeder  einzelnen  Erganzung  unsere  Urheber- 
rechte  zu  sondern.  Auch  bei  der  Korrektur  hat  mich  Hr.  Dr.  Schu- 
bart unterstiitzt. 

Die  Korrekturbogen  vvurden  auch  den  HH.  H.  Diels,  U.  von  Wila- 
mowitz  und  Prachter  vorgelegt,  denen  ich  fiir  zahlreiche  Ratschlage 
und  Berichtigungen  zu  danken  habe.  Mein  Verfahren,  in  der  »Ura- 
schrifttt  die  Erganzungen  nicht  durch  Klammern  zu  bezeichnen,  wurde 
zwar  von  den  HH.  Diels  und  von  Wilamowitz  beanstandet.  Es  wiirde 
aber  die  nachtragliche  Einfiigung  der  Klammern  in  den  bereits  ge- 
druckten  Text  die  ohnehin  schwierige  Korrektur  zu  sehr  erschwert 
haben.  Ich  hoft'e,  dafi  auch  so  die  nebenstehende  » Absehrift «  ge- 
niigen  wird,  den  Sachverhalt  zu  veranschaulichen  und  Zweifel  oder  Mifi- 
ver.standnisse  hinsichtlich  des  tTberlieferungsbestandes  auszuschlieBen. 

Hrn.  Prof.  Prachter  in  Bern  bin  ich  besonders  fiir  Berichtigung 
der  bei  Stobaus  erhaltenen  Hieroklestexte  zu  Dank  verptlichtet.  Zu 
dem  Papyrustexte  brachte  er  noch  eine  Anzahl  wertvoUer  Parallel- 
stellen  bei,  die,  da  sie  an  den  betreffenden  Stellen  nicht  mehr  Platz 
finden  konnten,  hier  nachgetragen  werden. 


66 


NACHWORT 


Nachtrag  zu  den  Anmerkungen. 

Zu  Kol.  I,  14.    Ps.  Galen  npoc  Taypon  S.  60,  1   (Abh.  d.  Berl.  Akad. 

1895 ,  herausg.  von  Kalbfleisch)  Taion  ag  twn  cnePMATcoN  to  <^Aei 

OAW  TiNi)  KAi  tAigi  npoBAiNeiN.    Die  Erganzung  nach  Hermippos 

nepi  ACTP.  64,  1  KroU-Viereck. 
Zu  Kol.  I,  20.    Ps.  Galen  npoc  Taypon  Kalbfleisch  S.  54,  16  f.,  S.  62,  24  f. 
Zu  Kol.  1,31.    Ps.  Galen  npoc  Faypon  S.  34,  11  tun  zcoun  tun  mh  zcoun 

AicGHcei  KAi  6pmh  AiA<t>ep6NTa)N .     Cic.  nat.  deer.  II  47  dedit  autem 

eadem  natura  beluis  et  sensum  et  appetitum. 
Zu  Kol.  I,  38.    Plin.  nat.  hist.  VII  1.     Cetera  sentire  naturam  suain, 

alia  pernicitatem  usurpare,  alia  praepetes  volatus. 
Zu  Kol.  II,  12  f.    Porphyr.  de  abstin.  Ill  9  npuTON  mgn  eKACTON  oTAeN 

etTe  AceeN^c  ecTm  etTe  icxypon,  kai  ta  m^n  <t>YAATTeTAi,  toTc  Ae  xph- 

TAI  ,  toe  nAPAAAIC  MeN  OAOYCIN,  ONYil  A^  AGUN  KAI  OAOYCIN  ,  YnnOC  AG 
OnAH     KAI     BOYC     K^PACIN  ,     KAI    AAGKTPYUN     M^N    nAHKTPU,     CKOPniOC  AG 

K^NTPU'     01    a'  GN    AirV-nTU)    6<t>GIC    nTYCMATI    beGN     KAI    nXYAAGC  KA- 

AOVnTAI    eKTY0AO9ci    TAG    OYGIC    TUN  GHIONTUN. 

Zu  Kol.  II,  47.  Babrius  fab.  43  (S.  42  Crusius)  Aelian  hist.  anim.  VI  5. 
Zu  Kol.  II,  51.    Hierokles  bei  Stobaus,  S.  53  dieser  Ausgabe  aikaia  ag 

AIAACKAAOC    H  <t>YCIC. 

Zu  Kol.  Ill,  10 f.  Fab.  Aesop.  189  Habn,  Eustath.  in  hexaem.  S.  744 D. 
Zu  Kol.  Ill,  27.    Eustath.  in  hexaem.  S.  745 D. 
Zu  Kol.  IV,  16.    Nem.  de  nat.  hom.  S.  33  (Stoic,  fragm.  I  n.  518). 
Zu  Kol.  V,  26.  Zusammenhang  zwischen  Schlaf  und  Verdauung:  Theo- 
phrast  nGPi  kohun  16,  ncpi  iaputun  20. 


REGISTER 

(Von  MAXIMILIAN  ADLER) 


Der  Wortindex  enthalt  alle  Worter,  welche  die  Umschrift  der  Ausgabe  aufweist. 

Die  Zahlen  der  erganzten,  aber  teilweise  ei'Iialteiien  Worter  sind  in  eckigeii  Klaiiiinern, 
die  der  ergiinztcn  Worter,  von  welclien  sicli  aucli  iiicht  ein  siclierer  Buchstabe  im  Papyrus  findet, 
ill  ruiiden  Klammerii  eingesehlossen.  Nicht  aufgeiionimeii  wurden :  der  Artikel,  kai  ,  men,  as, 
o+K,  re,  OYTe-OYTe,  tap  und  die  Forinen  von  eiVii. 

Uin  die  Identitat  unseres  Hierokles  niit  dem  des  Stobaus  zu  erweisen,  warden  die  aucli 
in  dem  Papyrus  vorkommenden  Worter  des  Stobaustextes  mit  Angabe  der  Seite  und  Zeile  dieser 
Ausgabe  in  arabischeii  ZifFeni  (z.  B.  49,  13)  auf'genomnien.  Die  romischen  Zifl'erii  iiiit  folgender 
Zeilenzahl  (z.  B.  VII,  7)  bezeichnen  die  Koluninen  des  Papyrus  und  ilire  Zeileii.  Die  Suidas- 
zitate,  die  zu  dem  gleicheii  Zwecke  beigelugt  sind,  beziehen  sich  auf  die  S.  64  abgedruckten 
Stellen. 


ArAe6c  VI,  [58].  XII,  [i8j.  — 
49,  13  u.  a.  ni.    (s.  apictoc, 

KPeiTTOJN) 

ArreToN  I,  6.  IV,  4 

X  TN  0  sTn  I,  37.  43.  111,12.56. 

VI,  [10].  —  60,  26 
ArYMNACTOC   VIII,  [4] 

X  r  (1)  r  H  IX,  1 4 

XAiAAeinxoc  111,55.  V,  40 
Xaiaaytoc  III,  23 
AhaIa  VII,  [23] 

X  1^  P  V,  6  0 
AeAHTOC   V,  3 

AYpecic  VIII,  [10].  —  57,12 
Ai  pen  k6c  IX,  [5] 
—  aipetikGc  IX,  7 
AiceANeceAi  I,  a.  38.  44.  48. 
5  1.    II,  1.    Ill,  a.  b.  [48].  53. 

rV,  44.  53.  V,  22.  [35].  39.  49. 


WORTREGISTER 

54.     VI,  a.  4.   7.  9.  [22].  24. 

VII,  [48]. 

AicSHCIC  I,  [32].  34.  44.  rV,  26. 
VI,  3.  [4].  8.  18.  51.     VII,  59. 

VIII,  7 
Ai'ceHTHPION   VII,  7 
AlCeHTIKOC   IV,  2  4.  4  2.   V,  48. 

5  2 

A  i  c  e  H  T  6  c  VUI,  [5] 

A  ITI  A   VI,  40.    49,  4 

aYtioc  111,19.  — ■  48,22.  49, 
12  u.  a.  m. 

^KAIPOC   VII,  [51].    62,15 

X  K  A  P  H  C   XU,  14.    52,  7 

XKOYeiN  1,58.  V,  55.  VII,  8 

X  K  p  I B  a  C  VIII,  5 
A  Kpoc  IV,  31.  (49) 
X  A  e  6 1  N  6  c  VIII,  1 3 

XAri9HC   V,  23 


X  A  K  H    VI,  6  1 

Xaaa  1,7.61.  11,41.50.  Ill, 
[52].  IV,  30.  V,  5  1.  VI,  38. 
VII,  28.  52.59.  Vm,  8.  XI, 
14.  XII,  [2  4] 

—  Xaaa  kai  III,  47.  V,  29.  VII,  2 

AAASCSAI   II,  [36].   Ill,  [SC] 
X  A  A  H  A  0  I  C   IV,  2  1 

Xaa6kotoc  IV,  1 5 

Aaaoc  1,28.  [55].  11,56.10,24. 

60.     V,  24.  (50).     VI,  6.  [13]. 

VII,  [21].  23 
  AAAUC  VI,  26.   VII,  4.    51, 

9.  55,  16 

Xaaotpioyn  VI,  [34].  53,  1  8 

A  AO  ro  C  III,  4  6 

A  M  A     1,6.38.     VI,  23.     VII,  4  1. 

(48) 

X  «  A  e  H  c  11,2  7 


68 


I  WORTREGISTER 


—  XwAeiA  58,  24 
AweToxoc  VII,  7 .  —  53,7 
XMeTPiA  n,  5  8 

X  M  0  I p  eTN  IV,  7 

A  «  Y  N  A   U,  4.  1  1 

XM*6Tepoc  IV,  [39] 
Xm<i>(i)  IV,  10.  4  0 
Xn  (Konjunktion)  I,  28.  31.  VII, 
[21] 

—  (Partikel)  II,  1 5.  4  6.  Ill,  1.50 

IV,  20.  22.  35.  44.  V,  4.  7.  25. 
44.  47.  52.  [53].  VI,  9.  13.  20. 
26.  (40).  43.  VII,  2.  42.  [si] 

Xnatkazgin  VI,  [50] 
XnXtkh  III,  17.  VII,  [12] 
XnaipsTn  II,  16 
X  N  A  i  p  e  c  I  c  VII,  9.  —  51,  1 4 

XNAICeHTOC   II,  4 

XnakingTn  I,  7 
Xnaaotoc  VI,  6 

—  Xnaaofia  61,  27 

Xn  ant!a6ktoc  V,  61 

X  N  X  I  I  0  C   II,  13 
XNATeiNeiN   XII,  1  7 
XNATie^NAI    V,  44 
XNA«dpeiN   IV,  5  I 

XNenAiceHTOc  IV,  55 

Aney  II,  [14].  —  52,  24.  53,  15 

X  N  1^  K  0  0  C  IV,  1  2 
Xnhp  III,  44.  VIII,  10 

XNepoonoc  III, [is].  5  0.  IV, [a 0]. 

XI,  16.  XII,  [50] 

Xnicuc  11,47.  —  61,  12 

X  N  0  X  H   III,  2  2 

XNTepeiCTiK6c  IV,  4  9 
Xnti  IV,  26 

Xntibatik6c  IV,  47 

XNTIAAMBAN€CeAlI,  5  3.  VI,  21 
XNTIA^reiN   V,  45 

—  XNTeineTN  IV,  [23].  V,  53 

XNTIAHnriKfiC   III,  5  1 
Xntiahyic   I,  45.    Ill,  2  1 .  IV, 

5  1.  V,  47.  VI,  [2].  VIII,  [16]. 

[24] 

XNTinPAIIC   XII,  13 

X  N  T  in  P  0  C  bX  A  AG  I  N  IV,[47] 

Xntitaiic  II,  7 
XNTOpeiXzeiN  III,  3 4 
ANueeN  I,  3 
Xii6niCToc  IV,  [54] 
XsioYN  VII,  17.  —  56,  1.  59, 
1.11.19  u.  a.  m. 


XOPICTUAHC  VIII,  [fi].  [l  6].  [2  7] 

X  n  Ae H  c  VI,  57 

Xn  ANTAN  IV,  60.  —  49,  13 
XnApXBATOC   I,  9 

XnAC  n,  2.  IV, [5  2].  V, 21.  VIII, 
[5].  —  49,  25.  27  u.  a.  m. 

XneAnizeiN  V,  12 

XneprXzeceAi  I,  11.  —  50, 12. 
52,  30.  53,  12 

XnHNi^c  V,  [58].  VII,  22 

Xn6  I,  12.  15.  Ill,  7.  IV,  (49). 

V,  5  1.  VI,  9.  11.  20.  Vn,  4  4. 
VIII,  [10] 

XnonrNcicKeiN  II,  54 
XnoA^xeceAi  II,  30.  —  52,4 

XnOAIApXcKSIN  111,15 
XnOKAYAIZeiN   III,  2 

XnoKPiNeceAi  V,  46 
XnoKP^nreiN  III,  8 
XnoAeineiN  1,2  9.  —  60,3 
XnoAenTYNGceAi  I,  I8 
Ano  p  0  c  VII,  5 
XnoreAeTN  VI,  49.  VII,  57 
Xn6Teiic  I,  10.  13.  1 8.  V,  [40] 
XnoTp^nei  n  III,  4 9 

XnO*AIN6IN   III,  fiO.    —  51,13 

Xnox  p  ft  N  III,  [54].  IV,  [5  8].  — 

49,  21.  63,  21 
X  n  p  i  I  V,  1 0 
Xnp6cKPOYCTOC  V,  3 
XnreceAi  V,  56.    —    58,  29. 

63,  3.  9.  14 
A  n  T  6  c  III,  5  8 

APA  II,  13.  IV,  34.  VU,  [5].  (15) 

X  pecKei  N  VI,  4  2 

APICTOCI,  1.36 

Xpktoc  I,  3  0.  II,  2  7 

APMOTTeiN   111,5  3.    58,2 

X  p  p  6  n  u  c  VI,  [30].  46 

A  P  T  I  0  C   III,  1  6 

APxeceAi  1,3.  7.  111,8.  V,  46. 

VI,  11.  20 

A  P  X  H  I,  1 .  1  5.  36.  VI,  9  =  48,  6. 
VI,  18.  VII,  58.  VIII,  23.  XII, 
[2].  —  49,  2  5 

X  px  I  k6  c  VI,  [19] 

Xpxwn  XI,  [9].  —  56,24. 

X c  A*l^ c  vn,  (60) 

X  ce^  N  6 1 A  III,  2 1.    —  55,15. 

58,  2 
XceeNHC  II,  19 

X  c  K  6  c  n,  4  2 


Xcnic  II,  12.  16.    Ill,  2.  [27]. 

[3  4] 

X  C  T  P  A  T  H  r  H  T  0)  C  111,28 
XCYMMETPIA   II,  55 

X  c  <t>  A  A  e  I A  III,  9.  —  56,  1 8 

Xre  V,  2  5 

X  T  e  p  n  H  c  VII,  2  7 

A?  I,  42.   IV,  12.  —  51,  7.  60, 

15.  62,  3.  16.  19 
A  Y  I  e  I  N   VI,  1  6 
A'riHCIC   II,  58 

A'fTd  C  I,  21.  24.  4  5.  50.  5  5.  II,  4. 

1  9.  37.  54.  55.  Ill,  9.  13.  14. 
17.  22.  24.  30.  58.  [6  l].    IV,  7. 

2  9.  [35].  42.  V,  29.  41.  VI,  16. 
17.  [I8].  25.  [27].  47.  53.  VII, 
10.  13.  61.  VIII,  [5] 

  6    AYTOC,    AYTOC,    TA+TO   I,  60. 

IV,  53.  VI,  [17].    VII,  9.  [49]. 

XI,  18  ==  51, 16  (s.  unterouN) 
XoAipeTN  V,  45.  —  62,4 
A  *  e  c I c  IV,  45 
X  *  I  6  N  A I  II,  1 5 .  V,  9 
X » I  K  N  eTc  6  A  I  1,  10.  II,  59 
X*ictXnai  I,  16 
X*6phtoc  VII,  [21].  —  55,1. 

5.  14 
X  *  YH  c  III,  [47] 

B  ASYC   V,  1.  27 

—  BAeeojc  V,  4 

B  AAA  N  eToN   II,  32 

baaaXntion  V,  10 

B  A  A  A  e  I  N  XII,  6  1 
B  6  B  A  I  0  Y  N   VI,  5  3 

BeAoc  U,  15 

BiA  II,  31.  Ill,  1.  —  59,  31.  60, 

24 

B  0  A  1^   IV,  2 

BOYAeceAi  II,  1.  —  51,8  u. a. m. 

BO  Y  A  H  «  A   xn,  4  3 

BPAAYN6IN   I,  26 

B  P  A  A'f-  C  I,  [39].  42 

BPAXYC   1,34.    V,  16.    58,1 

u.  a.  m. 

rX AA  V,  5  7 

r  A  A  H  UI,  4  1 

re  I,  34.  [60].  II,  12.  27.  Ill,  20. 

27.  IV,  22.  [29].  V,8.55.  VII, 
20.  25.  —  49,  20.  50,  13.  51, 
19.  52,  9.  25.  53,  3 


I  WORTREGISTER 


69 


r^Necic  1,4.  VI,  24.  VII,  [41]. 

44.  [48].  58.    —    53,  1.21.2.1 

u.  a.  m. 

r  6  N  N  A  N  VI,  7.44.    —    55,  24. 

28  u.  a.  m. 
reNOC  111,  46.58.    IV,  50.  IX, 
[2].  —  52,  17 

rereceAi  V,  56 
rirNucKeiN  V,  [13].  —  48,  11 
u.  a.  ni. 

reiNAM^NH  V,  58.  —    50,  26. 

56,  3.  57,  22.  59,  1 3 

riNSCeAl  I,  25.  [38].  111,7.18. 
38.  [52].  IV,  9.  44.  51.  55.  VI, 
25.  42.  53.  VII,  [12].  3  1.  50  = 
62,  15.33.  VII,|52].  [53].  (54). 
VIII,  [6].  4  8 

TAYKAzeiN   VI,  5 

r  K  Y  K     C   VI,  5 

rNUCIC  I,  35 

rOYN    1,  56.     111,  6.23.     V,  48. 

VII,  21.  —  59,  23.  61,  26 
r  YM  N  6  C   III,  43 


A  A  I «  6  N I  0  C   IV,  6 

AEAOPK^NAl    III,  2  4 

AeTN  1,39.    111,2  0.    IV,  27.  V, 

49.  —  51,  25.  26  U.  a.  111. 

AeiN6c  IV,  [13].  VU,  3 
AeTceAi  1,33.  11,18.31.  XI, 

[15] 

A  e 1 1  6  c  V,  20 

A6YTeP0C     11,3.     IV,  3.   V,  50. 

VIII,  [2].  —  50,  13.  21  u.  a.m. 

AH    1,20.36.46.6  1.  11,12.16. 
57.  V,  16.  VI,  59.  —  49,  16. 

50,  2  2.  2  4  u.  a.  m. 

AH  r«A  II,  15.  18.  Ill,  [29] 
Afl AOC   IV,  28 

—  AHAON  b'ri  IV,  4  3.  V,  40.  VI, 

[20].  24.  —  48, 9.  52, 26  u.  a.  m. 

AHAOYN   III,  [15].   XI,  [21] 
AHMIOYPTHMA   I,  II 
AHnOY  II,  35.   lU,  39 
AHTA   II,  3  7.    59,2.  17 

A\A  (niit  Genitlv)  IV,  lo.  4i 

—  (mit  Akkusativ)  1,  2  3.  111,  37. 

IV,  (13).     V,  26.  56.     VI,  43. 
VII,  9.  20.  VIII,  3.  6.  XI,  15 
AlXzHCIC  II,  5  6 

A  I  A  e  e  c  I  c  V,  [14].  [lyj.  —  55,  0 


AiAKeTceAi  11,4.  —  55,4.  59, 

2  9 

AIAKPIBOYN   VU,  5  4 

aiXahyic  IV,  59.    50,4 

AI^AAECeAl    II,  40 
AlAMGNeiN   I,  13.   VI,  35 
A  I     «  I  A  A  A   II,  11.   Ill,  [2  5] 

  AMIAAA   55,  1  3 

A  I  A  «  0  N  H   VI,  5  9.    56,  2  6 

AIAN6KHC  S.  AIHNEKI^C 

Ai  Anoia  IV,  15.  —  51,  21.  5.3, 

28 

Al  AHA  AtTU   I,  [9] 

A  I  X  n  Y  p  0  c  IV,  9 

AlAPePtiJCIC   VII.  5  3 

AiACA*eTN  VII,  [51].  —  58,  1 1 

AlAcTHMA   II,  37.60.   60,  20. 

62,  4 

A  I  A  c  i!)z  e  I  N  VII,  (44) 
AiATieeceAi  III,  2 8 

AIATOPeY€IN   VII,  5  6 
A  I  A  *  ^  p  e  I  N  VI,  6  1 
AIA't>ep6NTa)C  II,  57.  —  60,  4 

AiA<t>eYr€iN  VI,  [57] 

A  I  A*  0  P  A   I,  (32) 

aiaAckaaoc  II,  51 

A  '  A  6  N  A  I   I,  45.   n,  1  .  3.  47 

AiereipeiN  V,  6 

A  I  H  N  e  K  H  C 

  AlANeKHC   111,5  5.   IV,  4  3 

  AlANeKUC   IV,  45 

  AlHNeKciiC  III,  b.           57,  3.  13. 

24 

A  1 1 K  N  e?c  e  A I  V,  1 9 

A  !  K  A  I  0  C  I,  [28] 

A  16  I,  20.  II,  1.  VII,  10.  48.  — 
54,  2  7 

ai6ti  51,15.  56,  i5  =  Suid.4 
a!xa  VI,  2.  VII,  [13].  —  51,  17 
GO,  13 

AI(iK6IN  11,38.111,6.12.15.18. 
AOKsTn  1,34.44.  —  48,9.  54, 
29 

  AOKe?  MOI    III,  1  2.  [46].  V,  22. 

53.  VI,  43.  VII,  5.  —  49,  11. 

6  1 .  60,  1 .  2  4.  30 
a6ia  IV,  [30].  —    .50,  5 
A  Y  N  A  M  I  C  III,  «.  2  1 .  [4  8].  IV,  2  4. 

42.  V,  [48].  VI,  11.  [18].  54 
AYNAC9AI    II,  29.  39.      VI,  26. 

[39].  VII,  8.  —  52,  25  u.  a.  m. 

A  Y  N  A  T  6  C   VII,  [2  9] 


AYN  ATOC 

  AYNATUC   V,  12 

A  YO   I,  32.   VIII,  10.  54,11 

u.  a.  m. 

AYCANACxereTN  VII,  9 
AYCAPecreTN  VI,  29.  46 

AYCAPeCTHCIC   VI,  4  7 

A  Y  C  M  e  T  A  X  e  i  P  I  CT  0  C  11,24 

AYCOCMOC   VII,  [22] 

AYcn   enc  II,  [9 

AYCXPHCTOC  11,5  6.  49,2.50,2 

A  YTO  Y  I,  a.  38.  4  1.  4  4.  [46].  4  8. 
54.  II,  2.  24.34.39.  40.  42.  [5  l]. 
III,&.  4.  53.  55.  IV,  44.  53.  [55]. 
58.  V,  23.  35.  46.  49.  VI,  [a], 
[b].  [2].  4.  8.  9.  1  I.  12.  (14).  2  1. 
24.  25.  29.  [30].  [43].  [45].  46. 
51.  52.  54.  55.  VII,  [l].  [Uj]. 
19.  [20].  [21].  [23].  [49].  49. 
IX,  3.  [8[    (S.   C4>(iN  A'fTaiN) 

^reipeiN  V,  4 

irw  III,  [12].  46.    V,  22.45.53. 

VI,  43.  [53].  VII,  5  (S.  HMsTc) 
e  A  A*  0  c  II,  40 
^  e  d  A  e  I  N  I,  5  6.  59 
—  eeAeiN  II,  [i  5] 
^esAOYCiA  VII,  [11] 
eeoc  VIII,  2  5.  —  .52,  9 
eil,  a.  44.   11,38.    Ill,  cr.  6.  16. 

23.  50.    IV,  2.  [21].    V,  1.  55. 

VI,  a.  1 4.  42 

e  I  A  6  X  e  H  c  VII,  3.2  4 

6  i  K  A  C  I  A   VIII,  [9] 

eiKdruc  VII,  61.  —  57,9 
eY/AGPoc  (Y«epoc)VU, 4.  —  51,9 
einep  IV,  54 

etc.,  MIA  XII,  12.  —  48,7.  49, 

6  u.  a.  111. 
e  i'c  I,  5.  1  5.  22.  26.  35.  II,  5.  26. 

39.  40.     Ill,  24.  53.  V,  [18]. 

60.  (r,  1).  XI,  1  8 

eicnAPAAexeceAi  Vi,  |i4| 
ei  c  CO  IV,  5  0 

(ii)  I,  14.  II,  60.  IV,  (39).  39. 
V,  9.  13.  42.  VI,  3 1  38.  57. 
XI,  1  7 

e'KACTOC    1,54.      II,  S.     VI,  54. 

VI I,  2  0 .  —  51,  17.  5.3,  3  II .  a .  in . 

EKATePOC   IV,  3  6.    54,  13 

eKroNoc  I,  [30|.  —  55,3  2 
eKsT  IV,  9 


70 


I  WORTREGISTER 


^KeTNoc  111,10.  V,25.  —  49, 

16  u.  a.  m. 
^KKAiNeiN  III, [49].  VI,  [55].  — 

56,9 

^  K  K  0)  ♦  eTn   IV,  1  2 
^KAeKTIKUC  IX,  [l  Oj 
^KAVeiN   II,  46 

^KnlnreiN  I,  27 

^KnVPOYN  1,2  3 

^Kt6c  1,45.   V,  54.  VI,  2.  IX, 

5.  (7).  —  49,  1.  7 
^KTP^neiN  V,  58 

^A/^TTUN    II,  16 

—  ^aXxicton  IV,  7  (s.  dAiroc) 

e'A  A»OC   II,  4  6 
fe'AKOC  V,  3.   VII,  2  1 
^MsAAAeiN  VIII,  [lo] 

^MBO  AH    II,  1  8 
6'«  B  P  YO  N   I,  9.  25 

e  Mn  (nre  I  N  I,  [26j 

d  «  n  0  A  (i  N  52,  2  7  =  Suid.  1 

^M*YCAN   II,  41.  44 
6MYYX0C   I,  4 

I,  [5J.  22.  39.    II,  11.  19.  [36]. 

Ill,  a.  20.  25.  44.  50.  61.  IV,  4. 

[56].     V,  22.  46.  49.  5  1.  VII, 

(I6).  (58).  XI,  18 

^NA^xeceAi  11,42.  —  61,2 

6  N  6  K  A  I,  39 

—  eYNGKA  III,  12.  —  51,25  u.  a.  m. 

^  NeYNAION   V,  [2] 

^NeYMeTceAi  I,  3.  [31].  — 56, 
15.  59,  1 1.  60, 7.  20 

E  N  I  0  I  I,  42 

^NNoeTceAi  V,  [43] 

6  N  N  0  I  A   XII,  [58] 

^NTAYBA   IV,  9.  VII,  [50|.  XII, 
7.  —  62,  15 

^NTeiNeiN  I,  56.  VII,  7.  —  61, 

2  4 

^  N  T  H  K  6  I  N   VII,  4 
^nt6c  VIII,  |5| 
eiAPK€?N   VII,  [15  I 

^ie?NAi  VII,  17 

61 1  C  IV,  16.  VI,  1  1.  [20] 
65  0X0  C  11,60.  —  55,8.  57,26 
61(1)  IV,  44.  —  61,  22 
^OIK^NAI    U,  28.      V,  [21].   

48,  14.  52,  28.  54,  24.  63,  25 
en  A I  N  0  c  XI,  [10] 

Aip6l  N  II,  44.  Ill,  33 

AKoAc Yee?N  V,  8 


enANicTAceAi  V,  6 
^nAYiHcic  VII,  [25] 
dnel  IV,  25.  38.  —  55,  I6 

^nerA^N  1,  17.  56.57.  61.  —  II, 

17.  VII,  [52].  —  49,  5 
^neiAH  III,  14.  IV,  [46].  VI,  6. 

18.  XII,[59[.  —  52,  25.  62,  1. 

eneiTA  XI,  16.  —   53,25.  28. 

56,  16  u.  a.  ni. 
^  n  ^  p  X  6  c  e  A I  III,  5  6 
fe'  n  e  c  e  A I  IV,  1 4 
dni  (mit  Genitiv)  IV,  8.  60.  V, 

23.  24.  VI,  6 

—  (mit  Dativ)  III,  9.   IV,  3.  22 

—  (mit  Akkusativ)  I,  41.  57. [59]. 

II,  II.  15.  42.  Ill,  4.  36.  IV, 
36.  50.  V,  56.  VI,  (27).  58.  — 
I,  50.  VIII,  2  6 

^nisAAAeiN  VI,  [55].  —  54,23 
eniBOYAH  II,  21.  Ill,  3.  VI,  5  6 

dniBOYAOC   III,  2  2 

^niA^xeceAi  IV,  3 
eni6iKac  111,11.  —  59,8 
^  n  I  e  e  c  I  c  II,  2  2 
^niKPicic  V,  11 
^ ni  «^6  I  N  VII,  11.  [13] 
^nicKoreTN  VII,  [23] 
enicnAN  I,  8 
^ ni c X  ec  I  c  IV, 1 9 
^niTHAeidxHC  I,  53 
^niTieeNAi  II,  30.  111,45.  — 
48,  9 

eniTiNGiN?  II,  59 
^  n  I  ♦  X  N  e  I  A  IV,  [31] 
eni»^peceAi  II,  bo 
^nix6iP6TN  XII,  22.  —  51,28 
eproN  1,8.  11,2.  —  52,30  u.a.m. 

6  P6  I  C  I  C  IV,  [4  1] 

e  C  t'  AN   III,  1 

6T6P0reNHC  11,6 

676  POC    1,  41  =  50,2  8.      11,  6. 

11.16.29.36.    Ill,  a.  [21].  50. 

IV,  [11].  VI,  8.  21.  VIII, [15]. 

XI,  [15].  —  49,  4  u.  a.  m. 
ferepdxpoiA  IV,  1 8 
en  III,  10.  IV,  19.  [27].  41.  VII, 

(60).  VIII,  1 1].  Xll,  10.  — 48, 

5.  4i),  3  u.  a.  m. 

6  T  0  I  M  0  C 

  eTOIMOY    V,  4  2  =:  59,  16. 

61,  3 
eTom6THc  I,  24 


eYXACOTOC   II,  25 

EYAPecreTN  VI,  [28].  [33]. [48]. 

—  52, 13.  56, 12 
eYA6iN  V,  20 

^■^Q<tZ  1,38.  V,  52.  VI,  7.  42. 
5  1.  Vn,  46.    —  49,25.  56,3 

u.  a.  m. 

—  e'ire^uc  I,  28 
e'i'Mer^eHc  II,  48 

e'r-N0HTIK6c  IX,  [sj 

e  Y N  0 1  A  XI,  21.—  54, 3.12  u.a.m. 

6  Yn  A  e  H  c  111,  3 

e-t-nAeiA  II,  28 

eV-n  A p  AKo  A 0 Ye H  T 0 c  IV,  [57] 

e'l-nexHC  11,35.  —  56,  1 1 

6YPicKeiN  III,  5.  V,  25.  VII,  2. 

XII,  49.  —  59,  25 
eYCXHMuN  V,  17  (Euripides) 

6  •»•  T  6  A  H  C   VII,  [2].    63,  1  0 

e'i'TpenHc  I,  11.  IV,  20 
e'»'*YHc  V,  26 
^♦^AKeiN  V,  2 
e*eiH  c  III,  54  =  61,  20 

6  4)|^  NAI   II,  33 

6*ICTANAI   V,[l2].   VI,  28.   

58,  2  5.  62,  28 

ex^rrYOc  V,  22 

exeiN  I,  [32].  54.  II,  7.  47.  51. 
Ill,  21.  [42].  45.  51.  V,  10.  1  1. 
13.  26.  48.  (50).  VIII,  8.  XII, 

16 

6  0)  cnep  I,  10 
z  0  ♦  e  p  6  c  VII,  6 

zfilON  I,  a.  2.  5.  ■.;8.  31.  32.  38. 
44.49.  5  1.    11,  2.0.  16.20.  35. 

III,  a.  h.  10.  15.  20.  24.  5  1.53. 
55.  57.  IV,  39.  (44).  53.  55.58. 

V,  24.  39.  46.  49.  5  1.  52.  54. 

VI,  [a].  8.  10.  24.32.  [41].  (42]. 
45.  48.  5  1.  VII,  10.  42.  (48). 
52.  IX,  (8).  XI,  14.  —  53,4. 

7  u.  a.  m. 

H  11,  1.  6.29.  59.  Ill,  [42].  47.  48. 

IV,  28.  V,  15.  50.  VI,  (20). 
28.  (29).  (3U).  6  1.  VIII,  I  14|. 
XI,  18 

H  rOYMA  I  I,  1  =  54,  14.  51,  16 
H  r  6  M  0  N  1  A   IV,  5  0 

HreM0NiK6c  VI,  1 0 


I  WORTREGISTER 


71 


IHAH  I,  [l5].  25.    VII,  16.  39.  53. 

—  49,  1 5  u.  a.  in. 
e  I  K  6  c  (Titel)  I,  i .  3  7 
Seoc  V,  12.  —  55, '10 
H  K  e  I  N  I,  I  8 .  V,  7 
HA\eTc  1,41.55.  111,48.  IV,(60). 

V,  23.  [39].  VIII,  [25].  —  49, 

13.  28.  51,  15  u.  a.  m. 
ri  peweTN  I,  7 

HTTOJN    111,3.45.    V,  [27].  VI, 
47.  —  52,  8 

BAP  PeTn  II,  39 

eATSPoc  I,  33.  IV,  1 1.  [42].  — 

50,  2  6 

eAYMAzeiN  11,  46.  —  54,  17. 

27 

saymXcioc  11,49.  Ill,  10.  VII, 

24.  XI,  19.  —  54,  26 
e  ^  ATP  0  N   XI,  18 

eePAnereiN  VII,  [is] 
eepM^iNeiN  VI,  6 
eePM6c  VI,  5  —  49,  22 

e  H  AH   V,  56 

eH  p  A  III,  13.  19 

eHPioN  11,14.  Ill,  [29].  37.  (39) 

ei  kt6c  III,  57.  IV,  [40] 

e?H I c  IV,  1 

eNHicKeiN  V,  16 

e  p  A  c  0  c  III,  45 

ePAveiN  II,  29 

eypAze  I  20 

I  A  T  P  6  C   III,  1  4 
lA^A  VIII,  [22] 

fiMOC  I,  8.  51.   IV,  [29].  36.  — 

56,  31  u.  a.  m. 

I  A  i  10  «  A  VU,  5  7 

1^ PAi  ni, 42 

I  K  A  N  G  C  V,  1  1 
IKANOYN   I,  20 

Yna  II,  8.  lU,  57.  V,  4.  XII, 

[42].  —  50,  23 
l'6c  II,  10.  15.  18 

VnTAce  Ai  I,  [52] 
i  CO  «  e  r     H  c  II,  36 
icoc  IV,  [53].  —  5Q^ if 

I  C  T  0  P  (  A   II,  1  3 
1  CX6  I  N  VI,  26.  [30j.  46 
icXY  p6c  V,  42.  VIII,  2 
IXNe^MlO  N  III,  27.  35 


KAeAipeTN  rV,  37 

KAeAnep  1,7.  22.  11,7.  Ill,  [57]. 

IV,  4,  13.  [48j.  VIII,  [18].  IX, 

6.  —  49,  3.  50,16.  51,13.27. 

54,  29.  56,25.  57,28.  58,  16. 

61,  13 
KA6Ap6c  VIII,  [2] 
KAeeYAeiN  V,  14 
K  Ae  I  e  N  A I  III,  32 
KAeicxANAi  II  5.  XI,  [is] 
KAe6A0Y  VI,  1  =  53,  30 
KAinep  II,  52 

KAipioc  rv,  14.  VII, [53] 

KAIp6c  I,  5.  V,  36.  —  49,5.15. 

51,  22 

KAKIA   Vll,  [25].    49,   13  U. 

a.  in. 

KAA6Tn   I,  41  =  50,  28.  63,  8. 
II,  12.  IX,  4 

kAaaoc  VI,  60. —  54,19 
kaa6cV,  61.  XI,  1.  XII,  18. — 

48,  12.  49,  11  u.  a.  ni. 
kAmnein  VI,4i.  —  53,2  3 

KAPk!n(i)MA   VII,  2  5 

KAcrdpeioN  III,  [  14] 

K  A  C  T  0)  P   III,  10 

K  A T  A  (mitGenitiv) :  II,  1 7 .  VI, [is] 
—  (mit  Akkusativ):  I,  9.  15.  46. 

[60].  II,  42.  47.  [51].  m,  [7]. 
41.    IV,  5.  6.  29.    V,  (18).  41. 

VI,  12.  (54).  vn,  58.  vm, 

23.  IX,  [6].  XI,  15 
KATAnrNUCKeiN  11,55 
katAtnucic  VI,  49 

KATAAAPeANeiN    V,  9.  111.  |30) 
KATAAYSCeAl   111,43.   V,  58 
KATAKAGieiN   VII,  6 
KATAKOPHC   IV,  1  1 
KA  rAAAMBANGIN   III,  6 
katAaycic  XII,  15 
KATANTIKPY  II,  39 

K  AT  A  n!  nre  i  n  I,  5 

K  ATAPXH   VII,  19 

K  AT  AC  K  6  Y  A  Z6  I  N    XU,  [Slj.   

53,  2.  4.  57,  8 

KATA^^PSCeAl    II,  43 
KATA«PONeTN  11,  50.111,  25.44 

KATei acTn  II,  26 

KATeneireiN  II,  57 

K  ATE  p  r  A  z  ec  e  A I  XII,  [44| 

KATOIKIAIOC   111,4  0.           62,2  6. 

63,  17 


KATdniN   I,  17 

keineTn  (kineTn)  I,  [u].  IV,  34. 

43 

KeN6c  XII,  7 

KeNTPON   II,  10 
K6PANNYNAI    IV,  4  1.46 
KEPAC   II,  6.  22.  47.  54.  58.  6  1. 
111,2  4 

KEPATciAHC    11,26  (Adjcktlva 

auf  -ojAHc  gebildet  s.  uiiter 
bxeojAHc) 
Ke*AA  AioN  VI,  [23].  —  51, 15. 
54,  10 

K6<t>AAH  11,  23.28.  44.  111,8 
KINAYNEYeiN   IV,  29.  —  56,  8. 

57,  5.  60,  2  1 

K  I  N  AY  N  0  C   II,  26 

K  I  N  eTn  s.  keineTn 

k(  N  H  CI  C   IV,  [2S].  (33).  [38] 
KAAYMYPIZEIN   V,59.    (^'g'- 

58,  10) 

KOIMACeAl   V,  4.  1  1.  I  12).  |-'8| 
K0i«HCIC  V,  [l3| 

koin6c  VI,  23.  IX,  10.  —  49,  5. 
51,  17  u.  a.  in. 

KOMI  A  H   II,  4  9 
KOXAIAC   II,  25 
K  P  A  C  I  C   IV,  8 

KPEITTUN  11,50.  Ill,  17.  [38] 

—  kpAtictoc  XII,  [60] 
KPHMn6c  U,  32.  5  9 

K  Y  A  I  N  AE  I  N   111,  [3  1  | 
KYO*OP£Tn  1,8=63,26 

aAtynoc  V,  9 
aatxAnein  IV,  2 8 

A  A  K  T  I  C  M  A   III,  2  6 

aambAnein  I,  61.  V,  43.  VI, 
(29).  5  1.  VII,  9.  XI,  [20] 

AdrEIN  1,12.39.  Ill,  20.  54.  V, 
28.  39.  VII,  47.  —  53,  1 

—  EinETNl,  34.  11,8.  111,  57.  IV, 
2  1.  V,  47.  VI,  3.  [44] 

—  epeTn  V,  4  7 

—  EiPHceAi  VII,  [45].  —  48,2  0 

AEinEI  N  U,  35.  IV,  26 

AEnrdc  1,  [19].  11,49.  52.  V,  21 

AEOTdTHC   V,  [29[ 

aeykainein  VI,  4 

AE  Y  K  6  C   VI,  3 
Add)  N  III,  2  3.  4  3 

Aieoc  I,  22 


72 


I  WORTREGISTER 


A6roc  I,  2.  3ti.  4  1.  Ill,  4!».  59. 
IV,  54.  V,  24.  (iO.  VI,  [17|.  23. 
54.  VII,  50  62,  32.  —  49, 
22.  ,50,  20.25.28.  51,  20.  52, 

17.  53,  17.  55,  23  u.  a.  ni. 
Aoin6c  11,8.21.  III,y.  [52].  XII, 

3.  —  60,  0.  1 1 
A  Y  e  I  N  III.  |3h| 

A  Y  n  H   IV,  1  6 

«AKp6c   I,  16.  V,  27.  —  54,  9. 

58,  16  u.  a.  III. 

mAa  \  II,  54.  IV,  57.  VII,  61.  — 

52,  7 

—  maaaon  V,  1  8 

  MAAICTA   III,  15.   IV,  50 

«AAeAK6c   V,  15 

MApreiTHC  IV,  [23|.  VI,[44| 

MAPTYPION   IV,  5  3 
M  A  T  H  N   VI,  4  1 

M  A  X  e  c  e  A I  III,  2  3 

« AX  H    II,  5.    XI,  20.  —  56,  12 

u.  a.  m. 

«erAA6YYxoc  XII,  [19] 
mereeoc  11,  53.  111,4  7.  VI,  6 o 
we  I  UN  VIII,  1 8] 

M  e  A  A  N  i  A    VII,  [2  6  I 

M  e  A  A  e  1  N  VI,  4  2 

M^NTOI  I,  12.  V,  11.  38.  VI, 
|28|.    —    58,  20.    62,  15.  32. 

63,  1 5 

M^POC  I,  5  1 .  54.  II,  2.  3.  23.  [30|. 
45.  Ill,  4.  8.  [25].  35.  IV,  7. 
40.  50.  52.  6  1.  V,  4  1 .  VIII, 
[12|.  XI,  16.  —  51,  14.  17. 
2  1   U.  a.  111. 

M  e  c  0  c  II,  0  1 

wexA  (iiiit  Geiiitiv):  III,  i.  45. 

IV,  (4  5).  VI,  3.  4.  5.  VII,  (5  6) 

—  (iilit  Akku.sativ):  V,  43.  52. 

VI,  2  4 

MeTABAAAeiN    I,  14.21.2  6.   

48,  1 1 .  60,  2 

WeTABOAH    1,24  =  59,  29 

MerAAOcic  IV,  [20] 

M6TAAHYIC   IV,  2 1 
MeTAM6p*C0CIC   IV,  2  0 
M  6  T  6  X  e  I  N    VI,  1  7 
METOX  H   IV,  8 

M e  X  p  I  I,  [  1 3].  IV,  18.  V,  8.  — 
54,  21 


«H  I,  32.  [48].  11,39.  Ill,  ((il). 
IV,  (2  1).  V,  24.  27.  55.  VI, 
(14).  42.  48.  VII,  6.  12.  [I8]. 
XII,  18 

MH  Ae   III,  12.   IV,  6 

MHAEIC    VII,  8.    —    51,  22  U. 

a.  in. 

«  H  N  II ,  1  8.  27.58.  Ill ,  20.  27. 
43.    IV,  22.  [27].   VI,  46.  — 

48,  22.  50,  11.13 

MHT6   VII,  8 

«  H  T  P  ii  0  C   III,  43.   V,  5  7 

MHXANACeAl  II,  45.  Ill,  1  6.  VI, 

5  7 

«Tr«A  IV,  7  =  50,  2  4 
mikp6c  VII,  2  (s.  «£IC0N) 
«6noc  111,47.  IV,  26.  VI,  (00). 

—  49,  13-  51,  1  u.  a.  111. 
m6pion  III,  [12].  15.  VI,  14.  15 
«OP*H  VIII,  |22]  =  55,  8 

«  Ye  0  AO  r  eTn  I,  29 
m  Y  p I  0  I  V,  2  1 

N  e  A  p6  c  VII,  5 

NEKPOC   V,  [l7| 
N  6  6  T  T  I  0  N   III,  4  0 
N  6  0  T  T  6  C   VIII,  2  1 

NEYeiN  IV,  [50]  =  58,  19 

N  0«  I  Z  e  I  N  IV,  23 

NYKTOJP   V,  6  =  58,  15 

NYN   IV,  [28].  —  50,  4.    52,  10 

u.  a.  111. 

lYAON  11,29.  V,  20.  —  63,19 

Q  Ae  IV,  3.  —  54,  29 

  THIAE   I,  55.   V,  1  1 

6a6c  I,  14 

6  AOYC   II,  9.   Ill,  1  7 

oeeN  II,  28.  VI,  49.  —  52,  3. 

53,  15.  5G,  6.  19.  23.  60,  25  U. 

a.  III. 
oi'Ke?N  XI,  15 

OIKeToC  1,2.35.  11,8.  111,59. 
VI,  [37[.     VIII,  5  1.     XII,  [2|. 

—  53,  8.  2  3  11.  a.  111. 
oiKeioYCSAi   V1,(0.  [52].  VII, 

16.  [49].  IX,  I  6] 

oiKelucic  VII,  [2ti|.  |4.-,|.  [47]. 

VIII,  5  4 

OIKeiCOTIKdc  IX,  [2 1 

oiKoc  VII,  6.  —  52,  19  u.  a.  111. 


oToc  I,  21.    II,  10.  15.    Ill,  23. 
IV,  1.  V,  59.    —    50,  23.  53, 

2 1  u.  a.  m. 

—  oT6c  T6  II,  42  =  60,  13 
0  I  C  T  6  C   VII,  2  0 

  AYCOICTOC   54,  33 

6  A  6  e  p  I  0  c  III,  [29] 

0  A  e  e  p  0  c  VI,  4  8  =  55,  10 

bAlroc  111,5  4  (s.  ^aattun) 

0  AOC  I,  43.  60.  IV,  10.  (15).  19. 
41.  VI,  10.  IX,  2.    —  50,  17. 

51,  17  u.  a.  ni. 

—  b'Auc  IV,  17.  [55].  —  50,8. 
60,  20.  61,  10 

oAocxePHc  VII,  60.  VIII,  [24] 
oMoreNHc  II,  14 
6  M  0  1  (J)  c  IV,  9 

OMOAoreTN  VI,  50.  —  60,  14 
b  M  0  Y  IV,  4  9 

OMUNYMOC   II,  14 

b'MUC    II,  50.     Ill,  [48].     V,  [l|. 

VII,  19.  —  51,  10  u.  a.  111. 

b  N  A  r  PO  C  III,  2  5 
bNOMA   IX,  [10] 
bNOMAZeiN   VIII,  [2  5[ 
onAH   II,  9.  Ill,  [26] 

b  n  A  0  N  II,  7.  9.  in,  4 
b n oTo c  I,  [3]  =  58,  2  1 
bnbcoc  II,  [37]  =  57,  1 8 
bnbxe  II,  20.  26.  57 
bnbrepoc  IV,  7 
bno  Y  III,  [20J 

b  P  A  N  IV,  57.  V,  54 

—  lAeiN  I,  56.  V,  7.  VII,  [8] 
OPATbN   I,  5  7.    VII,  12 
bPTH   IV,  17 

b  p  i  z  e I N  V,  0 

bPMAN   V,  57 

OPMH  1,33.  IV,  26.  VII,  [46| 

bpMHTIKbc   IV,  2  5 

6  P  X  I  C  III,  13.18 

be,  H,  b  I,  1  0.  33.  36.  54.   II,  3. 

15.  16.     Ill,  12.  52.  [60].  IV, 

2  1.28.43.    V,  47.  49.  52.  VI, 

29.  VII,  20.  30.  VIII,  11.  XI, 

[16],  19 
bcoc  11,42.  111,(53).  V,  54 
bCTPAKUAHC   II,  2  3 
bx  I    I,  (3  1).  3  7.  [49].  54.     II,  3. 

Ill,  3.    IV,  43.  V,  40.  VI,  20. 

25.   50.     VII,  42.    VIII,  52. 

IX,  3 


I  WORTREGISTER 


73 


O^A^  II,  3.  13.  IV,  [23].  VI,  13. 

44.  46.  —  49,  2B  11.  a.  111. 
O'r'Aeic    1,33.    11,18.  [35].  V, 

47.  VI,  [30].  XI,  [15].  —  49, 

12.  51,  18  u.  a.  111. 
o^-A^Tepoc  III,  41 
O-rK^TI  I,  7.  46 

o9n  11,38.  111,23.  IV,  .58.  V, 
21.  60.  VI.  22.  24.  VII,  30.  38. 
(50).   IX,  (6).  XII,  24.  —  51, 

5.  20.  52,  4.  54,  13  u.  a.  m. 
OYP  A  III,  7.  34 
ci-p  aToc  III,  4 

OYPON   IV,  [I8] 
0  YC   I,  [55].  57.  58 

0?TOC,  AYTH  ,  TOYTO  I,  12.  13. 
17.  40.  59.  n,  10.  29.  30.  48. 
5  6.  Ill,  2.  1  1.  [14].  18.  2  0.  [38]. 
52.  59.  IV,  2.  [13].  22.  43.  52. 
50.  V,  20.  21.  26.  42.  43.  5  1. 
52.  56.  60.  VI,  [14].  [if!].  24. 
27.  43.  50.      VII,  9.  29.  [ss]. 

vin,  [fi].  16.  IX,  (0).  XI,  15 

■ —  TAYTHI  I,  27.[5l].  11,20.58. 
IV,  10.  24.  VI,  11.  VII,  5.  — 

55,  6.  60,  7 

OYTto  (OYTUC)  1,  42.4  7.  11,  7.8. 
Ill,  [52].  57.  58.  IV,  16.  20. 
[49].     V,  4.[20|.     IX,  [8].  — 

56,  22.  2  7  u.  a.  m. 

O'r'xi  I,  57.  58.  IV,  4.  V,  18.  24. 
29.53.  VI,  [54].  XI,  16.  — 
54,  13 

6*eAA«6c  1,  55.56.  58.  VJI,11. 

(13).  —  60,  8 
6  X  e  (i  A  H  C  VII,  2  5 

—  npentijAHc  55,  2  5 

  Ke*AAA:(iAHC   57,  12 

  KAAYeMCOAHC    58,  10 

  KA/AATCOAHC   63,  18 

OXYPOYN   n,  10 

OYIC  11,49.51.  VII,  (22).  [27] 

nAeoc  IV,  12.  17.  21.  48.  [50]. 

—  51,  25 
n  A  I  A  A  p  1 0  N  VII,  6 
n  A !  €  I  N  II,  2  8 

hAain  11,33.  IV,  [49|.  —  57, 
21.  62,  3 

nANToToc  lU,  2 6 

HANY   V,  [6I]  =  57,  5 


HAP  A  (mit  Genitiv)  1,8.  VI,  17 

—  (mit  Dativ)  111,  14 

—  (mit  Akkusativ)  1, 12.  11,5  5. 
VII,  17.  XI,  8.  20 

nAPAsXAAEIN   1,  58 
nAPATYMNOYN   IV,  [6l] 

hapXaoioc  III,  [60] 
nAPAeecic  IV,  1 0 
nAPAKonH  IV,  1 5 
nAPAnAHCioc  U,  2  5.  43.  IV,  2. 

VI,  17.  XI,  [8].  —  48,  20.  50, 

5.  63,  20 
nAPAnoAicM6c  IV,  ifi 

nAPACKEYAZeiN  11,  4.    5.T,4. 

nAPACKGYH   1,52.    53,2 

nAPATie^NAi  rV,  6 0 
nAperrYAN  VIl,  [  i  o] 
nAperrYHCic  VII,  [13] 

n  A  P  6?N  A  I   1,  [33] 

—  nAp6N  in,  53  =  49,  21 
nAPe«ninT£iN  1,  [4  0] 
nAPexeiN  Vll,  [20].   —  48,8. 

54,  6  u.  6. 
nAPHropeTN  Vll,  1 1 
HApeeNoc  V,  18 

nAPICTANAI  111,  5  9.  IV,  [29].  

58,  30 
nAPOiYNeiN  II,  17 
nXc  I,  12.  [27].  (31).  11,21.  Ill, 

1.  IV,  2.  0.  45.  46.  59.  VI,  10. 
18.  22.  56.  58.  VII,  7 

—  nANTuc  rV,  [56].  V,  54.  VI, 
7.2  8 

n  A  T  p !  c  XI,  [  1  o].  —  50, 2  0  u.  a.  m. 
n  AXYC  I,  16.  Vin,  [i] 
neieeiN  VI,  [27].  —  57,  31 
neiPAceAi  I,  49 
n^nci)N  1,  25 

p  AC  111,  [19] 
nepi  (mit  Genitiv)  1,2.  29.  34. 

m,  55.  VI,  26.  vn,  29.  vin, 

[2  7] 

—  (mit  Akkusativ)  11,2  8.  HI, 

n.  [37].  49.  IV,  60.  V,  7.  vn, 

1.  Vin,  (16) 
n6PiB6HT0C  m,  1 4 
nepiriNeceAi  HI,  39 
nepiApXcceiN  VIII,  [5] 
ne  p I eTN  a  1  n,  14 
nepiefpreiN  IV, 4 
nsPi^xeiN    1,  [20].  [27J.  V, 

[59].  —  61, 1 1.  14.  17 


ne p  11  cx e I N  IV,  5 
n  e  p  1 0  Y  c  ( A  VII,  1 5 
nepinATsTN  1,  58.  —  58,  10 
nepiPAcceiN  11,  «i 
nepicKeneiN  V,  2 
nepiTT6c  V,  47 
nsTPA  n,  60 
n  e  Y  I  c  V,  2  6 
n  H  A  A  N  U,  34 

nHAHMA   n,  53 

n  H  A  6  c  in,  (36) 

n  I  ez  e  I  N  V,  [1].  [20].  —  53,  23 
n  I  e  A  K  N  H  IV,  5 
ni9AN6c  IV,  [30].  54.  —  48,  10 
nlnreiN  V,  17  (Euripides) 
nicxeYeiN  n,  [52] 
n 1 c  T I c  n,  1 .  V,  2  2 
nAeoNAzeiN  ni,  2 .  11.  IV,  2 4 
nAeoNAKic  in,  3 1 

nAHTH    1,  23.   U,  31 

n  A  H  e  0  c  V,  2 1 
nAHKTiKic  vn,  [14] 
HAHPHc  V,  15.  —  52,20.  56, 

12 

HNeYM  A  I,  13.  16.  22 
nNEYMATOYN   n,  "13 

no  I  eTN  U,  25.  34.  42.  V,  17.  VI, 

55 

noTo c  V, 13 
ndAewoc  lU,  [28] 
ndAic  XI,[i5].  16.   —  51,13 
u.  a.  m. 

nOAAAKIC   V,  9.   XI,  19 
nOAYC    U,  56.    in,  15.    IV,  57. 
V,  18.  IX,  [5].  —  49,  4.  6.  11. 

2  0  u.  a.  m. 
nopizei  N  in,  5.  VI,  [5 9 1 
n  6  p  p  (1)  I,  4  2 

n6ppa)e6N  U,  17.  VI,  5 6 
n  0  T  A  « I  0  c  111,  1 0 

nOT6  IV,  55.  V,  60.    —  49,7. 

12 

ndrepo  n  V,  [14] 

n  0  Y  C  I,  60.  n,  23 

npATMA  VI, [13].  vn,  18.  vm, 

[3].  [6].  —  55,  15  u.  a.  m. 
npAHic  Xn,  20.  —  53,22 
nplneiN  V,  44.  —  62,19.  63, 

21 

npiN  VI,  [21] 
np6  n,  21 

npoBAiNeiN  vn,  4 5 


74 


I  WORTREGISTER 


npor!Nec6Ai  VI,  2 2 

isAiAioc  n,  50.  —  48,  10 

c  Y  «  *  Y  e  1  N  VI,  8 

n  p6  6  c 1 c  IV,  1 8 

 PAIAIUC  VII,  0.    XI,  [ 

CY«<I>YHC   II,  7.8.            53,2  1 

n  P  0  (  C  X  6  1  N  II,  (i.  Ill,  9  ■ 

  i^AION    III,  44 

CYMOYPAN   IV,  5 

npoKAeicxANAi  I,  48 

  ^AICTA   III,  39.             54,  30 

CYNAreAACTIK6c    XI,  [14]  = 

npoKeTceAi  VI,  [i] 

p^ ne  1  N  VII,  30  =  58,  8 

52,  30 

np6NoiA  V,  [it]  (Euripides) 

t>fir«A  11,38 

CYNAiceXNeceAi  11,  2  0.2  2.27. 

—  npoNoeTN  58,  i.  59,6 

^1  n  1  Z  6  1  N  I,  1 8 

38.  Ill,  48.  IV,  58 

nponAP^xeiN  VI,  14 

p  1  nreTN  II,  40.  4 1 .  Ill, 

1  8 

CYNAICeHCIC   11,3.   111,5  0 

np6c  (mit  Genitiv):  1,2  1 

^Ye«6c  1,2  9 

CYNAIATie^NAl   IV,  1 7 

—  (niit  Dativ):  III,  2.  —  51 

>  8 

^UMAA^OC   II,  19 

CYN6KTIk6c  VI,  12 

—  (niit  Akkusativ):   I,  lo. 

23. 

P(i«  H  V,  2  5.  VU,  5  0.  — 

63, 18 

CYNeP6ICTIK6c   IV,  4  8 

|:!3].  40.  45.  40.  |52].  54.  II,  4. 

i>a)  N  N    N  A  1   I,  6.   V,  (1  4) 

CYNECIC   I,  4  2 

7.  8.  1  I.  21.  52.  53.  50.  59. 

Ill, 

CYN6CTIACeAI    XI,  1  7 

15.  22.  25.  [27].    IV,  ( 1  3). 

2  0. 

C  A  PK  1  N  OC   VIII,  1  4 

CYN^XeiN   VI,  12.  [  13].  [  15].  — 

(59).   V,  1  1.  (20).  42.  49. 

VI, 

cApi  VII,  [2  0] 

62,  7.  23 

48.  49.  (52).  59.   VII,  20. 

22. 

C  AYTO  Y   VIII,  [12] 

CYNeXHC   I,  19 

27.  40.  VIII,  y.  IX,  3.  5.  9.  13 

C  A  ♦  ffi  C   III,  5 

CYNHrOPe?N   III,  5  2 

npocBAAAeiN  IV,  [45].  46 

c  H  n  e  A  (i  N  VII,  1 2  0 1 

CYNHrOPIA   V,  [43] 

np6cBAHcic  IV,  2 

C  1  B  Y  N  H    III,  44 

CYNeeroc  IV,  39 

np6cBAHT0C   IV,  4  0 

C  1  A  H  P  0  C   IV,  9 

CYNA0riC«6c   VI,  4  9 

nPOCACHC   V,  2  5 

CKe Aoc  I,  00.  61.  II,  44 

47.  49. 

cyntAttgin  V,  5 

nPOCAOKAN   V,  10 

IV,  18.  —  60,  9 

cYNte  AeTN  VI,  [i] 

npoceNBYMeTceA  i  IV,  3.  XII, 

C  K  A  H  p6c   II,  24 

CYNTHPeTN    VII,  44  =51,27 

[55] 

CHAN    V,  57.             53,  8 

CYNTHPHCIC   VI,  55.   VII,  [l] 

—  en  npocAiAAHnjeoN  48,  5 

Cn^PMA   1,5.  14 

cYNTieeceAi  XI,  17 

npoc^peicic  IV,  i 

c  n  e  Y  A  e  1  N  III,  2  7 

CYCTACIC  VI,  52.  VII,  50.  IX,  1 

npoc^Ti  I,  15.  IV,  25 

cnoYAH  V,  7.  —  52,  1 

56,  20 

cycth«atik6c  IX,  [9]  (vgl. 51, 

npocexeiN  III,  2i> 

u.  a.  111. 

11.  12) 

npocexHC  VI,  1 1  9|  =  61,  1 3 

c  re  p  6  6  c  III.  [35] 

cyxn6c  V,  28  =  55,  1 

n  P  0  C  H  K  £  1  N    I,  (i.  —  51,18. 

63, 

cxepecGAi  IV,  2  7.  V,  ,'" 

1 

c*aa6p6c  VI,  58 

I  7 

cTepKTiK6c  IX,  [3] 

c*6apa  II,  54  =  52,  7 

npocoxH  V,  5 

  CT6PKTIKUC  IX,  0. 

-  59.1 

C  4>  0  A  P  6  C   VII,  4 

npocnryeiN  II,  17 

CTO 1  xei  (i)c  1  c  Titel.  1, 1. 

3  7  (Vgl. 

c4>oap6thc  IU,  1 

nPOCTYXHC   III,  7 

52,  17) 

C*  fi  N  VII,  3.  32 

npoc*^peceAi  58,  7  u.  a. 

III. 

C  T  6  M  A   m,  5 

cxeAON  I,  18  =  56,  2 1 

npoc*epHC  IV,  8 

CTOMOYN   1,2  1 

C  X  1  Z  6  1  N   III,  [I8] 

nP0T6PAiA   V.  5 

CYrr€NiK6c  IX,  [4]  = 

54,  1 1 

  AlACxizEIN   68,  1  9 

nPOT^PHMA   III,  5  1 

CYTKAeiZeiN   XI,  1 1  8| 

ClilzeiN  VI, (15).  39.    —  51,8 

np6Tepoc  I,  41.  VI,  [12].  [ 

«l 

CYTKePANNYNAI    IV,  0 

22  = 

CUMA  1,  8.  11,  22.  111,  57.  58.01. 

nPOY*ICTANAI  ],48 

61,  1 

IV,  4.  13.  [14].  [17].  39.  45.  47. 

n  p  6  *  A  c  1^  III,  1 3 

CYTxeTN  VII,  00 

52.  0  1.  V,  19.  [20J 

nPCOTOC  I,  2.  [3].  4.  15.  35. 

5  1. 

c  Y  r  X  Y  c 1 c  VIU, 3 

Ca)MATlK6c  IV,  12.  —  49,  1.  7. 

II,  1.    Ill,  56.    V,  45.  48. 

5  1. 

cyaaambXn6in  I,  0 

63,  18 

VI,  51.  VII,  43.(52).  58. 

XI, 

CYAAHYIC  1,12 

C  0)  T  H  P  i  A     III,  5.  19.    VII,  4.   

13.  —  50,  21  u.  6. 

CYMBAINEIN    I,  [4].  IV, 

54.  56. 

51,  12.  13 

nr^PYI  1,  5  2.   111,  4  3.  V,  58 

V,  44.  Vm.io.  —  55,5.  60,4 

CUTHPION   VI,  58.   VII,  [40] 

othnA  tA  I,  5  2 

C  Y  «  B  A  C  1  C   III,  2  3 

nrvAC  II,  12 

CYMnASHC     IV,    11  = 

53,  24. 

nrfi  «  A  II,  45 

54,  12 

tAii  c  I,  10.  —  56,  22.  62,  29 

nil)  c  VI,  26.  VII,  50.  —  50,  20. 

CYMOAeiA   IV,  10 

T  A  T  T  6  1  N    II,  2  1 

56,  12 

CYMHA  C   lU,  40 

TAYPOC  11,5.20.  111,  23.41 

—  n(DC  I,  16.  —  55,  23.  60, 

18 

  CYNOAOC   52,  I  1.   59,  14 

TAX^UC   I,  2  3 

I  WORTREGISTER 


75 


tXxOC    11.53.    Ill,  (30).  42.  47. 
VI,  fi  I 

T6KMHPI0N   V,  10.  VII,  (  I  5) 

tgknonIX, 7.  —  51,2  (sehroft) 
TSAeoc  rV,  12.  —  52,20.  60, 

31 

T^Aoc  I,  10.  15.  IX,  a.  Xn,  5fi. 

57 

TEM  N  6  I  N    XII,  !) 

xeTAPTOC  IV,  [27] 

TeXNH   XII,  4  1.    50,10 

T  e  (J  C   I,  7.   Ill,  8 
THNAAACJC    VII,  2 
THNIKAYTA   VIII,  [7]  =  55,  5 

TieeNAi   III,  [01].    VI,  2  3.  — 

50,  2  2 
T  I  KT  6  I  N   V,  [55] 

TiNeii-i  (=  reiNeiN)  FV,  44.  — 
53,  11 

tIc  (Fragepi'onomen)   I,  4.  II, 

18.  I  9.  40.  Ill,  19.  [22].  IV,  27. 
V,[44].4(i.(i0.  VI,  54.  VII,  24 
TIC  (Ellkl.)  I,  4.  [9].  40.  56.  U, 
1.  fi.  15.  17.  22.  29.  5  9.  Ill,  6. 
[32].  IV,  2.0  1.  V,  5.  7.  14.  40. 

47.  50.  53.  54.  VI,  2.  7.  8.  (l3). 
[21].  25.  43.  61.  VII,  13.  VIII, 
24 

TiTeH  VII,  [10] 
TO  I  rV,  [26].  —  49,20.  55,10. 
57,4 

TOINYN   I,  5.  50.  lU,  2.  [56],  IV, 
[39].  V,  53.  —  50,5.  53.20. 

63,  2 

ToidcAe  II,  [34].  VII,  3.  VIII, 

[s].  9.  —  49,  4.  55,  2 
ToioYTOc  VI, [41].   VII,  1.  — 

48,  13.  2  3  u.  6. 
TON  I  K  6  c  IV,  [32] 
t6noc  IV,  32.  V,  15 

t6  no  c  IV, (1 4).  —  49,  in  \\.  a.  in. 
tocoytoc  U,  13.  VII,  15.  [28] 
T6Te  IV, 5  7 
TO-i-NTeYeeN  I,  [31J 
TPAriKdc  V,  [is] 

T  P  A  N  H  C   VII,  5  3 

tpan6thc  Vn,  55 

TpXxhAOC  111,  36.37.  —  52,6 
T  P  d  *  6  I  N   VI,  1  6 
TpIz  61  N   III,  4  2 

TPITOC  IV,  22.  V,  50.  Vm,  [4| 
T  P(5  M  0  C   IV,  [  1  8] 


Tpdnoc  1,24.   IV,  21.  28.  [33]. 

43.    V,  13.     VII,  51.  (59).  — 

49,  2.  6.  60,  7.  10  und  sehr  oft 

TYrxXNSIN   1,43.   11,41.  111,3. 
IV,  25.  V,  1.    —    48,  22.  .50, 

24.  57,  (i  u.  a.  III. 

T  Yn  T  e  I  N  V,  [59] 

YriHC  III,  ui.  VII,  17  =  59,  9 
'r-  r  P  6  C  IV,  5 

YAH   I,  9.    50,  14 

't-nAPxeiN  VII,  5.  —  60,20 
'i-n^P  n,  2.  IV,  59.  VI,  55 
YnepsAAASiN  VI,  (00) 
YnePBOAH  11,5  2.  —  60,3 

Y  n  e  p  0  X  H  UI,  4  9 
Yn6P*6P6iN  in,  [4  8] 
Vnep*YHc  II,  48 

VnNoc  IV,  56.  V,  [1].  8.  22.  25. 

(2  7) 

*?n6  (riiit  Genitiv)  1,(6].  23.  45. 
vn,  [12].  23 

—  (niit  Dativ)  V,  57 

—  (mit  Akkusativ)  U,  4  2 

YnOAeiKNYNAI   IV,  [4  3|.    G2, 

14 

YnOMIMNHCKEIN    VII,  [  17] 

YndMNHCic  I,  [40].  V,[oi] 
VnonTuTOC  IV,  41 

YnOCTGAAeiN    II,  2  4 

Vn  0  CT  pe*e  I  N  n,  [33] 
Yn6TY*Aoc  V,  55 

YCTATOC   III,  8 

V  C  T  ^  P  A   I,  5 .  2  7 

♦  AiNecoAi    III,  |io].    V,  [42]. 

VI,  53.  Vn,[48].  —  63,  25 

♦  X  N  A  I  I,  36.  IV,  1.  [21].  V.  4.  — 

49,  22.  51,  25.  53,  20 

*ANep6c  VI,  9.  —  55,13 

<t>  A  N  T  A  C  f  A  VI,  25.  [27].  (29].  4  5. 

VII,  8.  51.  [59].     Vin,  [2].  6. 

[10].  [24].  (27).  —  53,  7 

♦  antactik6c  rV,  [15] 

♦  ^  Pei  N  I,  35  =  58,  27.     V,  43. 

60.  VI,  3.(39).  [49].  vn,  6. 

22.  IX,  [9]  (s.  oicT6c) 
*e-^rei  N  II,  57.  Ill,  [27] 

♦  iaXptypoc  V,  10 

*IAAYTi  A   VII,  23.  34  =  59,  2  1 

♦  ia!a  XI,  17.  —  55,  17 

♦  lAOINOC   V,  8 


♦  ia6co»oc  Xn,  [i  1] 

♦  lAOT^XNOJC     VII,  [10]   =  58, 

27 

*AerMONH  IV,  1 4 
*0B6TceAi  III,  4 1 

♦  6boc  IV,(i6).  VII,  11 

♦  0  p  A  in, 6 1 .  IV,  1 5 

♦  P  A  T  T  6  I  N   11,2  1 

♦  yaXtt6in    III,  [29].   V,  3.   

52,  9 

♦  ^CIC    1,  13.16.25.45.     11,  51. 

IV,  24.  26.     VI,  [l5|.  |20].  41. 

4  9.  VII.  3.  [17].  XI,  [11].  xn, 

[12].  —  49,  28.  .50,  2.  16.  52, 
2  9.  53,  2  u.  a.  111. 
*yt6n  VI,  [16].  VII,  29.  —  53, 
4.  7 

♦  (i)  a  6 1 6  c  in,  6 

♦  N  H  vn,  7 

X  a  I  p  e  I  N  VI,  [a] 

xAA6n6c  n,  45.  VII,  (18].  — 

55,  5 

XAAendTHC  n,  13 

XAYAIOAOYC   II,  9 
X  6  I  M  01  N   rV,  60 

xeip  1,  5  9.6  1.  11,  30.  in,  4  4.  V, 

9.  20.  —  51,  14.  60,  9  ft". 
X  ei  P  Ci)  N  I,  2.  in,  54 
XGAUNH   II,  22 

xepcaToc  I,  [53] 

X  P  e  I  A  I,  5  5 

X  p H  ze I N  V, 27 

XPHM  A  VI,  [19].   IX,  [5|.  S 

X  pfi  C  e  A  I    I,  59.  II,  12.  UI,  1.  3. 

V,  4.  VII,  [6  1]. —  49, 1.0.  11 
u.  sehr  oft 

X  p  H  c  I  c  IX,  [9]  =  55,  1 6.  59, 

10.  61,  7.  24.  62,  8 

xp6nOC  1,12.15.  IV,56.  V,  4  1. 
44.  40.  50.  52.  VI,  35.  VII,  43. 

5  2 

xu  pgTn  I,  [20 1 

Y  Y  X  e  I  N  V,  2  =:  49,  2  2 

YYXH    I,  17.  19.  22.  20.    Ill,  58. 

IV,  5.  12.  13.  17.  23.  26.  28. 

[34].  40.  45.  48.  52 

iiiPA  IV,  [6  1].  V,  7.  XI,  (21) 

u>c  (Koiijuiiktioii) :  I,  20.  U,  41. 

in,  29.  [42].  58.  IV,  1.3.6.23. 


7G 


I  WORTREGISTER    II  NAMENREGISTER 


28.  5  1.(57).  V,  53.  VI,  9.  10.  I  V,  4.  VI ,  4  1 .  VU,5G.  XII, 
■23.  VIII,  (8).  9.  25.  XII,  7        I  18 

)c  (Partikel):  I,  57.  II,  39.  55.  ;  uicnep  III,  (59).  —  51,  5.  57,  7 


ucre  I,  21.  43.  n,  [i4|.  ni,  31. 

VI,  R.  18.  44.  VII,  16.  29.  — 

58,  0  u.  6. 


II 


NAMENREGISTER 


GypiniAHC  V,  17.  18 

'HPAKAHC    V.  20 

"lepoKAHC  (Titel) 


KAeANSHC   VIII,  1  1 

MAPreiTHC  (s.  Wortregister) 


Ne?Aoc  m,  1 1 
XpYcinnoc  VIII,  i  o.  1 1 


Berlin,  gedruckt  in  der  Reichsdruckerei. 


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